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Lot 1501, Auction  125, Abenteurer auf der Eisenbahn, Der, Ein Blatt für angenehme Unterhaltung. Leipzig, F. Andrä, 1849-1850. - Drei Quartalsjahrgänge

Abenteurer auf der Eisenbahn, Der
Ein Blatt für angenehme Unterhaltung. Leipzig, F. Andrä, 1849-1850. - Drei Quartalsjahrgänge
Los 1501

Schätzung
600€ (US$ 625)

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Nicht im KVK
Der Abenteurer auf der Eisenbahn. Ein Blatt für angenehme Unterhaltung. Herausgegeben von N. Büchner. Jahrgänge 1849 bis 1850, zusammen 39 Hefte. 104 S.; 104 S. Mit zahlreichen Kopfvignetten in Holzschnitt. 25,5 x 20 cm. Halbleder d. Z. (stark berieben und mit Schabspuren, Ecken bestoßen). Leipzig, Friedrich Andrä, (1849-1850).
Estermann 6.249 ("Nicht nachgewiesen."). Nicht bei Diesch und Kirchner. – Drei Quartalsjahrgänge des überaus seltenenen belletristischen Eisenbahnjournals. Vorhanden sind aus dem Jahrgang 1849 die Nummern I-XIII (26. September bis 19. Dezember; Quartal IV) sowie aus dem Jahrgang 1850 die Nummern I-XIII (1. Januar bis 20. März; Quartal I) und XIV (bzw. I)-XIII (27. März bis 19. Juni; Quartal II). Jedes Titelblatt mit kleiner Holzschnittvignette mit einer Lokomotive und Waggons auf einer Brücke vor einer Bergkulisse und jeweils mit der dazugehörigen satirischen Beilage Der Stadtbarbier. Der Redakteuer Büchner zeichnet auch verantwortlich für die in etwa zeitgleich erschienene Zeitschrift mit dem Titel Europäische Eisenbahn. Ein Blatt für die ganze Welt, die zwischen den Jahren 1839 und 1849 erschien (vgl. Diesch 2249a). – Stock- oder braunfleckig, vereinzelte kleine Randeinrisse oder schmale Wasserränder, Vorsätze mit Bleistiftgekritzel. Kein bibliothekarischer Standortnachweis über den KVK. Unter den wichtigen Zeitschriftenbibliographen verweist lediglich Estermann auf Kaysers Vollständiges Bücherlexikon (11/3), wo als einzig greifbare bibliographische Referenz der Jahrgang 1850 genannt ist. Ein Exemplar der naturgemäß viel gelesenen und anschließend häufig makulierten Leipziger Wochenzeitschrift für Bahnreisende hat sich in keiner Bibliothek erhalten.

Arndt, Ernst Moritz
Mährchen und Jugenderinnerungen. Berlin, Reimer, 1818-1843. - Erste Ausgabe
Los 1502

Schätzung
200€ (US$ 208)

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Arndt, Ernst Moritz. Mährchen und Jugenderinnerungen. 2 Teile. VIII, 479; XII, 372 S. Mit 6 getönten Radierungen auf 3 Tafeln von Wilhelm Hensel und 6 Tafeln in Holzstich von Theodor Hosemann. 17 x 10,5 cm. Illustr. OPappband (Ecken und Kanten bestoßen, leicht berieben) mit RSchild sowie späterer Papierumschlag (gebräunt, Randläsuren, kleine Eckknicke) mit hs. RTitel. Berlin, Reimer, 1818-1843.
Goedeke VII, 828, 76. Meisner 84. Bang 126-127. Hobrecker 82. Loh 361, 2. – Erste Ausgabe. Die Aquatinta-Radierungen von Hensel sind die ersten Clair-Obscur-Darstellungen auf dem Gebiet der Märchenillustration. – Zweiter Band durchgängig stark stockfleckig und in einem unaufgeschnittenem Exemplar. Im ersten Band sind vor allem die Vorsatzblätter leicht stockfleckig; das erste unbedruckte Blatt trägt eine montierte Darstellung von Wilhelm Hensel als Pseudofrontispiz, insgesamt jedoch in sehr guter Erhaltung.

Lot 1503, Auction  125, Arnecke, Johann Heinrich, Fahrten eines alten Bremer Seemanns zu Wasser und Land. Bremen, Serlbstverlag, 1867

Arnecke, Johann Heinrich
Fahrten eines alten Bremer Seemanns zu Wasser und Land. Bremen, Serlbstverlag, 1867
Los 1503

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150€ (US$ 156)

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Arnecke, J(ohann) H(einrich). Fahrten eines alten Bremer Seemanns zu Wasser und Land. 4 Bl., 37 S. Mit lithographischem Portrait. 17,5 x 11 cm. OBroschur (etwas fleckig, oberes Kapital leicht eingerissen, mit montiertem Papierschildchen). Bremen, Selbstverlag, 1867.
Erste Ausgabe der maritimen Erinnerungen, die einzige Veröffentlichung des biographisch nicht nachweisbaren Bremer "See- und Kahnschiffers" Johann Heinrich Arnicke (geb. 1807). Bei den Bremern seinerzeit offenbar so beliebt, dass bereits im Folgejahr eine zweite Auflage erschien. Stellenweise auf Plattdeutsch. – Über den KVK lediglich ein Standortnachweis in Bremen.

Lot 1504, Auction  125, Arnim, Ludwig Achim von, Der Wintergarten. Novellen. Berlin, Realschulbuchhandlung, 1809

Arnim, Ludwig Achim von
Der Wintergarten. Novellen. Berlin, Realschulbuchhandlung, 1809
Los 1504

Schätzung
150€ (US$ 156)

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Arnim, Ludwig Achim von. Der Wintergarten. Novellen. XVI, 488 S. 18 x 11 cm. Pappband d. Z. (etwas berieben und beschabt, Ecken und Kapitale bestoßen, VDeckel mit oxidiertem Wappensupralibros). Berlin, Realschulbuchhandlung, 1809.
Goedeke VI, 74, 22. – Erste Ausgabe der Sammlung von Erzählungen, die gemäß einer zeitgenössischen Rezension "eigentlich nur für die Ausserordentlichen, Hochbegeisterten gemacht (sind), die da wo gewöhnlich Sterbliche nur Dunst und Nebel sehen, überirdisch - verklärtes Licht erblicken." – Titel gestempelt. Anfangs und am Schluss etwas fleckig, mehrere Blatt mit großem verblassten Wasserrand. Innenspiegel mit gestochenem Wappenexlibris.

Bahrdt, Karl Friedrich
Geschichte seines Lebens. Wenner, 1790 bzw. Braunschweig, F. Vieweg, 1791. - Erste Ausgabe
Los 1505

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300€ (US$ 313)

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Bahrdt, Karl Friedrich. Geschichte seines Lebens, seiner Meinungen und Schicksale. Von ihm selbst geschrieben. 4 Bände. Mit gestochenem Frontispiz und 3 gestochenen Titelvignetten von Heinrich Lips. 16 x 9,5 cm. Halbleder d. Z. (schwach berieben; Band IV im Rückendekor minimal abweichend gebunden) mit floraler RVergoldung und je 2 goldgeprägten RSchildern. Frankfurt, Varrentrapp und Wenner, 1790 (Band I) bzw. Berlin (d. i. Braunschweig), Friedrich Vieweg, 1791.
Goedeke IV/1, 828, 93a. Jacob-Majewski 408. Hayn-Gotendorf IX, 34. Meyer 385 und 390. Kippenberg I, 2018. Klaiber S. 72. Westphal 108. Beyer-Fröhlich 110 und 178. Borst 612. – Erste Ausgabe der bedeutenden Autobiographie des umstrittenen Außenseiters (1741-1792), die er während seines Gefängnisaufenthalts in Magdeburg verfasste: "Wir begleiten den unsteten Abenteurer auf seiner wechselvollen Lebensreise vom väterlichen Leipzig aus in verschiedene Gegenden Deutschlands, nach der Schweiz, Holland und England, und wir werden dabei in die verschiedenen Lebens- und Berufskreise eingeführt. Eine fast verwirrende Fülle von Persönlichkeiten tritt uns entgegen ... Wir lernen die Universität Erfurt kennen, wie sie war, als Wieland an ihr wirkte, Gießen zu der Zeit, als Goethe es besuchte. Einen besonders hohen Quellenwert hat Bahrdts Werk für die Erziehungs- und Schulverhältnisse jener Tage. Da wird uns das Hauslehrerelend in Leipzig vorgeführt, wir weilen mit dem jungen Bahrdt in der Landesschule Pforta und wir reisen mit ihm nach Dessau zu Basedow" (Hasselberg). "Bahrdts Jugendgeschichte ist bewußt psychologisch dargestellt, mit allen Mitteln der damaligen Seelenkunde analytisch erklärt, und dies nicht schlecht ... Sehr gelungen ist das Buch seiner Kindheit, das man, wenn auch in gebührendem Abstand, nach Moritzens 'Anton Reiser' nennen kann ... Die Lebensgeschichte zeigt, wie dieser Schalk Tendenzen und Maximen, aus der rationalistischen Lebensanschauung gewonnen, verwertet, und trotz reicher Anlagen an mangelndem sittlichen Halt scheitert" (Beyer-Fröhlich). – Titel von Band II gestempelt, der Vorsatz dort alt erneuert. Stellenweise leicht fleckig. Dekorativ gebundenes Exemplar.

Barclay, John
Argenide. Ein historisch-politischer Roman. Berlin, J. F. Unger, 1794. - Erste Ausgabe
Los 1506

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300€ (US$ 313)

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Barclay, John. Argenide. Ein historisch-politischer Roman. Aus dem Lateinischen neu übersetzt vom Verfasser der grauen Mappe. 2 Bände. XXXVI, 588 S.; VIII, 720 S. 17 x 10 cm. Marmorierte Kalbslederbände d. Z. (berieben) mit reicher RVergoldung, goldgeprägtem RSchild, Deckelfilete und Goldschnitt. Berlin, Johann Friedrich Unger, 1794.

VD18 10604901-001. – Erste Ausgabe der Prosaübersetzung durch den Pfarrer Johann Christian Ludwig Haken (1767-1835). Das Hauptwerk des schottischen Dichters John Barclay (1582-1621) stellt eine politische Allegorie in Romanform dar und behandelt die religiösen Auseinandersetzungen im Frankreich des 16. Jahrhunderts; der Erstdruck erschien 1621, in Barclays Todesjahr, in Paris. Es folgten zahlreiche Auflagen und Übersetzungen; die erste deutsche Übertragung fertigte Martin Opitz 1626. – Nur vereinzelte schwache Stockflecken. Schönes Exemplar auf feinem Vélin im dekorativen Lederband.

Lot 1507, Auction  125, Benkowitz, Karl Friedrich, Natalis oder die Schreckensscene auf dem St. Gotthard. Leipzig, H. Gräff, 1801

Benkowitz, Karl Friedrich
Natalis oder die Schreckensscene auf dem St. Gotthard. Leipzig, H. Gräff, 1801
Los 1507

Schätzung
150€ (US$ 156)

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(Benkowitz, Karl Friedrich). Natalis oder die Schreckensscene auf dem St. Gotthard. Eine Geschichte zur Verherzigung aller, denen Gewalt auf Erden verliehen ist. 4 Bl., 346 S., 2 w. Bl. 16 x 9,5 cm. Halbleder d. Z. mit 2 goldgeprägten RSchildern und RVergoldung. Leipzig, Heinrich Gräff, 1801.
Vgl. Goedeke V, 491, 13 (erste Ausgabe). Holzmann-Bohatta III, 6533. – Zweite Auflage, ein Jahr nach der ersten Ausgabe erschienen. – Die ersten und letzten Blatt leicht leimschattig, ansonsten wenig fleckig. Gutes und dekorativ gebundenes Exemplar. Selten im Handel.

Lot 1508, Auction  125, Benkowitz, Karl Friedrich, Der Zauberer von Angelion in Elis. Wien und Prag, F. Haas, 1798

Benkowitz, Karl Friedrich
Der Zauberer von Angelion in Elis. Wien und Prag, F. Haas, 1798
Los 1508

Schätzung
180€ (US$ 188)

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Benkowitz, Karl Friedrich. Der Zauberer von Angelion in Elis. Eine Geschichte seltsamen Inhalts. 175 S. Mit Kupfertitel mit Vignette und gestochenem Frontispiz. 15,5 x 9,5 cm. Leder d. Z. (etwas berieben, Ecken schwach bestoßen) mit floraler RVergoldung und goldgeprägtem RSchild. Wien und Prag, Franz Haas, 1798.
VD18 11868155. Vgl. Goedeke V, 491, 9, 4. – Gekürzter Wiener Nachdruck aus dem Jahr der zweibändigen Berliner Erstausgabe von Friedrich Maurer. Der aus Ülzen stammende Theologe und spätere Glogauer Kammersekretär Karl Friedrich Benkowitz (1764-1807) starb tragisch, nachdem er sich am 19. März 1807 aus dem Fenster stürzte. – Wohlerhalten.

Lot 1509, Auction  125, Bibliothek der Romane, Sammlung von 14 Teilen in 7 Bänden. Berlin, C. F. Himburg bzw. Riga, Hartknoch, 1779-1793

Bibliothek der Romane
Sammlung von 14 Teilen in 7 Bänden. Berlin, C. F. Himburg bzw. Riga, Hartknoch, 1779-1793
Los 1509

Schätzung
300€ (US$ 313)

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Bibliothek der Romane. Sammlung von 14 Teilen in 7 Bänden. Mit 14 gestochenen Frontispices und 14 gestochenen Titelvignetten. 16 x 10 cm. Halbleder d. Z. (etwas fleckig, berieben und bestoßen) mit floraler RVergoldung und je 2 goldgeprägten Schildern. Berlin, Christian Friedrich Himburg bzw. Riga, Hartknoch, 1779-1793.
VD18 90293215. – Die Teile III und IV sowie IX bis XX der umfangreichen Reihe, die von 1778 bis 1794 in insgesamt 21 Bänden erschien. Herausgeber war der Gothaer Bibliothekar und Theaterdirektor Heinrich August Ottokar Reichard (1751-1828). "Die Romane waren die ersten Bücher der meisten Völker. Sie enthalten die treuesten Schilderungen unsrer Zeiten, unsrer Gebräuche, unsrer Fehler und Tugenden" (Vorrede aus Band I). Die Bände gliedern sich jeweils in die fünf Abteilungen Ritterromane, Volksromane, deutsche Romane, ausländische Romane sowie "Episoden und kleine Geschichten". – Wohlerhalten.

Bielfeld, Jakob Friedrich
Freundschaftliche Briefe. Danzig und Leipzig, Daniel L. Wedel, 1765. - Erste deutsche Ausgabe der Briefesammlung von Jakob Friedrich Bielfeld
Los 1510

Schätzung
250€ (US$ 260)

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Bielfeld, (Jakob Friedrich). Freundschaftliche Briefe nebst einigen andern. Aus dem Französischen. 2 Bände. 3 Bl., 450 (recte: 488) S.; 470 S., 5 Bl. (l. w.). Mit 2 wiederholten gestochenen Titelvignetten. 16,5 x 10 cm. Kalbsleder d. Z. (schwach fleckig und berieben) mit reicher floraler RVergoldung und je 2 farbigen goldgeprägten RSchildern. Danzig und Leipzig, Daniel Ludwig Wedel, 1765.
ADB II, 624. – Erste deutsche Ausgabe der Briefsammlung des Altenburger Freimaurers und politischen Schriftstellers Jakob Friedrich Bielfeld (1717-1770); der Erstdruck seiner auf Französisch verfassten Briefe erschien 1763 unter dem Titel Lettres familières et autres. Reichhaltige Quelle mit lebendigen Einblicken in seine Lebensgeschichte und die Verhältnisse an den europäischen Höfen, insbesondere des preußischen. – Vorderes Innengelenk von Band II leicht angeplatzt. Wohlerhaltenes und dekorativ gebundenes Exemplar mit leuchtender Rückenvergoldung.

Lot 1511, Auction  125, Bodmer, Johann Jakob, Critische Betrachtungen über die Poetischen Gemählde der Dichter. Zürich, Conrad Orell, 1741. - Erste Ausgabe

Bodmer, Johann Jakob
Critische Betrachtungen über die Poetischen Gemählde der Dichter. Zürich, Conrad Orell, 1741. - Erste Ausgabe
Los 1511

Schätzung
400€ (US$ 417)

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Bodmer, Johann Ja(k)ob. Critische Betrachtungen über die Poetischen Gemählde der Dichter. Mit einer Vorrede von J. J. Breitinger. 8 Bl., 640 S. 18 x 10,5 cm. Pergament d. Z. (etwas berieben) mit goldgeprägtem RTitel. Zürich, Conrad Orell, 1741.
Goedeke IV/1, 10, 13. – Erste Ausgabe der einflussreichen kritischen Schrift in der Bodmer (1698-1783) sich gegen Gottsched (1700-1766) richtet. – Vorsatz mit kleinem hs. Besitzvermerk. Kaum fleckiges, schön erhaltenes Exemplar.

Lot 1512, Auction  125, Böttiger, Karl August, Entwickelung des Ifflandischen Spiels in vierzehn Darstellungen. Leipzig, G. J. Göschen, 1796. - Erste Ausgabe

Böttiger, Karl August
Entwickelung des Ifflandischen Spiels in vierzehn Darstellungen. Leipzig, G. J. Göschen, 1796. - Erste Ausgabe
Los 1512

Schätzung
150€ (US$ 156)

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(Böttiger, Karl August). Entwickelung des Ifflandischen Spiels in vierzehn Darstellungen auf dem weimarischen Hoftheater im Aprillmonath (!) 1796. XVI, 407 S. 17 x 10,5 cm. Moderner Pergamentband im Stil d. Z. (Deckel schwach geworfen) mit hs. RTitel. Leipzig, Georg Joachim Göschen, 1796.
Goedeke IV/1, 678, 2. – Erste Ausgabe. Beschreibt Iffland in vierzehn verschiedenen Rollen, vielfach in eigenen Stücken, u. a. auch als Franz Moor in Schillers Räubern bzw. Egmont in Goethes gleichnamigem Schauspiel. Karl August Böttiger (1760-1835), der gelehrte klassische Philologe, Archäologe und Berater Goethes, versucht, in dieser seiner ersten selbständigen Veröffentlichung "einem so schnell vorübergehenden, nur in der veränderlichsten Mannigfaltigkeit und in der stets wechselnden Aufeinanderfolge gegründeten Kunstwerke ein dauerhafteres Andenken" zu stiften (S. VI/VII), wie ja auch "Franzosen und Engländer ihre großen Schauspieler in einzelnen sehr interessanten Situationen abgebildet und vervielfältigt" haben. August Wilhelm Iffland war neben A. v. Kotzebue einer der erfolgreichsten Dramatiker und Schauspieler seiner Zeit. Weimar erlebte unter Goethes Direktion mehr als 350 Aufführungen von über 30 Stücken Ifflands. Auf vier Gastspielreisen trat Iffland auch selbst in Weimar auf. So gab er im Frühjahr 1796 vierzehn Vorstellungen, die Böttiger aufmerksam verfolgt hat. – Etwas gebräunt und stockfleckig, Titel mit hs. ergänzter Zeichnung einer Theatermaske.

Lot 1513, Auction  125, Brauthut, Die, Nach dem Englischen

Brauthut, Die
Nach dem Englischen
Los 1513

Schätzung
300€ (US$ 313)

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Die Brauthut. Nach dem Englischen. 2 Bl., 291 S. 16,5 x 9,5 cm. Halbleder d. Z. (gering berieben, Ecken leicht bestoßen) mit Papierrückenschild. Braunschweig, Wiesike, 1821.
Wohl die einzige deutsche Ausgabe der anonymen freien Bearbeitung nach dem englischen Original, der einzige Hinweis auf den Verfasser sind dessen Initialen J. W. F. am Schluss der Vorrede. Sehr seltener Briefroman, dessen galante Handlung in der südenglischen Stadt Bath spielt. – Etwas fleckig. Über den KVK nur ein Standortnachweis in Göttingen.

Lot 1514, Auction  125, Brentano, Clemens, Der Goldfaden. Heidelberg, Mohr und Zimmer, 1809

Brentano, Clemens
Der Goldfaden. Heidelberg, Mohr und Zimmer, 1809
Los 1514

Schätzung
300€ (US$ 313)

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Brentano, Clemens. Der Goldfaden eine schöne alte Geschichte, wieder herausgegeben. 1 Bl., 371 S., 1 Bl. (Errata). Mit 25 Textkupfern von Ludwig Emil Grimm. 20 x 12 cm. Umschlag d. Z. (lädiert) mit RSchild in mordernem Schuber. Heidelberg, Mohr und Zimmer, 1809.
Goedeke VI, 60, 17. Mallon 33. Borst 1086. Rümann 133. – Erste Ausgabe von Brentanos Bearbeitung des gleichnamigen Romans von Jörg Wickram (Straßburg 1557). Brentano plante den Goldfaden als ersten Band für eine Reihe mit dem Hauptitel Sammlung deutscher Volksromane nach den ältesten Ausgaben. Ludwig Emil Grimm ahmte in seinen Illustrationen die Holzschnitt-Technik des 16. Jahrhunderts nach, so dass seine Kupferstiche bei Mallon als "Holzschnittvignetten" geführt werden. – Unbeschnitten. Schnitt gebräunt, innen etwas stockfleckig. Ordentliches Exemplar.

Lot 1515, Auction  125, Brentano, Clemens, Viktoria und ihre Geschwister. Berlin, F. Maurer, 1817. - Erste Ausgabe

Brentano, Clemens
Viktoria und ihre Geschwister. Berlin, F. Maurer, 1817. - Erste Ausgabe
Los 1515

Schätzung
150€ (US$ 156)

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Brentano, Clemens. Viktoria und ihre Geschwister, mit fliegenden Fahnen und brennender Lunte. Ein klingendes Spiel. XVI, 223 S. Mit gestochenem Aquatinta-Titel und 3 gefalteten Musikbeilagen. 17,5 x 11 cm. Neuerer marmorierter Halblederband mit dezenter RVergoldung und goldgeprägtem RSchild. Berlin, Friedrich Maurer, 1817.
Goedeke VI, 61, 31. Mallon 66. Rümann 136. – Erste Ausgabe. Brentanos patriotisches Festpiel über die Leipziger Völkerschlacht war schon 1813 fertiggestellt und für eine Aufführung auf dem Theater an der Wien vorgesehen. Brentano berichtete im Dezember 1813 Ludwig Achim von Arnim von der Ablehnung des Intendanten Graf Pálffy (oder Unterdrückung durch die Zensur?), so dass es erst 1817 in Berlin zum Druck kam. Den radierten Titel hat Brentano selbst entworfen. – Feuchtrandiges und etwas angestaubtes Exemplar, unaufgeschnitten, die Notenblätter mit Knickspuren.

Brockes, Barthold Heinrich
Aus dem Englischen übersetzte Jahres-Zeiten des Herrn Thomson. Hamburg, C. Herold, 1745. - Erste Ausgabe
Los 1516

Schätzung
250€ (US$ 260)

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Brockes, B(arthold) H(einrich). Aus dem Englischen übersetzte Jahres-Zeiten des Herrn Thomson. Zum Anhange des Irdischen Vergnügens in Gott. 15 Bl., 543 S. Titel in Rot und Schwarz. Mit gestochenem Frontispiz und 4 Kupfertafeln. 17,5 x 11 cm. Pergament d. Z. mit goldgeprägtem RTitel. Hamburg, Christian Herold, 1745.
Goedeke III, 342, 42, 7. Dünnhaupt 836, 31. Schröder I, 460, 12. Faber du Faur 1396. Lanckoronska-Oehler I, 67. – Erste Ausgabe. "English and German on opposite pages. Brockes takes no more pains than in the case of Marino to reproduce the meter of the original. In fact here he keeps even more closely to his own manner" (Faber du Faur). Das schöne Frontispiz zeigt die Erdkugel in floraler Umrahmung, an den vier Ecken schweben Putten, welche die vier Jahreszeiten verkörpern. Die Tafeln mit allegorischen Landschaften zu den jeweiligen Jahreszeiten. – Die Kupfer im Seitenrand etwas knapp beschnitten. Wohlerhaltenes Exemplar.

Lot 1517, Auction  125, Brown, David Peter, Sertorius: Or, the Roman Patriot. A Tragedy. Philadelphia 1836. - Mit Verfasserwidmung

Brown, David Peter
Sertorius: Or, the Roman Patriot. A Tragedy. Philadelphia 1836. - Mit Verfasserwidmung
Los 1517

Schätzung
200€ (US$ 208)

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Brown, David Peter. Sertorius: Or, the roman patriot. A tragedy. 87 S. 22,5 x 14,5 cm. Maroquin d. Z. (Ecken, Gelenke und Kapitale etwas beschabt, gering berieben und bestoßen) mit reicher Goldprägung. Philadelphia, Seyfert & Phillips für Carey & Hart, 1836.
Vgl. Sabin 8465. – Zwei Schauspiele des Schriftstellers und Politikers in erster Ausgabe. – Die Seiten 13-18 stärker fleckig. Leicht gebräunt, vor allem in den Rändern etwas braun- und stockfleckig. Fl. Vorsatz mit Verfasserwidmung. Exemplar in dekorativem Einband aus der Bibliothek der Könige von Hannover. – Nachgebunden: Derselbe. The prophet of St. Paul's. A play, in five acts. 1 Bl., 50 S. Ebenda 1830.

Büchner, Georg
Danton's Tod. Frankfurt, J. D. Sauerländer, 1835. - Erste Ausgabe.
Los 1518

Schätzung
4.500€ (US$ 4,688)

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Büchner, Georg. Danton's Tod. Dramatische Bilder aus Frankreichs Schreckensherrschaft. 152 S., 4 Bl. 15 x 10 cm. Pappband (leicht berieben und bestoßen) mit goldgeprägtem RTitel. Frankfurt, J. D. Sauerländer, 1835.
Borst 1744. DLL II, 255f. – Erste Ausgabe. Das Werk ist das einzige, das noch zu Georg Büchners (1813-1837) Lebzeiten veröffentlicht wurde. Im selben Jahr erschien im Literaturblatt "Phönix: Frühlings-Zeitung für Deutschland" eine von Karl Gutzkow (1811-1878) herausgegebene Fassung. – Teils papierbedingt leicht gebräunt, Titel und erste drei Blätter mit leichtem Feuchtrand sowie vereinzelt leicht braunfleckig. Insgesamt gutes Exemplar. Sehr selten. Aus der Sammlung Herbert Blank (1929-2023).

Lot 1519, Auction  125, Burton, Robert, The Anatomy of Melancholy. The second edition. Oxford 1624. - Zweite Auflage

Burton, Robert
The Anatomy of Melancholy. The second edition. Oxford 1624. - Zweite Auflage
Los 1519

Schätzung
6.000€ (US$ 6,250)

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(Burton, Robert). The Anatomy of Melancholy: What is. With all the kindes, causes, symptomes, prognosticks, and several cures of it. Philosophically, medicinally, historically opened and cut up, by Democritus Iunior (Pseud.). 3 Teile in einem Band. 2 Bl., 64 S. (Vorrede); 2 Bl., 188 S.; 2 Bl., S. 189-332; 1 Bl., S. 333-557 (recte 567), 3 Bl. (Register "The Table"). 27,5 x 17,5 cm. Dunkelbrauner Lederband d. Z. (etwas berieben und bestoßen; Gelenke teils beschabt) mit vergold. einfachen Deckelfileten, dezenter RVergoldung und goldgepr. RTitel. Oxford, J. Lichfield und J. Short für H. Cripps, 1624.
STC 4160. Madan 521. Jordan-Smith 2. Krivatsky 1968. PMM 253. – Die zweite Auflage eines der einflussreichsten und faszinierendsten Bücher seiner Zeit, vom Autor gegenüber der ersten Auflage von 1621 bedeutend erweitert und hier erstmals im Folio-Format erschienen.
"Die 'Anatomie' war, wie die Geschichte ihrer Auflagen zeigt, eines der beliebtesten Bücher des 17. Jahrhunderts. Das ganze gebildete Wissen der Zeit wie auch ihr Humor - und ihre Pedanterie - sind in ihm enthalten. Sie hat manches gemeinsam mit Brants Narrenschiff, Erasmus' Lob der Torheit und Mores Utopia, mit Rabelais und Montaigne und übte gleich allen diesen beträchtlichen Einfluß auf das Denken der Zeit aus" (Carter-Muir, S. 239, nach PMM).
Robert Burton (1577-1640) ging als junger Mann zum Studium nach Oxford, wurde 1599 als "life fellow" an das Christ Church College berufen und wirkte hier bis zu seinem Tod. Nur wenige Jahre später studierte auch John Locke an diesem College, als eine von vielen Berühmtheiten dieser legendären Lehranstalt. 1614 erwarb Burton den Titel eines Bachelor in Divinity und zwei Jahre später wurde er Pfarrer an der St Thomas the Martyr's Church, einer der ältesten Kirchen Oxfords. Hier, sowie in den Grafschaften Lincolnshire und Leicestershire, wo er von einem Earl of Berkeley eine Schenkung erhielt, führte er ein Leben, das er als "silent, sedentary, solitary" umschrieb. Gleichwohl verhinderte dieser für einen Gelehrten jener Zeit typische Habitus nicht das rege Interesse an weltlichen Ereignissen und den geistigen Strömungen. 1606 verfasste Burton die lateinische Komödie Philosophaster, die Motive aus The Alchemist von Ben Jonson aufgriff und 1618 am Christ Church College uraufgeführt wurde. "Kleinere Arbeiten" (C.-M.) folgten, bis der schriftstellernde anglikanische Kleriker sich schließlich ganz seinem Lebenswerk widmete, der "Anatomy of Melancholy ... a masterpiece of style and a valuable index to the philosophical and psychological ideas of the time" (Encyclopedia Britannica). Das Buch erschien 1621 und fand großen Anklang. Bis 1676 wurden sieben, teils von Burton selbst überarbeitete, erweiterte und veränderte Auflagen gedruckt. Nach seinem Tod 1640 erschien die sechste Auflage, die auf seinem Handexemplar mit den zuletzt vorgenommenen Korrekturen beruhte. Erst die dritte Auflage von 1632 erhielt einen ikonographisch aufschlussreichen Kupfertitel.
Die Anatomie der Melancholie ist ein Werk von stupender Gelehrsamkeit, ausufernd, monoman, zitierwütig und originell in der Zusammenstellung von Reflexionen und Inhalten aus Werken der Naturwissenschaft, Medizin, Philosophie und Literatur. Dabei pedantisch auf die ausgeschöpften Quellen fixiert: allein das Vorwort hat 800 in den Fußnoten nachgewiesene Belegstellen, von nahezu 7000 im Gesamtwerk. In einer deutschen, 1991 erschienenen Ausgabe von Ulrich Horstmann, wird Walter Jens mit dem Satz zitiert: "Ein Buch ohne Beispiel: alexandrinisch und verrückt, gelehrt und irre, der Scholastik verpflichtet und, wenn man so will, Jean Paul präludierend". Scholastisch der strenge Aufbau, so wird jeweils am Anfang der drei großen thematischen Abteilungen der behandelte Stoff mit einer Synopsis graphisch zur Anschauung gebracht. Der Inhalt: Das Eingangskapitel definiert den Gegenstand, beschreibt das Phänomen Melancholie, seine Symptome und Ursachen. Es folgen die Mittel zur Heilung im zweiten Teil. Dieser überrascht mit weiten Abschweifungen, etwa der Beschreibung fremder Länder, die Burton allein der umfassenden Lektüre von Kosmographien verdankt. Als Vorläufer des kantschen Widerwillens zu reisen hat sich Burton kein einziges Mal in die Ferne begeben. Hingegen kennt er das Landleben zur Genüge und würdigt daher anschaulich die Freuden und Genüsse rustikaler Befindlichkeit. Der letzte Teil behandelt die Melancholie im religiösen Kontext und als "Obiect of Love". Ob Burton als Verfasser dieses kühnen monografischen Wurfes zu einem schwer fassbaren Phänomen - das von der "Schwarzgalligkeit" bis zur "Depression" reicht - als "Naturtalent in Sachen Seelenkunde" (U. Horstmann) anzusehen ist, kann nur ermessen, wer das ungeheure Textgebirge der Anatomy of Melancholy bewältigt hat. Was darin als "modern" zu deklarieren wäre, die Psychologie, die allzumenschlichen Verästelungen des Empfindens, die Arbeit am Begriff, wird bei Burton ebenso offenbar wie die unmittelbare Begegnung mit einem Menschen des 17. Jahrhunderts, der (im heutigen Sprachgebrauch) an Depressionen litt und der Conditio humana analytisch zu Leibe rückte, ohne die Trostgründe der christlichen Heilslehre aufzusuchen. Der von der Renaissance, über die Romantik bis zur Moderne virulente Begriff "Melancholie" - Namedropping: Dürer, Caspar David Friedrich, Munch, Malewitsch, Pollock - bekam mit Burtons Anatomy of Melancholy ein Fundament, das die Jahrhunderte mühelos überwand und für immer Bestand haben wird.
Paginierungsfehler: S. 372 (statt 371); S. 380 springt zurück auf S. 370; S. 372 statt S. 371; S. 389 statt S. 383 (von alter Hand korrigiert); S. 455 statt S. 457.
S. 95/96 verbunden (nach S. 97); S. 283/284 ebenso (nach S. 285). – Insgesamt wohlerhaltenes Exemplar mit den zu erwartenden Altersspuren: etwas gebräunt; hin und wieder braunfleckig; über mehrere Lagen hinweg wasserrandig oder fleckig im unteren rechten Eckbereich (S. 41-63); S. 387 (recte 397) rechte Ecke abgerissen (ohne Textverlust).

Lot 1520, Auction  125, Butler, Samuel, Hudibras. London, C. Hitch, 1764. - Zweite Auflage

Butler, Samuel
Hudibras. London, C. Hitch, 1764. - Zweite Auflage
Los 1520

Schätzung
300€ (US$ 313)

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Butler, Samuel. Hudibras, in three parts, written in the time of the late wars, corrected and amended with large annotations and a preface by Zachary Grey. Zweite Ausgabe. 2 Bände. 1 Bl., XIV, XXXVI, 424 S., 8 Bl.; 1 Bl., 446 S., 12 Bl. Mit gestochenem Porträt und 16 teils gefalteten Kupferstichtafeln. Modernes Halbleder (leicht berieben) mit goldgeprägtem RSchild. London, Hitch u.a. 1764.
Zweite Auflage. – Etwas stockfleckig.

Lot 1521, Auction  125, Butler, Samuel, Hudibras. London, T. McLean, 1819. - Erste Ausgabe

Butler, Samuel
Hudibras. London, T. McLean, 1819. - Erste Ausgabe
Los 1521

Schätzung
150€ (US$ 156)

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Butler, Samuel. Hudibras, a Poem. With Notes, Selected from Grey and Other Authors; to which are Prefixed, a Life of the Author, and a Preliminary Discourse on the Civil War, & C. 2 Bände. LXXIV, 444; 494 S. Mit 12 kolorierten Aquatinta-Tafeln von John Heaviside Clark. 21 x 12,5 cm. Leder d. Z. (Rücken erneuert und auf Leinen aufgezogen unter Verwendnung des ursprünglichen Rückens; Deckel etwas berieben). London, Thomas McLean, 1819.
Tooley 80f. – Erste Ausgabe mit den kongenialen Illustrationen Clarks. – Vorsätze erneuert, papierbedingt leicht gebräunt und etwas stock- und fingerfleckig.

Lot 1522, Auction  125, Caraccio, Antonio, L'imperio vendicato. Rom, Tinassi, 1690. - Zweite Auflage

Caraccio, Antonio
L'imperio vendicato. Rom, Tinassi, 1690. - Zweite Auflage
Los 1522

Schätzung
200€ (US$ 208)

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Caraccio, Antonio. L'imperio vendicato. 6 Bl., 473 S., 3 Bl. Mit Holzschnitt-Druckermarke und gestochenem Frontispiz. 23 x 17,5 cm. Leder d. Z. (stärker berieben und etwas beschabt, Rücken mit Wurmgängen und Fehlstellen). Rom, Tinassi, 1690.
Gamba 1839. Graesse II, 44. Brunet I, 1569. Quadrio VI, 690. Parenti 126. Belloni 198. – Zweite Auflage des erstmals 1679 erschienenen Lyrikbands. – Leicht gebräunt, stellenweise braunfleckig, gelegentlich etwas feuchtrandig.

Lot 1523, Auction  125, Caraccioli, Louis-Antoine de, Le livre a la mode. Paris, J.-F. Bassompierre, um 1760. - Komplett in Rot gedruckte Satire

Caraccioli, Louis-Antoine de
Le livre a la mode. Paris, J.-F. Bassompierre, um 1760. - Komplett in Rot gedruckte Satire
Los 1523

Schätzung
150€ (US$ 156)

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(Caraccioli, Louis-Antoine de). Le livre a la mode. Nouvelle édition, marquetée, polie & vernissée. XXXVIII, 88 S. 14 x 8,5 cm. Leder d. Z. (berieben und bestoßen, VDeckel mit Wurmspuren) mit RVergoldung und goldgeprägtem RSchild. "En Europe, chez les libraires, 1000700509" (d. i. Paris, Jean-François Bassompierre, um 1760).
Komplett in Rot gedruckte Satire des für seine im typographischen Farbdruck hergestellten Bücher bekannten Marquis Louis-Antoine Caraccioli (1719-1803). – Wohlerhalten.

Lot 1524, Auction  125, Castelli, Ignaz Franz, Zerrbilder menschlicher Thorheiten und Schwächen. Mit 30 kolor. Kupfertafeln. Wien 1818

Castelli, Ignaz Franz
Zerrbilder menschlicher Thorheiten und Schwächen. Mit 30 kolor. Kupfertafeln. Wien 1818
Los 1524

Schätzung
3.000€ (US$ 3,125)

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Von "Modenarren" und "Kaffeh-Schwestern"
Castelli, I(gnaz) F(ranz). Zerrbilder menschlicher Thorheiten und Schwächen. Mit epigrammatischen Erklärungen begleitet. 66 S. Mit 30 kolorierten Kupfertafeln von Matthaeus Loder nach Joseph Stöber. 23 x 16 cm. Marmorierter Halbleinenband d. Z. (berieben, Kanten etwas beschabt und bestoßen, Rückdeckel mit rötlichem Farbfleck) mit goldgeprägter (oxidierter) RVergoldung und RTitel. Wien, Anton Strauss für Franz Härter, 1818.
Rümann 1217. Hayn-Gotendorf IV, 226. – Seltene Originalausgabe der höchst amüsanten Folge von "prachtvoll colorierten satyrischen Kupfertafeln" (H.-G.), die verschiedene menschliche Schwächen, Leidenschaften und Genussüchte karikieren; ein Nachdruck erschien 1913 in Wien. "Indem wir dem Publicum diese Zerrbilder menschlicher Thorheiten und Schwächen übergeben, wollen wir nicht, - wie es die Engländer und Franzosen meisten Theils mit ihren Karrikaturen halten, - einzelne, bestimmte Personen dadurch zur Schau stellen und lächerlich machen. Es sollen nicht Gestalten zum Vorschein kommen, auf welche jeder aus dem Publicum sogleich mit Fingern hindeuten und sagen kann: 'Seht, dieses Zerrbild stellt diesen oder jenen bekannten Mann vor, es sind ganz seine Züge, nur etwas mehr in die Länge oder Breite gezogen!' - Nein! - während Jene selbst die heiligsten Personen zum Ziele des Spottes herabwürdigen, soll uns auch selbst die unbedeutendste Person zum Hohne zu heilig seyn" (Vorrede).
Unter den verspotteten Schwächen finden sich "Die Zerstreuten", Liebende, "Modenarren", "Hundenärrin", "Zeitungsnarr", "Tabakschnupfer", "Tabakraucher", "Nimmersatt", "Säufer", "Kaffeh-Schwestern", "Der hochmüthige Narr", "Tanz-Narren", "Der eifersüchtige Narr", "Putzsucht", ferner Spieler, Schmetterlingsfänger und eine Kartenlegerin. Die in epigrammatischer Form gehaltenen und an den Stil Lichtenbergs erinnernden Erläuterungen stammen von dem Wiener Dichter, Dramatiker und Herausgeber verschiedener Periodika Ignaz Franz Castelli (1781-1862). – Etwas stockfleckig, die Kupfer zumeist gleichmäßig gebräunt. Vorderes Innengelenk angeplatzt, fl. Vorsätze alt erneuert, eine Tafel im Bug verstärkt.

Lot 1525, Auction  125, Cats, Jacob, Alle de Wercken. Amsterdam, D. van den Dalen (u. a.) sowie Utrecht, W. van de Water 1700. – Vollständiges Exemplar der maßgeblichen Gesamtausgabe

Cats, Jacob
Alle de Wercken. Amsterdam, D. van den Dalen (u. a.) sowie Utrecht, W. van de Water 1700. – Vollständiges Exemplar der maßgeblichen Gesamtausgabe
Los 1525

Schätzung
350€ (US$ 365)

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Cats, Jacob. Alle de Wercken. 3 Teile in 2 Bänden. 11 Bl., 666 S., 5 Bl.; 9 Bl., 608, 67 S. Mit 3 gestochenen Titelvignetten, 5 gestochenen Portraits, 5 (davon 3 doppelblattgroßen) Kupfertafeln und über 400 Textkupfern. 39,5 x 25 cm. Pergament d. Z. (Gelenke brüchig, Band I mit kleiner Fehlstelle am unteren Kapital, Band II etwas geworfen) mit Deckelblindprägung. Amsterdam, D. van den Dalen (u. a.) sowie Utrecht, W. van de Water 1700.
Graesse II, 85. Vgl. Hayn-Gotendorf I, 574. – Vollständiges Exemplar der maßgeblichen Gesamtausgabe, gleichzeitig die letzte mit diesen prächtigen Illustrationen. – Exlibris. Wenig fleckig, im Rand teilweise leicht gebräunt. Insgesamt ein wohlerhaltenes und sauberes Exemplar, die schönen emblematischen Kupfer in sehr kontrastreichem Abdruck.

Lot 1526, Auction  125, Chamisso, Adelbert von, Werke. Leipzig, Weidmann, 1836-1839. - Prachtexemplar einer Adelsbibliothek

Chamisso, Adelbert von
Werke. Leipzig, Weidmann, 1836-1839. - Prachtexemplar einer Adelsbibliothek
Los 1526

Schätzung
450€ (US$ 469)

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Chamisso, Adelbert von. Werke. 6 Bände. Mit 2 gestochenen Portraits, 5 (1 koloriert) Kupfertafeln, 2 Kupferstichkarten und gefalteter Tabelle. 17,5 x 11 cm. Halbleder d. Z. (Rücken stark ausgeblichen, Rückdeckel von Band III mit Knickspur, eine Ecke von Band III gebrochen, vorderes Gelenk von Band IV angeplatzt) mit ornamentaler RVergoldung und goldgeprägter Verfasserangabe. Leipzig, Weidmann, 1836-1839.
Goedeke VI, 153, 50. Rümann 2310 (nur 4 Bände). – Erste Gesamtausgabe. Die Bände V und VI enthalten die Briefe und die seit 1836 erschienenen Gedichte und Prosaaufsätze, zu denen der Herausgeber J. E. Hitzig eine Biographie fügte. Die vier reizenden Radierungen zu Peter Schlemihl stammen von Adolf Schrödter, die zwei Portraits (eines in Ganzfigur, sitzend) von C. Barth und X. Steifensand nach Reinick und Weiß. – Exemplar einer Adelsbibliothek mit bemerkenswert schöner Rückenvergoldung. Titel und Vorsätze mit Wappenstempel in Blindprägung, ferner mit dezenter Ziffernsignatur sowie Besitzeintrag in Tinte.

Chamisso, Adelbert von
Werke. Leipzig, Weidmann, 1836-1839
Los 1527

Schätzung
150€ (US$ 156)

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Chamisso, Adelbert von. Werke. 6 Bände. Mit 2 gestochenen Portraits, 5 (1 kolorierte) Kupfertafeln und gefalteter Tabelle. 17,5 x 11 cm. Pappbände d. Z. mit montierten VDeckelschildern (berieben, Rücken nachgedunkelt, Ecken bestoßen). Leipzig, Weidmann, 1836-1839.
Goedeke VI, 153, 50. Rümann 2310 (nur 4 Bände). – Erste Gesamtausgabe. Die Bände V und VI enthalten die Briefe und die seit 1836 erschienenen Gedichte und Prosaaufsätze, zu denen der Herausgeber J. E. Hitzig eine Biographie fügte. Die vier reizenden Radierungen zu Peter Schlemihl stammen von Adolf Schrödter, die zwei Portraits (eines in Ganzfigur, sitzend) von C. Barth und X. Steifensand nach Reinick und Weiß. – Die 2 Karten fehlen. Titel verso gestempelt "F. F. Bibliothek Donaueschingen". Etwas stockfleckig, teils papierbedingt gebräunt, insgesamt dennoch schön erhalten.

Lot 1528, Auction  125, Combe, William, Des Doktor Syntax Reise. Berlin, F. Maurer, 1822. - Erste deutsche Ausgabe

Combe, William
Des Doktor Syntax Reise. Berlin, F. Maurer, 1822. - Erste deutsche Ausgabe
Los 1528

Schätzung
250€ (US$ 260)

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(Combe, William). Des Doktor Syntax Reise. Ein Gedicht in sechsundzwanzig Gesängen nebst dreißig kolorierten Steinstichen. Herausgegeben zum Besten der Königl. Preuß. General-Post-Armenkasse. XVIII S., 1 Bl., 336 S. Mit lithographischem Titel, 30 kolorierten lithographischen Tafeln und lithographischer Schlussvignette von F. E. Rademacher. 23,5 x 14 cm. Späterer Pappband (etwas fleckig, berieben und bestoßen). Berlin, Friedrich Maurer, 1822.
Rümann 1807 (irrtümlich 50 statt 30 Illustrationen). Tooley S. 346. Grego II, 373. – Erste deutsche Ausgabe. Das zuerst im "Political Magazine" unter dem Titel The Schoolmasters Tour erschienene karikaturistische Werk erreichte schon mit seiner ersten Ausgabe Popularität und Beliebtheit. – Im Rand schwach gebräunt, sonst wohlerhalten. Vorsatz mit mehreren hs. Einträgen, die das Exemplar über mehrer Generationen (1863-1989) im Besitz der Marburger bzw. später Kasseler Familie Thiele ausweisen, darunter ein vierstrophiges rührseliges Widmungsgedicht aus dem Jahr 1863 ("Meiner lieben Mutter zu Weihnachten").

Lot 1529, Auction  125, Contessa, Carl Wilhelm, Schriften, Leipzig, Göschen, 1826. - Erste Gesamtausgabe

Contessa, Carl Wilhelm
Schriften, Leipzig, Göschen, 1826. - Erste Gesamtausgabe
Los 1529

Schätzung
300€ (US$ 313)

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Contessa, C(arl) W(ilhelm). Schriften. Herausgegeben von Ernst von Houwald. 9 Bände. Mit gestochenem Portrait von Bolt nach F. Krüger. 16,5 x 10,5 cm. Marmorierter Pappband d. Z. (berieben, Ecken und Kapitale bestoßen) mit dezenter RVergoldung und goldgeprägtem RSchild. Leipzig, Georg Joachim Göschen, 1826.
Goedeke VI 474, 21. – Erste Gesamtausgabe. Der erfolgreiche Lustspielautor und Almanach-Dichter Carl Wilhelm (Salice-) Contessa gehörte zu E. T. A. Hoffmanns "Serapionsbrüdern" und erhielt von diesem in der Figur des "Sylvester" ein Denkmal gesetzt. – Stellenweise schwach gebräunt oder braunfleckig.

Creuzer, Georg Friedrich
Symbolik und Mythologie der alten Völker. Leipzig und Darmstadt, Heyer und Leske, 1819-1823. - Zweite Auflage
Los 1530

Schätzung
750€ (US$ 781)

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Creuzer, (Georg) Friedrich und F. J. Mone. Symbolik und Mythologie der alten Völker besonders der Griechen. Zweite völlig umgearbeitete Ausgabe. 6 Bände und Tafelband (alles Erschienene). Mit 6 Titelvignetten in Kupferstich oder Holzschnitt, 3 lithographischen Falttafeln, 3 typographischen Falttabellen, 17 Textholzschnitten sowie 60 nummerierten, meist gefalteten, gestochenen oder lithographischen Tafeln im Tafelband. 19,5 x 12 cm bzw. 25 x 19 cm. Marmorierte Lederbände d. Z. (4; berieben) mit floraler RVergoldung und goldgeprägtem RSchild, moderne Halblederbände (2) mit floraler RVergoldung und goldgeprägtem RSchild sowie marmorierter Halblederband d. Z. (Tafelband; berieben, mit goldgeprägtem RSchild). Leipzig und Darmstadt, Heyer und Leske, 1819-1823.
Goedeke VI, 211, 3. ADB IV, 595 (ausführlich). Vgl. Borst 1106 (EA). – Hauptwerk des lange Jahre in Heidelberg lehrenden Professors der Altertumswissenschaften Georg Friedrich Creuzer (1771-1858), hier in der völlig umgearbeiteten und durch die von Franz Joseph Mone verfassten zwei Bände zur nordischen Mythologie erweiterten zweiten Ausgabe; der vierbändige Erstdruck erschien 1810 bis 1812. Creuzers Vorlesungen zur Symbolik und Mythologie gehörten zu den am besten besuchten seiner Zeit. Während Creuzers Ansicht einer auf symbolischen Gemeinsamkeiten beruhenden monotheistischen Urreligion beim Religionsphilosophen Johann Jakob Bachofen auf fruchtbaren Boden fiel, fand sie in Johann Heinrich Voss den entschiedensten Gegner. Als "Mythen-Creuzer" stellt er eine Hauptfigur der deutschen Hochromantik dar. Creuzer führte zwei Jahre lang eine heimliche Liebe mit Caroline von Günderode, beendete dieses Verhältnis jedoch abrupt im Frühjahr 1806, woran die Günderode seelisch zerbrach. – Band I durchgehend schwach gewellt, Titel der Bände I, II, IV und VI gestempelt, einige Textblatt im Tafelband im Rand fachmännisch hinterlegt.

[*]: Regelbesteuert gemäß Auktionsbedingungen. [^]: Ausgleich von Einfuhr-Umsatzsteuer.

* Alle Angaben inkl. 25% Regelaufgeld ohne MwSt. und ohne Gewähr – Irrtum vorbehalten.


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