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Lot 422, Auction  125, Vester, Ferdinand, Blumen des Heil, Landes. Jerusalem um 1910

Vester, Ferdinand
Blumen des Heil, Landes. Jerusalem um 1910
Los 422

Schätzung
100€ (US$ 104)

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Vester, Ferdinand. Blumen des Heil, Landes. Jerusalem. Herbarium mit 12 Bl. konservierter Pflanzenarrangements. 8,5 x 12,5 cm. OLeder (Rücken leicht berieben) mit 5 goldgeprägten Zierbünden und Olivenholzdeckeln (Rückdeckel mit 2 winzigen Löchlein) mit blindgeprägtem Jerusalemkreuz auf dem Vorderdeckel sowie hebräischem VDeckeltitel "Jerusalem", auf dem Rückdeckel in deutscher Sprache in Frakturschrift wiederholt. Jerusalem um 1910.
Ein kleines Herbarium Ferdinand Vesters (keine Lebensdaten vorhanden), vermutlich ein lutherischer Missionar, der im ausgehenden 19. und beginnenden 20. Jahrhundert in Palästina wirkte, mit 12 Blättern, die jeweils ein liebevoll arrangiertes, originales Blumenarrangement aus gepressten Pflanzen enthält. Diese stammen aus den unterschiedlichsten Regionen des damaligen Palästinas, jede Pflanze ist unten mit ihrem Fundort bezeichnet. Zu den genannten Orten Bergen und Teichen zählen Hebron, Skopus, Blutacker, Salomon, Propheten-Gräber, Tal Josaphat, Bethanien, Gethsemane, Berg Zion etc. – Papierbedingt leicht gebräunt. Wohlerhalten.

Lot 423, Auction  125, Anthropophyteia, Jahrbücher für folkloristische Erhebungen, 10 Bände. Leipzig 1904-1913

Anthropophyteia
Jahrbücher für folkloristische Erhebungen, 10 Bände. Leipzig 1904-1913
Los 423

Schätzung
300€ (US$ 313)

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Anthropophyteia. Jahrbücher für folkloristische Erhebungen und Forschungen zur Entwicklungsgeschichte der geschlechtlichen Moral. Herausgegeben von Friedrich S. Krauss. Bände I-X in 10 Bänden (alles). 26,5 x 18 cm. 8 Rote HLeinenbände d. Z., 2 schwarze Leinenbände d. Z. (teils berieben und mit geringen Gebrauchsspuren). Leipzig 1904-1913.
Hayn-Got. I, 92 und IX, 12. Stern-Szana 63. P. Englisch S. 304. Bilder-Lex. II 595. – Komplette Reihe der als nummerierter Privatdruck nur für Subskribenten erschienenen umfassendsten Sammlung zur ethnologischen Sexualforschung. "Der erste Band kaum mehr aufzutreiben, II und III äußerst selten, V, VI und IX wurden größtenteils konfisziert." (Stern-Szana). – Teils papierbedingt etwas gebräunt und fleckig; teils mit Unterstreichungen; Gebrauchsspuren.

Lot 424, Auction  125, Calvi, François de, Histoire Generale Des Larrons. Frankfurt, Herman von Sand, 1697. - Frühe deutsche Ausgabe des "Gauner und Beutelschneider" Werkes

Calvi, François de
Histoire Generale Des Larrons. Frankfurt, Herman von Sand, 1697. - Frühe deutsche Ausgabe des "Gauner und Beutelschneider" Werkes
Los 424

Schätzung
300€ (US$ 313)

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Calvi, François de. Histoire generale des Larrons. Das ist Beutelschneider oder warhaffte Beschreibung der Diebs-Historien ... Auß dem frantzösischen in die Hoch-Teutsche Sprach übersetzt. 9 Bl., 633 S. Mit gestochenem Frontispiz und Holzschnitt-Schlussvignette. 13 x 7,5 cm. Pergament d. Z. (stärker lädiert, mit größeren Fehlstellen). Frankfurt, Herman von Sand, 1697.
VD17 14:697794G. Vgl. Goldsmiths 1812, Gay-Lemonnyer II, 564 und Huelke-Etzler 355. – Frühe deutsche Ausgabe des "Gauner und Beutelschneider" Werkes von François de Calvi. Die erste Ausgabe erschien auf Französisch. "C'est le livre le plus complet sur la matièr. Il contient le récit de soixante-dix assassinats, vols et escroqueries" (Gay-Lemonnyer). – Papierbedingt gebräunt, teils mit größeren Randläsuren (mit kleinem Textverlust), etwas fingerfleckig sowie mit hs. Notizen auf den Vorsätzen.

Frost, Wenzel und Kotátko, Wenzel
Der Mensch im Symbole. Prag, G. Haase, 1846
Los 425

Schätzung
200€ (US$ 208)

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Frost, Wenzel und Wenzel Kotátko. Der Mensch im Symbole. Ein Spiegel für Jeden, dem daran liegt, Mensch zu sein. 4 Bl., 180 S. Mit 23 Abb. auf 16 Kupfertafeln. 21,5 x 13 cm. HLeinenband d. Z. mit goldgepr. RTitel und Goldschnitt. Prag, G. Haase, 1846.
GV 42, 360. – Einzige Ausgabe dieses seltsamen (und seltenen) Werkes, das sich der Beobachtung von Taubstummen widmet. Die Verfasser unterhielten das Privat-Institut für Taubstumme in Prag und verfolgen in der vorliegenden Schrift ein ähnliches Ziel, wie es Diderot in seinem "Lettre dur les sourds et muets" (1751) im Hinblick auf die "natürliche" Sprache des Menschen hatte: Nämlich vor allem aus der Gebärdensprache des Taubstummen auf das wahre Wesen des Menschen zu schließen. Die Tafeln zeigen teils mimische und gestische Bewegungen, teils Figuren emblematischen Charakters (mit goldgehöhten Punkten in der Darstellung). – Teils leicht stockfleckig, insgesamt wohlerhalten.

Maschenbauer, Joh. Andreas Erdmann
Der wohlversuchte Referendarius. Augsburg, Selbstverlag, 1750
Los 426

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150€ (US$ 156)

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Maschenbauer, Joh. Andreas Erdmann. Der aus dem Reiche der Wissenschafften wohlversuchte Referendarius, oder auserlesene Sammlungen von allerhand vermischten Schrifften und Versuchen aus der Naturlehre, Arzeneiwissenschafft, natürlichen Theologie und Rechtsgelehrsamkeit, Politic, Haushaltungskunst (etc.). Teil I und II (von 12) in 1 Band. 6 Bl., 342 S.; 2 Bl., 344 S., 6 Bl. Mit 2 gestochenen Frontispizen, 13 (1 gefaltet) Kupfertafeln, 4 (1 doppelblattgroß) Textkupfer, 8 Holzschnitten und geometrischen Holzschnitt-Darstellungen. 20 x 15 cm. Leder. d. Z. (Rücken kaum rissig). Augsburg, Selbstverlag, 1750.
Hayn-Gotendorf IV, 430. – Eine Art Enzyklopädie mit verschiedensten Beiträgen zu Vampiren, Geistern und Gespenstern, Holzmangel, Spinnen, Ampeln und weiterem. Die Abbildungen zeigen Öfen, Fische, Meeresungeheuer, eine Hexe, Fabelwesen, etc. – Leicht stockfleckig, fl. Vorsatz und Titel mit hs. Eintrag. Titel gestempelt. Sonst gut erhalten.

Lot 427, Auction  125, Neumann, H. L., Amor's und Hymen's Paradies. Berlin, Isidor Rocca, 1849. - Nicht bei Hayn-Gotendorf

Neumann, H. L.
Amor's und Hymen's Paradies. Berlin, Isidor Rocca, 1849. - Nicht bei Hayn-Gotendorf
Los 427

Schätzung
150€ (US$ 156)

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Neumann, H. L. Amor's und Hymen's Paradies oder Mysterien der Liebe und Ehe. Ein ärztlicher Rathgeber in der ganzen Spähre des Geschlechtsmenschen für Liebende, Eheleute, Schwangere, Gebärende und Wöchnerinnen. Nebst einer Anweisung gesunde, geistreiche und schöne Kinder zu zeugen und männliche Impotenz, weibliche Unfruchtbarkeit und Neigung zu Fehlgeburten zu heben. Dritte Auflage. IV, 89 S. Mit lithographischem Frontispiz. 17,5 x 11,5 cm. OBroschur (etwas fleckig und lädiert). Berlin, Isidor Rocca, 1849.
Nicht bei Hayn-Gotendorf. – Seltener Ratgeber für allerlei Liebesdinge. – Etwas fleckig und mit Randknicken, anfangs mit etwas kräftigerem Braunfleck in der unteren rechten Ecke.

Lot 428, Auction  125, Schmidt, Johann Peter, Fastel-Abends-Sammlungen. Rostock, M. Warningck, 1742

Schmidt, Johann Peter
Fastel-Abends-Sammlungen. Rostock, M. Warningck, 1742
Los 428

Schätzung
180€ (US$ 188)

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Schmidt, Johann Peter. Fastel-Abends-Sammlungen, oder, Geschichtsmäßige Untersuchung der Fastel-Abends-Gebräuche in Mecklenburg. 6 Bl., 180 S. 19 x 16 cm. Pappband des 19. Jhr. (berieben und Rücken etwas lichtrandig) mit goldgeprägtem RSchild. Rostock, Martin Warningck, 1742.
Umfangreiches Werk zu den "Fasteln-Abends-Gebräuchen" in Mecklenburg von dem Juristen und Rektor der Universität Rostock Johann Peter Schmidt (1708-1790). Unter anderem werden die gängigen Gerichte zum Abend sowie verschiedene "Landübliche Sprich- und Scheltwörter", "abergläubige Meinungen", "Weisen und Gewohnheiten" aufgeführt. – Etwas braun- und fingerfleckig, durchgehend feuchtrandig- bzw. fleckig sowie Titel und letztes Blatt verstärkt.

Lot 429, Auction  125, Siede, Johann Christian, Handbuch für die äußere Bildung. Berlin, Karl Matzdorff, 1791

Siede, Johann Christian
Handbuch für die äußere Bildung. Berlin, Karl Matzdorff, 1791
Los 429

Schätzung
150€ (US$ 156)

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Siede, J(ohann) C(hristian). Handbuch für die äußere Bildung oder Regeln des Anstands, des Reizes, der Grazie und der feinen und guten Lebensart. Nebst einem Anhange, welcher diätetische Regeln und Schönheitsmittel enthält. VII, 152 S. Mit gestochener Titelvignette. 16 x 9,5 cm. Leder d. Z. (etwas bestoßen, mit schwachen Kratzspuren) mit ornamentaler RVergoldung, goldgeprägtem RSchild und Deckelfilete. Berlin, Karl Matzdorff, 1791. - Erste Ausgabe. - Etwas braunfleckig.

Vergil, Polydore
De inventoribus rerum libri VIII. Amsterdam, Daniel Elzevir, 1671
Los 430

Schätzung
180€ (US$ 188)

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Vergil, Polydore. De inventoribus rerum libri VIII et de prodigiis libri III. cum indicibus locupletissimis. 19 Bl., 511 S.; 3 Bl., 100 S., 47 Bl. (d. l. w.). Mit Kupfertitel. 13 x 7,5 cm. Moderner Maroquinband. Amsterdam, Daniel Elzevir, 1671.

Willems 1464. – Erste Elzevir-Ausgabe seiner - neben der Anglica historia - zweiten Hauptschrift über die Geschichte der Erfindungen. Der Humanist Vergilius Polydorus aus Urbino (um 1470-1555) war päpstlicher Kammermeister in Rom. Nachdem ihn der Papst nach England geschickt hatte, machte ihn Heinrich VIII. zum Archidiakon der Kirchen zu Wells. De rerum inventoribus erschien erstmals 1499 zunächst als dreibändiges Werk in Venedig und dann ergänzt um fünf weitere Bände 1521 in Basel bei Froben. Mit seinem Werk begründete Vergil das neue Interesse der Renaissance an der Figur des Erfinders. "So umfassen die ersten drei Bände des Werks solche Innovationen wie Alphabete, Gesetze und Regierungsformen, Obstanbau, Obelisken und warme Bäder, geordnet nach Sachgebieten" (Wikipedia). Mit Beiträgen aus allen Gebieten der Wissenschaften und der Kultur, u. a. über Architektur, Astrologie, Astronomie, Magie, Medizin, über Jagd, Feste, Bibliotheken usw. – Im Rand etwas gebräunt, sonst wohlerhalten.

Lot 431, Auction  125, Waring, Robert, Amoris effigies sive quid sit Amor efflagitanti responsum. London, Daniel, 1657

Waring, Robert
Amoris effigies sive quid sit Amor efflagitanti responsum. London, Daniel, 1657
Los 431

Schätzung
300€ (US$ 313)

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(Waring, Robert). Amoris effigies sive quid sit Amor efflagitanti responsum. 138 S., 3 Bl. Mit Kupfertitel (in Pag.). 11,5 x 6 cm. Leder d. Z. (etwas feuchtrandig). London, Daniel, o. J. (1657).
DNB II, 2002. Pollard-R. W 860. NUC NW 0079042 (dat. "1657"). Vgl. Lowndes 2843. – Erste Ausgabe, des seinerzeit oft aufgelegten und ins Englische übersetzten Werkes. Enthält Untersuchungen über den Amorkult, vor allem aus antiken Quellen gezogen. – Leicht gebräunt, wenig fleckig. Exlibris.

Lot 432, Auction  125, zehenmal Ubelgerathene, Die, und einmal wohlgetroffene Heyrath eines Mannes [und:] Die siebenmal ubelgerathene und einmal sehr wohlausgeschlagene Ehe eines Weibes. Leipzig, Martini, 1735

zehenmal Ubelgerathene, Die
und einmal wohlgetroffene Heyrath eines Mannes [und:] Die siebenmal ubelgerathene und einmal sehr wohlausgeschlagene Ehe eines Weibes. Leipzig, Martini, 1735
Los 432

Schätzung
600€ (US$ 625)

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Die zehenmal Ubelgerathene und einmal wohlgetroffene Heyrath eines Mannes. Mit vielen nöthigen, lustigen und nützlichen Anmerckungen vorgestellet von ihm selbst [und:] Die siebenmal ubelgerathene und einmal sehr wohlausgeschlagene Ehe eines Weibes. Sehr curiös und lesenswürdig beschrieben von ihr selbst. 8 Bl., 480 S.; 8 Bl., 399 S. Titel in Rot und Schwarz. 16,5 x 10 cm. Pergamentband d. Z. (gering geworfen, etwas fleckig) mit hs. RTitel (etwas verblasst). Leipzig, Martini, 1735.
VD18 10851577. Vgl. Hayn-Gotendorf III, 261. - VD18 10152229. Hayn-Gotendorf II,106. – "...Gleichwohl giebt es unter den menschlichen Handlungen sehr wenige, da eine grössere Ungewißheit eines guten Erfolgs, als bey dieser verspüret wird; indem sich die meisten, auf beiden Seiten und auf allerhand Art, betrogen finden, unerachtet sie vorher die alleranmuthigsten Träume von ihrem bevorstehenden Ehe-Glück gehabt hatten. Man kan also daß Heyrathen nicht unfüglich mit einer Lotterie ... in Vergleichung ziehen: Denn wie man da, zur Zeit der Einlegung seines Geldes, unmöglich wissen kan, ob man ein gutes, mittelmäßiges, schlechtes oder gar nichts bringendes Looß erhalten werde..." (Vorrede). – Papierbedingt etwas gebräunt, geringfügig stockfleckig, wohlerhalten.

Lot 434, Auction  125, Modetafeln, Sammlung von 95 Tafeln. Deutschland und Frankreich um 1850. - Damenmode - Zwischen Biedermeier und Frühviktorianik

Modetafeln
Sammlung von 95 Tafeln. Deutschland und Frankreich um 1850. - Damenmode - Zwischen Biedermeier und Frühviktorianik
Los 434

Schätzung
1.200€ (US$ 1,250)

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Damenmode - Zwischen Biedermeier und Frühviktorianik.
Modetafeln. Sammlung von 95 kolorierten lithographischen Tafeln bzw. kolorierten Stahlstichen aus verschiedenen Werken. Ca. 26 x 34 cm. Deutschland und Frankreich Mitte 19. Jahrhundert.
Diese umfangreiche Sammlung von Modetafeln, überwiegend französischen und deutschen Ursprungs, eröffnet einen facettenreichen Blick auf die Damenmode und vereinzelt auch auf die Mädchen- und Herrenmode der 1830er bis 1850er Jahre. Sie spiegelt die stilistischen Tendenzen der Epoche in ihrer ganzen Bandbreite wider. Tages-, Nachmittags- und Abendgarderobe werden oft durch eine Auswahl exquisiter Accessoires ergänzt, darunter feine Handschuhe, zarte Schleier, kunstvoll gestaltete Gürtel, filigrane Taschen und elegante Hauben. Auch aufwendige Brautmode sowie repräsentative Umhänge finden sich in den Illustrationen.
Zahlreiche der enthaltenen Tafeln erschienen als Beilagen der Allgemeinen Musterzeitung. Album für weibliche Arbeiten und Moden, herausgegeben von Engelhorn & Hochdanz in Stuttgart. Darüber hinaus wurde eine Vielzahl Stahlstiche im Pariser Petit Courrier des Dames. Journal des Modes veröffentlicht. – Überwiegend in wohlerhaltenem Zustand. Kaum stockfleckig oder papierbedingt gebräunt.

Lot 435, Auction  125, Modetafeln und Viel-Castel, Horace de, Sammlung von 9 chromolithographischen Tafeln von Villain nach Horace de Viel-Castel. Frankreich um 1830

Modetafeln und Viel-Castel, Horace de
Sammlung von 9 chromolithographischen Tafeln von Villain nach Horace de Viel-Castel. Frankreich um 1830
Los 435

Schätzung
480€ (US$ 500)

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Modetafeln. Sammlung von 9 chromolithografischenTafeln von Villain nach Horace de Viel-Castel, meist unten betitelt und datiert. 25 x 32,5 cm. Unter Passepartout. 26 x 34 cm. Frankreich um 1830.
Die vorliegenden Modetafeln präsentieren eine Auswahl historischer Kleidung aus verschiedenen Epochen des späten 18. und frühen 19. Jahrhunderts. Sie illustrieren unter anderem höfische, berufsspezifische und festliche Kleidung und zeigen: "Costume de Bal, Habit habillé, Costume de Cour, Financier, Modes (1798 und 1801), Danseuse, Dame, Femme de Chambres, Modes 1805-1806, Sénat Conservateur, Institut". – Sehr frisch und in sauberer Erhaltung, kaum stockfeckig.

Lot 436, Auction  125, Pierotti, Ermete, Le Cantique. Paris 1871. - Erste Ausgabe mit 12 Chromolithographien

Pierotti, Ermete
Le Cantique. Paris 1871. - Erste Ausgabe mit 12 Chromolithographien
Los 436

Schätzung
550€ (US$ 573)

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Pierotti, Ermete. Le Cantique des cantiques illustré et commenté sur le sol même de la Palestine. 91 S. Mit 12 (1 lose) kolorierten Lithographien. 30,5 x 22 cm. Halbchagrin im Stil d. Z. (OKarton eingebunden) mit goldgeprägtem RTitel. Paris, Selbstverlag, 1871.
Colas 2360. Hage Chahine 3713. – Erste Ausgabe. Die Tafeln zeigen verschiedene Kostüme Palästinas, darunter eines aus Bethlehem, eine Haremsdame, eine Tänzerin aus Jerusalem, einen Bauer aus Hebron, einen Beduinen und weitere. Der italienische Ingenieur und Architekt Ermete Pierotti (1820-1880) reiste für 15 Jahre in die Levante, nach Jerusalem und Ägypten. Er war unter anderem an der Restaurierung der St. Anna-Kirche, dem Qanat as-Sabil und an verschiedenen Bauarbeiten auf dem Tempelberg und in der Stadt Jerusalem beteiligt. Im Jahr 1858 wurde er von Suraya Pascha, dem osmanischen Gouverneur der Stadt, zum Chefingenieur von Jerusalem ernannt. – Eine Tafel lose. Kleinere Randläsuren und Flecken.

Türkische Derwische
Zwei Ottomanen-Figurenstudien. Mitte des 19. Jahrhunderts
Los 437

Schätzung
500€ (US$ 521)

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Zwei alte Ottomanen - Pfeiferaucher und Krieger
Türkische Derwische. Zwei Ottomanen-Figurenstudien. Aquarell über Graphit mit Weißhöhung auf Velin. Jeweils 26,5 x 19 cm. Mitte des 19. Jahrhunderts.
Zwei Figurenstudien älterer Herren: Ein Sitzender in einem hellgrünen Kaftan und mit Fes, der behaglich seine Wasserpfeife raucht, und ein stehender Herr mit langem weißen Bart in roter Weste, reich bewaffnet mit Säbel, Dolch und einem Gewehr. – Leicht stockfleckig.

Lot 438, Auction  125, Etienne, Jean d', Abhandlung von der Minirkunst. Münster und Hamm, P. H. Perrenon, 1779. - Erste deutsche Ausgabe

Etienne, Jean d'
Abhandlung von der Minirkunst. Münster und Hamm, P. H. Perrenon, 1779. - Erste deutsche Ausgabe
Los 438

Schätzung
350€ (US$ 365)

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Etienne, Jean d'. Abhandlung von der Minirkunst zum Gebrauch junger Officiere, und derjenigen, die eine genaue Kenntniß von dieser Kunst zu erlangen wünschen. Aus dem Französischen übersetzt und mit vielen nöthigen Anmerkungen versehen von E. M. S. A. (d. i. Wilhelm Friedrich Karl von Schwerin. 9 Bl., 258 S. Mit 7 mehrfach gefalteten Kupfertafeln. 23,5 x 20 cm. Halbleder d. Z. (etwas fleckig und berieben) mit dezenter RVergoldung und 2 farbigen goldgeprägten RSchildern. Münster und Hamm, Philipp Heinrich Perrenon, 1779.
VD18 1445873X. – Erste deutsche Ausgabe der Kriegskunde. Der Verfasser Major Jean de Etienne (1725-1798) war im Dienste des Grafen Wilhelm zu Schaumburg-Lippe dessen erster Festungskommandant auf dem Wilhelmstein im Steinhuder Meer. – Etwas stockfleckig, sonst wohlerhalten. Die tadellosen Kupfer auf blattgroße Falze montiert.

Lot 439, Auction  125, Grundsäze der Evolutions der Cavallerie, zum Unterricht junger Officiers. Mit 38 Kupfertafeln. Breslau, Korn, 1795

Grundsäze der Evolutions der Cavallerie
zum Unterricht junger Officiers. Mit 38 Kupfertafeln. Breslau, Korn, 1795
Los 439

Schätzung
350€ (US$ 365)

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Grundsäze der Evolutions der Cavallerie zum Unterricht junger Officiers. VIII, 238 S., 1 Bl. Mit 38 gefalteten Kupfertafeln. 25 x 21,5 cm. Pappband d. Z. (etwas stärker fleckig, berieben und bestoßen). Breslau, Hirschberg und Lissa, Johann Friedrich Korn d. Ä., 1795.
VD18 11506369. – Einzige Ausgabe der anonym verfassten seltenen Kriegskunde für die preußische Kavallerie, die laut Vorrede bereits 1776 verfasst wurde. – Schwach braunfleckig. Unbeschnitten und breitrandig.

Lot 440, Auction  125, Pfälzischer Erbfolgekrieg, Schlachtordnung. "Ordre de Bataille de Brabandt commandé par le Roi de Brittanique". 1696

Pfälzischer Erbfolgekrieg
Schlachtordnung. "Ordre de Bataille de Brabandt commandé par le Roi de Brittanique". 1696
Los 440

Schätzung
600€ (US$ 625)

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Pfälzischer Erbfolgekrieg. - Schlachtordnung. "Ordre de Bataille de Brabandt commande par le Roi de Brittanique. - Ordre de Bataille de Flandre commande par Mr Le Prince de Vaudemont". Französische Handschrift in Sepiatinte und Aquarellfarben auf Papier. 39 x 49 cm. 1696.
Die vorliegende detaillierte Schlachtordnung stammt aus der Endphase des Pfälzischen Erbfolgekriegs (1688-1697), eines Konflikts zwischen der französischen Krone unter Ludwig XIV. und der Großen Allianz (bestehend aus England, den Niederlanden, Spanien und dem Heiligen Römischen Reich). Sie dokumentiert die Truppenaufstellung in den Regionen Brabant und Flandern, die zu dieser Zeit unter der Kontrolle des spanischen Hauses Habsburg standen. – Blatt mehrfach gefalzt, auf der Rückseite an einer Falz mit kl. Papierstreifen verstärkt. Über etwa ein Drittel der Rückseite wurde das Handschriftenblatt auf Velin montiert. Das Trägerpapier weist kleine Wurmspuren und Randläsuren auf. Selten.

Lot 441, Auction  125, Pufendorf, Samuel von, Sechs und zwantzig Bücher der Schwedisch- und Deutschen Kriegs-Geschichte. Frankfurt und Leipzig, J. F. Gleditsch, 1688

Pufendorf, Samuel von
Sechs und zwantzig Bücher der Schwedisch- und Deutschen Kriegs-Geschichte. Frankfurt und Leipzig, J. F. Gleditsch, 1688
Los 441

Schätzung
250€ (US$ 260)

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Pufendorf, Samuel von. Sechs und zwantzig Bücher der schwedisch- und deutschen Kriegs-Geschichte von König Gustav Adolfs Feldzuge in Deutschland an, biß zur Abdanckung der Königin Christina. 2 Teile in 1 Band. 6 Bl., 646 S.; 1 Bl., 758 S., 19 Bl. (Register). Titel in Schwarz und Rot. Mit gestochener Titelvignette. 35 x 21,5 cm. Pergament d. Z. (etwas fleckig, berieben und bestoßen). Frankfurt und Leipzig, J. F. Gleditsch, 1688.
Jähns III, 1848. Dahlmann-W. 8352. – Erste deutsche Ausgabe, der lateinische Erstdruck erschien 1686. Pufendorfs Werk schließt sich im wesentlichen der Chemnitz'schen Geschichte an, "dessen ungedruckt gebliebener Teil ihm im Stockholmer Archiv zur Verfügung gestellt wurde; von da ab beruht seine Darstellung so gut wie ausschließlich auf den schwedischen archivalischen Quellen" (ADB XXVI, 701). – Es fehlt das gestochene Portrait. Titel fleckig und mit kleineren Randläsuren sowie Quetschfalten, zusammen mit dem ersten Blatt der Widmung aus der Bindung gelöst. Durchgehend etwas gebräunt und braunfleckig, stellenweise mit kleinen Wasserrändern. Innenspiegel mit montiertem Exlibris.

Lot 442, Auction  125, Böheim, Joseph Michael, Freymaurer Lieder mit Melodien. Berlin, Starcke, 1795

Böheim, Joseph Michael
Freymaurer Lieder mit Melodien. Berlin, Starcke, 1795
Los 442

Schätzung
600€ (US$ 625)

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Böheim, Joseph Michael (Hrsg.). Freymaurer Lieder mit Melodien. Zweite verbesserte Auflage. 3 in 1 Band. Mit gestochener Titelvignette und zahlreichen Noten. 3 Bll., 40 S., 1 Bl., S. 41-80, 55 S. Halbleder d. Z. (beide Rücken am oberen Kapital geringfügig lädiert) mit einer außergewöhnlichen, in der Art eines Dos-à-dos-Einbandes gestalteten Konstruktion: Der vordere Deckel ist mittig gefalzt, während der hintere Deckel an entsprechender Stelle mit einem zweiten Leder-"Rücken" versehen ist. Diese Ausführung ermöglicht es, das Buch von dem für Notenbücher typischen Querformat in ein handliches Oktavformat zusammenzufalten. Berlin, Starcke, 1795.
Eitner II, 85. Wolfstieg 39832. Vgl. Kloss 1607 (EA). – Teil III in erster Ausgabe. Seltene Sammlung von 78 Liedern mit Kompositionen von Ambrosch, B. A. Weber, Gürlich, Franz, Hurka, G. C. Grosheim u. a., daneben auch fünf Kompositionen von Mozart (v. a. Melodien aus der Zauberflöte).
Das von Hoffmann entworfene und gestochenene Frontispiz stellt einen Freimaurer dar, der neben dem Grabdenkmal eines Logenbruders steht. – Etwas fleckig, Titel mit Logenstempel, mit einigen Wurmspuren (mit geringem Textverlust).

Lot 443, Auction  125, Crescimbeni, Giovanni Mario, L’istoria della volgar poesia. Rom, Chracas, 1698. - Erste Ausgabe

Crescimbeni, Giovanni Mario
L’istoria della volgar poesia. Rom, Chracas, 1698. - Erste Ausgabe
Los 443

Schätzung
180€ (US$ 188)

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Crescimbeni, Giovanni Mario. L’istoria della volgar poesia. 7 Bl., 402 S., 12 Bl. Mit gestochener Titel- und Schlußvignette. 21,5 x 15 cm. Pergament d. Z. (leicht bestoßen) mit hs. RTitel. Rom, Chracas, 1698.
Gamba 2211. Eitner III, 102. Fétis II, 390f. Vgl. RISM B VI, 243. MGG VII, 563 und XVI, 1694. – Erste Ausgabe des wichtigen Quellenwerks des italienischen Dichters und Historikers Giovanni Mario Crescimbeni (1663-1728) und behandelt u. a. die zeitgenössische Musikpraxis. – Innenspiegel mit hs. Vermerken und Exlibris des österreichischen Schriftsteller und Verleger Ludwig von Ficker (1880-1967) und Freund Georg Trakls (1887-1914). Vorderdeckelgelenk brüchig. Durchgehend etwas stockfleckig, teils gebräunt.

Lot 444, Auction  125, Mahler-Werfel, Alma und Helmholtz, Hermann von, Vorträge und Reden. Braunschweig, Vieweg, 1884

Mahler-Werfel, Alma und Helmholtz, Hermann von
Vorträge und Reden. Braunschweig, Vieweg, 1884
Los 444

Schätzung
300€ (US$ 313)

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Aus Gustav Mahlers Privatbibliothek, mit Besitzstempel und Widmung von Alma
Mahler-Werfel, Alma. - Hermann von Helmholtz. Vorträge und Reden. 2 Teile in 1 Band (von 2 Bänden). XI, 393 S.; IX, 380 S. 22 x 14,5 cm. Leinen (Rücken modern erneuert, berieben) mit goldgeprägtem RSchild. Braunschweig, Vieweg, 1884.
Vortitel mit einer großflächigen, 5-zeiligen Widmung in Sepia von Alma Mahler-Werfel an ihren ersten Ehemann, den großen Komponisten: "1907 - Meinem lieben heuren verehrtem Freunde - Alma". Sowie zweifach mit dem violettfarbenem Besitzstempel Gustav Mahlers versehen. – Geringfügig stockfleckig. Letzte Lage mit alten Eintragungen und Marginalien in blauer Feder von alter Hand sowie mit kleinem Besitzschild auf dem hinteren Vorsatzblatt.

Marpurg, Friedrich Wilhelm
Anleitung zum Clavierspielen. Berlin, A. Haude und J. C. Spener, 1755
Los 445

Schätzung
1.200€ (US$ 1,250)

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Marpurg, Friedrich Wilhelm. Anleitung zum Clavierspielen, der schönern Ausübung der heutigen Zeit gemäß entworfen. 6 Bl., 78 S., 3 Bl. Mit Holzschnitt-Vignette auf dem Titel, Holzschnitt-Buchschmuck im Text und 9 gestochenen und gefalteten Notentafeln. 23 x 19 cm. Broschur d. Z. (berieben und bestoßen, etwas fleckig und Rücken mit Einrissen und Fehlstellen). Berlin, A. Haude und J. C. Spener, 1755.
Eitner VI, 340. Damschroder-Williams 184. RISM B VI2, 541. Wolffheim I, 807. – Erste Ausgabe der sehr seltenen Anleitung zum Klavierspielen von Friedrich Wilhelm Marpurg (1718-1795). "Unter den deutschen Theoretikern der Aufklärung hat Marpurg früh zentrale Bedeutung erlangt ... Burney (sah) in ihm 'perhaps the first German theorist that could patiently be read by persons of taste' .. 'einer der frühesten und verdientesten Lehrer des mus. Deutschlands'." (Spazier, 1800; beide zit. in MGG VIII, 1670). – Unbeschnitten. Erste Lage fast lose und teilweise leicht stockfleckig, ansonsten ein wohlerhaltenes Exemplar.

Lot 446, Auction  125, Parodies du Nouveau Théatre Italien, Les, ou Recueil des Parodies. Paris, Briasson, 1738

Parodies du Nouveau Théatre Italien, Les
ou Recueil des Parodies. Paris, Briasson, 1738
Los 446

Schätzung
750€ (US$ 781)

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Les Parodies du Nouveau Théatre Italien, ou Recueil des Parodies, représentées sur le Théâtre de l'hôtel de Bourgogne, par les Comédiens Italiens Ordinaires du Roy. Avec les Airs gravés. 4 Bände. Mit 4 gestochenen Frontispizes und 260 gestochenen Notenseiten. 16,5 x 10 cm. Kalblederbände d. Z. (etwas berieben und bestoßen, Kapitale teils mit Fehlstellen und Einrissen) mit goldgeprägten RSchildern und floraler RVergoldung. Paris, Briasson, 1738.
RISM B II 280. MGG X 26ff. – Die zweite Ausgabe, gegenüber der ersten (1731) um einen Band vermehrt. "Um so aufgeschlossener zeigte sich das französische Publikum gegenüber den Aufführungen der italienischen Komödianten, deren Truppen schon seit dem Ausgang des 16. Jahrhunderts in Frankreich häufige und gern gesehene Gäste gewesen waren. Seit 1661 spielten sie ständig in Paris und passten im Laufe der Zeit ihr Programm, das ursprünglich aus italienischen Stegreifkomödien bestanden hatte, textlich durch Gebrauch der französischen Sprache und Anspielungen auf Pariser Tagesereignisse, musikalisch durch Einfügungen allgemein bekannter, volkstümlicher Gesänge, sogen. 'Vaudevilles' dem französischen genius loci so vollständig an, daß die Aufführungen nach der Ausweisung der Italiener aus Paris 1697 ohne weiteres von französischen Truppen weitergeführt werden konnten" (MGG). "Besonderer Beliebtheit erfreute sich die Opernparodie; dabei nahm man gewöhnlich bestimmte Werke aufs Korn und zog an ihrer Hand über das starre Pathos und die Gespreiztheit der 'Tragédie lyrique' her, eine Sitte, die erhalten blieb, solange jene Gattung bestand". – Vereinzelt leicht knickspurig, mit kleinen Randläsuren und mit kleineren Gebrauchsspuren sonst wohlerhalten.

Lot 447, Auction  125, Simler, Johann Wilhelm, Teutscher Getichten. Vierte Auflage. Zürich, J. W. Simler, 1688

Simler, Johann Wilhelm
Teutscher Getichten. Vierte Auflage. Zürich, J. W. Simler, 1688
Los 447

Schätzung
1.200€ (US$ 1,250)

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Simler, Johann Wilhelm. Teutscher Getichten die vierte von Ihme selbsten und auß hinterlassenen Schrifften um einen Viertheil vermehrt und verbesserte Außfertigung. 14 Bl., 466 S., 3 Bl., 109 S. Mit Kupfertitel, gestochenem Porträt von Simler und typograpischem Notendruck. 15,5 x 9 cm. Blindgeprägtes Schweinsleder d. Z. (etwas berieben) über Holzdeckeln und 2 Messingschließen (oxidiert). Zürich, J. W. Simler, 1688.
Eitner IX, 176. Faber du Faur I, 450f. Jantz II, 2341. RISM B VIII, P1 403. Dünnhaupt II, 1750 3.I c. Wolffheim II, 1991 (Dritte Auflage von 1663). – Vierte Ausgabe "des Hauptwerkes des Schweizer Dichters Johann Wilhelm Simler (1605-1672), der in der Literatur seines Heimatlandes eine bedeutende Rolle spielte. Er war der erste, der sich zu den von Opitz und der Fruchtbringenden Gesellschaft vertretenen metrischen und stilistischen Grundsätzen bekannte ... Das Werk enthält 104 Gesänge mit je 4 Stimmen, in Chorbuchanordnung. Die Komponisten sind im Register nur mit den Anfangsbuchstaben genannt: D. F. (= Daniel Friderici), C. D. (Caspar Dietbold), u. A. S. (= A. Steigleder). Unter den am Anfange stehenden latein. u. deutschen Sonetten verschiedener Dichter befindet sich auch ein deutsches Sonett des schwäbischen Barockdichters G. R. Wekherlin" (Wolffheim). "Elf der Musikbeilagen der Ausgabe 1663 fehlen hier; dafür sind andere von Daniel Friderici neu hinzugefügt" (Dünnhaupt). Der in vorliegender Auflage erstmals erscheinende 109seitige Anhang trägt den Titel: "Anhang der Gedichten Johann Wilhelm Simlers, oder: Allerhand erbauliche Uberschrifften: Geburt- und Sterb-Gedichte: Sinn-Sitten-Wahl- und Hauß-Sprüche." – Teils papierbedingt etwas gebräunt, etwas braunfleckig sonst wohlerhalten. Mit Exlibris im Vorsatz.

Lot 448, Auction  125, Arlensis de Scudalupis, Petrus, Enucleatus, oder Kurtzer Auszug der alchymistischen Processe und anderer Curiositäten. Berlin, Johann Andreas Rüdiger, 1715

Arlensis de Scudalupis, Petrus
Enucleatus, oder Kurtzer Auszug der alchymistischen Processe und anderer Curiositäten. Berlin, Johann Andreas Rüdiger, 1715
Los 448

Schätzung
1.200€ (US$ 1,250)

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Arlensis de Scudalupis, Petrus. Enucleatus, oder Kurtzer Auszug der alchymistischen Processe und anderer Curiositäten, so dieser Autor, als Presbyter Hierosolymitanus, in seinem vormahls Anno 1610 zu Pariß gedruckten, anietzo aber sehr raren Tractat Von der Sympathia der sieben Metallen, und sieben auserlesenen Steine, die sie mit denen sieben Planeten haben, heraus gegeben. Nunmehr aus dem lateinischen ins Teutsche übersetzt. 4 Bl., 104 S. 16 x 9,5 cm. Späterer Pappband (stärker berieben). Berlin, Johann Andreas Rüdiger, 1715.
VD18 10988610. Ferguson II, 184. Ferchl 406. Ackermann IV, 9. Vgl. Caillet 6544 und Rosenthal 518 (EA 1610). – Seltene einzige deutsche Ausgabe des kabbalistisch-alchemistischen Traktats, der lateinische Erstdruck erschien 1610 in Paris. "Es ist eigentlich ein Kommentar über den arabischen Philosophen Balemis, dessen Name in der arabischen Literatur vor 1500 nicht vorkommt. Von den Verehrern der arabischen Philosophie wurde jene Sympathia des Petrus Arlensis geschätzt" (Schmieder 277). "The 1715 edition contains an account of the opal which the writer endows with all the virtues of the other precious stones and which he praises for its beauty and its curative power" (Ferguson). – Gebräunt bzw. braunfleckig, obere rechte Ecke leicht wasserrandig. – Beigebunden: Unvorgreiffliche Gedancken, von alchymischen Schrifften Prov. XXIX; II. Ein Narr schüttet seinen Geist gar aus, aber ein Weiser hält an sich. 32 S. O. O. u. Dr. 1708. - VD18 14595133. - Einziger Druck der seltenen anonymen und unfirmierten alchemistischen Schrift. - Schlussblatt mit fl. Vorsatz im Bug verklebt. Braunfleckig und etwas wasserrandig.

Arpe, Peter Friedrich
Sammelband mit drei Okkulten Werken. Verschiedene Orte und Drucker, 1712-1717
Los 449

Schätzung
450€ (US$ 469)

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Arpe, Peter Friedrich. Sammelband mit drei Okkulten Werken. 17,5 x 9,5 cm. Pergament d. Z. (leicht berieben und minimal geworfen) mit goldgeprägten RSchild und hs. RTitel. Verschiedene Orte und Drucker, 1712-1717.
Jammes, Kat. Bibliographes Bibliographies 1494-1802, Nr 132. – Vorhanden sind: I. De prodigiosis naturae et artis operibus Talismanes et Amuleta dictis. 4 Bl. (incl. gestoch. Front), 184 S., 4 Bl. Mit gestochenem Frontispiz und gestochener TVignette. Hamburg, Liebezeit, 1717. - Erste Ausgabe. Caillet 446. Rosenthal 1814. FdF 1576: "Interesting transition work on the astrological and fetishistic superstitions." - Kritische Würdigung der Literatur über Amulette und Talismane. Bespricht über 500 Werke und bringt auch eine Fülle biographischer Details. - II. Apologia pro Jul. Caesare Vanino, Neapolitano. 2 Bl., 108 S. Mit Holzschnitt-Titelvignette. Rotterdam, Philaletheus, 1712. - Faber du Faur 1576: "An interesting transition work ...". - III. Theatrum fati, sive notitia scriptorum de providentia, fortuna et fato. VIII, 101 S., 1 Bl. 18 x 10 cm. Rotterdam, Nicolas Bos, 1716. - "Ouvrage d'un philosophe et jurisconsulte danois, consacre1 aux nombreux auteurs hétérodoxes, abandomment commentés par les rationalistes et les libertins du XVIe au XVIIIe siècles. On trouve dans ce catalogue quelques-uns de nos auteurs, entre autres Naude1 ..." (Jammes). Peter Friedrich Arpe (1682-1740) entstammte einer Kieler Patrizierfamnilie. "An interesting transition figure, and in his writings there is a reflection of the last remnants of 17th-century thinking colored with neoromantic superstition; At the same time one finds him the first rather veiled but recognizable stirrings of the Age of Enlightenment ..." (Faber du Faur S. 403). – Papierbedingt leicht gebräunt, etwas stockfleckig sonst wohlerhalten. Exemplar aus der Bibliothek Holstein-Holsteinborg (Bibliotheksstempel auf dem Titel). Mit Exlibris auf dem Vorsatz "John Pape Helsingburgensis".

Lot 450, Auction  125, Baldwin, George, La prima musa Clio .London, C. Richards, 1802.

Baldwin, George
La prima musa Clio .London, C. Richards, 1802.
Los 450

Schätzung
450€ (US$ 469)

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Widmungsexemplar des Autors und Übersetzers - über Animalischen Magnetismus
(George Baldwin, und Cesare Avena de Valdiere. La prima musa Clio.
Translated ... by G. Baldwin. Or, The Divine Traveller; exhibiting a series of writings obtained in the extasy of magnetic sleep). 2 Bände. IX, 625 S.; 1 Bl., 721 S. (wohl ohne die Titelblätter). 28 x 22 cm. Schwarzes bzw. rotes Chagrinleder d. Z. (etwas beschabt, bekratzt, berieben und etwas fleckig) mit goldgeprägtem RTitel, Goldfileten, Steh- und Innenkantenvergoldung und dreiseitigem Goldschnitt. (London, C. Richards, 1802).
Erste Ausgabe des umfangreichen Werkes über den animalischen Magnetismus von dem mystischen Schriftsteller George Baldwin (1743-1826), der darin auf die Forschungen von Franz Anton Mesmer (1734-1815) zurückgreift. "Whilst acting as consul-general Baldwin first turned his attention to what he calles magnetic influence. The cures affected by this in Egypt he declares to be many and marvellous. In 1789 he commenced experiments in it himself with remarcable success. The gifts of which he considered himself possessed were, he says, obtained from the hand of one Cesare Avena de Valdieri, an extempore poet who had 'coursed and sung his carms (sic) over various regions of this world, and at lenght imported under my roof' in Alexandria on 23 Jan. 1795. This gifts were obtained from Cesare in his magnetic sleep. Baldwin's Italian work, 'La Prima Musa' is written in pour an ungrammatical Italien. It reads more like the raving of a maniac than a wholesome speculation on a subject of science" (DNB I, 8, 955-956).
Beide Bände sind englisch eingeleitet und enthalten dann den italienischen Text des Cesare Avena de Valdiere. Der erste Band enthält "La prima musa Clio", der zweite "An investigation into principles" (Textbeginn; auch der Rückentitel lautet dementsprechend). – Es fehlen wohl die Titelblätter und stockfleckig. Das Werk ist dermaßen selten, dass wir kein komplettes Exemplar bzw. über den Worldcat keine Kollation einsehen konnten. Eine genaue Bilbiographierung sollte jedoch durch Vergleiche mit Bibliotheksexemplaren folgen. Nur vereinzelt leicht fleckig, geringe Gebrauchsspuren, sehr dekorativ gebunden. Vorsätze mit hs. Dedikationsvermerken: "To his Royal Higness the Duke of Cumberland, most respectfully presented by his faithfully devoted Servant George Baldwin. Author of the English part of this work and only Editor of the Italian". Aus der Fideikommissbibliothek des Ernst August von Hannover mit deren roten Wappenrundstempel.

Basilius Valentinus
Die auffrichtig entdeckte Probier- und Scheide-Kunst derer Venetianer. Saalfeld, Johann M. Kauffmann, 1717
Los 451

Schätzung
750€ (US$ 781)

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(Basilius Valentinus). Die auffrichtig entdeckte Probier- und Scheide-Kunst derer Venetianer, welcher noch beygefüget wird I. Ein Probier-Büchlein von üblichen Berg- und Müntz-Proben, II. Besondere Particular-Arbeiten, bestehend in Einbringen und Figirungen; III. Einige zur Verbesserung derer Metallen dienende Universal-Processe; IV. Eine Collation der Schrifften Fr. Basil. Valentini Bened. Ordin. Worinnen die Zubereitung des so genandten Vitrioli Philosophici erkläret und denen Liebhabern solcher edlen Kunst zu fernerer Uberlegung communiciret wird. 126 S. Mit doppelblattgroßem Titel in Schwarz und Rot. 16,5 x 9,5 cm. Späterer Pappband (stärker berieben). Saalfeld, Johann Michael Kauffmann, 1717.
VD18 11062339. Brüning II, 3637. – Einziger Druck des seltenen alchemistischen Traktats, deren Verfasserschaft im VD18 dem Benediktinermönch Basilius Valentinuns zugeschrieben wird. – Titel im unteren Rand beschnitten (Verlust des Erscheinungsjahrs). Das Blatt A8 ist nach vorne geschlagen und bildet zusammen mit Blatt A1 den Titel. Etwas gebräunt bzw. braunfleckig, stellenweise mit verblasstem Feuchtigkeitsrand.

Lot 452, Auction  125, Hundert acht und dreyßig gantz neu-entdeckte Geheimnüsse, oder Sonderbahre bißher unbekannte und noch nie an das Tages-Licht gegebene Secrete. Frankfurt und Leipzig, Johann M. Hagen, 1717

Hundert acht und dreyßig gantz neu-entdeckte Geheimnüsse
oder Sonderbahre bißher unbekannte und noch nie an das Tages-Licht gegebene Secrete. Frankfurt und Leipzig, Johann M. Hagen, 1717
Los 452

Schätzung
300€ (US$ 313)

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Hundert acht und dreyßig gantz neu-entdeckte Geheimnüsse oder Sonderbahre bißher unbekannte und noch nie an das Tages-Licht gegebene Secrete, von allerhand Magischen, Spagyrischen, Sympathetischen und Antipathetischen Kunst-Stücken. 2 Bl., 132 S. 16,5 x 9,5 cm. Späterer Pappband (stärker berieben). Frankfurt und Leipzig, Johann Martin Hagen, 1717.
VD18 12226580. Vgl. Ackermann 806. Ferchel 176. du Prel 861. – Erste Ausgabe der von einem anonymen Kompilator zusammengestellten Rezeptsammlung; ein kollationsgleicher zweiter Druck erschien ebenda 1722. Enthält u. a. "magische Curen" gegen Zahnschmerzen, angezauberte Krankheiten, Ungeziefer; wie man zwischen ledigen Personen die Liebe erweckt, erfolgreich Schätze sucht, sich unsichtbar macht, wie die Jungfrauen das Brustwachstum hemmen können usw. – Stock- und fingerfleckig, Titel im Seitenrand etwas knapp beschnitten.

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