Los 2498
Camphausen, Wilhelm
(1818-1885)2 Briefe und 1 Visitenkarte, an Gustav zu Putlitz und Rud. Lepke. 1855-1864
Schätzung
250€ (US$ 287)
Abgabe von Vorgeboten möglich
Aus dem Katalog
Autographensammlung Hermann Kiewy
Auktionsdatum 7.10.2026

Aus dem Katalog
Wertvolle Bücher, Dekorative Graphik und Autographen
Auktionsdatum 6. – 8. Oktober 2026


Camphausen, Wilhelm, Maler der Düsseldorfer Schule, Spezialist für Reiter- und Schlachtenbilder (1818-1885). 2 eigh. Briefe m. U. "W. Camphausen". Zus. 41/2 S. Gr. 8vo. Düsseldorf 10.I.1855 bzw. 25.IV.1864.
Der erste Brief an den Lustspielautor und späteren Hoftheater-Intendanten Gustav zu Putlitz auf Retzien (Prignitz), den Camphausen mit "mein lieber Gustav" anredet und um einen Gefallen bittet. "... Es existirt hier bei unserm Fürsten ein kleines Liebhabertheater mit recht hübschen Kräften, auf dem öfter gespielt wird. Die Auswahl kleiner hübscher Novitäten ist aber oft sehr schwer, und da habe ich dann schon öfter von Deinem 'Weg zur Liebe' und besonders von 'la Carolina' gesprochen und diese beiden als ganz besonders passend für unsre Gesellschaft empfohlen, zugleich auch derselben versprochen, Dich darum zu bitten, auch, was Du sonst etwa noch von Deinen nicht veröffentlichten Lustspielen beifügen kannst, uns recht bald mit einer kleinen Sendung zu erfreuen. In 14 Tagen spiele ich den Reinhold in Deinen 'Badekuren' ... Vorige Woche habe ich den Chevalier d'Harcourt in 'Der Weg durchs Fenster' gespielt; die beiden Damen waren darin vortrefflich ...". - Der zweite Brief an den Berliner Kunsthändler Rudolph Lepke. "... Gestern Abend bin ich von dem Kriegsschauplatz Düppel nach 14tägigem Aufenthalt dort zurückgekehrt, wohin ich auf Veranlassung des Kronprinzen hingereist war. Unvergessliche Tage voll reicher Erinnerungen liegen hinter mir, der ich vor, während, und nach dem Sturm als Augenzeuge zugegen war. Unsre Prinzen und zuletzt der König waren von der größten Liebenswürdigkeit und noch am letzten Abend hatte ich die Ehre, Sr Majestät meine dort gesammelten Studien zu zeigen ... ". Dankt für Lepkes Honorar für sein "Bildchen" und fährt fort: "Ich werde nun wohl in nächster Zeit meine reichen Erlebnisse künstlerisch auszubeuten haben, wenigstens ist von großen wie kleinen Motiven zu Darstellungen die reichste Auswahl ... Täusche ich mich nach den Äußerungen des Königs nicht, so habe ich von dieser Stelle zunächst Aufträge zu erwarten ...". - Beiliegend eine eigh. Visitenkarte Camphausens mit plattdeutschen Neujahrsgrüßen (24.I.1885).
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