Artist Index: Grosz, George


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Los 3176Grosz, George
Ecce Homo (Ausgabe D)

Auktion 110

Zuschlag
350€ (US$ 407)

Details

(Grosz, George. Ecce Homo). 2 Bl. (Inhalt und Druckvermerk; ohne den Titel). Mit 84 lithographische Tafeln. 35,2 x 26,5 cm. Illustrierte OKartonage (stark lädiert). (Berlin 1923).
Hermann 156. Gittig 59. Herzfelde 59. Diese Ausgabe nicht bei Ars Libri. Lang 38. – Exemplar der einfachen Ausgabe "D", die ohne die 16 Chromokartons erschien. – Es fehlt der Titel. Gebräunt, untere Ecke leicht gestaucht. Abgesehen vom Einbanddefekt von ordentlicher Erhaltung, die Tafeln ohne Papierläsuren.

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Los 3177Grosz, George
Hintergrund

Auktion 110

Zuschlag
200€ (US$ 233)

Details

Grosz, George. Hintergrund. 17 Zeichnungen zur Aufführung des "Schwejk" in der Piscator-Bühne. Titelblatt und 17 Bl. Zeichnungen von George Grosz. 17,5 x 26,5 cm. Lose Blatt in illustrierter OKarton-Mappe (gebräunt und etwas fleckig, mit Randknicken, Mappenflügel teils eingerissen, stellenweise unfachmännisch hinterlegt). Berlin, Malik, 1928.
Hermann 165. Gittig 191. Herzfelde 191. Ars Libri 66. Lang 51. Dückers M VI. – Erste Ausgabe. Mit den zeitweise wegen Gotteslästerung verbotenen und beschlagnahmten Blättern 2, 9 und 10. Größe der Blätter: ca. 17 x 26 cm. – Titelblatt leicht stockfleckig, sonst sehr schön und nahezu fleckenfrei.

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Los 3178Grosz, George
Über alles die Liebe

Auktion 110

Zuschlag
140€ (US$ 163)

Details

Grosz, George. Über alles die Liebe. 60 neue Zeichnungen. 3 Bl. 120 S. 27,5 x 21 cm. Roter OLeinenband (etwas fleckig und berieben) mit illustriertem OSchutzumschlag (etwas stärker fleckig und berieben, mit restaurierten Fehlstellen, verso hinterlegt, Rücken gebräunt). Berlin, Bruno Cassirer, 1930.
Bülow 91. Lang 56. Bittner 35. – Erste Ausgabe. Mit einem Vorwort des Autors und Künstlers: "Ich erhebe meine Hand und grüße das ewige menschliche Gesetz ... und die fröhliche nichtswürdige Unabänderlichkeit des Lebens!" – Anfangs und am Schluss minimale, unbedeutende Stockflecken. Nur im Rand schwach gebräunt. Sauber und wohlerhalten.

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Los 3183 [*]Grosz, George
Die Gezeichneten

Auktion 109

Zuschlag
80€ (US$ 93)

Details

Grosz, George. Die Gezeichneten. 60 Blätter aus 15 Jahren. 126 S., 1 Bl. 28 x 21 cm. Illustr. OKartonage (mit starken Gebrauchsspuren). Berlin, Malik, 1930.
Hermann 163. – Erste Ausgabe. "s riecht hier nach Pöbel" (1919). Umschlagzeichnung und Titel von George Grosz. – Vorder- sowie Rückumschlag vom Block gelöst, liegen lose bei. Titelblatt mit Braunfleck und zwei Exlibris. Innen sonst sauber und wohlerhalten.

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Los 8078Grosz, George
"Gute Zeit" (Selbstportrait mit Raubvogel und Ratte)

Auktion 109

Ergebnis (inkl. Aufgeld) *
14.760€ (US$ 17,163)

Details

"Gute Zeit" (Selbstportrait mit Raubvogel und Ratte)
Feder in Schwarz, Aquarell und Deckweiß auf MBM-Bütten. 1940.
63,5 x 48 cm.
Unten links mit dem Signaturstempel, verso unten links mit Bleistift betitelt, numeriert "297" sowie mit der gestempelten Nachlassnummer "4 13 8".

Grosz erhielt 1932 einen Lehrauftrag als Gastdozent an der Kunstschule der Art Students League in New York. Nach einer kurzen Rückkehr nach Deutschland siedelte er 1933 mit seiner Familie endgültig nach New York über. Dort eröffnete er eine Kunstschule mit Maurice Stern und unterrichtete dort sowie in der Art Students League in den folgenden Jahren. Ingesamt verbrachte er eine lange Schaffenszeit von 1932 bis 1959 in den USA.
Unser charaktervolles Selbstportrait entstand während seiner Emigrationszeit. Während Grosz sich selbst seelenruhig an seinem mit Malutensilien überladenen Tisch zeichnet, spielt sich um ihn herum eine apokalyptische Vision ab: Oben rechts hält ein Raubvogel mit ausgebreiteten Schwingen eine Ratte im Schnabel, am unteren Bildrand windet sich eine Schlange und es kreucht und fleucht allerlei Käfergetier im Bild herum. Dramatisch und grausam inszeniert Grosz diese Szenerie um ihn, den abgeklärten Realisten, herum. Sicherlich möchte er hiermit auf die grausamen Zustände im Hitler-Deutschland anspielen und schließt somit an seine gesellschaftskritisch-satirischen Werke der 1910er und 1920er Jahre an.

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Los 8080Grosz, George
Bahndamm

Auktion 109

Ergebnis (inkl. Aufgeld) *
3.198€ (US$ 3,719)

Details

Bahndamm
Umdrucklithographie auf Ingres ICA France-Bütten. 1912.
17,1 x 26,6 cm (32,1 x 48 cm).
Signiert "Grosz". Auflage 12 Ex.
Dückers E 4.

Grosz hat das Blatt wohl später signiert. Rückseitig mit dem Nachlaßstempel und der Numerierung "7 202 10". Prachtvoller, lebendiger Druck mit breitem Rand, unten mit dem Schöpfrand. Extrem selten.

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Los 8515 [^]Grosz, George
Orgie

Auktion 109

Ergebnis (inkl. Aufgeld) *
8.610€ (US$ 10,012)

Details

Orgie
Feder in Schwarz, laviert, auf dünnem Zeichenpapier. 1913.
23 x 23 cm.
Unten rechts mit Feder in Schwarz signiert "Groß" und datiert "13.", verso im unteren Rand mit dem violetten Nachlaßstempel und der Registriernummer in Tusche "3 34 7", zusätzlich mit der Bezeichnung "L4 Nr. 918".

Halb entblößt tanzt eine Frau auf dem Tisch eines Berliner Nachtlokals. Sie hebt ihren Rock, das Gesicht tief verschattet von Trunkenheit, und ist auf allen Seiten umgeben von gierig nach ihr greifenden Männern und einem leidenschaftlich zusammenfindenden Paar. Die Kommunikation zwischen den Geschlechtern ist in der grotesken Szene auf das sexuelle Begehren reduziert. Es ist noch nicht der um 1915 einsetzende "messerscharfe Stil", mit dem George Grosz die entfesselte Szenerie umreißt, sondern der nervös schwingende Federstrich der frühen Berliner Zeit mit seinen zügigen, lockeren Linien und leicht lavierten Schattierungen, in denen stellenweise die Tusche zu dunklen Klecksen verlaufen darf. Zeichenstil und Motiv stehen hier in höchstem Einklang miteinander.
Im Jahr 1912 war Grosz nach einem Intermezzo bei Richard Müller an der Akademie in Dresden zurückgegangen nach Berlin, an die Kunstgewerbeschule zu Emil Orlik. Grosz zeichnete dort die Pariser "5-Minuten-Croquis" und genoss in diesen kurzen Berliner Vorkriegsjahren in vollen Zügen das Großstadtleben, er "schwamm ... vergnügt im Strom des Friedrichstraßen-Hurenkorsos, der (billigen) Nachtlokale, des Heinrich-Zille-Balls oder der Admiralspalastredoute. Heute weiß ich, dass ich einen Weltuntergang miterlebt habe, und dass die letzten Jahre dieser versunkenen Welt die unbewußtesten und daher glücklichsten meines Lebens gewesen sind" (F. Ahlers-Hestermann, Ausst.-Kat. Berlin, Akademie der Künste, 1962, S. 23).


Orgy
Pen and black ink, with wash, on thin drawing paper. 1913.
23 x 23 cm.
Signed with pen in black lower right "Groß" and dated "13.", on the verso in the lower margin the estate stamp in violet, numbered "3 34 7", and inscribed "L4 Nr. 918".

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Los 8516 [^]Grosz, George
Taverne du midi

Auktion 109

Ergebnis (inkl. Aufgeld) *
2.091€ (US$ 2,431)

Details

Taverne du midi
Umdrucklithographie auf bräunlichem Maschinenpapier. 1915/1916.
24,2 x 18,5 cm (40 x 27,6 cm).
Signiert "Grosz" und numeriert "3", verso im unteren Rand mit dem violetten Nachlaßstempel und der Registriernummer in Tusche "7 211 2", zusätzlich mit der Bezeichnung "L6 Nr. 103" und "PMG 248". Auflage 15 Ex.
Dückers E 30.

George Grosz trug sich offenbar mit dem Gedanken, eine Reihe von Illustrationen zu Rachildes (d.i. Marguerite Eymery) Roman "Der Liebesturm" anzufertigen, zu denen auch die "Taverne du midi" gehört. Es ist das Bordell aus dem Text, das den Hintergrund der drastischen Szene bildet. Einer der bei Dückers verzeichneten Drucke aus dem Nachlass. Prachtvoller Druck mit dem vollen Rand.


Taverne du midi
Transfer lithograph on brownish paper. 1915/1916.
24,2 x 18,5 cm (40 x 27,6 cm).
Signed "Grosz" and numbered "3", on the verso with the estate stamp in violet, numbered "7 211 2", inscribed "L6 Nr. 103" and "PMG 248". Edition of 15.
Dückers E 30.

Grosz intended to illustrate Rachilde's (Marguerite Eymery's) novel "Der Liebessturm". In the background of its dramatic setting, his lithograph "Taverne du midi" shows the whorehouse from this text. A very good impression with full margins.

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Los 8517 [^]Grosz, George
Attentat

Auktion 109

Ergebnis (inkl. Aufgeld) *
4.428€ (US$ 5,149)

Details

Attentat
Lithographie auf Bütten. 1915.
19 x 24,3 cm (24,3 x 32 cm).
Signiert "Grosz" und numeriert "6", verso im unteren Rand mit dem violetten Nachlaßstempel und der Registriernummer in Tusche "7 210 7", zusätzlich mit der Bezeichnung "L6 Nr. 237" und "9833".
Dückers E 29.

"Fliegerbombe" betitelte Grosz die eng verwandte Federzeichnung desselben Jahres. Laut Dückers wurden vermutlich nur 15 Exemplare gedruckt. Prachtvoller, kräftiger und herrlich körniger Druck mit dem vollen Rand. Selten.


Attentat
Chalk-lithograph on laid paper. 1915.
19 x 24,3 cm (24,3 x 32 cm).
Signed "Grosz" and numbered "6", on the verso the estate stamp in violet, numbered "7 210 7", inscribed "L6 Nr. 237" and "9833".
Dückers E 29.

According to Dückers the edition was only about 15. A superb impression with full margins. Rare.

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Los 8519 [^]Grosz, George
Zwei Männer

Auktion 109

Ergebnis (inkl. Aufgeld) *
4.428€ (US$ 5,149)

Details

Zwei Männer
Umdrucklithographie auf Bütten. 1915/1916.
26,2 x 20,6 cm (40,5 x 32,3 cm).
Signiert "Grosz" und numeriert "6".
Dückers E 36.

Im Unterrand von fremder Hand betitelt "Zwei Männer am Tisch" und datiert. Laut Dückers wurden vermutlich nur 15 Exemplare gedruckt. Prachtvoller, schön differenzierter Druck mit dem vollen, sehr breiten Rand. Selten.


Zwei Männer
Transfer lithograph on laid paper. 1915/1916.
26,2 x 20,6 cm (40,5 x 32,3 cm).
Signed "Grosz" and numbered "6".
Dückers E 36.

According to Dückers the edition was only about 15. A superb, fine impression with full margins. Rare.

Provenienz: Ketterer, München, 10. Auktion 1973, Nr. 484
Galerie Nierendorf, Berlin 1977, Nr. 22

Ausstellung: "Licht und Schatten", Galerie Nierendorf, Berlin 1977, Nr. 22

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Los 8520 [^]Grosz, George
Deutsches Straßenbild

Auktion 109

Ergebnis (inkl. Aufgeld) *
2.952€ (US$ 3,433)

Details

Deutsches Straßenbild
Lithographie auf faserigem Japan. 1916.
16,1 x 14 cm (35 x 27,4 cm).
Signiert "Grosz".
Dückers E 37.

Nr. 1 der "Publikationen um die Neue Jugend". Laut Dückers wurde vom Herausgeber, dem Verlag Neue Jugend, Berlin, eine Auflage von 200 Exemplaren angekündigt und dort auch in einem Werbeprospekt abgebildet, jedoch ist das Blatt sehr selten. Prachtvoller, klarer Druck mit dem vollen Rand.


Deutsches Straßenbild
Pen-lithograph on fibrous Japan paper. 1916.
16,1 x 14 cm (35 x 27,4 cm).
Signed "Grosz".
Dückers E 37.

A very good, clear impression with full margins, extremely rare.

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Los 8521 [^]Grosz, George
Friedvolle Rheinlandschaft

Auktion 109

Ergebnis (inkl. Aufgeld) *
3.444€ (US$ 4,005)

Details

Friedvolle Rheinlandschaft
Lithographie auf Japon nacré. 1915/1916.
17,2 x 11,7 cm (34,5 x 27,2 cm).
Signiert "Grosz".
Dückers E 39.

Zwar wurde eine Auflage in Höhe von 200 Exemplaren angekündigt, jedoch ist das Blatt laut Dückers sehr rar. Blatt 5 der "Publikationen um die Neue Jugend", herausgegeben als signierter Sonderdruck der Reproduktion in "Neue Jugend", 1. Jg., Heft 10, 1916. Insgesamt erschienen in dieser Publikationsreihe elf Sonderdrucke auf qualitätvollem Papier und ohne die typographischen Bezeichnungen, alle von außergewöhnlicher Seltenheit. Prachtvoller Druck mit breitem Rand. Sehr selten.


Friedvolle Rheinlandschaft
Pen-lithograph on Japon nacré. 1915/1916.
17,2 x 11,7 cm (34,5 x 27,2 cm).
Signed "Grosz".
Dückers E 39.

A very good impression with full margins. Extremely rare.

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Los 8529 [^]Grosz, George
Ecce Homo

Auktion 109

Ergebnis (inkl. Aufgeld) *
3.690€ (US$ 4,291)

Details

Ecce Homo
3 Bl., 16 Farbtafeln nach Aquarellen und 84 Tafeln nach Lithographien. Illustrierter Orig.-Kartonband in Leinenschuber. 1922/23.
36 x 26,5 cm.
Dückers S I C, Hermann 155, Gittig 59, Herzfelde 59, Ars Libri 46, Lang 38, Bülow 54, Bittner 34, Lewis 275, Malik 59, Motherwell-Karpel 272a.

Erschienen im Malik-Verlag, Berlin, in einer Auflage von 10.000 Exemplaren. Ausgabe C, die neben der Ausgabe A die vollständigste aller Ausgaben ist, mit den Offsetlithographien und den Farboffsetdrucken nach Georg Grosz' Aquarellen. Der Künstler illustriert so eindringlich und erbarmungslos die Dekadenz seiner Zeit und den Niedergang wie auch die Sittenlosigkeit der Gesellschaft, dass gegen ihn wegen "Verbreitung unzüchtiger Schriften" Anklage erhoben wurde.


Ecce Homo
3 sheets, 16 color plates and 84 image plates. Illustrated original cardboard binding in linen slipcase. 1922/23.
36 x 26,5 cm.
Dückers S I C, Hermann 155, Gittig 59, Herzfelde 59, Ars Libri 46, Lang 38, Bülow 54, Bittner 34, Lewis 275, Malik 59, Motherwell-Karpel 272a.

Published by Malik Verlag, Berlin.

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Los 8530 [^]Grosz, George
Friedrichstraße

Auktion 109

Ergebnis (inkl. Aufgeld) *
9.840€ (US$ 11,442)

Details

Friedrichstraße
Fotolithographie auf Velin. 1918.
46,7 x 31,2 cm (65,7 x 48 cm).
Signiert "Grosz" und numeriert "25". Auflage 40-50 Ex.
Dückers E 49.

Herausragendes Beispiel für Grosz' vielfigurige Straßenbilder, erschienen im Verlag der Galerie Alfred Flechtheim, wohl 1924, in einer Auflage von 40-50 meist numerierten Exemplaren, das Motiv jedoch vorher bereits abgebildet in "Ecce Homo", Blatt 1, 1923. Zwischen 1918 und 1924 vertrat Grosz der Münchener Galerist Hans Goltz. Nachdem bereits 1922 Illustrationen des Künstlers im "Querschnitt" erschienen waren, nahm Alfred Flechtheim ihn 1923 in sein Galerieprogramm auf, und es entwickelte sich eine freundschaftliche Beziehung zwischen Beiden.
"Im figurenreichsten und komplexesten der gezeichneten Straßenbilder, dem Blatt 'Friedrichstraße'... tut sich im Zentrum eine Raumschlucht von erheblicher Sogwirkung in die Tiefe auf, während die Brücke und die übrigen Baulichkeiten... das zum Bersten dicht sich ballende, zugleich fragil wie aus Papier gefaltet erscheinende Stadtgefüge und sein Ausgreifen in die Höhe anzeigen... Der Begriff Tumult ist geradezu das Signum aller dieser Szenen (...)" (A. Dückers, Der Zeichner George Grosz, in: George Grosz. Berlin. New York. Ausst.-Kat. Nationalgalerie Berlin 1994, S. 161). Prachtvoller, klarer Druck mit sehr breitem Rand. Selten.


Friedrichstraße
Photo lithograph on wove paper. 1918.
46,7 x 31,2 cm (65,7 x 48 cm).
Signed "Grosz" and numbererd "25". Edition of 40-50.
Dückers E 49.

A very good, clear impression with wide margins. Rare.

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Los 8537 [^]Grosz, George
Selbstportrait (für Charlie Chaplin)

Auktion 109

Ergebnis (inkl. Aufgeld) *
8.610€ (US$ 10,012)

Details

Selbstportrait (für Charlie Chaplin)
Lithographie auf festem Velin. 1919.
49,5 x 33,5 cm (73,5 x 54,8 cm).
Signiert "Grosz" und numeriert "10". Auflage 60 Ex.
Dückers E 53.

Erschienen um 1921 im Verlag der Galerie Hans Goltz, München, der Grosz zwischen 1918 und 1924 vertrat. In diesem Selbstporträt "präsentiert er sich als Protagonisten, der seinem Metier, dem Zeichnen, in selbstbewusst-dominanter Haltung nachgeht. Zugleich aber ist er hineinverwoben in das Splitterwerk aus Versatzstücken großstädtischen Lebens, in die Frauenleiber, die Nackte mit Totenkopf, die Leuchtreklamen, in den Gebäudewirrwarr oben und die Akrobatenstücke unten, wobei dies alles, den Eindruck von Hektik und Flüchtigkeit steigernd, nur fragmentarisch erfasst wird. Grosz ist nicht allein Chronist der Turbulenzen und Dissonanzen des Lebens in der Großen Stadt innerhalb der Spanne von Sexualität und Tod, er gibt sich mit prononciertem Verweis auf seine Männlichkeit auch als Mitspieler." (A. Dückers, Der Zeichner George Grosz, in: George Grosz. Berlin. New York. Ausst.-Kat. Nationalgalerie Berlin 1994, S. 161).
Die Widmung an Charlie Chaplin dient Grosz als Selbstpositionierung: Wie Chaplin verbündet sich der Künstler in einer "nicht-affirmativen Form der Bejahung" mit seiner Zeit, "um sie genauer zu sichten, tritt mit der Ironie eines geprügelten, ins Räderwerk geratenen Ichs auf, das sich die Hände so schmutzig macht, wie die Verhältnisse sind und das inmitten der Geschehnisse nur darauf achtet, geistesgegenwärtig zu bezeugen, was ihm begegnet ist." (vgl. Peter Sloterdijk, Kritik der zynischen Vernunft, Frankfurt a. M. 1983, S. 788).
Prachtvoller, klarer Druck mit sehr breitem Rand, an drei Seiten mit dem Schöpfrand.


Selbstportrait (für Charlie Chaplin)
Lithograph on heavy wove paper. 1919.
49,5 x 33,5 cm (73,5 x 54,8 cm).
Signed "Grosz" and numbered "10". Edition of 60.
Dückers E 53.

Published by Hans Goltz, Munich, 1921. A superb, clear impression with wide margins.

Provenienz: Ketterer, München, 4. Auktion 1970, Losnr. 274
Hans Joachim Ziersch, München (Papier dort als "Bütten" bezeichnet)

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[*]: Regelbesteuert gemäß Auktionsbedingungen. [^]: Ausgleich von Einfuhr-Umsatzsteuer.

* Alle Angaben inkl. 23% Regelaufgeld ohne MwSt. und ohne Gewähr – Irrtum vorbehalten.“


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