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Lot 2591, Auction  127, Gossner, Johannes Evangelista, Brief an Dr. von Arnim in Berlin. 1841

Gossner, Johannes Evangelista
Brief an Dr. von Arnim in Berlin. 1841
Los 2591

Schätzung
90€ (US$ 102)

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Gossner, Johannes Evangelista, Theologe, Kirchenlieddichter und berühmter Missionar, Gründer der nach ihm benannten weltweiten Missions-Organisation, Prediger in Berlin (1773-1858). Eigh. Brief m. U. "Gossner". 1 S. Doppelbl. mit Adresse. 4to. Berlin 12.XII.1841.
An den Arzt Dr. von Arnim in Berlin, Schützenstraße 66, der ihm den umstrittenen Text einer "Berichtigung" in einem Streit über Homöopathie zurückgeschickt hatte."... Ich danke Ihnen, daß Sie mir die Berichtigung wieder schickten - es war schon gestern mein Wunsch, wenn ich sie nur wieder hätte! Ich wollte anfangs auch gar nicht, aber da andere darauf drangen, und mich überstimmten, willigte ich auch ein. Sie haben Recht, Dr. Vehsemeyer mag für sich selbst kämpfen. Übrigens waren Sie gar nicht dabei gemeint, wir wissen, dass Sie gar keine Störung machten. Hätte die Frl. v. H. das auch gethan, und sich passiv, wie wir alle, verhalten, so hätte die Homöopathie keine Entschuldigung und es wäre alles im Frieden geblieben oder abgegangen ...". - Gleichmäßig gebräunt.

Lot 2592, Auction  127, Hegener, Offiziersfamilie, Teil ihres schriftlichen Nachlasses. 1811-1926

Hegener, Offiziersfamilie
Teil ihres schriftlichen Nachlasses. 1811-1926
Los 2592

Schätzung
600€ (US$ 682)

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Hegener, von. Ostpreußische Offiziersfamilie. Teil ihres schriftlichen Nachlasses, bestehend aus Urkunden und anderen Dokumenten zur militärischen Laufbahn, mit Signaturen von zwei preußischen Königen und anderen hochgestellten Personen sowie einer größeren Anzahl privater Briefe und Telegramme. Zus. über 60 Teile. 1811-1926.
Aus den Offizierslaufbahnen der Herren von Hegener sind folgende Dokumente hervorzuheben: Friedrich Wilhelm III., König von Preußen (1770-1840). Patent für einen Hegener als Compagnie-Chef im Vierten Ostpreußischen Infanterie-Regiment. Berlin 1812. - Friedrich Wilhelm III., König von Preußen. Brief an einen Hegener. Berlin 1830. - Beiliegend ein Fragment des Patents als Oberst für einen Hegener, mit Unterschrift Friedrich Wilhelms III. - Wilhelm, Prinz von Preußen, General der Kavallerie, Generalgouverneur der Rheinprovinzen und General der Bundesfestung Mainz (1783-1851). Brief an einen Hegener mit Gratulation zur Beförderung zum Major. Berlin 1811. - August, Prinz von Preußen, General der Infanterie (1779-1843). Brief an einen Hegener mit Gratulation zur Beförderung zum Oberstleutnant. Berlin 1818. - Wilhelm I., König von Preußen, Deutscher Kaiser (1797-1888). Patent für Alexander von Hegener als Oberstleutnant. Berlin 1863. - Wilhelm I., König von Preußen, Deutscher Kaiser. Verleihung des Roten Adler-Ordens III. Kl. an Alexander von Hegener. Bad Ems 1871. - Wilhelm I., König von Preußen, Deutscher Kaiser. Verleihung des Kronen-Ordens III. Kl. an Alexander von Hegener. Berlin 1874. - Wilhelm I., König von Preußen, Deutscher Kaiser. Verleihung der Schleife zum Roten Adler-Orden III. Kl. an Alexander von Hegener. Berlin 1881. - Gerhard von Scharnhorst, preuß. General, der große Heeresreformer (1755-1813). Eigh. Brief an einen Hegener mit Gratulation zur Beförderung zum Major. Berlin 1811. - Karl G. H. E. von Hake, preuß. General und Kriegsminister (1769-1835). Brief an einen Hegener wegen Anstellung beim 4. Ostpreuß. Infanterieregiment. Berlin 1812. - Ferner 29 teils militärische, meist aber familiäre Schriftstücke und 9 Telegramme, 5 Familienfotos (davon wohl eines das Porträt Alexanders von Hegener) und eine Anzahl früher Foto-Kopien von Familiendokumenten. - Da in den Urkunden und Briefen vor 1850 hier kaum jemals ein Vorname des Adressaten genannt wird, muß die Zuordnung dieser Schriftstücke einem Forscher überlassen bleiben. - Die Offizierspatente jeweils gefaltet, einige rückseitig angeschmutzt oder mit Faltenrissen. - Mit 6 Schriftstücken preußischer Könige, 2 Schriftstücken preußischer Prinzen und einem eigenhändigen Brief Scharnhorsts eine interessante Sammlung von Dokumenten zur Chronik einer hochgestellten Offiziersfamilie im 19. Jahrhundert.

Lot 2593, Auction  127, Foucauld, Charles Vicomte de, Brief aus Algerien an Maxime Caron. 1909

Foucauld, Charles Vicomte de
Brief aus Algerien an Maxime Caron. 1909
Los 2593

Schätzung
600€ (US$ 682)

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Heiliger. - Foucauld, Charles Vicomte de, franz. Offizier, Abenteurer, bedeutender Afrika-Forscher, Trappisten-Mönch und Eremit, 2022 heiliggesprochen (1858-1916, in seiner Klause ermordet). Eigh. Brief m. U. "Fr[ère] Ch[arles] de Jesus". 51/2 S. auf 3 Bl. Gr. 8vo. Tamanrasset (Algerien) 2.VIII.1909.
An den Ordensgeistlichen Maxime Caron (1845-1929), den er im Namen der Clarissen von Nazareth um die Abfassung einer ausführlichen Biographie von deren Ordensmutter Elisabeth du Calvaire bittet. Mit Foucaulds Emblem (Herz mit Kreuz zwischen JESUS und CARITAS bzw. neben JESUS) am Beginn jeder Seite. - Abgedruckt in: "XXV lettres inédites du Père de Foucauld", Paris 1947, S. 81-86 (Kopie beiliegend). - Ferner beiliegend ein eigh. Brief der Äbtissin der Clarissen von Nazareth, Mère Saint-Michel, an Maxime Caron. 8 S. Gr. 8vo. 31.VIII.1905. - Sehr selten.

Lot 2594, Auction  127, Heinrich, Prinz von Preußen, Brief an den Kommerzienrat Sartorius in Königsberg. 1776

Heinrich, Prinz von Preußen
Brief an den Kommerzienrat Sartorius in Königsberg. 1776
Los 2594

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750€ (US$ 852)

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Heinrich, Prinz von Preußen, Bruder Friedrichs des Großen, erfolgreicher Feldherr, residierte meist in Rheinsberg (1726-1802). Brief m. U. "Heinrich". 1/2 S. 4to. Zarskoje Selo (Russland) 3./14.V.1776.
In der dritten Person an den Kommerzienrat Sartorius in Königsberg, dem er mitteilen läßt, "wie es Höchstdenenselben angenehm seyn würde wenn derselbe anbey gehende und Höchstgedacht Sr. König: Hoheit zu gehörige zwei Kisten mit Thé und Rabarbre in Empfang nehmen und sogleich an die Printz. Heinrichsche Domainen Cammer zu Berlin, welche in der Anlage ordre erhält, die Speesen zu zahlen, abgehen laßen wolte ...". - Geschrieben bei Prinz Heinrichs zweitem Besuch bei der Zarin Katharina (der Großen). - In der unteren Hälfte leicht fleckig.

Lot 2595, Auction  127, Has, Johannes, Brief 1430 über den Hussiten-Einfall

Has, Johannes
Brief 1430 über den Hussiten-Einfall
Los 2595

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1.500€ (US$ 1,705)

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1430 - der Hussiten-Einfall in Franken
Hussiten-Kriege. - Johann Has, Geistlicher in Franken. Eigh. (?) Brief an einen Amtskollegen. In deutscher Sprache mit lateinischen Passagen. 1 S. Mit rückseitiger Adresse. 4to. O. O. 1430.
Ausführlicher Bericht an seinen Amtsbruder Engelhard Guspach, Pfarrer an der Marienkirche in Theuerstadt bei Bamberg, dem er die Verwüstungen und Plündereien der aus Sachsen in Franken eingefallenen Hussiten schildert. Nachdem sie das sächsische Plauen erobert hatten, drangen Orebiten und Taboriten in Franken ein, besetzten Bayreuth und Kulmbach und andere Orte, drangsalierten die Bewohner, brandschatzten und plünderten fünf Tage lang, bis sie sich vereint nach Bamberg wandten, das sie aber nach Zahlung eines Lösegeldes ("Brandschatzung") verschonten. Has berichtet über Fluchtversuche, den Raub von Getreide und Wein bei sich und anderen Bürgern. Schreibtische, Truhen und Hausrat bis hin zur Bratpfanne wurden zerschlagen. "... staffelstein ist halp verbrant, lichtenfelß hat sich erwert, cronach hat sich erwert, Schefflicz potenstein weischenfelt kupferperg höff kulmnach peyerreut, alz aufgebrant, zu ebermanstat zu pretfelt haben sy geprant ...". - Ein Faltenriss; als sonst gut erhaltener Privatbrief aus dem Spätmittelalter von großer Seltenheit.

Lot 2596, Auction  127, Ingelheim am Rhein und Schlegel, Velten, Beurkundung zum Bau einer Kirche in Zotzenheim bei Ingelheim

Ingelheim am Rhein und Schlegel, Velten
Beurkundung zum Bau einer Kirche in Zotzenheim bei Ingelheim
Los 2596

Schätzung
300€ (US$ 341)

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Ingelheim am Rhein. - Schlegel, Velten, päpstlicher Schreiber. Beurkundung zum Bau einer Kirche in Zotzenheim bei Ingelheim am Rhein. Deutsche Handschrift auf Pergament. Kanzlei-Bastarda in Schwarzbrauner Tinte. 22 Zeilen. Schriftraum ca. 15 x 14,5 cm. Format 25,4 x 18,2 cm. Ingelheim 1522.
In sauberer, regelmäßiger Kanzleischrift, wohl für ein Kopiarbuch kalligraphisch abgeschriebene Pergamenturkunde aus Ingelheim am Rhein, zwei Weiler betreffend, nämlich Welgesheim und Hatzenheim sowie einen Kirchbau zu Zotzenheim, akkreditiert vom "Capitel Partenheim", dem zuständigen Sprengel, alles gelegen im der heutigen Ortsgemeinde im Landkreis Mainz-Bingen, Rheinhessen.

Als Verfasser nennt sich der "päpstliche Schreiber" Velten Schlegel, der hier ein rechtsgüliges Urteil (ein "Wystumb" bestätigt): "Uff bit und beger beider gemeiyn Hotzenheym und welgescheym So sie begert haben von uns eyn wystumbe nach gebrauche und gewonheit unsers Capitels partenheym, Wem gebür zu bawen den Chore und Bauch der kirchen zu zotzenheim wyßen wir nach gebrauche und loeblicher gwonheit unsers stuls partenheim wie uff uns komme das die pastoren den Chore in zimlichen und gewonliche baw stellen und halten und die lehen und zehen hern den bauch der Kirche in gewonliche baw stellen [...]. Und Ich Velten Schlegel babstlicher Freyheit offner Schriber diß erkentniß und entscheydung also wie obsteet gegeben beken und bezug Ich mit dißer myner eygne hantschrifft." – Aus der Sammlung des Heidelberger Germanisten und Mediaevisten Günther Eis (1908-1982) in dessen eigenhändig bezeichneten Umschlag mit Kaufvermerkt "Hs. 168 Ingelheimer Urkunde von Velten Schlegel, Pergamenths. 1522. Gekauft am 17.II.1971 bei Jacques Rosenthal."

Lot 2597, Auction  127, Joseph II., röm.-dt. Kaiser, Brief an die Wiener Kameraladministration. 1786

Joseph II., röm.-dt. Kaiser
Brief an die Wiener Kameraladministration. 1786
Los 2597

Schätzung
250€ (US$ 284)

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Joseph II., röm.-dt. Kaiser (1741-1790). Brief m. U. "Joseph". 1/2 S. Doppelblatt mit Adresse und papiergedecktem Siegel. Folio. Wien 24.VI.1786.
An die "Kameraladministrazion" in Wien. Über die für das Niederösterreichische Waldamt bestimmten Klafter-Maße, die mit Messing statt mit Eisenblech beschlagen werden sollen. - Das Papiersiegel durch Öffnen des Briefes zerteilt.

Lot 2598, Auction  127, Leopold II., röm.-dt. Kaiser, Brief an einen Fürsten, vor der Krönungsreise. 1790

Leopold II., röm.-dt. Kaiser
Brief an einen Fürsten, vor der Krönungsreise. 1790
Los 2598

Schätzung
300€ (US$ 341)

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Leopold II., röm.-dt. Kaiser, Großherzog der Toscana, regierte als Kaiser nur 11/2 Jahre (1747-1792). Brief m. U. "freundwilligst Leopold mpp". 1/2 S. Folio. Wien 17.IX.1790.
Vermutlich an den Fürstbischof von Würzburg und Bamberg, Franz Ludwig von Erthal, der von 1779-1795 regierte. Leopold bedankt sich für dessen Brief und teilt die Stationen seiner bevorstehenden Krönungs-Reise mit. "... Ich reise den 23. von hier ab, sehe zu Neuburg den Herrn Kurfürsten von Pfalz, gehe von da nach Mergentheim, und folge weiters der Einladung des Herrn Kurfürsten zu Mayntz nach Aschaffenburg. Nach Meiner Abreise von Frankfurt wird es für Mich wahre Herzensfreude seyn, Euer Liebden in Würzburg zu umarmen ...". - Am 30. September wurde Leopold zum Kaiser gewählt und am 9. Oktober in Frankfurt gekrönt. - Beiliegend ein Kupferstich-Porträt Leopolds, gestochen von J. Baker nach Krezinger (auf Untersatzpapier montiert; mit kleinem Defekt).

Lot 2599, Auction  127, Maria Theresia, Kaiserin von Österreich, Pergament-Urkunde mit gezeichneter Ornamentik. 1743

Maria Theresia, Kaiserin von Österreich
Pergament-Urkunde mit gezeichneter Ornamentik. 1743
Los 2599

Schätzung
600€ (US$ 682)

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Maria Theresia, Kaiserin von Österreich (1717-1780). Urkunde m. U. "Maria Theresia" unter der Plica. Prächtige Kalligraphie auf Pergament, mit sehr reicher, teils figürlicher Ornamentik in Orig.-Federzeichnung auf allen vier Rändern. 1 S. Quer-imperial-folio (55 x 72 cm). Gefaltet. Wien 12.II.1743.
Verleihung des Tuchlauben-Rechtes an Leopold Benedl und seine Erben. Mit Angabe der Bedingungen. Die Kopfzeile sowie die 7-12 cm breiten Ränder mit reicher Ornamentik in Orig.-Federzeichnung gefüllt. - Teilweise angestaubt;die Schrift an einzelnen Stellen beschabt oder verblasst; die Signatur der Kaiserin wohl durch Feuchtigkeit stark ausgeblichen; 3 Löcher in der Plica von der ehem. Befestigung des - fehlenden - Siegels. - Trotz der Erhaltungsmängel eine beeindruckend prächtige Pergament-Urkunde aus der Frühzeit der Regierung Maria Theresias.

Lot 2600, Auction  127, Monroe, James, Handschriftlicher Scheck (Wechsel). 1796

Monroe, James
Handschriftlicher Scheck (Wechsel). 1796
Los 2600

Schätzung
300€ (US$ 341)

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Monroe, James, amerik. Politiker, 5. Präsident der Vereinigten Staaten (1758-1831). Scheck mit Unterschrift "Jas Monroe". 1 S. 10,2 x 20,3 cm. Paris 27.III.1796.
Handschriftlicher Wechsel (check) über die Zahlung von 500 Dollars an James Yard. "At thirty days sight of this my second of exchange (first of same date and tenor unpaid) pay to the order of James Yard, Five Hundred Dollars, value in account, and pass the same as advised by Jas Monroe". - Faltenrisse. - Beiliegend eine amerikanische Beschreibung dieses frühen Checks: "Request by James Monroe later 5th President of the United States to John Rutledge of Charleston, South Carolina (a signer of the American Constitution) to pay Dollars 500.00 to one James Yard. This represents also an example of an early American Check."

Lot 2601, Auction  127, Napoleon I. Bonaparte, Kaiser der Franzosen, Beförderungs-Urkunde Napoleons als 1. Konsul der Republik. 1803

Napoleon I. Bonaparte, Kaiser der Franzosen
Beförderungs-Urkunde Napoleons als 1. Konsul der Republik. 1803
Los 2601

Schätzung
300€ (US$ 341)

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Napoleon I. Bonaparte, Kaiser der Franzosen (1769-1821). Urkunde m. U. "Bonaparte". Druck und Handschrift auf Pergament. 1 S. Mit Oblatensiegel, gestoch. Titelvignette und den Kopftiteln "Republique Française" und "Département de la Guerre". Folio. Paris "Le trente fructidor de l'an Onze de la République" (1803).
Napoleon als Erster Konsul der Republik unterzeichnet die Beförderung des Jean Baptiste Bernard Maintenay zum "Capitaine du Génie". Mit tabellarischer Angabe seiner Laufbahn und seiner Teilnahme an der Eroberung von Mainz. - Mitunterzeichnet vom Kriegsminister Alexandre Berthier, Prince de Neuchâtel, Fürst von Wagram (1753-1815). - Gut erhaltene Pergament-Urkunde aus der ersten Phase der Regierung Napoleons. - Der Namenszug "Bonaparte" wird von manchen Forschern der Hand seines Sekretärs Hugues Bernard Maret (des späteren Herzogs von Bassano) zugeschrieben, doch ist dies nicht erwiesen.

Lot 2602, Auction  127, Soubise, Charles de Rohan, Prinz von, 2 Briefe an eine Hoheit in Darmstadt. 1758

Soubise, Charles de Rohan, Prinz von
2 Briefe an eine Hoheit in Darmstadt. 1758
Los 2602

Schätzung
200€ (US$ 227)

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Soubise, Charles de Rohan, Prinz von, franz. Feldmarschall unter Ludwig XV., bei Roßbach besiegt, später dennoch zum Marschall von Frankreich erhoben (1715-1787). 2 Briefe m. U. "Charles de Rohan Pr. de Soubise". Zus. 3 S. Folio und 4to. Kassel 16.I. und Westhofen 7.XI.1758.
Im Siebenjährigen Krieg an eine Hoheit in Darmstadt, der er von seinem Treffen mit dem Erbmarschall der Landgrafschaft Hessen, Baron Friedrich Georg Riedesel zu Eisenbach (1703-1775) in Kassel berichten sollte. "... je l'ay trouvé à mon arrivée icy du nombre des personnes principalles qu'il a été jugé nécessaire d'y retenir, et j'ay cherché Les moyens de pouvoir me prêter aux désirs de Votre Altesse, les circonstances malheureusement sont devenus moins favorables que jamais et dans celle ou nous nous trouvons, il n'est pas encore possible de pouvoir le degager de la parole qu'il a donnée de ne pas s'écarter de Cassel ...". - Im März mußten die Franzosen das bis dahin besetzte Kassel räumen, und sie nahmen Riedesel wegen angeblich zu wenig gezahlter Kontributionen als Geisel mit nach Straßburg. - Der zweiten Brief, an dieselbe Hoheit in Darmstadt gerichtet, ist ein Dankschreiben. "... Je suis pénétré de la bonté avec laquelle votre altesse veut bien prendre part à ma satisfaction sur le garde dont le Roy vient de m'honnorer ...". - Dabei: Helene, Herzogin von Orléans, geb. Prinzessin zu Mecklenburg-Schwerin, Ehrenbürgerin von Eisenach (1814-1858). Eigh. Brief m. U. "Helene". In deutscher Sprache. 3 S. Mit schwarz gesiegeltem Umschlag. Gr. 8vo. Tuileries 5.I.1842. - Eigenhändig an den Mediziner Karl Wilhelm Stark, Geheimer Hofrat und Professor an der Universität Jena (1787-1845). Herzlicher und ausführlicher Kondolenzbrief zum Tode eines nahen Verwandten. Erwähnt auch seine große Teilnahme bei einem früheren Todesfall in ihrer Familie. - Helene war verheiratet mit Ferdinand Philippe von Orléans, Herzog von Chartres, dem ältesten Sohn des Königs Louis Philippe. Er starb im Jahr des vorliegenden Briefes, und Helenes Bemühungen, ihren Sohn als Anwärter für den Thron von Frankreich zu etablieren, scheiterten 1848 endgültig, so daß sie nach Deutschland floh und sich in Eisenach niederließ. Wegen ihrer vielfältigen karitativen Tätigkeit in Eisenach erhielt sie 1851 dort die Ehrenbürgerschaft.

Lot 2603, Auction  127, Wellington, Arthur Wellesley Herzog von, Brief (Billet) an Mr. Conroy. 1830

Wellington, Arthur Wellesley Herzog von
Brief (Billet) an Mr. Conroy. 1830
Los 2603

Schätzung
150€ (US$ 170)

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Wellington, Arthur Wellesley Herzog von, englischer Feldmarschall und Staatsmann, Premierminister und Oberbefehlshaber der britischen Armee, neben Blücher Sieger bei Waterloo (1769-1852). Eigh. Brief (Billet) mit Namenszug "Wellington" im Text. 1 S. Mit Trauerrand. London 1.VII.1830.
"The Duke of Wellington presents his Compliment to Mr Conroy and has received his Letter ...". - Etwas gebräunt und rückseitig unfrisch; 1 kleiner Faltenriss.

Lot 2604, Auction  127, Zug am Zuger See, Schuldbeurkundung. Deutsch-schweizer Urkunde in schwarzbrauner Kanzlei-Bastarda auf Pergament.

Zug am Zuger See
Schuldbeurkundung. Deutsch-schweizer Urkunde in schwarzbrauner Kanzlei-Bastarda auf Pergament.
Los 2604

Schätzung
800€ (US$ 909)

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Zug am Zuger See, Schweiz. Schuldbeurkundung. Deutsch-Schweizer Urkunde in schwarzbrauner Kanzlei-Bastarda auf Pergament. 1 S. auf 1 Bl. 31 Zeilen. Schriftraum 17,5 x 28 cm. Mit 10-zeiliger kalligraphischer Zierinitiale "J", Plica und Siegelbandeinschnitten (ohne das angehängte Siegel). Zug 1531.
Sehr ausführliche, umfangreiche Urkunde in einer feinen Perlschrift-Bastarda auf pfirsichweichem Pergament mit einem Schuldbekenntnis eines Herren Martty Züricher in der Stadt Zug, dem heutigen Hauptort des Schweizer Kantons Zug: "Ich martty Züricher, säßhafft am Zugerberg uff dem hoff genantt, Im placky, Bekenn unnd thue kund, allen menklichen unnd vergich offenlichen, in krafft dis brieffs für mich unnd alle min erben unnd nachkomen [...] das ich schldig bin, unnd gelten soll, etlicher ... bekkannte schuld, Treissig pfundt pfennig geltz [...] der geben ist Zug, uff denstag nach unser lieben frowen tag, zu der lichtmeß, alls man zalte von der gepurt Christj unsers lieben Herren und säligmachers, funffzehen hundert, und dar nach im ein unnd Treissigsten Jare." – Sauberer vertikaler Schnitt ohne Textverlust, wenige Bereibungen an den Falzen und Knicken, sehr sauber geschrieben, gut leserlich. – Beliegt eine weitere, besonders große, umfangreiche Pergamenturkunde über ein Schuldangelegenheit: "Wir Nachbnämpten Bartholomé Wolf", mit Nennung von Zürich, dem Weiler Grüningen, nördlich des Zürichsees, etc. Schweiz 1564. - Ferner: Üly ze Muly. Deutsche Urkunde auf Pergament, wohl aus der Schweiz, Ort Meien bei Wassen im Kanton Uri (?). Datiert 1425.

Lot 2605, Auction  127, Bayros, Franz von, Brief an den österr. Dichter und Burgtheaterdirektor Anton Wildgans. Mit Aquarell. 1918/19

Bayros, Franz von
Brief an den österr. Dichter und Burgtheaterdirektor Anton Wildgans. Mit Aquarell. 1918/19
Los 2605

Schätzung
450€ (US$ 511)

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Bayros, Franz von, österr. Maler und Illustrator (1866-1924). Eigh. Brief m. U. "Bayros". 11/4 S. Folio. O. O. (wohl im Winter 1918/19).

An den Lyriker, Dramatiker und Burgtheater-Direktor Anton Wildgans (1881-1932), den er mit "verehrtester Meister" anspricht. "... Wir würden so gerne Ihrer Einladung schon jetzt folgen ... aber ich habe so riesig zu tun, da die Spartakusleute in Berlin keine Geduld mehr haben, meine Collectivausstellung zu sehen, da heißt es gehörig antauchen, so daß ein ganzer Tag, wie Sie ihn für eine Mödlinger Expedition veranschlagen, nicht gewagt werden kann. Wollen Sie uns den Besuch für die erste Baumblühte [!] gutschreiben? ... Wir lasen, daß Anfang Februar Ihr 'Dies irae' angesetzt ist - da hoffen wir aber sicher, daß Sie sich einmal von dem ja nicht auszuweichenden Ärger bei uns an 'Golasch' und einem herrlichen Kirschwasser erholen kommen ...". - Beiliegend ein Orig.-Aquarell (15,5 x 12,3 cm) auf Karton, mit Bleistift signiert "Moritz". Es zeigt eine große, mit einem Knaben besetzte Kaffeemühle, die hoch über Land fliegt. Auf der Rückseite mit Bleistift in verstellter (Kinder)-Schrift der zugehörige Text: "wie der thony auf seynem Ehroplahn von einem Trackt fon seim schloß zum andern fahrth - Moritzi". - Dazugeklebt eine Zeitungs-Annonce mit Immobilien-Angeboten, unterstrichen das Angebot eines Schlosses im Land Salzburg.

Lot 2606, Auction  127, Crane, Walter, Brief an einen Herrn. 1888

Crane, Walter
Brief an einen Herrn. 1888
Los 2606

Schätzung
150€ (US$ 170)

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Crane, Walter, englischer Maler und Illustrator, als Mitglied des "Arts and Crafts Movement" Mitbegründer des Jugendstils (1845-1915). Eigh. Brief m. U. "Walter Crane". 1 S. 8vo. Shepherd's Bush 24.I.1888.
An einen Herrn, den er nicht angetroffen habe. Schlägt eine neue Verabredung vor.

Lot 2607, Auction  127, Feuerbach, Anselm, Brief aus Rom an seine Stiefmutter. Um 1870

Feuerbach, Anselm
Brief aus Rom an seine Stiefmutter. Um 1870
Los 2607

Schätzung
450€ (US$ 511)

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Feuerbach, Anselm, Maler (1829-1880). Eigh. Brief m. U. "Anselm". 2 S. Doppelbl. Gr. 8vo. Rom, "Dienstag" (um 1870).
An seine Stiefmutter Henriette Feuerbach, die seine künstlerische Entwicklung nachhaltig beeinflusste. "... Seit mich mein Unwohlsein verlassen hat, bin ich ein anderer Mensch. Der Nachklang meiner langsamen italienischen Reise fängt an kostbare Früchte abzusetzen. In acht Tagen wird ein prachtvolles Bild fertig, dank dem Pardelfell. Das Programm für die Wintersaison, so wie ich es fühle, wird wohl das großartigste werden, von allen Jahren. Über sonstige Pläne mache ich Dir später Mittheilung. Ich werde jetzt tägl. arbeiten, allein für das große brauche ich noch viel, viel Daten. Basta. Eine große Bundesfahne wird den Einzug des Königs Emanuel vom Atelier aus begrüßen. - Iphigenie ist noch nicht da, und sollte sie auch verloren sein, so kann ich sie ja jeden Moment besser machen ... Hier sind neue Gesichter, und da meine Gesinnung bekannt, die Sprache geläufig, ist meine Stellung eine vollständig respectirte ...".

Lot 2608, Auction  127, Hanfstaengl, Franz, Brief an den Weimarer Hofmaler Johann Heinrich Schramm. 1845

Hanfstaengl, Franz
Brief an den Weimarer Hofmaler Johann Heinrich Schramm. 1845
Los 2608

Schätzung
300€ (US$ 341)

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Hanfstaengl, Franz, berühmter Photograph, Lithograph und Kunstverleger, der bedeutendste deutsche Porträt-Photograph des 19. Jhdts (1804-1877). Eigh. Brief m. U. "Fr Hanfstaengl" sowie mit Adresse und Siegelresten. 1 S. Gr. 4to. Dresden 5.IX.1845.
An den Sachsen-Weimarischen Hofmaler Johann Heinrich Schramm (1810-1865), adressiert nach Coburg, weitergeleitet nach Jena, mit dem Ersuchen, "mir doch von den Portraiten der Jena'ensischen Profeßoren circa noch 10 zu übersenden; da ich mehrere zu gleicher Zeit anfangen möchte. Vorderhand glaube ich ist es ganz unnöthig, daß ich an die Universität schreibe." Er wolle den Professoren lieber die fertigen Abdrucke zusenden, "weil ihnen dann die Sache klarer vor die Augen treten wird". Der Adressat möge seinen Aufenthaltsort mitteilen, damit Hanfstaengl auch ihm Abdrucke sowie die Originale zusenden könne. "... Hier bin ich tief in Arbeiten vergraben, und ich befinde mich dabey doch beßer als es in Coburg bey dem vielen Nichtsthun der Fall gewesen ist ...". - Von 1835 bis 1844 wohnte Hanfstaengl mit seiner Familie in Dresden, wo er in der königl. Galerie ein Atelier einrichtete, um das große lithographische Werk über die Bestände der Dresdener Galerie herzustellen, von dem bis 1852 195 Blätter erschienen. 1844 siedelte er in das neuerworbene Schloß Pähl am Ammersee über, kam aber jährlich für mehrere Wochen oder auch Monate nach Dresden zurück, um das Galeriewerk weiterzuführen. - Gering tintenfleckig. - Selten.

Lot 2609, Auction  127, Kerkovius, Ida, 2 eigh. Briefe u. 1 Postkarte an Wilfried Range. 1962-1963

Kerkovius, Ida
2 eigh. Briefe u. 1 Postkarte an Wilfried Range. 1962-1963
Los 2609

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200€ (US$ 227)

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Kerkovius, Ida, deutschbaltische, aus Riga stammende Malerin und Teppichweberin, Adolf-Hölzel- und Bauhaus-Schülerin (1879-1970). 2 eigh. Briefe und 1 eigh. Postkarte m. U. "Ida Kerkovius". Zus. 31/2 S. Verschied. Formate. Stuttgart-Degerloch 1.XI.1962 - 5.X.1963.
An den Maler Wilfried Range, der ihr Dias von eigenen Werken zur Beurteilung schickte. "... ich habe sehr wenig Zeit. Trotzdem habe ich Ihre Dias alle angeschaut. Ich stelle fest, dass Sie einen ausgesprochenen Sinn u. Begabung für die Farbe haben u. rate Ihnen in dem Sinne weiter zu malen. Die Bilder mit Figuren gefallen mir weniger. No 12 u. 14 sind besser, so sollten Sie weiter arbeiten. Aber das Bild Petruschka u. die Sünderin, ein figürliches Bild, hat natürlich auch seine Berechtigung [1.XI.1962] ... Ja meine Ausstellung hätten Sie sehen sollen, sie hätte Sie sicher interessiert. Es ist wirklich sehr schwer nach einem Farbdias [sic] ein erschöpfendes Urteil abzugeben, daher halten Sie sich nicht strikt danach, was ich sage. Ich kann auch unmöglich über jedes einzelne Dias was sagen, sie gefallen mir nach wie vor in der Farbe, glaube aber, dass die Figuren besser gezeichnet werden könnten. Sie sollten vielleicht einen Akt-Kurs unter guter Leitung mitmachen [17.XII.1962] ... Wollen Sie sich nicht inzwischen meine Ausstellung in Göppingen ansehen im Stadthaus ..." [5.X.1963].

Lot 2610, Auction  127, Kokoschka, Oskar, Brief an Ludwig Goldscheider über sich und Egon Schiele. 1963

Kokoschka, Oskar
Brief an Ludwig Goldscheider über sich und Egon Schiele. 1963
Los 2610

Schätzung
1.200€ (US$ 1,364)

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Kokoschka, Oskar, Maler, Graphiker und Dramatiker, Hauptmeister des Expressionismus (1886-1980). Eigh. Brief m. U. "OK". 4 S. auf 3 Bl. blauen Papiers mit gedrucktem Briefkopf. Mit dem eigh. Umschlag. Gr. 8vo. Villeneuve (Schweiz) 6.VI.1963.
Umfangreicher, gehaltvoller Brief an den Kunsthistoriker und Verleger Ludwig Goldscheider (1896-1973) in London. Kokoschka bedankt sich für ein Manuskript Goldscheiders, in dem Kokoschkas Leben und Kunst eingehend gewürdigt werden, fühlt sich aber in einem Vergleich zu früheren Größen der Kunstgeschichte überschätzt. "... Es ist mehr Ihrer Güte zuzuschreiben und dem Fehlen eines innern Gleichgewichts der Gesellschaft in gegenwärtiger Zeit, daß es einem dann so vorkommt, weil Alles so abstrakt wird, das Bauen, die bildende Kunst, das Ziel des Lebens selber, als ob man sich dann an die göttlichen Schöpfer von früher allein halten müsste, diese zitieren um nicht in Verzweiflung zu fallen. So erkläre ich mir Ihre unverdiente Anerkennung für das was ich in diesem, leider so kurzen, Leben gemacht habe ... Wir kehrten vorgestern aus Apulien zurück, wo ich glücklich war, reine Landschaft, reine Menschen, arm und würdevoll wie die alten Griechen! Ich habe viel gezeichnet und freue mich es Ihnen zeigen zu können. Peinigend ist es dann die modernen Italiener in den Großstädten zu sehen, in den babylonschen Gefängnissen und slums etwa in Neapel etc. ...". Korrigiert dann einige Aussagen Goldscheiders, berichtet über seine Herkunft, die Laufbahn seines Vaters als Prager Goldschmied und über seine eigene Jugend und kommt schließlich auf Egon Schiele zu sprechen. "... Zum Schluss noch, in Dresden war ich nur 2 Jahre Professor, im 3. Jahr ging ich auf Reisen weil ich, gemäß dem Turnus, dann Rector werden sollte, wozu ich keine Berufung in mir fühlte. - Ob nicht zu viel über Schiele gesagt ist in dem Gespräch? Mich interessiert er nicht, doch die falschen Legenden, die Herr Nierenstein [d. i. dessen Promotor Otto Kallir] im Ausland, U.S.A. in Umlauf brachte, gehen mir auf die Nerven. Was man in Wien von ihm oder mir hält, ist ja irrelevant, nicht? ...". - Schöner Künstlerbrief mit wertvollen biographischen Details.

Lot 2611, Auction  127, Kubin, Alfred, 2 Briefe und 1 Postkarte an Mizi Klein-Gierth. 1933-1935

Kubin, Alfred
2 Briefe und 1 Postkarte an Mizi Klein-Gierth. 1933-1935
Los 2611

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900€ (US$ 1,023)

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Kubin, Alfred, österr. Zeichner, Graphiker und Schriftsteller, Meister des Unheimlichen und Phantastischen (1877-1959). 2 eigh. Briefe und 1 eigh. Postkarte m. U. "Alfred Kubin" bzw. "AK"22.VII.1935. Zus. 6 S. Gr. 4to und 8vo. Zwickledt (Wernstein) 1933-1935.
An seine "Jugendfreundin" Mizi Klein-Gierth. Umfang- und inhaltsreiche Briefe mit vielerlei Mitteilungen sowie Kritik an der politischen Entwicklung und den wirtschaftlichen Folgen von Hitlers "Machtergreifung" in Deutschland. Auch über seine Nieren-Erkrankung und andere Leiden bei ihm und seiner Frau gehören zu den Themen. "... Jedenfalls war mir deshalb, in der Einsamkeit des Krankenbettes, alles gleichgültig was 'draussen' in der Welt geschah, so auch die 'Volks-Erhebung' in Deutschland - hintnach sah ich allerdings daß zunächst aus dieser Umgestaltung nur Schaden für meine Person und einen großen Theil meiner Freunde kam. Alle Aufträge die ich noch hatte, wurden abgesagt, ebenso einige Ausstellungen, weil die betreffenden Herren ihre Stellungen verlassen. Später kommt vielleicht eine bessere Zeit für die Kunst, die ... außerhalb der Interessen scheint ... es ging die letzten beiden Jahre schon sehr knapp mit den Einnahmen trotz daß mein Ruf über die Erde ging und ich da alles erreicht was ich erwarten konnte ... Man fasst dies alles als völlig unpolitischer Künstler gar nicht, seit 1914 haben wir eigentlich keine Ruhe mehr ... es ist im Grunde miserabel alles, dennoch hoffe ich wie ein Kork bis zum letzten Atemzug auf dem Meere des Lebens zu schwimmen ohne unterzugehen, denn in all dem Graus wirkt mir die Kunst als Ventil - da mag es noch so barbarisch zugehen, dieser innere Funken bleibt, und siegt schließlich [1.VII.1933] ... Ich war dies Jahr besonders seelisch gedrückt durch die ganzen wirtschaftlichen Verhältnisse - Ich erhalte z. B. zahllose Briefe von Verehrern, aber in materieller Beziehung ergeht es allen ziemlich schlecht - so daß wohl ein starker Bedarf für meine Werke erstanden wäre, aber keine Kaufkraft - Die Verlage für illustrierte Bücher sitzen alle in der Klemme und andrerseits erscheinen ganz unfruchtbare politische Brochuren und Bände, welche uns nur immer wieder vor's Auge führen wie demagogisch zerrüttet unsere ganze Gesellschaft ist ...". Kommt dann auf eine seiner "neuen Lithographien" zu sprechen und resümiert: "... Sonst kann ich berichten, daß mir vieles gelang in meiner Kunst ..." [19.IX.1934]. - Auf der Postkarte, die mit einer gedruckten Zeichnung der Zwickledter Kirche illustriert ist, berichtet Kubin: "... Ich konnte wieder Einiges schaffen, ein Zyklus 'Die Planeten' mit 9 Blatt entstand ..." [22.VII.1935]. - Beiliegend das graphische Dankesblatt für die Glückwünsche zu Kubins 75. Geburtstag, 2 hs. Briefumschläge und 1 Orig.-Photographie (11 x 8,8 cm), die den Künstler mit dem deutsch-böhmischen Schriftsteller Hans Watzlik (1879-1948) an einem Geländer vor Waldhintergrund zeigt, rückseitig von Kubin beschriftet: "Der böhmische Dichter Hans Watzlik. Vorletzte Aufnahme Herbst 30 in Eisenstein; Böhmerwald". - Wertvolle Bekenntnisse des Künstlers vor dem politischen Hintergrund.

Lot 2612, Auction  127, Lenbach, Franz von, Porträt-Photo mit Widmung an Kronprinzessin Luise von Sachsen. 1902

Lenbach, Franz von
Porträt-Photo mit Widmung an Kronprinzessin Luise von Sachsen. 1902
Los 2612

Schätzung
600€ (US$ 682)

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Lenbach, Franz von, hervorragender Porträtist, der Münchener "Malerfürst" (1836-1904). Große Porträt-Photographie, auf Karton gewalzt, m. U. "DF v Lenbach" und längerer Widmung in der Federzeichnung einer Malerpalette. 32,5 x 24 cm (Bildgröße 22,5 x 17 cm). München 7.VIII.1902.
"S. kais. Hoheit der hohen Priesterin der Kunst, Kronprinzessin Louise von Sachsen, geboren zu Arcadien, in größter Bewunderung. Der ganz & gar ergebene D F v Lenbach, Mitarbeiter am Verfall der Kunst". - Die recht unseriös klingende Widmung passte zu der Bewidmeten: Die Kronprinzessin Luise von Österreich-Toskana (1870-1947), die sich 1891 mit dem Prinzen Friedrich August von Sachsen vermählt hatte, begann in diesem Jahr ein äußerst unruhiges Leben mit vielfach wechselnden Aufenthalten, mehreren Liebhabern, neuen Bindungen und insgesamt 8 Kindern von verschiedenen Vätern. - Der Untersatz-Karton an einer Ecke angeknickt, mit leichter Berührung des Fotos.

Lot 2613, Auction  127, Orlik, Emil, Postkarte mit ganzseitiger Federzeichnung. 1897

Orlik, Emil
Postkarte mit ganzseitiger Federzeichnung. 1897
Los 2613

Schätzung
250€ (US$ 284)

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Orlik, Emil, Maler, Graphiker und Kunstgewerbler, Professor an der Kunstgewerbeschule Berlin (1870-1932). Postkarte mit ganzseitiger Federzeichnung, Gruß und Unterschrift "Emil Orlik". 1 S. München 3.III.1897.
An den Komponisten Oskar Fried in Paris gerichtete Grüße, mit noch deutlich vom Jugendstil geprägter Federzeichnung. Sie zeigt im Vordergrund einen Wanderer mit Hut und Stock sowie einen im Tiefflug vorbeisegelnden Vogel, im Hintergrund die Türme der Münchener Frauenkirche, am Himmel eine große Wolke mit menschlichem Gesicht. - Gelocht.

Lot 2614, Auction  127, Orlik, Emil, Brief an einen befreundeten Graphiker in Prag. 1901

Orlik, Emil
Brief an einen befreundeten Graphiker in Prag. 1901
Los 2614

Schätzung
150€ (US$ 170)

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Orlik, Emil (1870-1932). Eigh. Brief m. U. "Emil Orlik". 4 S. Doppelblatt. Mit einer aquarellierten Kopf-Vignette mit den Initialen EO. 8vo. Berlin, Potsdamer Platz, Hotel Fürstenhof, 16.XI.1901.
An einen befreundeten Graphiker in Prag, für dessen "lieben Brief" er dankt. "... Wenn Sie nicht zu gross wären würde ich fast sagen: Sie kleiner Schmeichler, Sie! ... Auch ich erfreue mich eines guten Befindens und besonders eines guten Einkommens und Herauskommens. Von Ihrem Haase exlibris haben Sie mir ja gar nichts geschrieben. Das andere ist nett ausgefallen. Aber die Papirki [Papiere] gefallen mir absolut nicht: ich bitte warten Sie doch mit dem Druck bis ich Anfang December nach Prag komme, ich versorge Ihnen besseres Papier. Denn das ist ein so minimaler materieller Unterschied, dass es schade wäre am Papier zu sparen. Wenn Sie nach Berlin kommen so erfragen Sie im Hotel Fürstenhof meine eigentliche Adresse: es ist nötig der stillen Arbeit wegen, dass sie nicht an der grossen Glocke der Grossstadt hängt ... Die Probedrucke sende ich anbei zurück: dem B-t- sagen Sie aber nixen! ...".

Lot 2615, Auction  127, Orlik, Emil, Postkarte mit ganzseitiger Federzeichnung. 1907

Orlik, Emil
Postkarte mit ganzseitiger Federzeichnung. 1907
Los 2615

Schätzung
200€ (US$ 227)

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Orlik, Emil (1870-1932). Eigh. Postkarte mit ganzseitiger Federzeichnung, Grüßen und Unterschrift "Emil Orlik". 1 S. Oberhof (Thüringen) 25.II.1907.
An den Kommerzienrat Georg Arnhold in Dresden gerichtete Karte aus dem winterlichen Oberhof: "... Hier ist es immer noch sehr schön: ich würde Ihnen Verehrtester raten noch einmal herzukommen; ich für meinen Theil hinterlasse hier die schönsten Eindrücke - im Schnee ...". Die Federzeichnung zeigt die winterliche Berglandschaft um Oberhof, im Vordergrund ein voll besetzter Pferdeschlitten.

Lot 2616, Auction  127, Rodin, Auguste, Brief an einen "Maître". 1903

Rodin, Auguste
Brief an einen "Maître". 1903
Los 2616

Schätzung
300€ (US$ 341)

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Rodin, Auguste, franz. Bildhauer und Graphiker (1840-1917). Eigh. Brief (Billet) m. U. "A Rodin". 1 S. Doppelblatt. 8vo. O. O., Rue de l'Université, (2.I.1903).
An einen "cher Maître" (?). "... je vous envoie mes souvenirs ... j'ai toujours en mémorie votre vive sympathie et votre obligeance et j'ai besoin ... de vous dire toute mon admiration pour vos oeuvres." - Am oberen Rand von anderer Hand datiert.

Lot 2617, Auction  127, Schinkel, Karl Friedrich, Brief an einen Feldmesser-Aspiranten. 1818

Schinkel, Karl Friedrich
Brief an einen Feldmesser-Aspiranten. 1818
Los 2617

Schätzung
350€ (US$ 398)

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Schinkel, Karl Friedrich, überragender Architekt, Kunstgewerbler und Maler, formte maßgeblich das Gesicht Berlins und vieler anderer Städte und Ortschaften in Preußen (1781-1841). Eigh. Signatur "Schinkel" auf einem Gemeinschaftsbrief der Berliner Kgl. Ober-Bau-Deputation. ½ S. Doppelblatt mit Adresse und Lacksiegel. Folio. Berlin 11.II.1818.

An Friedrich Wullstein, Kandidat der Mathematik, speziell der Feldmesskunst, in Magdeburg. Die Ober-Bau-Deputation in Berlin, hier vertreten durch Karl Friedrich Schinkel, den Oberlandesbaudirektor Johann Albert Eytelwein (1764-1848) und die Oberbauräte Rothe, Cochius und Funk, fordert den Kandidaten auf, sich von der dortigen Provinzialregierung eine Prüfungsaufgabe aushändigen zu lassen: „Auf Ihre Eingabe ... haben wir heute die dortige königliche Regierung ersucht, Ihnen eine Karte zum Behuf Ihrer Prüfung in den zur Ausübung der Feldmeßkunst erforderlichen Kenntnissen aushändigen zu lassen ... Diese Karte ist übrigens auf gutes Royalpapier, welches vorher auf Leinewand gezogen werden muß, sauber und genau zu kopiren und bei gedachter Königlichen Regierung mit einem schriftlichen Aufsatze über Ihre wissenschaftliche Ausbildung und einem Atteste eines recipirten Feldmessers, daß Sie bereits gemessen und nivellirt haben, einzureichen." - Von allen fünf leitenden Berliner Baubeamten unterzeichnet.

Lot 2618, Auction  127, Verdhandi-Bund. Signierte Programmschrift, Druck mit 10 Künstler-Signaturen. 1907

Verdhandi-Bund. Signierte Programmschrift
Druck mit 10 Künstler-Signaturen. 1907
Los 2618

Schätzung
450€ (US$ 511)

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"Verdhandi-Bund zur Förderung jungdeutscher Kunst". Gedrucktes Heft mit 3 figürlichen Holzschnitten von Friedrich Seesselberg, am Schluss die Orig.-Signaturen (meist Bleistift) von 10 Künstlern und Schriftstellern. 7 S. Gr. 4to. Kordelheftung. O. O. (1907).
Programm- und Propaganda-Schrift einer deutschnationalen, extrem völkischen Bewegung zur Förderung germanischer Kunst und germanistischer Wissenschaft, gegründet von dem Maler Hermann Hendrich sowie den Professoren Friedrich Seesselberg und Reinhold von Lichtenberg. Am Schluss haben sich 10 namhafte Persönlichkeiten überreden lassen, als Mitglieder eines "Ehrenbeirates" zu fungieren und dies mit ihrer Unterschrift zu bestätigen: der Kunsthistoriker Henry Thode (1857-1920), der Maler Hans Thoma (1839-1924), der Indologe und Schriftsteller Leopold von Schroeder (1851-1920), der Kunsthistoriker Franz von Reber (1834-1919), der Maler und Architekt Friedrich von Thiersch (1852-1921), der Maler Fritz von Uhde (1848-1911), der Schriftsteller Wilhelm Raabe (1831-1910), der Maler Arthur Kampf (1864-1950) und der Dichter, Maler und Zeichner Wilhelm Busch (1832-1908). Gemäß einer Notiz hätten sich zudem für den Vorstand u. a. Paul Wallot, Fritz Schumacher und Cornelius Gurlitt schriftlich bereiterklärt. Die Mehrzahl der hier Unterzeichneten war älter als 50 Jahre, und es ist bezeichnend für den Zeitgeist, dass selbst Autoren ersten Ranges wie Wilhelm Raabe und Wilhelm Busch ihre Namen für eine so fanatische Organisation zur "Neubelebung völkischen Denkens und Fühlens" hergaben. - Leichte Gebrauchsspuren.

Lot 2619, Auction  127, Verdhandi-Bund. Veränderte Programmschrift, Druck in geänderter Version mit anderen Signaturen.1907

Verdhandi-Bund. Veränderte Programmschrift
Druck in geänderter Version mit anderen Signaturen.1907
Los 2619

Schätzung
450€ (US$ 511)

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"Verdhandi-Bund zur Förderung jungdeutscher Kunst". (Veränderte Version). Gedrucktes Heft mit 2 figürlichen Holzschnitten von Friedrich Seesselberg, am Schluss die Orig.-Signaturen (meist Bleistift) von 8 Künstlern und Kunsthistorikern. 6 S. Gr. 4to. Kordelheftung. O. O. (1907).
Geänderte Version des Programm- und Propaganda-Heftes der extrem deutschnationalen und völkischen Bewegung. Es fehlt der große, düstere und wenig anziehende Textholzschnitt von Friedrich Seesselberg, und der Text ist stellenweise umformuliert. Statt "Von undeutscher Lebensverneinung zurück zu fröhlicher Lebensbejahung" heißt es hier: "zu frischer Lebensbejahung". Und der Titel ist handschriftlich (wahrscheinlich von Heinrich Vogeler) verändert: die Formulierung "zur Förderung jungdeutscher Kunst" ist mit Tinte gestrichen und ersetzt durch "bodenständiger Kunst und Kultur". Am Schluss haben (meist mit Bleistift) signiert: H. Wagner (Bremen), A. Hahn (Schöneberg bei Berlin), der Maler Hans am Ende (Worpswede), der Maler, Graphiker und Illustrator Heinrich Vogeler (Worpswede), der Maler Otto Modersohn (Worpswede), der Maler Richard Hartmann (Worpswede), der Kunsthistoriker und Museumsdirektor Dr. Karl Schaefer und der Architekt Emil Högg. - Bemerkenswert ist, dass diese Gruppe von Künstlern und Kunsthistorikern bei der Gestaltung des Heftes offensichtlich für Mäßigung in Titel und Formulierungen eintrat. - Leichte Gebrauchsspuren.

Lot 2620, Auction  127, Britten, Benjamin, Billett auf einer Karte + zahlreiche Beilagen. 1949-1979.

Britten, Benjamin
Billett auf einer Karte + zahlreiche Beilagen. 1949-1979.
Los 2620

Schätzung
150€ (US$ 170)

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Britten, Benjamin, engl. Komponist (1913-1976). Eigh. Billet m. U. "Ben B" auf einer mit Adresse versehenen Karte. 1 S. Quer-8vo. Aldeburgh (Suffolk) (ca. 1950).
An Friederike von Wedelstädt von der "Englischen Musikleihbibliothek" in Berlin. "My dear Frau von Wedelstädt [gedruckt: Thank you very much indeed for your kind message.] It was good of you to write. Much love ... Ben B". - Mit der gedruckten Adresse: "Benjamin Britten. The Red Jouse, Aldeburgh, Suffolk". - Zahlreiche Beilagen, darunter 6 Briefe von Edgar Bielefeldt, deutscher Vertreter der Londoner Firma Boosey & Hawkes, an Frau von Wedelstädt über den Verkauf von Britten-Musikdrucken nach England und ihre deutsche Edition von Brittens "Serenade". Ferner 10 Zeitungsartikel über Britten etc.

[*]: Regelbesteuert gemäß Auktionsbedingungen. [^]: Ausgleich von Einfuhr-Umsatzsteuer.

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