Rohse, Otto. Werkverzeichnis der Kupferstiche. 1963-1995. 231 S. Mit zahlreichen Abbildungen und einem separaten signierten OKupferstich. 30 x 19,5 cm. Illustr. OBroschur und OUmschlag, zusammen in OPappschuber. Hamburg 1995.
Eines von 100 Exemplaren der Vorzugsausgabe mit der beigelegten Originalgraphik (hier Nr. 18). – Sehr gutes Exemplar.
Ross, Collin. Fahrten- und Abenteuerbuch. 236 S., 2 Bl. Mit 42 meist ganzseitigen Abbildungen. 24,5 x 17 cm. Bibliophiler lachsfarbener Ecrasélederband (Rücken ausgeblichen und leicht fleckig, Ecken minimal berieben; signiert: "Handeinband Fritzsche A.G.") mit farbigen Lederintarsien und KGoldschnitt in OPappschuber (dieser berieben). Leipzig, Büchergilde Gutenberg 1925.
Erste Ausgabe, die typographische Gestaltung besorgte Jan Tschichold. Der Österreicher Collin Ross (1885-1945) zählte in den 1920/30er Jahren neben Egon Erwin Kisch, Richard Katz und Alfred E. Johann zu den bekanntesten deutschsprachigen Reisejournalisten. Exemplar im signierten Handeinband mit geometrischer Vorderdeckelvignette und ebenfalls geometrischem Art Déco-Vorsatzpapier, das sich auf dem Pappschuber wiederholt. Der Einband entstand in der renommierten Leipziger Buchbinderei Fritzsche, die auch den von Jan Tschichold entworfenen Originaleinband fertigte. – Tadellos.
Ruckteschell, Walter von
Lettow-Mappe. Kwaheri Askari. München, Dr. C. Wolf und Sohn, o. J. (1918). - Mit 10 signierten Steinzeichnungen. Widmungsexemplar
Los 3303
Schätzung
1.500€ (US$ 1,724)
Ruckteschell, Walter von. Lettow-Mappe. Kwaheri Askari. Auf Wiedersehen Askari. Mit einem Vorwort von Lettow-Vorbeck. Mit 10 signierten Original-Steinzeichnungen. 48 x 34,5 cm. Lose Blätter in illustrierter OBroschur-Mappe (etwas berieben und fleckig). München, Dr. C. Wolf und Sohn, o. J. (1918).
Erste Ausgabe. Nicht nummeriertes Exemplar. Mit dem Aufdruck "Ich widme diese Blätter in Dankbarkeit dem Andenken unserer schwarzen Kameraden in Deutsch Ost-Afrika 1914-1918". Der kontroverse Künstler Walter von Ruckteschell (1882-1941) war einerseits ein Verfechter der Kolonialisierung und des Kolonialmythos, andererseit ein Gegner der Zerstörung der eigenständigen afrikanischen Kultur und der Nationalsozialisten, die seine Kunst als "entartet" ansahen. – Papierbedingt leicht gebräunt, leicht stock- und fingerfleckig sowie mit kleinen Einrissen. Mit eigenhändiger Widmung des Künstlers an den Kunsthistoriker Dr. Hubert Wilm (1887-1953) auf dem Titel "Meinem lieben Freunde Dr. Hubert Wilm in Gedenken an gemeinsame Arbeit. Walter von Ruckteschell München 1940".
Rühmkorf, Peter
Drei Werke, jeweils mit eigenh. Widmung und Zeichnung), Beigaben, Briefe
Los 3304
Schätzung
350€ (US$ 402)
Rühmkorf, Peter. Drei Werke mit eigenhändiger Widmung und Zeichnung des Autors. OPappbände mit OSchutzumschlag. 2000-2003.
Enthält: 1. Gedichte. Herausgegeben von Bernd Rauschenbach. 533 S., 5 Bl. 22 x 13,5 cm. Reinbek, Rowohlt, 2000. - Werke 1. - Vortitel mit Widmung und Selbstporträt (mit zwei passend plazierten Kaffeeflecken): für ... von einem betrunknen Silene - in Hamburg am 11. November was nicht stimmt, but cannot remember! 2004". - 2. Schachtelhalme. Schriften zur Poetik und Literatur. Herausgegeben von Hartmut Steinecke. 410 S., 1 Bl. 22 x 13,5 cm. Reinbek, Rowohlt, 2001. - Werke 3. - Fl. Vorsatz mit Widmung in Bleistift und kolorierter Bleistiftzeichnung (Selbstporträt vor Landschaft mit aufgehendem Mond): "Das schönste Blümlein auf der Alm, das ist der Ackerschachtelhalm. Herzlich für ... Herzlichst von ihrem Peter Rühmkorf. Övelgönne, den 20. Dez. 2001". - 3. Funken fliegen zwischen Hut und Schuh. Lichtblicke, Schweifsterne, Donnerkeile. Augewählt und herausgegeben von St. U. Meyer. 149 S. 21 x 13,5 cm. München, DVA, 2003. - Erste Ausgabe. - Fl. Vorsatz mit Zeichnung (Selbstporträt in Ganzfigur, einen Kerzenhalter in der Hand haltend) und Widmung: "Und ein kleines Weihnachtslicht schadt' ja nicht! Herzlich für ... von ihrem Peter Rühmkorf Weihnachten 2003". – Teils mit Anmerkungen einer Literaturkritikerin in Bleistift. – Dabei: Wörter:Welt. Denken, Dichten, Reden, Lesungen, Betrachtungen. Kulturprogramm Deutscher Pavillon (EXPO 2000). 48 S. 27,5 x 13 cm. OKart. Hannover 2000. - Vorderumschlag mit eigenh. signierter Zeichnung von Robert Gernhardt ("Gott liest Nietzsche für Frau ..."). Titelblatt mit längerer Widmung von Peter Rühmkorf und Zeichnung (Selbstporträt). - Sinn und Form. Drittes Heft. 2020.
Rühmkorf, Peter
Fünf eigenhändige Briefe (jeweils mit Umschlag)
Los 3305
Schätzung
800€ (US$ 920)
Rühmkorf, Peter. Fünf eigenhändige Briefe an eine Berliner Publizistin, jeweils mit frankiertem Umschlag. Hamburg 2001-2003.
Konvolut von fünf, teils mehrseitigen Briefen des Schriftstellers Peter Rühmkorf (1929-2008), der ein umfangreiches lyrisches, essayistisches und journalistisches Werk hinterließ, das seit 2022 im Göttinger Wallstein-Verlag in der auf 21 Bände angelegten "Oevelgönner Ausgabe" erscheint. 1993 erhielt der vielfach ausgezeichnete Wort- und Gedankenakrobat auch den Büchner-Preis. Gewiss zählte Rühmkorf zu den markantesten und streitbarsten Erben der Aufklärung, die seit den späten fünfziger Jahren die Geschichte und Geschicke der Bundesrepublik kritisch begleiteten.
Die vorliegenden Briefe an die Berliner Publizistin und Autorin Gabriele H. Killert sind bemerkenswert persönliche Zeugnisse, spontan und lässig in der Diktion, originell und charakteristisch im oft schnoddrigen Ton. Typisch Rühmkorf, ein einzigartiges Phänomen im Literaturbetrieb.
Die Briefe im Einzelnen:
1. Eigenhändiger Brief, datiert: "Auf seinen S-H-Latifundien den 28. Dez. 2001". 5 (einseitig beschriftete) Bl., unterschrieben mit "Ihr P. R."
Über die "üblichen X-mas-Katastrophen", die eine rasche Reaktion auf zugesandte Gedichte verhinderten. Im Folgenden äußert er sich ausführlich und positiv über "DIE GEDICHTE" ("metaphorisch abenteuerlich erknospend", "VIELES: hin zu Augen + heftig zu Ohren gehend") und den "schönen" Besuch in Hamburg. Dann: "wünsche sprühenden Silvester und gut in Gang kommendes Neues Jahr", ganz zum Schluss einige Sätze über seine Arbeitsbedingungen: "Praktisch lassen sich meine Arbeitsaufwände gar nicht ohne Hinzutreten eines Mäzens finanzieren + wenn man nicht ständig auf Achse ist, läßt sich die Schreibstube gar nicht halten". - Mit eigenh. adressiertem Briefumschlag. - Beiliegend ein Zimmer-Ausweis und ein Zettel mit einer Notiz von P.R.
2. Maschinenschriftlicher Brief, mit eigenh. Korrekturen, datiert: Hamburg, 4. Jan. 2002. 2 Bl. mit handschriftlichem Gruß und einer Anmerkung nebst Zeichnung, unterschrieben mit "Ihr mehrfarbiger P. R."
"... ob ich selbst diesmal drin [im Lyrik-Jahrbuch] bin, weiß ich nicht. Befürchte, ich hatte eine Sache unterm Gänsekiel, aber fand dann den letzten, alles besiegelnden Blutstropfen nicht. ... Die Ro-Sache leider noch absolut in der Schwebe. Hatte auf den unerwarteten (und in Watte verpackten) Böller sehr behutsam mit Pfeil und Flitzebogen geantwortet. Waren am Silvesterabend bei Grassens und als ich erzählte, wollte GG so!-fort öffentlich losschäumen ... Wir haben eine eigenartige wechselseitige Zuneigung". - Mit eigenh. adressiertem Briefumschlag. - Unter dem handschr. Absender ein "P.S." von Rühmkorf zu der "philatelistischen Rarität" mit der er den Brief frankierte ("Heine mit den Nazi-Runen").
3. Maschinenschriftlicher Brief auf ZETA-Papier, mit eigenh. Korrekturen, datiert: Hamburg, 20.2.2002. 2 Bl., mit handschriftlichem Gruß und kleiner Zeichnung, unterzeichnet mit "Dein Peter R."
"Hatte ja gleich nach unserm letzten Telefono schreiben wollen, aber dann kehrte Frau Sorge hier gleich in mehrerlei Gestalten ein, düster umwölkt und mit Fledermausschwärmen im Gefolge, nun inzwischen der Himmel wieder einigermaßen gelichtet und praktisch erster Briefschreibetag nach ziemlich aussichtlosem Versacken in u.a. TABU-Anfechtungen." Außerdem Bemerkungen über seinen "alten Freund Richard Anders". - Mit eigenh. adressiertem Briefumschlag.
4. Maschinenschriftlicher Brief auf ZETA-Papier, mit eigenh. Korrekturen, datiert: Hamburg, 26.2.2002. 1 Bl., mit handschriftlichem Gruß und kleiner Porträtzeichnung "Sehr herzlich grüßt und küßt die erlesene Hand mal wieder Dein Peter R."
Über eine Rezension von G. H. Killert: "Es ist ja nicht das Loblied allein, das wohltut, sondern die absolut aus der Rezensionsnorm weichende Federführung". - Über Sinclair Lewis: "Herrdeshimmels, konnte der schreiben, schneidig-graziös, und bei allem wirklich kondensierten Aha-Gehalt auch noch so scheinbar Lamäng." - Mit eigenhändig adressiertem Briefumschlag.
5. Eigenhändiger Brief, datiert Roseburg, 24.12.2003. 6 Bl. Unterzeichnet mit "Ihr ergebener und auch sonst so Signalgast Peter Rühmkorf".
"Stille Nacht, heilge Nacht, Laden zu, dicht gemacht, und der Freunde still gedacht ...". Mit Äußerungen über F. W. Bernstein und eine Rezensionn der Empfängerin ("Nun zu Ihrer Rezi"), dann über seine Wohnverhältnisse, wo er "kein Schiffahrtslexikon zur Hand [habe], kein niederdeutsches Wörterbuch, kein Kluge + kein Goetze, kein Ploetz, kein 'Handbuch der Heraldik + der Ornamente', kein Benn, kein Brecht, kein Brehm - überhaupt kein einziges der in den frühen 70ern gelesenen Bücher mit ihren zahlreichen Ankreuzungen + Bedenklichkeitskürzeln" - und seine Verpflichtungen, "gegen die ich vom beträchtlichen Schuldenberg aus nicht an-argumentieren kann" und die Schwierigkeiten, auf dem Land "Die Zeit" zugestellt zu bekommen. Mit der Anmerkung am Schluss: "Korrektur {des Briefes] ist nicht mehr gelesen. Was steht, steht + was liegt, liegt + in 5 Minuten auch ich". - Beiliegend eine weiße Papierserviette, auf der Rühmkorf seine Adresse notiert hat ("P.R. Övelgönne 50 22605 HH"). – Alle Briefe gefaltet, in sehr gutem Erhaltungszustand.
Sagitta (d. i. John Henry Mackay). Buecher der namenlosen Liebe. 3 Bände. 32 S.; 64 S.; 64 S. 20 x 16 cm. Halbleinen d. Z. (berieben und etwas bestoßen) mit mont. Orig.-Deckelschild. Treptow bei Berlin, Als Manuskript gedruckt fuer Bernhard Zack, 1906-1909.
Hergemöller S. 482. Hayn-Got. VII, 36 (Bd. II, von 1908?) – Erste Ausgaben, "als Manuskript gedruckt". Enthält: Band I. Die namenlose Liebe. Ein Bekenntnis. - Band II. Wer sind wir? Eine Dichtung der namenlosen Liebe. - Band V. Am Rande des Lebens. Gedichte der namenlosen Liebe. - Die Bände III und IV erschienen erst in der späteren Gesamtausgabe 1913 bzw. 1924. Der letzte Band, Der Puppenjunge, erschien daran angehängt 1926.
Unter dem Pseudonym Sagitta verfasste Mackay diese Bücher, "die ausschließlich um die Zuneigung des gereiften Mannes zum Knaben und Jüngling kreisten" (Hergemöller). Die hier vorliegenden ersten drei Bücher wurden von den preußischen Behörden beschlagnahmt und nach einem längeren juristischen Prozeß im Oktober 1909 verboten. Laut Impressum jeder Band gedruckt in einer Auflage, die dem Erscheinungsjahr entspricht (wohl fingiert), handschriftlich nummeriert, nur für namentlich genannte Subskribenten (hier Band I nummeriert für den handschriftlich eingetragenen Subskribenten Ferdinand Rodenstein, Leipzig-Lindenau), Band V nummeriert (799), ohne Nennung des Subskribenten, Band II die Nr. durch einen Strich ersetzt). – Breitrandiger Druck auf Bütten.
Sakheim, Arthur. Marion in Rot. Romantyposkript (Durchschlagexemplar) mit zahlreichen Korrekturvorschlägen, Streichungen, Neu-und Umformulierungen und Kommentaren. 1 Bl., 84 einseitig bedruckte Bl. 28,5 x 21,5 cm. HPergament d. Z. (etwas bestoßen und berieben). O. O. 1913.
Kosch XIII, 705. – 1913 erschien im Georg Müller Verlag in München der "kleine Roman" (so der Untertitel) "Marion in Rot" des 1884 in Libau (heute Liepaja, Lettland) geborenen Arthur Sakheim. Nach dem Schulbesuch in seiner Heimatstadt studierte Sakheim an der Humboldt-Universität zu Berlin Geschichte, Philosophie und Sprachwissenschaften, wechselte dann zum Studium an die Sorbonne und promovierte schließlich 1908 mit einer Dissertation über E. T. A. Hoffmann an der Universität Zürich. Anschließend lebte Sakheim in Hamburg, war Journalist und schrieb fürs Theater. Daneben war er Dramaturg an den Hamburger Kammerspielen. Über seine Arbeit machte Sakheim die Bekanntschaft der Journalisten Emil Faktor und Egon Erwin Kisch. Nach dem Ersten Weltkrieg war Sakheim Redakteur bei der Zeitschrift "Blätter der Städtischen Bühnen" in Frankfurt am Main. Von dort kam er 1926 als Spielleiter an das Frankfurter Schauspielhaus. Im Sommer 1931 wurde er vom Intendanten des Schauspielhauses wegen seines "undeutschen" Spielplans fristlos entlassen. Sakheim erkrankte im selben Jahr während eines Sommerurlaubes auf Hiddensee an einer Blinddarmentzündung und starb bald nach der Operation am 23. August 1931 in der Charité in Berlin.
Das vorliegende Typoskript (ein Durchschlag des Originaltyposkripts in violettem Druck), trägt auf dem Titel die eigenhändige Widmung Sakheims: "Die erste Fassung des Buches 'Marion' lege ich in die Hände von Paula Pierstorff, die mir süßeste Seligkeit gespendet und mein heiliges Handwerk beraten hat. A. S." Datiert ist die Widmung mit "27ten Oktober 1913". Offenbar hat Sakheim ihr, seiner Geliebten, diese erste Fassung des Romans zur Korrektur gegeben, und sie hat mit großer Verve und beachtlichem Sprachgefühl die Aufgabe übernommen: zahlreiche Kommentare zu Textstellen ("dies = ist abscheulich stillos", "unnütz", "langweilig", "schrecklich", "gräßlich" usw.), Streichungen, stilistische Verbesserungen und Neuformulierungen machten den Text zu einem von der Kritik wohlwollend aufgenommenen Roman, was mehrere beigelegte Rezensionen kundtun. Über Paula Pierstorff ist leider nichts bekannt, eine Onlinerecherche erbrachte nichts. Ob sie mit dem bekannten Jenaer Nationalökonomen Julius Pierstorff in Verbindung zu bringen ist, bleibt reine Spekulation. Zwei eigenhändige Gedichte Sakheims, die dem Band ebenfalls beiliegen, unterstützen jedenfalls die Vermutung, dass ihn mit Pierstorff eine Liaison verband: Unter dem Titel "Der blonden Fürstin" findet sich die Zeile "Ich liebe diese kühlen Königsmienen, Ich liebe deine ungestümen Lenden" und ein Sonett endet mit "Ich liebe dich unendlich."
Sakheims Nachlass existiert nicht mehr. Dieses Typoskript ist somit eines der wenigen von ihm überlieferten Schriftzeugnisse. Und es ist ein weiterer starker Beweis für die bekannte Tatsache, dass hinter vielen Dichtern, Schriftstellern und Autoren Unbekannte stehen, die deren Werk ermöglichen, begleiten und mit ihrem ersten Lektorat verbessern. – Etwas fleckig.
Sams, Gideon. The Punk. A Novel. 62 S., 1 w. Bl. 20,5 x 14 cm. Illustr. orangefarbener OKarton. London, Polytantric Press, o. J. (1977).
Erste Ausgabe des Textes, der als erster "Punk-Roman" gilt. Vom damals 14-jährigen Sams als Schulaufsatz verfasst, wurde der Text von ihm erweitert. Nach der Korrektur durch den Lehrer von Sams wurde der Aufsatz in den Müll geworfen, Sams' Mutter rettete das Manuskript, das schließlich in einer Auflage von 500 Exemplaren veröffentlicht wurde. Der Vorderdeckel zeigt ein Fotoporträt Jonny Rottens mit einer durch die Nase gezogenen Original-Sicherheitsnadel. Zeitgelich erschien eine häufigere Ausgabe bei Corgi Books in kleinerem Format und mit einer anderen Deckelillustration. – Einige Bl. sowie der Hinterdeckel mit leichten Knickspuren sonst gut erhalten. Sehr seltenes Exemplar der Originalausgabe dieses authentischen Dokuments der frühen englischen Punk-Bewegung.
Savoy, The
An illustrated monthly. Ed by Arthur Symons. Nr. 1-8 (alles)
Los 3309
Schätzung
600€ (US$ 690)
The Savoy. An illustrated monthly. Ed. by Arthur Symons. Nr 1-8 (alles) in 3 Bdn. Mit zahlreichen, teils blattgroßen Illustrationen von A. Beardsley, D. G. Rossetti, J. E. Blanche, W.T. Horton u.a. 26 x 19 cm. Blaue goldgepr. illustr. Oeinenbände. In priv. Leinenschuber. London, Smithers, 1896.
Neben den schönen Illustrationen insbesondere von Aubrey Beardsley und W. Blake enthält die Zeitschrift Textbeiträge vom Herausgeber A. Symons, von E. Carpenter, W. B. Yeats, G. B. Shaw, G. Morley, R. Dircks, Dowson und H. Ellis. – Zweifach unbeschnittenes, teisl unaufgeschnittenes, serh gut erhaltenes Exemplar; Schnitt gebräunt.
Schad, Christian
"Montmartre". Farbholzschnitt auf Japanbütten
Los 3310
Schätzung
250€ (US$ 287)
Schad, Christian. "Montmartre". Farbholzschnitt auf Japanbütten, unten signiert, datiert, betitelt und mit Auflagenbezeichnung "63/100". 22 x 19,2 cm (Darstellung), 50,5 x 33,2 cm (Blattgröße). Unter Glas in opulentem, breitem Barockrahmen mit vielfach profilierten floralen Ornamenten (mit Schäden und Fehlstellen). 1955.
Eines von 100 Exemplaren (Gesamtauflage). Prachtvoller, farbkräftiger Druck auf Japanbütten mit breitem Rand; links und unten mit Schöpfrand. Erschienen in der Edition "Graphikkreis der Neuen Münchner Galerie". – In schönem Erhaltungszustand, (nicht ausgerahmt). Versand ausschließlich ohne Rahmen.
Christian Schad. - Richter, Marie-Luise und Theodor Helmert-Corvey (Hrsg.) Christian Schad Dokumentation. ... Druckgraphiken und Schadographien in Einzelblättern u. Mappenwerken 1913-1981. 182 S., 1 Bl. Mit zahlr. Abb und einem lose beilieg. Orig.-Holzschnitt. 30 x 21 cm. Illustr. OPappband (etwas gebräunt). (Rottach-Egern), Richter, 1997.
Vorzugsausgabe der zu einer Ausstellung im Haus am Waldsee in Berlin erschienenen materialreichen Dokumentation. Mit Christian Schads Orig.-Holzschnitt "Eva" von 1972. – Gutes Exemplar.
Schaukal, Richard. Buch der Seele. 5 Bl., 114 S., 1 Bl. 19 x 13 cm. OPergament mit goldgeprägtem RTitel und Kopfgoldschnitt. München und Leipzig, Georg Müller, 1908.
Wilpert-Gühring 27. – Erste Ausgabe. Eines von 35 Exemplaren der Vorzugsausgabe auf Van Geldern-Bütten (Gesamtauflage 750). Exemplar im Druckvermerk vom Autor signiert. – Autorensignatur mit Abklatsch. Vorderer Innenspiegel mit montiertem Exlibris. Vorsatzblatt mit Widmung "Weihnachten 1918 / Deine Anni".
Schiller, Friedrich. Wallenstein ein dramatisches Gedicht. 313 S. Mit 60 Original-Textlithographien von Hans Meid. 29 x 18,5 cm.Roter Maroquinband d. Z. (signiert: "Rud. Schmid Berlin W. 62") mit geometrischer RVergoldung mit goldgeprägtem RTitel, mehrfachen Deckel-, Steh- und Innenkantenfileten sowie KGoldschnitt in HLeinenschuber d. Z. Berlin, Maximilian Gesellschaft, 1914-1915.
Schauer II, 91. Badorrek-Hoguth 1.53. Jentsch XIII, 148-207b – Eines von 300 Exemplaren (Gesamtauflage) für die Mitglieder der Maximilian-Gesellschaft als Jahresgabe 1914-1915. "Den Buchdruck hat Julius Sittenfeld in Berlin in der Fraktur- und Schlemihl-Schrift von Walter Tiemann ausgeführt. Die 60 Steinzeichnungen von Hans Meid hat bis Seite 192 die Pan-Presse in Berlin, von Seite 193 ab Hermann Birkholz in Berlin gedruckt" (Druckvermerk). – Schönes und frisches Exemplar im tadellosen Meistereinband.
Schlichter, Rudolf. Zwischenwelt. Ein Intermezzo. 99 S. Mit 10 Illustrationen von Rudolf Schlichter auf Tafeln. 18,5 x 11,5 cm. Farbig illustr. OLwd mit farbig illustr. OUmschlag (dieser unfrisch und mit Randläsuren). Berlin, Ernst Pollak, (1931).
Kosch XV, 174. Arnold, Malerbuch 2586. Holstein, Blickfang 349. Thieme-Becker XXX, 109. – Erste Ausgabe. Seltenes erotisches Erstlingswerk des Malerdichters Rudolf Schlichter (1890-1955). Die Ausgabe wurde 1931 als eines der fünfzig schönsten Bücher des Jahres ausgezeichnet. – Sauberes Exemplar.
Wieland, Christoph Martin und Schlichter, Rudolf - Illustr.
Auszug aus Lucians Nachrichten vom Tode des Peregrinus
Los 3315
Schätzung
250€ (US$ 287)
Schlichter, Rudolf - Wieland, Christoph Martin. Auszug aus Lucians Nachrichten vom Tode des Peregrinus. 22 S. Mit 10 Orig.-Lithographien von Rudolf Schlichter. 34 x 25 cm. OPergamentband (geworfen) mit lithogr. Deckelillustration und KGoldschnitt. Heidelberg, Weissbach, 1920.
3. Druck des Argonautenkreises. Rodenberg 349. Lang 299. – Eines von 150 Exemplaren (Gesamtauflage). Druckvermerk vom Künstler signiert. – Innenspiegel mit großem Exlibris d. Z. Gutes breitrandiges Exemplar.
Schnitzler, Arthur. Reigen. Zehn Dialoge, geschrieben Winter 1896/97. 161 S. Mit 10 Tafeln nach Radierungen von Stefan Eggeler. 18 x 18,5 cm. OHalbleder (berieben, Gelenke beschabt) mit floraler RVergoldung und goldgeprägtem RTitel. Wien u. a., Frisch & Co., 1921.
Hayn-Gotendorf IX, 534. Sennewald 21, 6. – Eines von 150 nummerierten Exemplaren der Vorzugsausgabe in Halbleder, von Schnitzler und Eggeler im Druckvermerk signiert (Gesamtauflage: 3000). Durchgängig in Blau und Schwarz gedruckt. Die Illustrationen des österreichischen Graphikers Stefan Eggeler (1894-1969) erschienen im gleichen Jahr als Mappenwerk und sind hier verkleinert wiedergegeben. – Es fehlt das erste weiße Blatt. Impressum recto mit zeitgenössischem Besitzeintrag, sonst wohlerhalten.
Cervantes Saavedra, Miguel de und Schlotter, Eberhard - Illustr.
Don Quijote + 7 Beigaben
Los 3317
Schätzung
500€ (US$ 575)
Schlotter, E. - Cervantes Saavedra, Miguel de. Don Quijote. 4 Bände. Mit signierter Orig.-Radierung, 160 farbigen Reproduktionen der Aquatintablätter und 186 Reproduktionen der Schwarzweiß-Vignetten nach Radierungen von Eberhard Schlotter. 33 x 35 cm. OHalbpergament (2 Deckel mit schwachem Feuchtigkeitsfleck) mit goldgeprägtem RTitel in 2 OLeinen-Schubern (diese fleckig und berieben). Altea, Rafael Art Gallery, 1983.
Bibliophile Drucke; erste Publikation. Nummeriertes Exemplar (Gesamtauflage: 2000). Der erste Band im Druckvermerk vom Künstler signiert. Der deutschen Ausgabe liegt die ungekürzte Don Quijote-Übersetzung von Ludwig Tieck zugrunde. Die signierte Originalradierung stammt aus der ausschließlich für diese Edition geschaffenen Bildfolge "Stationen auf dem Weg des Don Quijote". – Frisches Exemplar. – Beigegeben: Drei Kataloge, drei signierte Orig.-Radierungen und ein monogrammiertes Orig.-Aquarell von E. Schlotter. - Die Graphiken gerahmt.
Schmidt, Arno und Schlotter, Eberhard - Illustr.
Orpheus. Mit 27 Radierungen von E. Schlotter
Los 3318
Schätzung
600€ (US$ 690)
Schmidt, Arno. Orpheus. 76 S., 1 Bl. Mit 27 (davon 18 ganzseitigen) signierten Original-Radierungen von Eberhard Schlotter. 44 x 31,5 cm. OHalbleinen mit RSchild in OHalbleinenschuber. (Frankfurt/M., Berlin und Wien, Propyläen, 1974).
Schlotter WVZ 1109-1135. – Eines von 125 nummerierten Exemplaren aus der Serie A 2 (Gesamtauflage: 150). Breitrandiger, schöner Druck auf Kupferdruckpapier, als Blockbuch gebunden. Der Text stammt aus Schmidts Erzählung "Caliban über Setebos" von Arno Schmidt. Großartiges Illustrationswerk des 1921 geborenen, 2014 in seiner spanischen Wahlheimat gestorbenen Malers und Grafikers, der seit den 1950er Jahren eng mit Arno Schmidt befreundet war. – Nahezu verlagsfrisches Exemplar.
Schmidt, Wolfgang. buch 8 - lilli. 19 Bl., durchgehend in Farbsiebdruck. 27,5 x 26,5 cm. Kunststoff-Ringbindung. Frankfurt/M., materialis, 1982.
Eines von 50 Exemplaren (Gesamtauflage). Neuauflage der Ausgabe (im Maßstab 2:1) von 1967. – Sauberes Exemplar.
Schotman, Johan Wilhelm. Der Geesten gemoeting. Vier morgenlandse dromen in verzen. 5 Bände. Mit goldgeprägtem Illustrationen und mehreren farbigen, montierten Abbildungen von Moh Shih Chen. 27 x 16,5 cm. OBroschur (leicht gebräunt und feckig) in illustrierter OLeinenkassette (gebräunt, berieben, leicht fleckig und mit kleinen Einrissen an den Gelenken). Amsterdam, Van Holkema & Warendorf, (1927).
Erste Ausgabe. Eines von 500 nummerierten Exemplaren (Gesamtausgabe). Niederländisches Werk in typischen Art-Deco-Einband gedruckt in Schwarz, Gold und Grau. – Mit modernem Exlibris auf dem Vorsatz "Adr. v. d. Valk".
Schwitters, Kurt
Anna Blume. 6.-10. Tsd. Hannover, Paul Steegemann, 1919
Los 3321
Schätzung
150€ (US$ 172)
Schwitters, Kurt. Anna Blume. Dichtungen. 6.-10. Tsd. 37 S., 5 Bl. Anzeigen. 22 x 14,5 cm. Illustrierte OBroschur (gebräunt). Hannover, Paul Steegemann, 1919.
Die Silbergäule, 39-40. Meyer 85. Vgl. Raabe 273, 1. – Das literarische Erstlingswerk in der zweiten Auflage, die noch im Jahr der ersten Ausgabe erschien. – Titel mit Besitzvermerk von 1920. Etwas gebräuntes, insgesamt gutes Exemplar.
Schwob, Marcel. Mimes. Ca. 40 Bl. Mit 24 (einschl. Frontispiz) farb. Originalradierungen von Jean-Gabriel Daragnès. 33,5 x 25 cm. Lose Lagen in OHalbleinenkassette mit goldgepr. RTitel und OPappschuber (dieser etwas fleckig und gebräunt). (Paris), Les Bibliophiles de l'Automobile-Club de France, 1933.
Monod 10220. – Eines von 120 nummerierten Exemplaren (Gesamtauflage: 127 Ex.) für Subskribenten. Sammlung von zwanzig kurzen Prosagedichten des legendären, früh gestorbenen französischen Schriftstellers Marcel Schwob (1867-1905), surreale, halluzinatorische Skizzen, die zuerst von Juli 1891 bis Juni 1892 in Fortsetzungen im L'Écho de Paris erschienen. Das Werk gilt als inoffizielle Bibel der französischen Symbolisten. – Sehr gutes, sauberes Exemplar.
Sebald, Winfried Georg
Carl Sternheim. Kritiker und Opfer der Wilhelminischen Ära
Los 3323
Schätzung
150€ (US$ 172)
Sebald, Winfried Georg. Carl Sternheim. Kritiker und Opfer der Wilhelminischen Ära. 146 S. OBroschur (Rückumschlag minimal lichtrandig). Stuttgart u. a., W. Kohlhammer, 1969.
Sprache und Literatur 58. Seltene erste Ausgabe von Sebalds erster Veröffentlichung, die er im Jahr zuvor als Magisterarbeit eingereicht hatte. – Wohlerhaltenes, ungelesenes Exemplar.
Seibel, Castor
À même la pierre. Fernand Mourlot lithographe
Los 3324
Schätzung
350€ (US$ 402)
Seibel, Castor. À même la pierre. Fernand Mourlot Lithographe. 33 Doppelbögen. Mit zahlreichen, meist farbigen Faksimiles. 31 x 24 cm. Lose Doppelbl. in illustriertem Umschlag mit einer Farblithographie von Jean Dubuffet und in Originalleinenkassette. Paris, Pierre Bordas et Fils, 1982.
Eines von 150 Exemplaren (Gesamtauflage: 250 Ex) auf Velin d'Arches. Im Druckvermerk von Seibel und Mourlot signiert. Mit zahlreichen Faksimiles von Zeichnungen, Graphiken und Schreiben an den legendären Drucker Fernand Mourlot, u. a. von Picasso, Bonnard, Matisse, Max Ernst, Van Dongen, Derain, Miró, Léger, Braque, Giacometti, Dunoyer de Segonzac, Masson, Chagall, Calder, Dubuffet, Paulhan, Estève, Delvaux, Prévert, Cocteau und Aragon. – Tadelloses Exemplar dieser prächtigen Hommage.
Shakespeare, William
Die tragische Geschichte von Hamlet
Los 3325
Schätzung
15.000€ (US$ 17,241)
Shakespeare, William. Die tragische Geschichte von Hamlet Prinzen von Daenemark in deutscher Sprache. Neu übersetzt und eingerichtet von Gerhart Hauptmann. 202 S., 1 Bl. Rot und schwarz gedruckter Text mit Kommentar (Hamlet-Quellen). Mit 74 Original-Holzschnitten von Edward Gordon Craig. 35,5 x 24 cm. Rotes OMaroquin (kaum berieben) auf 5 Zierbünden mit goldgeprägten Rückentiteln und goldgeprägten Fileten auf Rücken und Deckeln, goldgeprägten Stehkantenfileten, doppelten Innenkantenfileten, Kopfgoldschnitt, Einband signiert "O. Dorfner-Weimar", in OPappschuber. Weimar, Cranach-Presse, 1927-1929.
Brinks 76. Müller-Krumbach 48. Rodenberg 493. Schauer I, 91f. und II, 74. Eyssen 94ff. – Eines von 230 römisch nummerierten Exemplaren auf Maillol-Kessler-Bütten des typographisch anspruchsvollsten Druckes der Cranach-Presse (Gesamtauflage: 255). Das stets wechselnde Satzbild gibt die Quellenangaben zu "Hamlet" im Kommentarsatz wieder. Der Text und teils auch die Holzschnitte sind wechselweise in Schwarz und Grau gedruckt, was eine Steigerung der Bildwirkung erzielt. Der Entwurf der speziellen Type für dieses Werk stammt von Edward Johnston. Der Titel wurde von Eric Gill in Holz geschnitten. Satzleitung und Druckanordnung von Harry Graf Kessler. "... eine absolute Gipfelhöhe jenes auf künstlerische Individualität programmierten Zieles der deutschen Privatpressen" (Eyssen).
"Kessler hatte 1905 im Museum für Kunst und Kunstgewerbe in Weimar unter anderem auch Arbeiten von Gordon Craig ausgestellt, den er später, 1929, mit der Illustration des zweiten berühmt gewordenen Buches der Cranach-Presse, des 'Hamlet' beauftragte. Die dem Insel-Verlag vorgeschlagene Publikation über eine Hamlet-Inszenierung Craigs ist vermutlich eine Vorform des späteren Pressendruckes, der ja ebenfalls auf Figurinen und Bühnenbilder des in der Bühnenkunst stark engagierten Künstlers zurückgeht" (Müller-Krumbach S. 29). – Nur ganz vereinzelt (vornehmlich gegen Ende) minimale Braunfleckchen, sonst ein tadelloses Exemplar auf den herrlichen unbeschnittenen Bütten und in dem zum Klassiker gewordenen Handeinband von Otto Dorfner (1885-1955).
Swoboda, Jacob Maximilian und Simon, Wolfgang
Höllenpeyn
Los 3326
Schätzung
900€ (US$ 1,034)
Simon, Wolfgang. - Swoboda, Jacob Maximilian. Höllenpeyn. Drey wahrhaffte Geschichten. Aufgeschrieben Anno 1689. 23 nn. Bl. Mit 20 signierten Original-Farbholzschnitten von Wofgang Simon. 56 x 39 cm. OHalbleinen (etwas fleckig und berieben, obere Kanten etwas bestoßen bzw. mit etwas deutlicherer Stauchspur) mit DTitel. Berlin, Adelheid Schwart, 1988.
Eines von 30 nummerierten Exemplaren (Gesamtauflage: 110) der Vorzugsausgabe C mit 20 Holzschnitten. – Frisches Exemplar. Ohne das Beiheft.
Ovidius Naso, Publius und Sitte, Willi
Ars amatoria. Liber secundus
Los 3327
Schätzung
350€ (US$ 402)
Sitte, Willi. - Ovidius Naso, Publius. Ars amatoria. Liber secundus. Die Liebeskunst. Zweites Buch. Aus dem Lateinischen übers. und nachgedichtet von Friedrich Walter Lenz. 75 S. Mit 13 ganzseitigen farbigen Original-Lithographien von Willi Sitte. 61 x 43,5 cm. Illustrierter OHalbpergamentband in OPappschuber (dieser an Kanten brüchig). Berlin, Akademie-Verlag, 1970.
Eines von 600 Exemplaren (Gesamtauflage). Druckvermerk vom Künstler signiert. Deutscher und lateinischer Text. Vortitel mit eigenhändiger Widmung von Willi Sitte. – Sehr gutes Exemplar dieses außerordentlich aufwendigen und luxuriösen Druckes des Akademie-Verlages in Berlin.
Slevogt, Max. Gemälde, Aquarelle, Pastelle, Zeichnungen zu seinem 50. Geburtstage ausgestellt in der Preußischen Akademie der Künste. 28 S. und 32 Abbildungen auf Tafeln sowie 1 Originallithographie. 25,5 x 18,5 cm. Mod. Pappband. Berlin, Bruno Cassirer, 1928.
Der berühmte Ausstellungskatalog enthält als Frontispiz die Originallithographie Max Slevogt, Sebstbildnis, 1928. – Wohlerhalten.
Sontag, Susan. Drei Werke mit eigenhändiger Widmung. Versch. Verlage 1966-1982.
Enthält: 1. Der Wohltäter. Roman. OLeinen mit OSchutzumschlag (mit Randläsuren). Reinbek, Rowohlt, 1966. - Erste deutsche Ausgabe. - Fl. Vorsatz mit eigenh. Widmung "for Marianne [Frisch] affectionately, Susan Sontag NYC Jan 1978". - 2. Under the Sign of Saturn. OHalbleinen mit OSchutzumschlag (etwas beschädigt). New York, Farrar, Straus, Giroux, 1980. - Erste Ausgabe der Essaysammlung. - Fl. Vorsatz mit eigenh. Widmung an "Marianne [Frisch], with love and gratitude - Susan May 1984 New York". - 3. A Susan Sontag Reader. Introduction by Elizabeth Hardwick. OHalbleinen mit OSchutzumschlag. New York, Farrar, Straus, Giroux, 1982. - Fl. Vorsatz mit eigenh. Widmung: "for Marianne [Frisch] - with love and gratitude, Susan - Graz Nov. 15, 1982 ('nach Berlin'?)". – Teils mit wenigen Anstreichungen, vereinzelt minimal Gebrauchsspuren. – Dabei: Susan Sontag. Death Kit. A Novel. OHalbleinen (lichtrandig) mit OSchutzumschlag (lädiert). New York, Farrar, Straus, Giroux, 1967. - Mit beiliegendem Brief des Hanser-Verlages (von Fritz Arnold) an Marianne Frisch.
St. Pauli-Magazin. Schriftleitung: W. A. Persich. Nr. 1-6 (alles Erschienene). 232 S. (durchpaginiert). Mit zahlreichen Abbildungen. 24,5 x 16 cm. Illustr. OBroschur. Hamburg-Altona, H. Barkow, 1926.
Kompletter einziger Jahrgang des Magazins, dessen Editorial in Heft 1 mit den Sätzen anhebt: "Wir beginnen .... ein Magazin des bunten Lebens. Das St. Pauli-Magazin soll seinen Daseinszweck, seine Daseinsberechtigung immer wieder aus der Fülle jenes bunten Lebens herleiten, das sich in den internationalen Metropolen wie Paris, New York, London und last lot least in Hamburg wiederspiegelt (sic). ... St. Pauli wird immer das Zentrum des sich gesellschaftlich vergnügenden und unterhaltenden Hamburg bleiben."
Herausgeber war der Schriftsteller Walter Anatole Persich (geb. 5. Juli 1904 in Hamburg; gest. 23. Mai 1955), der teilweise auch unter dem Pseudonym Christoph Walter Drey veröffentlichte und vorwiegend Kurzgeschichten und Romane schrieb. Seine Bücher spielten oft im hanseatischen Milieu, vor seemännischem Hintergrund oder in exotischen Welten. Durch seinen plaudernd-gefälligen Stil waren die Werke erfolgreich und wurden vielfach in mehreren Auflagen gedruckt. Einige Bücher erlebten auch in der Nachkriegszeit noch Neuausgaben. Persich blieb während der NS-Diktatur in Deutschland und bezeichnete sich selbst als "unpolitischen" Menschen. Allerdings veröffentlichte er zur Zeit des Weltkrieges auch Bücher mit propagandistischer Tendenz ("Winston Churchill ganz ‚privat‘ - Abenteurer, Lord, Verbrecher", "Zaharoff der Dämon Europas"). Anfang der 1950er Jahre gründete Persich mit anderen in Hamburg das Paul-Abraham-Komitee, um die Rückkehr des schwer kranken Komponisten Paul Abraham aus dem amerikanischen Exil zu fördern (vgl. DLL, Sp. 1053).
Das St.Pauli-Magazin brachte Kurzgeschichten, Reportagen, Veranstaltungs- und Filmbesprechungen, Gedichte u.v.m. Neben Persich schrieben Autoren wie A. R. Meyer, H. Harbeck, O. Kalenter und William Quindt. Vor allem über Tänzerinnen wurde immer wieder berichtet, etwa über die Josephine-Baker-Show mit Allegretti Andersen, die Irving Sisters, Eva Held, Poldi und Borén sowie über Jazzmusiker wie Buddie Gilmore, Sam Wooding u. a. - Detailliertes Inhaltsverzeichnis auf Anfrage. – Sehr gut erhalten. - Von allergrößter Seltenheit. Lediglich die Nationalbibliothek in Leipzig besitzt die Hefte 1 und 2 (mit der erwiesen irrigen Anmerkung: "einzig erschienene Hefte").
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