Los 2497
Bendemann, Eduard
(1811-1889)Brief an einen Verwandten. Dresden 1849
Schätzung
250€ (US$ 287)
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Aus dem Katalog
Autographensammlung Hermann Kiewy
Auktionsdatum 7.10.2026

Aus dem Katalog
Wertvolle Bücher, Dekorative Graphik und Autographen
Auktionsdatum 6. – 8. Oktober 2026


Bendemann, Eduard, Maler und Illustrator, hervorragender Porträtist und Historienmaler, Professor der Akademien in Dresden und Düsseldorf, Träger des Ordens Pour le Mérite (1811-1889). Eigh. Brief m. U. "E Bendemann". 31/2 S. , eng beschrieben. Doppelbl. Gr. 8vo. Dresden 28.XII.1849.
An einen "Freund und Vetter", dem er neben vielerlei Familiennachrichten ein Paket mit diversem Inhalt schickt: "... Hierbei erfolgt die Quittung an Hanfstaengls. Sie werden gewiß denken Ihr Fünfziger ist gar nicht hergelangt, so spät schicke ich die Quittung. Ferner sende ich zu dem Kohlrausch, den Ihr so bewundertet, den fehlenden dritten Theil. Ferner ein kleines Reliefchen nach Rietschel von einem gewissen Vogt, für Elise. Ferner ein kleines Büchelchen, 'Hymnen für Kinder von L. Richter illustrirt'. Dies wird freilich für Hugo selbst noch zu hoch sein, dennoch schicke ich es weil Ihr Großen an den Bildern gewiß Freude haben werdet. Ein AbcBuch welches hier einige Freunde zusammen gemacht haben, hätte ich auch geschickt, wenn ich nicht angenommen hätte, daß Ihr es aus Berlin erhalten habt. ... Von meiner Mama liegen auch noch ein paar Kleinigkeiten bei ...". Über die Dresdener Kunstszene berichtet er: "... In der Kunst d. h. in der hiesigen Künstlerwelt gibt es mancherlei Unruhe: Messer, Dolch u. Gift sind aber noch nicht an der Tagesordnung, obgleich manche Blätter fast dergl. muthmaßen lassen. Wir haben hier viele Antipoden. Mich haben sie aus dem Kunstvereinsdirectorium hinausgestimmt ... Ich habe keinen Nachtheil davon u. und andre glaube ich auch nicht, also ists mir nicht ungelegen ... Von Staatsangelegenheiten ist hier natürlich viel die Rede ... Gott gebe, daß wir Deutschen den mäßigen, besonnenen Character bewahren möchten ...". Schließlich kommt auch noch das Weihnachtswetter im Harz zur Sprache: "... Wie mögt Ihr nun schon im Schnee stecken; der alte Herr Brocken ist wohl ganz unsichtbar; mich sehnt's doch nicht danach, das liebliche Ilsethal so im Schnee stecken zu sehen ...". - Beiliegend ein (leider mit Querfalte versehenes) Porträt Bendemanns (29 x 22 cm), lithographiert von C. Eppelin nach dem Gemälde von Metz.
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