Birago, Carlo
Metodo facile, economico e spedito di guarive la Rogna
Los 301
Schätzung
150€ (US$ 170)
MEDIZIN
Birago, Carlo. Metodo facile, economico e spedito di guarire la rogna. 2 Bl., 155 S., 2 Bl. Mit 4 (davon eine gefalt.) gestoch. Tafeln. 20 x 12 cm. Roter Lederband d. Z. mit reicher Deckel, Rücken- und Innenkantenvergoldung, Goldschnitt und Seidenmoiré-Vorsätzen. Mailand, Vincenzo Ferrario, 1821.
Erste Ausgabe dieser Abhandlung über die Bekämpfung der Krätze (Scabies). Die Tafeln zeigen den Verursacher der parasitären Hauskrankheit sowie eine Vorrichtung zur Behandlung in Form eines saunaähnlichen Ofens. – Wohlerhaltenes Exemplar in repräsentativem Einband.
Boerhaave, Herman. Praelectiones academicae. In proprias institutiones rei medicae. Edidit, et notas addidit Albertus Haller. 6 Teile in 7 Bänden. 24 x 18 cm. Interims-Pappbände d. Z. (fleckig und berieben, Rücken teils etwas lädiert) mit hs. RTitel. Venedig, Simon Occhi, 1743-1745.
Vgl, Hirsch-Hübotter 602. Waller 1163. DSB II, 225. – Eines der Hauptwerke des berühmten holländischen Mediziners, das hier in der Bearbeitung Albrecht von Hallers vorliegt. Der Teil V in zwei Teilbänden. – Etwas fleckig, gebräunt und feuchtrandig. Unbeschnitttenes Exemplar.
Boerhaave, Herman
Sammelband mit 3 medizinischen Schriften
Los 303
Schätzung
180€ (US$ 205)
Boerhaave, Herman. Sammelband mit 3 medizinischen Schriften. 16,5 x 10 cm. Pergament d. Z. (etwas fleckig und berieben). Leiden, Johannes van der Linde, 1721.
I. Institutiones medicae in usum annuae exercitationis domesticos. Editio quarta prioribus longè auctior. 7 Bl., 389 S., 13 Bl. - II. Aphorismi de cognoscendis et curandis morbis, in usum doctrinae domesticae digesti. Editio tertia. 4 Bl., 271 S., 8 Bl. - III. Libellus de materie medica et remediorum formulis, quae serviunt Aphorismis de cognoscendis et curandis morbis. Editio nova prioribus auctior. 4 Bl., 166 S., 16 Bl. – Stellenweise etwas braunfleckig, sonst wohlerhalten. Titel mit kleinem Tinteneintrag.
Bourgery, Jean Marc
Traité complet de l'anatomie de l'homme
Los 304
Schätzung
1.500€ (US$ 1,705)
Bourgery, Jean Marc. Traité complet de l'anatomie de l'homme comprenant la médecin opératoire. Avec planches lithographiées d'après nature par N. H. Jacob. Teil I-II und VI (von 8). Mit 3 lithographischen Titeln und 252 lithographierten Tafeln. 44,5 x 33,5 cm. Rote Halbchagrinlederbände d. Z. (Kanten und Gelenke beschabt) mit RVergoldung und RTiteln. Paris, Delaunay, 1831-1839.
Eimas 1569. Wellcome II, 214. Waller 1372. Goldschmid 160 (nur Band VI und VII). – Erste Ausgabe des berühmten anatomisch-chirurgischen Prachtwerkes. Die Lithographien meist mit mehreren Abbildungen und erklärendem Textblatt zeigen mit großer Genauigkeit die Anatomie des Menschen sowie zahlreiche Operationsmethoden und chirurgische Instrumente. Das Monumentalwerk erschien über einen Zeitraum von 20 Jahren in Lieferungen.
Ab 1830 war Bourgery zusammen mit dem Zeichner und Illustrator Nicolas Henri Jacob mit der Planung seines Hauptwerkes Traité complet de l'anatomie de l'homme beschäftigt. Bis zur Vollendung dieses opus magnum vergingen fast 20 Jahre gemeinsamer Arbeit. Er verfasste seit 1840 wissenschaftliche Abhandlungen (häufig mit Lithografien versehen), die von der Akademie der Wissenschaften in Paris veröffentlicht wurden. Darüber hinaus wirkte er auch bei der Produktion anatomischer Modelle aus Papierstuck oder Pappmaché mit, für das Anatomiemuseum von Félix Thibert. Bourgery beschränkte sich bei diesem ambitionierten Projekt nicht auf die bloße Zusammenstellung von bereits existierendem Material. Er stützte seine Befunde durch Obduktionen und stellte selbst anatomische Originalpräparate her. Er beschäftigte sich mit Aspekten der Morphologie, die bisher vernachlässigt worden waren, entwickelte zahlreiche neue Methoden und Forschungsansätze, die er systematisch und detailliert beschrieb. Bourgery war bemüht, stets auf aktuellem Wissensstand zu sein.
So gelangen ihm zahlreiche Erstbeobachtungen, vor allem auf den Gebieten Anatomie des Nervensystems, Embryologie und Organogenese. Metaphysisch sah er sich als Reisender auf der Suche nach einer universalen Struktur, deren Geheimnis er durch beharrliches Studium der Königsdisziplin Anatomie zu lüften hoffte - weit mehr als nur eine enzyklopädische Sammlung morphologischer Befunde. Bourgery forschte außeruniversitär und wurde gelegentlich von bekannten Wissenschaftlern unterstützt. Er starb 1849 an der Cholera und erlebte die Vollendung seines opus magnum nicht mehr.
"Eines der bemerkenswertesten Werke in der gesamten Geschichte der Anatomie, jedenfalls das außergewöhnlichste des 19. Jahrhunderts ... der Preis für ein Schwarz-Weiß-Exemplar betrug 800 Francs, eine beträchtliche Summe ... " (J. M. Le Minor & H. Sick in der vorzüglichen und ausführl. Einleitung zu dem neu erschienenen Teil-Faksimile des Taschen-Verlages, das wir dem Käufer des Originals gratis beigeben). "Das bekannte, anatomisch-chirurgische Prachtwerk" (Hirsch). - "Paule Dumaître in his 'Histoire de la medecine et du livre medical' (Paris 1978) commented that Bourgery's work 'est consideré aujourd'hui sans conteste comme le plus bel ouvrage français d'anatomie publié au XIXe siècle' (S. 334). "It is without question one of the most beautifully illustrated anatomical and surgical treatises ever published in any language" (Eimas). – Etwas stock- und fingerfleckig, vereinzelt mit kleinen Gebrauchsspuren sonst gutes Exemplar.
Brown, John. System der Heilkunde. Nach der letzteren, vom Verfasser sehr vermehrten und mit Anmerkungen bereicherten englischen Ausgabe übersezt, und mit einer kritischen Abhandlung über die Brownischen Grundsätze begleitet von C. H. Pfaff. Nebst einer tabellarischen Uebersicht des Brownischen Systems von Samuel Lynch. XCII, 410 S. Mit typographischer Falttafel. 19 x 12 cm. Pappband d. Z. (deutliche Gebrauchsspuren). Wien, Thaddäus Edler von Schmidbauer, (um 1820).
Vgl. Hirsch-Hübotter I, 720. – Wiener Ausgabe der zuerst 1804 in Kopenhagen erschienenen deutschen Übersetzung von Pfaff, laut Hirsch-Hübotter die beste deutsche Übertragung. Die Tabelle zeigt eine Übersicht zu der von John Brown (1735-1788) begründeten Erregungstheorie. – Titel mit montiertem Signaturenschildchen, anfangs mit kleiner Wurmspur im unteren Bug. Mal mehr, mal weniger fleckig, stellenweise mit schmalen Feuchtigkeitsrändern. Ehemaliges Bibliotheksexemplar, der Einband mit entsprechend starken Gebrauchsspuren.
Camper, Peter
Über den natürlichen Unterschied der Gesichtszüge in Menschen
Los 306
Schätzung
300€ (US$ 341)
Camper, Peter. Über den natürlichen Unterschied der Gesichtszüge in Menschen verschiedener Gegenden und verschiedenen Alters; über das Schöne antiker Bildsäulen und geschnittener Steine; nebst Darstellung einer neuen Art, allerlei Menschenköpfe mit Sicherheit zu zeichnen. Übersetzt von S. Th. Sömmerring. XX, 77 S. Mit 10 gefalteten Kupfertafeln (von Daniel Berger nach Camper). 27 x 20,5 cm. Pappband d. Z. (beschabt und stellenweise stärker bestoßen, Bezug mit alten Papieren ergänzt). Berlin, Voß, 1792.
Blake 76. Garrison-Morton 158. Waller 173. Vgl. Hirsch-Hübotter I, 814. DSB III, 38. Cicognara 2430. – Erste deutsche Ausgabe. Hauptwerk über menschliche Schädelformen, Kopfvermessung und Physiognomie, darüber hinaus ein Beitrag zur künstlerischen Proportionslehre, vom bedeutendsten vergleichenden Anatomen des ausgehenden 18. Jahrhunderts. Erstmals 1791 posthum erschienen. - "Daß Camper, der so vortrefflich den Zeichenstift hantirte, sich auch weiter mit bildender Kunst beschäftigt hat, gab Anleitung zu seiner Entdeckung des 'Angulus facialis', der seinen Namen trägt und als ein erster Versuch menschlicher Schädelmessung aufgefaßt werden muß ... während die Maler noch in unserer Zeit seine Constructionsmethode des Kopfes als sehr brauchbar anerkennen, weil sie von dem richtigen Princip ausgeht" (Hirsch). Enthält die Beschreibung der kraniometrischen Methoden Campers. "His measurement of the 'facial angle' ... 'Camper's line' contributed to the foundation of anthropology" (DSB). – Mit neuen Vorsätzen, Innengelenke etwas gelockert. Hs. Besitzvermerk auf dem Titel, Text etwas wellig, Tafeln teils schwach wasserrandig und fleckig, weißer Außenrand der Tafeln VI und VII angeschmutzt und mit kleinen Randeinrissen.
Carus, Carl Gustav. Konvolut von 11 Werken. Oktav bis Quart. Verschiedene Einbände, meist d. Z. Verschiedene Orte und Drucker, 1831-1939.
Enthalten: I. Vorlesungen über Psychologie, gehalten im Winter 1829-30 zu Dresden. Leipzig, Fleischer, 1831. - II. Briefe über Landschaftsmalerei, geschrieben in den Jahren 1815-1835. Zweite vermehrte Auflage. Leipzig, Fleischer, 1835. - III. Zwölf Briefe über das Erdleben. Stuttgart, Balz, 1841. - IV.Göthe. Zu dessen näherem Verständniß. Leipzig, Weichardt, 1843. - V. England und Schottland im Jahre 1844. 2 Teile. Berlin, Duncker, 1844. - VI. Psyche. Zur Entwicklungsgeschichte der Seele. Zweite vermehrte und verbesserte Auflage. Lahr, Schauenburg, o. J. - VII. Symbolik der menschlichen Gestalt. Ein Handbuch zur Menschenkenntniß. Zweite vielfach vermehrte Auflage. Leipzig, F. A. Brockhaus, 1858. - VIII. Natur und Idee oder das Werdende und sein Gesetz. Eine philosophische Grundlage für die specielle Naturwissenschaft. Wien, Braumüller, 1861. - IX. Ueber die typisch gewordenen Abbildungen menschlicher Kopfformen namentlich auf Münzen in verschiedenen Zeiten und Völkern. Jena, Frommann, 1863. - X. Lebenserinnerungen und Denkwürdigkeiten. Teil I-IV. Leipzig, Brockhaus, 1865-1866. - Teil I-II doppelt vorhanden. - XI. Carl Gustav Carus und Carl Fr. Ph. von Martius. Eine Altersfreundschaft in Briefen. Herausgegeben von Günther Schmid. Halle, Max Niemeyer, 1939. – Teils mit stärkeren Läsuren. Nicht kollationiert. Ordentliche Exemplare und umfangreiches Konvolut.
Cassebohm, J. F.
Tractatus quatuor anatomici + Zinn, Johann Gottfried. Descriptio anatomica oculi
Los 308
Schätzung
1.200€ (US$ 1,364)
Cassebohm, J. F. Tractatus quatuor anatomici de aure humana [und:] Tractatus quintus anatomicus de aure humana. 2 Teile in 1 Band. 6 Bl., 84 S.; 3 Bl. 64 S., 3 Bl. Mit 6 gefalteten Kupfertafeln. 20,5 x 18 cm. Halbleder d. Z. (leicht berieben und bestoßen) mit goldgeprägtem RSchild, goldgeprägtem VDeckelaufdruck "Sv. Läkare Sällskapet". Halle, Waisenhaus, 1734.
Wellcome II, 309. Blake 80. Hirsch I, 678. Garrison-Morton 469.1. Eimas 848 (nur Band I). Politzer 177-179. – Erste Ausgabe dieses Klassikers der Hals-Nasen-Ohren-Heilkunde. Über die Anatomie des Ohres, dem Spezialgebiet des Mediziners Johann Friedrich Cassebohm aus Halle. Diese 6 Traktate sind ein Hauptwerk der Otologie. Die von dem Studenten Petsche gezeichneten Tafeln gehören zu den besten seiner Zeit. "Johann Friedrich Cassebohm (1699-1743) was one of several eigtheenth century German anatomists who, inspired by the achievements of their Italian counterparts (Valsalva, Cotugno, Casserio et al.), made significant contributions to the study of the anatomy of the ear. His six treatises on the ear, representing the complete results of his researches, contained much new and revised information on the organ of hearing, particularly regarding the middle ear. The first five treatises deal with the temporal bone, outer ear, tympanic cavity, contents of the tympanic cavity, and the labyrinth; the sixth describes a monstrous "double ear" taken from a malformed six-month-fetus. Cassebohn's discussion of the temporal bone contained the first precise and detailed account of its structures, and he anticipated Cotugno in his knowledge of the two recesses in the labyrinth's vestibular sacs. He also gave an excellent account of the changes that the ear undergoes in the fetus, the infant and the aged. Cassebohm's studies of the embryonic ear far surpassed his predecessors, including Valsalva and Morgagni, and were themselves not surpassed until the work of Huschke and von Baer" (Garrison-Morton). – Das Titelblatt von Teil I leicht gebräunt, mit hs. sowie gestempelten Besitzvermerk, im oberen Rand des Titels mit leichten Knickspuren, sonst gutes und annähernd fleckenfreies Exemplar. – Beigebunden: Johann Gottfried Zinn. Descriptio anatomica oculi humani iconibus illustrata. 8 Bl., 272 S. Mit 7 gefalt. Kupfertafeln. Göttingen, Vandenhoeck, 1755. - Hirsch-Hübotter VI 375. Garrison-Morton 1484. Waller 10493. - Erste Ausgabe dieses klassischen Werkes der medizinischen Literatur, das Hauptwerk von Johann Gottfried Zinn (1727-1759), mit dem er "seinen Namen für alle Zeiten unsterblich gemacht" hat (H.). "Sehr eingehend beschäftigt er sich unter Anderem mit den Gefässen und Nerven der Orbita und des Bulbus, er beschreibt ferner die stärkere Linsenkrümmung bei Kindern, giebt wohl als der Erste eine nahezu richtige Darstellung der Form des Bulbus und des Corpus ciliare" (ebd.).
Zinn stammte aus Ansbach und studierte u. a. in Göttingen bei Haller und in Berlin. Er wurde 1753 nach Göttingen als Professor der Medizin und Direktor des botanischen Gartens berufen. "The illustrations in this work, engraved by Joel Paul Kaltenhofer, mark a new plateau in the graphic representation of the eye ..." (B. Coll.).
Castelli, Bartholomäus und Bruno, J. P.
Amaltheum Castello-Brunonianum
Los 309
Schätzung
150€ (US$ 170)
Castelli, Bartholomäus und Bruno, J. P. Amaltheum Castello-Brunonianum, sive lexicon medicum. 4 Bl., 826 S., 1 Bl. Titel in Rot und Schwarz. 22 x 16,5 cm. Pergament d. Z. (fleckig und bestoßen, Deckel schwach geworfen). Padua, Johannes Manfré, 1721.
Vgl. Zischka 205 und Hirsch-Hübotter I, 739. – Spätere Ausgabe des auf Castellus fußenden, zuerst 1682 erschienenen medizinischen Lexikons (EA 1682). "Ein höchst schätzbares Handbuch für die Erklärung alter medizinischer Kunstausdrücke" (Zischka). – Titel mit kleiner angestückter Ecke. Etwas braunfleckig und feuchtrandig, am Schluss mit kleiner Wurmspur im Bug, das Schlussblatt etwas stärker fleckig und im Bug leicht lädiert. Mit Schnitttitel.
Hoffmann, Friedrich. Opuscula pathologico-practica seu dissertatione selectiores. Antea diversis temporibus editae, nunc revisae et auctiores. Accedit ejusdem auctoris medicus politicus. Cum indice rerum praecipuarum. Ebd. 1749. 2 Bl., 332 S. 21,5 x 16 cm. Pappband um 1800 (etwas berieben) mit RSchild. Venedig, Sebastian Coletus, 1749.
Blake 217. – Zweite venezianische Ausgabe der zuerst 1738 in Halle bei Renger erschienenen Dissertationensammlung. Unter dem Vorsitz des frühaufklärerischen Mediziners Friedrich Hoffmann (1660-1742) wurden rund 300 seiner Schüler promoviert, darunter zahlreiche spätere Leib- und Hofärzte sowie Professoren. – Etwas fleckig und feuchtrandig. Zweispaltiger Druck. – Dabei: Ein weiterer Dissertationsdruck unter dem Vorsitz von Hoffmann: J. D. Blumentrost. Pulsuum theoriam & praxin examinat. 29 S. Ohne Einband. Halle, Christian Henckel, (1702).
Kluge, Carl Alexander Ferdinand
Versuch einer Darstellung des Magentismus
Los 311
Schätzung
100€ (US$ 114)
Kluge, Carl Alex(ander) Ferdin(and). Versuch einer Darstellung des animalischen Magnetismus als Heilmittel. 3. Auflage. Titel, XII, 356 S. Mit Titelvignette. 20,5 x 12 cm. Pappband d. Z. (etwas berieben) mit rotem RSchild. Berlin, Realschulbuchhandlung, 1818.
Vgl. Hirsch-Hübotter III, 552. Waller 5319 (Erstausgabe von 1815). – Dritte unveränderte Auflage des Erstlingswerkes des späteren Leibarztes von König Friedrich Wilhelm IV., erschienen im Jahr der zweiten Berliner Ausgabe: "... behandelt den damals alle Welt interessierenden Gegenstand mit großer Sorgfalt und mit eingehender Benutzung der gesamten einschlägigen Literatur" (H.-H.). Die Titelvignette zeigt die Nacht, "als die Erzeugerinn alles Schönen und Furchtbaren, Dunkeln und Geheimnisvollen" mit ihren beiden Söhnen, dem Schlaf und dem Tod. – Gebräunt.
Kratzenstein, Christian Gottlieb
Theoria Fluxvs Diabetici eiusque sanandi methodus more geometrico. Halle 1746
Los 312
Schätzung
120€ (US$ 136)
Kratzenstein, Christian Gottlieb. Theoria Fluxvs Diabetici eiusque sanandi methodus more geometrico explicata. 4 Bl., 38 S. Mit gestochener TVignette und Kupfertafel. Lose Fadenheftung ohne Einband. Halle, Karl Hermann Hemmerde, 1746.
Hirsch-Hübotter III, 603. NDB XII, 677f. – Sehr seltene erste Ausgabe der "Theoria fluxus diabetici". Kratzenstein hatte "1746 sein Studium als Dr. phil. und doctor medicinae mit den Schriften 'Theoria electricitatis more geometrico explicata' und 'Theoria fluxus diabetici' ab[geschlossen] und war danach bis 1748 als Professor für Physik an der Universität Halle tätig. Dann folgte er einem Ruf als Professor für Mathematik und Mechanik an die Akademie in Sankt Petersburg. Hier erweiterte er sein physikalisches Arbeitsgebiet durch navigatorische Untersuchungen und schuf beziehungsweise verbesserte mehrere nautische Instrumente (zum Beispiel Magnetnadel, nautische Uhr), die er auf Reisen nach Skandinavien und Sibirien erprobte." (NDB XII, 677f.).
Die Kupfertafel zeigt die medizinischen Heilmethoden und die "geometrischen" Hilfsapparate. – Bindung lose, leicht fleckig, wenige Knicke, sonst unbeschnitten und ordentlich. - Sehr selten.
Müller, Johannes
Zur vergleichenden Physiologie des Gesichtssinnes
Los 313
Schätzung
1.200€ (US$ 1,364)
Müller, Johannes. Zur vergleichenden Physiologie des Gesichtssinnes des Menschen und der Thiere nebst einem Versuch über die Bewegungen der Augen und über den menschlichen Blick. XXXII, 462 S., 1 Bl. Mit 8 (3 teilkolorierten) gefalteten Kupfertafeln. 20 x 12,5 cm. Halbleder d. Z. (etwas berieben, Ecken leicht bestoßen) mit RVergoldung. Leipzig, C. Cnobloch, 1826.
Hirsch-Hübotter IV, 288. Garrison-M. 1257. Waller 6734. Wellcome IV, 194. Engelmann 393. Lesky 460. – Erste Ausgabe einer der frühesten Veröffentlichungen eines der "größten Biologen aller Zeiten" (Hirsch-Hübotter). Fl. Vorsatz mit Verfasserwidmung an einen biographisch nicht weiter nachweisbaren Professor Hüllmann. "In 1826 Müller published an extensive work that attracted the attention of the scientific world: Zur vergleichenden Physiologie ... (which) offered a wealth of new findings on human and animal vision, brillant investigations into the compound eyes of insects and crabs, and truly perceptive analyses of human sight. Moreover, the book recorded the young physiologist's most important achievement, the discovery that each sensory system responds to various stimuli in a fixed, characteristic way - or, as Müller stated, with the energy specific to itself" (DSB IX, 569). Garrison-M. 1257: "Includes Müller's law of specific nerve energies" und 1495: "Includes (p. 73) his explanation of the colour sensations produced by pressure upon the retina." – Gebräunt und etwas stockfleckig.
Oken, Lorenz
Preisschrift über die Entstehung und Heilung der Nabelbrüche
Los 314
Schätzung
450€ (US$ 511)
Oken, Lorenz. Preisschrift über die Entstehung und Heilung der Nabelbrüche. VI S., 1 Bl. , 194 S., 3 Bl. Mit 2 gefalteten Kupfertafeln. 22 x 13,5 cm. Spätere Broschur. Landshut, Philipp Krüll, 1810.
Hirsch-Hübotter IV, 421. – Erste Ausgabe der seltenen Spezialabhandlung, die Lorenz Oken (1779-1851) während seines Aufenthalts auf der Nordeseeinsel Wangerooge von Oktober bis April 1807 vollendete. – Etwas stockfleckig, Titel auch schwach gebräunt. Unbeschnitten und unaufgeschnitten.
Pfitzer, Johann Nicolaus
Vernünfftiges Wunden-Urtheil. Nürnberg, Johann Andreas Endter und Erben Wolfgang Endter des Jüngeren, 1668
Los 315
Schätzung
240€ (US$ 273)
Pfitzer, Johann Nicolaus. Vernünfftiges Wunden-Urtheil, wie man nemlich von allen Wunden deß menschlichen Leibs gründlichen Bericht, ob solche gefährlich, tödtlich, oder nicht, vor Gericht, und anderswo, ertheilen möge. 12 Bl., 192 S. Titel in Rot und Schwarz. 12,5 x 7 cm. Moderner Maroquinband mit goldgeprägtem RSchild. Nürnberg, Johann Andreas Endter und Erben Wolfgang Endter des Jüngeren, 1668.
VD17 75:652093B. Krivatsy 8894.Vgl. Waller 7375. – Erste Ausgabe. Mit einer Vorrede von Johann Georg Volckamer. Johann Nicolaus Pfitzer (1634-1674) war Arzt in Nürnberg, von ihm stammt auch eine Bearbeitung der Faustsage, erschienen erstmals 1674. Ein zweiter erweiterter Druck seiner Wundartznei folgte ebenda 1674. – Titel gebräunt und mit kleinen Randausbrüchen, sonst nur vereinzelt gering fleckig.
[*]: Regelbesteuert gemäß Auktionsbedingungen. [^]: Ausgleich von Einfuhr-Umsatzsteuer.
* Alle Angaben inkl. 25% Regelaufgeld ohne MwSt. und ohne Gewähr – Irrtum vorbehalten.
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