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Lot 2511, Auction  124, Hauptmann, Gerhart, Brief an Fritz Engert + Beigaben

Hauptmann, Gerhart
Brief an Fritz Engert + Beigaben
Los 2511

Zuschlag
140€ (US$ 146)

Details

Hauptmann, Gerhart, Dramatiker und Erzähler, Nobelpreisträger (1862-1946). Brief m. U. "Hochachtungsvoll Gerhart Hauptmann". 1 S. Doppelblatt. Mit Umschlag. 4to. Agnetendorf 7.VIII.1917.
Feldpostbrief an den Einjährig-Gefreiten Fritz Engert in einem Feldartillerie-Regiment, dessen Bruder ein Gedichtbändchen Engerts an Hauptmann geschickt hatte. "... Durch Ihren Bruder gelangte ich in den Besitz Ihrer Dichtung 'Hellenischer Traum'. Ich möchte Ihnen für das Büchlein, in dem mich so vieles vertraut und warm anmutet und das andrerseits so viel Eigenes und Eigenstes enthält, hiermit danken. Es ist ein freundlicher, deutscher Jugend- und Schönheitsrausch ...". - Beiliegend 2 masch. Briefe Benvenuto Hauptmanns an Dr. Fritz Engert vom Argon Verlag, der ihm das Buch "Der schwarze Zeus. Gerhart Hauptmanns zweiter Weg" von Rolf Michaelis übersandt hatte. Benvenuto verspricht die Lektüre: "... viele meiner Freunde, sind entzückt von dem Buch, und natürlich habe ich eifrig hineingeschaut, so dass ich einen gewissen, wenn auch oberflächlichen Eindruck erhalten konnte. Es ist mir durchaus möglich zu erklären, dass mich viele Stellen in dem Buch ergriffen haben, die für die Tiefe und - geistige Vertiefung des Autors Zeugnis ablegen. Ich zweifele eigentlich nicht daran mich der Bewunderung meiner Freunde anschliessen zu können ..." (Ronco bei Ascona 22.XI.1963).

Lot 2512, Auction  124, Lindner, Friedrich Ludwig, Brief nach Stuttgart

Lindner, Friedrich Ludwig
Brief nach Stuttgart
Los 2512

Zuschlag
150€ (US$ 156)

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Ein Mitarbeiter Heinrich Heines
Heine-Umkreis. - Lindner, Friedrich Ludwig, Publizist, politischer Schriftsteller, Professor der Philosophie in Jena, Arzt und Diplomat, gab ab 1828 gemeinsam mit Heinrich Heine "Neue Allgemeine politische Annalen" heraus (1772-1845). Eigh. Brief m. U. "Lindner". 2 S. Gr. 4to. Stuttgart 5.VIII.1822.
An einen Freund und Kollegen. Ausführlich über Pläne für Lindners Zeitschrift "Allgemeine politische Annalen" unter Mitwirkung des Verlegers Cotta. "... Eine tödtliche Krankheit meines Freundes Le Bret [d. i. Albrecht Lebret, Redakteur der "Allgemeinen Zeitung", 1778-1846], dessen Bett ich nicht verlassen durfte, hat mich gehindert, Ihnen früher zu schreiben; seit gestern ist Le Bret außer Gefahr und erst heute habe ich mit Cotta über unsere verabredeten Plane etwas ausführlicher sprechen können ... Da Sie selbst meine thätige Mitwirkung ... bei der Förderung der allg. pol. Annalen wünschen, so geht er um so williger in unsere Plane ein, und wird von seiner Seite aus zur Belebung des Journals beitragen. Es ist ihm ganz recht, wenn ich hier, in Ihrer Abwesenheit, das Nöthige besorge, weil ... Cotta, bei seiner beschränkten Zeit, sich wenig der Sache annehmen kann ... Doch wünsche ich, daß Sie mir erlauben, mit fremden eingesandten Beiträgen, zuweilen kleinere und solche Aenderungen vorzunehmen, wie sie dem Zweck der Zeitschrift entsprechen; - oft ist mit ein paar Federstrichen viel gewonnen. Auch müßen die Aufsätze, selbst im Styl, eine gewisse Uebereinstimmung haben ... An der Uebersicht der politischen Literatur denke ich, müßen wir gemeinschaftlich arbeiten, damit nicht einer allein alles lesen dürfe. Machen wir einstweilen einen Versuch mit dem nächsten Heft. Senden Sie mir gefälligst zu, was Sie darin aufgenommen wünschen, ich werde dann Anmerkungen und dergleichen hinzufügen ...". - Am 1. Januar 1828 nahm Heinrich Heine offiziell seine Arbeit als Redakteur der "Neuen allgemeinen politischen Annalen" auf, nachdem er schon vorher Werbung für die Zeitschrift gemacht und Beiträge erbeten hatte. - Stärker gebräunt.

Lot 2513, Auction  124, Koreff, David Ferdinand, Empfehlung Eugène Scribes.

Koreff, David Ferdinand
Empfehlung Eugène Scribes.
Los 2513

Zuschlag
420€ (US$ 438)

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Hoffmann, E.T.A.-Umkreis. - Koreff, David Ferdinand, dt.-jüdischer Schriftsteller und Arzt, verkehrte in Berlin und Paris mit beinahe der gesamten literarischen, künstlerischen und politischen Gesellschaft, war Hausarzt Wilhelm von Humboldts, Leibarzt Hardenbergs, frequentierte die Salons von Berlin und Paris und war Mitglied von E.T. A. Hoffmanns "Serapionsbrüdern" (1783-1851). Eigh. Brief m. U. "Koreff". In franz. Sprache. 1 S. 4to. (Paris) 16.III.1830.
An einen Baron, dem er einen "Mann von großem Talent", nämlich den Dramatiker Eugène Scribe, für eine vakante Stelle in der Akademie empfiehlt. "... un homme d'un grand talent veut se présenter devant un homme d'un grand génie. Sa modestie désire qu'un ami lui sauve l'embarras de se nommer et d'exposer sa demande lui même et qu'il lui rende le service de l'annoncer ... je charge volontiers de cette commission. C'est Mr. Scribe qui viendra vous solliciter de lui accorder votre puissante influence pour la place vacante à l'Académie. Il me suppose un peu de crédit auprès de vous. Mon amour propre ne m'a point permis de detruire en lui cette croyance flatteuse et je me suis chargé du rôle de portier qui tire le cordon ...". - 2 Tintenfleckchen im Text.

Lot 2514, Auction  124, James, Henry, Brief an Lady Wolsely

James, Henry
Brief an Lady Wolsely
Los 2514

Zuschlag
600€ (US$ 625)

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James, Henry, amerikan.-britischer Schriftsteller, seine Werke wurden mehr als 30 mal verfilmt (1843-1916). Eigh. Brief m. U. "H. James". 3 S. Doppelblatt. 8vo. (London) 20.XI. o. J.
An Lady Wolesly. Über die Einladung zu einer Veranstaltung mit Dinner bei einer Lady. "... Does that delightful engagement hold for tomorrow night (Friday) & will you any kindly let me know the place & hour ... ? The ... proposal, if I mistake not, was that I should dine at Lady Staytel's. ... I feel as I ought to mention that I don't know ... Lady St., & permit ... any invitation from her ... if she does kindly expect me at her board, graciously send me a line? And will you not at any rate, dispel (by one of your own inimitable millions) the spiritual darkness of your ever shrinking & faithfull H. James."

Lot 2517, Auction  124, Jester, Ernst Friedrich, Brief an Friedrich Nicolai

Jester, Ernst Friedrich
Brief an Friedrich Nicolai
Los 2517

Zuschlag
260€ (US$ 271)

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Lessing-Umkreis. - Jester, Ernst Friedrich, Bühnen- und Jagdschriftsteller, Verfasser von Operntexten und Komödien, preuß. Gesandtschaftssekretär in Wien, dann Bibliothekar an der Universitätsbibliothek, zuletzt Oberforstmeister in seiner Heimatstadt Königsberg (1743-1822). Eigh. Brief m. U. "Jester". 2 S. Doppelblatt. 4to. Wien 6.X.1770.
An einen Verleger in Berlin, wahrscheinlich Friedrich Nicolai, dem er das Manuskript eines französischen Offiziers zum Verlag empfiehlt. "... Obgleich Herr Lessing mir vor etwa fünf Jahren das Vergnügen verschafft hat, Ew. HochEdelgeb. persönlich in Berlin kennen zu lernen, so werden Sie sich doch so wenig auf diese für mich sehr interessante Bekanntschaft erinnern, daß ich es nicht wagen darf mich darauf zu berufen, um meine gegenwärtige Freyheit zu rechtfertigen, zu der mich die Bitte eines guten Freundes veranlaßt hat. - Ein frantzösischer Officier, Nahmens Libin, ein Mann von viel Talenten und Wissenschaften hat kürtzlich ein kleines Werkgen verfertiget, das er unter dem Titel: Traité sur l'éducation d'un jeune homme qu'on destine aux armes, herausgeben will. Er würde Schwürigkeiten finden, es sowohl in Frankreich, als hier, dem jetzigen Orte seines Aufenthaltes, der Presse zu überlieferen, weil hie und da Stellen seyn dörften, die weder der frantzösischen, noch weniger aber der hiesigen ertztchatholischen Censur orthodox genung vorkommen würden, um ihnen den Paß zu ertheilen. Er glaubt in Berlin wenigeren Anstand zu finden ...". Jester fragt nach den Bedingungen für die Aufnahme des Werkes, "welches meinem sehr geringen Urtheile nach, mit ungemein viel Geist und Laune geschrieben ist, dem Aemil des Rousseaus auf keine Weise begegnet, mit eben so vieler Freyheit aber, Meinungen festsetzet, die der Autor mehr aus Überzeugung als aus Leichtsinn einfliessen zu lassen scheint, und die übrigens freylich nicht in allen Ländern öffentlich gesagt werden dörften ... Der Autor hat sich bereits durch eine andere Pièce: Prospectus sur la fortification bekannt gemacht, die von Kennern ungemein geschätzt wird ...". - Zum Verlag des offenbar politisch etwas brisanten Manuskripts konnte sich Nicolai nicht entschließen: Er vermerkt am Rand: "Ich kanns nicht übernehmen". Auch woanders ist das Werk Libins, zumindest unter diesem Titel, offenbar nicht erschienen. In diesem Jahr 1770 war von Rousseau in Neufchatel erschienen: "Traité sur l'éducation, pour servir de supplement à l'Emile".- Am unteren Rand der ersten Seite von alter Hand einige Informationen über Ernst Jester.

Lot 2518, Auction  124, Meyer, Johann Friedrich von, Brief an den Verleger Wilmans

Meyer, Johann Friedrich von
Brief an den Verleger Wilmans
Los 2518

Zuschlag
170€ (US$ 177)

Details

Über Ärger mit Almanachen
Meyer, Johann Friedrich von, Frankfurter Jurist, Bibel-Übersetzer, Schriftsteller, Theaterleiter, Politiker und "Älterer Bürgermeister" von Frankfurt a. M. (1772-1849). Eigh. Brief m. U. "JF von Meyer". 2 S. 4to. (Frankfurt) 29.XI.1806.
Wohl an den Verleger Friedrich Wilmans in Frankfurt a. M., der ihn zu einem Beitrag für das "Taschenbuch, der Liebe und Freundschaft gewidmet" eingeladen hatte, ein langlebiges Periodicum, in dem eine Vielzahl hochrangiger Autoren vertreten war (Goethe, Schiller, Wieland, Herder, Hölderlin, Jean Paul etc.). Meyer lehnt ab und begründet dies mit seinen Erfahrungen, die er mit Taschenbuch-Redakteuren gemacht habe. "... Schon da ich in frühern Jahren am Deutschen Mercur mitarbeitete und zu andern periodischen Schriften und Taschenbüchern beytrug, blieben meine Aufsätze oft so lange liegen, oder wurden mir, selbst wenn sie verlangt waren, so oft wegen Mangel des Raums, und weil man vielleicht nähere Mitarbeiter verbinden wollte, zurückgeschikt, daß ich schon damahls beschloß, in kein Journal und kein Taschenbuch mehr zu arbeiten. Sie machten mich in meinem Vorsatz wanken; allein die Zurücksendung meines Aufsatzes zum letzten Taschenbuch bewies, daß ich die Redactoren kenne; um so mehr da sich in eben diesem Taschenbuch Aufsätze finden, die nichts mit Liebe und Freundschaft gemein haben (z. B. das Mährchen von Falk, Die Schweine). Ich versichere Sie freundschaftlich, daß ich weder diese eben besagten Aufsätze verachte, noch daß ich beleidigt bin oder aus Zorn meinen neuen Beytrag versage; ich komme nur wieder auf mein altes Klugheitssystem zurück ...".
Er schlägt hingegen die Gründung einer neuen Zeitschrift "Der Bienenkorb" vor. "... Eigentlich geht jetzt im Buchhandel beynahe nichts; die Wissenschaften sind zum Theil schwankend geworden, die Leuten wollen keine Bibliotheken anlegen, die schöne Litteratur ist durch Kriegswirren verdrängt. Doch hören die Leute nicht zu lesen auf, und je gemeinnütziger, mannigfaltiger und inhaltsreicher ein Werk ist, desto mehr Abgang hat es sich auch unter diesen Kriegsstürmen bey 'allerley' Lesern zu versprechen ... Ein solches Werk trage ich Ihnen hiemit als ein Quartalsschrift an. Zum Titel habe ich gewählt: Der Bienenkorb. Wollen Sie einen andern, so kann ich auch den machen. Die Ankündigung folgt hiebey, welche Sie näher von dem Sinn der Sache benachrichtigen wird ...". - Dieser Prospekt liegt jetzt nicht mehr vor, und es könnte sein, dass er sozusagen den ersten Teil des Briefes bildete, denn es fehlt hier eine Anrede. - Die geplante Zeitschrift des vielseitigen Gelehrten, der Doktor der Rechte und Doktor der Theologie, zudem ein begabter Zeichner und ein tüchtiger Harfenist war, ist nicht zustande gekommen. - Ein Rand mit Montagespuren.

Morgenstern, Margareta
Ihr Notizbuch
Los 2519

Zuschlag
440€ (US$ 458)

Details

Morgenstern, Margareta, Ehefrau und Nachlasspflegerin Christian Morgensterns, Anthroposophin (1879-1968). Notizbuch aus ihrem Nachlaß. 54 Bl., davon ca. 92 S. beschrieben. 8vo. (14 x 8,4 cm). Flexibler Lederband d. Z. (etwas berieben) mit goldgepr. Deckelbordüre und Goldschnitt. O. O. (ca. 1914-1919).
Eintrag auf einem Vorsatzblatt: "Aus dem Besitz von Margareta Morgenstern". Mit Tinte geschriebene Aufzeichnungen vieler Art: Gedichte, Gebete, Exzerpte, Erbauungs-Prosa, Motti und Okkultistisches, vielfach wohl Rudolf-Steiner-Zitate, vereinzelt mit "Stuttgart" verortet und mehrmals mit "1914" datiert.. - 1 Bl. gelöst; 3 lose Beilagen, darunter ein handschriftliches Blatt, datiert "Dornach, Sonntag, 5. Juli 1914". - Leichte Gebrauchsspuren.

Lot 2520, Auction  124, Pichler, Caroline, Brief an Andreas Streicher

Pichler, Caroline
Brief an Andreas Streicher
Los 2520

Zuschlag
460€ (US$ 479)

Details

Pichler, Caroline, Wiener Schriftstellerin, Lyrikerin, Kritikerin und Salonnière (1769-1843). Eigh. Brief m. U. "Pichler". 1 S. Doppelblatt. 8vo. (Wien) 19.VII. (1805).
An den Wiener Musiker und Klavierbauer Andreas Streicher, den sie bittet, ihr Klavier noch einige Zeit bei sich stehen zu lassen, denn sie warte noch auf das Geld für die Bezahlung. "... Noch habe ich keine Antwort auf meinen letzten Brief den ich vor 4 Wochen schrieb, und also auch ... kein Geld erhalten. Ich hoffe jeden Tag darauf, und bin schon selbst ungeduldig wegen dieser Verzögerung, heute, da Ungarischer Posttag ist, werde ich gleich wieder schreiben, und bitte Sie die 19 f 30 x indeß auf meine Rechnung zu setzen. Sobald ich Nachricht habe, eile ich zu Ihnen und statte meine Schuld mit dem aufrichtigsten Danke ab ...".

Lot 2521, Auction  124, Rilke, Rainer Maria, Brief an Reinhard Johannes Sorge

Rilke, Rainer Maria
Brief an Reinhard Johannes Sorge
Los 2521

Zuschlag
3.000€ (US$ 3,125)

Details

Rilke, Rainer Maria, Dichter und Übersetzer (1875-1926). Eigh. Brief m. U. "RM Rilke". 4 S. Doppelblatt. 4to. Paris 4.VI.1914.
An den früh-expressionistischen Dichter Reinhard Johannes Sorge (1892-1916), der ihm sein von christlicher Mysik geprägtes Drama "Guntwar" übersandt hatte (Sorge war 1913 zum katholischen Glauben konvertiert). Rilke geht ausführlich auf das christlich-philosophische Anliegen des Werkes ein und distanziert sich behutsam von dessen missionarischer Tendenz. "... Es war eine eigene Berührung für mich, das Namenszeichen des heiligen Franziskus, das ich acht Jahre früher in Assisi in dem silbernen Reliquär, das das brüchige Blatt der schönen Segnung einschließt, mir hatte zeigen lassen, auf dem neuen Buche wiederzuerkennen, das Sie mir sandten ... Die Lesung des 'Guntwar' hat mich im Geiste wie im Herzen beschäftigt, ich glaube nicht, dass mir etwas entgangen ist, was an Stärke und innerer Bestimmung in dieser Arbeit zu Geltung kommt, - dass sie aus einem wirklich bewegten Menschen ausbrach, aus einem, in dem es lebendig ist von den Kräften und Gegenkräften des unbegreiflichen Daseins ... Dass die Erschütterungen dieser Jahre Ihnen die Fassung lassen zu solchem Ausdruck, ist ein Beweis für die sichere Wurzelung Ihrer Kraft und mag Sie mit der schönsten Freudigkeit erfüllen ... Ich habe Ihnen schon bei unserer ersten Begegnung nicht verhehlt, dass es sich für mich anders verhält; im rein Geistigen mag, wenn man sie ganz groß auffasst, die Kirche ein unabsehbarer Umkreis sein, der größte irdische, der, über eine fast unscheinbare Spur, ins Ewige übergeht - ; wo aber einer (wie ich es bin) zunächst zu einer Sichtbarmachung des Geistigen verpflichtet ist, da muss ihm die Kunst als die überaus größere (als seine weiteste, ins Unendliche überführende) Lebensperipherie einleuchten: müßte er doch sonst sich versagen, ihren Gesetzen und Gestaltungen bis in jene Werke zu folgen, die außerhalb der christlichen Glaubensluft entstanden sind und immer noch, da und dort, in reinster Gültigkeit entstehen. Dass innerhalb der christlichen Kirche Gotteswege vom seeligsten Anstieg und von der tiefsten Leistung können begangen werden, dafür sind die ungeheueren Beweise der Heiligenleben da ... Aber diese Überzeugung und Erfahrung schließt in mir nicht die Gewissheit aus, dass die gewaltigsten Verhältnisse zu Gott, wo Noth und Antrieb zu ihnen da ist, auch im außerchristlichen Gemüth, in irgend einem ringenden Menschen, sich auszubilden vermögen ...". - Sehr schöner, gehaltvoller Brief des Dichters, der hier seine grundsätzliche Haltung zum Christentum und Künstlertum in eindringlicher Weise zu erkennen gibt.

Lot 2522, Auction  124, Rohr, Leopold von, Brief an einen Freund

Rohr, Leopold von
Brief an einen Freund
Los 2522

Zuschlag
80€ (US$ 83)

Details

Rohr, Leopold von, Lyriker, höherer Beamter in Stettin und Stralsund (1771-1850). Eigh. Brief m. U. "Rohr". 6 S. Gr. 8vo. Coeslin 18.III.1799.
An einen literarischen Freund. In sehr flüchtiger Schrift und launigem Stil hingeworfene Betrachtungen über diverse Themen und Literatur. "... Heil zur Autorschaft - Wir sind also Brüder in Apollo, denn auch ich schriftstellere! Ihr Buch ist klassisch, und hilft mir manche Bedürfnisse ab; schicken Sie mir doch ein Exemplar! ... Ich sehe hier wie Moses ins gelobte Land, ohne herein zu kommen! - Ihre Avertissements sind in guten Händen ...". Er habe die Annoncen überall verteilt, auch auf den Postämtern. Erwähnt dann Böttiger, den er ungemein verehre und kommt auch auf Goethe und Schiller zu sprechen: "... Ist es wahr, daß Göthe eine Fortsetzung der Ilias oder einen Prometheus schreibt? - Wie sieht die Vorstellung von Wallensteins Lager v. Schiller aus? Steht letzterer auch mit J. P. Richter sich so nahe ... als mit Göthe? ... Was sagt W. zu Falks satyrischem Taschenbuch? u. schämt er sich nicht seines Lobes? Was bringen Sie zur Ostermesse? ...". Bittet um die Zusendung eines Buches über Berlin. - Die beiden Blätter des Briefes alt mit Heftstreifen verbunden.

Lot 2523, Auction  124, Sand, George, Brief an Ch. d'Aragon

Sand, George
Brief an Ch. d'Aragon
Los 2523

Zuschlag
460€ (US$ 479)

Details

Sand, George, (d. i. Amantine Aurore Lucile Dupin de Francueil), französ. Schriftstellerin, befreundet mit vielen großen Musikern und Schriftstellern (1804-1876). Eigh. Brief m. U. "George". 1 S. Doppelblatt mit Adresse. 8vo. O. O. u. J.
An Charles d'Aragon in Paris. "Mon ami, la vieille Sophie se recommande à vous, et je vous la recommande de tout mon pouvoir ...". Schildert ihm eine Angelegenheit, bei der er Sophie helfen soll. "... Vous m'obligerez donc personnellement si vous pouvez faire quelque chose pour elle ...". - Kleines Rostfleckchen.

Lot 2524, Auction  124, Schlegel, Dorothea von, Brief an König Ludwig von Bayern + Beigabe

Schlegel, Dorothea von
Brief an König Ludwig von Bayern + Beigabe
Los 2524

Zuschlag
1.800€ (US$ 1,875)

Details

Schlegel, Dorothea von, Tochter Moses Memdelssohns, Gemahlin (hier als Witwe) Friedrich von Schlegels, Literaturkritikerin und Schriftstellerin (1764-1839). Brief m. U. "Dorothea verwittwete von Schlegel gebohrne Mendelsohn". 1 S. Gr. 4to. Wien 14.III.1830.
An König Ludwig I. von Bayern, dem sie ein Exemplar des Wiener Druckes der letzten in Dresden gehaltenen Vorlesungen ihres verstorbenen Gemahls Friedrich von Schlegel "ehrfurchtsvoll zu Füßen" legt (Philosophische Vorlesungen insbesondere über Philosophie der Sprache und des Wortes. Wien 1830). Über seine Gedanken sagt sie: "Er hatte deren keine, die sich nicht mit dem Ausdruck der Dankbarkeit, der Bewunderung und der freudigsten Hoffnungen für Deutschlands ruhmvollen Monarchen aufs innigste verbünden." - Am oberen Rand mit roter Tinte eine zeitgenöss. Notiz über Schlegel. - Dabei der Antwortbrief des Königs: Ludwig I., König von Bayern (1786-1868). Brief m. U. "Ludwig". 1 S. Doppelblatt. 4to. München 18.VI.1830. - "... Nach meiner Zurückkunft aus Italien habe ich dahier mit Ihrem Schreiben vom 14ten März die letzten zu Dresden gehaltenen Vorlesungen Ihres verewigten Gatten ... empfangen. Ich werde diesem Werke gleiche Aufmerksamkeit schenken, wie ich sie den übrigen Ihres unter den Gelehrten unserer Zeit verdienstvollen Gatten zu widmen gewohnt war ...".

Lot 2525, Auction  124, Schroeckh, Johann Matthias, Brief an Friedrich Nicolai + Beigabe

Schroeckh, Johann Matthias
Brief an Friedrich Nicolai + Beigabe
Los 2525

Zuschlag
220€ (US$ 229)

Details

Schroeckh, Johann Matthias, Universal- und Kirchenhistoriker, Literaturwissenschaftler und Bibliothekar, Professor in Wittenberg (1733-1808). Eigh. Brief m. U. "Schroeckh". 1 S. 4to. Wittenberg 23.V.1779.
Wahrscheinlich an den Berliner Aufklärer, Schriftsteller und Verleger Friedrich Nicolai. Beklagt sich, dass der Adressat bei seiner Rückreise von der Leipziger Messe ihn nicht, wie versprochen, aufgesucht und mit neuen Büchern für Rezensionen versorgt hat. Behandelt dann weiter ausführlich seine Rezensententätigkeit für die Nicolaischen Verlagsprodukte. Am Schluss heißt es: "... Empfehlen Sie mich dem Herrn Mylius bestens, so wie eben demselben meine Commissionen für die Martinische Auction, die nun wohl längst geendigt seyn wird ... Bey Ihrer Durchreise nach Leipzig schickten Sie mir ein Paquet Bücher, die für mich in der Auct. erstanden worden waren: Wofür ich Ihnen sehr verbunden bin. Könnte ich nicht auch gelegentlich die Preise davon erfahren?" - Bei Nicolai erschienen von Schroeckh u. a. zwei universalgeschichtliche Werke für die Schuljugend. - Als Bibliothekar starb er standesgemäß durch einen Sturz von der Leiter. - Dabei: Johann Ludwig Ewald, Theologe, Professor in Heidelberg (1747-1822). Eigh. Brief m. U. "Ewald". 1 S. Kl. 8vo. O. O. 24.IX. o. J. - An den Buchhändler Wilmans in Frankfurt a. M., mit einer Papierbestellung und Mitteilungen verschiedener Art.

Lot 2528, Auction  124, Schering, Emil, 2 Briefe über Strindberg-Aufführungen

Schering, Emil
2 Briefe über Strindberg-Aufführungen
Los 2528

Zuschlag
50€ (US$ 52)

Details

Strindberg, August. - Schering, Emil, Schriftsteller, lange Zeit maßgeblicher, vom Verfasser autorisierter deutscher Übersetzer der Werke August Strindbergs, denen er auch als Herausgeber sein Leben widmete (1873-1951). 2 eigh. Briefe m. U. „Emil Schering“. Zus. 2 S. Blaue und rote Tinte. Gr. 4to. Berlin 14.V. und Sept. 1946.
An einen Intendanten und einen Theaterdirektor, denen er Schauspielerinnen für Strindberg-Aufführungen empfiehlt. „... Zu meinem 70. Geburtstag am 14. April 1943 wollte die geniale Sprecherin Asta Südhaus aus diesem Bande Gedichte Strindbergs in meiner Übertragung sprechen. Die Hitlerhorde, die wahnsinnige, verbot es ihr! Da Sie Matineen bringen, so bitte ich Sie, Asta Südhaus Gedichte Strindbergs zu meinem Tode sprechen zu lassen. Dieser Tod kann jeden Tag eintreten, da mein 73jähriges Herz versagt. Asta Südhaus ist die bedeutendste Sprecherin in Deutschland: ich hörte sie ganze Abende Goethe, Schiller, Hölderlin widmen. Sie gab jedem Dichter neues Leben! ...“ [Mai 1946] „... Da Sie Strindbergs ‚Frl. Julie’ spielen wollen, sende ich Ihnen anbei Berichte über die Aufführung dieses Meisterdramas, welche im Juli zu Regensburg erfolgte. Für die Titelrolle erlaube ich mir Ihnen die Strindbergspielerin Marianne Bach-Bertilius ... Dresden, Weißer Hirsch vorzuschlagen. Bitte, empfangen Sie diese bedeutende Künstlerin, wenn sie nach Berlin kommt ...“ [Sept 1946]. - Der erste Brief auf gebräuntem Kriegspapier mit Randschäden.

Lot 2529, Auction  124, Teubner, Benedict Gotthelf, Brief an G. Silbermann

Teubner, Benedict Gotthelf
Brief an G. Silbermann
Los 2529

Zuschlag
260€ (US$ 271)

Details

Teubner, Benedict Gotthelf, Leipziger Verleger, Begründer der bedeutenden wissenschaftlichen Verlagsbuchhandlung und Druckerei (1784-1856). Brief m. U. "B G Teubner". 11/2 S. Doppelblatt mit Adresse. Gr. 4to. Leipzig 13.I.1851.
An G. Silbermann in Straßburg, über das künstlerisch gestaltete Titelblatt in einer verlagsrechtlich-drucktechnischen Angelegenheit. "... indem ich Ihrem an Herrn J. J. Weber gerichteten Wunsche um Uebersendung einiger Exemplare des Titelblattes von der in meinen Verlag übergegangenen 'Nachfolge Christi' [von Thomas von Kempen] gern entspreche, halte ich mich verpflichtet, zur Verhütung jeder Mißdeutung der stattgefundenen Tilgung Ihrer verehrten Firma, wenige Worte beizufügen. Da ich mich selbst, wie Ihnen bekannt sein wird, mit ähnlichen Arbeiten in Buntdruck bereits vielfach und mit Anerkennung beschäftigt habe, so mußte es mir bedenklich erscheinen, in einem in meinem eignen Verlag erschienenen und im Uebrigen ganz in meiner Offizin vollzogenen Werke eine mit fremder Firma versehene typographische Leistung aufzunehmen und dadurch möglicherweise beim Publikum die Meinung hervorzurufen, als ob meine Kräfte zu deren Ausführung nicht ausreichend seien.
Obwohl ich das Werk mit bedeutenden Opfern übernommen habe, so würde ich es dennoch vorgezogen haben, das Titelblatt neu zu drucken, wenn ich im Besitz der Stöcke gewesen wäre. Sie werden sich erinnern, daß ich mich vor drei Jahren deßhalb an Sie wandte, weil damals die Stöcke noch bei Ihnen befindlich waren. Da ich keine Antwort von Ihnen erhielt, so sah ich mich genöthigt, aus dem oben angegebenen Grunde Ihre Firma zu überdrucken, habe aber, um mir nicht fremdes Verdienst zuzuschreiben, auf dem ganzen Werke keine Druckfirma genannt, sondern auf Titel und Umschlag nur gesagt:
Verlag von B. G. Teubner ...". - Kleine Randschäden.

Lot 2531, Auction  124, Winkopp. Peter Adolph, 11 Briefe

Winkopp. Peter Adolph
11 Briefe
Los 2531

Zuschlag
300€ (US$ 313)

Details

Winkopp, Peter Adolph, kurmainzischer Schriftsteller, Publizist, Historiker und Lexikograph, Hofkammerrat in Erfurt (1759-1812). Sammlung von 11 eigh. Briefen m. U. "Winkopp". Zus. 39 S. Meist 4to. Frankfurt und Aschaffenburg 1807-1812.
Teils an seinen Verleger, teils an den Münchener Advokaten Dessauer. Winkopp, ursprünglich Benediktinermönch im Erfurter Kloster Petersberg, war dem Klosterleben entflohen und hatte sich fortan mit einer Vielzahl antiklerikaler Romane und mehreren Zeitschriften gegen die römische Kirche gewandt und sich dabei als einer der radikalsten Publizisten der protojakobinischen Demokraten gezeigt. Zunächst von der Obrigkeit verfolgt, arrangierte er sich schließlich mit der kurmainzischen Regierung und betätigte sich nun erfolgreich mit historischen Arbeiten und der Herausgabe politischer Zeitschriften. Die vorliegenden Briefe aus seinen letzten Lebensjahren behandeln neben privaten und verlegerischen Themen vor allem ausgedehnte geschäftliche Angelegenheiten. - Meist stärker gebräunt.

Lot 2532, Auction  124, Zola, Émile, Brief an einen Buchhändler

Zola, Émile
Brief an einen Buchhändler
Los 2532

Zuschlag
300€ (US$ 313)

Details

Zola, Émile, franz. Schriftsteller (1840-1902). Eigh. Brief m. U. "Emile Zola". 2 S. Doppelblatt mit Trauerrand. Gr. 8vo. Medan 8.I.1882.
An einen befreundeten Buchhändler, der ihm dringend Exemplare eines neuen Werkes von Zolas Freund Paul Alexis schicken soll. "Vous soiez bien aimable de m'envoyer d'ici à huit jours deux épreuves du volume complet d'Alexis. C'est pour les donner avec un mot à Magnard et à de Cyon, de façon à ce qu'ils puissent faire à temps des extraits dans leurs journaux. Il faudrait qu'ils eussent cela de demain en huit, car les suppléments du Figaro et du Gaulois sont faits à l'avance, et il faut que le volume soit mis en vente vers le 2me, au moment de la publication du roman. Je compte sur vous. Je reçois le reste des placards. Vous êtes bien gentil. Mais on m'envoie toujours que deux exemplaires. Je vous en prie, envoyez moi toute de suite, tout de suite, les trois exemplaires complets que je vous ai demandés, car on les attend en Italie et en Autriche ...". - Vermutlich handelt es sich um den Band "Émile Zola. Notes d'un ami", der 1882 erschien.

Lot 2533, Auction  124, Zweig, Stefan, Eigenhänd. Manuskript + Beigabe

Zweig, Stefan
Eigenhänd. Manuskript + Beigabe
Los 2533

Zuschlag
650€ (US$ 677)

Details

Zweig, Stefan, Schriftsteller, Übersetzer und Pazifist (1881-1942). Eigh. Manuskript. 1/2 S. Auf liniiertem Papier. Gr. 4to. O. O. u. J.
"Fragebogen", den Zweig an einen Bekannten schickte, um Informationen für sein Projekt einer Baugeschichte der Wiener Staatsoper zu erhalten, das sich mit dem Schicksal des Architekten Van der Nüll beschäftigen sollte: "... Wann Heinrichshof angefangen, wann fertig, wann die umliegenden Häuser gebaut, wann die Ringstrasse traciert und gebaut, welche Minister, welcher vortragende Rat beim Kaiser. In welchen Büchern findet man über Wien im Jahr 1866 etwas, Memoiren?? Geschichte? - Für die Niveaux ist die Vergleichsebene 20 Fuss über dem Nullpunkt des Pegels an der Ferdinands Brücke angenommen ...". - Das Projekt Zweigs ist nicht zur Ausführung gekommen und über eine Materialsammlung nicht hinausgelangt. - Dabei: Derselbe. Eigh. Widmung "Seinem lieben [...] in herzlicher Treue. Stefan". Auf dem Vorsatz seines Buches "Verlaine" (2. Tausend. 83 S., 2 Bl. Mit 9 Tafeln. 8vo. Orig.-Pappband. Berlin und Leipzig, Schuster & Loeffler, ca. 1905. - Die Dichtung, Bd XXX). - Die zweite Zeile der Widmung mit dem Namen des Bewidmeten ist aus unbekannten Gründen getilgt. Der Rücken des Bändchens beschädigt, wie fast immer bei den Pappbänden dieser Schuster- & Loeffler-Reihe.

Amundsen, Roald
Porträtfoto mit Widmung
Los 2534

Zuschlag
950€ (US$ 990)

Details

Amundsen, Roald, norweg. Polarforscher, erreichte als erster Mensch den Südpol und durchfuhr als Erster die Nordwestpassage, kam bei einem Rettungsflug ums Leben (1872-1928). Porträt-Photographie mit eigh. Widmung auf dem Untersatzkarton. 40 x 33 cm. Berlin 27.III.1924.
"Capt. J. M. Barkow from Roald Amundsen. Berlin March 27th 1924." Die auf einen Untersatzkarton montierte großformatige Aufnahme (Brustbild, 22 x 16,3 cm) zeigt den Forscher im Profil, nach links gewandt. - Der Untersatzkarton leicht geknittert und mit 2 kleinen Einrissen im breiten Rand. - In dieser Form sehr selten.

Lot 2535, Auction  124, Argenson, René Louis Marquis d', Brief an Samuel Formey

Argenson, René Louis Marquis d'
Brief an Samuel Formey
Los 2535

Zuschlag
150€ (US$ 156)

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Argenson, René Louis de Boyer, Marquis d', franz. Politiker, Außenminister, Diplomat und Schriftsteller, mit Voltaire befreundet (1694-1757). Brief m. U. "m d'argenson". 11/4 S. Doppelblatt. 4to. Versailles 23.II.1749.
An Jean Henri Samuel Formey in Berlin, Philosoph und Historiker, Mitarbeiter der "Encyclopédie" und Ständiger Sekretär der Berliner Königlichen Akademie der Wissenschaften. "J'ay envoié avec bien du plaisir ... à M. de Maupertuis le paquet que vous m'avés adressé pour luy, et je suis bien flatté, Je vous assure, de pouvoir me trouver le correspondent de deux hommes aussi illustres. Nous avons vu dans nôtre langue de vos ouvrages qui nous ont fait connoitre tout le mérite de l'Auteur. Je les ay lu avec un vrai plaisir, et je suis persuadé que les productions d'un genie aussi éclairé que le vôtre repandront toujours de nouvelles lumières ...". Anscheinend die erste Kontaktaufnahme mit der Berliner Akademie der Wissenschaften.

Lot 2536, Auction  124, Becquerel, Henri, Manuskript-Fragment

Becquerel, Henri
Manuskript-Fragment
Los 2536

Zuschlag
850€ (US$ 885)

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Becquerel, Henri, franz. Physiker, Entdecker der Radioaktivität, Nobelpreisträger gemeinsam mit Pierre und Marie Curie, Namensgeber der Maßeinheit für Atomzerfall (1852-1908). Eigh. Manuskript (Fragment). 1 S. (21 Zeilen) auf liniiertem Papier. Quer-4to (19,5 x 22,5 cm). O. O. u. J.
Wissenschaftlicher Text mit Korrekturen und Anmerkungen zu den Themen Masse und Geschwindigkeit, mit mehrmaligem Bezug auf den Atomphysiker Ernest Rutherford. - Transkription beiliegend.

Faraday, Michael
Brief an einen Schauspieler
Los 2540

Zuschlag
1.100€ (US$ 1,146)

Details

Faraday, Michael, engl. Naturforscher, einer bedeutendsten Experimentalphysiker, entdeckte zahlreiche physikalische und chemische Gesetze, Namensgeber des "Faradayschen Käfigs" (1791-1867). Eigh. Brief m. U. "M Faraday". 2 S. Mit dem Blindstempel der "Royal Institution of Great Britain" als Briefkopf. (London) 10.VI.1858.
Vermutlich an einen Schauspieler, für dessen Leistung er die höchste Bewunderung ausspricht. "... How a character and especially a character so full of fire and distinction could be made so manifest by one not being the very personage represented is to me wonderful. I saw what was to me the perfect truth of a nature and the strangest kind in the highest state of excelation and yet it was the simple truth of that nature and most wonderful ...".

[*]: Regelbesteuert gemäß Auktionsbedingungen. [^]: Ausgleich von Einfuhr-Umsatzsteuer.

* Alle Angaben inkl. 25% Regelaufgeld ohne MwSt. und ohne Gewähr – Irrtum vorbehalten.


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