Los 2758
Schröder, Sophie
(1781-1868)Brief an die Burgtheater-Direktion, wohl an Joh. L. Deinhardstein. 1832.
Schätzung
180€ (US$ 207)
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Autographen
Auktionsdatum 7.10.2026

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Wertvolle Bücher, Dekorative Graphik und Autographen
Auktionsdatum 6. – 8. Oktober 2026


Schröder, Sophie, Schauspielerin und Sängerin, langjähriges Mitglied des Wiener Burgtheaters, eine der berühmtesten Tragödinnen ihrer Zeit (1781-1868). Eigh. Brief m. U. "Sophie Schröder". 3 S. Doppelblatt. 4to. München 15.IX.1832.
An einen "Hochwohlgeborenen", vermutlich den Vizedirektor des Wiener Burgtheaters, Johann Ludwig Deinhardstein (1790-1859), der in diesem Jahr die Nachfolge Joseph Schreyvogels angetreten hatte. Umfangreiches Schreiben, in dem die Schauspielerin ihre Bedingungen für künftige Gastspiele am Burgtheater darlegt. Sie zeigt sich erfreut, dass der Oberstkämmerer [Graf Czernin, der eigentliche Direktor des Hofburgtheaters] ihrem Antrag "nicht abgeneigt" sei. "... Ich wünschte nämlich in jedem der drey nächsten, aufeinanderfolgenden Jahre auf dem k. k. Hofburg-Theater einen durch drey Monate dauernden, jeden Monat wenigstens 10 Rollen enthaltenden Cyclus zu geben, für ein Honorar von 100 fl. Conv. Münze per Rolle, und den jedesmaligen Reisekosten per Extrapost für die Hin und Rückreise ...". Erörtert dann Möglichkeit und Bedingungen erweiterter Gastspiele sowie mögliche Hindernisse durch Krankheit oder andere Ursachen. "... In Hinsicht der Zeit kann ich leider vor der Ankunft Seiner Majestät des Königs [Ludwig I. von Bayern] , welcher in den ersten Tagen des künftigen Monats erwartet wird, nichts näheres bestimmen, doch hoffe ich die Bewilligung eines Urlaubs, entweder für April, May und Juni, oder August, September und October zu erhalten ...". - Der energische Vortrag von Bedingungen und Honorar für Gastspiele auf dem angesehensten Theater des deutschsprachigen Raumes läßt den hohen Rang und "Marktwert" erkennen, den die Künstlerin zu dieser Zeit erreicht hatte.
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