153050

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Qi Baishi
Rong Bao zhai xin ji shi jian pu
Los 579

Schätzung
500€ (US$ 575)

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Qi Baishi. Rong Bao zhai xin ji shi jian pu. 2 chinesische Blockbücher mit Pflanzen-, Tier und Menschendarstellungen in farbigen Holzschnitt-Bildern und kalligraphischen Gedichten. Mit zusammen 80 Farbholzschnitten. 31,5 x 20 cm. Blaue OBroschur (am Rücken mit sehr kleinem Einriss, dieser mit kl. Stück Klebestreifen fixiert) mit Goldflocken, weißer Seidenfadenbindung und blattgoldbesprenkelten Titelschildern "Bei jing róng bao zhai xin jì shi jiàn pu lao rén tí jiu suì Bai shi", in dreifacher Klappdecke mit floral-ornamentalem Seidenbrokatbezug, TSchild und 2 beinernen Schließen. Wohl Peking, Rongbaozhai, 1953-1955.
Die Farbholzschnitte nach Qi Baishi (1864-1957), einem der wichtigsten Maler der chinesischen Moderne. Bekannt wurde er besonders für Darstellungen von Vögeln, Insekten, Blumen und Kleintieren. Sein Stil verbindet expressive Reduktion mit klar geführtem, ökonomischem Pinselduktus. Neben seiner malerischen Tätigkeit widmete er sich der Dichtung, die er häufig als Ergänzung oder Kommentar seinen Bildern beigab. – Gelegentlich mit Durschlag der Stempel, und leicht fleckig. Insgesamt sehr sauber.

Seidenmalerei mit erotischen Darstellungen
Serie von 13 polychromen Malereien
Los 580

Schätzung
1.200€ (US$ 1,379)

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Sinnliche Szenen auf Seide
Seidenmalerei mit erotischen Darstellungen (Chungong-tu). Serie von 13 polychromen Malereien in Aquarell und Tusche auf Seide. Je ca. 15,5 x 14 cm. China, späte Qing-Dynastie, ca. 1850-1900.
Die Blätter zeigen phantasievolle, intime und mitunter sehr explizite Szenen junger Paare und Dreierkonstellationen in häuslichen Interieurs und Gartenszenerien.

Innerhalb der Serie hervorzuheben ist eine Szene mit zwei Frauen auf einer grün gepolsterten Liege vor rosafarbenen Vorhängen. Die Darstellung zeigt die Verwendung eines Olisbos, der mittels eines roten Gürteltuchs um die Taille befestigt ist.

Die Frauen sind mit kunstvollen Frisuren, gebundenen Füßen und roten Seidenschuhen (Lianzu) dargestellt. Wiederkehrende Bildmotive sind reich ausgestattete Schlafgemächer mit Lackbetten und Paravents sowie idealisierte Gartenlandschaften mit Bambus.
Solche Chūngōng-tú ("Frühlingspalast-Bilder") erfüllten im spätkaiserzeitlichen China mehrere Funktionen: Sie dienten als sexualpädagogische Bildwerke, wurden als Aussteuergeschenke an junge Paare überreicht und galten als glücksverheißende Talismane. – Durchgängig braunfleckig. Ränder leicht ausgefranst, wohl infolge der Ablösung aus einer ursprünglichen Montierung.

Shunga
Japanische Seidenmalerei
Los 581

Schätzung
300€ (US$ 345)

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Shunga - Frühlingsbild auf Seide
Shunga. Japanische erotische Malerei in Farben auf Seide. Bildgröße ca. 18,5 x 23,5 cm. Mit Goldpassepartout unter Glas in teilvergoldeter Holzprofilleiste gerahmt 42 X 46 cm. Japan um 1900.
Sehr feine Seidenmalerei mit dem Motiv eines sog. "Frühlingsbildes", einer explizit erotischen Szene, die eine ruhig hingekauerte junge Frau in kostbaren Kimono-Gewändern zeigt, die Augen geschlossen, den rechten Ellenbogen auf einem Stapelchen japanischer Blockbücher. Das Lesen unterbrechend gibt sie sich dem sinnlichen Genuss eines jungen Edelmannes in weitem türkisfarbenen Habit hin, der sie mit geröteten Wangen sanft und liebevoll penetriert und ejakuliert. – Etwas stärker gedunkelt und gebräunt, wohl leicht feuchtfleckig, mit Knickspuren. Nicht ausgerahmt, Versand nur ohne Rahmen. - Auf dem Karton Verso ein eigenhändiger Widmungsvermerk der Jutta Prinzessin von Preußen (geb. 1943), einstige Gattin des Prinzen Michael von Hohenzollern, der wiederum Sohn des Louis Ferdinand von Preußen und Enkel des letzten deutschen Kaisers Wilhelm II. war. Sie schreibt: "Es waren zwei schöne Tage mit Ihnen. Ich hoffe es waren nicht die einzigen. Ihre Jutta Prinzessin von Preußen", datiert "14.10.1981". Honi soit qui mal y pense.

Lot 582, Auction  128, Teelauben und Jurui Shinsha Architektur,

Teelauben und Jurui Shinsha Architektur

Los 582

Schätzung
300€ (US$ 345)

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Teelauben. - Jurui Shinsha Architektur. 3 Bände. Mit 150 losen Fotoabbilungen. 19 x 13 cm. OPappband (etwas berieben und mit Einrissen an den Kapitalen) mit Rück- und DTitel. (Tokio um 1920).
Architekturhefte über das Interior verschiedener Teestuben in Tokio der späten 20er Jahre. – Papierbedingt gebräunt vereinzelt minimal fleckig, sonst gutes Exemplar. Sehr selten. – Dabei: Tokonoma. Teil II (von 2). Mit 50 losen Fotoabbildungen. 19 x 13 cm. OPappband (etwas berieben und mit Einrissen an den Kapitalen) mit Rück- und DTitel. (Tokio um 1918).

Lot 583, Auction  128, Toyokuni II., Utagawa,  (Umeno-kata, Segawa Kikujuro). Farbholzschnitt, signiert "Toyokuni ga"

Toyokuni II., Utagawa
(Umeno-kata, Segawa Kikujuro). Farbholzschnitt, signiert "Toyokuni ga"
Los 583

Schätzung
130€ (US$ 149)

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Toyokuni II, Utagawa. (Bijin beim Frisieren). "Umeno-kata, Segawa Kikujuro". Farbholzschnitt, signiert "Toyokuni ga". Format ôban tate-e. 38 x 26 cm. Edo (Tokio), um 1800.
Darstellung von Segawa Kikujuro V. in der Rolle der Umeno-kata in aufwendig gemustertem Kimono beim Ordnen ihrer Hochsteckfrisur, ein Tuch zwischen den Lippen haltend. Im Hintergrund der Fuji vor rosablühenden Pflaumenbäumen. – Farben leicht verblasst. An den beiden oberen Ecken auf dem Trägerkarton montiert.

Tushanwan-Holzfiguren
Set von 32 chinesischen Miniatur-Holzfiguren und Modellszenen aus der Holzwerkstatt des Jesuiten-Waisenhauses Tushanwan
Los 584

Schätzung
600€ (US$ 690)

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Tushanwan-Holzfiguren. Set von 32 handgeschnitzten Miniatur-Holzfiguren und Modellszenen. Holz, vereinzelt mit Faden- und Stoffelementen sowie farbigen Akzenten. Jeweils auf eigener Holzplinthe montiert. Verschiedene Größen. Von ca. 4 x 2 x 4 cm bis 15 x 5 x 4,5 cm. In 3 schlichten Pappkartons. China, Shanghai, Holzwerkstatt des Jesuiten-Waisenhauses Tushanwan, 20. Jahrhundert.
32-teiliges Ensemble kleiner Miniaturfiguren zum chinesischen Alltagsleben aus der letzten Produktionsphase der Holzwerkstatt des Jesuiten-Waisenhauses Tushanwan in Shanghai. Seit dem späten 19. Jahrhundert entstanden dort vor allem für den Export sowie für internationale Gewerbeausstellungen gefertigte Modelle, die Szenen des täglichen Lebens mit Motiven verbanden, die dem europäischen Geschmack entgegenkamen, gelegentlich auch Vorurteile europäischer Rezipienten bedienten. In den gleichen Werkstätten wurden auch verschiedene Architekturmodelle (Pagoden) hergestellt.

Das vorliegende Konvolut vereint Darstellungen aus Transport und Landwirtschaft - Rikscha, Einradkarren, Tragestangenträger, Göpel mit Ochse, Bauer mit Wasserbüffel -, Handwerksszenen wie Weberin am Webstuhl, Spinnrad, Schreiber sowie Woll- und Baumwollverarbeitung, ferner Motive der Fischerei und Schifffahrt mit Kormoranfischer sowie Segel- und Drachenbooten, dazu Architektur- und Alltagsszenen wie ein Ehrenportal (Pailou), Brettspieler und Kinder. Gegenüber früheren Erzeugnissen der Werkstatt fallen die Figuren kleiner aus, die Gesichter sind nur noch schemenhaft gestaltet.

Besonders bemerkenswert ist die Beweglichkeit der Modelle: Fast alle Räder sind drehbar, Wippen beweglich, und auch die landwirtschaftlichen Geräte verfügen über funktionierende mechanische Elemente. Vereinzelt sind Bauteile auch lose gearbeitet worden.

Die vorliegende Sammlung stammt, nach Angaben des Einlieferers, aus dem Besitz der Bauhaus-Künstlerin Marianne Brandt (1893-1983) und dürfte als persönliches Souvenir erworben worden sein. Brandt hielt sich von Oktober 1953 bis März 1954 in China auf, wo sie die offizielle Ausstellung Deutsche Angewandte Kunst der DDR in Peking und Shanghai kuratierte und mitgestaltete.

Größere Bestände befinden sich international u. a. im Hearst Museum (UC Berkeley), Burke Museum (Seattle) und Brooklyn Children’s Museum sowie im MARKK (Hamburg). Die Staatlichen Kunstsammlungen Dresden besitzen ebenfalls Exemplare. – Altersgemäß sehr gut erhaltener Gesamtzustand mit leichten, werkstatt- und alterstypischen Gebrauchsspuren. Keine ersichtichen Fehlstellen. – Beiliegend 10 Haäser

Lot 585, Auction  128, Ukiyo-e, Konvolut von 8 japanischen Farbholzschnitten

Ukiyo-e
Konvolut von 8 japanischen Farbholzschnitten
Los 585

Schätzung
300€ (US$ 345)

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Ukiyo-e. - Konvolut von 8 japanischen Farbholzschnitten verschiedener Künstler, darunter Utagawa Kunisada (Toyokuni III) und Utagawa Kuniyoshi. Verschiedene Formate, meist ôban tate-e. Darstellungen von Hofdamen und Dichtern, Kabuki-Schauspielern, Samurai und Helden sowie eine Szene aus einer Tōkaidō-Serie. Edo- und Meiji-Zeit, Japan, 19. Jahrhundert.
Enthalten sind u. a. Blätter mit Kabuki-Szenen, Darstellungen von Hofdamen und Dichtern sowie von Samurai und Helden, darunter eine Darstellung aus einer Tōkaidō-Serie. Unter den Künstlern Utagawa Kunisada (Toyokuni III) und Utagawa Kuniyoshi u. a. – Verschiedene Erhaltungen, überwiegend gut.

Ukiyo-e Blockbuch
Privat kompiliertes Album mit 43 japanischen Farbholzschnitten verschiedener Künstler und Schulen
Los 586

Schätzung
900€ (US$ 1,034)

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Ukiyo-e Blockbuch. Privat kompiliertes Album mit 43 japanischen Farbholzschnitten verschiedener Künstler und Schulen mit vielfältigen Motiven (Bijin-ga, Yakusha-e, Landschaften, Tier- und Pflanzenmotive). 45 x 29 cm. Broschur der Zeit mit kalligraphischem Titelschild. Japan spätes 19.-frühes 20. Jahrhundert.
Das Album vereint qualitätvolle Drucke wichtiger Vertreter der Ukiyo-e Tradition, darunter Utagawa Hiroshige, Suzuki Harunobu, Isoda Korinsai, Toshusai Sharaku, Ohara Shotei, Ohara Koson, Kitagawa Utamaro, Torii Kiyonaga, Hosoda Eishi, Katsukawa Shunsho sowie Watanabe Seitei.

Vertreten sind zentrale Gattungen wie Bijin-ga, Yakusha-e, Landschaftsdarstellungen sowie Kacho-ga (Vogel- und Blumenmotive).

Das Spektrum reicht von atmosphärischen Landschaften und poetischen Winterszenen bei Schnee über Naturbeobachtungen bis hin zu Schauspielerporträts und eleganten Frauenbildnissen.

Ukiyo-e Blockbuch
Privat kompiliertes Sammelalbum mit 37 japanischen Farbholzschnitten
Los 587

Schätzung
500€ (US$ 575)

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Ukiyo-e Leporello. Privat kompiliertes Sammelalbum mit 37 japanischen Farbholzschnitten verschiedener Künstler, darunter Werke der Utagawa-Schule, nach Katsushika Hokusai. 37 x 25,5 cm. Goldgesprenkelte Broschur d. Z. (an den Ecken stärker lädiert, Hinterdeckel lose). Japan 1830-1870.
Teils spätere Abzüge bzw. Nachdrucke. Das Album vereint eine Auswahl der bekanntesten Motive des japanischen Farbholzschnitts. Vertreten sind unter anderem Blätter nach Katsushika Hokusais (1760-1849) berühmter Folge "36 Ansichten des Berges Fuji" (Fugaku Sanjurokkei), darunter "Die große Welle vor Kanagawa", "Heiterer Tag bei Südwind (Der rote Fuji)" sowie "Der Fuji vom Kajikazawa in der Provinz Kai".

Daneben enthält das Album weitere Landschaftsdarstellungen (Meisho-e), Schauspielerporträts des Kabuki-Theaters (Yakusha-e), Genreszenen sowie Einzeldarstellungen schöner Frauen (Bijinga). – Stark papierbedingt gebräunt, stockfleckig und teils wasserrandig, stellenweise die Darstellungen betreffend. Mit Knicken, Randläsuren, vereinzelten Einstichen im Randbereich und weiteren Gebrauchsspuren. Papier stellenweise knittrig. Leporello in zwei Teile getrennt (8 bzw. 29 Holzschnitte), jeweils mit einem Deckel verbunden.

Utamaro, Kitagawa
2 Shunga-Bücher
Los 588

Schätzung
300€ (US$ 345)

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Utamaro, Kitagawa. 2 Shunga-Bücher. 2 Bände. 11 Bl.; 5 Bl. 19 (16 doppelseitige) Holzschnitte. 18,5 x 12,5 cm bis 21 x 14,5 cm. Blockbuchbindung mit OBroschurdeckel (stark lädiert) in modernen Pappumschlägen mit einfacher Fadenheftung un montierten DSchildern. (Edo)Tokio um 1860.
Zwei anschauliche erotische Werke von dem Künstler Kitagawa Utamaro (1753-1806). – Teils sehr stockfleckig, knickspurig, mit Wurmgängen und Randläsuren.

Lot 589, Auction  128, Utamaro, Kitagawa, Die Kurtisane Konosumi. Teilkolorierter Farbholzschnitt aus der Serie 'Schönheiten des Südens'

Utamaro, Kitagawa
Die Kurtisane Konosumi. Teilkolorierter Farbholzschnitt aus der Serie 'Schönheiten des Südens'
Los 589

Schätzung
160€ (US$ 184)

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Utamaro, Kitagawa. Die Kurtisane Konosumi. Teilkolorierter Farbholzschnitt aus der Serie Nangoku bijin awase (japonice: "Schönheiten des Südens"). Format ôban tate-e 40 x 27 cm. Japan 19. Jahrhundert.
Früher Nachdruck. Brustbildnis der Kurtisane Konosumi, nach links gewandt. In den Händen hält sie einen Uchiwa-Rundfächer mit einem Gedicht des edozeitlichen Literaten Shikatsube no Magao (1753-1829):

"Wie die Gäste,
so auch die Sommerbrisen.
Immer wiederkehrend,
kommen nach Sodegaura,
Ort himmlischer Kühle." – Verso komplett auf starkem Papier aufgezogen, die Ränder mit Japan überklebt.

Xiancheng, Peng
Galoppierende Reiter. Guohua-Malerei in farbigem Aquarell auf Schöpfpapier. Format 45 x 132 cm
Los 590

Schätzung
3.500€ (US$ 4,023)

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Masterpiece of the boneless painting style
Xiancheng, Peng. Galoppierende Reiterinnen. Guohua-Malerei in farbigem Aquarell auf Schöpfpapier. Format 45 x 132 cm. Mit montiertem weißem Brokatseidenrahmen in einfacher schwarzer Profilleiste 54,5 x 154 cm. Chengdu (China) Ende 20. Jahrhundert.
Meisterwerk des für seine Pferdedarstellungen bedeutenden zeitgenössischen Künstlers Peng Xiancheng (geb. 1941), aus Chengdu in der chinesischen Provinz Sichuan. Vorbilder für seine Malerei sind die Guohua-Darstellungen von reitenden Damen der Tang-Dynastie bekannt ist, die er virtuos mit konturverlaufenden Wasserfarben auf feuchtes Papier setzt, um damit eine flirrende Atmosphäre zu schaffen, in der sich die Reiterinnen wie Schemen bewegen. Sein Stil wird als "knochenlos" ("boneless painting") bezeichnet, da den Darstellungen keine Zeichnungen unterliegen. Auf dem internationalen Markt werden seine Malereien hoch gehandelt. – Einst als Rollbild mit entsprechenden kleineren Rollspuren, eine etwas größerer Knickfalte, sonst kaum fleckig oder gebräunt, sehr farbenfroh und frisch.

Lot 591, Auction  128, Yoshitoshi, Tsukioka und Eisen, Keisai, 2 Ukiyo-e Farbholzschnitte

Yoshitoshi, Tsukioka und Eisen, Keisai
2 Ukiyo-e Farbholzschnitte
Los 591

Schätzung
200€ (US$ 230)

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Yoshitoshi und Keisai Eisen. 2 Farbholzschnitte. Formate ôban, tate-e. Unter Passepartout. Ca. 37,5 x 25,5 cm. Japan, Edo- und Meiji-Zeit, um 1835 und 1890.
Zwei Farbholzschnitte mit einer eleganten Frauendarstellung (Bijin-ga) und einer Kriegerdarstellung nach einer Legende. Enthalten sind ein Blatt aus Yoshitoshis (1839-1892) Serie Tsuki hyakushi (japonice: Hundert Ansichten des Mondes) sowie ein Bijin-ga von Keisai Eisen (1779-1848) aus der Serie Tosei gonin onna (japonice: Moderne Fassungen der fünf Frauen). – Bijin-ga mit leicht verblassten Farben, kleiner Fehlstelle am oberen linken Rand sowie zwei winzigen Stellen mit Oberflächenabrieb. Yoshitoshi mit kräftigem Druck und guter Farbigkeit, insgesamt gut erhalten, lediglich minimal fleckig.

Lot 592, Auction  128, Zhang Zeduan, Qingmíng Shànghé Tú (sinice: Die Qingming-Rolle).

Zhang Zeduan
Qingmíng Shànghé Tú (sinice: Die Qingming-Rolle).
Los 592

Schätzung
480€ (US$ 552)

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Früher Druck nach Quinming auf Seidenleinen
Zhang Zeduan. Qingmíng Shànghé Tú (sinice: Die Qingming-Rolle). Druck auf braunem Seidenleinen. 25,5 x 528 cm. In moderner illustrierter Pappsschatulle (diese an den Gelenken berieben) China 19. Jahrhundert (nach einer Kopie des 18. Jahrhunderts).
Früher Nachdruck der berühmten Quingming-Rolle des Malers Zhang Zeduan (1085-1145), die zur Zeit der Song-Dynastie entstand und die zahlreichen verschiedenen Festivitäten des Qingming Festivals, des chinesischen Totengedenkfests im April (der 106. Tag des Sonnenkalenders) entlang des Flusses der Stadt Kaifeng zeigt.

Während an den Rändern das bäurische Leben dargestellt ist, werden die Straßen von Stadtszenen belebt, entlang den prächtigen Gebäude des Flusses der einstigen Hauptstadt. Man zählt fast 1000 Menschen, von Land- und Feldarbeitern, Viehhirten, Fuhrleuten, Handwerkern bis hin zu Feinmechanikern, Goldschmieden, Händlern und auch Flaneuren, die die zahlreichen dargestellten Gasthäuser besuchen. Besonders eindrucksvoll ist die große Brücke in der Mitte der Rolle, auf die alle Szenen zuzulaufen scheinen - und gerade ein Schiff unterqueren möchte, dessen Seemänner es wohl kaum mehr schaffen werden, den gewaltigen Hauptmast rechtzeitig einzuholen. Gerade dieser dramatischen Spannung verdankt das Rollengemälde seine große Popularität und Beliebtheit, so dass es immer wieder kopiert und abgemalt wurde.

Von rechts nach links sind - dem Original getreu - die Szenen, hier besonders schön in feinstem Liniendruck wohl von Holzplatten auf Seidenleinen abgezogen. – Gerollt und entsprechend mit leichten Rollspuren. An Anfang und Ende die Kanten leicht knickspurig und mit geringfügigen Gebrauchsspuren, stellenweise leicht gebräunt, sonst gut und kontrastreich im Druck. Insgesamt wohlerhalten.

Lot 1001, Auction  128, Innocentius IV. Papa, Bulla indulgentiarum - Litterae Apostolicae sub plumbo. Päpstliche Ablassbulle. Lateinische Handschrift auf Pergament.

Innocentius IV. Papa
Bulla indulgentiarum - Litterae Apostolicae sub plumbo. Päpstliche Ablassbulle. Lateinische Handschrift auf Pergament.
Los 1001

Schätzung
3.600€ (US$ 4,138)

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40 Tage Ablass für die Förderung des Baus von Franziskanerklöstern in den Ordensprovinzen Deutschland und Sachsen
Innocentius IV. Papa. Bulla indulgentiarum - Litterae Apostolicae sub plumbo. Päpstliche Ablassbulle. Lateinische Handschrift auf Pergament. 1 S. auf 1 Bl. Schriftraum: 17,5 x 30 cm. Format: 31,5 x 33,5 cm (inkl. Plica). Mit großer Federwerk-Initiale "I" und 5 weiteren Zierinitialen sowie an gelbrotem Faden angehängter geprägte Bleibulle Durchmesser 3,9 cm. Lyon
19. Dezember 1246.

Eine der überaus seltenen, komplett intakt erhaltenen Ablassbriefe Papst Innozenz’ IV. (1195-1254), der von 1243 bis 1254 das Pontifikat inne hatte und im vierten Jahr seiner Amtszeit in Lyon residierte. 1244 war er vor dem Stauferkaiser Friedrich II. dorthin geflohen, wo er im Folgejahr 1245 das "Erste Konzil von Lyon" abhielt. Die exakte Datierung auf den 19. Dezember 1246 geht aus der Formel des Eschatokolls hervor: "Datum Lugduni, quartodecimo kalendas Ianuarii, pontificatus nostri anno quarto." Die ebenfalls bemerkenswert gut erhaltene schwere Bleibulle zeigt avers die Köpfe der Erzapostel Petrus und Paulus, getrennt durch ein Kreuz und darüber die Abkürzung "SPASPE" (Sanctus Paulus, Sanctus Petrus). Auch die Ikonographie entspricht hier schon der üblichen Überlieferung, die Paulus als Glatzkopf mit Spitzbart und Petrus mit Locken und Rauschebart zeigt. Auf dem Revers der Name des amtierenden Papstes in Versalien "INNOCENTIUS PP IIII".

Auch der Inhalt ist historisch interessant, wird der Ablass doch in direktem Zusammenhang mit dem Bau von neuen Franziskanerklöstern in Deutschland und Sachsen gewährt. Franz von Assisi (1181-1226) hatte den Orden der Minderbrüder (Fratres Minores) als Reform- und Predigerorden 1210 gegründet, der sich in der Folge mit hoher Geschwindigkeit in Europa, vor allem aber auch in Deutschland ausbreitete, so dass die Brüder schon 1246 feste Klöster, Noviziate und vor allem große Kirchen brauchten, um die riesigen Menschenmengen zu fassen, die ihre Predigten hören wollten. Dieses bezeugt die Indulgenz-Urkunde:

"Innocentius episcopus servus servorum dei. Universis christi fidelibus presentes litteras inspecturis salute et apostolicam benedictionem. Quoniam ut ait apostola omnes falubimus ante tribunal episcopi recepturi pout in corpore gessimus sive bonum fuerit sive malum. oportet nos diem messionis extreme misericordie operibus prevenire ac eternorum intuetu seminare in terris quod reddente domino cum multiplicato fructu recolligere debemus in coelis […].
Sane, dilecti filii ministri et fratres ordinis fratrum minorum Alemanniae et Saxoniae ibidem, sicut accepimus, ecclesias cum aliis aedificiis suis usibus opportunis ceperunt construere, in qua divinis possint laudibus deservire.
Cum itaque pro huiusmodi aedificiis consum[m]andis ac etiam pro sustentatione art[a]e vit[a]e ipsorum indigeant fidelium iuvari subsidiis qui propter Christum extremae ferunt sarcinam paupertatis, universitatem vestram rogamus et hortamur in Domino, in remissionem vobis peccaminum iniungentes, quatenus eis pias elemosinas et grata caritatis subsidia erogetis, ut per subventionem vestram aedificia huiusmodi consummari valeant et aliter eorum indigentiae providere. Ut vos per haec et alia bona, quae, Domino inspirante, feceritis, ad aeternae possitis felicitatis gaudia pervenire.
Nos enim, de omnipotentis dei misericordia et beatorum Petri et Pauli, apostolorum eius, auctoritate confisi, omnibus vere paenitentibus et confessis, qui eisdem pro dictorum consummatione aedificiis vel pro ipsorum necessitatibus relevandis manum porrexerint adiutricem, quadraginta dies de iniuncta sibi paenitencia misericorditer relaxamus. Datum Lugduni, xiiij kalendas Ianuarii, pontificatus nostri anno quarto."

"Innocent, Bischof, Diener der Diener Gottes. Allen Gläubigen Christi, die diese Zeilen lesen werden, sei Gesundheit und der apostolische Segen gewährt. Denn, wie der Apostel sagt, werden wir alle vor dem Richterstuhl des Bischofs erscheinen, um die Vergeltung für das zu empfangen, was wir im Leben getan haben, sei es Gutes oder Böses. Es ist unsere Pflicht, uns durch unsere Taten auf den Tag der Barmherzigkeit des Herrn vorzubereiten und mit Blick auf die Ewigkeit auf Erden das zu säen, was, wenn es dem Herrn zurückgegeben wird, reichlich Frucht tragen wird.
In der Tat, liebe Söhne, haben die Ordensbrüder und Mitbrüder des Ordens der Minderbrüder in Deutschland und Sachsen, wie wir erfahren haben, begonnen, Kirchen und andere Gebäude für ihre eigenen Zwecke zu errichten, in denen sie dem Gottesdienst nachgehen können.
Da also die Gläubigen, die um Christi willen die schwere Last der Armut tragen, Hilfe benötigen, um solche Gebäude fertigzustellen und auch ihren Lebensunterhalt zu bestreiten, bitten und ermahnen wir euch im Namen des Herrn als eine von Gott auferlegte Pflicht, ihnen fromme Almosen und gnädige Hilfe in Nächstenliebe zu gewähren, bitten und ermahnen wir eure Gemeinschaft im Herrn und legen es euch als Sündenvergebung ans Herz, dass ihr ihnen fromme Almosen und gnädige Hilfe aus Nächstenliebe gewährt, damit durch eure Unterstützung solche Bauten vollendet und ihre sonstigen Bedürfnisse gedeckt werden. Damit ihr durch diese und andere gute Werke, die ihr, vom Herrn inspiriert, vollbringen werdet, die Freuden des ewigen Glücks erlangt.
Wir nämlich erlassen, im Vertrauen auf die Barmherzigkeit des allmächtigen Gottes und auf die Autorität seiner heiligen Apostel Petrus und Paulus, allen wahrhaft Bereuenden und Beichtenden, die jenen zur Vollendung der besagten Gebäude oder zur Linderung ihrer Bedürfnisse eine helfende Hand reichen, barmherzig vierzig Tage der ihnen auferlegten Buße.“
„Gegeben zu Lyon, am vierzehnten Tag vor den Kalenden des Januars, im vierten Jahr unseres Pontifikats.“

Lot 1002, Auction  128, Nibelungenklage, Fragment aus des Epilog-Epos des Nibelungenliedes.  Mittelhochdeutsche Handschrift auf Pergament

Nibelungenklage
Fragment aus des Epilog-Epos des Nibelungenliedes. Mittelhochdeutsche Handschrift auf Pergament
Los 1002

Schätzung
32.000€ (US$ 36,782)

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"Do gie ein Guntheres man / Vur die chuneginne stan / Unn vraget si der maere, / Ob ir daz liep ware"
Nibelungenklage. Fragment aus des Epilog-Epos des Nibelungenliedes. Mittelhochdeutsche Handschrift auf Pergament. 1 Bl., 2 Seiten. 3 Spalten. 52 Zeilen. Schriftraum 28 x 19-23 cm. Format ca. 36,5 x 23,2 cm. Mit 5 (4 roten, 1 blaue) 2-zeiligen Initialen und ca. 128 1-zeiligen Initialen in Rot und Blau im Wechsel. Sehr gute gotische Textualis. Bayerisch-österreichischer Raum, Ende 13. Jahrhunderts.
Umfangreiches Fragment der "Klage", des mittelalterlichen Epilogs zum Nibelungenlied, das von der Überbringung des Todes Siegfrieds und des Unterganges des burgundischen Hofes an die Familien in Worms, Passau und Bechelarn kündet. Die "Klage" umfasst insgesamt über 4300 Verse, der in den meisten Handschriften des Nibelungenlieds unmittelbar auf den Haupttext der Aventuren folgt.

Da die "Klage" (K) in verschiedenen mittelhochdeutschen Versionen (Fassungen *A, *B und *C) überliefert ist, gibt es keinen Urtext auf den diese Versionen zurückzuführen sind. Hinzukommt eine eigene Kurzversion in nur 944 Versen (*J), "Diese Kurzform sei 'unter ästhetischen Gesichtspunkten' den anderen Fassungen 'überlegen', so daß sogar erwogen worden sei, in ihr die ursprüngliche Fassung zu sehen, die später dann in den anderen Fassungen redaktionell erweitert worden sei [...]", schreibt Peter Brommer in seinem Artikel "Ein unbekanntes Fragment der 'Nibelungenklage‘“ und stellt im weiteren Verlauf fest: "Das von einer geübten Hand geschriebene Fragment überliefert die Verse 609-920 der Kurzfassung *J, was ziemlich genau einem Drittel derselben entspricht [...]. Das Fragment stammt aus dem Ende des 13. Jh.s. [und] ist keiner bislang bekannten 'Klage'-Hs. zuzuordnen". Bronner zitiert den Mediävisten Joachim Bumke: "Mit seiner Feststellung hat Bumke deshalb Recht, daß die Kurzfassung 'nicht durch Nachlässigkeit und Gedankenlosigkeit zustande gekommen ist, sondern daß hier ein planender Redaktor am Werk war [...]" und schließt "Letztlich wird man diese Passage auch als ein Kriterium dafür ansehen können, daß die Kurzfassung wohl doch auf der Langfassung aufbaut [...]." Siehe Peter Brommer, Ein unbekanntes Fragment der "Nibelungenklage" in Koblenz. In: Zeitschrift für deutsches Altertum 135 (2006), S. 324-335.

Handschriftencensus, Handschriftenbeschreibung Nr. 1088. Das Fragment stammt aus der Hs. K der ‚Klage‘; aus derselben Handschrift stammen auch die Fragmente Berlin, SBB-PK, Ms. germ. fol. 587, 814 und 923 Nr. 13 sowie Dülmen, Herzog von Croy’sche Verwaltung, Hausarchiv Nr. 54. Zur nur teilweise erhaltenen Hs. K, die neben dem Nibelungenlied und der Nibelungen Klage auch die ‚Kindheit Jesu‘ enthielt, s. auch Gisela Kornrumpf, ‚Heldenbuch - oder Sammelhandschrift? Zu Codex discissus K des „Nibelungenliedes“‘, Scrinium Berolinense. Tilo Brandis zum 65. Geburtstag, Berlin 2000, S. 287-298.

Zur Provenienz: Das Blatt stammt aus der Adelsbibliothek der Freiherren von Salis-Soglio auf Schloss Gmunden, von wo es in das Landeshauptarchiv Koblenz verbracht wurde, zusammen mit Dokumenten, die die Familie dort großzügigerweise als Depositum auf Zeit überlassen hat. Das Blatt, das von den Archivaren ausgelöst wurde, war jedoch niemals Teil der vertraglich fixierten Depositums - und wurde daher der Familie zurückerstattet. Ohne Rücksprache und gegen deren ausdrücklichen Willen war das Blatt - im Zuge mit anderen Objekten des Depositums - unrechtmäßig als "Bestand 701 Nr. 759 Unternummer 060" in den Koblenzer Archivbestand integriert und gestempelt. Nach wie vor wird es dort unter der Signatur geführt, auch wenn der Eintrag des Online-Katalogs auf das Eigentum der Familie Salis-Soglio hinweist "Landeshauptarchiv Koblenz Bestand 701 Nummer 759 Unternummer 060. Nibelungenklage [Eigentum des Archivs der Freiherren von Salis-Soglio, Depositum, vgl. Best. 49]" (siehe: //apertus.rlp.de/index.php?PLINK=1&ID=c36bc12f-3c29-44b8-b41b-18823577661e; Abruf 23.07.26). Im Auftrag der Familie konnte der Stempel entfernt werden und das Blatt nun auf der Auktion angeboten werden (vgl. die beiliegenden Dokumente). – Ausgelöste Einbandmakulatur mit entsprechenden Gebrauchsspuren, Leimresten, Bräunungen und Textablösungen sowie Randeinrissen und elf winzigen bis kleinen Löchlein im Text (kaum Buchstabenverlust) sowie einem größeren Knorpelloch unten im unbeschriebenen Rand. Auf beiden Seiten in der Mitte mehrere stärkere Textabreibungen durch einstige Montage, Druck und Feuchtigkeit. Etwas gebräunt, braunfleckig, berieben, jedoch insgesamt meist gut lesbares, umfangreiches Fragment und eindrucksvolles Zeugnis der berühmtesten Dichtung des deutschen Hochmittelalters.

Sacerdotale
Sammelband mit11 Traktaten. Lateinische Handschrift
Los 1003

Schätzung
8.000€ (US$ 9,195)

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Das Handbuch eines Mönches: Vollständiger Sammelband mit theologischen Traktaten
Sacerdotale. Sammelband mit 11 Traktaten und einigen kurzen Betrachtungen unterschiedlicher Verfasser, die alle an Priester gerichtet sind. Lateinische Handschrift in schwarzer, sepiabrauner und roter Tinte auf Pergament (38 Bl.) und auf Papier (75 Bl.), insgesamt 113, teils einzeln in Blöcken alt nummerierter Bl. 16-26 Zeilen. Schriftraum zwischen 7 x 4,3 und 5,6 x 4 cm. Format ca. 11 x 7,2 cm. Spätmittelalterliche Bastarda. Mit zahlreichen roten Lombarden, teils gelb gefüllten Initialen, Kapitalstrichelung und Rubrizierung. Holzdeckelband d. Z. (mit wenigen Wurmlöchlein, Läsuren und Schadstellen, Montageresten) über drei Bünden (mit Resten von späterer Vergoldung), Gelenke brüchig, Vorsätze erneuert. Vermutlich Süddeutschland, 1. Hälfte des 15. Jahrhunderts.
Einmalige Sammlung von theologische Werken für einen Priester-Mönch von zwei gleichzeitigen Händen geschrieben. "Sacerdotale" ist ein typischer Titel für liturgische oder pastorale Handbücher, die Priestern bei ihren täglichen Pflichten (Messfeier, Spendung von Sakramenten, Bibelstudium) halfen. Hand 1 schrieb Bl. 3-14, 23, 80v-84v, 95r-113r; Hand 2 schrieb Bl. 15-22, 24-80v, 85r-95r. Beide Hände verwenden eine Bastarda, die Schrift von Hand 2 ist jedoch wesentlich kleiner und neigt zu einer kursiven Schrift. Hervorzuheben ist, dass einige Pergamentblätter Spuren einer entfernten Schrift aufweisen (Palimpsest, Bl. 24, 34, 43, 44, 52, 62 und 80).

Armandus de Encena (?). Via salutis (Kurzfassung). Überschrift: Prologus tractatus appellatur ‚Sacerdotale‘, eo quod compositus fuerit in subcidium presbyterorum; qui fuit extractus de quodam nobili libro qui vocatur ‚Via salutis‘; nam sicut via ducit hominem ad domum propriam, ita ista que sunt in isto tractatu ducunt hominem ad domum nostram propriam scilicet paradisi (Bl. 1r-14v und 23r). ("Der gegenwärtige Traktat wird 'Sacerdotale' genannt, weil er zur Unterstützung der Priester verfasst wurde. Er wurde aus einem gewissen edlen Buch herausgezogen, das ‚Weg des Heils‘ genannt wird; denn so wie ein Weg die Menschen zu ihrem eigenen Haus führt, so führen diese Dinge, die in diesem Traktat stehen, die Menschen zu unserem eigenen Haus, nämlich dem des Paradises.")
Zur Autorenfrage: In der handschriftlichen und frühen gedruckten Tradition (Inkunabeln des späten 15. Jahrhunderts) wird dieses Werk meist dem französischen Dominikaner Armandus de Auzeria (auch Armandus de Bellovisu / Armand von Beauvoir, gest. um 1334) oder dem im 15. Jahrhundert weit verbreiteten Prediger Michael de Hungaria (Michael von Ungarn) zugeschrieben. Zweck des Werkes: Es handelt sich um ein überaus populäres Handbuch, das Priestern ohne tiefere akademische Ausbildung als Hilfsmittel (subcidium) bei ihren Aufgaben diente. (Bl. 1r-14v und 23rv).

Hugo von Saint-Cher. Speculum ecclesiae. Incipit speculum ecclesie editum a domino Hugone de Sancto Caro cardinali. Weit verbreiteter Traktat über die hl. Messe (Bl. 15r-22v und 80r).

De recommendatione sacre Scripture und De expositione sacre Scripture. Anonymes Traktat über die vier Ebenen der biblischen Exegese im Spätmittelalter: Sensus litteralis, allegoricus, moralis und anagogicus (buchstäblich, allegorisch, moralisch und im geistigen Sinne). Einführung in das vertiefte Studium der Bibel (Bl. 24r-79v).

Erklärung des Vaterunsers (Bl. 80rv). Nota quod septem sunt petitiones …

Ermahnungen, Sprüche und Gebete, überwiegend über die Demut (Bl. 80v-82r), über die Caritas, Tugenden und Laster (Bl. 83r-87v). Dies ire, dies ille … (Bl. 88r-89r). Ps.-Bernhard von Clairvaux: De mortis memoria. Walther, Initia Nr. 3765. Cum sim modo moriturus … und weitere Betrachungen (Bl. 89r-94v). De vita Christi. Überlegungen über das Leben Christi (Bl. 95r).

Secuntur XV perfectiones que sunt necessarie persone que servit Deo in vita spirituali. 15 Lehren für eine Person, die Gott dient in seinem geistigen Leben (Bl. 95v-96v).

Verus religiosus est qui fervorem habet … Über das Klosterleben (Bl. 97rv).

Si vis esse cenobita, huius vite vitam vita … Betrachtung über das Klosterleben (Bl. 98r-101r). Aus der Exhortatio ad religiosos des Bernhard von Clairvaux.

Devota meditacio. Betrachtung über die Menschwerdung Christi (Bl. 101r-103v).

Ordinacio vite religiose a fratre Rogeri edita. Über die Bildung der Persönlichkeit eines auf Gott gerichteten Menschen (Bl. 103v-109v).

Speculum monachorum. Betrachtungen über das Leben im Kloster (Bl. 109v-113v). – Bl. 23 u. 80 falsch eingebunden. Bindung etwas streng, vereinzelte Gebrauchsspuren (minimale Fleckchen, unwesentliche Bräunungen, Tintenwischer etc. ). Sehr hübsches kleines Vademecum eines Priesters und Wundheilers, in bemerkenswert gutem Gesamtzustand.

Lot 1004, Auction  128, Missa pro evitanda morte, Lateinische Handschrift auf Pergament

Missa pro evitanda morte
Lateinische Handschrift auf Pergament
Los 1004

Schätzung
600€ (US$ 690)

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Pestmesse als Vademecum eines französischen Priesters
Missa pro evitanda morte. Lateinische Handschrift auf Pergament. 23-27 Zeilen. 24 nn. Bl. Schriftraum 20,8 x ca. 13 cm. Format 29 x 18,5 cm. Gotica textualis in Sepiafarbener Tinte mit Ausreichnungen in Rot und einigen großen 3-4-zeiligen Schmuckinitialen in Rot-Blau und zahlreicheren kleineren Initialen in Rot und Blau, etwas romanischer Quadratnotation und durchgehender Rubrikation. Wohl Südfrankreich um 1420.
Handschriftlicher Text einer Pestmesse, einer "Missa pro evitanda mort", die auch unter dem Titel "Missa pro vitanda mortalitate" oder "Missa contra pestem" Eingang in die liturgische Literatur des 14. und 15. Jahrhunderts fand. Mit Ausbruch des "Schwarzen Todes" im Jahre 1347 kodifizierte der Avignoner Exilpapast Clemens VI. (ca. 1250-1314) den hier vorliegenden Text einer Votivmesse gegen die Pest und den plötzlichen Tod. Der Text beginnt: mit dem "Recordare, Domine, testamenti tui, et dic angelo percutienti...", dem zentralen Choral gegen eine Pestilenz als flehendes Gebet um Bewahrung vor Tod und Verderben. Biblische Quelle war das 2. Buch Samuel 24,16.
Die drei ungebundenen pergamentenen Oktavlagen sind ursprünglich aus einem wohl größeren Kontext herausgelöst durch Stichbindung oben und unten am Bug zu einem Handbuch des Priesters geworden. Es enthält des Weiteren die "Missa de cruce" (Fol. 8v Folgende) sowie die "Missa de pace" (Fol. 22v, unvollständig, bricht nach 4 Seiten ab).
Auch im 15. Jahrhundert, in deren ersten Jahren unsere Handschrift entstanden ist, gehörte die Pest zu einem wiederkehrenden Übel, wodurch die "Missae pro vitanda mortalitate" weiterhin vielfach gefeierter Teil des Gottesdienstes blieb. – Teils mit stärkeren Gebrauchsspuren wie Bräunungen, Fingerflecken und Abreibungen (jedoch nur unwesentlicher Textverlust), Ecken rechts unten teils verstärkt, hinterlegt oder ergänzt, einige Ein- und wenige Ausrisse zeitgenössische bzw. alt geschlossen, einmal mit Textergänzungen, wellig, gebräunt und etwas fleckig, insgesamt jedoch in gutem Zustand.

Lot 1005, Auction  128, Notule de notaire de Juncosa, Notule. Sammlung von katalanischen Urkunden. Lateinische Handschrift auf Papier

Notule de notaire de Juncosa
Notule. Sammlung von katalanischen Urkunden. Lateinische Handschrift auf Papier
Los 1005

Schätzung
500€ (US$ 575)

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Juncosa, Lleida. "Notule". Sammlung von katalanischen Urkunden. Lateinische Handschrift auf Papier. 22 nn. Bl. 20-36 Zeilen. Format 22 x 15 cm. Moderner marmorierter Pappband mit RSchild. Juncosa, Lleida (Katalonien) 1454-1459.
Abschriften von Notariatsurkunden aus der katalanischen Gemeinde Juncosa in der Provinz Lleida im Nordosten Spaniens, die zur "Comarca Garrigues" gehört. Es handelt sich vor allem um Verkaufsurkunden, deren erste anhebt: "Noverint universi quod ego bernardo habit[ator] loci junicosse gratis et ex certa [scientia] per me et omnes meos successores praesentes et futuros, vendo tibi, Johannes Estapari (?), dicti loci, iure perpetuo, quandam sortem terrae campive meam cum confrontationibus... [...]" - ("Allen sei bekannt, dass ich, Bernardo, Einwohner des Ortes Juncosa, freiwillig und aus sicherem Wissen, für mich und all meine gegenwärtigen und zukünftigen Nachfolger, dir, Johannes Estapari (?), aus dem besagten Ort, zu ewigem Recht ein gewisses Stück meines Ackerlandes mit folgenden Begrenzungen verkaufe... [...]"). Es folgen weitere Abschriften von anderen, wohl auch späteren Händen. – Erste Blätter mit Randläsuren, das erste mit Fehlstellen (etwas Textverlust), vereinzelt etwas fleckig und mit Gebrauchsspuren, insgesamt aber (bis auf das erste stärker gebräunt und fleckig Blatt) gut erhalten und lesbar. Vorne eine eingebundene Einbandmakulatur mit einem Teil aus einem Paulusbrief an die Röme auf einem Fragmentblatt einer spanischen Handschrift des 14. Jahrhunderts (mit entsprechenden Makulaturspuren).

Alphabetarium
divini amoris. Lateinische Sammelhandschrift auf Papier mit xy Traktaten
Los 1006

Schätzung
22.000€ (US$ 25,287)

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Reichhaltige, seltene theologische Sammelhandschrift mit komplexen deutschen Liedern
Alphabetarius divini amoris. Theologische lateinische Sammelhandschrift auf Papier mit 8 Traktaten und einigen kurzen Texten sowie drei deutschen Lieder. 22-39 Zeilen. Bastarda und Cursiva von verschiedenen, etwa gleichzeitigen Händen. Schriftspiegel 15 x 9,5 bis 16-17 x 11 cm. Mit zahlreichen, bis zu 4-zeiligen roten Initialen und viel Rubrizierung mit Absatzmarken, Kapitalstrichelung, Unterstreichungen etc., je nach Hand und Traktat. Format 20,6 x 14 cm. Rotes Schafsleder (mit Druckstellen, Kratzern, etwas beschabt, bestoßen und fleckig) über drei Bünde und schweren, abgerundeten Holzdeckeln sowie 2 intakten neuzeitlichen Messingschließen. Rücken ausgebessert. Süddeutschland, Anfang des 15. Jahrhunderts.
Besonders reichhaltige theologische Sammelhandschrift, die überwiegend aus selten überlieferten Texten von deutschen und mitteleuropäischen Autoren zusammengesetzt wurde. Die Themenbreite dieser Texte ist auffallend groß und widerspiegelt die breite theologische und juridische Orientierung des Urhebers der Sammlung. Die etwa 20 leeren Seiten belegen, dass die Sammlung nicht abgeschlossen war, als die Handschrift gebunden wurde. Die drei komplexen deutschen Lieder auf Bl. 86v-88v sind womöglich nur in dieser Handschrift überliefert; sie kontrastieren inhaltlich mit den theologischen Texten. Die Schriftsprache dieser Lieder ist süddeutsch, vermutlich bayrisch. Anhand der Merkmale der Schrift ist die Entstehung aller Texte ins frühe 15. Jh. anzusetzen.

Alphabetarius divini amoris. Incipit alphabetarius divi amoris. Ad honorem omnipotentis Dei aliquos modos et vias … (Bl. 1r-35v). Erbauliches Werk, besonders in Süddeutschland überliefert. Behandelt alphabetisch geordnete, inhaltlich zusammenhängende theologische Begriffe, die aus der Perspektive der Spiritualität der Kartäuser erläutert werden.

Albertus von Diessen. Speculum clericorum. Legimus in Exodo centesimo XIIo capitulo quod Moyses fecit librum eneum de speculis mulierum … (Bl. 39r-70v). Handbuch mit theologischem Grundwissen für Geistliche.

Henricus de Langenstein (?). Super canonem misse. Quam brevis fuerit missa et in verbis et in ceremoniis … Am Schluß: Explicit scriptum super canonem misse magistri Hinrici de Hassia (Bl, 73r-84r).

Matthäus von Krakau (?). Domine Ihesu Christe, qui ecclesiam tuam sponsam vocare, et eius amabilis … Am Schluss: Hanc orationem composuit magister Matheus de Cracovia in Praga (Bl. 84r-85r). Zuschreibung unsicher. Vgl. Matthias Nuding, Matthäus von Krakau, Tübingen 2007, S. 259.

Merkverse.V sensus. Visus auditus gustus tactus odoris. VII peccata mortalia … (Bl. 85v). Juristische Notizen (Bl. 86r).

Lied an die Jungfrau Maria. Hec est una cantilena de beata virgine Maria et al… ut martirium conducet. Wol uff waz hie und zchymel sy / mit symphoni und singend … 7 Strophen (Bl. 86v-87r).

Mai und Herbst. Lied über die Freuden des Essens und Trinkens. Daz fress. Maeij, din wnne brennende zit git wit, in den angern, uff der haide … 7 Strophen (Bl. 87r-88r).

Reimende medizinische Rezepte. Medicina bona. Vier tayl sint an dem menschen da von sich der siechtum hebet … 7 Strophen (Bl. 88rv).

Merkverse zu ausgewählten Büchern des Alten Testaments (Bl. 89r-90r).

Juristische Betrachtung der heiligen Kommunion. Communicare id est corpus Christi sumere. Quilibet fidelis … (Bl. 91r-93r). Aus Thomas von Aquin, De sacramento eucharistiae.

De bestiis (Dicta Chrysostomi). Auszug über Raubtiere und andere Tiere. Jacobus benedicens filium suum Iudam ait: Catulus leonis Iuda … (Bl. 93v).

Hayo de Faversham. Ordo missae. Incipit ordo agendorum et dicendorum a sacerdote in missa iuxta consuetudinem ratione ecclesie … (Bl. 98r-100v).

Juristische Betrachtung über die Wirkung der Beichte. Confessio est salus animarum, dissipatrix vitiorum … (Bl. 101v-102v).

Matthäus von Krakau (?). Fünf Predigten. Incipiunt sermones Mathei de Cracovia. Et primus de apostolis. (Bl. 108r-118r). Vgl. Nuding, Matthäus von Krakau, S. 257-259.

Decem virtutes missae. Über die Wirkung der hl. Messe (Bl. 118v-119r). – Vorsätze erneuert, mit sauberen Restaurierungen, im Buchblock nur zu Anfang und Ende an den Rändern etwas feuchtfleckig, Text jedoch lesbar geblieben. Vereinzelt gering fleckig, sonst nur wenige Gebrauchsspuren. Moderne Foliierung in der oberen rechten Ecke. Die festen Vorsätze mit einem Blatt Handschriftenmakulatur belegt, aus einer lateinischen Handschrift auf Pergament. Darauf vorne der handschriftliche Besitzvermerk "Ex libris Fratrum Wiblingensium" (18. Jh.?), wiederholt auf Bl. 1r, demnach die Handschrift wohl aus der Bibliothek der Benediktinerabtei im oberschwäbischen Wiblingen (bei Ulm) stammt. Mit kleinem Zusatz "Pater n[oste]r qui es in cel[um] alleluia etc.". Alte Signatur I.E.46 (Wiblingen?) auf dem Rekto des 2. Vorsatz.

Vorsätze erneuert, mit sauberen Restaurierungen, im Block nur zu Anfang und Ende an den Rändern etwas feuchtfleckig, Text jedoch lesbar geblieben. Vereinzelt gering fleckig, sonst nur wenige Gebrauchsspuren, neuere Foliierung in der oberen rechten Ecke. Die festen Vorsätze mit einem Blatt Handschriftenmakulatur belegt, aus einer lateinische Handschrift auf Pergament. Darauf ein hs. Besitzvermerk "Ex libris F. F. Wilblingensium", demnach das Exemplar wohl aus der Bibliothek der Fratres (F.F. - Fratres Fideles) der Benediktinerabtei im oberschwäbischen Wiblingen stammt. Mit kleinem Zusatz "Pater n[oste]r qui es in cel[um] alleluia etc.".

Lot 1007, Auction  128, Dornblattranken-Bordüren, 4 Blätter aus einem spätmittelalterlichen Stundenbuch in lateinischer Handschrift auf Pergament

Dornblattranken-Bordüren
4 Blätter aus einem spätmittelalterlichen Stundenbuch in lateinischer Handschrift auf Pergament
Los 1007

Schätzung
600€ (US$ 690)

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Dornblattranken-Bordüren. 4 Blätter aus einem spätmittelalterlichen Stundenbuch in lateinischer Handschrift auf Pergament. 8 S. auf 4 Bl. 15 Zeilen. Textura in Rot und Braunschwarz. Schriftraum 9,5 x 6,4 cm. Format 19 x 13,2 cm. Mit 25 1-2-zeiligen Blattgold-Initialen in rot und blauem Kasten mit weißem Federwerk, zahlreichen Zeilenfüllern, Absatzmarken, Überschriften und Rubrikation in Rot und alle Seiten mit breiter flankierender Rankenbordüre mit Dornblattornamentik, Akanthus-, Federwerk, Blumen, Blüten und Blattgold-Dornblattranken sowie Goldpunkten. Ile-de-France um 1465.
Ein authentisches Stück Spätmittelalter in leuchtendem, schillernden Blattgold. – Sehr feine, exzellente Bordüregestaltung auf Pergament, minimal angestaubt, kaum fleckig, ausgelöst aus Stundenbuch. Sehr dekorativ.

Lot 1008, Auction  128, Blattgoldinitialen,  Blätter aus einem spätmittelalterlichen Gesangbuch-Brevier

Blattgoldinitialen
Blätter aus einem spätmittelalterlichen Gesangbuch-Brevier
Los 1008

Schätzung
700€ (US$ 805)

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Blattgoldinitialen. 6 Blätter aus einem spätmittelalterlichen Brevier in lateinischer Handschrift auf Pergament . 12 S. auf 6 Bl. 17 Zeilen. Textura in Schwarz oder Braunschwarz. Schriftraum 9,4 x 7 cm. Format 20,2 x 14,5 cm. Mit 26 (davon 10 großen, 2-zeiligen) Blattgold-Initialen in rot-blauen Rahmenkästen mit weißem Federwerk. Ile-de-France um 1450.
Blätter aus einem bemerkenswert üppigen spätmittelalterlichen Stundenbuch auf besonders großem, breiten Pergament mit Textpassagen aus dem 2. Buch der Könige, Kapitel 20: "Omnipotens sempitérne Deus, qui Ezéchiae regi Iudae te cum lácrimis deprecánti vitae spátium protendísti...", geschmückt mit schillernden Blattgoldinitialen. Das Pergament teils sehr zart, fein rot regliert. Der Text nimmt dabei weniger als ein Fünftel des Blattes ein, was zeigt, wie wohlhabend der Auftraggeber gewesen sein muss. – Teils leicht fleckig oder angestaubt, zwei Blätter etwas mehr gebräung, teils unwesentlicher Abrieb, die Initialen in leuchtendem Blattgold.

Lot 1009, Auction  128, Federwerk-Initialen,  Blätter aus einem spätmittelalterlichen Gesangbuch-Brevier

Federwerk-Initialen
Blätter aus einem spätmittelalterlichen Gesangbuch-Brevier
Los 1009

Schätzung
650€ (US$ 747)

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"In jener Zeit nach Markus: Als die elf Jünger zu Tisch saßen, erschien ihnen Jesus..."
Federwerk-Initialen. 5 Blätter aus einem spätmittelalterlichen Brevier in lateinischer Handschrift auf Pergament . 10 S. auf 5 Bl. 20 Zeilen. Textura in Braunschwarz. Schriftraum 9 x 6 cm. Format 16 x 12 cm. Mit ca. 64 1-2-zeiligen Blattgold-Initialen in rot-blauen Federwerk-Konturkästen mit weißem Federwerk und teils mit Federwerk-Ausläufern. Ile-de-France um 1440.
Einzelblätter eines Stundenbuchs mit hübschen Blattgold-Initialen, die mit reichem Federwerk sorgsam umspielt sind. Enthalten ist eine der schönsten biblischen Erzählungen des Neuen Testaments: "In illo tempore secundum Marcum: Recumbentibus undecim discipulis apparuit illis Iesus", das sie Szene des Erscheinens Jesu vor seinen Aposteln nach seiner Auferstehung schildert: "In jener Zeit nach Markus: Als die elf Jünger zu Tisch saßen, erschien ihnen Jesus..." (Markus Kapitel 16, Vers 14). – Nur gering gebräunt, kaum fleckig, schön.

Lot 1010, Auction  128, Ad primam versus,  Blätter aus einem spätmittelalterlichen Gesangbuch-Brevier

Ad primam versus
Blätter aus einem spätmittelalterlichen Gesangbuch-Brevier
Los 1010

Schätzung
600€ (US$ 690)

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Ad primam versus. 5 Blätter aus einem spätmittelalterlichen Gesangbuch-Brevier in lateinischer Handschrift auf Pergament . 10 S. auf 3 Bl. und 1 Doppelblatt. 16 Zeilen. Textura in Rot und Braunschwarz. Schriftraum 9 x 6,4 cm. Format 17 x 11,8 cm. Mit großer, 6-zeiliger Flecht-Federwerk-Initiale in Blau und 48 1-2-zeiligen Pinselgold-Initialen in rot und blauem Kasten mit goldenem Federwerk, zahlreichen Zeilenfüllern, Absatzmarken, Überschriften und Rubrikation in Rot. Ile-de-France um 1470.
"Ad primam versus" mit der hübschen Initiale "A", die vielfach gezogen in reichem Bandzugfederflechtwerk ausläuft, um dabei zwei hübsche Gesichter auszubilden, wohl ein weibliches und ein männliches. Damit begannen die Gebete zur "Prim", der ersten Hore der täglichen Stundengebete. – Nur minimale Gebrauchsspuren, sehr schön.

Lot 1011, Auction  128, Goldgrund-Initialen, 7 Blätter aus einem spätmittelalterlichen Gesangbuch-Brevier

Goldgrund-Initialen
7 Blätter aus einem spätmittelalterlichen Gesangbuch-Brevier
Los 1011

Schätzung
500€ (US$ 575)

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Goldgrund-Initialen. 7 Blätter aus einem spätmittelalterlichen Stundenbuch in lateinischer Handschrift auf Pergament . 14 S. auf 7 Bl. 15 Zeilen. Textura in Braunschwarz. Schriftraum 10,3 x 7,3 cm. Format 16,5 x 12,2 cm. Mit 7 größeren, 2-zeiligen Goldgrundinitialen in Rosé, Blau, Weiß und schwarzer Feder in Quadratkasten mit Pinselgoldfüllung sowie zahlreichen 1-zeiligen Initalen in Pinselgold auf blauem oder rotem Grund. Ile-de-France um 1480.
Recht phantasievoll illuminierte Einzelblätter mit aparten zweizeiligen Initialen in schwarzer Federzeichnung und mit blauen und roséfarbenen Buchstabenbalken, weiß gehöht - und auf feinem Pinselgrund aufgebracht.
– Unwesentlich gebräunt, alt wellig, kaum fleckig.

Lot 1012, Auction  128, Chronik der Bischöfe von Mimigardeford, Westfälische Handschrift auf Papier.

Chronik der Bischöfe von Mimigardeford
Westfälische Handschrift auf Papier.
Los 1012

Schätzung
800€ (US$ 920)

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Münster. - Chronik der Bischöfe von Mimigardeford. Westfälische Handschrift auf Papier. 120 hs. num. Bl. Ca. 16 bis 18 Zeilen. Format 20 x 15,5 cm. Pergament d. Z. (stark fleckig, gebräunt, wellig, mit Fehlstellen). Westfalen 17. Jahrhunderts.
Umfangreiche niederdeutsche Chronik des Bistums Münster mit fortlaufender Geschichte und Sukzession der Münsteraner Bischöfe ("Catalogus Episcoporum"). Bereits der Beginn nennt ausdrücklich eine: "Cronica offn Catalogus Episcoporum Mimigardevordensium" also eine Chronik bzw. ein Verzeichnis der Bischöfe von Mimigardeford, dem alten Namen Münsters.
Die Handschrift behandelt in chronologischer Folge die Münsteraner Bischöfe, darunter den heiligen Liudgard ("Sanctus Ludgerus der erste Bischop“), ferner u. a. Otto von Hoya, Florentius, Conradus und weitere Amtsinhaber des Hochstifts. Der Text verbindet historische Nachrichten, biographische Notizen und Ereignisse der Bistumsgeschichte in niederdeutscher Volkssprache mit einzelnen lateinischen Einschüben. Besonders bemerkenswert ist die konsequent westfälisch-niederdeutsche Sprachform mit charakteristischen
Formen wie "dat", "unde", "tho", "Bischop", "Boick", "geboiren" etc. Der Codex steht damit in der Tradition der spätmittelalterlichen Münsteraner Bistumschronistik, dürfte jedoch keine reine Kompilation aus dem Lateinischen, sondern eine eigenständige volkssprachliche Bearbeitung bzw. Überlieferung darstellen. Die Schrift ist eine spätmittelalterliche niederdeutsche Bastarda/Kursive. Ausstattung bewusst schlicht ohne Rubrizierungen oder ausgeführte Initialen, was auf eine funktionale historische Gebrauchshandschrift und nicht auf einen repräsentativen Schaumanuskriptband schließen lässt. Gerade solche Arbeitscodices bewahren oft seltene oder unikale Textfassungen regionaler Chronistik. – Papier etwas gebräunt, fingerfleckig, vereinzelte Fleckchen, ältere Korrekturen oder Anmerkungen als Marginalien, wenige blaue Tintenwischer, insgesamt jedoch bemerkenswert
geschlossen und gut lesbar.

Nürnberger Wappenbuch
Deutsche Handschrift auf Papier mit zahlreichen Wappenmalereien
Los 1013

Schätzung
4.000€ (US$ 4,598)

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Nürnberger Wappenbuch. Großes Fragment eines Wappenbuchs. Deutsche Handschrift auf Papier mit zahlreichen Wappenmalereien. 32 (statt 36?) teils num. Bl. 37-39 Zeilen. Schriftraum 28,4 x 14 cm. Format 41 x 27,4 cm. Deutsche Kanzleibastarda in Braunschwarz mit reichen Auszeichnungen in Fraktur und zahlreichen hübschen Federwerk-Caudillen. Mit 2 ganzseitigen farbigen Darstellungen und 35 großen halbseitigen farbigen Wappendarstellungen sowie einer ganzseitigen Tafeln mit vier farbigen Wappenmalereien (alles in der Foliierung). Modernes Halbpergament (fleckig, berieben). Wohl Nürnberg um 1519.
Prachtvoll illuminiertes Wappenbuch mit den Statuten und Kollegien des Reichstags. Der am Anfang unvollendete Text in sehr schöner, kunstvoller Kanzleischrift beinhaltet einen Chronikabriss, es folgt eine kalligraphische Fraktur-Überschrift: "Nachvolgen wievil furtreffentlicher Reich und Kayserthumb auf Erdrich gewesen. vor das Hailig Römisch Reich herkom unnd was ursachen es zu den Edlen Teutschen verendert worden. Auch wie, unnd wo man Kayer und Kunig, Erwelen, Salben, Weyhen und Crönen auch durch wen es geschehen soll. sambt denen dartzu verordenten unnd bestettigten Curfürsten, fürsten, Gaistlichen und weltlichen, unnd anndern, welche hernach unnderschiedlich beschriben und mit sampt iren wappen gemalet steen."
Danach sind die Statuten der Kaiserwahl, Krönung und Salbung wiedergegeben, wie sie 1356 in der Goldenen Bulle erstmals prominent kodifiziert wurden: "Wo und wie auch durch wen ain Römischer Kayser und Kunig erwelt bestettigt unnd gekrönt werden soll."
Besonders prachtvoll ist die großartige folgende Doppelseite mit den Wappen der Länder des Heililgen römischen Reichs und der Darstellung des Kaisers Karl V. auf seinem Thron zwischen zwei Triumphsäulen "PLVS VLTRA" und hinterfangen von dem mächtigen schwarzen Habsburger Doppeladler": "Carolus der fünfft Römisch Kaiser des Namens künig zu Hispanien etc. Ertzherzog zu Osterreich Ist erwelt worden. Anno. 1519." - Es folgen Beschreibungen der Reichsinsignien und Indumenta "Von den Kaidungen", "Von dem purpurn Klaid", "Von der gülin Cron", Von dem Scepter", "Von dem güldin Apfel", Von dem Schwert",
"Von dem Kayserlichen und Kuniglichen Tron", "Aus was ursachen Kayserliche Mayestat mit drey Cronen gekrönnt wurdt" etc. Es schließen sich zum Schluss die Wappen der Reichsfürsten an, zunächst der Kurfürsten "Etzbischoff zu Meyntz", "Etzbischoff zu Trier", "Etzbischoff zu Cöln", "Pfaltzgraff bey Rhein", "Hertzog von Sachssen", "Markgraue zu Brandenburg", "Hertzog von Behaim", ferner "Von den vier Hertzogen": "Hertzog zu Bayern", "Hertzog von Braunschweigk", "Hertzog von Lützingen" und "Hertzog von Schwaben", dann folgen die Markgrafen, die Burggrafen und schließlich die bedeutendsten Freiherren und Ritter - womit die ganze Führungshierarchie des Heiligen Römischen Reiches abgebildet wird. – Es fehlen am Anfang wohl ein Titelblatt und die Blätter 1, 2 und 7 innerhalb der Foliierung, unwahrscheinlicher Weise auch weitere Blätter am Schluss. Mehrere Blätter zu Anfang und Schluss mit Randläsuren und älteren Stegverstärkungen sowie kleinen Ergänzungen bzw. Hinterlegungen, oben etwas knapp beschnitten (teils leicht über die kalligraphischen Überschriften), Knickspuren, gebräunt (erstes Blatt stark), angestaubt und fleckig, die letzten Blätter auch mit größeren Ausrissen und alten Hinterlegungen, teils mit etwas Textverlust, Gebrauchsspuren. - Die Wappenmalereien in sachkundlicher Zeichnung und eindrucksvoller Farbmalerei.

Lot 1014, Auction  128, Petrus Dresdensis, Parvulus philosophiae

Petrus Dresdensis
Parvulus philosophiae
Los 1014

Schätzung
1.800€ (US$ 2,069)

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Petrus Dresdensis. Parvulus philosophiae naturalis. Lateinische Handschrift auf Papier. 18 Bl. 15-18 Zeilen. Schriftraum 13 x 8 cm. Format 20 x 14 cm. Cursiva in Braunschwarz mit durchgehender reicher Rubrizierung. Moderner Pergamentband mit goldgeprägtem RTitel "PARVULUS". Deutschland (sächsischer Raum?), datiert 1554.
Sehr saubere, klare frühneuzeitliche Handschrift des "Parvulus" von dem Lehrer Petrus von Dresden (um 1350-1421 oder 1426), der 1409 die Universität Prag verlassen hatte und das Amt eines Schulmeisters in Dresden antrag. Als Anhänger der Hussiten wurde er 1412 aus Dresden verjagt und gründete er ein deutsche Schule in Prag, die er selber leitete. Sein 'Parvulus' vermittelt Grundkenntnisse der Naturphilosophie. Dieses kleine Werk ist in mehr als 20 Handschriften überliefert und wurde bis 1500 zweimal gedruckt. Die hübsche Die Schrift, eine Cursiva, zeigt Einflüsse der humanistischen Schrift. Schriften dieser Art wurden ab dem frühen 16. Jahrhundert im ganzen deutschen Sprachgebiet von Hochgebildeten verwendet. Eine Datierung auf den 5. November 1554 findet sich am Schluss (Bl. 16v): "Finis anno 50 4to secunda feria omnium sanctorum hora 2a per (...)". – Nur leicht feuchtrandig oder fleckig, sehr gut erhalten und vollständig.

Lot 1015, Auction  128, Johann Egolff von Knöringen und Augsburg, Erbschaftsurkunde, das Stift zu Edelstetten betreffend. Deutsche Handschrift auf Pergament.

Johann Egolff von Knöringen und Augsburg
Erbschaftsurkunde, das Stift zu Edelstetten betreffend. Deutsche Handschrift auf Pergament.
Los 1015

Schätzung
400€ (US$ 460)

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Augsburg. - Johann Egolff von Knöringen. Erbschaftsurkunde, das Stift zu Edelstetten betreffend. Deutsche Handschrift auf Pergament. 27 Zeilen. 29 x 28 cm. mit kalligraphischer Auszeichnung und 2 an zwei Pergamenstreifen an die breite Plica angehängten dunkelgrünen Wachssiegeln (das recht noch in der Hartholzkapsel (ohne Deckel). Augsburg 4. Juli 1572.
Hübsche, mit zwei weitgehend unversehrten, an die Plica angehängten Wachssiegeln versehene Erbschaftsurkunde, die das ehemalige adeliges Damenstift Kloster Edelstetten in Bayerisch-Schwaben begünstigt. Erblasser ist Angehöriger der bedeutenden Augsburger Adelsfamilie derer von Knöringen, die dem schwäbischen Uradel entstammen und u. a. 1573 bis 1575 den Bischofssitz von Augsburg belegten. Johann Egolff von Knöringen war Dom-Kustos (Thumb Custor) und Domherr, Scholastiker und Chorherr zu Kloster Ellwangen: ""Wir die hernachbenantten mit Namen Johann Egolff von Knöringen Thumb Custor zue Augspurg Thumbherr und Scholasticus zur wirzburg und Chorherr zu Ellwangen [...]" Datiert ist die Urkunde: "Geben und geschehen am tage Sancti Vdalrici, welcher ist der vierdte tag des monaths Julij nach Christi unsers lieben Herrn und Seligmachers geburt gezehlet fünff zehnhunddert und in dem zwei und sibenzigisten Jaar". – In bemerkenswert frischer Erhaltung, lediglich verso etwas angestaubt, gebräunt und unwesentlich fleckig, dort mit zeitgenössischer Regeste.

Lot 1015a, Auction  128, Artzney Buch,, darinnen zur Notturft Menschlichen Leibß. Deutsche Hs. auf Papier

Artzney Buch,
darinnen zur Notturft Menschlichen Leibß. Deutsche Hs. auf Papier
Los 1015a

Schätzung
800€ (US$ 920)

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Artzney Buch, darinnen zur Notturft Menschlichen Leibß undt lebens gesundthheit, allerle Pflaster, Salben Öhll, Wundttränck, Wasser, Syrup, Confect, Pilulae, Blutt, undt Gliedwasser Vorstellung, Brandt vom feuer ... und Pestilentz beschrieben, undt begreifft dies gantze Buch. Deutsche Handschrift auf Papier. 17 nn., 240 num., 17 nn. Bl. 18,8 x 16,6 cm. Pergament d. Z. (etwas abgegriffen, fleckig und angestaubt, Vorsätze erneuert, Pergament überarbeitet) mit spanischen Kanten hs. RSchild und geprägtem Monogramm "G.W.V.E.V.T" mit Jahreszahl "1.6.2.0". Würzburg 1620.
Bemerkenswert umfangreiches Medizin- und Pharmazie-Manuskript zur Abhilfe bei allen möglichen Krankheiten der Humanmedizin. Enthalten sind ca. 453 Rezepte aus dem Jahr 1620 (begonnenI) bis ca. 1640, angefertigt wohl für den noch jugendlichen Freiherren Hans Veit III. von Würtzburg (1609-1647). Die Handschrift ist datiert (Titel verso): "Actum am 12. Julij Anno 1620". – Teils gebräunt, geringe Gebrauchsspuren, insgesamt aber wohlerhalten und gut lesbar.

[*]: Regelbesteuert gemäß Auktionsbedingungen. [^]: Ausgleich von Einfuhr-Umsatzsteuer.

* Alle Angaben inkl. 25% Regelaufgeld ohne MwSt. und ohne Gewähr – Irrtum vorbehalten.


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