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Cicero, Marcus Tullius und Bologna, Guidotto da
Rhetorica ad C. Herennium, Rhetorica nova Il Fiore di rettorica. Venedig, Gabriele di Pietro, um 1472-1473. Erste Ausgabe
Los 701

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2.500€ (US$ 2,604)

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Cicero, Marcus Tullius und Guidotto da Bologna. Rhetorica ad C. Herennium, Rhetorica nova Il Fiore di rettorica. 50 nn. Bl. 24 Zeilen. Rom. Typ. Schriftraum: 13 x 8,5 cm. Format: 19,5 x 14 cm. Grüner Pappband des 19. Jahrhunderts (stärker berieben und bestoßen). Venedig, Gabriele di Pietro, um 1472-1473.
ISTC ic00686000. Hain-R. 5092 = 5093 (nicht in Copinger). GW 11843. Goff C 686. Proctor 4203. Pellechet 3658. IGI 2976. BMC V, 203. CIBN C-474. IGI 2976. Pr 4203. BMC V 203. BSB-Ink G-220.050. – Erste Ausgabe. Der Dominikanermönch Guidotto da Bologna (geb. um 1278) lehrte in Bologna und zwischen 1278 und 1282 Rhetorik im Studio von Siena. Sein Werk "Fiore di rettorica" ist am bekanntesten und eine Verkürzung der pseudo-ciceronischen "Rhetorica nova" ("Ad Herennium") in der Volkssprache. Die handschriftliche Fassung befindet sich im Cod. Marc. It. Cl. X 21.
Von uns konnten elf Exemplare in europäischen und eines in einer amerikanischen Bibliothek nachgewiesen werden, davon ein Exemplar in Deutschland in der Bayerischen Staatsbibliothek in München.
Das Buch setzt sich aus folgenden Lagen zusammen: a8(von10), b10, c10, d10, e8(von10), f4(von8). – Es fehlen acht Blätter, davon das erste und die letzten zwei Weiß: a1 (weiß), a10, e1, e10, f1-2, f7, f8 (weiß). Teils stärker finger-, braun- und feuchtfleckig, mit mehreren hs. Notizen am Rand und vereinzelt im Text sowie letztes Blatt mit restaurierter Fehlstelle.

Lot 702, Auction  125, Voragine, Jacobus de, Einzelblatt aus "Der Heiligen Leben. Band 2, Sommerteil". Augsburg, Günther Zainer, 1472. - Wohl aus der ersten Ausgabe

Voragine, Jacobus de
Einzelblatt aus "Der Heiligen Leben. Band 2, Sommerteil". Augsburg, Günther Zainer, 1472. - Wohl aus der ersten Ausgabe
Los 702

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300€ (US$ 313)

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Voragine, Jacobus de. Einzelblatt aus "Der Heiligen Leben. Band 2, Sommerteil". Mit koloriertem Holzschnitt. Got. Typ. 51 Zeilen. Schriftraum: 29 x 18 cm. Format: 32,5 x 23,5 cm. Mit Passepartout. Augsburg, Günther Zainer, 1472.
Hain-Copinger 9968. GW M11402. Goff J156. ISTC ij00156000. – Einzelblatt aus der wohl ersten Ausgabe "Der Heiligen Leben" aus der Offizin Günther Zainer aus Augsburg. Der Holzschnitt zeigt Antonius den Großen (angeblich 251-356) als Eremit. – Etwas stock- und fingerfleckig, sonst wohlerhaltenes Exemplar.

Lot 703, Auction  125, Biblia germanica, Daraus 1 Blatt (Seite127) mit koloriertem Holzstich. Nürnberg, A. Koberger, 17.II.1483

Biblia germanica
Daraus 1 Blatt (Seite127) mit koloriertem Holzstich. Nürnberg, A. Koberger, 17.II.1483
Los 703

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180€ (US$ 188)

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Biblia germanica. Daraus 1 Blatt (Seite127) mit koloriertem Holzstich. 32 Zeilen bzw. verso 51 Zeilen. Got. Typ. Schriftraum: 32 x 18,5 cm. Format: 38,5 x 25,5 cm. Nürnberg, A. Koberger, 17.II.1483.
GW 4303. Hain 3137. – Einzelnes Blatt aus "Biblia germanica" aus der Offizin A. Koberger (1440-1513). Der kolorierte Holzschnitt zeigt Eli, dem der Tod seiner Söhne verkündet wird; im Hintergrund tragen die Philister die Bundeslade fort. – Leicht stockfleckig mit winziger Fehlstelle am Außensteg (Text nicht betroffen), sonst sehr gutes einzelnes Blatt mit hübsch koloriertem Holzstich.

Humbertus de Romanis
Auslegung über Sankt Augustins Regel, deutsch
Los 704

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2.400€ (US$ 2,500)

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Humbertus de Romanis. Auslegung über Sankt Augustins Regel, deutsch. 205 (statt 206) Bl. 33-34 Zeilen. Got. Typ. Schriftraum: 19,8 x 12,2 cm. Format: 26,6 x 19,2 cm. Mit zahlreichen 2-12-zeiligen Lombarden in Rot, teils mit Federwerk-Ausläufen. Dunkelbraunes Kalbsleder d. Z. (stark beschabt und abgerieben, kleines Teil vom oberen Kapital fehlt, mit Einrissen und wenigen offenen Stellen) über kantigen Holzdeckeln mit reicher Blindgprägung und 3 (von 4) Schließbeschlägen (ohne die Bügel). Ulm, Konrad Dinckmut, um 1488.
Hain-Copinger 9030. GW 13649. Goff H-550. Proctor 2579. Pellechet 6177. Amelung 119. Brinkhus 1108-09. Collijn 545. Deckert 379. Günther 3030. Madsen 2053. Sack 1920. Walsh 918. BMC II, 536. BSB-Ink H-440. CIBN H-331. CBS 2009. ISTC ih00550000. – Erste Ausgabe der seltenen Exegese der Augustiner-Regel in deutscher Sprache, die einzige Ausgabe des 15. Jahrhunderts. Autor ist der französische Dominikanermönch Humbertus (Humbert de Romans; 1190-1277), der aus Romans-sur-Isère (im heutigen Departement Drôme in Südostfrankreich) stammt und als fünfter Generalmeister des Predigerordens von 1254 bis 1263 wirkte. Für seinen Orden verfasste er einen umfangreichen Kommentar zur Augustinerregel, die 1220 von den Dominikanern seines Ordens adaptiert worden war und die forthin als wichtigste Grundlage des Zusammenlebens der meisten Ordensgemeinschaften dienen sollte.

Daraus erklärt sich auch die Übersetzung ins Deutsche, die möglicherweise von dem Dominikaner Georg Falder-Pistoris (gest 29.12.1452) oder von Johannes Meyer (gest. 20.12.1485) stammt (vgl. Verfasserlexikon des MA² VI, 474-489 und XI, 1003-1004), die das Werk Humperts für die deutschen Ordensgemeinschaften übernehmen wollten. Der Text beginnt mit der "vorred": "Hie hebt sich an die auszlegung Humberti desz hohen lerers, der etwen ain gemainer maister gewesen ist über den gantzen prediger orden über sant Augustins regel, die er geschriben hat den closterfrawen mit etlicher eingetraner ler und anweisung der lerer nach vordrung der materi zu mer verstentnusz". – Es fehlt das letzte Blatt "Das ccii Blatt", Lagenformel 14a-z8A8B1-9. Ein Blatt kii mit Tintenfleck, eine Lage minimal ausgebunden, ganz vereinzelte zeitgenössische, wenige spätere Marginalien, nur selten unwesentlich fleckig, meist sehr sauber und sehr schön erhalten im Block, bemerkenswert breitrandig. Der einst bemerkenswert schöne zeitgenössische Einband ist mit mehreren Dreifachfileten in konzentrische Register geteilt, in der Mitte ein Losangeraster, außen eine florale Guilloche-Bordüre, verso eine Bordüre aus überlagernden Halbrundbögen, Vorderdeckel mit geprägter Gotica "AUGUSTINUS".

Lot 705, Auction  125, Farina, Domenico, Epigrammata elegiae et genethliacum urbis Romae. Venedig, Giovanni Battista Sessa, 1498. - Zweite Ausgabe

Farina, Domenico
Epigrammata elegiae et genethliacum urbis Romae. Venedig, Giovanni Battista Sessa, 1498. - Zweite Ausgabe
Los 705

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2.500€ (US$ 2,604)

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Farina, Domenico. Epigrammata elegiae et genethliacum urbis Romae. 40 nn. Bl. 30 Zeilen. Rom. Typ. Schriftraum: 16,5 x 8,5 cm. Format: 21 x 14 cm. Mit Holzschnitt-Druckermarke auf dem Titel und am Schluss, mit 5 teils kolorierten Holzschnitt-Initialien über 3 bis 6-Zeilen und Initialspatie über zwei Zeilen. Holzdeckel d. Z. (berieben und bekratzt, ohne die Leder-Messing-Schließe) mit Halbleder (mit größeren restaurierten Fehlstellen). Venedig, Giovanni Battista Sessa, 1498.
ISTC ip00012000. HC 12278. GW M29126. BMC V 480, 547. IGI 7147. Goff P12. Pell Ms 8944 (8803). CIBN P-7. Hillard 1509. IDL 3484. IBE 4281. IBP 4107. Madsen 3003. Šimáková-Vrchotka 1439. Voull (Trier) 2191. Voull (B) 4325. Hubay (Augsburg) 1552. Oates 2147. Rhodes(Oxford Colleges) 1298. Bod-inc P-003. Sheppard 4585. Pr 5591. BMC V 480, 547. BSB-Ink P-7. GW M29126. – Zweite Ausgabe des poetischen Werks von Domenico Farina aus Sora (1460-1528), das seinem Freund und Gönner Marcantonio Sabellico gewidmet ist. Farina trat 1478 in die von Pomponio Leto gegründete römische Akademie (Accademia Romana) ein und nahm den Beinamen Domenico Palladio Sorano an. Seine Epigramme wurden aufgrund ihrer Eleganz im römischen Milieu hoch gelobt, und Farina war auch für das Epitaph auf Letos Grab verantwortlich. Die erste Ausgabe der Epigramme erschien am 4. September in Venedig und ist nur in einem Exemplar in der Bibliothèque Mazarine in Paris (GW M29128) erhalten. Die vorliegende Ausgabe ist von größter Seltenheit, nur drei Exemplare sind in institutionellen Bibliotheken der USA verzeichnet. – Vorsatz stärker lädiert. Ersten sechs Blätter braun- und fingerfleckig, Blatt acht mit winzigem Einriss am Kopfsteg (Text nicht betroffen) und teils mit kleinem Wurmloch und leicht stockfleckig. Mit mehreren hs. Notizen der Zeit in brauner Tinte am Rand. – Beigebunden: Mantuanus Baptista. Adolescentia in decem æglogas divisa. 6 nn., 79 num. (recte 80), 2 nn. Bl. Straßburg, Johannes Prüss Ciuis Argentinus, 1506. - Seltene Ausgabe der zehn Ecloghe des Mantuaners Battista Spagnoli (1447-1516), der sie komponierte, bevor er in den Karmeliterorden eintrat. Die erste Ausgabe wurde 1498 in Mantua unter dem Titel Adolescentia gedruckt. - Etwas braun- und fingerfleckig und mit mehreren hs. Notizen d. Z in brauner Tinte am Rand.

Petrus, Frater
Legenda Sanctae Catharinae. Straßburg, Johann Grüninger, 2.VII.1500. - Erste deutsche Ausgabe
Los 706

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9.000€ (US$ 9,375)

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(Petrus, Frater). Legenda Sanctae Catharinae, deutsch. Das ist ein nüwe seltzeme und lüstige legend gemacht uß andern sechs legenden. 77 (statt 78) Bl. 29 Zeilen. Rom. Type. Schriftraum: 14,6 x 9,3 cm. Format: 20 x 13,5 cm. Mit Titelholzschnitt, 17 halbseitigen Textholzschnitten vom Terenz-Meister und zahlreichen, teils gelb ankolorierten Holzschnittinitialen. Neuerer Pergamentband mit hs. Rücken- und Deckeltitel. Straßburg, Johann Grüninger, 2.VII.1500.
Hain 12851. GW M31822. Goff P-428. BMC I 115. ISTC ip00428000. BSB-Ink P-371. CIBN P-202. ISTC ip00428000. – Erste deutsche Ausgabe der Katharinenlegende, der lateinische Erstdruck erschien kurz zuvor im selben Jahr. Prachtvolle Straßburger Holzschnittinkunabel. Die heilige Katharina von Alexandrien wird in der katholischen und orthodoxen Kirche als Märtyrerin verehrt und galt im Mittelalter als die nach Maria ranghöchste Heilige. Sie gehört zu den vier Hauptjungfrauen und zählt seit dem 14. Jahrhundert auch zur Gruppe der heiligen 14 Nothelfer. – Es fehlt Bl. M5 (durch fachmännische Kopie auf altem Papier ergänzt). Titel fleckig, mit weißem Blattabschnitt (etwa 1/3) sowie mehreren kleinen hs. ergänzten Fehlstellen, komplett hinterlegt und mit Annotation im rechten Seitenrand. Blatt Aii ebenfalls mit einigen kleinen hinterlegten Fehlstellen im Rand sowie auch im Satzspiegel (geringer Buchstabenverlust hs. ergänzt). Anfangs mit kleiner Wurmspur, Blatt Bv mit zwei kleinen Löchern im Satzspiegel, Blatt Lv bis M iv mit kleiner Wurmspur in der unteren weißen Ecke, drei Blatt am Schluss mit alt restauriertem Randeinriss (geringer Buchstabenverlust), das Schlussblatt mit einigen hinterlegten kleinen Wurmlöchern und Randläsuren. Durchgehend mal mehr, mal weniger fleckig oder gebräunt und mit verblassten Feuchtigkeitsrändern.

Albinus, Petrus
Meisznische Land und Berg-Chronica. Dresden, o. Dr., 1589-1590. - Zweiter Druck
Los 707

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1.200€ (US$ 1,250)

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Albinus, Petrus. Meisznische Land und Berg-Chronica: In welcher ein vollstendige description des Landes, so zwischen der Elbe, Sala und Südödischen Behmischen gebirgen gelegen, So wol der dorinnen begriffenen auch anderer Bergwercken, sampt zugehörigen Metall un Metallar beschreibungen [und:] Meisznische Berkwergk Chronica: Darinnen fürnemlich von den Bergkwercken des Landews zu Meissen gehandelt wird. 6 Bl., 449 S., 7 Bl; 4 Bl., 205 S., 3 Bl. Titel in Schwarz und Rot. Mit 2 Holzschnitt-Titelbordüren, 2 Holzschnitt-Karten, 6 Portrait-Holzschnitten, 58 Wappen-Holzschnitten und 2 blattgroßen Portrait-Kupfern und mit Abschlussholzschnitt-Vignette mit Wappendarstellung. 31 x 19 cm. Pergament d. Z. (gewellt, geworfen und teils stärker berieben) mit hs. RTitel und mit goldgeprägtem Supralibros auf den Deckeln mit den Initialien "GA" sowie vier Verschlussbändchen. Dresden, o. Dr., 1589-1590.
VD16 W 1678. Ferchl 6. Graesse I, 59. Poggendorff I, 24. ADB I, 223 und IX, 195 (Gimel Bergen). NDB I, 151. Koch, Bergmännisches Schrifttum Nr. 11 und S. 49. – Zweiter Druck der zuerst 1580 bei Hans Lufft in Wittenberg erschienenen Chronik. Hauptwerk des Begründers der sächsischen Geschichtsschreibung Petrus Albinus (1543-1598), angeregt durch Georg Agricola, dessen Verehrer und Populisator er war. Band I enthält die Landchronik, Band II die Bergchronik mit einem ausführlichen Bericht über den Bergbau in Sachsen und anderen Ländern. "Das Werk ist das Ergebnis zahlreicher Reisen und landeskundlicher Forschungen, die auch viel hüttenchemische Nachrichten enthält (Quelle für das Leben Georg Agricolas)" (NDB). Neben der Annaberger Sammlung von bekannten Sprichwörtern das zweite der beiden verlegerischen Hauptwerke aus der Dresdener Offizin von Gimel Bergen, "kostbar ausgestattet" (ADB). – Papierbedingt gebräunt, leicht stock- und fingerfleckig, vereinzelt mit kleinen Wurmgängen sowie mit modernen Unterstreichungen und Notizen im Text und am Rand.
Mit hs. Besitzvermerk auf dem Vorsatz "Gregor Lindner, Decan Joachimsthal 1882" und dem Titel. Gregor Lindner (1831-1917) war Päpstlicher Geheimkämmerer, Priester, Dekan von Joachimsthal, Chronist der Stadt und Mitglied des Stadtrates.

Lot 708, Auction  125, Apuleius, Lucius, Dell'Asino d'oro. Florenz, Filippo Giunta, 1598. - Durchschossenes Exemplar mit 60 Text-Holzschnitten

Apuleius, Lucius
Dell'Asino d'oro. Florenz, Filippo Giunta, 1598. - Durchschossenes Exemplar mit 60 Text-Holzschnitten
Los 708

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450€ (US$ 469)

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Apuleius, Lucius. Dell’Asino d’oro. Tradotto per M. Agnolo Firenuola. 266 S., 3 Bl. 14 x 8,5 cm. Pergament d. Z. (kleine Fehlstelle am Rücken, berieben) mit späterem goldgeprägtem RSchild. Florenz, Filippo Giunta, 1598.
EDIT16 CNCE 2243. IA II, 106.650. Adams A 1382. STC 35. Gamba 48. Pettas, Giuntas of Florence, 745. – Spätere Ausgabe des "Goldenen Esels" in der italienischen Übersetzung von Agnolo Firenzuola (1493-1543). – Fliegender Vorsatz mit Eintrag. Die ersten drei Blätter und die letzten Lagen etwas wurmlöchrig. Teils etwas stärker sporfleckig. Durchschossenes Exemplar mit 60 Text-Holzschnitten (teils wiederholt) auf 53 Tafeln montiert mehrerer früherer italienischer Ausgaben entnommen.

Lot 709, Auction  125, Ariosto, Lodovico, Orlando furioso. Venedig, V. Valgrisi, 1572. - Frühe Ausgabe

Ariosto, Lodovico
Orlando furioso. Venedig, V. Valgrisi, 1572. - Frühe Ausgabe
Los 709

Schätzung
450€ (US$ 469)

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Ariosto, Lodovico. Orlando furioso. 8 Bl., 654 S., 15 Bl. Mit figürlicher Holzschnitt-Titelbordüre und Druckermarke sowie 51 ganzseitigen Holzschnitten und Buchschmuck in Holzschnitt. 24 x 18 cm. Moderner marmorierter Pappband mit älterem goldgeprägtem RSchild (dieses berieben). Venedig, Vincenzo Valgrisi, 1572.
Mortimer II, 1, 29. – Schöne frühe venezianische und fein illustrierte Ausgabe. – Letztes weißes Blatt fehlt. Teilweise stärker gebräunt und stockfleckig. Titelblatt im unteren Rand etwas beschnitten und mit Besitzeintrag von 1832.

Lot 710, Auction  125, Aristoteles, Opera. Teil I. Basel, J. Oporinus, 1542. Nachdruck der von Bebel 1538 gedruckten Ausgabe, besorgt von Hieronymus Gemusaeus.

Aristoteles
Opera. Teil I. Basel, J. Oporinus, 1542. Nachdruck der von Bebel 1538 gedruckten Ausgabe, besorgt von Hieronymus Gemusaeus.
Los 710

Schätzung
400€ (US$ 417)

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Aristoteles. Opera. Teil I (von 3). 16 Bl., 246 S., 1 w. Bl. Mit Holzschnitt-Druckermarke auf dem Titel, breiter figürlicher Holzschnitt-Titelbordüre, mehreren Holzschnittinitalen in Blau und Rot und einigen Textholzschnitten. 33,5 x 22 cm. Leder d. Z. (Deckel lose, etwas berieben; ohne die 4 Bindebänder). Basel, (Johann Oporinus), 1542.
VD16 A 3283. STC 40. Adams A 1742. IA 108.033. Hieronymus 113 Anm. Schweiger I, 57. – Nachdruck der von Bebel 1538 gedruckten Ausgabe, besorgt von Hieronymus Gemusaeus. – Mit Paragraphenzeichen von alter Hand in Blau und Rot. Stempelung auf dem Titelblatt und Vorsatz, dieser mit mehreren Exlibris und hs. Bemerkungen. Wasserrand.
Zeitgenössischer flämischer Einband von Jan Ryckaert (1516-1573, in Gent), die Prägestempel (Fliege, Rosette, Mensch, Blattwerk, Lilie) sind in der Einbanddatenbank verzeichnet: EBDB Werkstatt w002435. Und bei der Bibliographie von James Weale (1832-1917) "Bookbindings and rubbings of bookbindings in the National Art Library", 422 und vgl. 363f (keine Angabe zum Buchbinder).

Aristoteles
Organon (graece). Frankfurt, Thomas Guarin für Andreas Wechel, 1577. - Korrigierter Nachdruck der Ausgabe Paris 1562, mit dem lateinischen Vorwort
Los 711

Schätzung
600€ (US$ 625)

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Aristoteles. Organon (graece). Organum sive logicae tractationes omnes: quarum numerum et ordinem sequens pagella indicabit. Ad exemplaris fidem quod postremum Lutetiae excusum est, diligenter emendatum, et in capita distinctum. 7 S., 465 (recte: 467) S. Mit Holzschnitt-Druckermarke. 22,5 x 17 cm. Schwarz gestrichener Pergamentband mit breitem blindgeprägtem Schweinslederrücken d. Z. (etwas fleckig und berieben, unteres Kapital gering bestoßen, Kanten teils beschabt, mit hs. RTitel). Frankfurt, Thomas Guarin für Andreas Wechel, 1577.
VD16 A 3521. Schweiger 53. – Korrigierter Nachdruck der Ausgabe Paris 1562, mit dem lateinischen Vorwort des Herausgebers Simon Grynäus (1493-1541), einflussreicher Reformator, enger Freund Melanchthons und Professor für Griechisch an den Universitäten von Heidelberg und Basel. – Schwach gebräunt und nur gering fleckig, zwei Textblatt zu Beginn mit unauffällig angestückter Ecke. Schöner breitrandiger griechischer Druck.

Lot 712, Auction  125, Aristoteles, Problemata Aristotelis. Frankfurt, D. Zöpfel, 1554

Aristoteles
Problemata Aristotelis. Frankfurt, D. Zöpfel, 1554
Los 712

Schätzung
450€ (US$ 469)

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Aristoteles. Problemata Aristotelis, ac philosophorum medicorumque complurium, ad varias quaestiones cognoscendas, & ad naturalem Philosophiam discutiendam maxime spectantia. S. 1-278. Mit Holzschnitt-Druckermarke auf dem Titel. 15 x 9,5 cm. Pergament d. Z. (berieben, fleckig, geworfen, unteres Kapital mit Einriss sowie ohne den Messingverschluss). (Frankfurt, D. Zöpfel), 1554.
VD16, P 4886; nicht bei Durling u. Wellcome (andere Ausgaben). – Frühe Ausgabe aus der Offizin Zöpfel. – Titel lose, leicht braun- und feuchtfleckig, teils mit Randläsuren und mit mehreren hs. Randnotizen. Selten im Handel. – Beigebunden: Albertus Magnus. De virtuibus herbarum, lapidum et animalium quorundam libellus. Seite 279-439. Ebenda.

Lot 713, Auction  125, Aristoteles, Problematum Aristotelis sections duae de quadraginta Theodoro Gaza interprete. Lyon, Balthasar de Gabiano, 1503-1505. - Frühe Ausgabe, wohl aus der Offizin von Balthasar de Gabiano aus Lyon

Aristoteles
Problematum Aristotelis sections duae de quadraginta Theodoro Gaza interprete. Lyon, Balthasar de Gabiano, 1503-1505. - Frühe Ausgabe, wohl aus der Offizin von Balthasar de Gabiano aus Lyon
Los 713

Schätzung
1.000€ (US$ 1,042)

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Aristoteles. Problematum Aristotelis sections duae de quadraginta Theodoro Gaza interprete. Teil III (von 3). 212 num. Bl. 17 x 10 cm. Pergament d. Z. (berieben, bestoßen und fleckig sowie neu gebunden unter Verwendung des Einbandes der Zeit) mit hs. RTitel. (Lyon, Balthasar de Gabiano, 1503-1505).
Baudrier VII, 16. Vgl. Adams 1931 (1524). Legrand XLII (1475). Nicht im KVK (nur Band II. Venedig, Aldus, 1504). – Frühe Ausgabe, wohl aus der Offizin von Balthasar de Gabiano aus Lyon. Theodorus Gaza (1410-1475) übersetzte Aristoteles' Werke vom Altgriechischen ins Lateinische und verbesserte gleichzeitig die vorigen lateinischen Übersetzungen. "Problemata Aristotelis emendatissima ut nunc sunt latina lingua antehac non habuit; nam Theodorus Gazes, de romana lingua optime meritus, quam interpretationem Nicolao V jamdui dicaverat emendavit nuper sub Sixto praesente IV pontifice maximo. Testis ego sum, qui eo cictante scribebam, euantum laboris insumpserit senex doctissimus annum continuum in emendandis plurimis librariorum erroribus. Depravati erant certe codices omnes" (Legrand).

Das Buch setzt sich aus folgenden Lagen zusammen: AAA8-ZZZ8, AAAA8-BBBB8, CCCC12. – Vorsätze erneuert. Papierbedingt gebräunt, Titel und erste zehn Blätter stärker braun- und fingerfleckig, mit hinterlegter Fehlstelle, insgesamt teilweise braunfleckig und mit wenigen Wurmlöchern. Seltene Ausgabe.

Thomas von Aquin und Aristoteles
Sammelband mit 4 Drucken erschienen bei Hieronymus Scotus. Venedig, Hieronymus Scotus, 1561-1565
Los 714

Schätzung
1.500€ (US$ 1,563)

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Aristoteles. - Thomas von Aquin. Sammelband mit 4 Drucken erschienen bei Hieronymus Scotus. 32 x 21,5 cm. Flexibles Pergament d. Z. (geworfen, fleckig, lädiert) mit hs. RTitel und 2 (von 4) Bindebändern. Venedig, Hieronymus Scotus, 1561-1565.
Alle 4 Drucke in der Offizin bei Hieronymus Scotus (d. i. Girolamo Scotto; 1505-1572) erschienen, eines der einflussreichsten Verleger-Häuser von 1480 bis 1615. Die hier vorhandenen Drucke stammen aus der Hochzeit Scotus’ selbst:

I. In libros Aristotelis De generatione et corruptione castigatissima commentaria: cum duplici textus tralatione, antiqua videlicet & nova Francisci Vatabli nuperrime addita. 4 nn., 45 (recte: 44) num. Bl. Mit Porträt-Vignette in Holzschnitt und Holzschnitt-Druckermarke am Schluss. Ebenda 1565. - EDIT16 CNCE 32261. - Späte Ausgabe.

II. In libros meteorologicorum Aristotelis praeclarissima commentaria, cum duplici textus interpretatione, una Francisci Vatabli, antiqua altera: Denuo maxima diligentia & fidelius quam antea a mendis & erroribus espurgata. 2 Bl., 270 Sp. Mit Porträt-Vignette in Holzschnitt und Holzschnitt-Druckermarke am Schluss. Ebenda 1561. - IA 108.447. STC 48. Vgl. Adams A 1858 (spätere Ausgabe). - Erste Ausgabe.

III. In octo physicorum Aristotelis commentaria. Ad haec accessit Roberti Linconiensis in eosdem summa. 8 nn., 184 (recte 186) num. Bl. Mit Porträt-Vignette in Holzschnitt, Holzschnitt-Druckermarke am Schluss und mehreren Holzschnitten im Text. Ebenda 1564. - EDIT16 CNCE 32254. Vgl. STC 52 (Erstausgabe). Nicht bei Adams und IA. - Vierte bei Scotus erschienene Ausgabe mit der Zusammenfassung von Robert Grosseteste zu der Naturphilosophie Aristoteles'.

IV. In quatuor libros Aristotelis De coelo, et mundo commentaria: quae, cum morte praeventus perficere non potuerit, absoluit Petrus de Aluernia. 6 Bl., 400 Sp. Ohne die Porträt-Vignette in Holzschnitt (ausgeschnitten), mit Holzschnitt-Druckermarke am Schluss und mehreren Holzschnitten im Text. Ebenda 1562. - EDIT16 CNCE 32192. Nicht bei Adams, Schweiger, im STC und im IA. - Zweite Auflage der Kommentare des Thomas von Aquin zu Aristoteles' Himmelskörperlehre. – Teil IV "In quatuor libros Aristotelis" ist die ovale Porträt-Vignette aus dem Titelblatt ausgeschnitten. Mit Marginalien, teils gebräunt und fleckig, Vorsatz mit hs. Einträgen. Exlibris. Innen schönes Exemplar.

Belon, Pierre
L'histoire de la nature des Oyseaux. Paris, B. Prevost für Guillaume Cavellat, 1555
Los 715

Schätzung
7.500€ (US$ 7,813)

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Belon, Pierre. L'histoire de la nature des oyseaux, avec leurs descriptions & naifs portraicts. Teil I-VII in 1 Band. 14 Bl., 381 S. Mit Holzschnitt-Druckermarke auf dem Titel, Holzschnitt-Porträt verso Titel, 160 Textholzschnitten und verschieden großen, figürlichen Holzschnitt-Initialien u. a. von Pierre Gourdelle. 34 x 21,5 cm. Kalbsleder d. Z. (beschabt, bestoßen, mit Kratzern, Fehlstellen und Kapitale mit Einrissen) über 6 Bünden mit golgeprägten DFileten und Ornamenten. Paris, B. Prevost für Guillaume Cavellat, 1555.
IA 116.330. Adams B 558. Anker SS. 9 f. Brun 149. Brunet I, 762. Ebert 1902. Mortimer So, Anm. Nissen, IVB 86. Zimmer 52. – Erste Ausgabe in der für Cavellat gedruckten Auflage (der andere Teil der Auflage ging an Corrozet). Der französische Naturforscher Pierre Belon (1517-1564) gilt als Wegbereiter der vergleichenden Morphologie.

"Pierre Belon, one of the founders of the renewed study of birds, used the markets in the foreign cities which he visited on his journeys as the basis of his study of birds and fishes. In his main work ... he mentions about two hundred different birds, mainly European, but some foreign. He makes many original observations, although he frequently refers to Aristotle and Pliny and seeks to identify the birds they treat. The material is given in a certain systematic order and might thus serve as an example to posterity, as would also his treatment of anatomical and morphological conditions" (Anker).

Die eindrucksvollen Holzschnitte zeigen die verschiedenen beschriebenen Vogelarten wie zum Beispiel, Enten, Hühner, Pfauen, Adler, Raben, Eulen, Gänse etc. – Stärker braun- und fingerfleckig, mit Randläsuren, Einrissen und kleinen Fehlstellen (kein Textverlust). Exlibris auf dem Vorsatz.

Lot 716, Auction  125, Besson, Jacques, Theatrum instrumentorum et machinarum. Mit 60 Textkupfern von F. Beroaldi. Lyon, B. Vincent, 1578

Besson, Jacques
Theatrum instrumentorum et machinarum. Mit 60 Textkupfern von F. Beroaldi. Lyon, B. Vincent, 1578
Los 716

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1.500€ (US$ 1,563)

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"Der höhere Blödsinn"
Besson, Jacques. Theatrum instrumentorum et machinarum. Cum Franc. Beroaldi figurarum declaratione demonstrativa. 72 Bl. Mit breiter figürlicher gestochener Titelbordüre und 60 blattgroßen Textkupfern von Francesco Beroaldi. 40 x 25,5 cm. Moderner marmorierter Halblederband. Lyon, Bartholomäus Vincent, 1578.
Millard I.22. Mortimer 58. Vgl. Ornamentstichsammlung 1769. Feldhaus 82 . – "Probably third edition (according to Mortimer; the second of three editions published by Vincent in 1578), with Latin text" (Millard); der Erstdruck erchien 1569. Eine der bedeutendsten Schriften des 16. Jahrhunderts über Maschinenbau. Der in Lyon und Orléans wirkende Mathematiker und Ingenieur Jacques Besson (ca. 1540-1573) stand mit seinen zahlreichen Erfindungen noch ganz in der Tradition der technischen Arbeiten Leonardo da Vincis. Dargestellt sind Mühlen, Hammerwerke, Sägen, Rammen, Winden, Webstühle, Förderanlagen, Kutschen, eine Feuerspritze, ein Saiteninstrument, auch eine Drehbank mit Leitspindel zum Gewindeschneiden u. a.

Die Tafeln geben ein anschauliches Bild vom Erfindungsreichtum und dem Stand der Technik zur Zeit der Renaissance. Nachdem Besson das Werk 1569 zuerst als reines Schaubuch mit Radierungen des französischen Architekten und bedeutenden Stechers Jacques Androuet Ducerceau (Thieme-Becker X, 30 f.), aber ohne Text herausgegeben hatte, erschienen 1578 drei Ausgaben mit französischen oder lateinischen Bildüberschriften. – Wohl behutsam gewaschenes, trotzdem aber noch etwas fingerfleckiges Exemplar, einige Kupfer etwas flau im Druck, das Papier etwas dünn. Titel mit hs. Anmerkung eines kritischen Lesers wohl des späten 19. Jahrhunderts zum Erkenntnisgehalt des Werks ("der höhere Blödsinn").

Biblia germanica
Das naw testament nach lawt der Christlichen Kirchen bewerten text
Los 717

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15.000€ (US$ 15,625)

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Erste Ausgabe der ersten antilutherischen Bibelübersetzung
Biblia germanica. - Das naw testament nach lawt der Christlichen kirchen bewerten text, corrigirt, und widerumb zu recht gebracht. 1 (statt 4) nn., CXCVI Bl. Titel in Rotdruck. Mit szenischem Titelholzschnitt und 27 (statt 28) zumeist blattgroßen Textholzschnitten sowie einigen figürlichen Holzschnittinitialen. 30,5 x 20 cm. Blindgeprägter Kalbslederband d. Z. (berieben und etwas beschabt, Gelenke angeplatzt, Kapitale bestoßen, VDeckel gelockert, Deckelbezüge mit Kratzspuren, ohne die Schließen; datiert und monogrammiert: "V 1525 K"). (Dresden, Wolfgang Stöckel, 1527).
VD16 B 4374. STC 111. Darlow-Moule II,1, 4191. Bibliotheca biblica, Verzeichnis einer sehr bedeutenden Bibelsammlung, Köln 1843, S. 11. ADB VI, 96f. NDB IV, 488 f. Panzer, Geschichte der römisch-katholischen Bibelübersetzung. Nürnberg 1781, S. 34f. Nagler, Monogrammisten, III, 94. – Erste Ausgabe der antilutherischen Bibelausgabe von Hieronymus Emser (1478-1527). Von Herzog Georg von Sachsen in Auftrag gegebene Übersetzung, "durch Text, Vorreden, Glossen, Buchformat und Bildausstattung ist sie der katholische Gegenentwurf zu Luthers 'Septembertestament' und den ihm folgenden Editionen ... Emsers heftige Abneigung, sein Haß gegenüber den Lutheranern kann nicht verbergen, wie sehr die Reformation auf ihn und die alte Kirche bereits gewirkt hat. Bei aller Ablehnung war es nicht mehr möglich, die Heilige Schrift unübersetzt zu lassen und eine 'Reformation der Reformation' auf dem Verordnungswege durchzuführen. Die Macht des Faktischen ging so weit, daß Herzog Georg und Emser es nicht wagen konnten, eine ganz unillustrierte Bibel zu edieren" (Reinitzer 111). So wurden auf Drängen Emsers Lukas Cranachs Holzstöcke zu Luthers Neuem Testament (1522) mit den polemischen Illustrationen zur Offenbarung erworben, zwar in der leicht entschärften Form der Dezemberausgabe (die Papstkronen in drei Bildern waren getilgt worden), dennoch wurde damit auch dem katholischen Publikum der Fall Babylons als der Untergang Roms dargestellt und Herzog Georg selbst ist im 9. Bild als gegen das Volk wütender Löwenreiter porträtiert (vgl. Schmidt, Illustration der Lutherbibel S. 93 ff.). Lediglich zwei Cranach-Holzschnitte (Nr. 5 und 6 der insgesamt 21 Bilder umfassenden Folge) konnten offenbar nicht mehr beschafft werden und wurden ersetzt durch kleinere Illustrationen Georg Lembergers, der auch die weiteren Holzschnitte beisteuerte. "Luther's famous antagonist Hierome Emser brought out this version of the N.T." (Darlow-Moule). "In seiner Polemik konnte er doch nicht schweigen und folgte gern der Aufforderung seines Herzogs und des Bischofs von Merseburg, an Luther's Übersetzung des Neuen Testaments Kritik zu üben. In einer Schrift vom Jahr 1523 wollte er Luthern nicht weniger als 1400 Fehler und ketzerische Irrthümer in seiner Uebersetzung nachgewiesen haben ... Im Jahr 1527 gab er selbst eine Übersetzung heraus. Sie erwies sich als ein großartiges Plagiat der lutherischen, in der nur hin und wieder Veränderungen nach der Vulgata vorgenommen sind. Trotzdem erlebte sie eine große Zahl von Auflagen" (ADB). – Es fehlen drei Blatt der Vorstücke, darunter einer der blattgroßen Holzschnitte. Mal mehr, mal weniger gebräunt und braunfleckig, anfangs mit Braunfleck in der oberen rechten Ecke, erste Blatt mit Wurmspuren im weißen Rand, zwei Textblatt zu Beginn mit grünem Farbfleck und Anstreichung in Rot im Seitenrand. Seitenschnitt mit Blattweiser. Gut erhaltenes Exemplar im datierten und monogrammierten Einband ("V 1525 K"). – Beigebunden: Augustinus von Hippo. Quattuor libri de Doctrina Christiana: omnibus qui sacrã scripturã. Vel recte intelligere vel fructuose predicare volũt. 57 Bl. Titel in Rot und Schwarz. Mit Titelholzschnitt. (Leipzig), Melchior Lotter, Mai 1515. - VD16 A 4195. STC 53. Nicht bei Adams. - Nach der Kölner Inkunabelausgabe von Bartholomäus de Unkel der zweite Separatdruck von Augustinus' Lehrbuch, in welchem er Anweisungen zur korrekten Auslegung der Bibel liefert. Die Edition besorgte der Humanist Johannes Böhm (um 1485-1534). - Etwas fleckig, wenige Blatt leicht gebräunt, Blatt K1 lose, die Schlusslage gelockert, die letzten beiden Blatt mit Wurmspur im weißen Seitenrand. Vor allem zu Beginn mit zahlreichen zeitgenössischen Annotationen. Schöner Antiquadruck.

Lot 718, Auction  125, Blum, Hans, Grundtlicher bericht von den fünff Sülen. Amsterdam, W. Jansszoon, 1612

Blum, Hans
Grundtlicher bericht von den fünff Sülen. Amsterdam, W. Jansszoon, 1612
Los 718

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600€ (US$ 625)

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Blum, Hans. Grundtlicher bericht von den fünff Sülen, unnd deren eigentliche contrafeyung, nach Symmetrischer ußteilung der Architectur. 18 Bl. Mit einigen architektonischen Holzschnitt-Illustrationen. 38 x 25,5 cm. Modernes Halbleinen. Amsterdam, Willem Jansszoon, 1612.
VD17 12:650120E. – Späterer deutsche Ausgabe der zuerst 1550 bei Froschauer in Zürich auf Latein erschienenen Säulenlehre des Architekturtheorethikers Hans Blum (1520-1552). "Mit den antiken Bauwerken vertraut, schrieb er auf Marcus Pollio Vitruv und Sebastian Serlio fußend ein z. T. mit von ihm signierten Holzschnitten versehenes Werk über die Fünfsäulenordnung, das in seiner grundlegenden Bedeutung den Formenschatz der italienischen Renaissance in Deutschland weiter verbreiten half. Das Werk, das bisher bis 1662 in 15 Ausgaben nachgewiesen werden konnte, wurde ins Englische, Französische und Holländische übersetzt und hat auf die Fassadenarchitektur des beginnenden Barock auch außerhalb Deutschlands Einfluß gehabt" (NDB II, 324). Blum gilt als Begründer der Gattung "Säulenbuch". – Blatt *ii mit Einriss im oberen Bug, dort auch fachmännisch restauriert, das Schlussblatt im Seitenrand hinterlegt. Etwas gebräunt und fleckig, im Bug etwas feuchtrandig.

Lot 719, Auction  125, Bodin, Jean, Universae naturae theatrum. Lyon, Jaco Roussin, 1596. - Erste Ausgabe

Bodin, Jean
Universae naturae theatrum. Lyon, Jaco Roussin, 1596. - Erste Ausgabe
Los 719

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1.000€ (US$ 1,042)

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Bodin, Jean. Universae naturae theatrum. In quo rerum omnium effectrices causae, & fines contemplantur, & continuae series quinque libris discutuntiur. 4 Bl., 633 S. Mit Holzschnitt-Druckermarke auf dem Titel, kleinen Holzschnitten im Text und zahlreichem Buchschmuck. 17 x 10,5 cm. Pergament d. Z. (etwas berieben, fleckig und mit winzigen Fehlstellen) mit spanischen Kanten. Lyon, Jaco Roussin, 1596.
Adams B 2249. Caillet 1280. Cioranescu 4135. STC 72. – Erste Ausgabe. Das Werk "Universae naturae theatrum" kann als die systematischste Darstellung von Jean Bodins (1529-1596) Weltanschauung angesehen werden. Es ist das am wenigsten erforschte seiner Werke und wurde nie ins Englische übersetzt. Bodin selbst gibt an, dass das Theatrum im Jahr 1590 geschrieben wurde. Die französische Übersetzung des Werks "Le Théâtre de la nature universelle" wurde 1597 veröffentlicht. Seit Beginn seiner Laufbahn war Bodin bestrebt, alle Dinge, menschliche und göttliche, methodisch zu untersuchen. Er schreibt: "Die Geschichte, d.h. die wahre Erzählung der Dinge, besteht aus drei Arten: der menschlichen, der natürlichen und der göttlichen. Die erste betrifft den Menschen, die zweite die Natur, die dritte den Vater der Natur (...). So soll es kommen, dass wir vom Nachdenken zuerst über uns selbst, dann über unsere Familie, dann über unsere Gesellschaft zur Untersuchung der Natur und schließlich zur wahren Geschichte des unsterblichen Gottes, d.h. zur Kontemplation geführt werden" (Bodin, Methode zum leichten Verständnis der Geschichte, 1945). – Vorderes Innengelenk leicht geöffnet. Vorsatz mit kleinen Wurmspuren und verso mit hs. Besitzvermerk "Ex libris Joan. Bernardi à Garzarolshoff Nijmegen 1679" und teilweise etwas braunfleckig.

Lot 720, Auction  125, Bullinger, Heinrich, Ad Ioannis Cochlei de canonicae scripturae et Catholicae ecclesiae authoritate libellum. Zürich, Froschauer, 1544. - Erste Ausgaben zweier Predigten

Bullinger, Heinrich
Ad Ioannis Cochlei de canonicae scripturae et Catholicae ecclesiae authoritate libellum. Zürich, Froschauer, 1544. - Erste Ausgaben zweier Predigten
Los 720

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600€ (US$ 625)

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Bullinger, Heinrich. Ad Ioannis Cochlei de canonicae scripturae et Catholicae ecclesiae authoritate libellum ... [und:] Derselbe. Brevis antibole (graece) responsio secunda ... 2 Teile in 1 Band. 73 num, 6 nn.; 38 num, 2 nn. Bl. 20,5 x 13,5 cm. Mit 2 Holzschnitt-Druckermarken auf den Titeln und mehreren Holzschnitt-Initialen. Blindgeprägtes Kalbsleder des 18. Jahrhunderts (beschabt, bestoßen, Rückengelenke angeplatzt, wenigen Wurmlöchern, kleinen Fehlstellen und leicht gewellt) mit hs. RTitel und RSchild. Zürich, Froschauer, 1544.
VD16 B9542, B9569. Adams 3188, 3193. – Erste Ausgaben zweier Predigten des schweizer Reformators Heinrich Bullinger (1504-1575). Der bedeutende Theologe des Protestantismus im 16. Jahrhundert verfasste das "Zweite Helvetische Bekenntnis", das von zahlreichen europäischen Ländern als Glaubensbekenntnis übernommen wurde. Insgesamt hielt er zahlreiche Predigten, schrieb 124 Werke und sein Briefwechsel umfasst über 12 000 Briefe. – Stärker stock-, braun- und fingerfleckig, teils mit Feuchträndern und teils mit Randläsuren. Mit hs. Besitzvermerk und Exlibris auf dem Vorsatz und dem Titel sowie hs. Notizen auf dem Titel und im Text. Sehr selten.

Bullinger, Heinrich
Die Offenbarung Jesu Christi. Müllhausen, Peter Schmidt, 1560
Los 721

Schätzung
600€ (US$ 625)

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Bullinger, Heinrich. Die Offenbarung Jesu Christi. Anfangs durch den heiligen Engel Gottes, Joanni dem säligen Apostel und Evangelisten geoffenbaret, und von jm gesähen und beschrieben. 38 Bl., 429 (von 436) num. Bl., 11 Bl. Mit 22 (von 23) Textholzschnitten. Titel in Schwarz und Rot. 18 x 11 cm. Pergament des 19. Jahrhundert (etwas berieben). Müllhausen, Peter Schmidt, 1560.
VD16 B 9640. Vgl. Vischer, Zürich, C 1092. Nicht im STC und bei Adams. – Erste Ausgabe aus der Offizin von Peter Schmidt in Mühlhausen.
Enthalten sind die Predigten des Reformators und Theologen Heinrich Bullinger (1504-1575) über die Offenbarung des Johannes mit einer Vorrede aus dem Jahr 1558. Bullinger widmet sich in seinen zahlreichen Predigten u. a. der Verdammung durch den Teufel, den Martyrien der Apostel und der Frage nach der Herkunft der Propheten bis hin zur Wahrheit der göttlichen Schrift. Eine spätere Ausgabe wurde von Ludwig Lavater (1527-1586) ins Deutsche übersetzt. – Es fehlen die letzten 7 Blätter und ein Textholzschnitt. Vorsätze erneuert. Titel auf Leinen aufgezogen, stärker lädiert und gebräunt, insgesamt braun-, finger- und feuchtfleckig, mit kleinen Fehlstellen und Einrissen. Die letzten elf Blätter mit hs. Notizen der Zeit.

Lot 722, Auction  125, Caesar, Gaius Julius, Rerum ab se gestarum commentarii. Ad codicum vetustissimorum fidem summa diligentia castigati. Lyon, Sebastianus Gryphius, 1546. - Erste Ausgabe

Caesar, Gaius Julius
Rerum ab se gestarum commentarii. Ad codicum vetustissimorum fidem summa diligentia castigati. Lyon, Sebastianus Gryphius, 1546. - Erste Ausgabe
Los 722

Schätzung
1.000€ (US$ 1,042)

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Caesar, Gaius Julius. Rerum ab se gestarum commentarii. Ad codicum vetustissimorum fidem summa diligentia castigati. 695 S., 60 Bl. Mit Holzschnittvignette auf dem Titel, 5 Textholzschnitten und 1 (von 2) gefaltete Holzschnittkarte. 11,5 x 7 cm. Blindgeprägtes Leder d. Z. (berieben, bestoßen und mit mehreren Fehlstellen). Lyon, Sebastianus Gryphius, 1546.
STC 89. Vgl. Adams 39 (Ausgabe 1547). – Erste Ausgabe der Werke des Gaius Julius Caesar (100-44 v. Chr.) aus der Offizin des Sebastianus Gryphius (1492-1556). – Die ersten sieben Blätter und die Holzschnittkarte gelockert. Titel mit ausgeschnittenem Besitzvermerk und einem hs. Besitzvermerk d. Z. Etwas stock- und feuchtfleckig, knickspurig und circa die letzten 15 Blätter des Index am Innensteg verklebt bzw. vereinzelt mit kleinen Fehlstellen (kleiner Textverlust). Selten im Handel.

Lot 723, Auction  125, Campana, Cesare, Compendio historico delle guerre ultimamente successe fra Christiani & Turchi. Venedig, Altobello Salicato und Giacomo Vincenti, 1597. - Erste Ausgabe

Campana, Cesare
Compendio historico delle guerre ultimamente successe fra Christiani & Turchi. Venedig, Altobello Salicato und Giacomo Vincenti, 1597. - Erste Ausgabe
Los 723

Schätzung
750€ (US$ 781)

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Campana, Cesare. Compendio historico delle guerre ultimamente successe tra Christiani & Turchi, & tra Turchi & Persiani. 4 nn., 65 num. Bl. Mit Holzschnitt-Druckermarke auf dem Titel und mit einer gefalteten Kupferstichkarte. 21 x 14 cm. Halbleder des 19. Jahrhunderts (berieben und bestoßen, etwas lichtrandig und mit kleinen Einrissen am unteren Kapital) mit goldgeprägtem RTitel und RVergoldung. Venedig, Altobello Salicato und Giacomo Vincenti, 1597.
STC 141. IA 130.731. Ballagi 995. Göllner 2288. Apponyi 610. Nicht in Ghani oder Blackmer. – Erste Ausgabe. Das Werk behandelt die Türkisch-Persischen Kriege in den Jahren 1578 bis 1590 sowie die Kämpfe zwischen Kaiser Rudolf und den Türken, den Türken und Siebenbürgen, Michael von Moldawien und Siebenbürgen und Siebenbürgen und dem Kaiser zwischen den Jahren 1592 und 1597. – Titel stock- und feuchtfleckig, insgesamt mit leichtem Feuchtrand am Kopfsteg, teils etwas braunfleckig, die letzten zehn Blatt mit hinterlegter oberer Ecke sowie teilweise mit Wurmgängen (kein Textverlust).

Lot 724, Auction  125, Castiglione, Baldassare, Il cortegiano. Lyon, Gulielmo Rouillio, 1550

Castiglione, Baldassare
Il cortegiano. Lyon, Gulielmo Rouillio, 1550
Los 724

Schätzung
500€ (US$ 521)

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Castiglione, Baldassare. Il cortegiano. Di nuouo rincontrato con l’originale sscritto di mano de l’auttore. 12 x 7,5 cm. Mit Titelholzschnitt-Druckermarke. 8 Bl., 467 S., 6 Bl. Modernes Halbleder mit goldgeprägtem RTitel. Lyon, Gulielmo Rouillio, 1550.
EDIT16 CNCE 10077. Adams C 934. IA VII, 133.599. Vgl. Carter-Muir 59. STC, French books 94 (Auflage von 1553). – Frühe Ausgabe des "Cortegiano", das Hauptwerk von Baldassare Castiglione (1478-1529). Die erste Ausgabe erschien 1528. – Titelblatt und erstes Blatt mit hinterlegtem Auriss (ohne Textverlust). Gelegentliche Unterstreichungen und Wasserränder. Etwas gebräunt. Gutes Exemplar.

Lot 725, Auction  125, Castiglione, Baldassare, Le parfait courtisan. Paris, N. Bonfons, 1585. - Erster Pariser Bonfons-Druck

Castiglione, Baldassare
Le parfait courtisan. Paris, N. Bonfons, 1585. - Erster Pariser Bonfons-Druck
Los 725

Schätzung
450€ (US$ 469)

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Castiglione, Baldassare. Le parfait courtisan. Es deux langues, respondans par deux colomnes, l’une à l’autre, pour ceux qui veulent avoir l’intelligence de l’une d’icelles. De la traduction de Gabriel Chapuis Tourangeau. 16 Bl., 678 S., 15 Bl.Mit Holzschnitt-Druckermarke. 16,5 x 9,5 cm. Etwas späterer Lederband (berieben) mit goldgeprägtem RTitel und gekrönter Initiale "G". Paris, Nicolas Bonfons, 1585.
STC 94. Brunet I, 1630. Graesse II 66. Vgl. PMM 59 (Erstausgabe). – Erster Pariser Bonfons-Druck des zuerst 1528 erschienenen "Cortegiano" Baldassare Castigliones (1478-1529), die Übertragung in Französische besorgte der Geschichtsschreiber Gabriel Chappuys (um 1546-1613). Baldassare Castiglione (1478-1529), erzogen am mailändischen Hof Ludovico Sforzas, begab sich in den Dienst des Markgrafen von Mantua, Francesco Gonzaga, und ab 1504 des Herzogs von Urbino, Guidobaldo da Montefeltre. Urbino war damals "the most brilliant court in Italy which counted among ist members Bembo, Cardinal Bibbiena, Giuliano de’ Medici and many other eminent men" (PMM).

Diese Persönlichkeiten ließ Castiglione in seinem zwischen 1508 und 1516 entstandenen Traktat an vier aufeinanderfolgenden Abenden darüber diskutieren, was den vollkommenen Hofmann, die ideale Hofdame und ihr Verhältnis zum Fürsten auszeichnet. Bereits 1537 war eine erste französische Übersetzung erschienen; die vorliegende von Gabriel Chappuys erstmals 1580. Sie hält sich eng an das italienische Original, eine Qualität, die wohl auch bei der hier vorliegenden französisch-italienischen Parallelausgabe von 1585 mitspielte: Mit ihr konnte der französische "courtisan" zugleich seine Sprachkenntnisse des Italienischen perfektionieren, ein praktischer Zusatznutzen. – Titel im Bug etwas lädiert und mit dezentem hs. Eintrag in der oberen linken Ecke. Insgesamt nur schwach gebräunt.

Lot 726, Auction  125, Cicero, Marcus Tullius, Epistolarum volumen primum, quod est librorum XVI. Straßburg, Josias Rihel, 1575

Cicero, Marcus Tullius
Epistolarum volumen primum, quod est librorum XVI. Straßburg, Josias Rihel, 1575
Los 726

Schätzung
350€ (US$ 365)

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Cicero, Marcus Tullius. Epistolarum volumen primum, quod est librorum XVI. Cum praefatione Ioan. Sturmij, ad Erasmum Argentoratensium Episcopum delectum. Additus est etiam Index copiosus scholia Pauli Manutij. 8 Bl., 267 fol. Bl. 64 Bl. (Register). Mit Holzschnitt-Druckermarke auf dem Titel. 16,5 x 11 cm. Flexibler Pergamentband d. Z. (VDeckel geworfen, leicht gebräunt, gering fleckig). Straßburg, Josias Rihel, 1575.
VD16 C 2969. Ritter IV, 1355. Nicht bei Adams. – Dieser in sich abgeschlossene Teil der 16 Bücher der "Epistolae familiares" umfasst Briefe an Politiker, persönliche Bekannte, Freunde und Familienmitglieder, teils ergänzt durch die Briefe der Adressaten an Cicero. Der Zeitraum reicht von 62 v. Chr. bis zum 28. Juli 43 v. Chr. – Mit wenigen Sepia-Unterstreichungen von alter Hand. Die ersten 3 Blätter mit kleinem Tintenfleck oben rechts im Rand. Fliegender Vorsatz mit Sepiamarginalie. Hinterer Innenspiegel mit größerem unschönen Tintenfleck, sonst sehr schönes Exemplar.

Lot 727, Auction  125, Cicero, Marcus Tullius, Le epistole famigliari. Venedig, A. Manutius, 1548. - Zweite Aldus-Ausgabe

Cicero, Marcus Tullius
Le epistole famigliari. Venedig, A. Manutius, 1548. - Zweite Aldus-Ausgabe
Los 727

Schätzung
200€ (US$ 208)

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Cicero, Marcus Tullius. Le epistole famigliari, tradotto secondo i veri sensi dell'auttore, & con figure proprie della lingua volgare. Ristampate di nuovo, & con molto studio ricorrette. 305 fol. Bl. Mit Druckermarke auf dem Titel. 14 x 10 cm. Pergament des 17. Jahrhunderts (Rückdeckel mit kl. Wurmlöchern, Kapitale bestoßen, etwas fleckig) sowie mit Gelbschnitt. Venedig, Aldus Manutius, 1548.
Renouard I, 318 ff. Adams C 1982. Schweiger II, 1, 245. – Zweite Aldus-Ausgabe, übersetzt von Guido Loglio. – Ohne das letzte Blatt mit der wiederholten Druckermarke. Die vorderen weißen Vorsatzblätter mit stärkeren Randläsuren. Titelblatt mit ausgestrichenen Sepiamarginalien von alter Hand. Blatt 295 am unteren Rand mit Ausschnitt (ohne Textverlust).

Lot 728, Auction  125, Contarino, Luigi, Il vago, e dilettevole giardino. Vicenza, Libraro & Greco, 1586. - Erste Ausgabe

Contarino, Luigi
Il vago, e dilettevole giardino. Vicenza, Libraro & Greco, 1586. - Erste Ausgabe
Los 728

Schätzung
450€ (US$ 469)

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Contarino, Luigi. Il vago, e dilettevole giardino ove si leggono. 6 Bl., 504 S., 1 28; 12, 124 num., 1 Bl. Mit Holzschnitt-Druckermarke auf dem Titel. 19,5 x 12 cm. Halbpergament des 20. Jahrhunderts (berieben und bestoßen) mit goldgeprägtem RSchild. Vicenza, Libraro & Greco, 1586.
Graesse II, 255. Weder bei Adams noch bei BM. – Seltene erste Ausgabe. Oft aufgelegtes und übersetztes Werk über das Scheitern großer Männer wie zum Beispiel die Namen und Werke der Zehn Sibyllen, die Amazonen, Erfindungen, Künste, berühmte Frauen etc. – Papierbedingt gebräunt, die ersten vier Blätter mit teils hinterlegten Fehlstellen (kleiner Textverlust). Stock-, finger- und feuchtfleckig, mit Wurmgängen und vereinzelt mit hs. Randnotizen. Titel mit durchgestrichenem hs. Besitzvermerk und unleserlichem Besitzstempel. Verso dem Titel mit ganzseitigen hs. Notizen.

Lot 729, Auction  125, Curio, Valentino, Dictionarium Graecum. Basel, Selbstverlag, 1522. - Die zweite, erweiterte Ausgabe

Curio, Valentino
Dictionarium Graecum. Basel, Selbstverlag, 1522. - Die zweite, erweiterte Ausgabe
Los 729

Schätzung
1.200€ (US$ 1,250)

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(Curio, Valentino. Quae hocce libro contenta. lexicon graecum iam secundum plus trium millium dictionum auctario locupletatum). 174 num., 71 (von 72) nn. Bl. Mit ganzseitiger Holzschnitt-Bordüre auf dem Titel und mehreren Holzschnitt-Initialen im Text. 31 x 21 cm. Holzdeckelband d. Z. (2 kleinere Fehlstellen) mit blindgeprägtem Schweinslederrücken (fleckig, Abrieb, wenig wurmstichig) und 2 (1 lose beiligend) Messingschließen. Basel, (Selbstverlag, 1522).
VD16 C 6453 (fehlerhafte Kollation). STC 367. Vgl. Benzing, Buchdrucker, 32. Nicht bei Adams. – Die zweite, erweiterte Ausgabe des 1519 erschienen und erstmalig in Basel gedruckten griechischen Wörterbuchs. Valentin Curio (1500-1532), gebürtig in Hagenau, zog 1519 nach Basel und kam in die Werkstatt Andreas Cratanders (1485-1540), nach 1521 bis zu seinem Tod druckte er selbständig. Gerne verwendete er Holzschnitte nach Hans Holbein d. J. als Buchschmuck. Diesem Exemplar wurde der Titel der Erstausgabe eingebunden mit dem Holzschnitt nach dessen Bruder, Ambrosius Holbein, von Hans Franck (d. i. Hans Lützelburger; um 1495-1526) geschnitzt (Hieronymus Buchillustrationen II, 299. Hieronymus, Griechischer Geist, 22). Der eigentliche Holzschnitt für die Ausgabe von 1522 stammt ebenso von Franck. – Mit dem Titel von 1519 (dadurch Hinterlegungen auf Blatt aii), ohne das letzte Blatt. Mehrere Besitzeinträge in den Innenspiegeln, zahlreiche Marginalien, braun- stock- und fingerfleckig, etwas knickspurig. Der Druckvermerk stark lädiert und mit hinterlegtem Einriss, dieser sowie die Innenspiegel mit Wurmspuren. Ordentliches Exemplar.

Lot 730, Auction  125, Diogenes Laertius, De vitis, dogmatis & apophtegmatis. Genf, Henricus Stephanus (d. i. Henri Estienne), 1570

Diogenes Laertius
De vitis, dogmatis & apophtegmatis. Genf, Henricus Stephanus (d. i. Henri Estienne), 1570
Los 730

Schätzung
750€ (US$ 781)

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Diogenes Laertius. De vitis, dogmatis & apophtegmatis libri X. 2 Teile in 1 Bd. 8, 494 S., 1 w. Bl.; 40, 432 S. Mit Holzschnitt-Druckermarke auf dem Titel. 17,5 x 10 cm. Blindgeprägtes Schweinsleder d. Z. (etwas berieben und fleckig; ohne die 2 Schließen) mit zwei blindgeprägten figürlichen Darstellungen auf den Deckeln (Verkündigung des Herrn und Taufe Jesu). (Genf), Henricus Stephanus (d. i. Henri Estienne), 1570.
IA 153.836. Adams D 482. Renouard 134, 6. Schreiber 178. – Erste bei Henri Estienne (1531-1598) gedruckte Ausgabe. "Estienne’s very important edition, in which appear for the first time many passages discoverd in manuscripts by Estienne. It is quite unusual to find complete copies with both parts" (Schreiber). – Exlibris. Fliegender Vorsatz mit mehreren Besitzvermerken. Durchgehende Wasserränder und Wurmloch, die letzten Lagen mit ein paar mehr. Gelegentliche Flecken, ingesamt ordentliches und dekorativ gebundenes Exemplar.

[*]: Regelbesteuert gemäß Auktionsbedingungen. [^]: Ausgleich von Einfuhr-Umsatzsteuer.

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