Roeper, Oscar. System einer beweglichen Brücke. 2 Bl., 48 S. Mit 2 mehrfach gefalteten lithographischen Tafeln von E. Ritter. 21 x 14 cm. Flexibler Bibliotheksumschlag d. Zt. (Umschlag gebräunt, Ränder etwas beschädigt, durchgehend gebräunt, Unterkante knapp beschnitten) mit Bibliotheksschild. Hamburg, O. Meissner, 1868.
Einzige Ausgabe. Sehr frühes Beispiel für die Konstruktion einer Hubbrücke für den Eisenbahnverkehr über die Elbe zwischen Altona und Harburg. Die große Mittelöffnung sollte 388 Fuß (ca. 120 m) überspannen, eine Weite die nur von wenigen modernen Hubbrücken überboten wird. Die Hamburger Kattwyckbrücke ist mit 96 Meter Breite heute die größte Hubbrücke Deutschlands. Roeper beschreibt in Teil 1 sein "System einer beweglichen Brücke", Teil II (S. 11-34) umfasst die "Beschreibung des Projects Harburg-Altona" (dazu die 2 Tafeln), der dritte Teil enthält eine "Kurzgefasste Berechnung der Dimensionen der Brückenbahn". Der meist in Hamburg tätige Ingenieur Oscar Roeper (1844-1896) studierte in Karlsruhe und Hannover, ging dann nach Hamburg ins Büro Westphalen, anschließend war er bis Sommer 1868 in Lübeck tätig. Seit 1876 war er Leiter des Ingenieurwesens in der Stadtabteilung der Baudeputation Hamburg. In dieser Funktion baute er zahlreiche Brücken und Schleusen in der Stadt. Denkschrift zum 50jährigem Stiftungsfest des Architekten- und Ingenieurvereins zu Hamburg (1909). – Titel mit zwei alten Bibliotheks-Stempeln, Rückendeckel innen mit Abgabestempel. Beide Tafeln alt hinterlegt.
Rosenthal, Gottfried Erich. Die Zinngieser (!) und andere vor den schädlichen Folgen ihrer Arbeit beym Feuer in Sicherheit zu setzen oder Beschreibung eines neuerfundenen, sehr nützlichen Zinngieserofens nebst Abbildung in 3 Kupfertafeln. 12 S. Mit 16 Abbildungen auf 3 litographischen Tafeln. 20 x 17 cm. Moderner Halbleinen (sehr guter Zustand). Erfurt, G. A. Keyser, 1792.
Engelmann 311. Poggendorff II, 697. – Einzige Ausgabe dieser Abhandlung, "vorgelesen in der Kurfürstl. Mainzl. Akademie nützlicher Wissenschaften in Erfurt, den 2ten Dec. 1791". Der "geachtete wissenschaftliche Schriftsteller" (Karmarsch) G. E. Rosenthal (1745-1814), der eigentlich Bäcker in Nordhausen gewesen ist, hat verschiedene meteorologische Publikationen herausgegeben und sich auch mit der Entwicklung von Thermometern und anderen Geräten beschäftigt. Er hat auch das Werk "Die natürliche Magie" von J. C. Wiegleb wie auch J. K. G. Jacobssons "Technologisches Wörterbuch" fortgeführt. Zu letzterem stellte er auch eine umfangreiche Bibliographie, die "Litteratur der Technologie", zusammen. In vorliegendem Aufsatz stellt er die Erfindung des Zinngießermeisters Edler, einen weniger "Kohlendämpfe" abgebenden Zinngießer-Windofen, vor. – Behutsam gereinigtes Exemplar.
Rutter, J(ohn). Das Ganze der Gasbeleuchtung, nach ihrem jetzigen Standpunkte. Oder praktische Anweisung, das Leuchtgas aus mineralischen, vegetabilischen und animalischen Stoffen zu gewinnen, ganze Städte, sowie auch einzelne Fabrikgebäude und Wohnhäuser durch Gas auf's vortheilhafteste zu erleuchten, und tragbare Gaslampen zu verfertigen, nebst Beschreibung und Abbildung aller hierzu erforderlichen Apparate, nach ihrer zweckmäßigsten Einrichtung und Construction. Nach dem Englischen bearbeitet und mit Zusätzen vermehrt. XIV S., 1 Bl., 434 S. Mit 10 gefalteten lithographischen Tafeln.18 x 10,5 cm. Marmorierter Pappband d. Z. (minimal bestoßen) mit grünem Rückenschild. Quedlinburg und Leipzig, Gottfried Basse, 1835.
Schivelbusch 152. Engelmann 316. Malberg 24. Vgl. Boase in BBA I, 958, Fiche 92. – Einzige deutsche Ausgabe. Umfangreiche Darstellung zur Geschichte und Entwicklung der Gasbeleuchtung in Großbritannien von den Anfängen bis 1835. Abschnitt 1 (S. 5-71) behandelt die verschiedenen Arten des Gases, ihre Ursprungsstoffe sowie die Produktion. Abschnitt 2 (S. 72-358) über die zur Gasherstellung erforderlichen Apparate mit Beschreibungen u.a. der Entwicklungen von Samuel Clegg, George Lowe, Edward Cowper und James Malam. Der dritte Abschnitt über die Verwendung des Gases in Gebäuden ohne öffentlichen Anschluß. Ab. S. 407 der Anhang von Rutter "Bemerkungen über Gas-Bereitung und Beleuchtung", die eine Übersetzung von dessen 1833 erschienenem Aufsatz "Practical observations on gas-lightning" darstellen. Rutter (1799-1888) war zwischen 1835 und 1888 Superintendent der "Brighton gas light and coke Co." und gilt im übrigen als "einer der führenden englischen Gasingenieure zwischen 1830 und 1850". – Etwas stockfleckig. Tafel 4 mit kleinem Loch, Tafel 9 verso im Falz gebräunt. Insgesamt gutes Exemplar.
Sammlung der wichtigeren Bauobjecte
Gr: bad: Odenwaldbahn zwischen Heidelberg und Mosbach
Los 385
Schätzung
1.200€ (US$ 1,379)
Sammlung der wichtigeren Bauobjecte der Gr: bad: Odenwaldbahn zwischen Heidelberg und Mosbach enthaltend. Nach den Materialien Grosh. Oberdirection des Wasser- und Strassenbaues geordnet, zusammengestellt & gezeichnet im Studienjahr 1862/63. 2 gefaltete Bl. Text. Mit gefaltetem lithographischen Titel mit Titelvignette (Ansicht von Heidelberg) und 64 (3 farbigen, 1 getönten) doppelblattgroßen (1 zusätzlichen gefalteten) lithographischen Tafeln. 43,5 x 30,5 cm. Halbleder d. Zt. (Etwas beschabt und bestoßen, Kapitale etwas beschädigt). Karlsruhe, J. Veith, 1862-1863.
Weech I, 453ff. Hauptkat. Landesgewerbeverein Hessen 5012. – "Das bedeutendste Bauwerk dieser Bahnstrecke ist die Brücke über den Neckar bei Neckarelz; dasselbe ist bedeutend nicht nur durch seine Grössenverhältnisse, sondern auch durch seine Stellung in Beziehung auf den Neckarlauf." (Vorrede) Diese in einem großen Bogen über den Neckar sich ziehende Gitternetzbrücke hat fünf Öffnungen zwischen 160 und 120 Fuß Länge (Gesamtlänge ca. 190 m). Sie wurde von dem badischen Oberbaurat Franz Keller (1807-1870) entworfen und von der Maschinenfabrik Esslingen unter Leitung von Moritz Schröter (1813-1867) vom Frühjahr 1860 bis in den Oktober 1862 gebaut. Enthalten sind hierzu eine Gesamtansicht (mit Tonplatte), Situationsplan sowie 10 Tafeln mit Details. Die anderen Tafeln mit Streckenverlauf und Nivellement sowie Darstellungen von Tunnelportalen bei Heidelberg, Stationsgebäuden und Bahnhofsplänen, Brücken und Viadukten, Schienenverbindungen, Signalen etc. – Leicht stockfleckig, 3 Tafeln stärker. Tafel 53 mit minimalem Bildverlust beschnitten.
Provenienz: Vorblatt mit Widmung in blauem Buntstift: "Paulsch Bausch from his friend Hector von Bayer".
Sammlung von ca. 60 farbigen Broschuren zu Automobiltypen
der 50er und wohl frühen 60er Jahre
Los 386
Schätzung
120€ (US$ 138)
Oldtimer. - Sammlung von ca. 60 farbigen Broschuren zu verschiedenen deutschen Automobiltypen der 50er und wohl frühen 60er Jahre. Verschiedene Formate. Lose in Leitzordner der Zeit. Deuschland, um 1955.
Für Oldtimerfahrer interessante Sammlung mit technischen Anleitungen, Werbematerial, Prospekten, Flyern etc. zu Autotypen der 50er Jahre, darunter Firmen und Modellen wie VW, BMW 501, Taunus 15M Kombi, VW Transporter (Bulli), Ka-Ro Tip (Isetta), Gogomobil, Goliath, DKW, Kabinenroller, NSU, Porsche, Opel Olympia Record, Auto Union, RAF Champion 400H, Mercedes 220, 170 S und 170 D, Ford Taunus 12M, VW Champion 400, Opel Kapitän 1951, Borgward, Hansa 1500 usw. – Mit Gebrauchsspuren.
Schlichtegroll, Antonin
Ueber den Nutzen der breitfelgigten Räder an Fracht- und anderm schweren Fuhrwerk, mit besonderer Rücksicht auf die Einführung derselben im Königreich Bayern und in Deutschland überhaupt
Los 387
Schätzung
200€ (US$ 230)
Schlichtegroll, A(ntonin). Ueber den Nutzen der breitfelgigten Räder an Fracht- und anderm schweren Fuhrwerk, mit besonderer Rücksicht auf die Einführung derselben im Königreich Bayern und in Deutschland überhaupt. Titel, VI, 92 S., 1 Bl. Inhalt, 1 weißes Bl. Mit 1 lithogr. Tafel. 20,5 x 12 cm. Roter Pappband d. Zt. (Kanten und Kapitale bestoßen, etwas angestaubt). München, E. A. Fleischmann, 1819.
Engelmann 340. NDB XXIII, 72. – Einzige Ausgabe. Schlichtegroll setzt sich vehement für die Einführung breitfelgiger Räder bei Fuhrwagen ein und behandelt ausführlich deren Vor- und Nachteile. Auch beschreibt er die Bedingungen, die beim Straßenbau besonders beachtet werden müssen. Im dritten Abschnitt setzt er sich mit den Erfahrungen, die in England, Frankreich und Holland bereits im 18. Jahrhundert gemacht worden sind, auseinander, die auch auf seinen eigenen Reiseerlebnissen beruhen. Der 5. Abschnitt widmet sich der besten Konstruktionsart und enthält einige Kostenvoranschläge. Als Anhang sind Übersetzungen von zwei französischen Gesetzen zum Thema aus dem Jahr 1802 bzw. 1804 beigefügt. Antonin Schlichtegroll (1793-1873) war ein Sohn von Friedrich Schlichtegroll, Generalsekretär der Bayer. Akademie der Wissenschaften und Förderer Alois Senefelders. Er avancierte später zum Oberbaurat und Konservator der Modellsammlung der Polytechn. Schule in München. 1844 publizierte er deren Katalog. Das Frontispiz ist eine Inkunabel der Lithographie (nicht bei Winkler). – Lithogr. Exlibris der "Herzogl. Kabinets-Kanzley Bibliothek". Nur wenig stockfleckiges Exemplar auf kräftigem Papier.
Simplon-Tunnel. Erinnerung an die Eröffnungs-Feier. 50 S., 1 Bl. Mit 1 mehrfach gefalteten farbig lithographischen Karte und 89 Abbildungen nach Fotografien auf 70 (4 gefalteten) Lichtdrucktafeln und einigen Abbildungen im Text. 24 x 32 cm. Rote OLeinwand (etwas berieben, bestoßen und leicht fleckig)mit goldgeprägtem DTitel. Sécheron-Genève, Société Anonyme des Arts Graphiques, 1906.
Vgl. Saitz S. 45-51. Schneider S. 192-195. – Erste Ausgabe dieses schönen Erinnerungsalbums, herausgegeben von den Schweizerischen Bundesbahnen. Mit einem beschreibenden Text zur Trassierung, Geschichte, Finanzierung, Tunnelbaumethode, Fortgang der Arbeiten, auftauchenden Hindernissen und Zufahrtslinien von Paul Zutter (übersetzt aus dem Französischen von Th. Sourbeck). Der seinerzeit längste Tunnel der Welt wurde von der Firma von Brandt, Brandau & Cie. ausgeführt, deren neu entwickelte druckwassergetriebenen Bohrmaschinen wesentlich zum Erfolg u. zum Einhalten der vorgegebenen Bauzeit beitrugen. "Brandt (1846-1899) hatte mit Übernahme dieser Bauausführung eine völlig neue Bahn auf dem Gebiete des Tunnelbaues betreten... Die am Simplontunnel schon bald nach Einführung der maschinellen Bohrung erreichten Resultate zogen die Aufmerksamkeit aller Fachleute auf sich..." (Denkschrift zum 50jährigen Stiftungsfest des Arch.- u. Ingenieurvereins zu Hamburg... 1909, S. 88). Unter den Fotos zahlreiche Ansichten der Umgebung, aber auch der Bohrmaschinen und Arbeitseinrichtungen, der eigentlichen Arbeit im Tunnel, Wassereinbrüchen bis hin zum rollenden Material. Die gefalteten Tafeln zeigen Panoramen des Monte-Leone-Massivs. – Innensteg bei wenigen Blättern offen. Teilweise etwas stockfleckig.
Smeaton John
Recherches expérimentales sur l'eau et le vent
Los 389
Schätzung
450€ (US$ 517)
Smeaton, J(ohn). Recherches expérimentales sur l'eau et le vent... d'une Introduction par M. P(ierre) S(imon) Girard. 2 Bl., XXVIII, 102 S., 1 Bl. "Table". Mit 5 gefalteten gestochenen Tafeln von N. L. Rousseau nach J. Smeaton. 27,5 x 21 cm. Hellroter Pappband d. Z. (Rücken und Kanten verfärbt. Ecken und Kapitale bestoßen) mit goldgeprägtem RTitel und goldgeprägter Bordüre auf beiden Deckeln. Paris, Courcier u. La Haye, Immerzeel, 1810.
Weinreb 45/491. Roberts-Trent S. 297, Skempton 1343 und Andrews: Hydraulics 356 (Originalausgabe). Karmarsch: Gesch. der Technologie S. 196 und 201. Singer: Hist. of Techn. IV, S. 151ff. (mit 3 Abb.). Buchheim-Sonnemann 187 (mit Abb.) Matschoss S. 254. – Erste französische Ausgabe von "Experimental Enquiry Concerning the Natural Powers of Wind and Water to turn Mills and other Machines..." (London 1794). Die vorliegende Arbeit gilt als ein Meilenstein in der Geschichte des Experiments mit Modellen in den technischen Wissenschaften. 1752 und 1753 hatte Smeaton (1724-1792) mit ober- und unterschlächtigen Wasserrädern experimentiert und die Überlegenheit der ersteren herausgefunden. 1758 überprüfte er die gängigen Theorien der Windmühlen und lieferte "werthvolle Aufklärungen über die zweckmäßige Konstruktion der Windflügel" (Karmarsch). Die Ergebnisse wurden in den "Philosophical Transactions" publiziert und posthum 1794 in einem Band herausgegeben. Für die Erforschung der Wirksamkeit von Wasserrädern und Windmühlen sind sie bahnbrechend gewesen. "Girard's enthusiastic translation of Smeaton's work early in the 19th century gave it a place of prominence in French as well as English engineering literature". (Rouse/Ince S. 121ff. mit 2 Abb., hier S. 123). Die Kupfer zeigen die Versuchsmodelle und sind gute Kopien der Originalausgabe. Teils geben sie auch noch den Maßstab in Metern an. – Vorsatz mit eigenhändiger Widmung mit Unterschrift des bedeutenden Ingenieurs, Hydraulikers und Übersetzers P. S. Girard (1765-1863) für seinen nicht weniger wichtigen Kollegen und "bon Camarade" Joseph Mathieu Sganzin (1750-1837). Titel, 1. Blatt und Tafeln mit Stempel der "Société d'encouragement (pour l') industrie nationale". Mit Bibl.- Schild. Nur wenig beschnittenes, kaum stockfleckiges und breitrandiges Exemplar.
Staricius, Johannes. Naturkündliches Bedencken uber und bey Vulcanischer auch Natürlicher Magischer Fabrefaction unnd Zubereitung der Waffen deß Helden Achillis in Griechenlandt. 50 nn. Bl. Mit etwa 19 Textholzschnitten. 18 x 14,5 cm. Flexibler roter Pergamentband d. Zt. (stark beschabt, Schließbänder fehlen). O. O. u. Drucker, 1616.
VD17 23:292869A. Brüning 1164. Jähns 986. – Zweite Ausgabe, erstmals in Frankfurt 1615 erschienen und wesentlich erweitert bis ins 18. Jahrhundert gedruckt. J. Staricius (Stariz; 1580-16XX) ist auch als Komponist und Dichter hervorgetreten, lt. Vorrede war er 1615 Notar und Gerichtsprokurator in Aschaffenburg. Der erste Teil enthält ein Rezeptbuch für Soldaten mit vielen Rezepten zu unterschiedlichen Bereichen. Der zweite Teil (ab Blatt J1 verso) mit dem Titel "Von Artillerey oder Büchsenmeisterey: Item/ von Pulvermachen unnd Feuerwercken" u.a. mit Absätzen zum Guß von Geschützen und der Anwendung des "Büchsenzirkels. – Spiegel mit wohl zeitgenössishen, jedoch schwer lesbaren Einträgen und/oder Besitzvermerken. Vorsatz und hinterer Spiegel mit Besitzvermerk Samuel Ebertus (d.i. ev. Samuel Ebert [1747-1807], seit 1791 Prediger an der St. Georgenkirche in Leipzig; vgl. Döring: Gelehrte Theologen S. 353). Vorsatz mit Eintrag: "Kiehne Hamburg, 9. März 1942". Spiegel mit Stempel: "Manfred K. Walther Nr. [hs.] 251".
Papier lappig, leicht gebräunt, vereinzelte Wasseränder und Tintenflecke. Blatt B1 mit kleinem Ausriss, einige kleinere Einrisse. Selten.
Voch, Lucas. Strombau an dem Lech und Wertach. 70 S., (7 S., 3 S. Anzeigen). Mit 10 mehrfach gefalteten gestochenen Tafeln nach Zeichnungen des Verfassers. 16 x 10 cm. Halbleder d. Z. (beschabt) mit goldgeprägtem RSchild und Sprenkelpapierbezug. Augsburg, E. Klett Wittwe und Franck, 1778.
Engelmann 414. Baader I, 297. Andrews: Science and Engineering of Water S. 276, 2 Abb. – Einzige Ausgabe. Der Augsburger Architekt und Ingenieur Lukas Voch (1728-1783) lernte bei seinem Vater die architektonischen und mathematischen Grundlagen, bevor er sich in Berlin in den ingenieurwissenschaftlichen Bereichen fortbildete. Später war er als Ingenieur in Augsburg tätig und "war ein guter praktischer Baumeister" (Baader). Das vorliegende Werk ist eine Fortsetzung von Vochs 1767 erschienener "Anleitung zum Wasserbau". Besonders wichtig ist ihm Kapitel 6, in dem er drei hölzerne Wasserwehre bei Landsberg und Augsburg beschreibt, die er möglicherweise selbst entworfen hat. Glonner lernte bei seinem gleichnamigen Vater in Nymphenburg und bei François Cuivillés d. Ä. Es folgten Aufenthalte in Frankreich, Köln, Danzig und München. – Gestempelt Wappenexlibris "Franç. Antoine Glonner a: BurgHausen", d.i. Franz Anton Glonner II. (1750-1834; seit 1777 Stadt- und Hofmaurermeister des Rentamtes der Stadt Burghausen (vgl. AKL 56, S. 213). Spiegel mit Kauf- und Buchbinderpreis (1 Gulden, 9 Kreuzer). Tafeln gering knittrig. Exlibris mit Lacksiegel und handschriftlicher Nummer 457 (auf dem Rücken).
Vuigner, Emile
Mémoire relatif aux travaux exécutés du camp de Chalons
Los 392
Schätzung
750€ (US$ 862)
Im Wappeneinband von Napoleon III.
Vuigner, Emile. Mémoire relatif aux travaux exécutés pour l'établissement de l'embranchement du camp de Chalons (Atlas). 4 Bl. Mit 18 doppelblattgroßen gestochenen Tafeln. 34,5 x 28 cm. Dunkelgrüner Chagrinlederband d. Z. (Ecken minimal bestoßen, unteres Kapital mit kleiner Fehlstelle, die Gelenke dort schwach angeplatzt) mit ornamentaler RVergoldung, goldgeprägtem RTitel, breiten ornamentalen Deckelfileten mit Wappensupralibos von Napoleon III., doppelten Stehkantenfileten, Innenkantenbordüre und Goldschnitt. Paris, Dunod, 1863.
Nicht bei Engelmann und Metzeltin. – Seltene architektonische Dokumentation über die Errichtung verschiedener Eisenbahnbrücken auf und in der Region des Truppenübungsplatzes von Camp de Châlons Nahe Châlons-en-Champagne, einem ca. 10.000 Hektar großen Militärareal, das im Auftrag von Napoleon III. errichtet und am 30. August 1857 feierlich eröffnet wurde, bei den Olympischen Sommerspielen von Paris 1924 diente es als Austragungort für Schießwettkämpfe. Der Pariser Ingenieur Emile Vuigner (1798-1865) war am Bau verschiedener Brücken- und Eisenbahnlinien während des Zweiten Französischen Kaiserreichs beteiligt, darunter die Kanalbrücke Clignon sowie die Eisenbahnlinie Paris-Est-Nancy. Enthält neben den detaillierten Bauplänen auch eine Generalkarte des Paradeareals mit Umgebung. – Etwas stockfleckig. Persönliches Exemplar für den Auftraggeber Napoleon III. (1808-1873) im prächtigen Wappeneinband aus dessen Privatbibliothek.
Weidenkeller, Johann Jakob
Von dem Nutzen und der Nothwendigkeit der technisch ökonomischen Erziehungs-Institute verbunden mit Kultivirung des bisher unkultivirten Landes in allen europäischen Staaten
Los 393
Schätzung
400€ (US$ 460)
Weidenkeller, J(ohann) J(akob). Von dem Nutzen und der Nothwendigkeit der technisch ökonomischen Erziehungs-Institute verbunden mit Kultivirung des bisher unkultivirten Landes in allen europäischen Staaten. Nebst einem Bericht über das von Sr. Majestät dem Könige Ludwig von Bayern allergnädigts in der Art gegründete Institut zu Nürnberg. X, 256 S. Mit 7 gefalteten lithographischen Tafeln. 17 x 10 cm. Bayrisch-blauer Pappband d. Zt. (etwas berieben, Silberprägung teils oxidiert, Gelenke angeplatzt, Rücken verfärbt und mit Bibl.-Schild) mit silbergeprägtem Rücken und Deckeln sowie dreiseitigem Silberschnitt. Nürnberg, im Verlag beim Verfasser, 1839.
Vgl. ADB XLI, 447 und Bosl 827. – Erste Ausgabe. Der aus Kempten gebürtige Veterinärmediziner Weidenkeller (1789-1851) "war auch ein engagierter Philantrop: Im Jahre 1833 rief er eine 'Arme-Knaben-Erziehungsanstalt' in der (Nürnberger) Vorstadt Lichtenhof ins Leben, die er bis zu seinem Tode leitete." (Berühmte Nürnberger S. 392). Diese Anstalt war der "Kgl. Kreislandwirtschafts- und Gewerbeschule" angegliedert, die bis 1931 existiert hat (vgl. Stadtlexikon Nürnberg S. 584). Die vorliegende Arbeit enthält einen Bericht über die ersten Jahre der Schule, von besonderem Interesse ist die Beschreibung einer "im Jahr 1838 unternommenen technisch-landwirthschaftlichen Reise durch den größeren Theil des Königreichs Bayern", der die S. 114-234 umfasst. Ab S. 241 folgt ein 190 Positionen umfassendes "Verzeichniß der Mitstifter" der Anstalt inkl. der jährl. Beiträge. Das Frontspiz (Bildgr. ca. 16 x 45 cm) zeigt eine Gesamtansicht, die übrigen Tafeln mit Darstellung von Hohenschwangau, Vertreter der Schüler sowie landwirtschaftliche Geräte. – Tafeln etwas stockfleckig, innen sonst gut erhalten.
Weltausstellung Chicago
Folge von 18 Chromo-Lithographischen Tafeln
Los 394
Schätzung
750€ (US$ 862)
Weltausstellung Chicago. Folge von 18 Chromolithographischen Tafeln. Mit erläuterndem Text auf den montierten Seidenpapierhemdchen. Jeweils unter Passepartout. 56 x 43 cm. Lose in OMappe (stark lädiert, Deckel lose). 1893.
Folge von Ansichten der Weltaustellung Chicago 1893, mit ihr wurde der 400. Jahrestag der Landung von Kolumbus in der "Neuen Welt" gefeiert. Für das aufwendig produzierte Portfolio wurden verschiedene Künstler beauftragt, die das "Weltereignis" in stimmungsvollen, detailgenauen Abbildungen festhielten. – Einige der Seidenpapierhemdchen eingerissen.
Werden, Hugo van und Krupp
Fried. Krupp à Essen (Prusse), Aciérie
Los 395
Schätzung
450€ (US$ 517)
Werden, Hugo van. Fried. Krupp à Essen (Prusse), Aciérie aus "Cast-Steel Works". Panoramafotografie des Fabrikgeländes. Albumin, auf Karton gewalzt. Dort bezeichnet und mit lithographiertem Rahmen. 5 x 29 cm. Gussstahl-Fabrik, Aciérie, 1867.
Das aus sechs Teilen nahtlos zusammengefügte Panorama gibt einen hervorragenden Überblick über das gesamte Fabrikgelände der expandierenden Firma. Im Vordergrund links befindet sich ein Holzlagerplatz, dahinter erstreckt sich weit nach rechts ein langgestrecktes Gebäude, überragt von einigen Schornsteinen. Am rechten Bildrand stehen verschiedene Einzelgebäude, ebenfalls von Schornsteinen überragt. Das Foto ist sehr wahrscheinlich zur Weltausstellung in Paris 1867 erschienen, auf der Krupp mit seiner Riesenkanone großes Aufsehen erregte. Hugo van Werden (1836-1911) war als Werksfotograf für Krupp tätig. – Karton leicht gebräunt und rechte untere Ecke geknickt sonst wohlerhalten.
Wieck, Friedrich Georg
Die Manufaktur- und Fabrikindustrie des Königreichs Sachsen. Bei Gelegenheit der Gewerbe-Ausstellung in Dresden im Jahr 1845
Los 396
Schätzung
200€ (US$ 230)
Wieck, Friedrich Georg. Die Manufaktur- und Fabrikindustrie des Königreichs Sachsen. Bei Gelegenheit der Gewerbe-Ausstellung in Dresden im Jahr 1845. VIII S. (inkl. Schmucktitel), 1 Bl. Zwischentitel, 57 S. Mit farbig lithographierten Schmucktitel und in "Colorit-Druck ausgeführten Portrait". 24 x 15,5 cm. Bibl.-Halbleinen d. Z. (leicht bestoßen). Leipzig, B. G. Teubner, 1845.
Carpenter 18. Engelmann Suppl. 133. ADB 42, 372f. - Bibl.-Exemplar. – Der bekannte sächsische Technologe F. G. Wieck (1800-1860) beschreibt noch vor Eröffnung der Ausstellung die sächsische Industrie mit Schwerpunkten auf dem Maschinenbau sowie vor allem der Textilindustrie. Er behandelt aber auch Holzwaren, Musikinstrumente, Papierherstellung und Buchdruckerei. Der beigegebene "Koloritdruck, nämlich die Kunst, irgend einer Zeichnung in schwarzen Umrissen und schwarzer Schattierung vermittelst der Presse in Oel die entsprechenden Naturfarben zu geben", scheint eine Kombination von Holzstich und farbigen lithographischen Tonplatten zu sein. Drucktechnisch interessant ist auch der Titel, der in einem Rahmen als Untergrund ein feines Textilmuster wiedergibt. – Leicht gebräunt, schwacher Wasserrand.
Woltmann, Reinhard
Handbuch der Schiffahrtskunde. Zum Gebrauch für Navigationsschulen auch zum Selbstunterricht angehender Steuerleute
Los 397
Schätzung
600€ (US$ 690)
(Woltman, Reinhard). Handbuch der Schiffahrtskunde. Zum Gebrauch für Navigationsschulen auch zum Selbstunterricht angehender Steuerleute. Mit einer vollständigen Sammlung der unentbehrlichsten Seemannstafeln nebst 15 Kupfern und zwey Seecharten. 2 Teile in 1 Bd. I: XIV S., 1 Bl., 397 S. II: Zwischentitel, XVI, 227 S. Mit 15 gefalteten gestochenen Tafeln (2 von J. L. Semmelrahn nach E. W. Schuback) und 2 gefalteten gestochenen Karten von J. T. Hagemann nach E. W. Schuback. 21 x 12,5 cm. Marmoriertes Halbleder d. Zt. (beschabt, Ecken bestoßen) mit goldgeprägtem RSchild. Hamburg, J. G. Langhoff, 1819.
Schröder 4507, 13. ADB 44, 199. Hamb. Biographie 2, 451f. (alle zu Woltman). Crone Library 783. Houzeau-Lancaster 10792. – Erste Ausgabe dieses wichtigen Navigationslehrbuches, das von dem bekannten Hamburger Wasserbaudirektor Reinhard Woltman (1757-1837), wohl unter Mitarbeit des Lehrers an der Navigationsschule Johann Michael Müller (gest. 1819), herausgegeben worden ist. Ab der 4. Auflage von 1844 wurde es von dem bekannten Astronomen und Direktor der Hamburger Navigationsschule und Sternwarte K. L. Chr. Rümker (1788-1862) bearbeitet. Das erste Buch behandelt die mathematischen Grundlagen, das zweite Buch die praktische Schifffahrtskunde, also Schiffsrechnung nach Maß und Berechnung der Kurse, sowie deren Korrektur durch astronomische Beobachtungen. Der zweite Teil mit den unabdingbaren Tabellen. Die Kupfer zeigen Sternbilder, Instrumente, nautische Berechnungen, außerdem mit einer Weltkarte und einer Karte der Nordsee. Vorrede datiert "im October 1818". Vornamen und Sterbejahr von Müller nach den Hamburger Adressbüchern von 1818-1820. – Vorsatz mit zeitgenössischen Eintrag "J. L. Bonartz", Spiegel mit späteren Einträgen Baak (Baake). Vorsatz mit kleiner montierter teilkolorierten Tuschzeichnung eines Dreimasters. Leicht gebräunt, etwas stock- und tintenfleckig. 1 Tabelle mit längerem Einriss, 1 mit kleinem Ausriss (kein Textverlust).
Wucherer, Gustav Friedrich
Die Elementarlehren der Mechanischen Wissenschaften, oder die leichtern Sätze der Gleichgewichts- und Bewegungslehre fester, tropfbarer und elastisch flüssiger Körper
Los 398
Schätzung
300€ (US$ 345)
Wucherer, Gust(av) Fr(iedrich). Die Elementarlehren der Mechanischen Wissenschaften, oder die leichtern Sätze der Gleichgewichts- und Bewegungslehre fester, tropfbarer und elastisch flüssiger Körper... XLIV S., 2 Bl. 432 S. Mit 13 Kupfertafeln (recte: 13 ausfaltbaren lithographischen Tafeln aus der Steindruckerei von E. Kaufmann in Lahr). 19,5 x 12 cm. Halbleder d. Zt. (Gelenke angeplatzt, Ecken bestoßen, 1 Rückenschild mit kleiner Fehlstelle) mit 2 farbigen RSchildern. Karlsruhe, G. Braun, 1821.
Engelmann 445. Vgl. Ernst Kaufmann. 150 Jahre Druckerei und Verlag (1966) 1ff. Nicht bei Winkler: Frühzeit der dt. Lithographie. – Einzige Ausgabe. Wucherer (1780-1843), seinerzeit Professor für Physik und Technologie in Freiburg, behandelt Statik, Hydrostatik, Aerostatik, Mechanik, Hydraulik und Pneumatik. Er wurde vor allem dadurch bekannt, dass er sich 1817/1818 erfolgreich für den Fortbestand der Freiburger Universität eingesetzt hat. 1818 gründete er in Freiburg auf eigene Verantwortung das erste "Polytechnische Institut" Badens. Nach seinem Wechsel an das Karlsruher Gymnasium wurde er 1824 mit der Planung für ein dortiges Polytechnisches Institut beauftragt, dessen Gründungsrektor er 1825 wurde und aus dem die heutige TU hervorgegangen ist (vgl. Weech II, S. 522 u. M. Cantor in der ADB XXXXIV, S. 261ff.). Der Band enthält 13 lithographische Tafeln aus der Anstalt von Ernst Kaufmann (1780-1844) in Lahr, der 1816 als ein Schüler von Senefelder eine der ersten badischen Steindruckereien eröffnete. – Titel mit altem Stempel (ligiert: J. St.). Leicht gebräunt.
Bardtenschlager und Schroedter, Adolf
Die vier Hauptgetränke. (Champagner, Rheinwein, Maiwein, Punsch)
Los 399
Schätzung
600€ (US$ 690)
GASTROSOPHIE
Bardtenschlager. Die vier Hauptgetränke. (Champagner, Rheinwein, Maiwein, Punsch). Folge von 4 Farblithographien nach Adolf Schroedter. Unter Glas in reich vergoldeter, ornamentalen Profilleiste. Je 58 x 43 cm. Um 1860.
Thieme-Becker XXX, 291. Boetticher II/1, 661, 79-82. – Allegorische und überaus dekorative Darstellungen der vier Hauptgetränke (Champagner, Rheinwein, Maiwein und Punsch) als heiter inszenierte Genrebilder. Nach Aquarellen von Adolf Schroedter (1805-1875) mit humorvoller Stillleben- und Figurenstaffage. – Wohlerhalten (nicht ausgerahmt). Versand nur ohne Rahmen.
Brillat-Savarin, Jean Anthelme
Physiologie du gout, ou Méditations de gastronomie transcendante
Los 400
Schätzung
750€ (US$ 862)
(Brillat-Savarin, Jean Anthelme). Physiologie du gout, ou Méditations de gastronomie transcendante; ouvrage théorique, historique et a l'ordre du jour, dédié aux gastronomes parisiens. Teil II (von 2). 442 S. 19,5 x 12,5 cm. Etwas späterer Halblederband (etwas berieben, Rücken fleckig) mit dezenter RVergoldung und goldgeprägftem RTitel. Paris, A. Sautelet, 1826.
Vgl. Horn-A. 389. Weiss 504. Drexel 761. Georg 496. Mueller 30. – Band II der überaus seltenen, noch anonym erschienenen ersten Ausgabe. "Das berühmteste Buch, das je über die Gastronomie geschrieben wurde" (Schraemli 78). Erschien in einer Auflage von 500 Exemplaren, zahllose Nachdrucke folgten. "Das bekannteste seiner Werke ist 'La Physiologie du Goût' (Die Physiologie des Geschmacks, 1826 erschienen, 1865 ins Deutsche übersetzt), an dem er 25 Jahre lang gearbeitet haben soll. Darin geht es nicht nur um die Zubereitung exquisiter Speisen, sondern grundsätzlich um sehr geistvolle Theorien zu Tafelfreuden, eine Art Lebenslehre. Insbesondere wird hier zwischen Gourmand (französisch für Schlemmer) und Gourmet (französisch für Feinschmecker) unterschieden. Mit seinem Buch begründete er eine neue Form des Schreibens über Essen und trug in Europa wesentlich zur Weiterentwicklung der Kochkunst bei" (ebenda). Berühmt sind seine Aphorismen wie beispielsweise "Ein echter Feinschmecker, der ein Rebhuhn verspeist hat, kann sagen, auf welchem Bein es zu schlafen pflegte" oder "Ein gutes Essen ohne Dessert ist wie eine einäugige Schönheit". – Leicht stockfleckig, Vorsätze etwas leimschattig, fl. Vorsatz auch mit kleinem Papierrschildchen.
Bücking, Johann J. H
Gemeinnütziges Kochbuch für Jedermann
Los 401
Schätzung
300€ (US$ 345)
Bücking, Johann J. H. Gemeinnütziges Kochbuch für Jedermann. LXXX, 268 S., 4 Bl. Mit großer Holzschnitt-Vignette auf dem Titel. 16,5 x 10 cm. Halbleder d. Z. (berieben und bestoßen). Berlin und Magdeburg, (d. i. Stendal, Franzen und Grosse, 1790).
Vgl. VD18 10673911, Weiss 546 u. Holzmann-Bohatta II, 12247. – Nachdruck oder "billige Ausgabe" von "Diätisch und öconomisches Kochbuch" des Wolfenbütteler Arztes Johann J. H. Bücking (1749-1838). Gegenüber dem in Göttingen digitalisierten Exemplar der Originalausgabe fehlen hier der gestochene Titel und das Frontispiz, die Liste der Pränumeranten, das Inhaltsverzeichnis und die Zwei-Blatt-Anzeigen. – Braun- und stockfleckig und etwas gewellt.
Davidis, Henriette. Der Gemüse-Garten oder praktische Anweisung einen Gemüse-Garten mit Berücksichtigung der Schönheit und des reichlichen Ertrages zu besorgen. Nebst einem Anhange über das Conserviren der Gemüse etc. Dritte verbesserte und vermehrte Auflage. XIII S., 1 Bl., 223 S. 16,5 x 11,5 cm. Halbleinen d. Z. (berieben) mit goldgeprägtem RTitel. Iserlohn, Julius Bädeker, 1857.
Vgl. Dochnahl 33. – Dritte Auflage des zuerst 1850 erschienenen Handbuchs der berühmten Kochbuchautorin. – Stockfleckig.
Eupel, Johann Christian
Vollkommener Conditor oder gründliche Anweisung zur Zubereitung aller Arten Bonbons
Los 403
Schätzung
180€ (US$ 207)
Eupel, Johann Christian. Vollkommener Conditor oder gründliche Anweisung zur Zubereitung aller Arten Bonbons, Stangenzucker, Conserven, Roks und Drops... so wie auch zum Einmachen und Glasiren der Früchte, nebst Abhandlungen vom Zucker, ... ingleichen erprobte Vorschriften u. Recepte zu allen Gattungen der Kunstbäckerei... Ferner zu den beliebtesten Arten künstlicher Getränke u. Chocoladen... 7. vermehrte und verbesserte Auflage. S. V-XVIII, 286 S. Mit 7 (1 gestochene und 6 lithographische) gefalteten Tafeln. 17 x 11 cm. Blindgeprägter OLeinenband (Rückengelenke mit kleinen Fehlstellen und Kapitale mit kleinen Einrissen) mit goldgeprägtem RTitel. Weimar, Voigt 1860.
Weiss 983. – Rezeptbuch von Johann christian Eupel (keine Lebensdaten vorhanden) mit zahlreichen Anweisungen zum backen, glasieren, einmachen und vieles mehr. – Papierbedingt leicht gebräunt, vereinzelt leicht knickpsurig und Tafeln mit Montageresten am Innensteg.
Gutsmuths, Friedr(ich) Wilh(elm): Der praktische Hefenfabrikant, oder gründliche Anweisung, nicht allein die holländische Preßhefe nach einer verbesserten Methode zu fabriciren, sondern auch die besten Arten flüssiger Hefen für die Weißbäckerei auf leichte Weise mit wenigen Kosten sich zu jeder Zeit selbst anzufertigen. 48 S. (S. 44-48 Anzeigen). 17 x 10 cm. Halbleder d. Zt. (beschabt und mit kleinen Wurmlöchern). Quedlinburg und Leipzig, G. Basse, 1833.
Engelmann 132. – Erste Ausgabe. Enthält auch Absätze, die sich mit S. F. Hermbstädts Verfahren zur Hefeherstellung auseinandersetzen. – Rückendeckel mit größerem Nagelloch, auch die Schrift von Westphal betroffen. Die Schriften von Gutsmuths mit Wurmspuren in den Rändern. – Beigebunden: II. Derselbe. Katechismus für praktische Branntweinbrenner; oder der seinen Brenner belehrende Brennherr. In Fragen und Antworten. VI S., 1 Bl., 40 S. Ebenda 1834. - Schoene 12419. Engelmann 131. - Erste Ausgabe. - II. (Karl Georg Heinrich Westphal). Erprobte Mittel das Ausgehen der Haare zu verhindern, den Haarwuchs zu befördern und zu bewirken, daß kahle Stellen des Kopfes sich wieder mit Haaren bedecken; sowie bewährte Vorschriften, um Warzen, Sommersprossen, Leberflecke und Muttermäler wegzubringen. Zweite Auflage. 36 S., 2 Bl. Ebenda 1832. - Vgl. Hirsch-Hübotter V, 913. - Eine erste Ausgabe ist nicht nachweisbar.
R(obert), L(e) S(ieur). L'art de bien traiter, divisé en trois parties. Ouvrage nouveau, curieux, et fort galant, utile a toutes personnes, et conditions. 2 Bl., 413 S. 15 x 9 cm. Modernes Leinen. Paris, Jean du Puis, 1674.
Brunet VII/VIII, 69. Bitting 518. Cagle 407. Livres en bouche 115. Notaker 628.1. Vicaire 43f. – Seltene erste Ausgabe. "Livre rare et curieux" (Brunet). Das Kochuch über die klassische französische Küche behandelt in drei Teilen Suppen, Pâtés, Gemüse, Fisch, Eier, frittierte Speisen, Desserts, Marzipan, Marmeladen und vieles Weitere. In seinem Vorwort kritisiert Le Sieur Robert das 1751 erschienene Werk "Le Cuisinier françois" von La Varenne, dem bedeutensten franzöischen Koch der Zeit, welcher die franzöische Küche maßgeblich prägte. – Gewaschenes, teils leicht stockfleckiges Exemplar. Im Schnitt etwas ausgebunden.
wohl-unterwiesene Köchin, Die
lehret wie man allerley herrliche und geringe Speisen delicat zubereiten kan
Los 406
Schätzung
600€ (US$ 690)
Die wohl-unterwiesene Köchin lehret wie man allerley herrliche und geringe Speisen delicat und künstlich bey Gastereyen und Hochzeiten, auch sonsten insgemein für Gesunde und Krancke zubereiten kan, nebst einem Unterricht allerhand Confect, Latwergen, Säfft und andere eingemachte Sachen zuzurichten, Mit einem vollständigen Register versehen. 11 Bl., 528 S., 36 Bl. Titel in Schwarz und Rot. Mit gestochenem Frontispiz. 13 x 8 cm. Halbpergament d. Z. (starke Gebrauchsspuren). Nürnberg, Erben Johann Hoffmann und Witwe Streck, 1712.
VD18 1166990X. Weiss 4277 (ohne Bindestrich im Titel) – "Sehr seltenes Nürnbeger Kochbuchs mit 820 alphabetisch geordneten Rezepten von 'Aal braten' bis 'Zucker-Zelten zu machen'. Das Werk wurde später als 'Nürnbergische wohlunterwiesene Köchin' weitergeführt" (Weiss). – Sechs Blatt der Lage M mit unfachmännisch überklebtem Riss, dort durch Abklatsch stärker gebräunt. Anfangs etwas gebräunt und braunfleckig sowie mit Feuchtigkeitsrand, vereinzelte Flecken.
Biedermann, Johann Gottfried
Geschlechtsregister des hochadeligen Patriciats zu Nürnberg
Los 407
Schätzung
600€ (US$ 690)
GENEALOGIE UND HERALDIK
Biedermann, Johann Gottfried.Sammlung von Werken zur Genealogie des fränkischen Adels. 9 Teile in 3 Bänden. 34 x 20 cm. Halbleder d. Z. (berieben und bestoßen). Bayreuth, Friedrich Elias Dietzel, 1746-1752.
Enthält: I. Genealogie der hohen Fürstenhäuser im Fränkischen Crayse. Erster Theil (alles Erschienene). Bayreuth, Dietzel, 1746. - Pfeiffer 15425. - II. Geschlechtsregister der Reichsfrey unmittelbaren Ritterschaft Landes zu Franken Löblichen Orts Baunach. Bayreuth, Dietzel, 1747. - Pfeiffer 15510. - III. Geschlechts-Register der Reichs-Frey-unmittelbaren Ritterschafft Landes zu Francken Löblichen Orts-Gebürg. Bamberg, Gertner, 1747. - Pfeiffer 15522. - IV. Geschlechtsregister des hochadeligen Patriciats zu Nürnberg. Bayreuth, Friedrich Elias Dietzel, 1748. - Pfeiffer 29622. - V. Geschlechtsregister der Reichsfrey unmittelbaren Ritterschaft Landes zu Franken Löblichen Orts an der Altmühl. Bayreuth, Dietzel, 1748. - Pfeiffer 15498. - VI. Geschlechts-Register der Reichs-frey unmittelbaren Ritterschafft Landes zu Francken, löblichen Orts Steigerwald. Nürnberg, Franz Köngott, 1748. - Pfeiffer 15550. - VII.
Geschlechtsregister der Reichsfrey unmittelbaren Ritterschaft Landes zu Franken Löblichen Orts Rhön und Werra. Bayreuth, Dietzel, 1749. - Pfeiffer 15541. - VIII. Geschlechts-Register der Reichs Frey unmittelbaren Ritterschafft Landes zu Francken löblichen Orts Ottenwald. Kulmbach, Spindler, 1751. - Pfeiffer 15530. - IX. Geschlechts Register der löblichen Ritterschaft im Voigtlande. Kulmbach, Johann Albrecht Spindler, 1752. – Stellenweise gebräunt und fleckig, sonst wohlerhalten. Zwischengebunden sind mehrere handschriftliche oder gedruckte Ergänzungen zu den Tabellen. Darunter auch Federzeichnungen verschiedener Wappen, teils koloriert.
Einzinger v. Einzing, Johann Martin Maximilian
Bayerischer Löw
Los 408
Schätzung
300€ (US$ 345)
Einzinger von Einzing, Johann Martin Maximilian. Bayerischer Löw, Das ist: Historisches und Heraldisches Verzeichniß der Bayerischen Turnierer, und Helden. 2 Teile in 1 Band. 8 Bl., 431 S., 10 Bl.; 614 S., 1 Bl. Mit Textkupfer, 23 Kupfertafeln und 12 mehrfach gefalteten Stammtafeln (ohne das gestochene Frontispiz). 21 x 16 cm. Modernes Halbleder. München, Franz Joseph Thuille, 1762.
Pfister I, 4255. Lentner II, 3060. ADB V, 763: "Sein bedeutendstes Werk". – Erste Ausgabe. Seltenes Turnierbuch, das sich mit Adelsrängen, Turnieren, Erbfolgen, Ritterorden uvm. beschäftigt. Der erste Band behandelt Turniere und den Adel, Band II enthält genealogische und heraldische Erläuterungen der bayerischen Turniere. Die Kupfertafeln zeigen jeweils 20 fein gestochene Wappen. – Es fehlt das Frontispiz. Titel verso mit Besitzvermerk und dekorativer kolorierter Wappenzeichnung von 1885. Kaum fleckig, das letzte Blatt teils hinterlegt.
Gatterer, Johann Christoph. Abriss der Diplomatik. 4 Bl., 374 S. Mit 12 gefalteten Kupfertafeln. 20,5 x 12 cm. Leder d. Z. (berieben und mit Lager- sowie Wurmspuren) mit rotem RSchild und RVergoldung (diese stark verblasst). Göttingen, Vandenhoeck und Ruprecht, 1798.
Berchem 339. – Erste Ausgabe. Johann Christoph Gatterers (1727-1799) "bleibendes Verdienst liegt auf dem Gebiete der historischen Hülfswissenschaften, der Diplomatik, Heraldik, Genealogie, Geographie ... Die genannten Disciplinen sind zum guten Theil durch Gatterer wissenschaftlich in Deutschland begründet oder doch eingebürgert und an den Universitäten eingeführt worden" (ADB VIII, 412). – Fl. Vorsatz mit altem Besitzeintrag. Papierbedingt gebräunt und gelegentlich etwas stockfleckig. Tafel Nr. 3 mit größerem Einriss. Die übrigen nur am Rand etwas abgegriffen.
Georg Wilhelm von Brandenburg-Bayreuth
Statuten des Hoch Fürstl. Brandenburg-Culmbachischen Ordens de la sincerité
Los 410
Schätzung
250€ (US$ 287)
Georg Wilhelm von Brandenburg-Bayreuth. Statuten des Hoch Fürstl. Brandenburg-Culmbachischen Ordens de la sincerité. 19 Bl. Mit 1 Frontispiz in Schabkunst von Christoph Weigel und 2 Kupfertafeln. 33 x 20 cm. Moderner Pappband. Bayreuth 1712.
Ab 1705 wurde der Roter Adlerorden durch den Markgrafen Georg Wilhelm von Brandenburg-Bayreuth als Ordre de la sincérité gestiftet. Das dekorative Frontispiz in Schabkunst von dem Kupferstecher Christoph Weigel (1654-1725). – Das Frontispiz knapp beschnitten und mit kleiner Fehlstelle. Titel und letztes Blatt stellenweise hinterlegt. Schönes Exemplar, selten.
Hartard von und zu Hattstein, D.
Die Hoheit des Teutschen Reichs-Adels
Los 411
Schätzung
180€ (US$ 207)
Hartard von und zu Hattstein, D. Die Hoheit des Teutschen Reichs-Adels. 11. Teil. 6 Bl., 590 S., 16 S., 1 Bl., 81 S., 1 Bl. Mit gestochenem Frontispiz und 8 Kupfertafeln. 35 x 22,5 cm. Pergament d. Z. (stark lädiert, mit hinterlegten Fehlstellen) Deckel mit Buntpapierbezug (berieben, fleckig undbestoßen). Fulda, Köß, 1740.
Graesse III, 218. Bernd No. 2514. – Erste Ausgabe des umfangreichen und bandweise in drei Alphabeten geordneten Verzeichnis des niederen deutschen Adels. Mit jeweils ausführlicher Ahnentafel und Abbildung der betreffenden Stammwappen. Jeder Band mit mehreren Registern, die auch die großmütterlichen, mütterlichen und eingeheirateten Ahnen verzeichnen. Das gestoch. Widmungsblatt mit Porträt des Abts des Hochstifts Fulda, Adolph, darunter eine hübsche Gesamtansicht der Stadt. – Etwas stockfleckig, gewellt und mit kleinen Gebrauchsspuren.
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