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Lot 2478, Auction  128, Lassalle, Ferdinand, Brief an einen Herrn über neue politische Broschüren. Wohl um 1855.

Lassalle, Ferdinand
Brief an einen Herrn über neue politische Broschüren. Wohl um 1855.
Los 2478

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300€ (US$ 345)

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Lassalle, Ferdinand, sozialdemokratischer Politiker, hervorragender Vordenker der Arbeiterbewegung, starb im Duell (1825-1864). Eigh. Brief m. U. "F Lassalle". 1 S. Gr. 8vo. O. O. u. J.
An einen Herrn über Veröffentlichungen. "... Ihren Vorschlag bezüglich der Rüstowschen Broschüre acceptire ich für denselben vorbehaltlich seiner Ratification, da allerdings ein nicht unerheblicher Unterschied zwischen seinem und Ihrem Vorschlag stattfindet. Ich habe ihm heut telegraphirt, die Arbeit sofort zu beginnen. Morgen berichte ich ihm ausführlich und hoffe, seine Ratification zu erlangen. - Die durch den vorstehenden Anlaß eingetretene Beziehung veranlaßt mich übrigens, Ihnen ein literarisches Opusculum von mir anzubieten, welches sonst Mitte nächster Woche an seine anderweitige Bestimmung abgehen würde ...". - Wessen Broschüre des sehr produktiven Militärhistorikers Wilhelm Rüstow (1821-1878) hier gemeint ist, bleibt wegen fehlender Datierung ebenso unklar wie die erwähnte Broschüre Lassalles.

Lot 2479, Auction  128, Mazarin, Jules Kardinal, Eigenhändiger Brief an den Abbé Fouquet. 1658

Mazarin, Jules Kardinal
Eigenhändiger Brief an den Abbé Fouquet. 1658
Los 2479

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1.200€ (US$ 1,379)

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Mazarin, Jules Kardinal, franz. Staatsmann, Kardinal, Herzog von Nevers, Erzieher Ludwigs XIV., als Nachfolger Kardinal Richelieus 20 Jahre lang regierender Minister Frankreichs (1602-1661). Eigh. Brief m. U. "Le Card Mazarin". 1 S. Doppelblatt mit Adresse und Siegelresten. 8vo. O. O. 29.VI.1658.
Eigenhändig an den Abbé Fouquet in Paris. "Au-paravent que vous fussiez arrivé à Paris Joinville avait depeché un courrier pour donner advis de la guerison de Mr. le Procureur ...".

Lot 2480, Auction  128, Georg, Großherzog von Mecklenburg-Strelitz, Brief an den Landgrafen Philipp von Hessen-Homburg. 1839

Georg, Großherzog von Mecklenburg-Strelitz
Brief an den Landgrafen Philipp von Hessen-Homburg. 1839
Los 2480

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120€ (US$ 138)

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Mecklenburg-Strelitz. - Georg, Großherzog von Mecklenburg-Strelitz (1779-1860). Brief m. U. "dienstwilliger Vetter Georg H z M". 1 S. Doppelblatt mit einmontierter Adresse vom Umschlag. Folio. Neustrelitz 27.X.1839.
An den Landgrafen Philipp von Hessen-Homburg. Bedankt sich für dessen Anzeige der Vermählung seiner Nichte, der Prinzessin Caroline Amalie Elisabeth, mit dem regierenden Fürsten Heinrich XX. Reuß in Greiz, und sendet Glückwünsche.

Lot 2481, Auction  128, Friedrich Wilhelm Adolph, Fürst von Nassau-Siegen, 2 Briefe an den Geheimen Rat des Herzogs von Braunschweig-Lüneburg. 1711

Friedrich Wilhelm Adolph, Fürst von Nassau-Siegen
2 Briefe an den Geheimen Rat des Herzogs von Braunschweig-Lüneburg. 1711
Los 2481

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300€ (US$ 345)

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"schwehre Religions Drangsale"
Nassau-Siegen. - Friedrich Wilhelm Adolph, Fürst von Nassau-Siegen (1680-1722). 2 Briefe m. U. (Paraphe). Zus. 61/2 S. Ein Brief mit Goldschnitt. Mit den gesiegelten Umschlägen. Folio. Siegen 4. und 25.II.1711.
An Herrn von Speyermann, Staatsrat des Herzogs von Braunschweig-Lüneburg, in Köln. Sehr ausführlich über Religions-Streitigkeiten. Speyermann habe ihm berichtet, "daß das daselbstige Dohmb Capitul nicht allein dero begehrte Erklährung über die an daßelbe beschehene Vorstellung wegen der schwehren Religions Drangsalen, noch nicht gegeben, sondern die Sache an Dero Subdelegirte und diese hinwieder an die nachgesetzte administrations Cantzley verwiesen; Gleichwie nun eben dieses der allgemeine modus et praxis Catholicorum ist: daß man alle suchende Friedens Schlußmäßige Restitutiones in causis Ecclesiasticis durch nur erdenkliche Weitläuftigkeiten und Hindernüße auff ewige Zeiten hinauszuspielen suchet ...". - Erörtert sehr eingehend die Auseinandersetzungen zwischen Katholiken und Protestanten über beanspruchte Besitztümer. - Der zweite Brief und dessen Umschlag etwas wasserfleckig am unteren Rand.

Lot 2482, Auction  128, Österreichische Staatsmänner, Politiker und Militärs, 19 Autographen

Österreichische Staatsmänner, Politiker und Militärs
19 Autographen
Los 2482

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450€ (US$ 517)

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Österreichische Staatsmänner, Politiker und Militärs. 19 Autographen.
Meist eigenhändige Briefe. - Vorhanden: Alexander Prinz von Hessen (österr. General der Kavallerie, Bruder der Kaiserin von Russland, Vater des Fürsten Alexander I. von Bulgarien), Alfred Julius Becher (Politiker, Komponist, Musikkritiker, einer der Anführer des Wiener Oktoberaufstands 1848, im November standrechtlich erschossen), Johann Nepomuk Berger (linksgerichteter Politiker, Minister; sign. Gedichtmanuskript), Friedrich Ferdinand Graf von Beust (österr. Reichskanzler), Gustav Graf von Blome (Politiker, Diplomat in österr. Diensten), Franz Graf von Coronini-Cromberg (liberaler Politiker), Georg Fürst Czartoryski (Reichstagsabgeordneter, Präsident der Ges. der Musikfreunde), Johann Christian Fürst von Eggenberg, Herzog zu Krumau (1641-1710; Brief Wien 1705), Julius Graf Falkenhagen (Minister für Ackerbau), Cajetan Frhr von Felder (Bürgermeister von Wien), Alois Fischer (Revolutionspolitiker, Statthalter von Salzburg), Josef Wenzel Graf Radetzky (Feldmarschall; nur abgeschnittene Unterschrift), Adolph Frhr von Pratobevera-Wiesborn (Politiker), Anton Ritter von Schmerling (Minister), Georg Graf von Schönerer (Politiker), Stefan Graf von Szechenyi (Ungarn-Politiker), Ernst von Teschenberg (Minister), Simon Frhr von Winterstein (Mitglied des Herrenhauses, Präsident der Handelskammer), Rudolf Graf von Wrbna-Freudenthal (Staatsmann, Spezialist für Bergbau und Wirtschaft).

Lot 2483, Auction  128, Preußische Politiker und Militärs, 60 Autographen. 1617-1900

Preußische Politiker und Militärs
60 Autographen. 1617-1900
Los 2483

Schätzung
1.200€ (US$ 1,379)

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Preußische Politiker und Militärs. Ca. 60 Autographen. 1617-1900. - Jeweils lose in einem Papier-Umschlag, der mit Namen und Lebensdaten versehen ist. Eingelegt in eine als Buch gestaltete Halbleder-Kassette um 1890 (Rücken und Kanten teils stärker beschabt) im Format 29 x 25 x 8 cm mit Rücken- und Deckel-Vergoldung sowie Rückenschildern "Autographen-Sammlung" und "Herm. Kiewy".
Meist eigenhändige Briefe oder Karten. Wo keine Zahl in der Klammer steht, handelt es sich jeweils um 1 Stück. - Vorhanden: Albrecht, Prinz von Preußen (Generalfeldmarschall; frankierter Briefumschlag an den Grafen Roon), Julius Berends (demokrat. Politiker), Wilhelm Sebastian von Belling (Husaren-General unter Friedrich II., Ritter des Ordens Pour le Mérite), Moritz August von Bethmann-Hollweg (Staatsmann, Kultusminister), Peter Christian Beuth (der große Förderer des Gewerbewesens in Preußen, 2), Karl von Bodelschwingh (Finanzminister), Chlodwig Fürst zu Hohenlohe-Schillingsfürst (Reichskanzler), Karl Anton Fürst von Hohenzollern-Sigmaringen, 2), Alexander von Pape (Generaloberst, Gouverneur von Berlin), Victor A. Th. von Podbielski (Generalleutnant, Staats- und Landwirtschaftsminister), Ernst von Prittwitz und Gaffron (Generalleutnant, Ehrenbürger von Wyk auf Föhr), Moritz Karl von Prittwitz und Gaffron (General der Infanterie), Friedrich Pruckmann (kurbrandenburgischer Kanzler unter dem Kurfürsten Johann Sigismund; Brief von 1617), Samuel Pullet (Generalmajor im Ingenieurskorps, Ritter des Ordens Pour le Mérite), Robert von Puttkamer (Kultusminister), Joseph-Maria von Radowitz (Generalleutnant Diplomat und Politiker, Wilhelm Fürst von Radziwill (General der Infanterie und Gründungspräsident der Berliner Numismatischen Gesellschaft, 2), Victor Herzog von Ratibor (Präsident des Preuss. Herrenhauses), Gustav von Rauch (Kriegsminister, 2), Karl Otto von Raumer (Kultusminister), Georg Frhr von Reibnitz (Generalleutnant), Ludwig von Reiche (General der Infanterie), Ernst von Rüchel (General der Infanterie), Wilhelm Ludwig Georg Fürst von Sayn-Wittgenstein-Hohenstein (Minister des kgl. Hauses und Polizeiminister, Staatsmann und Diplomat), Wilhelm von Scharnhorst (General, Sohn des berühmten Gerhard von S.), Alexander Graf von Schleinitz (Minister, Intimfeind Bismarcks), Hans Eduard Frhr von Schleinitz (Staatsmann, Präsident der Provinz Schlesien), Heinrich Theodor von Schön (Minister, Oberpräsident der Provinz Preussen, befreundet mit Eichendorff, 2), Gebhard Reichsgraf von der Schulenburg-Wolfsburg (Geh. Staats- und Kriegsminister unter Friedrich II.), Friedrich Wilhelm Reichsgraf von der Schulenburg-Kehnert (General der Kavallerie, Minister, 2), Johannes Schulze (Leiter des Höheren Unterrichtswesens), Kurt Christoph Graf von Schwerin (Generalfeldmarschall, nur Fragment mit Unterschrift), Maximilian Graf von Schwerin-Putzar (liberaler Parlamentarier), Ernst Senfft von Pilsach (vielseitiger Staatsmann), Ludwig Simons (Justizminister, 2), Konrad Studt (Staatsminister), Bogislav Friedrich Emanuel Graf von Tauentzien (General der Infanterie, Sohn des berühmteren Friedrich Bogislav v. T., 2), Georg Wilhelm Frhr von Valentini (General), Friedrich Ludwig W. Ph. Frhr von Vincke (Staatsmann), Hermann Wagener (Publizist und konservativer Politiker, 2), Franz Heinrich Graf von Waldersee (General der Kavallerie), Friedrich Graf von Waldersee (Kriegsminister, 2), Karl August Graf von Werder (General der Infanterie), Georg Freiherr von Werthern (Diplomat in preuß. Diensten), Ferdinand Otto Wilhelm von Westphalen (Innenminister), Wilhelm Fürst zu Wied (Präsident des Preuß. Herrenhauses), Job von Witzleben Kriegsminister), Friedrich Heinrich Ernst Graf von Wrangel (Generalfeldmarschall), Hans Ludwig Graf Yorck von Wartenburg (Sohn des berühmten Feldherrn, Mitglied des Preuß. Herrenhauses), Gustav Graf zu Ysenburg und Büdingen (Mitglied des Preuß. Herrenhauses), Constantin Frhr von Zedlitz-Neukirch (preuß. Staatsmann).

Lot 2484, Auction  128, Prielmeyer von Priel, Corbinian Reichsfreiherr, Brief aus der Statthalterschaft in  Brüssel. 1694

Prielmeyer von Priel, Corbinian Reichsfreiherr
Brief aus der Statthalterschaft in Brüssel. 1694
Los 2484

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300€ (US$ 345)

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Prielmeyer von Priel, Corbinian Reichsfreiherr, bayerischer Staatsmann, u. a. Hofkammerpräsident der bayerischen Statthalterschaft in Brüssel (1643-1707). Brief m. U. "Prielmeyer" (vermutlich zeitgenöss. Abschrift einschl. der Unterschrift). In latein. Sprache. 11/2 S. Doppelblatt festen Büttenpapiers mit Wasserzeichen "Anker im Kreis mit Stern und F". Gr. 4to. Brüssel 16.IV.1694.
Politischer Brief mit Nachrichten zu verschiedenen Themen, eine Bischofswahl, den Kölner Kur-Erzbischof und anderes.

Lot 2485, Auction  128, Richter, Eugen, Brief an einen Parteigenossen. 1877

Richter, Eugen
Brief an einen Parteigenossen. 1877
Los 2485

Schätzung
180€ (US$ 207)

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Richter, Eugen, bedeutender freisinniger dt. Politiker, wichtigster Gegner Bismarcks, galt als bester Rhetoriker im preuss. Abgeordnetenhaus und im Reichstag (1838-1906). Eigh. Brief m. U. "E. Richter". 11/2 S. Mit Briefkopf der "Deutschen Fortschrittspartei". Gr. 8vo. Berlin 7.VI.1877.
An einen Parteigenossen, den er bittet, an einer Versammlung in Moabit teilzunehmen, weil dort ein anderer Politiker nicht das Format habe, sich durchzusetzen. "... Nach Rücksprache mit Ludwig Löwe glaube ich auch, daß Sie der Wahl ... einen großen Dienst leisten würden, wenn Sie im Stande wären morgen Freitag Abend der Versammlung in Moabit ... beizuwohnen. Es war vielleicht ein Fehler, daß man Hasenklever Rolf eingeladen hat ... bei aller Gewandtheit in der Dialektik fehlt Löwe die spezielle Sachkenntniß in der Gesetzgebung und in wirtschaftlichen Fragen. Er bedarf einer Unterstützung ... in der Debatte ... Es würde aber falsch sein, wenn ich dorthin ginge. Nachdem ich die übrigen Herausforderungen der Sozialdemokraten ignorirt, würde ich Löwe und mir selbst schaden, wenn ich dort mich einfinden wollte - Löwe ist derselben Meinung, legte aber großen Werth darauf, wenn Sie hinkommen könnten ...". - Der Fabrikant und Politiker Ludwig Loewe (eigentlich Louis Levy, 1837-1886) war in diesem Jahr Mitglied des preuss. Abgeordnetenhauses geworden; 1878 wurde er auch Mitglied des Reichstags. - Mit gedrucktem Briefkopf "Geschäftsführender Ausschuss des Central-Wahlcomité's der Deutschen Fortschrittspartei." - Kleiner Faltenriss.

Lot 2486, Auction  128, Riesser, Gabriel, Brief an einen Freund

Riesser, Gabriel
Brief an einen Freund
Los 2486

Schätzung
300€ (US$ 345)

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Riesser, Gabriel, Hamburger Jurist, Publizist und liberaler Politiker, Abgeordneter des Frankfurter Parlaments, als Obergerichtsrat in Hamburg der erste jüdische Richter in Deutschland (1806-1863). Eigh. Brief m. U. "G. Riesser". 2/3 S. Doppelblatt. 8vo. (Hamburg) 18.VI.(1862).
An einen Freund. "... da ich es vorziehe, mit Ihnen und den übrigen Freunden in meiner Wohnung zusammen zu sein, so bitte ich Sie, sich um 1 Uhr bei mir ... einzufinden. Wenn Ihre holsteinischen Freunde, wie ich hoffe, angekommen sind, so wird es meine Freude wesentlich erhöhen, wenn Sie die Freundlichkeit haben wollen, dieselben zu bewegen, Sie zu mir zu begleiten ...".

Lot 2487, Auction  128, Friedrich II., Herzog von Sachsen-Gotha, Brief an Henning Möller, Bergrat in Nordhausen. 1696

Friedrich II., Herzog von Sachsen-Gotha
Brief an Henning Möller, Bergrat in Nordhausen. 1696
Los 2487

Schätzung
150€ (US$ 172)

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Sachsen-Gotha. - Friedrich II. Herzog von Sachsen-Gotha (1676-1732). Brief m. U. "Friederich H z Sachsen mpp". 1 S. Doppelblatt mit Adresse. Schloß Friedenstein 23.IV. 1696.
An Henning Möller, Bergrat und Collectur.-Amtmann in Nordhausen. Wegen dessen Vorschlägen zu "der von Hohnstein praetendirten Huldigung". "... Weil der von Berlin anhero geschehenen und hierbey liegenden Communication nach von des Churfürstens zu Brandenburg Lbd. befehl ergangen, dero vorige Verordnung auf einige Wochen zu suspendiren, diese Inhibition auch nunmehro ohne Zweifel wird seyn insinuirt worden", soll erst eine geplante Konferenz abgewartet werden, ehe man sich an die Halberstädtische Regierung wende.

Lot 2488, Auction  128, Staatsmänner und Diplomaten, 50 Autographen. 1693-1898

Staatsmänner und Diplomaten
50 Autographen. 1693-1898
Los 2488

Schätzung
1.200€ (US$ 1,379)

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Staatsmänner, Diplomaten und Militärs. Ca. 50 Briefe, Karten und andere Schriftstücke. 1693-1898. - Jeweils lose in einem Papier-Umschlag, der mit Namen und Lebensdaten versehen ist. Eingelegt in eine als Buch gestaltete Halbleder-Kassette um 1890 (Rücken und Kanten teils stärker beschabt) im Format 29 x 25 x 8 cm mit Rücken- und Deckel-Vergoldung sowie Rückenschildern "Autographen-Sammlung" und "Herm. Kiewy".
Großenteils eigenhändige Briefe und andere Schriftstücke, darunter vieles von prominenten preußischen Persönlichkeiten. Vorhanden: Amadeus August Abendroth (Hamburger Bürgermeister. Sign. Schriftstück 1797), Karl Frhr von Stein zum Altenstein (preuß. Kultusminister. Brief 1830), Adolf Heinrich Graf von Arnim (preuß. Staatsminister. 2 Briefe, einer 1844), Harry Graf von Arnim (Diplomat, verdarb es mit Bismarck. Brief 1864), Johann Friedrich von Balbi (preuß. Ingenieur-Oberst. Quittung zu Fortifikationsarbeiten, 1729), Karl Ferdinand Batsch (Admiral. Postkarte 1890), Franz Joseph Prinz von Battenberg (Bruder des Fürsten Alexander von Bulgarien. Ausgeschnittene Signatur 1877), Bernhard Herzog von Sachsen-Weimar (Brief 1854), Otto Böckel (Reichstags-Abgeordneter. Sign. Paket-Abschnitt), Leopold Hermannn Ludwig von Boyen (preuß. Kriegsminister. 2 Briefe, 1816, 1844), Friedrich Wilhelm Graf von Brandenburg (3 sign. Schriftstücke. 1818, 1846, 1850), Heinrich von Brandt (preuß. General. Brief 1862), Oreste Brizi (ital. Staatsmann. 2 Briefe an Charles Witte in Breslau und Halle. 1857 oder 1859), Andrew Buchanan (engl. Diplomat. Sign. Briefumschlag), Friedrich Wilhelm von Bülow, Graf von Dennewitz (preuß. General. 2 Schriftstücke), Heinrich Frhr von Bülow (preuß. Staatsminister. Brief 1844), Carl von Bunsen (Diplomat. Brief aus Turin), Christian Karl Josias Frhr von Bunsen (Diplomat und Gelehrter. Brief aus Rom 1829), Guillaume Antoine Baron Capelle (franz. Staatsmann. Brief 1823), Michel Conte Claparède (franz. General. Brief 1830), Edmund-M. Fürst von Clary-Aldringen (böhm. Landtagsabgeordneter. Brief ca. 1840), Carl von Decker (preuß. General. Brief-Fragment 1825), Berthold Karl Adolf von Deimling (General. Postkarte 1898), Friedrich Heinrich Wilhelm Demuth (Diplomat. Sehr umfangreicher Brief, Leipzig 1829), Friedrich Reichsgraf von Dönhoff (kurbrandenburg. Staatsmann. Abgeschnittene Signatur 1693), Wilhelm von Doenniges (Diplomat und Staatsrechtslehrer. Aushangzettel mit Vorlesungsankündigung), Wilhelm Heinrich Graf von Dohna-Schlobitten (preuß. Staatsmann. Brief 1827), Moritz Ellstätter (badischer Finanzminister. Brief 1892), Friedrich Albert Graf zu Eulenburg (preuß. Innenminister. Brief 1864), Johann Nepomuk von Fäustle (bayer. Justizminister. Brief 1871), Adalbert Falk (preuß. Kultusminister. 2 Briefe 1874, 1884), Jules Favre (franz. Politiker. Brief o. D.), Fischer (preuß. Generalmajor. Brief Koblenz 1855), Adolf Fischhof (Politiker. Brief 1887), Michael Flürscheim (Bodenreformer, Gründer des Eisenwerks Gaggenau. Brief 1880), Richard Foregger (Politiker. Brief 1879), Hubert J. W. Frère-Orban (belg. Staatsmann. 2 Schriftstücke, eines 1848), Heinrich von Friedberg (preuss. Justizminiser. Billet 1888), Friedrich Karl, Prinz von Preussen (Brief 1867), Friedrich Ernst W. Frhr O'Byrn (Obersthofmeister der Königin von Sachsen. Brief Dresden 1855), Heinrich Carl Reichsgraf zu Schönaich, Fürst zu Carolath-Beuthen (preuß. General der Kavallerie. Brief mit illustriertem Briefkopf, Salzbrunn 1832). - Dabei: Thekla Fürstin von Schönburg-Waldenburg, geb. Prinzessin von Schwarzburg-Rudolstadt (Brief Waldenburg 1839). - Einige Beilagen, darunter gestochene Porträts.

Lot 2489, Auction  128, Talleyrand, Charles Maurice de, Brief an die Kommission der Zivil-Hospiz-Verwaltung von Paris. 1801

Talleyrand, Charles Maurice de
Brief an die Kommission der Zivil-Hospiz-Verwaltung von Paris. 1801
Los 2489

Schätzung
250€ (US$ 287)

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Talleyrand, Charles Maurice de, Fürst von Benevent, Herzog von Dino, französ. Staatsmann (1754-1838). Brief m. U. "ch. maur. talleyrand". 1 S. Mit gedrucktem Briefkopf "Le Ministre des Relations extérieures" und der Holzschnitt-Vignette "Republique Française. Liberté. Égalité". 4to. Paris (8.I.1801).
An die Kommission der Verwaltung der zivilen Hospize in Paris. Talleyrand setzt sich ausführlich für einen Bürger ein, der um Aufnahme in ein Hospiz ersucht hatte. "... j'ai recommandé au Ministre de l'Intérieur le cit. Theremin qui demande d'être admis à l'hospice des vieillards. Cet homme a perdu aux armées deux fils qui étaient les seuls soutiens de sa vieillesse. maintenant anablé d'infournites et absolument sans d'Etat de travailler ... il est même prêt de succomber sous le poids de ses maux si le gouvernement ne vient à son secours ...". - Versehen mit einer Anweisung von anderer Hand: "Réponse honnête".

Lot 2490, Auction  128, Tausenau, Carl, Politisches Manuskript mit Unterschrift. Wohl 1848

Tausenau, Carl
Politisches Manuskript mit Unterschrift. Wohl 1848
Los 2490

Schätzung
450€ (US$ 517)

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Tausenau, Carl, österr.-ungar. Revolutionspolitiker und Journalist, nach intensiver Agitation Ende des Jahres 1848 steckbrieflich gesucht und 1849 in Abwesenheit wegen Hochverrats zum Tode verurteilt, emigrierte nach England (1813-1873). Eigh. Manuskript m. U. "Tausenau". 5 S. 4to. Wien 14.IX. (wohl 1848).
Offenbar als Zeitungsartikel oder Flugblatt gedachter Text mit zahlreichen Streichungen und Änderungen: "Der Reichstag. - Brettel's Antrag, dem Kleinhandel und Kleingewerbe Wien's durch für das erste Halbjahr unverzinsliche, mittelst Nationalbankcredits herbeyzuschaffende und Behufs der Ausführungs- und Rückzahlungsmodalitäten dem Ministerium anvertraute Vorschüsse im Gesammtbetrage von zwei Millionen Gulden aufzuhelfen, wurde heute von der Kammer einstimmig angenommen ...". Ein Alexander Bach wird in direkter Anrade heftig attackiert, und zum Schluß heißt es: "... So aber stehst Du da, grinsend und geknickt, ein näselndes Männlein, ein constitutioneller Bajazzo, und forderst - Dein Jahrhundert in die Schranken!" Am Schluß signiert "Tausenau"; darunter von anderer Hand: "bestätigend Frankl". - Beiliegend der von der Wiener Stadthauptmannschaft am 31. Dezember 1848 verbreitete, gedruckte Original-Steckbrief "zur Verfolgung des, des Verbrechens des Hochverrathes rechtlich beinzichtigten Carl Tausenau", mit genauer Personenbeschreibung: "... Sein ganzes Gesicht soll Aehnlichkeit mit Napoleons Physiognomie haben. Er trug gewöhnliche Augengläser und zieht im Gehen den Kopf stark zwischen die Schultern ein. Er spricht deutsch, lateinisch, böhmisch, italienisch, französisch, englisch und vielleicht auch ungarisch ...". - Sehr selten.

Lot 2491, Auction  128, Waldersee, Alfred Graf von, Eigenhänd. Brief an den Herzogl Kammerpräsidenten Griepenkerl in Braunschweig. 1883

Waldersee, Alfred Graf von
Eigenhänd. Brief an den Herzogl Kammerpräsidenten Griepenkerl in Braunschweig. 1883
Los 2491

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180€ (US$ 207)

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Waldersee, Alfred Graf von, preuß. Generalfeldmarschall, Generalquartiermeister, Chef des Großen Generalstabs, Oberbefehlshaber des multinationalen Truppenkontingents zur Niederschlagung des Boxeraufstands in China (1832-1904). Eigh. Brief m. U. "Waldersee". 4 S. Doppelblatt. 8vo. Mit dem Umschlag. Berlin 7.I.1883.
Eigenhändig an den Herzogl. Kammerpräsidenten Erich Emanuel Griepenkerl in Braunschweig. "... Zuerst das Geschäft! Ihr Neffe ist mir, obwohl er es selbst vielleicht nicht weiß, recht gut bekannt und freute es mich sehr vor einigen Monaten aus seinem Abgangszeugnis von der Akademie zu ersehen, wie gut er dort abgeschnitten hat. Ob er nun am 1sten Mai zum Generalstab wird einberufen werden können, bin ich jetzt mit Sicherheit zu sagen noch nicht im Stande. Es hängt ... auch von der Zahl der Konkurrenten ab und sind ... eine ansehnliche Zahl vom vorigen Jahrgang noch übrig geblieben, die Anwartschaft haben ...". Er habe sich m Vorjahr von allen Einflüssen losgesagt, wolle Griepenkerl aber auf dem Laufenden halten. Berichtet dann kurz von seinem Urlaub in Salzburg, von Aufenthalten in Hessen und Schlesien sowie von Jagd in Polen und geht auf seine berufliche Tätigkeit ein: "... ich habe tüchtig zu thun, was mir gut bekommt, da mein Amt mir bisher nur Freude gebracht hat; einen ganz besonderen Reiz hat es, in regem Verkehr mit dem Feldmarschall Moltke zu sein, den uns der liebe Gott hoffentlich noch recht lange erhält. Daß er es mit uns gut meint, sieht man wirklich deutlich daran, daß 3 der gefährlichsten Feinde in kaum 8 Monaten uns genommen sind. - Ihren Glückwunsch zum Großkreuz acceptire ich gern. Es hat mich dieser Gnadenbeweis des Herzogs ebenso überrascht als in der That hoch erfreut ...". - Mehrere Beilagen: eine beschriftete Visitenkarte mit Umschlag, ein Brieffragment mit Unterschrift, je eine gedruckte Postkarte mit Waldersees Porträtfoto und mit Foto des großen Leichenzugs bei Waldersees Begräbnis, hierzu ein Zeitungsausschnitt.

Lot 2492, Auction  128, Wartensleben, Alexander Hermann Graf von, Eigenhändiger Brief an einen Direktor des Geheimen Rates. 1703

Wartensleben, Alexander Hermann Graf von
Eigenhändiger Brief an einen Direktor des Geheimen Rates. 1703
Los 2492

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450€ (US$ 517)

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Wartensleben, Alexander Hermann Graf von, preuß. Generalfeldmarschall von europäischem Ruhm, unter Friedrich I. Mitglied des "3-Grafen-Kabinetts" und langjähriger Gouverneur von Berlin (1650-1734). Eigh. Brief m. U. "A H G. v. Wartensleben". 3 S. Doppelbl. Kl. 4to. Berlin 4.IX.1703.
An den Direktor des Geheimen Rats, den er mit Warnungen über "fingirte Dinge" informiert. "...Indeßen ist praecaution zu nehmen daß man sich nicht vergebens in Gefahr setzet ... H. Commissarius Kreisel ist hier, undt siehet die Sache wunderlich ... Ich will nach aller möglichkeit sehn ob der Zweck in der Güthe zu erhalten, undt da solches nicht erfolgen solte, so geschiehet es doch zu keiner praejudiz. Was dißfalls hier mit gegentheil tractiret wirdt, Es ist eine üble Sache worauß Ihre Hochfürstl. Durchl. wohl wünschen möchte, Ich werde nicht ermangeln alles auß devotion vor Ihre hochfürstl. Dhl. zu thun ...". - Wartensleben war der Großvater Hans Hermann von Kattes, den der "Soldatenkönig" wegen seiner Hilfe beim Fluchtversuch des Kronprinzen Friedrich in Küstrin hinrichten ließ. - Selten.

Lot 2493, Auction  128, Wedell, Carl Heinrich von, 3 Briefe an verschiedene Adressaten. 1762-1769

Wedell, Carl Heinrich von
3 Briefe an verschiedene Adressaten. 1762-1769
Los 2493

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300€ (US$ 345)

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Wedell (auch: Wedel), Carl Heinrich von, preuß. Generalleutnant und Kriegsminister unter Friedrich dem Großen (1712-1782). 3 Briefe m. U. "C H v Wedell" bzw. "v Wedell". Zus. 21/2 S. Folio. Berlin 1762-1769.
Als Kriegsminister mit vielerlei Aufgaben betraut, an verschiedene Adressaten: I. Brief m. U. und Empfehlung. 1 S. Folio. Berlin 29.III.1762. - An den Herzog August Wilhelm von Braunschweig-Bevern, Gouverneur von Stettin (1715-1781). Über die Entschädigung der Bürger Stettins, deren Immobilien der Fortifikation der Stadt zum Opfer gefallen waren. Die Beträge brauchen nicht aus der "Fortifications-Casse" bezahlt zu werden, sondern werden durch die "Ober-Steuer-Casse ad Militaria" vergütet. - II. Gedruckter Zoll- und Schleusen-Pass mit handschriftlichen Zusätzen, darunter die Bestätigung und Unterschrift Wedells. 1 S. Mit rotem Lacksiegel. Folio. Berlin 4.XI.1763. - Begleitschreiben zum Transport von 50 Wispeln Hafer aus Stettin zur Versorgung der Garnison in Schwedt. - Rand- und Wurmschäden. - III. Brief m. U. "v Wedell" 1/2 S. Folio. Berlin 29.III.1769. - Als Chef des "Königl. Preuß. General-Ober-Finantz-Krieges- und Domainen-Directoriums" an die Ober-Rechnungs-Kammer des Stettiner Gouvernements über die Rechnung zum "Stettinischen Fortifications-Bau." - Beiliegend ein Manuskript vom Beginn des 19. Jhdts mit Wedells Lebenslauf. - In neueren Lexika, auch Wikipedia, wird der Name des Generals fälschlich "Wedel" geschrieben, obwohl er selbst immer "Wedell" unterschreibt, auf dem Zoll-Pass als "Etat-Ministre von Wedell" bezeichnet wird und auch in Schönings Lexikon "Die Generale der Chur-Brandenburgischen und Königlich Preußischen Armee" (1840) als "Carl Heinrich von Wedell" geführt wird.

Lot 2494, Auction  128, Wellington, Arthur Wellesley Herzog von, Brief an einen Baron. London 1819

Wellington, Arthur Wellesley Herzog von
Brief an einen Baron. London 1819
Los 2494

Schätzung
250€ (US$ 287)

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Wellington, Arthur Wellesley, Herzog von, englischer Feldmarschall und Staatsmann, Premierminister und Oberbefehlshaber der britischen Armee, neben Blücher Sieger bei Waterloo (1769-1852). Eigh. Brief m. U. "Wellington". In franz. Sprache. 11/4 S. Doppelblatt. 8vo. London 25.XI.1819.
An den Baron C. de Cases, dem er für ein Schreiben dankt. "... Il me fait grand plaisir de savoir que Mons. Le Marquis ... ne s'est pas refusé de tenir Sa Majesté dans le Poste honorable et distingué mais difficile car Sa Majesté l'a recemment appellé ...".

Lot 2495, Auction  128, Achenbach, Andreas, Brief an den Kunsthändler Lepke. Düsseldorf 1868

Achenbach, Andreas
Brief an den Kunsthändler Lepke. Düsseldorf 1868
Los 2495

Schätzung
150€ (US$ 172)

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Achenbach, Andreas, Maler der Düsseldorfer Schule (1815-1910). Eigh. Brief m. U. "A. Achenbach". 1 S. Gr. 8vo. Düsseldorf 11.X.1868.
An den Berliner Kunsthändler Lepke. "... Es kommt ja nicht so darauf an, ob ich gleich antworte, wenn Sie wissen, daß ich etwas für Sie anfange. Dieses ist geschehen; ich acceptire f. 4000 für die Marine aber die Landschaft kann ich nicht für den Preis lassen; ich brauche noch mehr wie noch einmal so viel Zeit dazu. Wasserfall, Wald und Felsen sind Luxus Gegenstände, woran sich wenige wagen; ich beanspruche 6000 f., vielleicht kommen Sie mal hierher und sehen sichs näher an ...". - Beiliegend ein Farbfoto des Gemäldes einer romantischen Wassermühle sowie 3 Zeitungsartikel über Achenbach.

Lot 2496, Auction  128, Achenbach, Oswald, Brief an den Kunsthändler Lepke. 1861

Achenbach, Oswald
Brief an den Kunsthändler Lepke. 1861
Los 2496

Schätzung
250€ (US$ 287)

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Über seine Maltechniken
Achenbach, Oswald, Landschaftsmaler der Düsseldorfer Schule (1827-1905). Eigh. Brief m. U. "Osw. Achenbach". 4 S. Doppelbl. Gr. 8vo. Düsseldorf 19.I.1861.
Umfangreicher Brief an den Berliner Kunsthändler Rudolph Lepke. In launigem Tonfall ausführlich über sein zwei Tage zuvor fertiggestelltes "Capribild", wohl eine Auftragsarbeit von Lepke, und seine Probleme beim Entwerfen und Ausführen seiner Gemälde. "... Daß Sie kein Bild für das große Publicum zu erwarten haben, wissen Sie wohl selbst, aber einiges von der Stimmung (wo die brillanten Farben schlafen gehen, und der Maler sich von des Tages Last und Hitze ausruht, vom Thau gestärkt an seine Heimath denkt und Capri zum Teufel wünscht) ist doch darin ... (bei Einbruch der Nacht auf Capri) wäre vielleicht der Titel. Sollten Sie mit diesem meinem letzten Kinde so viele Mühe haben es zu verkaufen als es mir gekostet es zu machen so - bedaure ich Sie - werde aber später doch meine Theilnahme nicht fehlen lassen, indem ich Ihnen nur wohlerzogne brav-heitere blühende Jungfrauen mit etwas Vermögen sogar (welche Sie leichter verheirathen können) zuschicken werde ... Fay hat sein Bild fertig und wird es Mittwoch oder Donnerstag abschicken, weil es noch trocknen muß. Ihr Capri trocknet auch so langsam; sollte vielleicht die feuchtig-kühle Stimmung welche ich hineingemalt Schuld daran sein? aber jedenfalls ist das Bild durch die allgemeine Landestrauer [wohl wegen des Todes von Friedrich Wilhelm IV., König von Preußen] noch ernster geworden als nöthig ist.
Ich habe verschiedene Gegenstände untermalt, freilich sehr flott Stück für Stück in 2 Tagen, nur so die Hauptidee, und die Figuren dazu des Abends aus- und aufgezeichnet. Eines davon, welches Sie wahrscheinlich gesehen haben (Gewittersturm mit Wallfahrer bei Civitta Castellana) habe ich halb übermalt und werde ich dasselbe Ende dieser Woche fertig bekommen; ich habe es für Gupil in Paris gemacht, und möchte es gerne mit einem andern Bilde, wo ich jetzt des Abends dran zeichnen und tuschen werde, auf die Pariser Ausstellung bringen. Es soll dies eine Wiederholung des Leichenzuges in Palestina sein, ich meine der Stoff wäre gut für Paris. Ich werde mir alle mögliche Mühe geben, genau zu denken, d. h. vorher eh ich male, um Nichts verändern zu müssen. Denn das hält am längsten auf, auch die Gegenstände, einer schöner, besser wie die andern bestürmen mich! Das ist so recht mein Element, dies Untermalen, meine Bilder werden beim Übermalen selten besser, bloß etwas mehr gekrückelt ... Ich habe vergessen den Moment zu erwähnen, in welchem Sie mir eine goldne Medaille vorhersagten. Dank für Ihren Beistand ...".

Lot 2497, Auction  128, Bendemann, Eduard, Brief an einen Verwandten. Dresden 1849

Bendemann, Eduard
Brief an einen Verwandten. Dresden 1849
Los 2497

Schätzung
250€ (US$ 287)

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Bendemann, Eduard, Maler und Illustrator, hervorragender Porträtist und Historienmaler, Professor der Akademien in Dresden und Düsseldorf, Träger des Ordens Pour le Mérite (1811-1889). Eigh. Brief m. U. "E Bendemann". 31/2 S. , eng beschrieben. Doppelbl. Gr. 8vo. Dresden 28.XII.1849.
An einen "Freund und Vetter", dem er neben vielerlei Familiennachrichten ein Paket mit diversem Inhalt schickt: "... Hierbei erfolgt die Quittung an Hanfstaengls. Sie werden gewiß denken Ihr Fünfziger ist gar nicht hergelangt, so spät schicke ich die Quittung. Ferner sende ich zu dem Kohlrausch, den Ihr so bewundertet, den fehlenden dritten Theil. Ferner ein kleines Reliefchen nach Rietschel von einem gewissen Vogt, für Elise. Ferner ein kleines Büchelchen, 'Hymnen für Kinder von L. Richter illustrirt'. Dies wird freilich für Hugo selbst noch zu hoch sein, dennoch schicke ich es weil Ihr Großen an den Bildern gewiß Freude haben werdet. Ein AbcBuch welches hier einige Freunde zusammen gemacht haben, hätte ich auch geschickt, wenn ich nicht angenommen hätte, daß Ihr es aus Berlin erhalten habt. ... Von meiner Mama liegen auch noch ein paar Kleinigkeiten bei ...". Über die Dresdener Kunstszene berichtet er: "... In der Kunst d. h. in der hiesigen Künstlerwelt gibt es mancherlei Unruhe: Messer, Dolch u. Gift sind aber noch nicht an der Tagesordnung, obgleich manche Blätter fast dergl. muthmaßen lassen. Wir haben hier viele Antipoden. Mich haben sie aus dem Kunstvereinsdirectorium hinausgestimmt ... Ich habe keinen Nachtheil davon u. und andre glaube ich auch nicht, also ists mir nicht ungelegen ... Von Staatsangelegenheiten ist hier natürlich viel die Rede ... Gott gebe, daß wir Deutschen den mäßigen, besonnenen Character bewahren möchten ...". Schließlich kommt auch noch das Weihnachtswetter im Harz zur Sprache: "... Wie mögt Ihr nun schon im Schnee stecken; der alte Herr Brocken ist wohl ganz unsichtbar; mich sehnt's doch nicht danach, das liebliche Ilsethal so im Schnee stecken zu sehen ...". - Beiliegend ein (leider mit Querfalte versehenes) Porträt Bendemanns (29 x 22 cm), lithographiert von C. Eppelin nach dem Gemälde von Metz.

Lot 2498, Auction  128, Camphausen, Wilhelm, 2 Briefe und 1 Visitenkarte, an Gustav zu Putlitz und Rud. Lepke. 1855-1864

Camphausen, Wilhelm
2 Briefe und 1 Visitenkarte, an Gustav zu Putlitz und Rud. Lepke. 1855-1864
Los 2498

Schätzung
250€ (US$ 287)

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Camphausen, Wilhelm, Maler der Düsseldorfer Schule, Spezialist für Reiter- und Schlachtenbilder (1818-1885). 2 eigh. Briefe m. U. "W. Camphausen". Zus. 41/2 S. Gr. 8vo. Düsseldorf 10.I.1855 bzw. 25.IV.1864.
Der erste Brief an den Lustspielautor und späteren Hoftheater-Intendanten Gustav zu Putlitz auf Retzien (Prignitz), den Camphausen mit "mein lieber Gustav" anredet und um einen Gefallen bittet. "... Es existirt hier bei unserm Fürsten ein kleines Liebhabertheater mit recht hübschen Kräften, auf dem öfter gespielt wird. Die Auswahl kleiner hübscher Novitäten ist aber oft sehr schwer, und da habe ich dann schon öfter von Deinem 'Weg zur Liebe' und besonders von 'la Carolina' gesprochen und diese beiden als ganz besonders passend für unsre Gesellschaft empfohlen, zugleich auch derselben versprochen, Dich darum zu bitten, auch, was Du sonst etwa noch von Deinen nicht veröffentlichten Lustspielen beifügen kannst, uns recht bald mit einer kleinen Sendung zu erfreuen. In 14 Tagen spiele ich den Reinhold in Deinen 'Badekuren' ... Vorige Woche habe ich den Chevalier d'Harcourt in 'Der Weg durchs Fenster' gespielt; die beiden Damen waren darin vortrefflich ...". - Der zweite Brief an den Berliner Kunsthändler Rudolph Lepke. "... Gestern Abend bin ich von dem Kriegsschauplatz Düppel nach 14tägigem Aufenthalt dort zurückgekehrt, wohin ich auf Veranlassung des Kronprinzen hingereist war. Unvergessliche Tage voll reicher Erinnerungen liegen hinter mir, der ich vor, während, und nach dem Sturm als Augenzeuge zugegen war. Unsre Prinzen und zuletzt der König waren von der größten Liebenswürdigkeit und noch am letzten Abend hatte ich die Ehre, Sr Majestät meine dort gesammelten Studien zu zeigen ... ". Dankt für Lepkes Honorar für sein "Bildchen" und fährt fort: "Ich werde nun wohl in nächster Zeit meine reichen Erlebnisse künstlerisch auszubeuten haben, wenigstens ist von großen wie kleinen Motiven zu Darstellungen die reichste Auswahl ... Täusche ich mich nach den Äußerungen des Königs nicht, so habe ich von dieser Stelle zunächst Aufträge zu erwarten ...". - Beiliegend eine eigh. Visitenkarte Camphausens mit plattdeutschen Neujahrsgrüßen (24.I.1885).

Lot 2499, Auction  128, Cornelius, Peter von, Gehalts-Quittung. München 1830

Cornelius, Peter von
Gehalts-Quittung. München 1830
Los 2499

Schätzung
150€ (US$ 172)

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Cornelius, Peter von, Maler der Spätromantik, Hauptvertreter des Nazarener-Stils, in Düsseldorf und München Akademie-Direktor, schuf berühmte Fresken in München und Berlin (1783-1867). Quittung m. U. "P. v. Cornelius". 1/2 S. Folio. München 13.II.1830.
"Quittung. - Daß ich durch die Königl. Bayer. Central-Stiftungs-Kasse von meinem Jahrgehalt von 3600 fl. den Betrag für das Monath Febr. d. i. dreihundert fl. erhalten habe bescheine ich hiemit. P. v. Cornelius". - In diesem Jahr vollendete Cornelius die Fresken "Die Götter Griechenlands" in der Münchener Glyptothek. - Beiliegend 3 gestochene Porträts des Künstlers.

Lot 2500, Auction  128, Dillis, Johann Georg von, Brief an Frauenholz wegen des Malers Reinhardt in Rom. 1803

Dillis, Johann Georg von
Brief an Frauenholz wegen des Malers Reinhardt in Rom. 1803
Los 2500

Schätzung
200€ (US$ 230)

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Bayerische Malerpinsel nach Rom
Dillis, Georg von, bayerischer Landschaftsmaler, Professor an der Münchener Akademie und kurfürstlicher Galerie-Inspektor (1759-1841). Eigh. Brief m. U. "G. Dillis, Gallerie Inspector". 2/3 S. Doppelbl. 4to. München 11.IV.(1803).
"Freund Frauenholz wird auf das freundschaftlichste ersucht beyliegende Pinsel für 2. f. 48 an den Landschaftsmaler Reinhardt in Rom zu übersenden und den Betrag nach Gelegenheit mir zu übersenden. Da den Herrn Reinhardt sehr danach verlangt, so wird eine baldige Besorgung bestens empfohlen und angesucht ...". - Der bedeutende Maler Johann Christian Reinhart (1761-1847) lebte seit 1789 in Rom. - Beiliegend ein Porträt Dillis', gestochen von J. G. Raber nach dem Gemälde von Kellerhofen. Format des qualitätvollen, leider mit einer Querfalte versehenen Blattes: 27 x 22,2 cm.

Lot 2501, Auction  128, Doré, Gustave, Brief an einen Herrn über ein künstlerisches Motiv. 1865

Doré, Gustave
Brief an einen Herrn über ein künstlerisches Motiv. 1865
Los 2501

Schätzung
150€ (US$ 172)

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Doré, Gustave, franz. Maler, Zeichner und Bildhauer (1832-1883). Eigh Brief m. U. "G Doré". 1/2 S. Doppelblatt. Gr. 8vo. O. O. (wohl um 1865).
An einen Herrn, der ihm wohl ein Gedicht als Sujet für ein Bild gesandt hat. "... J'ai reçu le poème de la Mer que je trouve en effect très beau et très séduisant pour le dessin. Je vais ne pas perdre un instant pour vous satisfaire à cet égard. Demain vous recevez un ou deux dessins ...". - Beiliegend ein Stahlstich mit dem Bildnis Dorés (Dreiviertelfigur).

Lot 2502, Auction  128, Eberle, Adam, Brief aus München an Schäffer

Eberle, Adam
Brief aus München an Schäffer
Los 2502

Schätzung
450€ (US$ 517)

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Eberle, Adam, Münchener Maler und Lithograph, hoch begabter Mitarbeiter von Peter Cornelius bei der Neugestaltung der Glyptothek, des Odeonssaales und der Ausmalung der Alten Pinakothek, starb im Alter von 28 Jahren in Rom, vielleicht durch Selbstmord (1804-1832). Eigh. Brief m. U. "Eberle". 21/2 S., eng beschrieben. Doppelblatt. Gr. 4to. München 22.VIII.1829.
Umfangreicher Brief an seinen Freund Schäffer, vermutlich der Zeichner, Stecher und Lithograph Eugen Eduard Schäffer in Frankfurt am Main (1802-1871), der wie Eberle Schüler von Cornelius war. Über gemeinsame Arbeiten und über die sich rapide mehrende Abreise der Künstler nach Italien. "... Sey nicht böse, daß ich Dich so lange habe warten lassen, ich war grade mit dem Schluß meines Bildes beschäftigt worauf die Plafong Maler warteten um die Deke ausmalen zu können, gestern als ich mit der Antwort auf Deinen ersten Brief durch Cornelius beschäftigt war, erhielt ich erst den zweiten durch Herrn Schlotthauer ... Als Antwort auf Deinen ersten Brief hab ich Dir daher von Cornelius zu sagen, daß Du beyliegende Zeichnung nur so lassen sollst ... dann sollst Du die Kasetten nur mit einem leichten Ton überdeken, ohne etwas hinein zu machen. Den Amor auf den Pferden hab ich Dir Deinem Wunsche gemäß gezeichnet. Derselbe aber ist wohl das wenigst gelungenste in der ganzen Composition, was Du Dich vielleicht entsinnen wirst, deswegen mußt Du mit meinem weit schlechtern vorlieb nehmen, ich mogte denselben nicht in Deine Zeichnung hinein zeichnen weil ich leicht damit das Ganze hätte stören können und Du am Ende den Deinen noch brauchbarer finden wirst als den meinen. - Was die Ausstellung Deiner Abdrüke anbetrifft, so hat mich Cornelius damit an den Kellerhofen gewiesen mit dem Bemerken, daß es derselbe so einrichte wie Du es wünschtest ... Hiebey erhältst Du auch die verlangten Gelder, wenn Du mehr erwartetest, so rechne dieß auf die bereitstehende Abreise der Frau v. Cornelius, die deshalb vielleicht mit ihren Ausgaben etwas eingeschränkter zu Werke geht, sollte dasselbe aber dennoch vor Deiner Abreise zu Ende gehen, was wohl sehr natürlich sein wird, so schreibe mir nur, so will ich es Dir schon bey Cornelius einkassiren ... den 25ten dM wird der Grundstein zur neuen Ludwigskirche gelegt, die Cornelius malen wird, woran die ganze Geistlichkeit Antheil nehmen wird, diese Idee (nämlich den Bau der Kirche) hat zwischen Sr Maj: und dem hiesigen Magistrat einen gewaltigen Bruch veranlaßt, der schwer auszumerzen sein wird. - Ernst Förster und dessen Bruder Friedrich Förster, hof-demagogischer Poet aus Berlin haben gestern unsere Stadt verlassen, um sich nach Italien zu begeben. Doch vielleicht haben sie Dir schon einen Besuch abgestattet. - Stürmer geht in 14 Tagen 3 Wochen auch dahin, auch ist gestern ein gewisser Hübner nebst Frau, einer der ersten Schüler Schadow's hier um dahin abzugehen, ebenso wird Papa Schilgen den nächsten Monat hindurch dahin reisen und wenn Du Dich des Küsters aus Düsseldorf noch erinnerst, der auf einem Stoke ging, derselbe wird auch den nächsten Monat hier eintreffen, um dahin abzugehn ...". - Eberle erwähnt mit keinem Wort, dass bereits im nächsten Monat auch er die Italienreise antreten werde, gemeinsam mit Cornelius' Ehefrau und deren Tochter. - Sehr selten.

Lot 2503, Auction  128, Füssli, Johann Heinrich, Brief-Fragment an Friderike Brun. Wohl um 1790

Füssli, Johann Heinrich
Brief-Fragment an Friderike Brun. Wohl um 1790
Los 2503

Schätzung
600€ (US$ 690)

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Füssli, Johann Heinrich, Schweizer Maler (1741-1825). Eigh. Brief (Fragment) m. U. "Auf immer der Ihrige Füßli". 1 S. Quer-gr. 8vo. O. O. (wohl um 1790).
An Friderike Brun, geb. Münter, in Rom (gestrichen und verbessert: Lübeck). Die untere Hälfte eines Briefes, der wohl ursprünglich Großquart-Maße besaß. "... Sein königliches Werk über die Kunst gewährt mir großen Genuß. - Der jetzige Vogel stellte auf dem diesjährigen Salon in Zürich und Bern ein Paar gemüthliche Bilder aus, die ihm in Bern einen Preis verschafften. So eben geht noch ein andrer wackerer jetziger Landschafter von hier ... nach Rom ab, den ich, wenn er Sie noch trift, Ihnen ebenfalls empfehle. - Gestern verließ uns die geistreiche Frau Kulenkamp, geb. Platzmann, die mir recht gute Nachricht von Ihrer in Lübeck vermählten treflichen Tochter gab ...". - Am unteren Rand Tinten- und Bleistift-Notizen über Füssli. - Aus der Sammlung Künzel.

Lot 2504, Auction  128, Füssli, Johann Rudolf, Brief an einen Lexikographen. Zürich 1779

Füssli, Johann Rudolf
Brief an einen Lexikographen. Zürich 1779
Los 2504

Schätzung
300€ (US$ 345)

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Füssli, Johann Rudolf (gen. der Jüngere), Züricher Maler, Kunsthistoriker und Lexikograph (1709-1793). Eigh. Brief m. U. "J. R. Füßli". 2 S., eng beschrieben. 4to. Zürich 18.V.1779.
An einen Kunsthistoriker und Lexikographen. "... Allein die Einsicht in dero angefangenes Werk, setzet mich in Absicht auf dero Verlangen, von den Kupfer Werken unsrer Schweitzer-Künstler einige Nachricht zu erhalten, in ziemliche Verlegenheit, denn außert den allgemein-bekanten Werken eines Thourneisers, eines J. Frey und zum Theile der alten Meyer, bestehet das Übrige (wie beyligender Auszug aus meinen, schon bey mehr als 40 Jahren gesammelten Verzeichnißen ausweiset), meistens blos in Bildnißen und Landschafften, die aber beyde in den Kupferstiche-Verzeichniße keine ansehnliche Stelle einnehmen. Von beträchtlichen historischen Gemählden, folglich auch Kupferstichen aber, weißt man beynahe in der gantzen Schweitz so viel als nichts. - Da ich in E. H. E. Verzeichniße der Kupferstiche, besonders der älteren Künstler gegen die Meinige gehalten, mußte ich erstaunen, da ich in den letztern so großen Lüken bemerkte, da ich mich doch der meisten Quellen, die Sie in ihrer Vorrede angeführt, fleißig bedient habe ... Hätte es doch E. H. E. ehender beliebt, dieses, allen Liebhabern der Künste, so angenehme als brauchbare Werk durch den Druk bekant zu machen, so hätte mein Lexicon hierdurch unendlich viel vollständiger werden können, als es jetzo ist ...". Sieht für sich als 70jährigen nicht die Chance einer Neuauflage seines Lexikons, bietet aber Unterstützung für das Lexikon des Adressaten an und übersendet eine Liste (hier nicht beiliegend) der ihm bekannt gewordenen Schweizer Künstler-Bildnisse. - Füsslis "Allgemeines Künstler-Lexicon" war schon 1763 erschienen; aber 1779, ohne dass dies im Brief erwähnt wird, gab Füsslis Sohn Hans Heinrich das Lexikon neu heraus, und sorgte dann von 1806 bis 1821 für mehrere Supplementbände.

Lot 2505, Auction  128, Graeb, Paul, Brief bei Übersendung des  Holzstocks seiner Zeichnungen zum Berliner Rathaus. 1870

Graeb, Paul
Brief bei Übersendung des Holzstocks seiner Zeichnungen zum Berliner Rathaus. 1870
Los 2505

Schätzung
120€ (US$ 138)

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Graeb, Paul, Berliner Architekturmaler und Zeichner, wichtiger Darsteller prominenter Innenräume (1842-1892). Eigh. Brief m. U. "Paul Graeb jr.". 1 S. Mit Monogramm "PG" im Briefkopf. Berlin 6.VII.1870.
An einen Herrn, vermutlich Redakteur oder Verleger. "Ew. Hochwohlgeboren übersende ich hiermit ergebenst den Holzstock mit den Zeichnungen der Interieurs des Berliner Rathhauses. Mit der Bitte, die Verzögerung, welche die Ausführung durch die Ihnen bereits durch Herrn Scheerenberg mitgetheilten Hindernisse erlitten, gütigst entschuldigen zu wollen, und mit der Hoffnung, daß die Zeichnung Ihren Wünschen entsprechen möge ...". - Am Rand mit Bleistift kritische Bemerkungen des Empfängers: "Die Einfassung nimmt leider immer noch so viel Raum ein, daß die Großartigkeit der einzelnen Säle durchaus nicht zur Geltung kommt. Unterschriften müssen jedenfalls unmittelbar unter die Bilder kommen. Was aber soll in den Raum, in den Sie die Unterschriften eingezeichnet haben? Bitten um Honorarangabe."

Lot 2506, Auction  128, Hitz, Dora, Briefkarte mit Umschlag an Alma Lessing. 1994.

Hitz, Dora
Briefkarte mit Umschlag an Alma Lessing. 1994.
Los 2506

Schätzung
450€ (US$ 517)

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Hitz, Dora, Malerin (1856-1924). Eigh. Brief-Karte m. U. "Dora Hitz". 2 S. Mit dem eigh. Umschlag. 8vo. (Berlin) 26.XI.1894.
An die Galeristin Alma Lessing, geb. Marschall v. Bieberstein, wegen einer Ausstellung. "... Dem Spediteur ... ist, nach Ihrer gütigen Erlaubniss, der Auftrag ertheilt die Bilder morgen Dienstag zwischen 2 u. 3 Uhr zu Ihnen in Ihr Atelier zu bringen ... Darf ich noch die Bitte beifügen, das Fliederbild mit Glas u. Rahmen aufnehmen zu wollen. Ich möchte den Rahmen gerne mit haben da er decorativ sehr gut zu dem Bilde steht u. auch nicht gerne das Bild aus dem Rahmen nehmen, da es nicht mehr mir gehört u. bei Pastell die Gefahr immer wie ein Damokles Schwert an einem Haare hängt ...". - Mit einer Querfalte. - Die Qualität der Bilder von Dora Hitz wird erst seit einigen Jahren auf den Auktionen mit sehr hohen Preisen gewürdigt.

Lot 2507, Auction  128, Maler und Graphiker, Ca. 105 Autographen

Maler und Graphiker
Ca. 105 Autographen
Los 2507

Schätzung
1.200€ (US$ 1,379)

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Maler, Malerinnen und Graphiker des 19. Jahrhunderts. Ca. 105 Autographen. - Jeweils lose in einem Papier-Umschlag, der mit Namen und Lebensdaten versehen ist. Eingelegt in eine als Buch gestaltete Halbleder-Kassette um 1890 (Rücken und Kanten teils stärker beschabt) im Format 29 x 25 x 8 cm mit Rücken- und Deckel-Vergoldung sowie Rückenschildern "Autographen-Sammlung" und "Herm. Kiewy".
Meist eigenhändige Briefe oder Postkarten, viele an den Berliner Kunsthändler Rudolph Lepke gerichtet. Wo keine Zahl hinter dem Namen steht, handelt es sich jeweils um 1 Autograph. - Vorhanden: Christian Wilhelm Allers, Sir Lawrence Alma Tadema (2), Friedrich Ritter von Amerling, Wilhelm Amberg, Heinrich von Angeli, Carl Arnold, Robert Assmus, Hermann Baisch, Fritz Bamberger, Hans von Bartels, Karl Bauer, Carl Becker, Johanna Beckmann, Ludwig Beckmann (2), Ferdinand Bellermann, Hans Eduard von Berlepsch-Valendas, Robert Beyschlag, Edouard de Bièfre (2), Carl R. von Blaas, Eugen Blaas, Julius von Blaas, Gottlieb Bodmer, Hans Bohrdt, Louis Braun, Gustave Brion, Julie von Buddenbrock, Alexander Cabanel, H. Caran d'Ache, Cham (Amédée de Noé), Charles Chaplin (franz Maler u. Kupferstecher), Lorenz Clasen, Benjamin Constant, Abraham Cooper, Hermann Corrodi, Constantin J. F. Cretius, Hans Dahl, Siegwald Dahl, Karl Ernst Daumerlang, Adrien Dauzat, Carl Friedrich Deiker, Heinrich Deiters, Ludwig Des Coudres, Ludwig Dettmann, Anton Dieffenbach, Louis Douzette, Louis Dubois (mit Federzeichnung), Eugène Gustav Düker, Jacob Joseph Eeckhout, Hermann Effenberger, F. H. Ehmcke, Julius Ehrentraut, Johann Ender, Otto H. Engel, Otto Erdmann, Ludwig K. W. Fahrenkrog, Hanns Fechner, Gustav Feckert, Otto Fikentscher, Walther Firle, Arthur Fitger, Albert Flamm (2), Max Flashar, Joseph Flüggen, Friedrich Friedländer, Bernhard Fries, Richard Fries, Louis Gallait, Friedrich Gauermann, Franz Gaul, Gustav Gaul, Eduard von Gebhardt (2), Otto Gebler, Ismael Gentz (2), Wilhelm Gentz (2), Eduard Geselschap, Hermann Götz, Gustav Graef, Otto Greiner, Theodor Grosse, Philipp Grotjohann, Otto Günther, Theodor Hagen, Louis von Hagn (2), Hugo Friedrich Hartmann, Fritz Hegenbart, Franz E. Hein, Hermann Hendrich, Albert Hendschel (2, mit Zeichnung), Bruno Héroux, Hans Herrmann, Karl Hertel, Friedrich Hiddemann, Ernst Hildebrand, Theodor Hildebrandt, Karl Hilgers. - Diverse Beilagen, darunter Porträts.

[*]: Regelbesteuert gemäß Auktionsbedingungen. [^]: Ausgleich von Einfuhr-Umsatzsteuer.

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