Agnelli, Fausto
Pfauenpaar am Luganer See
Los 7000
Ergebnis (inkl. Aufgeld) *
1.125€ (US$ 1,210)
Pfauenpaar am Luganer See
Öl auf Holz.
38,3 x 57,5 cm.
Unten rechts mit Pinsel in Grün (schwer lesbar) signiert "Agnelli f.".
In der frühen, vom Symbolismus inspirierten Komposition Agnellis verleiht die lebhaft durchstrukturierte Bildoberfläche der dekorativen Szenerie ein unruhiges Flirren. Zu Beginn seiner Laufbahn entwickelte Agnelli eine durch den späten Pointillismus inspirierte Technik und malte symbolistische Bilder, oft auch phantastisch-makabren Inhalts. Später gab er diese visionären Themen auf und widmete sich zunehmend der Landschaftsmalerei; insbesondere schuf er Ansichten von Tälern in der Umgebung Luganos. Nach seinen Studien an der Akademie von Brera in Mailand hielt sich Agnelli in Venedig und Zürich auf, wo er häufig ausstellte und sich so auch beim Deutsch-Schweizer Publikum eine gewisse Bekanntheit verschaffte (vgl. Giulio Foletti, in: Historisches Lexikon der Schweiz, hls-dhs-dss.ch, Zugriff 18.01.2024).
Portrait eines bärtigen Herrn
Aquarell über Bleistift auf Aquarellkarton. 1898.
34 x 33,5 cm.
Unten rechts mit Feder in Schwarz signiert "O. Antoine" (ligiert) und datiert.
Kraftvolles, ausdrucksstarkes Portrait eines bärtigen Herren, der den Betrachter aus leuchtend blauen Augen durchdringend anblickt. Nach seiner Ausbildung an der Berliner Akademie bei Franz Skarbina schuf Otto Antoine neben seiner hauptberuflichen Tätigkeit im Postministerium zunächst vor allem Landschafts- und Genreszenen. In seinen Portraits hielt er mit lockerem Strich in leichter, flirrender Farbigkeit seine Zeitgenossen aus der Berliner Kulturlandschaft fest.
Provenienz: Nachlass des Künstlers (seitdem in Familienbesitz)
"Ostern"
Öl auf Karton. 1922.
50 x 35,5 cm.
Unten links mit Pinsel in Schwarz signiert "Otto Antoine", datiert und betitelt.
Streng und doch freundlich blickt der hier 56-jährige Künstler den Betrachter an. Seit zwei Jahren war er in seiner Tätigkeit als Postmaler zum Amtsrat befördert worden, und er ahnte noch nicht, dass er zwei Jahre später wegen des Stellenabbaus in den Wartestand und 1930 in den Ruhestand versetzt werden würde. Seine Malweise war auch 1922 stark impressionistisch und hatte sich seit seiner Lehrzeit unter Einfluss Skarbinas kaum verändert. Schönes ausdrucksstarkes Selbstportrait mit lockerem Pinselduktus.
Provenienz: Nachlass des Künstlers (seitdem in Familienbesitz)
Abendmahl
Lithographie auf Japan. 1911.
Ca. 25,5 x 29,7 cm (44,2 x 54 cm).
Signiert "Beckmann" und wohl von fremder Hand betitelt.
Hofmaier 22 B b.
Blatt 5 der Folge "Sechs Lithographien zum Neuen Testament". Aus der Auflage von ca. 40 Exemplaren des zweiten Zustandes, neben wenigen Probedrucken, verlegt bei I.B. Neumann, Berlin, um 1917. Prachtvoller Druck mit dem vollen, breiten Rand.
Provenienz: Nachlass Galerie Otto Stangl, München
Beckmann, Max
Mink von vorn mit großer Frisur
Los 7005
Ergebnis (inkl. Aufgeld) *
725€ (US$ 780)
Mink von vorn mit großer Frisur
Kaltnadel auf Velin. 1913/22.
17 x 13 cm (52,8 x 38 cm).
Signiert "Beckmann". Auflage 90 Ex.
Hofmaier 63 c (von d).
Aus der Auflage des endgültigen Zustandes von 90 zum Teil von Günther Franke numerierten Exemplaren; die Gesamtauflage betrug 130 Exemplare. Erschienen im Verlag R. Piper, München, wohl 1922. Ausgezeichneter, stellenweise gratiger Druck mit dem vollen Rand. Beigegeben: Eine Lithographie von Max Beckmann, "Pierrot und Maske", 1920 (Hofmaier 173 II B b), aus: "Deutsche Graphiker der Gegenwart".
"Kufstein"
Farbige Kreiden auf halbtransparentem Skizzenbuchpapier. 1941.
44,7 x 33 cm.
Unten rechts mit Kreide in Violett signiert "Fritz Bleyl", unten links datiert und betitelt.
Bleyl zeichnet die imposante Festung Kufstein, das Wahrzeichen der Stadt Kufstein mit dem bedeutendsten mittelalterlichen Bauwerk, links unterhalb des Hausberges Pendling, der die Zeichnung dominiert. Die sommerliche Tiroler Berglandschaft gestaltet der Künstler mit leichten, sicher geführten Strichlein und Schraffuren in harmonischem Kolorit von Blau und Gelb. Künstlerisch tätig war Bleyl vor allem in der Graphik und in der Zeichnung, führte aber ein zurückgezogenes Leben und zeigte seine Arbeiten zu dieser Zeit nicht mehr in der Öffentlichkeit.
Provenienz: Privatsammlung Berlin
Rosen in blauer Vase
Öl auf Leinwand. 1931.
40,2 x 27,5 cm.
Unten links mit Pinsel in Schwarz signiert "Blumer." und datiert.
Verso auf der unteren Spannrahmenleiste mit Kreide in Blau mit der Nummer N° 24. Lucien Blumer war Mitbegründer des Kunschthafe, einem Stammtisch Straßburger Künstler, und ab 1899 Mitglied des Cercle de Saint-Léonard. Anliegen beider Vereinigungen war die Besinnung auf die französische und französischsprachige Kultur in dem 1871 dem Deutschen Reich zugesprochenen Elsaß. In seinen Gemälden konzentrierte er sich auf den Charme des einfachen Landlebens und seiner Darstellung. Ausdrucksstarkes kleinformatiges Blumenstilleben.
Christusdarstellung
3 Farbholzschnitte von demselben Stock auf verschiedenen Papieren. 1909.
Je ca. 32,1 x 29 cm (bis 59,7 x 40,7 cm).
1 Blatt signiert "Walther Bötticher", datiert und bezeichnet.
Ganz im Sinne der expressionistischen Tradition und Experimentierfreude verzichtet Bötticher in seinem graphischen Werk ebenso wie Christan Rohlfs, dessen Schüler er in den Jahren 1907 und 1908 war, auf Wiederholbarkeit und verleiht jedem Abzug einen individuellen Charakter. Monotypiehaft druckend, experimentiert er in unserem Fall mit verschiedenen Farben, Papiertönen und -stärken, so dass drei völlig unterschiedliche Ergebnisse entstehen. Prachtvolle, lebendige Drucke, alle drei von unikatärem Charakter. Sehr selten.
Trauerlieder
Holzschnitt auf Japanbütten. 1911.
37,9 x 26 cm (41,1 x 29,9 cm).
Signiert "Walther Bötticher" und datiert sowie unleserlich bezeichnet.
Der expressionistische Maler und Graphiker Walther Bötticher galt als große Zukunftshoffnung für die deutsche Kunst. Er stand in engem Kontakt zum Umkreis des von Karl Ernst Osthaus 1902 in Hagen gegründeten Folkwang-Museums und schuf ein beachtliches Frühwerk, das sich durch ein tiefes Naturverständnis und ein Gespür für Komposition und Kolorierung auszeichnete. Prachtvoller Druck mit dem wohl vollen Rand. Selten.
Menschengruppe
Holzschnitt auf Japan. 1912.
33,7 x 46,8 cm (47,3 x 53,7 cm).
Signiert "Walther Bötticher", datiert und unleserlich betitelt.
In den wenigen Jahren seiner kurzen Schaffenszeit bespielte Walther Bötticher mehrere Einzel- und Gruppenausstellungen. Sein Werk fand großen Anklang und wurde ab 1911 auch in verschiedenen Kunstzeitschriften seiner Zeit wie dem Cicerone, der Kunstchronik, Die Rheinlande und den Xenien vorgestellt. In den Jahren davor kam er mit Emil Nolde und der Künstlervereinigung Die Brücke in Kontakt, deren Beitrittseinladungen er jedoch ablehnte. 1912 war Bötticher auf der Kölner Sonderbund-Ausstellung präsent, die maßgeblich von Alfred Flechtheim und Karl Ernst Osthaus organisiert wurde. Aus dieser Zeit vor dem Ersten Weltkrieg stammt der expressive Holzschnitt. Prachtvoller, lebendiger Handdruck mit dem wohl vollen Rand. Selten.
Le Graveur
Kaltnadel auf Bütten. Um 1930.
19,5 x 12 cm (33 x 25,2 cm).
Nicht bei Bouvet.
Ganz ausgezeichneter, leicht toniger Druck mit dem vollen Rand. Beigegeben: Eine weitere Kaltnadel von Pierre Bonnard, "Portrait de Renoir", um 1916 (Bouvet 84).
Cézanne, Paul
Portrait du peintre Armand Guillaumin au pendu; Paysage à Auvers
Los 7012
Ergebnis (inkl. Aufgeld) *
375€ (US$ 403)
Portrait du peintre Armand Guillaumin au pendu; Paysage à Auvers
2 Radierungen auf Bütten. 1873.
15,5 x 11,8 cm (25 x 19 cm) bzw. 13,2 x 11 cm (37,5 x 28,5 cm).
Cherpin 2, Venturi 1159, 1161, Leymarie C5.
Guillaumin, der Künstlerfreund Cézannes, hatte auf dessen Schaffen erheblichen Einfluss. Aus der 1906 erschienenen Ausgabe von Theodore Duret, "Histoire des Peintres Impressionnistes", verlegt in Paris bei Floury. Die Radierung Paysage à Auvers entstand 1873, wurde aber erst 1914 für das von Bernheim-Jeune herausgegebene Buch über Paul Cézanne als Frontispiz verwendet. Ausgezeichnete Drucke mit Rand.
La fuite tout nu
Radierung mit Aquatinta auf J Perrigot-Velin. 1948.
21,1 x 27,8 cm (27,8 x 37,8 cm).
Auflage 368 Ex.
Aus Cramer 17.
Blatt 80 von insgesamt 96 Radierungen der Illustrationen zu Nicolas Gogol, "Les Âmes Mortes", herausgegeben von Tériade, Paris 1948. Prachtvoller, tiefschwarzer Druck mit Rand, unten mit dem Schöpfrand. Beigegeben: Eine weitere Farblithographie von Marc Chagall: "Les Monstres de Notre-Dames", 1954 (Mourlot 101, Cramer Books 24).
"Deer Island"
Radierung auf dickem Japan. 1928.
15 x 22,7 cm (17,4 x 27,2 cm).
Signiert "Howard Cook", datiert und betitelt. Auflage 50 num. Ex.
Duffy 78.
Deer Island, heute eine Halbinsel im Boston Harbor, war damals noch eine Insel. Mit klaren, gestochen scharfen Konturen schildert Cook die Szenerie mit dem erhöht gelegenen Anwesen. Prachtvoller, klarer Druck mit kleinem Rand.
Landschaft mit Kühen
Radierung auf feinem Japan 1917.
14,3 x 19,2 cm (25 x 29,2 cm).
Signiert "Lovis Corinth". Auflage 40 Ex.
Schwarz 306.
Herausgegeben im Verlag von Fritz Gurlitt, Berlin. Die Gesamtauflage betrug 115 Exemplare. Ganz prachtvoller Druck mit feinem Plattenton und breitem Rand.
Kreuztragung
Kaltnadel mit Aquatinta auf festem Velin. 1920/21.
19 x 27,6 cm (32 x 40 cm).
Signiert "Lovis Corinth", betitelt und bezeichnet "Nr. 33".
Müller 552.
Die Auflagenhöhe ist Müller nicht bekannt. Prachtvoller, tiefdunkler und gratiger Druck mit dem vollen Rand, rechts und unten mit dem Schöpfrand.
Selbstbildnis
Lithographie auf JW Zanders-Bütten. 1920/21.
30,4 x 24 cm (44 x 36 cm).
Signiert "Lovis Corinth".
Vgl. Müller 464 (dort ohne die Schrift).
Wohl vor der Auflage für die Kestner-Gesellschaft, Hannover 1921, hier mit lithographierter Schrift im rechten Bildrand; in dieser Form Müller nicht bekannt und selten. Ganz prachtvoller, kräftiger und wunderbar klar zeichnender Druck mit breitem Rand, links und rechts mit dem Schöpfrand.
"Der Bull"
Kaltnadel auf Bütten. 1923.
19,6 x 26,6 cm (29 x 37,5 cm).
Signiert "Lovis Corinth", betitelt und bezeichnet "Probedruck".
Müller 703.
Eine Auflagenhöhe war Müller nicht bekannt. Ganz prachtvoller, wunderbar gratiger und differenzierter Druck mit dem vollen Rand, rechts und unten mit dem Schöpfrand.
Portrait Otto Freundlich
Lithographie auf Japan. 1923.
39 x 26,8 cm (41 x 31 cm).
Signiert "Dix" und datiert sowie (von fremder Hand) bezeichnet "Otto Freundlich" sowie "II". Auflage 140 Ex.
Karsch 53 c, Söhn HdO 72716-2.
Erschienen in: Die Schaffenden, 4. Jahrgang, 4. Mappe. Unten rechts mit dem Blindstempel des Euphorion-Verlags. Prachtvoller, kräftiger Druck mit kleinem Rand.
Die heilige Veronika II ("Veronika II")
Lithographie auf glattem Velinkarton. 1948.
48 x 44,5 cm (59,5 x 49 cm).
Signiert "Dix" und betitelt. Auflage 30 num. Ex.
Karsch 150.
In demselben Jahr schuf Dix eine erste, kompositorisch sehr ähnliche, jedoch etwas kleinere Version des Motivs. Gedruckt bei Himmesbach, erschienen im Selbstverlag des Künstlers, in kleiner Auflage. Prachtvoller Druck mit breitem Rand.
Die Heilung zweier Besessener
Lithographie auf Japan. 1960.
29,1 x 22,7 cm (41 x 33 cm).
Signiert "DIX".
Karsch 244 II.
Wohl eines von 2000 Exemplaren der Buchauflage, herausgegeben vom Käthe Vogt Verlag, Berlin. Prachtvoller Druck mit dem vollen Rand, unten mit dem Schöpfrand.
Dongen, Kees van
Mädchen mit dem Schwanenhals
Los 7025
Ergebnis (inkl. Aufgeld) *
475€ (US$ 511)
Mädchen mit dem Schwanenhals
Radierung auf Japan. 1925.
22 x 16 cm (26 x 19,8 cm).
Auflage 200 Ex.
Juffermans E 3.
Ausgezeichneter Druck mit Rand. Verso mit dem blauen Sammlerstempel "Dr. W. Schumacher" (nicht bei Lugt). Beigegeben: Eine Radierung von Bernard Buffet, "Weiden am Kanal" (Rheims 313).
Wald
Gouache auf Velin, auf Unterlagekarton montiert. Um 1950.
49,1 x 62,8 cm.
Unten links mit Pinsel in Gelb signiert "Drexel".
Schwungvolle, farbig leuchtende Komposition des Künstlers Christof Drexel, der sich in seinem malerischen Werk primär mit den Theman Mensch, Tier und Landschaftsdarstellungen auseinandersetzt.
Mutter und Kind
Holzschnitt auf genarbtem Velin.
18 x 13,7 cm (42,4 x 27 cm).
Signiert "J. Eberz".
Prachtvoller, tiefschwarzer Handdruck mit feinem Relief und dem vollen Rand. Beigegeben: Ein weiterer unsignierter Abzug desselben Motivs.
Klosterkirche
Kaltnadel auf festem Velinkarton. 1918.
17,9 x 23,9 cm (40 x 39,9 cm).
Signiert "J. Eberz". Auflage 10 num. Ex.
Prachtvoller, gratiger Druck mit breitem Rand. Sehr selten.
Provenienz: Nachlass Galerie Otto Stangl, München
[*]: Regelbesteuert gemäß Auktionsbedingungen. [^]: Ausgleich von Einfuhr-Umsatzsteuer.
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