Bardtenschlager und Schroedter, Adolf
Die vier Hauptgetränke. (Champagner, Rheinwein, Maiwein, Punsch)
Los 399
Schätzung
600€ (US$ 690)
GASTROSOPHIE
Bardtenschlager. Die vier Hauptgetränke. (Champagner, Rheinwein, Maiwein, Punsch). Folge von 4 Farblithographien nach Adolf Schroedter. Unter Glas in reich vergoldeter, ornamentalen Profilleiste. Je 58 x 43 cm. Um 1860.
Thieme-Becker XXX, 291. Boetticher II/1, 661, 79-82. – Allegorische und überaus dekorative Darstellungen der vier Hauptgetränke (Champagner, Rheinwein, Maiwein und Punsch) als heiter inszenierte Genrebilder. Nach Aquarellen von Adolf Schroedter (1805-1875) mit humorvoller Stillleben- und Figurenstaffage. – Wohlerhalten (nicht ausgerahmt). Versand nur ohne Rahmen.
Brillat-Savarin, Jean Anthelme
Physiologie du gout, ou Méditations de gastronomie transcendante
Los 400
Schätzung
750€ (US$ 862)
(Brillat-Savarin, Jean Anthelme). Physiologie du gout, ou Méditations de gastronomie transcendante; ouvrage théorique, historique et a l'ordre du jour, dédié aux gastronomes parisiens. Teil II (von 2). 442 S. 19,5 x 12,5 cm. Etwas späterer Halblederband (etwas berieben, Rücken fleckig) mit dezenter RVergoldung und goldgeprägftem RTitel. Paris, A. Sautelet, 1826.
Vgl. Horn-A. 389. Weiss 504. Drexel 761. Georg 496. Mueller 30. – Band II der überaus seltenen, noch anonym erschienenen ersten Ausgabe. "Das berühmteste Buch, das je über die Gastronomie geschrieben wurde" (Schraemli 78). Erschien in einer Auflage von 500 Exemplaren, zahllose Nachdrucke folgten. "Das bekannteste seiner Werke ist 'La Physiologie du Goût' (Die Physiologie des Geschmacks, 1826 erschienen, 1865 ins Deutsche übersetzt), an dem er 25 Jahre lang gearbeitet haben soll. Darin geht es nicht nur um die Zubereitung exquisiter Speisen, sondern grundsätzlich um sehr geistvolle Theorien zu Tafelfreuden, eine Art Lebenslehre. Insbesondere wird hier zwischen Gourmand (französisch für Schlemmer) und Gourmet (französisch für Feinschmecker) unterschieden. Mit seinem Buch begründete er eine neue Form des Schreibens über Essen und trug in Europa wesentlich zur Weiterentwicklung der Kochkunst bei" (ebenda). Berühmt sind seine Aphorismen wie beispielsweise "Ein echter Feinschmecker, der ein Rebhuhn verspeist hat, kann sagen, auf welchem Bein es zu schlafen pflegte" oder "Ein gutes Essen ohne Dessert ist wie eine einäugige Schönheit". – Leicht stockfleckig, Vorsätze etwas leimschattig, fl. Vorsatz auch mit kleinem Papierrschildchen.
Bücking, Johann J. H
Gemeinnütziges Kochbuch für Jedermann
Los 401
Schätzung
300€ (US$ 345)
Bücking, Johann J. H. Gemeinnütziges Kochbuch für Jedermann. LXXX, 268 S., 4 Bl. Mit großer Holzschnitt-Vignette auf dem Titel. 16,5 x 10 cm. Halbleder d. Z. (berieben und bestoßen). Berlin und Magdeburg, (d. i. Stendal, Franzen und Grosse, 1790).
Vgl. VD18 10673911, Weiss 546 u. Holzmann-Bohatta II, 12247. – Nachdruck oder "billige Ausgabe" von "Diätisch und öconomisches Kochbuch" des Wolfenbütteler Arztes Johann J. H. Bücking (1749-1838). Gegenüber dem in Göttingen digitalisierten Exemplar der Originalausgabe fehlen hier der gestochene Titel und das Frontispiz, die Liste der Pränumeranten, das Inhaltsverzeichnis und die Zwei-Blatt-Anzeigen. – Braun- und stockfleckig und etwas gewellt.
Davidis, Henriette. Der Gemüse-Garten oder praktische Anweisung einen Gemüse-Garten mit Berücksichtigung der Schönheit und des reichlichen Ertrages zu besorgen. Nebst einem Anhange über das Conserviren der Gemüse etc. Dritte verbesserte und vermehrte Auflage. XIII S., 1 Bl., 223 S. 16,5 x 11,5 cm. Halbleinen d. Z. (berieben) mit goldgeprägtem RTitel. Iserlohn, Julius Bädeker, 1857.
Vgl. Dochnahl 33. – Dritte Auflage des zuerst 1850 erschienenen Handbuchs der berühmten Kochbuchautorin. – Stockfleckig.
Eupel, Johann Christian
Vollkommener Conditor oder gründliche Anweisung zur Zubereitung aller Arten Bonbons
Los 403
Schätzung
180€ (US$ 207)
Eupel, Johann Christian. Vollkommener Conditor oder gründliche Anweisung zur Zubereitung aller Arten Bonbons, Stangenzucker, Conserven, Roks und Drops... so wie auch zum Einmachen und Glasiren der Früchte, nebst Abhandlungen vom Zucker, ... ingleichen erprobte Vorschriften u. Recepte zu allen Gattungen der Kunstbäckerei... Ferner zu den beliebtesten Arten künstlicher Getränke u. Chocoladen... 7. vermehrte und verbesserte Auflage. S. V-XVIII, 286 S. Mit 7 (1 gestochene und 6 lithographische) gefalteten Tafeln. 17 x 11 cm. Blindgeprägter OLeinenband (Rückengelenke mit kleinen Fehlstellen und Kapitale mit kleinen Einrissen) mit goldgeprägtem RTitel. Weimar, Voigt 1860.
Weiss 983. – Rezeptbuch von Johann christian Eupel (keine Lebensdaten vorhanden) mit zahlreichen Anweisungen zum backen, glasieren, einmachen und vieles mehr. – Papierbedingt leicht gebräunt, vereinzelt leicht knickpsurig und Tafeln mit Montageresten am Innensteg.
Gutsmuths, Friedr(ich) Wilh(elm): Der praktische Hefenfabrikant, oder gründliche Anweisung, nicht allein die holländische Preßhefe nach einer verbesserten Methode zu fabriciren, sondern auch die besten Arten flüssiger Hefen für die Weißbäckerei auf leichte Weise mit wenigen Kosten sich zu jeder Zeit selbst anzufertigen. 48 S. (S. 44-48 Anzeigen). 17 x 10 cm. Halbleder d. Zt. (beschabt und mit kleinen Wurmlöchern). Quedlinburg und Leipzig, G. Basse, 1833.
Engelmann 132. – Erste Ausgabe. Enthält auch Absätze, die sich mit S. F. Hermbstädts Verfahren zur Hefeherstellung auseinandersetzen. – Rückendeckel mit größerem Nagelloch, auch die Schrift von Westphal betroffen. Die Schriften von Gutsmuths mit Wurmspuren in den Rändern. – Beigebunden: II. Derselbe. Katechismus für praktische Branntweinbrenner; oder der seinen Brenner belehrende Brennherr. In Fragen und Antworten. VI S., 1 Bl., 40 S. Ebenda 1834. - Schoene 12419. Engelmann 131. - Erste Ausgabe. - II. (Karl Georg Heinrich Westphal). Erprobte Mittel das Ausgehen der Haare zu verhindern, den Haarwuchs zu befördern und zu bewirken, daß kahle Stellen des Kopfes sich wieder mit Haaren bedecken; sowie bewährte Vorschriften, um Warzen, Sommersprossen, Leberflecke und Muttermäler wegzubringen. Zweite Auflage. 36 S., 2 Bl. Ebenda 1832. - Vgl. Hirsch-Hübotter V, 913. - Eine erste Ausgabe ist nicht nachweisbar.
R(obert), L(e) S(ieur). L'art de bien traiter, divisé en trois parties. Ouvrage nouveau, curieux, et fort galant, utile a toutes personnes, et conditions. 2 Bl., 413 S. 15 x 9 cm. Modernes Leinen. Paris, Jean du Puis, 1674.
Brunet VII/VIII, 69. Bitting 518. Cagle 407. Livres en bouche 115. Notaker 628.1. Vicaire 43f. – Seltene erste Ausgabe. "Livre rare et curieux" (Brunet). Das Kochuch über die klassische französische Küche behandelt in drei Teilen Suppen, Pâtés, Gemüse, Fisch, Eier, frittierte Speisen, Desserts, Marzipan, Marmeladen und vieles Weitere. In seinem Vorwort kritisiert Le Sieur Robert das 1751 erschienene Werk "Le Cuisinier françois" von La Varenne, dem bedeutensten franzöischen Koch der Zeit, welcher die franzöische Küche maßgeblich prägte. – Gewaschenes, teils leicht stockfleckiges Exemplar. Im Schnitt etwas ausgebunden.
wohl-unterwiesene Köchin, Die
lehret wie man allerley herrliche und geringe Speisen delicat zubereiten kan
Los 406
Schätzung
600€ (US$ 690)
Die wohl-unterwiesene Köchin lehret wie man allerley herrliche und geringe Speisen delicat und künstlich bey Gastereyen und Hochzeiten, auch sonsten insgemein für Gesunde und Krancke zubereiten kan, nebst einem Unterricht allerhand Confect, Latwergen, Säfft und andere eingemachte Sachen zuzurichten, Mit einem vollständigen Register versehen. 11 Bl., 528 S., 36 Bl. Titel in Schwarz und Rot. Mit gestochenem Frontispiz. 13 x 8 cm. Halbpergament d. Z. (starke Gebrauchsspuren). Nürnberg, Erben Johann Hoffmann und Witwe Streck, 1712.
VD18 1166990X. Weiss 4277 (ohne Bindestrich im Titel) – "Sehr seltenes Nürnbeger Kochbuchs mit 820 alphabetisch geordneten Rezepten von 'Aal braten' bis 'Zucker-Zelten zu machen'. Das Werk wurde später als 'Nürnbergische wohlunterwiesene Köchin' weitergeführt" (Weiss). – Sechs Blatt der Lage M mit unfachmännisch überklebtem Riss, dort durch Abklatsch stärker gebräunt. Anfangs etwas gebräunt und braunfleckig sowie mit Feuchtigkeitsrand, vereinzelte Flecken.
[*]: Regelbesteuert gemäß Auktionsbedingungen. [^]: Ausgleich von Einfuhr-Umsatzsteuer.
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