Los 2752

Neumann, Louise
(1817-1905)2 Briefe + 5 Schauspielerbriefe als Beigaben. 1848-1918

Schätzung
350€ (US$ 402)

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Los 2752 - Neumann, Louise - 2 Briefe + 5 Schauspielerbriefe als Beigaben. 1848-1918 - 0 - thumb

Aus dem Katalog
Autographen
Auktionsdatum 7.10.2026

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Wertvolle Bücher, Dekorative Graphik und Autographen
Auktionsdatum 6. – 8. Oktober 2026

Lot 2752, Auction  128, Neumann, Louise, 2 Briefe + 5 Schauspielerbriefe als Beigaben. 1848-1918

Neumann, Louise, ab 1857 verh. Gräfin Schönfeld, hervorragende Wiener Schauspielerin, Tochter der Schauspielerin Amalie Haizinger, bis zu ihrer Vermählung rund 17 Jahre gefeiertes Mitglied des Burgtheaters (1817-1905). 2 eigh. Briefe m. U. "Louise Neumann". Zus. 5 S. Doppelbl. Gr. 8vo. Wien 16.V.1848 und IX.1854.
Der Brief von 1848 vermutlich an den (nicht genannten) Schauspieler und Schriftsteller Arnold Schloenbach (1817-1866), der sich bei Amalie Haizinger mitten im Revolutionsgetümmel nach dem Schicksal seines beim Burgtheater eingereichten Dramas "Gustav III." erkundigt hatte. Louise antwortet im Auftrag ihrer Mutter, "... daß Herr von Holbein in dessen Hände jetzt das Repertoire des Burgtheaters gelegt ist, Ihr Stück noch einmal durchlesen wird, da so viel er sich erinnert, nur dessen Tendenz ihn bisher abhielt, es anzunehmen. Jetzt wo wir durch keine Censur mehr in der freien Entwiklung der Zeit mehr gehindert werden, bezweifle ich keinen Augenblick, daß Ihr Gustav III. über unsere Bühne schreiten wird. Sollte aber wider Vermuthen dennoch ein Umstand vorwalten, der Ihrem Werke hinderlich wäre, so verlaßen Sie sich auf uns beide; wir werden es gewiß einer unsrer Vorstadt Bühnen dringend empfelen ... Entweder wird Ihnen Hr. von Holbein selbst oder vielleicht meine Mutter in einiger Zeit darüber berichten, denn wenn Ihr Stück zur Aufführung kömmt, so wird es erst nach mehreren Monaten geschehen, weil im gegenwärtigen Augenblicke die Direction überflutet wird mit Produkten inländischer Poeten, welche alle prätendiren - (ob mit oder ohne Talent) den Vorzug vor den Ausländern zu verdienen ...". - Der Brief von 1854 an einen Autor, der Biographisches über sie und ihre Mutter nebst Bildnissen veröffentlichen möchte und sie um Selbst-Auskunft gebeten hatte. Louise teilt mit, "daß ich 2 Litographien, als die gelungensten Portraits von meiner Mutter und mir an Sie abgeschickt habe. Was die biographischen Notizen anbelangt, so finden Sie über meine Mutter (Frau Haizinger) die besten im Humoristen des Jahres 39 oder 40 abgedruckt, welchen nur noch hinzuzufügen wäre, daß sie seit 9 Jahren zum Wiener Burgtheater eintrat, wo sie in dem ältern Fache sich eben so bewährte wie in dem früheren. Notizen über mein Leben geben zu wollen, wäre lächerlich, es ist nach Außen hin so glatt, daß es sicher Niemanden interessiren kann. Das Wenige was sich darüber sagen läßt, wurde einmal in der Wiener illustrirten Zeitung neben einer Litographie abgedruckt ...". - 5 Beilagen: 2 eigh. Briefe des Burgschauspielers Josef Lewinsky (1904 an den Bildhauer Hans Dietrich, 1905 an einen Freund). - 2 eigh. Briefe des Burgschauspielers Hugo Thimig (1892 an einen Theaterdirektor, mit Empfehlung der Schauspielerin Anna Kallina; 1895 an einen Hofrat, der ihm ein Bildnis Ludwig Dessoirs für Thimigs Theatersammlung gestiftet hatte). - 1 kurzer eigh. Brief des Schauspielers Albert Bassermann (Wien 5.IV.1918 an den Schauspieler und Operettensänger Alexander Girardi, in Bassermanns kurioser Orthographie. Seine Frau läßt Girardi danken für Rosen, famose Theaterplätze und Girardis Leistung, wohl in Raimunds "Bauer als Millionär", 2 Wochen vor Girardis Tod). - Insgesamt 7 Briefe höchst prominenter Wiener Künstler zum Thema Theater.


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