Ortelius, Abraham
Theatro d'Abraham Ortelio, ridotto. Antwerpen, Philippe Galle, 1593. - Erste Ausgabe der verkleinerten Version von "Theatrum orbis terrarum" im Querformat
Los 761
Schätzung
8.000€ (US$ 8,333)
Ortelius, Abraham. Theatro d'Abraham Ortelio, ridotto in forma piccola. In Italienischer Sprache. 8, 106 num., 3, 3 l. w. Bl. Mit gestochenem Textkupfer und 106 ganzseitigen Kupferkarten im Text. 11,5 x 15,5 cm. Pergament d. Z. (fleckig, Rücken mit großer restaurierter Fehlstelle sowie ohne die Verschlussbändchen). Antwerpen, Philippe Galle, 1593.
Koemann-Krogt IIIA, 33. Denucé I, 221-260. Nicht bei Phillips (Vgl. Phillips I, 386). Nicht bei Graesse (Vgl. Graesse V, 55). Nicht bei Brunet (Vgl. Brunet IV, 242). – Erste Ausgabe der verkleinerten Version von "Theatrum orbis terrarum" im Querformat aus der Offizin von Philippe Galle. Eine zweite Ausgabe erschien 1593. Der beliebte Taschenatlas wurde in verschiedene Sprachen übersetzt wie Italienisch, Dänisch oder Französisch. "He generalized 70 maps from the 'Theatrum' and reduced them to about 8 x 11 cm. Of course, the text could no longer be in Latin. It had to be in the vernacular and to make it even more accessible, in rhyme. The rhyming text was written by Peter Heyns, who had translated the Latin text of the 'Theatrum' into dutch in 1571" (Koemann-Krogt). Die Karten zeigen zum Beispiel: "Il Mondo", "Europa", "Asia", "Africa", "Amercia", "In Ghilterra", "Scotia", "Irlanda", "Tercera", "Spagna", "Portogallo", "Andalusia", "Valenza", "Cadiz", "Francia", "Gascogna", "Poittu", "Bretagna", "Normandia", "Angio", "Berri", "Limania" etc.
Die Foliierung lautet: A8-P8. – Leicht fingerfleckig, mit Wurmlöchern und Wurmgängen (Text und Darstellungen nicht betroffen) sowie Blatt 65-68 mit schwachem, größerem Feuchtrand. Insgesamt gut erhalten mit sehr gratigen und hübschen Tafeln. Selten im Handel.
Palladio, Andrea
I quattro libri dell'architettura. Venedig, Bartholomäus Carampello, 1581. - Die zweite Palladio-Ausgabe
Los 762
Schätzung
1.500€ (US$ 1,563)
Palladio, Andrea. I quattro libri dell'architettura. Ne’quali, dopo un breve trattato de'cinque ordini, & di quelli avertimenti, che sono piu necessarij nel fabricare; Si tratta delle case private delle vie, de i ponti, delle piazze, de i xisti, & de'tempij. 4 Teile in 1 Band. Mit 4 wiederholten Holschnitt-Titelbordüren, 161 blattgroßen Textholzschnitten und zahlreichen halbseitigen Textholzschnitten. 31 x 21 cm. Pergament d. Z. (berieben, fleckig und knickspurig) mit hs. RTitel und spanischen Kanten sowie ohne die Verschlussbändchen. Venedig, Bartholomäus Carampello, 1581.
Graesse V, 108. Fowler 214. Schlosser 377. Vgl. Berliner Ornamentstichkatalog 2594. Millard Collection, Italian Books 67. – Die zweite Palladio-Ausgabe und die erste bei Carampello gedruckte. Palladios grundlegendes Werk zur Architektur behandelt in den vier Teilen Säulenordnungen und Theorie, Wohnhäuser und Rekonstruktionen nach Vitruv, ferner Straßen, Brücken, Plätze und Basiliken und abschließend altrömische Bauten und Tempel. – Titel und erstes Blatt lose, teils in der Bindung gelockert, etwas braun- und fingerfleckig und teilweise am Kopfsteg feuchtrandig sowie mit kleinen Randläsuren. Innen sonst bemerkenswert sauber.
Paradin, Claude
Devises Heroiques. Lyon, Jean de Tournes, 1551. - Erste Ausgabe der ersten Sammlung von Sinnbildern, die zur Erklärung verschiedener Embleme dienen
Los 763
Schätzung
1.200€ (US$ 1,250)
Paradin, Claude. Devises héroiques. 126 S. Mit 116 (von 118) ganzseitigen Textholzschnitten und Titelholzschnitt-Druckermarke. Ca. 12,5 x 7,5 cm. Modernes Halbpergament (etwas fleckig, leicht geworfen). Lyon, Jean de Tournes, 1551.
Praz 444. Vgl. Adams P 291. STC 336. Landwehr, Emblem Books Low Countries 469. Brunet IV, 358 (spätere Ausgaben). – Erste Ausgabe der ersten Sammlung von Sinnbildern, die zur Erklärung verschiedener Embleme dienen. "The first illustrated volume of devices with explanatory text ... A book which played a very important role in the European emblem tradition" (Landwehr). Claude Paradin (1510-1573) war französischer Historiker, Genealoge und Emblem-Sammler, der die ersten Ausgaben seiner beliebten "Devises Heroiques" bei der Offizin Jean de Tournes’ (1504-1564) herausgab. Ab 1561 übernahm der Humanist und Verleger Christoph Plantin (1520-1589) in Antwerpen die Publikation, er vermehrte die Holzschnitte und übersetzte den Text 1563 ins Niederländische, 1591 wurde er erstmals in englischer Sprache in London veröffentlicht. Unter den bekannten Persönlichkeiten, die Paradins Werk kannten und verwendeten, gehörte auch Maria Stuart (1542-1587) dazu, die das Emblem Ingenii Largitor für eine gewebte Bildwirkerei nutzte. – Blatt h1 fehlt. Leicht bis stärker wasserrandig, Bindung gebrochen. Vier Holzschnitte mit hs. Anmerkungen. Etwas fleckig und gebräunt. Sehr selten im Handel.
Passio Deutsch
mit erclerung des texs der vier ewangelisten. Leipzig, Martin Landsberg, 1506. - Nicht im VD16
Los 764
Schätzung
3.000€ (US$ 3,125)
Kein Nachweis im VD16
Passio Deutsch mit erclerung des texs der vier ewangelisten und schonen figuren den gelarten und leyen tzu betrachtung des leydens christi gantz nutzlich vor auff die forme nye bracht nach gesehen. 88 Bl. Mit koloriertem Titelholzschnitt, 39 kolorierten Textholzschnitten und Holzschnitt-Druckermarke am Schluss. 13,5 x 9,5 cm. Blindgeprägter Lederband d. Z. über Holzdeckeln (Gelenke und Rückdeckel mit kleinen Fehlstellen, Rücken mit Bezugsmaterial des 17. Jahrhunderts etwas unfachmännisch alt restauriert; ohne die mittige Schließe). Leipzig, Martin Landsberg, 1506.
Im VD16 nicht verzeichneter, gering erweiterter zweiter Druck, der bei Martin Landsberg in Leipzig erschien; die Online-Version kennt von Landsberg lediglich den ersten Druck von 1503 sowie eine Ausgabe von 1514 (vgl. VD16 ZV 15780 und ZV 1932). Die Leidensgeschichte Christi mit kolorierten Textholzschnitten im Taschenformat. – Etwas stärker fingerfleckig und mit vereinzelten kleineren Randdefekten, Blatt G1 und G2 mit größerer Fehlstelle im Seitenrand (ohne Text- oder Bildverlust), am Schluss auch mit kleinerer Wurmspur und schmalen Feuchtigkeitsrändern.
Penot, Bernard Georges
Theophrastisch vade mecum. Magdeburg, Johan Francken, 1597. - Erste deutsche Ausgabe
Los 765
Schätzung
900€ (US$ 938)
Penot, Bernard Georges. Theophrastisch vade mecum. Das ist: Etliche sehr nützliche Tractat von der warhafftigen bereittung und rechtem gebrauch der chymischen Medicamenten. 8 Bl., 278 S., 10 Bl. Titel in Rot und Schwarz. 19 x 14,5 cm. Pappband d. Z. (berieben, beschabt und Rücken teils angeplatzt sowie Kapitale mit kleinen Einrissen) mit hs. RSchild. Magdeburg, Johan Francken, 1597.
VD16 P 1319. – Erste deutsche Ausgabe. Die erste Ausgabe erschien im Jahre 1594 in lateinischer Sprache. Der französische Alchemist und Arzt Bernard Georges Penot (1519-1617) suchte unter anderem nach dem Stein der Weisen als Mittel zum Goldmachen und universeller Arznei. Er korrespondierte mit verschiedenen Gelehrten seiner Zeit wie zum Beispiel Jakob Zwinger (1569-1610) oder Andreas Libavius (1555-1616) und arbeitete in verschiedenen Krankenhäuser. – Teils in der Bindung gelockert und Innenstege offen, papierbedingt gebräunt, etwas stock-, finger- und feuchtfleckig und mit Randläsuren. Block vom Rücken und RDeckel gelöst. Deckel mit Besitzstempel und gebrochenem Besitzsiegel d. Z. (mit großer Fehlstelle). Vorsatz mit zwei Exlibris "Dr. Jur. Paul Muno" und "Nicolaus Muno Weingutbesitzer Lorch i. Rheingau".
Petrarca, Francesco
Il Petrarcha con l'espositione d'Alessandro Vellutello. Venedig, Bartholomeo Zanetti, 1538
Los 766
Schätzung
600€ (US$ 625)
Petrarca, Francesco. Il Petrarcha con l'espositione d'Alessandro Vellutello e con piu utili cose in diversi luoghi di quella novissimamente da lui aggiunte. 7 (statt 8) nn.,160 num., 42 (statt 44) nn. Bl. Mit Holzschnitt-Portrait auf dem Titel und doppelblattgroßer Holzschnittkarte. 19 x 14 cm. Pergament d. Z. (etwas fleckig und berieben). Venedig, Bartholomeo Zanetti, 1538.
EDIT16 CNCE 47365. Adams P 804. Brunet IV, 548 ("belle et correcte"). Graesse V, 226. – Vierter Druck der äußerst erfolgreichen kommentierten Petrarca-Ausgabe von Vellutello. Die Gedichte arrangierte er so, dass sich die Schilderung einer Liebesgeschichte zwischen Petrarca und Laura ergibt. Die Erstausgabe erschien 1525 bei Fratelli und enthielt erstmals die Karte des Vaucluse, die auch im vorliegenden Druck verwendet wurde. Das ovale Porträt auf dem Titel nach Marcolinis Ausgabe von Malpieros "Il Petrarca spirituale". – Es fehlt das zweite Blatt Aii (Register) sowie die beiden Schlussblätter, das letzte vorhandene Blatt Cx auf den fl. Vorsatz montiert. Titel fingerfleckig, im unteren Rand mit neuerem Besitzeintrag in Farbstift, Konturen des Portraits mit (durchschlagender) Tinte dekorativ nachgezogen. Innenspiegel mit weiterem Besitzeintrag in Tinte. Insgesamt etwas fleckig, stellenweise mit kleineren Feuchtigkeitsrändern, vereinzelte alte Annotationen.
Philostratus, Flavius
Eikones. Venedig, Lucantonio Giunta, Juni 1535. - Schöner griechischer Giuntadruck
Los 767
Schätzung
450€ (US$ 469)
Philostratus, Flavius. Eikones. Tou autou Heroika. Tou autou Bioi sophiston. Philostratou Neoterou Eikones. Kallistratou Ekphraseis (graece). Imagines. Eiusdem heroica. Eiusdem vitae sophistarum. Imagines iunioris Philostrati. Descriptiones Callistrati. 368 (recte: 338) num., 7 nn. Bl. Mit Holzschnitt-Druckermarke am Schluss. 17 x 11 cm. Späterer marmorierter Pappband. Venedig, Lucantonio Giunta, Juni 1535.
Edit 16 CNCE 29522. Schweiger 230. – Schöner griechischer Giuntadruck. Sammelausgabe der Schriften des Sophisten Flavius Philostratos (um 165/170-zwischen 244 und 249), darunter "Über Heroen", "Lebensbeschreibungen der Sophisten" und die "Bildbeschreibungen". – Titel etwas fleckig und feuchtrandig sowie mit altem Bibliotheksstempel. Insgesamt gering fleckig, stellenwesie mit verblasstem Wasserrand, Vorsätze erneuert. - Selten.
Pighius, Stephanus Winandus
Hercules prodicius. Antwerpen, C. Plantin, 1587. - Erste Ausgabe
Los 768
Schätzung
2.000€ (US$ 2,083)
Pighius, Stephanus Winandus. Hercules prodicius, seu principis iuventutis vita et peregrinatio. 628 S., 26 Bl. (l. w.). Mit blattgroßem Textkupfer von Pieter van der Borcht auf dem Titel verso, gefalteter Kupfertafel und Textholzschnitt. 16 x 10 cm. Flexibler Pergamentband d. Z. (etwas fleckig und berieben, mit hs. RTitel; ohne Schließbänder). Antwerpen, Christoph Plantin, 1587.
Adams P 1198. – Seltene erste Ausgabe der Beschreibung der Pilger- und Kavaliersreise, die den Humanisten Steven Winand Pigge (1520-1604) als Prinzenerzieher gemeinsam mit dessen Schutzbefohlenen Karl Friedrich von Jülich-Kleve-Berg, dem Erbprinz der Herzogtümer Jülich, Kleve und Berg, 1574 nach Wien an den Kaiserhof und in der Folge nach Rom führte, wo der junge Erbprinz im Alter von 19 Jahren an den Blattern starb. Pigges literarisches Denkmal für den Prinzen enthält eine Fülle von Schilderungen der Sehenswürdigkeiten Italiens und avancierte für rund 100 Jahre zum Klassiker der Italienführer für die Grand Tour. – Titel mit Stempelrasur, das Blatt mit dem Textholzschnitt alt annotiert. Etwas gebräunt und stock- oder braunfleckig, insgesamt wohlerhalten.
Plutarch
Ethica. Basel, Thomas Guarinus, 1573. - Schöne Humanistenausgabe der Moralia, hier in der Übersetzung des Hermann Cruser
Los 769
Schätzung
300€ (US$ 313)
Plutarch. Ethica, sive Moralia, Opera quae extant, omnia: Interprete Hermanno Cruserio. Accesserunt rerum & verborum fidelissimi Indices. 5 Bl., 839 S., 24 Bl. (Register). Mit 2 (wiederholten) Holzschnitt-Druckermarken. 34 x 21 cm. Blindgeprägter Schweinslederband d. Z. (fleckig, Bezug am Unterrand des Rückdeckels etwas lädiert, Bezug auf dem Vorderdeckel durch Feuchtigkeit an den Rändern gelöst; ohne die beiden Schließen). Basel, Thomas Guarinus, 1573.
VD16 P 3683. – Schöne Humanistenausgabe der Moralia, hier in der Übersetzung des Hermann Cruser, eines Arztes aus Campen in den Niederlanden (vgl. Jöcher I, 2232). – Anfangs und am Schluss etwas feuchtrandig. Titel etwas lädiert und mit Quetschfalten, im unteren Rand mit verblasstem Besitzeintrag.
Plutarch
Guter Sitten einundzwenzig Bücher. Straßburg, Hans Schott, 1535
Los 770
Schätzung
1.200€ (US$ 1,250)
Plutarch. Guter Sitten einundzwenzig Bücher. Durch M. Herr der Artzney unnd Freyer Künsten lyebhaber newlich verteutscht. 4 nn. Bl., CCXCVI S., 3 nn., 1 w. Bl. Mit breiter architektonischer Holzschnitt-Titelbordüre, mehreren figürlichen Holzschnitt-Initialen und mehreren Zierleisten in Holzschnitt. 31,8 x 20 cm. Leder d. Z. (mehrere große Fehlstellen, leicht geworfen, stark lädiert) über 5 Bünden mit reicher Blindprägung auf den Deckeln sowie 3 (von 4; brüchig) Bindebändern. Straßburg, Hans Schott, 1535.
VD16 P 3686. Ritter Cat. 1729. Muller II, 95, 218. Schweiger I, 265. Nicht bei Adams und STC. – Erste Ausgabe der "Moralia" in der Übersetzung durch den Straßburger Arzt und Schriftsteller Michael Herr (ges. um 1550). – Der obere Teil des Titelblatts, knapp über der Holzschnitt-Bordüre herausgeschnitten, stark feuchtandig, mehrere hs. Notizen, Bindung gebrochen, Exlibris sowie hs. Besitzvermerk im Innentitel.
Porcacchi, Tommaso
Lettere di XIII huomini illustri. Venedig, G. de’Cavalli, 1565. - Erweiterte Auflage
Los 771
Schätzung
220€ (US$ 229)
Porcacchi, Tommaso. (Hrsg.). Lettere di XIII huomini illustri. 8 Bl., 959 S. Mit Holzschnitt-Druckermarke auf dem Titel. 15 x 10,5 cm. Flexibles Pergament d. Z. (stärker verfärbt, kleinere Einrisse und Wurmlöcher; ohne die 4 Bindebänder) mit hs. RTitel. Venedig, Giorgio de’Cavalli, 1565.
EDIT16 CNCE 24035. STC 376. Adams L 567. Haym 154, 4. Gamba 1465. – Sechste, durch den Autor und Kartographen Tommaso Porcacchi (1530-1576) erweiterte Auflage. Die Sammlung bedeutender italienischer Gelehrter und Schriftsteller erschien erstmals 1554. – Wenig fleckig und gebräunt, Titelblatt mit hs. Besitzvermerk. Innenspiegel und letztes Blatt mit kleinem Wurmfraß. Gutes Exemplar.
Ringhieri, Innocenio
Cento Givochi. Bologna, Anselmo Giaccarelli, 1551. - Erste Ausgabe dieser seltenen Sammlung von höfischen Gesellschaftsspielen der Renaissancezeit
Los 772
Schätzung
1.200€ (US$ 1,250)
Ringhieri, Innocenio. Cento Givochi Liberali, et d'ingenio. Nouellamente da M. Innocentio Ringhieri Gentilhuomo Bolognese ritrouati, & in dieci Libri descritti... 4 Bl., 162 num. Bl., 1 Bl. Mit Druckermarke in Holzschnitt. 21,5 x 15 cm. Flexibles Pergament d. Z. (stärker fleckig) mit 4 Bindebändern. Bologna, Anselmo Giaccarelli, 1551.
Brunet IV, 2168. STC 556. Graesse VI, 104. Adams R 564. Von der Linde II, 331. Rosenthal, Bibl. magica, 7285. – Erste Ausgabe dieser seltenen Sammlung von höfischen Gesellschaftsspielen der Renaissancezeit, darunter: Giuoco della Fortuna, dell Amante & del amato, dell Isole, dele Città, del Corpo humano, de Mettalli etc. Das Werk ist der Katharina von Medici gewidmet. – Feuchtigkeitsspur am Rand, anfangs mit größerem Braunfleck. Titel mit hs. Vermerkungen, sonst ordentliches Exemplar.
Rivander, Zachariam
Lutherus redivivus, eine newe Comoedi 1593. - Wohl einzige Ausgabe
Los 773
Schätzung
400€ (US$ 417)
Rivander, Zachariam. Lutherus redivivus, eine newe Comoedia von der langen und ergerlichen Disputation bey der Lehre vom Abendmahl derer so man Lutherisch und Calvinisch so wol der andern die man Philippisch und Flacianisch heist. 110 nn. Bl. 18 x 14,5 cm. Pergament d. Z. (etwas berieben, fleckig und geworfen) mit Monogramm auf dem VDeckel "N D". O. Ort und Dr. 1593.
VD16 B 43. – Wohl einzige Ausgabe des Werkes von dem "Pfarrherren und Superattendenten zu Bischoffswerda" (Titel) Zachariam Rivander (1554-1594). – Papierbedingt gebräunt, etwas braunfleckig und mit wenigen leichten Feuchträndern. Innenstege an wenigen Stellen leicht geöffnet.
Rüxner, Georg
Anfang, ursprung und herkomen des Thurniers inn Teutscher nation. Simmern, H. Rodler, 1532 - Zweite Ausgabe des zuerst 1530 ebenda erschienen berühmten Turnierbuchs
Los 774
Schätzung
2.000€ (US$ 2,083)
(Rüxner, Georg). Anfang, ursprung und herkomen des Thurniers inn Teutscher nation. CCXIII (recte: 214) num., 3 (statt 4) nn. Bl. Mit 2 ganzseitigen Wappenholzschnitten, 40 szenischen Textholzschnitten, doppelblattgroßem Textholzschnitt, über 240 Wappenholzschnitten und Holzschnitt-Druckermarke am Schluss. 33, x 23 cm. Moderner Pergamentband. Simmern, Hieronymus Rodler, 3. August 1532.
VD16 R 3542. STC 760. Vgl. Lipperheide Tb 10. Adams II, 877. – Zweite Ausgabe des zuerst 1530 ebenda erschienen berühmten Turnierbuchs, das sowohl kulturgeschichtlich als auch kostümkundlich bedeutend und eine wichtige Quelle für Ritterwesen und Heraldik ist. Beschrieben werden 36 Turniere in den Jahren 938 bis 1487, abgehalten in verschiedenen Städten Deutschlands und der Schweiz mit Nennung aller daran beteiligten Personen. Neben dem Verlauf der Kämpfe enthält das Werk auch Schilderungen zur Preisverleihung und den abschließenden Festen sowie zur Helm- und Pferdebeschau. – Es fehlt das Schlussblatt, die dort gedruckte große Druckermarke mit dem Kolophon ist aber vorhanden und als Ausschnitt auf ein modernes Blatt am Schluss montiert. Titel und erstes Textblatt mit etwas größerem angestücktem Blattabschnitt im unteren Rand bzw. der unteren rechte Ecke. Anfangs etwas stärker fleckig und mit schmalem Feuchtigkeitsrand. Insgesamt etwas finger- oder braunfleckig, einige Lagen leicht feuchtrandig, hinteres Innegelenk angeplatzt, einige Lagen mit etwas stärkerem Feuchtigkeitsrand. Mit zahlreichen Namensunterstreichungen.
Sachs, Michael
Geheimnis und bedeutung des Ehelichen Traw Ringes
Los 775
Schätzung
450€ (US$ 469)
Sachs, Michael. Arcana annuli pronubi. Das ist: Geheimnis und bedeutung des Ehelichen Traw Ringes. 1 Bl., 328 S., 10 Bl. Mit 21 (teils wiederholenden) Textholzschnitten. 16 x 9,5 cm. Blindegeprägter Halbschweinslederband d. Z. (monogrammiert "S. C. B.", datiert "1594"; etwas fleckig und berieben, hs. RSchild, ohne die 4 Bindebänder) unter Verwendung eines hs. Pergament-Fragments d. Z. Leipzig, (Michael Lantzenberger), 1594.
VD16 S 693. Nicht bei Adams und im STC. – Dritte vermehrte Auflage, die erste Ausgabe ist 1589 erschienen. Der deutsche Theologe Michael Sachs (1542-1618) kämpfte gegen die Gegenreformation und veröffentlichte über 70 Schriften. – Vorderes Innengelenk brüchig. Titel und einige Blatt mit zeitgenössischen hs. Einträgen. Die ersten Blatt mit kleinem Wasserrand, durchgehend leicht fleckig. Gutes Exemplar.
Sammelband und Hutten, Ulrich von
Duo volumina epistolarum obscurorum virorum. Frankfurt, David Zöpfel, 1557.
Los 776
Schätzung
380€ (US$ 396)
Sammelband mit Dunkelmännerbriefen. Lateinische Drucke. 12 x 7,5 cm. Halbleder mit goldgeprägtem RSchild. (Frankfurt, David Zöpfel), 1557.
Vorhanden sind:
I. Ulrich von Hutten und Crotus Rubeanus. Duo volumina epistolarum obscurorum virorum ad D. M. Ortuinum Gratiu, attico lepore referta, denuo excusa & à mendis repurgata. - Benzing 248. VD16 E 1727.- Lateinische Ausgabe der geläufigen satirischen Dichtung.
II. Helius Eobanus Hessus. De generibus ebriosorum et ebrietate vitanda. 252 Bl; 116 Bl. Mit 2 Holzschnitt-Titelbordüren. - VD16 E 1501.
III. Joannes Hohenstratus. Conciliabulum theologistarum adversus Germaniae et bonarum literarum studiosos Coloniae celebratum XVI Kalend. Maij, postquam I. Hohenstratus deictus est ab officio Inquisitoris. 22 Bl. – Vorderes Innengelenk etwas aufgeplatzt, letzte Lage im Rand leicht wasserfleckig, insgesamt dennoch sauberes und hübsches Exemplar.
Sander, Nicholas
De Lutheranorum dissidiis circa iustificationem libri sex. Köln, Heinrich Falckenburg, 1594
Los 777
Schätzung
240€ (US$ 250)
Sander, Nicholas. De Lutheranorum dissidiis circa iustificationem libri sex. 12 Bl., 683 (recte: 684) S., 6 Bl. (l. w.). 15 x 9,5 cm, Kalbsleder d. Z. (berieben, mit kleineren Schab- und Wurmspuren) mit goldgeprägtem Wappensupralibros. Köln, Heinrich Falckenburg, 1594.
VD16 S 1603. – Dritte Ausgabe der zuerst 1585 erschienenen reformationskritischen Schrift des englischen katholischen Theologen und Polemikers Nicholas Sanders (1530-1581). – Stellenweise schwach braunfleckig, Titel mit ausradiertem Eintrag, das Papier dort dünn und löchrig. Das Wappensupralbros mit der Kreuzigungsszene und dem umlaufenden Spruchband aus den Psalmen (Kapitel 72, Vers 26): "Deus cordis mei, et pars mea Deus in æternum" ("Meines Herzens Gott und mein Anteil ist Gott in Ewigkeit").
Sandeus, Felinus
Repertorium rerum, etverborum memorabilium, in locupletissimos. Venedig, G. Bindonum, 1574 (sic: 1575)
Los 778
Schätzung
250€ (US$ 260)
Sandeus, Felinus. Repertorium rerum, etverborum memorabilium, in locupletissimos. Commentarois, ad quinque libros deretalium. Teil 2 (von 2). 696 Sp. Mit großer Holzschnitt-Druckermarke auf dem Titel. 37,5 x 24 cm. Pappband unter Verwendung eines griechischen Drucks des 16. Jahrhunderts (leicht berieben). Venedig, (Gasparem Bindonum), 1574 (sic: 1575).
EDIT16 CNCE 23679. – Frühe Ausgabe des Repertorium zu dem "Commentariorum" von dem italienischen Kirchenjuristen und Bischof Felinus Sandeus (1444-1503). – Etwas gebräunt, fleckig und wenig wurmlöchrig. Gut erhalten.
Schäufelein, Hans und Pinder, Ulrich
Speculum passionis domini nostri Ihesu christi. Daraus 17 Holzschnitte. Nürnberg wohl 1507 - Prachtvolle Drucke
Los 779
Schätzung
3.000€ (US$ 3,125)
Schäufelein, Hans. - (Pinder, Ulrich. Speculum passionis domini nostri Ihesu christi.). Daraus 17 ganzseitige Holzschnitte, um den schwarzen Rand beschnitten und punktmontiert in Album. Jeweils ca. 24 x 16 cm. 35 (18 w.) Bl. 33,7 x 22,3 cm. Kalbsleder des 19. Jahrhunderts (VDeckelgelenk gebrochen, etwas bestoßen) mit goldgeprägtem RSchild und reicher Rücken- sowie Deckelvergoldung. (Nürnberg, Ulrich Pinder, 30. August 1507).
VD 16 P 2807. Dodgson I, 505, 5, 1. Muther 897. Oldenbourg, Schäufelein L 4, Nr. 167ff. Fairfax Murray II, 537, 333 (mit teils irrigen Zuschreibungen). Fünf Jahrhunderte Buchillustration, Meisterwerke aus der Bibl. Otto Schäfer (Ausstellungskat. des German. Nationalmuseums Nürnberg 1961) 60, 27ff. – Siebzehn der insgesamt 29 ganzseitigen Holzschnitte Hans Schäufeleins (1480-1540), die er für die erste Ausgabe Ulrich Pinders (gest. 1519) Andachtsbuch Speculum passionis fertigte, welches "nur mit Dürers 1498 erschienenen Apokalypse vergleichbar" (Meister um Dürer) ist. Der Arzt Ulrich Pinder errichtete um 1505 in seinem Nürnberger Haus mit Hilfe seines späteren Schwiegersohnes (1512) Friedrich Peypus eine Privatdruckerei. Nach dem Beschlossen Gart des Rosenkranz Mariä (1505) war das Speculum passionis sein zweites Andachtsbuch. Es fordert den Leser zur erbaulichen Teilnahme am Leidensweg Christi auf, die Darstellungen Schäufeleins behandeln die Stationen der Passion vom Einzug Christi in Jerusalem bis zur Herabkunft des Hl. Geistes. – Erstes weißes Blatt lose. Die Holzschnitte knapp beschnitten, wenige mit kleinem hinterlegtem Einriss. Vereinzelte unscheinbare Wurmlöchlein. Etwas braunfleckig, die weißen Blätter mit Abklatsch. Vorderes Innengelenk gebrochen und unfachmännisch hinterlegt. Hinterer fl. Vorsatz gestempelt. Schön erhalten.
Scherer, Georg
Aller Schrifften, Bücher unnd Tractätlein Ander Theil. Bruck, Druckerei des Prämonstratenserstifts, 1600
Los 780
Schätzung
300€ (US$ 313)
Scherer, Georg. (Aller Schrifften, Bücher unnd Tractätlein) Ander Theil, begreifft neben einem außführlichen und der zeit hochnützlichen Catechismo ein und sibentzig Predigen von unterschidlichen materien, wie hernach gesteltes Register außweiset deren zwar etlichen hievor, die meisten aber noch niemals in Truck kommen. 17 nn., 546 num., 10 nn. Bl. Titel in Rot und Schwarz. Mit breiter figürlicher Holzschnitt-Titelbordüre. 32 x 20 cm. Blindgeprägter Schweinslederband d. Z. (etwas fleckig und berieben; der VDeckel mit den Eignerinitialen "ICD" sowie dem Bindejahr "1602") mit 2 intakten Messingschließen. Bruck, Druckerei des Prämonstratenserstifts, 1600.
VD16 S 2678. De Backer-Sommervogel VII, 761, 38. – Band II der ersten Ausgabe der gesammelten Schriften des streitbaren Wiener Jesuitenpaters Georg Scherer (1540-1605). – Wohlerhaltenes Exemplar.
(Schildo, Eustachius). Spielteufel. Ein Gemein Ausschreiben, von der Spieler Brüderschafft und Orden, sampt jren Stifftern, guten Wercken und Ablas. Mit einer kurtzen angehengter Erklerunge, nützlich und lustig zu lesen. 51 Bl. Titel in Schwarz und Rot. 14,5 x 9 cm. Neuerer Pappband (berieben) mit goldgeprägtem RSchild. Oberursel, Nicolaus Heinrich d. Ä., 1561.
VD16 S 2855. – Vierter Druck des zuerst 1557 in Frankfurt an der Oder bei Johann Eichhorn erschienenen Spielteufel des Kirchhainer lutherischen Kantors Eustachius Schilde. "Dieser mehrfach aufgelegte Prosatractat, der 1569 in das Theatrum diabolorum aufgenommen wurde, gehört durchaus in den Rahmen der damaligen Teufellitteratur hinein: in breiter Predigt, deren Sprache deutlichen Einfluß Luther's zeigt, wird ausgeführt, wie der Spielteufel eine ganze Legion anderer Teufel, sogar den Mordteufel, im Gefolge habe, wie der Spieler alle zehn heiligen Gebote durch sein Laster übertrete, wie schon die vier Farben der Karten den Verständigen warnen müßten. Origineller klingt die Einleitung: die Schrift beginnt mit einem Ausschreiben der Spitzbuben, Dopler und aller Spielbrüder, in dem sie im Namen ihres Abgotts, des Spielteufels, zum Eintritt in ihre Brüderschaft einladen, ihre guten Werke und ihres Gottes Ablaß rühmen, alles natürlich ironisch" (ADB XXXI, 209). – Etwas braunfleckig, sonst wohlerhalten.
Schnellenberg, Tarquinius
Experimenta. Von XX. Pestilenz Wurzeln und Kreutern. Frankfurt, Hermann Gülfferich, 1552
Los 782
Schätzung
1.400€ (US$ 1,458)
Seltenes Taschen-Kräuterbuch von Tarquinius Schnellenberg mit den hübschen Pflanzendarstellungen.
Schnellenberg, Tarquinius. Experimenta. Von XX. Pestilenz Wurzeln und Kreutern ... 47 S. Mit 18 Text-Holzschnitten. 15 x 9,5 cm. Moderner Pappband (stärker gebräunt, vorderes Gelenk brüchig). Frankfurt, Hermann Gülfferich, 1552.
VD16 3249. Nissen, BBI 1786. Durling 4128f. (ähnliche Ausgabe). Röttinger 34 und 112. Nicht im NUC. – Erste Ausgabe. Seltenes Taschen-Kräuterbuch von Tarquinius Schnellenberg (gest. 1561) mit den hübschen Pflanzendarstellungen nach den Schnitten in Brunfel's Kräuterbuch in der Quartausgabe. – Papierbedingt gebräunt, Titel und ersten zwei Blätter mit starken Randläsuren bzw. fehlenden Stegen. Mit hs. Notizen im Text und Wurmfraß, teilweise mit Einrissen und stärkeren Randläsuren sowie etwas braun- und fingerfleckig. Sehr seltene erste Ausgabe, die kaum im Handel erhältlich ist.
Schopper, Hartmann
Speculum vitae aulicae. Frankfurt, N. Bassée für S. Feyerabend, 1574-1575. - Erste Ausgabe mit den geistreichen Holzschnitten Jost Amman
Los 783
Schätzung
400€ (US$ 417)
Schopper, Hartmann. Speculum vitae aulicae. De admirabili fallacia et astutia vulpeculae Reinikes libri quatuor. 10 Bl., 506 (recte 486) S., 10 Bl. Mit 2 Holzschnitt-Druckermarken und 54 Textholzschnitten von Jost Amman (meist nach Virgil Solis). 12,5 x 7,5 cm. Leder d. Z. (etwas berieben und bestoßen mit kleinen Fehlstellen und Kapitale mit Einrissen) mit goldgeprägtem RTitel und RVergoldung. Frankfurt, (Nikolaus Bassée für Sigmund Feyerabend), 1574-1575.
VD16 R 1013. Bartsch IX, 191, 10. Becker 5a. Vgl. Goedeke II, 105, 112, 3. Ruppert, Goethes Bibliothek, 802. Nicht bei Adams. – Erste Ausgabe mit den geistreichen Holzschnitten des Zürcher-Nürnberger Illustrators, Holz- und Kupferstechermeisters Jost Amman (1539-1591), die dieser teils nach den zu der Zeit schon berühmten Illustrationen des Virgil Solis (1514-1562) geschaffen hatte. Schon 1567 war die erste lateinische Bearbeitung des Reineke Fuchs durch Hartmann Schopper mit Holzschnitten von Solis ausgestattet worden. In der vorliegenden Ausgabe sind die Holzschnitte auf den Seiten 1, 33, 56, 96, 108 (wdhl.: 332 und 338), 465, 476 und 485 von Jost Amman monogrammiert mit "IA" bzw. nur "A". Während der Titel auf " 1574", datiert das Kolophon auf "1575". – Papierbedingt leicht gebräunt und mit kleinen Gebrauchsspuren.
Seuse, Heinrich
Der ewigen Weyßheit buechlin. Dillingen, Sebald Mayer, 1567. Erste von Adam Walasser (gest. 1581) herausgegebene Ausgabe
Los 784
Schätzung
5.000€ (US$ 5,208)
(Seuse, Heinrich). Der ewigen Weyßheit buechlin, vol Christlicher hailsamer lehrermanung und betrachtung: vor zwey hundert Jaren, durch den hocherleuchten, Gotseligen Prediger Amandum gemacht, und jetzt widerumb von newem, allen fromen Christen zum trost und stercke, im Truck außgangen. 16 nn., 208 num. Bl. Titel in Schwarz und Rot. Mit Holzschnittbordüre und 28 Textholzschnitten. 14,5 x 8,5 cm. Blindgeprägter Schweinslederband d. Z. (etwas stärker berieben, Ecken gering bestoßen). Dillingen, Sebald Mayer, 1567.
VD16 S 6102. Bucher, Dillingen 251. – Erste von Adam Walasser (gest. 1581) herausgegebene Ausgabe der seelsorgerischen Hauptschrift des Mystikers Heinrich Seuse (1295-1366). Einer der wenigen deutschsprachigen Suso-Drucke des 16. Jahrhunderts, zugleich einzige Dillinger-Ausgabe und die einzige Ausgabe mit diesen Holzschnitten, die laut Bucher (S. 15) zum Teil Matthias Gehrung zugewiesen werden (vgl. Thieme-Becker XIII, 487ff.). Der Dominikanermönch Heinrich Seuse war seit 1323 ein begeisterter Schüler von Meister Eckhart und verfasste unter dessen Einfluss neben dem Büchlein der ewigen Weisheit auch ein Buch der Wahrheit. Im Jahr 1831 wurde er von Papst Gregor XVI. seliggesprochen. – Etwas braun- oder fingerfleckig, Titel komplett alt hinterlegt. Insgesamt wohlerhalten. - Sehr selten.
Spangenberg, Cyriacus
Adels Spiegel. Band I. Schmalkalden, Michael Schmuck, 1591
Los 785
Schätzung
450€ (US$ 469)
Spangenberg, Cyriacus. Adels Spiegel. Historischer ausführlicher Bericht. Was Adel sey und heisse, woher er komme, wie mancherley er sey, und was denselben ziere und erhalte. Band I (von 2). 12 nn., 462 num. Bl.; 6 nn. Titel in Schwarz und Rot. Mit Titelholzschnitt, Holzschnitt-Druckermarke am Schluss und einigen szenischen Textholzschnitten. 30 x 19,5 cm. Blindgeprägter Schweinslederband d. Z. (fleckig und berieben, mit hs. Papierrückenschild, ohne Schließbänder). Schmalkalden, Michael Schmuck, 1591.
VD16 S 7472 und S 7473. Ebert 21563. Graesse VI, 457. Goedeke 194, 95a. – Erste Ausgabe, allerdings ohne den 1594 erschienenen Band II. Das für die Geschichte des Adels, namentlich des deutschen, hochinteressante Werk enthält auch Mitteilungen über Heraldik, moralische Betrachtungen sowie einige historische Lieder. "Sehr selten und brauchbar" (Ebert). "Le seconde volume manque ordinairement" (Graesse). – Titel lose, im Rand etwas gebräunt, mit Läsuren und Randausbrüchen sowie gestrichenem Besitzeintrag in Tinte. Vorderer fl. Vorsatz ebenfalls lose. Sonst nur vereinzelte geringe Flecken und wohlerhalten. Die Mittelplatten auf dem mit Rollenstempeln verzierten Einband mit einer allegorischen Darstellung der Justitia und der Lukretia. Mit Wappenexlibris "Fuerstlich Auerspergsche Fideicommisbibliothek zu Laybach".
Suetonius Tranquillus, Caius
Le Vite de dodici Cesari. Venedig, Baldassare Constantini, 1554. - Früher italienischer Druck
Los 786
Schätzung
100€ (US$ 104)
Suetonius Tranquillus, Caius. Le Vite de dodici Cesari ... tradotte in lingua toscana per M. Paolo del Rosso cittadino fiorentino. 288 (statt 290) numer. Bl. Titel mit Druckermarke. Venedig, Baldassare Constantini, (1554).
Vgl. Graesse VI, 521f. Brunet V, 579ff. – Früher italienischer Druck der Lebensbeschreibungen der ersten zwölf römischen Kaiser – Das letzte nummerierte Blatt fehlt. Weißes Vorsatzblatt mit ausgeschnittenem Randstück und sepiafarbener Annotation von alter Hand, diese auch auf dem Titelblatt vorhanden. Stellenweise leicht stockfleckig.
Tasso, Torquato
Delle rime. Brescia, Pietro M. Marchetti, 1592-1593
Los 787
Schätzung
300€ (US$ 313)
Tasso, Torquato. Delle rime. Parte Prima. [und: Parte Seconda]. Di novo dal medesimo in questa nuoua impressione ordinate, corrette, accresciute, & date in luce. 2 Teile in 1 Band. 7 Bl., 341 S.; 4 Bl., 194 S., 2 Bl. Mit Holzschnittdruckermarke auf dem Titel. 15,5 x 9,5 cm. Pergamentband d. Z. mit neuerem hs. RTitel. Brescia, Pietro Maria Marchetti, 1592-1593.
Gamba 969. – Torquato Tassos (1544-1595) überarbeitete und erweiterte Gedichtsammlung der Spätrenaissance. – Mit Sepia-Marginalie von alter Hand auf dem Titelblatt. Gelegentlich etwas wasser- und stockfleckig.
Themeswar, Pelbartus de
Stellarium Corone benedicte marie virginis. Augsburg, J. Otmar und J. d.J. Schönsperger, 1502 - Erste Ausgabe aus der Augsburger Offizin von Otmar und Schönsprenger
Los 788
Schätzung
1.500€ (US$ 1,563)
Themeswar, Pelbartus de. Stellarium Corone benedicte marie virginis in laude eius pro singulis predicationibus elegantiassime coaptatum. 132 (von 134) nn. Bl. Mit Holzschnitt-Titel und Rubrizierungen. 30 x 20 cm. Leder d. Z. (berieben, mit zahlreichen Wurmlöchern, kleinen Fehlstellen) über Holzdeckel mit 5 Messingbeschlägen und 2 intakten Messingschließen. (Augsburg, Johann Otmar und Johann d.J. Schönsperger, 1502).
VD16 P 1208. Vgl. Adams 56. Nicht im STC. – Erste Ausgabe aus der Augsburger Offizin von Johann Otmar und Johann d.J. Schönsprenger. Die Marienpredigt von Pelbartus de Themeswar (1435-1504) erschien erstmals im Jahre 1497. Der Text ist in zwei Spalten und in lateinischer Sprache verfasst.
Die Foliierung lautet wie folgt: a8, b6-l6, m4, n6-p6, q4, A6-E6, F3, 6. – Es fehlen wohl zwei weiße Blätter (Vergleich digitaliSat https://www.digitale-sammlungen.de/de/view/bsb00018863?page=258). Etwas finger- und braunfleckig, vereinzelt teils gelöste Blätter, mit kleinen Wurmlöchern und -Gängen sowie mit hs. Notizen auf den Vorsätzen, Titel und im Text. Seltene Ausgabe im Handel.
Valerius Flaccus, Gaius
Argonautica. Venedig, C. de Pensis de Mandello, 1501. - Zweite Ausgabe
Los 789
Schätzung
900€ (US$ 938)
Valerius Flaccus, Gaius. Argonautica diligenter accurateque emendata & suo nitori reddita in hoc volumine continentur. 96, 1 l. w. Bl. Titel in Rot. 21 x 14,5 cm. Grünes Halbleder (berieben, bestoßen und mit kleinem Einriss am unteren Kapital) mit goldgeprägtem RTitel und RVergoldung. Venedig, Christophorus de Pensis de Mandello, 1501.
Adams V, 73. Edit16 CNCE 33440. Nicht in BMC und STC. – Zweite Ausgabe. Ein Jahr zuvor wurde das Werk in einem kleineren Format in der gleichen Offizin gedruckt. – Titel papierbedingt gebräunt, mit Wurmlöchern und braunfleckig, insgesamt leicht gebräunt sowie stock- und braunfleckig. Mit hs. Vermerk der Zeit auf dem Vorsatz. Selten im Handel.
Valerius Maximus
Dictorum factorumque memorabilium exempla. Lyon, Sebastian Gryphius, 1546 - Weitverbreitete Anekdotensammlung
Los 790
Schätzung
300€ (US$ 313)
Valerius Maximus. Dictorum factorumque memorabilium exempla. Adiecto indice propriorum nominum, rerumque memoria dignarum locupletissimo. 410 S., 11 Bl. (l. 2 w.). Mit 2 Holzschnitt-Druckermarken. 16,5 x 10,5 cm. Blindgeprägter Schweinslederband d. Z. (etwas fleckig und berieben; ohne die Schließbänder). Lyon, Sebastian Gryphius, 1546.
Vgl. Adams V 110 (Ausgabe ebenda 1547). Nicht im STC. – Lyoneser Druck der weit verbreiteten Anekdotensammlung des Valerius Maximus (um 20 v. Chr.-50 n. Chr.) aus der Herrschaftszeit des Kaisers Tiberius (14-37 n. Chr.), kompiliert aus den Schriften des Cicero, Livius, Sallust, Pompeius Trogus, Marcus Terentius Varro und anderer. Die Kaiser Tiberius gewidmete Sammlung von Denkwürdigkeiten, nach sachlichen Gesichtpunkten geordnet, war als Hilfsmittel für Redner und Schriftsteller gedacht. – Titel verso mit hinterlegter Läsur und mit alten teils gestrichenen Besitzeinträgen, sonst nur etwas fleckig. Fl. Vorsatz mit mehrzeiligem Exlibris eines Andreas Schadwiener, datiert 1549. Möglicherweise der aus Bruck an der Mur stammenden, 1543 an der Universität Ingolstadt nachgewiesene Altist gleichen Namens, der sich in den Folgejahren vergeblich an der Württembergischen Hofkapelle bewarb. Vor allem die Bücher III und IV mit zahlreichen Rand- und Interlinearglosen wohl von dessen Hand.
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