Los 3325
Shakespeare, William
(1564-1616)Die tragische Geschichte von Hamlet
Schätzung
15.000€ (US$ 17,241)
Abgabe von Vorgeboten möglich
Aus dem Katalog
Moderne Literatur und Kunstdokumentation
Auktionsdatum 8.10.2026

Aus dem Katalog
Wertvolle Bücher, Dekorative Graphik und Autographen
Auktionsdatum 6. – 8. Oktober 2026


Shakespeare, William. Die tragische Geschichte von Hamlet Prinzen von Daenemark in deutscher Sprache. Neu übersetzt und eingerichtet von Gerhart Hauptmann. 202 S., 1 Bl. Rot und schwarz gedruckter Text mit Kommentar (Hamlet-Quellen). Mit 74 Original-Holzschnitten von Edward Gordon Craig. 35,5 x 24 cm. Rotes OMaroquin (kaum berieben) auf 5 Zierbünden mit goldgeprägten Rückentiteln und goldgeprägten Fileten auf Rücken und Deckeln, goldgeprägten Stehkantenfileten, doppelten Innenkantenfileten, Kopfgoldschnitt, Einband signiert "O. Dorfner-Weimar", in OPappschuber. Weimar, Cranach-Presse, 1927-1929.
Brinks 76. Müller-Krumbach 48. Rodenberg 493. Schauer I, 91f. und II, 74. Eyssen 94ff. – Eines von 230 römisch nummerierten Exemplaren auf Maillol-Kessler-Bütten des typographisch anspruchsvollsten Druckes der Cranach-Presse (Gesamtauflage: 255). Das stets wechselnde Satzbild gibt die Quellenangaben zu "Hamlet" im Kommentarsatz wieder. Der Text und teils auch die Holzschnitte sind wechselweise in Schwarz und Grau gedruckt, was eine Steigerung der Bildwirkung erzielt. Der Entwurf der speziellen Type für dieses Werk stammt von Edward Johnston. Der Titel wurde von Eric Gill in Holz geschnitten. Satzleitung und Druckanordnung von Harry Graf Kessler. "... eine absolute Gipfelhöhe jenes auf künstlerische Individualität programmierten Zieles der deutschen Privatpressen" (Eyssen).
"Kessler hatte 1905 im Museum für Kunst und Kunstgewerbe in Weimar unter anderem auch Arbeiten von Gordon Craig ausgestellt, den er später, 1929, mit der Illustration des zweiten berühmt gewordenen Buches der Cranach-Presse, des 'Hamlet' beauftragte. Die dem Insel-Verlag vorgeschlagene Publikation über eine Hamlet-Inszenierung Craigs ist vermutlich eine Vorform des späteren Pressendruckes, der ja ebenfalls auf Figurinen und Bühnenbilder des in der Bühnenkunst stark engagierten Künstlers zurückgeht" (Müller-Krumbach S. 29). – Nur ganz vereinzelt (vornehmlich gegen Ende) minimale Braunfleckchen, sonst ein tadelloses Exemplar auf den herrlichen unbeschnittenen Bütten und in dem zum Klassiker gewordenen Handeinband von Otto Dorfner (1885-1955).
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