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Lot 2747, Auction  128, Lieder-Buch 1720, Musikmanuskript zum Nürnbergischen Gesang-Buch. 1720

Lieder-Buch 1720
Musikmanuskript zum Nürnbergischen Gesang-Buch. 1720
Los 2747

Schätzung
450€ (US$ 517)

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Lieder-Buch, darinnen alle im Nürnbergischen Gesang-Buch befindliche Lieder ... zu finden sind. Musikmanuskript mit Text-Anfängen. 116 Bl., davon ca. 229 S. mit handschriftlichen Noten für Klavier sowie Text-Anfängen oder Quellennachweisen beschrieben. Quer-gr. 8vo. Brauner Lederband d. Z. (stark berieben; Rückenkanten geplatzt). O. O. 1720.
Sorgfältig geschriebenes, umfangreiches "Lieder-Buch, darinnen alle im Nürnbergischen Gesang-Buch befindliche Lieder, auf das Clavier abgefaßt, nebst einem angehängten Register derselben zu finden sind. Anno MDCCXX". Die für Klavier bearbeiteten Lieder beginnen gewöhnlich auf der linken (paginierten) Seite und setzen sich oft auf der rechten, manchmal auch auf der dritten Seite fort, so dass die Anzahl der aufgenommenen Kompositionen sich dem Umfang der Paginierung (109 Bl.) nähern dürfte. Am Schluß ein 14seitiges Register der Text-Anfänge. - Das letzte Notenblatt (110) herausgerissen. - Das gedruckte Nürnbergische Gesangbuch erschien zuerst 1676 und enthielt 1160 Gesänge, die neue Ausgabe von 1690 war auf 1230 erweitert. Die hier vorliegende anonyme Bearbeitung für Klavier ist offenbar nicht im Druck erschienen.

Lot 2748, Auction  128, Lüders, Günther, 6 Schreiben an Hans Knudsen. 1943-1970

Lüders, Günther
6 Schreiben an Hans Knudsen. 1943-1970
Los 2748

Schätzung
200€ (US$ 230)

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Lüders, Günther, Schauspieler und Regisseur, vielbeschäftigter Charakterdarsteller, Schauspieldirektor des Württemb. Staatstheaters Stuttgart (1905-1975). 6 Autographen m. U. "Günther Lüders". Zus. 6 S. Mit 1 Umschlag. Gr. 8vo und gr. 4to. Berlin, Lübeck und Düsseldorf 1943-1970.
Der erste Brief (Berlin 1943) an den Verleger Georg Elsner, Schatzmeister der Gesellschaft für Theatergeschichte, die übrigen Schreiben (4 eigenhändig, 1 maschinenschriftlich) an Prof. Dr. Hans Knudsen, Professor für Theaterwissenschaft in Berlin. Lüders berichtet von 200 bis 300 Büchern über Theater in seiner Bibliothek, die er der Gesellschaft für Theatergeschichte in Berlin stiften möchte. Kriegs- und Nachkriegszeit verhindern das Vorhaben, bis 1947 der Transport der 280 Bände nach Berlin erfolgt. Bis auf eine Neujahrs-Glückwunschkarte von 1970 handeln alle Briefe von der Bücherstiftung an die Gesellschaft für Theatergeschichte, wobei Lüders' große Verehrung für Hans Knudsen erkennbar wird.

Lot 2749, Auction  128, Massenet, Jules, Brief 1895 + Beigaben

Massenet, Jules
Brief 1895 + Beigaben
Los 2749

Schätzung
200€ (US$ 230)

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Massenet, Jules, franz. Komponist (1842-1912). Eigh. Brief m. U. "Massenet". 4 S. Doppelblatt. Gr. 8vo. Paris 22.II.1895.
An eine Dame, bei der er sich entschuldigt, eine Verabredung wegen seiner Grippeerkrankung nicht eingehalten zu haben: "Je suis confus de ne pas m'être trouvé au Ménestrel lorsque vous m'avez fait l'honneur d'y aller. - Je suis encore pris par la 'grippe'. - Certes oui, j'aurais été heureux du projet du 31 mars - mais, puis-je promettre avec certitude lorsque toutes les probabilités sont pour un séjour assez prolonge à Bruxelles en Mars - J'ignore l'époque précis - cela dépend des répétitions et des hazards ... au théâtre - J’en éprouve une vive contrariété et je viendrai un dimanche m'excuser auprès de vous et vous remercier de votre flatteuse attention ...". Im Oktober desselben Jahres fand an der Opéra Comique die Pariser Erstaufführung der Oper "La Navarraise" mit Emma Calve statt. - Kleine Montagespuren auf der letzten Seite. - Beiliegend 2 eigenh. beschriebene Visitenkarten Massenets, eine mit Dank, die andere ein Begleitschreiben zu einem Brief an den Sekretär der Pariser Opéra Comique. - Ferner beiliegend die Einladungskarte zu einem Festessen zu Ehren Felix Weingartners auf den Champs Elysées, mit den Signaturen Weingartners und 6 weiterer Teilnehmer (Paris 1923).

Lot 2750, Auction  128, Meyerbeer, Giacomo, Brief an den Operndirektor Frederick Gye in London. 1863

Meyerbeer, Giacomo
Brief an den Operndirektor Frederick Gye in London. 1863
Los 2750 [*]

Schätzung
300€ (US$ 345)

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Meyerbeer, Giacomo, Komponist und Dirigent, einer der erfolgreichsten Opernkomponisten des 19. Jahrhunderts, Generalmusikdirektor in Berlin, lebte überwiegend in Paris (1791-1864). Brief m. U. "Meyerbeer". In franz. Sprache. 22/3 S. auf 2 Bl. Gr. 8vo. Berlin 10.III.1863.
Umfangreicher Brief an Frederick Gye, Direktor des Royal Opera House Covent Garden in London. Bedankt sich für einen Brief von Gye aus Paris, der Meyerbeer mitteilte, dass Gye in dieser Saison Meyerbeers Oper "Der Nordstern" in sein Repertoire aufnehmen möchte, aber noch um Abänderungen in der Tonlage des "Gritzenko" für den Londoner Bariton Sebastiano Ronconi bittet. "... Il est très vrai que j'ai dit à Mr. Harris que j'étais prêt à arranger le rôle de Gritzenko pour la voix de Mr. Ronconi; mais j'ai ajouté que pour pouvoir faire cela d'une façon convenable, il fallait qu'il me procurât de Mr. Ronconi l'indication de l'étendue de sa voix; quelles sont le notes les plus sonores de sa gamme; sur quelles notes il peut prononcer les paroles; et enfin, s'il a encore d'autres détails particuliers à sa voix, de me les communiquer également. Il serait bon aussi que Mr. Ronconi ajoutât quel sont les rôles qui vont le mieux à sa voix dans son état actuel; ce qui m'éclairerait encore plus pour mon travail ...". In einem Postscriptum empfiehlt Meyerbeer noch die Berliner Primadonna Pauline Lucca: "Madelle Lucca a chanté il y a trois jours le rôle de Bertha dans le Prophète d'une façon vraiment extraordinaire, qui a électrisé tout le public. Je crois que si vous lui faisiez chanter une fois cette année ce rôle dans une des trois représentations qu'elle doit vous donner, elle y produirait un grand effet. Elle va étudier ce rôle en italien." - Mit Empfangsvermerk von Gyes Hand: "Reçu Paris March 12 1863". - Kleiner Einriss im ersten Blatt und späterer Vermerk mit Lebensdaten Meyerbeers am Ende des zweiten Blattes.

Lot 2751, Auction  128, Müller, Johann Heinrich Friedrich, Brief an Bürgermeister und Rat der Stadt Enns. 1763

Müller, Johann Heinrich Friedrich
Brief an Bürgermeister und Rat der Stadt Enns. 1763
Los 2751

Schätzung
120€ (US$ 138)

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Müller, Johann Heinrich Friedrich, berühmter Wiener Burgschauspieler, vorher bei den Wandertruppen von Schuch und Schönemann, Chronist und Förderer des Burgtheaters, Lustspielautor, Verfasser einer wertvollen Autobiographie, die 1958 neu herausgegeben wurde (1738-1815). Brief m. U. "Müller". Doppelblatt mit Adresse und Lacksiegel. Folio. Wien 12.XII.1763.
An Bürgermeister und Rat der Stadt Enns. Gemäß dem Schreiben der Adressaten habe er "den Fisch [?] dem Hrn. Baron von Managetta zugestellt, welcher sich hievor bedanken lasset". Ferner über ein "Memoriale". - Mit kleinem alten Aufkleber einer französ. Autographensammlung. - Der Inhalt des Briefes passt so wenig zur Person des Theatermannes Müller, der in diesem Jahr Mitglied des Burgtheaters geworden war, dass Zweifel an der Richtigkeit der Zuschreibung aufkommen können. Es liegt allerdings der zugehörige Ausschnitt aus einem alten französischen Antiquariatskatalog bei, in dem der Brief eindeutig dem "célèbre acteur et auteur dramatique allemand" zugeschrieben wird.

Lot 2752, Auction  128, Neumann, Louise, 2 Briefe + 5 Schauspielerbriefe als Beigaben. 1848-1918

Neumann, Louise
2 Briefe + 5 Schauspielerbriefe als Beigaben. 1848-1918
Los 2752

Schätzung
350€ (US$ 402)

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Neumann, Louise, ab 1857 verh. Gräfin Schönfeld, hervorragende Wiener Schauspielerin, Tochter der Schauspielerin Amalie Haizinger, bis zu ihrer Vermählung rund 17 Jahre gefeiertes Mitglied des Burgtheaters (1817-1905). 2 eigh. Briefe m. U. "Louise Neumann". Zus. 5 S. Doppelbl. Gr. 8vo. Wien 16.V.1848 und IX.1854.
Der Brief von 1848 vermutlich an den (nicht genannten) Schauspieler und Schriftsteller Arnold Schloenbach (1817-1866), der sich bei Amalie Haizinger mitten im Revolutionsgetümmel nach dem Schicksal seines beim Burgtheater eingereichten Dramas "Gustav III." erkundigt hatte. Louise antwortet im Auftrag ihrer Mutter, "... daß Herr von Holbein in dessen Hände jetzt das Repertoire des Burgtheaters gelegt ist, Ihr Stück noch einmal durchlesen wird, da so viel er sich erinnert, nur dessen Tendenz ihn bisher abhielt, es anzunehmen. Jetzt wo wir durch keine Censur mehr in der freien Entwiklung der Zeit mehr gehindert werden, bezweifle ich keinen Augenblick, daß Ihr Gustav III. über unsere Bühne schreiten wird. Sollte aber wider Vermuthen dennoch ein Umstand vorwalten, der Ihrem Werke hinderlich wäre, so verlaßen Sie sich auf uns beide; wir werden es gewiß einer unsrer Vorstadt Bühnen dringend empfelen ... Entweder wird Ihnen Hr. von Holbein selbst oder vielleicht meine Mutter in einiger Zeit darüber berichten, denn wenn Ihr Stück zur Aufführung kömmt, so wird es erst nach mehreren Monaten geschehen, weil im gegenwärtigen Augenblicke die Direction überflutet wird mit Produkten inländischer Poeten, welche alle prätendiren - (ob mit oder ohne Talent) den Vorzug vor den Ausländern zu verdienen ...". - Der Brief von 1854 an einen Autor, der Biographisches über sie und ihre Mutter nebst Bildnissen veröffentlichen möchte und sie um Selbst-Auskunft gebeten hatte. Louise teilt mit, "daß ich 2 Litographien, als die gelungensten Portraits von meiner Mutter und mir an Sie abgeschickt habe. Was die biographischen Notizen anbelangt, so finden Sie über meine Mutter (Frau Haizinger) die besten im Humoristen des Jahres 39 oder 40 abgedruckt, welchen nur noch hinzuzufügen wäre, daß sie seit 9 Jahren zum Wiener Burgtheater eintrat, wo sie in dem ältern Fache sich eben so bewährte wie in dem früheren. Notizen über mein Leben geben zu wollen, wäre lächerlich, es ist nach Außen hin so glatt, daß es sicher Niemanden interessiren kann. Das Wenige was sich darüber sagen läßt, wurde einmal in der Wiener illustrirten Zeitung neben einer Litographie abgedruckt ...". - 5 Beilagen: 2 eigh. Briefe des Burgschauspielers Josef Lewinsky (1904 an den Bildhauer Hans Dietrich, 1905 an einen Freund). - 2 eigh. Briefe des Burgschauspielers Hugo Thimig (1892 an einen Theaterdirektor, mit Empfehlung der Schauspielerin Anna Kallina; 1895 an einen Hofrat, der ihm ein Bildnis Ludwig Dessoirs für Thimigs Theatersammlung gestiftet hatte). - 1 kurzer eigh. Brief des Schauspielers Albert Bassermann (Wien 5.IV.1918 an den Schauspieler und Operettensänger Alexander Girardi, in Bassermanns kurioser Orthographie. Seine Frau läßt Girardi danken für Rosen, famose Theaterplätze und Girardis Leistung, wohl in Raimunds "Bauer als Millionär", 2 Wochen vor Girardis Tod). - Insgesamt 7 Briefe höchst prominenter Wiener Künstler zum Thema Theater.

Lot 2753, Auction  128, Palucca, Gret, Brief an Eva Waechter in Zürich. 1972

Palucca, Gret
Brief an Eva Waechter in Zürich. 1972
Los 2753

Schätzung
120€ (US$ 138)

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Palucca, Gret, Tänzerin und Tanzpädagogin (1902-1993). Brief m. U. "Deine Palucca". 11/2 S. Quer-gr. 8vo. Mit Umschlag. Dresden 13.III.1972.
An ihre Freundin Eva Waechter in Zürich, der sie, bevor sie "nach Stockholm zum Unterrichten fahre", für deren Brief danken möchte. "... Es ist ... in der letzten Zeit bei mir sehr viel los gewesen, und ich hab mehr denn je zu arbeiten ... Ich habe bis 8. Juli Internationalen Sommerkurs hier, dann fahre ich direkt anschließend bis Ende September nach Vitte/Hiddensee ... Ich hatte ja auch eine Einladung, im Internationalen Sommerkurs in Zürich zu unterrichten, und man wollte versuchen, den Film, der zum Geburtstag über mich herauskam, (Dokumentarfilm) dort zu zeigen. Aber ich mußte leider absagen, weil dieser Kursus mitten in meine Ferien fällt. Das ist sehr schade, denn wie gern wäre ich wieder einmal in der Schweiz gewesen ...".

Lot 2754, Auction  128, Pfitzner, Hans, 2 Briefe und 2 Postkarten. 1904-1944

Pfitzner, Hans
2 Briefe und 2 Postkarten. 1904-1944
Los 2754

Schätzung
280€ (US$ 322)

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Pfitzner, Hans, Komponist und Dirigent (1869-1949). Konvolut von 2 masch. Briefen, 1 masch. Postkarte und 1 eigh. Postkarte m. U. "Hans Pfitzner" bzw. "D Hans Pfitzner". Zus. 4 S. Gr. 4to, quer-gr. 8vo und quer-8vo. Berlin, München und Wien 1904-1944.
Die eigenhändige Postkarte (Berlin 1904) ist an Carl Horwitz in Charlottenburg gerichtet. "... Ihr Brief, sowie der Ihres Freundes, ist mir vollkommen unverständlich; ich nehme an, daß Sie das Bedürfnis empfinden, mir die wahren Gründe Ihres plötzlichen Entschlusses mündlich mitzuteilen, nachdem Sie doch schon so weit mit mir in Beziehung getreten sind. Was mich betrifft, so wünschte ich schon deshalb Aufklärung zu erhalten, weil Frau Dir. Mahler so liebenswürdig war, Sie mir zu empfehlen ...". - Wahrscheinlich handelt es sich um den Wiener Adler- und Schönbergschüler Horwitz (1884-1925), der später als Dirigent und Komponist in Erscheinung trat. - Die übrigen Schriftstücke im Weltkrieg jeweils an Hans von Besele, Professor an der Hochschule für Musik in Stuttgart. Der erste Brief mit Umschlag: "... Frl. Domberger kann mir natürlich vorsingen ... Warum schreiben Sie mir nicht, wie Sie sie finden und was für eine Qualität von Sängerin sie ist?" [München 25.II.1941]. - Die masch. Karte: Dankt Besele für einen Brief mit beigefügtem Konzertprogramm: "... Dass die Klavierstücke daraufstehen ist ja sehr schön, aber die tragen die opus-Zahl 47, nicht 45. Ich lege Wert darauf, dieses festzustellen" [München 1.VII.1942]. - Der Brief aus Wien [7.III.1944]: "Ich komme ziemlich spät zur Beantwortung Ihres Briefes vom 29. Dezember 1943. Sie können sich denken, dass die Zeit seit Empfang desselben mit allerlei wichtigen Tätigkeiten ausgefüllt war. Inzwischen hat sich die Frage meiner Unterkunft so weit aufgeklärt, dass ich noch diesen Monat in mein neues, mir zur Verfügung gestelltes Häuschen in Rodaun bei Wien einzuziehen gedenke ... Von dem neuesten, offenbar sehr starken Angriff auf Stuttgart habe ich gehört und bitte Sie, mir doch sobald als möglich mitzuteilen, ob Sie auch darunter haben leiden müssen ... Die Schreckensnachrichten werden einem ja allmählich zur Gewohnheit und man ist zufrieden, wenn man nur die hauptsächlichsten Auskünfte über seine Freunde und Bekannten hat ...". - Der Brief auf gebräuntem Kriegspapier. - Beiliegend eine gedruckte Dankeskarte (auch die Unterschrift gedruckt) an die Gratulanten zu Pfitzners 75. Geburtstag.

Lot 2755, Auction  128, Rubini, Giovanni Battista, Brief an einen Herrn. 1842

Rubini, Giovanni Battista
Brief an einen Herrn. 1842
Los 2755

Schätzung
180€ (US$ 207)

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Rubini, Giovanni Battista, ital. Opernsänger, einer der berühmtesten Tenöre seiner Zeit (1795-1854). Eigh. Brief m. U. "Gio: Batt: Rubini". In franz. Sprache. 11/2 S. Doppelbl. 8vo. Limanche 5.VI.1842.
An einen Herrn "... Je regrette infiniment que mon départ précipité pour Londres, me prive de l'avantage de vous faire mes adieux, et de vous exprimer de vive voix ma reconnaissance pour vos bonnes dispositions pour moi; si vous me faites l'honneur de m'écrire, comme vous me l'avez dit, vous adresserez voslettres au héâtre, c'est le plus sure moyen, pour qu'elles me parviennent ...". - 1 obere Ecke defekt. - Rubini, der in Italien den Herzogstitel erhielt, "war ein außergewöhnlicher Belcantointerpret und einer der berühmtesten Sänger Europas zwischen 1820 und 1840" (Wikip.).

Lot 2756, Auction  128, Schauspielerinnen u. Schauspieler des 19. u. 20. Jhdts, 11 Briefe und 3 Postkarten. 1863-1951

Schauspielerinnen u. Schauspieler des 19. u. 20. Jhdts
11 Briefe und 3 Postkarten. 1863-1951
Los 2756

Schätzung
200€ (US$ 230)

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Schauspielerinnen und Schauspieler des 19. und 20. Jahrhunderts. 14 Autographen. 1863-1951.
Sammlung von 11 Briefen und 3 Postkarten von teilweise großen Stars, die zeitweilig in Berlin oder Sachsen auf der Bühne oder im Film tätig waren. Vorhanden: Ludwig Barnay (2 Briefe 1880, 1903), Gertrud Eysoldt (Postkarte 1951), Anton Hartmann (Postkarte 1906), Wolfgang Liebeneiner (Brief als UFA-Produktionschef an Prof. Hans Knudsen, 1944), Adalbert Matkowsky (Brief 1898; beiliegend eine Porträtfoto-Postkarte, von anderer Hand beschriftet), Bernhard Minetti (Brief 1934 an Prof. Hans Knudsen), Asta Nielsen (Postkarte vor 1945 aus Kopenhagen an Victor de Kowa in Berlin), Hedwig Niemann-Raabe (Brief 1887 an Ludwig Barnay), Marie Niemann-Seebach (Brief 1870), Max Pohl (Brief 1921), Anna Schramm (Briefchen 1899 an einen Arzt), Felix Schweighofer (Brief Dresden 1892), Pauline Ulrich (Brief 1863). - Beiliegend ein Brief von A. Vormeng, Herausgeber und Redakteur der "Deutschen Thalia", wegen Versendung der Nr. 1 der Zeitschrift zur Besprechung (Berlin 19.I.1886).

Lot 2757, Auction  128, Schneider, Romy, 3 eigenhändige Briefe an einen Filmroduzenten. Mit 3 Setfotos. 1976

Schneider, Romy
3 eigenhändige Briefe an einen Filmroduzenten. Mit 3 Setfotos. 1976
Los 2757

Schätzung
2.000€ (US$ 2,299)

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"trotz aller schwierigen Seiten, trotz aller Missstimmungen"
Schneider, Romy, österr.-franz. Schauspielerin, eine der ganz großen Persönlichkeiten des europäischen Films (1938-1982). 3 eigh. Briefe m. U. "RS" bzw. "Romy Schneider" und "Ro". Zus. 9 S. Auf 4 blauen Briefkarten und 1 weißen Zettel. Mit 2 Umschlägen. Quer-8vo. (Berlin) 28.IX.1976 bzw. o. D. (1976).
Interessante, teils ausführliche und kritische Briefe an den Filmproduzenten Hans Brockmann, während der Vorbereitungen und Aufnahmen zu dem Film "Gruppenbild mit Dame" nach dem gleichnamigen Roman von Heinrich Böll; mit dem Regisseur Aleksandar ("Sascha") Petrovič und Romy Schneider als "Leni". Romy beklagt sich bei den Vorbereitungen über diverse Mißstände und unzumutbare Bedingungen, lobt aber Teile der besichtigten Spielstätten. "... es war gut und wichtig für mich gestern 'die Ruinen' und den Friedhof bzw. unser 'Glashaus' (sehr schön!) zu sehen. Sascha sprach plötzlich deutsch und das tat auch gut; es wird trotzdem ein ziemliches 'Sprachen-Durcheinander' geben, das ist leider nicht zu ändern. Weder Sascha's noch meine grosse Nervosität! ... Der erste, sehr nette! Assistent sagte mir er hätte ein Tonband (Schubert Sonate) machen lassen - damit kann ich dann 'üben' - Er sagte auch er würde mir andere Trackl [!] Texte schicken - Ich warte dringend darauf sowie auf das letzte Drehbuch!! Was den Klavierlehrer betrifft, sagte man mir dieser könne nur ab 20 h mit mir arbeiten - damit kann ich nicht einverstanden sein; denn 10 Stunden (für mich 12!) Arbeit pro Tag und dann um 8 h Abends noch 'Lieder üben', das ist zu viel & zu spät! Ich kann diese Woche und auch Wochenende jeden Nachmittg. ab 16 h ... wo immer man will das Lied lernen - bzw. üben ... Wenn ich ab 6. zu drehen beginne muss ich eben gleich nach Dreh-Schluss noch Klavierstunden haben ... ich bin recht enttäuscht, dass die Photographin & deren Assistent ... abgelehnt wurden; warum? Die macht wirklich sehr gute Photos und alles andere als konventionell - Leo Weise ist das, was Sie doch eigentl. (Paris Gespräch!!) auch nicht wollten, weil sehr konventionell! ... ich bedaure es sehr - im Sinne des Films! ...". Berichtet dann über den Presse-Rummel und meldet: "... Heute wird nun endgültig Herrn Prinz von 'Bild' abgesagt und allen anderen auch - ausser BZ, das mache ich morgen um 16 h! Dieses Interview geht dann in 6-7 andere Tageszeitg. ... Voilà - Sie sehen, alles (was das letztere betrifft) läuft so, wie wir 3 in Paris es besprochen haben! [28.9IX.1976] ... Wissen Sie, wenn ich einmal erfahren habe, was da so alles hinter meinem Rücken gesprochen wird, dann wird mir erst mal übel & danach habe ich nichts mehr zu sagen! Sollten Sie etwas zu sagen oder zu schreiben haben, dann tun Sie es doch! Ich bin froh wieder gesund zu sein und mache diesen Film trotz aller schwierigen Seiten - trotz aller Missstimmungen - de mon mieux - weiter! C'est tout! Ich bitte Sie mich wissen zu lassen wann ich für 2 Stunden 'Mado' synchronistieren kann ...". - Auf der Rückseite eines Aufnahme-Zeitplans notiert Romy hastig die Bitte: "lieber Hans - die 'Papparazzis' dürfen nicht da sein wo sie eben waren - ich bitte Sie, - Pitt Schröder weiss - ich bitte jetzt alle wegzuschicken! Danke Ro." - Alle Teile gelocht, 2 Bl. auch mit kleinen Büroklammer-Rostspuren. - Beiliegend 3 große Setfotos, schwarz-weiß (unter Glas gerahmt 40,5 x 51 und 39 x 48 cm), von den Aufnahmen zum Film "Gruppenbild mit Dame". - Aufschlußreiche Einblicke in das Produktionsgeschehen des Films, der 1977 zwar überwiegend negative Kritiken erhielt; aber Romy Schneider wurde mit dem Filmband in Gold für die "beste darstellerische Leistung" ausgezeichnet.

Lot 2758, Auction  128, Schröder, Sophie, Brief an die Burgtheater-Direktion, wohl an Joh. L. Deinhardstein. 1832.

Schröder, Sophie
Brief an die Burgtheater-Direktion, wohl an Joh. L. Deinhardstein. 1832.
Los 2758

Schätzung
180€ (US$ 207)

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Schröder, Sophie, Schauspielerin und Sängerin, langjähriges Mitglied des Wiener Burgtheaters, eine der berühmtesten Tragödinnen ihrer Zeit (1781-1868). Eigh. Brief m. U. "Sophie Schröder". 3 S. Doppelblatt. 4to. München 15.IX.1832.
An einen "Hochwohlgeborenen", vermutlich den Vizedirektor des Wiener Burgtheaters, Johann Ludwig Deinhardstein (1790-1859), der in diesem Jahr die Nachfolge Joseph Schreyvogels angetreten hatte. Umfangreiches Schreiben, in dem die Schauspielerin ihre Bedingungen für künftige Gastspiele am Burgtheater darlegt. Sie zeigt sich erfreut, dass der Oberstkämmerer [Graf Czernin, der eigentliche Direktor des Hofburgtheaters] ihrem Antrag "nicht abgeneigt" sei. "... Ich wünschte nämlich in jedem der drey nächsten, aufeinanderfolgenden Jahre auf dem k. k. Hofburg-Theater einen durch drey Monate dauernden, jeden Monat wenigstens 10 Rollen enthaltenden Cyclus zu geben, für ein Honorar von 100 fl. Conv. Münze per Rolle, und den jedesmaligen Reisekosten per Extrapost für die Hin und Rückreise ...". Erörtert dann Möglichkeit und Bedingungen erweiterter Gastspiele sowie mögliche Hindernisse durch Krankheit oder andere Ursachen. "... In Hinsicht der Zeit kann ich leider vor der Ankunft Seiner Majestät des Königs [Ludwig I. von Bayern] , welcher in den ersten Tagen des künftigen Monats erwartet wird, nichts näheres bestimmen, doch hoffe ich die Bewilligung eines Urlaubs, entweder für April, May und Juni, oder August, September und October zu erhalten ...". - Der energische Vortrag von Bedingungen und Honorar für Gastspiele auf dem angesehensten Theater des deutschsprachigen Raumes läßt den hohen Rang und "Marktwert" erkennen, den die Künstlerin zu dieser Zeit erreicht hatte.

Lot 2759, Auction  128, Sorma, Agnes, 4 Autographen. 1884-1897

Sorma, Agnes
4 Autographen. 1884-1897
Los 2759

Schätzung
250€ (US$ 287)

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Sorma, Agnes (eigentl. A. Zaremba), exzellente Berliner Schauspielerin, von Publikum und Kritik gefeiert, Star des Deutschen Theaters, verbreitete ihren Ruhm auf vielen Gastspielreisen (1862-1927). 4 Autographen. 1884-1897.
2 eigh. Briefe, 1 eigh. Postkarte und 1 Porträt-Photographie m. U. „Agnes Sorma“ bzw. „A. Sorma“. Die Briefe und die Postkarte sind an den ihr befreundeten Berliner Hof-Photographen L. Haase gerichtet und handeln von Photos, Terminen und Aktivitäten der Künstlerin. - Das auf der Bildseite signierte Rollenphoto (Brustbild, 1897) aus dem Atelier des Berliner Hofphotographen W. Höffert (Kabinett-Format, 16,5 x 10,8 cm) zeigt Agnes Sorma in einer ihrer berühmtesten Rollen, dem „Rautendelein“ in Gerhart Hauptmanns Märchendrama „Die versunkene Glocke“.

[*]: Regelbesteuert gemäß Auktionsbedingungen. [^]: Ausgleich von Einfuhr-Umsatzsteuer.

* Alle Angaben inkl. 25% Regelaufgeld ohne MwSt. und ohne Gewähr – Irrtum vorbehalten.


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