Artist Index: Dix, Otto


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Los 3300Dix, Otto
Der Krieg

Auktion 118

Schätzung
100€ (US$ 115)

Details Los merken

Dix, Otto. Der Krieg. 24 Offsetdrucke nach Originalen aus dem Radierwerk von Otto Dix. Mit 24 Tafeln (inkl. Umschlagillustration). 26 x 18 cm. Illustr. OKarton (Ränder mit kl. Einrissen; Kapital mit kl. Fehlstelle). Berlin, Nierendorf, 1924.
Erste Ausgabe. – Wohlerhaltenes, sauberes Exemplar; Innenspiegel mit Papierschildchen.

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Los 8252 [*]Dix, Otto
Frauenkopf

Auktion 117

Ergebnis
7.380€ (US$ 8,483) *

Details

Frauenkopf
Bleistift auf Velin. 1921.
53,5 x 45,3 cm.
Unten rechts mit Bleistift signiert "Dix".

Er ist eine Herausforderung, der stechende Dix-Blick im Zentrum des Frauenbildnisses. Darum herum modelliert der Künstler den Frauenkopf mit Wischungen so plastisch, dass gewissermaßen die Knochen unter der gespannten Gesichtshaut erkennbar werden. Technisch orientierte er sich zu dieser Zeit um 1921 an den Alten Meistern, erreichte aber zusätzlich eine frappierende psychologische Durchdringung seiner Modelle. Für den charakteristischen "bösen Blick" war der Künstler bereits 1921 berühmt-berüchtigt. Im Oktober dieses Jahres übersiedelte der Maler für vier Jahre nach Düsseldorf, wo er bald zu einem der führenden Porträtisten der Neuen Sachlichkeit wurde. Seine Produktivität schnellte explosionsartig in die Höhe, und es entstanden zahlreiche seiner leicht überzeichneten Bildnisse, mit denen er die ganze Persönlichkeit zu entlarven scheint. Mit diesen Darstellungen wurde der Bürgerschreck Dix zum gefürchteten Porträtisten mit analytischem Interesse, der nicht auf eine bloß sachliche Wiedergabe der Person anstrebte, sondern geradezu eine Verdichtung ihres Seins suchte.

Provenienz: Galerie Günther Franke, München
Serge Sabarsky Gallery, New York

Ausstellung: Galerie Günther Franke, München 1971 (Kat. Nr. 75, Abb.)
Galerie Haas, Zürich 2009
Kunstsammlung Gera 2012

Literatur: Ulrike Lorenz, Otto Dix. Das Werkverzeichnis der Zeichnungen und Pastelle, Hrsg. Otto Dix Stiftung Vaduz, Weimar 2003, Bd. II, S. 747, Kat. Nr. EDV 6.1.12 (mit Abb.)
Otto Dix. Arbeiten auf Papier, Ausst.-Kat. Galerie Haas, Zürich 2009, S. 11 (mit Abb.)
Otto Dix: retrospektiv, Zum 120. Geburtstag, Ausst.-Kat. Kunstsammlung Gera 2011, Kat.-Nr. 114, S.155 (Farbabb.) und S. 287

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Los 8253Dix, Otto
Liegende

Auktion 117

Ergebnis
46.740€ (US$ 53,724) *

Details

Liegende
Aquarell und Bleistift auf Velin. 1924.
39,6 x 29,9 cm.
Unten rechts in der Darstellung mit Bleistift signiert "Dix", datiert und bezeichnet "329", oben links gewidmet "Für Däubler".
Pfäffle A 1924/29.

In seinen Aquarellen enthüllt Dix manch Intimes von sich, er setzt sich höchst persönlich mit den Erscheinungen seines Umfelds auseinander. Sie sind eher temporär innerhalb seines Schaffens, jedoch erfahren sie über wenige Jahre eine vorrangige Bedeutung. Das Aquarell ist seiner Natur nach, etwa im Vergleich zum Ölbild, direkter, unmittelbar an den Ursprung der künstlerischen Eingebung gebunden. Der Ausgangspunkt von Dix‘ Bildvorstellung, seine Erlebnisfähigkeit und Lebensfülle, kommen treffsicher und unverstellt zum Ausdruck. In unserer "Liegenden" widmet sich Dix vermutlich seiner engsten Vertrauten, seiner Frau Martha, liebevoll Mutzli genannt. Vor einer üppig schwellenden Form- und Farbenpracht legt sie ihren Lockenkopf an den angewinkelten, mit einigen zartgoldenen Reifen geschmückten Arm. Die sonst für den Künstler so charakteristische lineare Formensprache rückt zugunsten des satten Kolorits in den Hintergrund und der farbliche Tenor unterstreicht das feine, zartfließende Element des Aquarells. Das schlanke Hochformat nutzt Dix, um sich ganz auf den Kopf der Dargestellten zu konzentrieren. Auf dem Arm aufliegend, ist uns das Gesicht in direktem Gegenüber nahegerückt. Es entsteht eine eigentümliche Ambivalenz von vordrängender Nähe und Zurückhaltung; mit dem quergelegten Arm entsteht Distanz, der Blick bleibt selbstbezogen. Dix leuchtet nicht - und hierin eher ungewöhnlich für den Künstler - in die Tiefe der Seele der Porträtierten, sondern - und dies spräche für eine Darstellung seiner Frau - seine Martha, ihr Innerstes, wird abgegrenzt. Dieses Spannungsverhältnis ist es, das den besonderen Reiz unserer Arbeit ausmacht.
Unser Blatt schenkt Dix zunächst dem Dichter Theodor Däubler, zu dem er privaten Kontakt pflegte. Beide gehörten zum Stammtisch "Die Hirsche", der sich jeden Montag in Dresden traf.

Provenienz: Galerie Stangl, München, verso mit deren Stempel

Ausstellung: Sammlung Etta und Otto Stangl, von Klee bis Poliakoff, Bayerische Staatsgemäldesammlungen/ Staatsgalerie moderner Kunst München, 1993/1994 (Kat.-Nr. 66)

Literatur: Sammlung Etta und Otto Stangl, von Klee bis Poliakoff, Ausst.-Kat. Bayerische Staatsgemäldesammlungen/ Staatsgalerie moderner Kunst München, 1993/1994, Kat.-Nr. 66, S. 133 (mit Farbabb.)

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Los 8254Dix, Otto
Bei Langemarck (Februar 1918)

Auktion 117

Ergebnis
11.070€ (US$ 12,724) *

Details

Bei Langemarck (Februar 1918)
Radierung und Aquatinta auf Maschinen-Bütten. 1924.
29,2 x 24 cm (46,3 x 35 cm).
Signiert "Dix" und bezeichnet "VII". Auflage 70 num. Ex.
Karsch 76.

Der belgische Ort Langemark, seit November 1914 stark umkämpft, wurde im Frühjahr 1918 Schauplatz einer großangelegten deutschen Offensive gegen die französischen und englischen Truppen. Wie sehr die vier Jahre Kampf dem Landstrich zugesetzt haben, lässt sich anhand von Dix' schonungsloser Schilderung auch heute noch wirkungsvoll nachempfinden: Der von Schützengräben durchzogene Boden ist zerklüftet, Granattrichter reihen sich aneinander und bilden Wellen, die Tote unterschiedlichen Verwesungsstadiums an die Erdoberfläche treiben. Zerborstene Bäume und Stacheldrahtverhaue ziehen sich durch die Landschaft, rahmen Fragmente ausgebombter Dörfer, der nach hinten ausgedünnte Strich zeigt einen schemenhaften, hoffnungslosen Ausblick in die Ferne. Das Blatt ist Teil des Zyklus "Der Krieg", den die Vossische Zeitung nach Erscheinen "ein Zeitdokument ersten Ranges" nannte. Gedruckt bei Otto Felsing, Berlin, Mappe I, Blatt VII. Prachtvoller, kräftiger Druck mit leicht zeichnender Plattenkante, mit Rand.

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Los 8255Dix, Otto
Überfall einer Schleichpatrouille

Auktion 117

Ergebnis
6.150€ (US$ 7,069) *

Details

Überfall einer Schleichpatrouille
Radierung und Aquatinta auf BSB-Maschinenbütten. 1924.
19,5 x 14,5 cm (47,50 x 35,5 cm).
Signiert "Dix" und bezeichnet "IV". Auflage 70 num. Ex.
Karsch 113a (von b).

Zehn Jahre nach Ausbruch des Ersten Weltkrieges befällt den Künstler erneut das Bedürfnis, sich an dem einst Erlebten abzuarbeiten. Nach dem Studium drucktechnischer Verfahren bei Wilhelm Herberholz an der Düsseldorfer Kunstakademie findet Dix die ideale Formensprache, um das Grauen, das ihm, nach eigener Aussage, seit einem Jahrzehnt durch die Träume schießt, in einen Zyklus von 50 Bildern ("Der Krieg") zu bannen. Die Darstellung offenbart eine konzentrierte Heftigkeit in der künstlerischen Umsetzung, die sich in der brutalen Schnelligkeit des tödlichen Angriffs wiederfindet: Wild schraffierte, harte Striche stehen in starkem Kontrast zu den aufblitzenden weißen Leibern. Gedruckt bei Otto Felsing, Berlin, Mappe V, Blatt IV. Prachtvoller, teils gratiger und samtiger Druck mit leicht zeichnender Plattenkante, mit Rand.

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Los 3179Dix, Otto
Branka Musulin. Signierte Original-Lithographie

Auktion 116

Zuschlag
340€ (US$ 391)

Details

Dix, Otto. "Branka Musulin". Signierte Original-Lithographie auf Vélinkarton, in der Platte signiert, datiert (19)49 und betitelt sowie unten rechts bezeichnet und signiert in Bleistift: "7/10 Dix". Bildgröße ca. 43 x 30 cm. Blattgröße ca. 50 x 35 cm. Unter Glas in vergoldeter Holzprofilleiste gerahmt. Dresden 1949.
Karsch 163. – Eines von nur 10 Exemplaren des Sonderdrucks als "Akademiedruck" der "Akademie der Bildenden Künste Dresden" mit deren Blindstempel mittig unter dem Bild. Porträt der kroatisch-deutschen Pianistin Branka Musulin (1917-1975) im Vollprofil nach rechts. – Wohlerhaltenes frisches Blatt. - Versand nur ohne Rahmen.

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Los 2719Dix, Otto
Brief 1951

Auktion 115

Zuschlag
150€ (US$ 172)

Details

Dix, Otto, Maler und Graphiker (1891-1969). Eigh. Brief mit U. "Otto Dix". 1 S. Gr. 4to. O. O. 2.XI.1951.
An einen Kunstverlag. "... Seit 1950 befindet sich nun schon das Bild 'Hegau' zur Reproduktion bei Ihnen ... Haben Sie die Reproduktion gemacht? Nach unserer Vereinbarung 2. verpflichteten Sie sich das Bild baldmöglichst zurückzusenden ...". - Mit Eingangsstempel und verstärkter Lochung.

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Los 3080Dix, Otto
Das Evangelium nach Matthäus

Auktion 115

Zuschlag
340€ (US$ 391)

Details

Dix, Otto. - Das Evangelium nach Matthäus. Luther-Übersetzung revidiert 1956. Mit der Vorrede zum Neuen Testament aus dem Jahre 1546 von D. Martin Luther. 104 S., 2 Bl. Mit 33 Orig.-Lithographien von Otto Dix. 29,5 x 23,5 cm. OHalbpergament mit goldgepr. RTitel. In OPappschuber. Berlin, Käthe Voigt, (1960).
Karsch 235-267. Tiessen II 52 mit Abb. – Eines von 300 nummer. Exemplaren der besseren Ausgabe in Halbpergament (Gesamtauflage: 2000). Titel von Dix signiert. – Tadelloses Exemplar.

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Los 8234Dix, Otto
Selbstporträt im Profil

Auktion 115

Ergebnis
1.353€ (US$ 1,555) *

Details

Selbstporträt im Profil
Lithographie auf dünnem glatten Kupferdruckpapier. 1922.
21 x 14,9 cm (37,4 x 27,3 cm).
Signiert "Dix".
Karsch 50.

Ausgezeichneter Druck mit breitem Rand.

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Los 8235Dix, Otto
Gefunden beim Grabendurchstich (Auberive)

Auktion 115

Ergebnis
3.444€ (US$ 3,959) *

Details

Gefunden beim Grabendurchstich (Auberive)
Radierung mit Aquatinta auf Bütten. 1924.
19,5 x 29 cm (32 x 36,8 cm).
Signiert "Dix" und bezeichnet "IX". Auflage 70 num. Ex.
Karsch 98 a (von b).

Blatt 9 aus Mappe III "Der Krieg", erschienen bei Karl Nierendorf, Berlin 1924, gedruckt bei Otto Felsing. Die Sammlung bestand aus 50 Graphiken, verteilt auf fünf Mappen mit je zehn Blättern. Dix, der selber als Artillerieschütze in den Gräben an der Somme und an der Ostfront gelegen hatte, konzentrierte sich auf die Folgen der Schlacht: tote, sterbende und verwundete Soldaten, ausgebombte Landschaften und Gräber. Die Radierungen "breiten wie in 50 Momentaufnahmen die ganze Hölle des Ersten Weltkrieges aus, weniger die Kämpfe sondern mehr das Elend der Soldaten, (...) das hinter der Maske jener Dynamik liegende wahre Gesicht: die Folgen für die Menschen, das Verrecken, den Tod, das Verfaulen, die Gerippe." (Dietrich Schubert, Otto Dix, Die Radierungen 'Der Krieg' von 1924, in: Kunsthistorische Arbeitsblätter 2002, Heft 9, S. 40). Prachtvoller, differenzierter Druck mit breitem Rand.

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Los 8236Dix, Otto
Kantine in Haplincourt

Auktion 115

Ergebnis
5.412€ (US$ 6,221) *

Details

Kantine in Haplincourt
Radierung auf BSB-Bütten. 1924.
19,8 x 25,9 cm (35 x 47,5 cm).
Signiert "Dix" und bezeichnet "VII". Auflage 70 num. Ex.
Karsch 106 a (von b).

Blatt 7 aus Mappe IV "Der Krieg", einer der eindringlichsten Anklagen gegen den Krieg, erschienen bei Karl Nierendorf, Berlin 1924, gedruckt bei Otto Felsing. Dix' Verleger Karl Nierendorf in Berlin verteilte das Portfolio mit der pazifistischen Organisation "Nie wieder Krieg" in ganz Deutschland, obwohl Dix selbst einen kriegsverhindernden Einfluss seiner Blätter bezweifelte. Trotz der intensiven Öffentlichkeitsarbeit verkaufte Nierendorf nur ein komplettes Portfolio aus der Auflage von siebzig. Nach der Machtergreifung durch die Nationalsozialisten wurde die Restauflage vernichtet. Werner Haftmann nannte die Kriegsmappe in einem Artikel über politische Kunst 1957 die "bedeutendsten Kriegsdarstellungen im 20. Jahrhundert". Prachtvoller, herrlich klarer Druck mit dem vollen Rand.

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Los 7046Dix, Otto
"Meine Mutter auf dem Totenbett I"

Auktion 114

Ergebnis
246€ (US$ 283) *

Details

"Meine Mutter auf dem Totenbett I"
Lithographie auf Zerkall-Bütten. 1954.
43 x 61,5 cm (54 x 76,5 cm).
Betitelt und bezeichnet "Probe".
Karsch 206.

Probedruck außerhalb der Auflage von 25 Exemplaren. Prachtvoller Druck mit dem vollen Rand.

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Los 3082Dix, Otto
Das Evangelium nach Matthäus

Auktion 114

Zuschlag
300€ (US$ 345)

Details

Dix, Otto. - Das Evangelium nach Matthäus. Luther-Übersetzung revidiert 1956. Mit der Vorrede zum Neuen Testament aus dem Jahre 1546 von D. Martin Luther. 104 S., 2 Bl. Mit 33 Orig.-Lithographien von Otto Dix. 29,5 x 23,5 cm. OLeinenband mit OSchutzumschlag (dieser mit kleinen Randläsuren). Berlin, Käthe Voigt, (1960).
Karsch 235-267. Tiessen II 52 mit Abb. Eines von 1600 numer. Exemplaren der Normalausgabe in Leinen (Gesamtauflage: 2000). – Sehr gutes Exemplar.

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Los 8336Dix, Otto
Katze

Auktion 113

Ergebnis
6.765€ (US$ 7,776) *

Details

Katze
Farblithographie auf Van Gelder Zonen-Bütten. 1959.
38,5 x 50,5 cm (44,2 x 58,5 cm).
Signiert "Dix" und datiert. Auflage 63 num. Ex.
Karsch 231 II.

Farblich sehr schön nuancierter und lebendiger Druck mit dem vollen Rand, unten mit dem Schöpfrand.

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Los 4118Dix, Otto
Portrait of the painter Otto Dix and his son Ursus

Auktion 113

Ergebnis
369€ (US$ 424) *

Details

Photographer unknown (Hugo Erfurth?). Portrait of the painter Otto Dix and his son Ursus. Circa 1929. Vintage gelatin silver print. Each 17,7 x 12,9 cm. Hinge-mounted in mat.

Handling creases and one stronger crease in upper right portion, slight edge wear, small spot in lower right corner.

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[*]: Regelbesteuert gemäß Auktionsbedingungen. [^]: Ausgleich von Einfuhr-Umsatzsteuer.

* Including buyer’s premium of 23 %. Without VAT. No liability for errors or omissions.


Galerie Bassenge
Erdener Str. 5A
14193 Berlin

Öffnungszeiten:
Montag bis Donnerstag, 10–18 Uhr,
Freitag, 10–16 Uhr

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Fax: +49 30 8918025
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