Los 2754

Pfitzner, Hans
(1869-1949)2 Briefe und 2 Postkarten. 1904-1944

Schätzung
280€ (US$ 322)

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Los 2754 - Pfitzner, Hans - 2 Briefe und 2 Postkarten. 1904-1944 - 0 - thumb

Aus dem Katalog
Autographen
Auktionsdatum 7.10.2026

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Wertvolle Bücher, Dekorative Graphik und Autographen
Auktionsdatum 6. – 8. Oktober 2026

Lot 2754, Auction  128, Pfitzner, Hans, 2 Briefe und 2 Postkarten. 1904-1944

Pfitzner, Hans, Komponist und Dirigent (1869-1949). Konvolut von 2 masch. Briefen, 1 masch. Postkarte und 1 eigh. Postkarte m. U. "Hans Pfitzner" bzw. "D Hans Pfitzner". Zus. 4 S. Gr. 4to, quer-gr. 8vo und quer-8vo. Berlin, München und Wien 1904-1944.
Die eigenhändige Postkarte (Berlin 1904) ist an Carl Horwitz in Charlottenburg gerichtet. "... Ihr Brief, sowie der Ihres Freundes, ist mir vollkommen unverständlich; ich nehme an, daß Sie das Bedürfnis empfinden, mir die wahren Gründe Ihres plötzlichen Entschlusses mündlich mitzuteilen, nachdem Sie doch schon so weit mit mir in Beziehung getreten sind. Was mich betrifft, so wünschte ich schon deshalb Aufklärung zu erhalten, weil Frau Dir. Mahler so liebenswürdig war, Sie mir zu empfehlen ...". - Wahrscheinlich handelt es sich um den Wiener Adler- und Schönbergschüler Horwitz (1884-1925), der später als Dirigent und Komponist in Erscheinung trat. - Die übrigen Schriftstücke im Weltkrieg jeweils an Hans von Besele, Professor an der Hochschule für Musik in Stuttgart. Der erste Brief mit Umschlag: "... Frl. Domberger kann mir natürlich vorsingen ... Warum schreiben Sie mir nicht, wie Sie sie finden und was für eine Qualität von Sängerin sie ist?" [München 25.II.1941]. - Die masch. Karte: Dankt Besele für einen Brief mit beigefügtem Konzertprogramm: "... Dass die Klavierstücke daraufstehen ist ja sehr schön, aber die tragen die opus-Zahl 47, nicht 45. Ich lege Wert darauf, dieses festzustellen" [München 1.VII.1942]. - Der Brief aus Wien [7.III.1944]: "Ich komme ziemlich spät zur Beantwortung Ihres Briefes vom 29. Dezember 1943. Sie können sich denken, dass die Zeit seit Empfang desselben mit allerlei wichtigen Tätigkeiten ausgefüllt war. Inzwischen hat sich die Frage meiner Unterkunft so weit aufgeklärt, dass ich noch diesen Monat in mein neues, mir zur Verfügung gestelltes Häuschen in Rodaun bei Wien einzuziehen gedenke ... Von dem neuesten, offenbar sehr starken Angriff auf Stuttgart habe ich gehört und bitte Sie, mir doch sobald als möglich mitzuteilen, ob Sie auch darunter haben leiden müssen ... Die Schreckensnachrichten werden einem ja allmählich zur Gewohnheit und man ist zufrieden, wenn man nur die hauptsächlichsten Auskünfte über seine Freunde und Bekannten hat ...". - Der Brief auf gebräuntem Kriegspapier. - Beiliegend eine gedruckte Dankeskarte (auch die Unterschrift gedruckt) an die Gratulanten zu Pfitzners 75. Geburtstag.


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