153050

Lose pro Seite


Lot 1240, Auction  128, Leonardo da Vinci, Tractat von der Mahlerey. Nürnberg, Weigel, 1747. - Zweite deutsche Ausgabe

Leonardo da Vinci
Tractat von der Mahlerey. Nürnberg, Weigel, 1747. - Zweite deutsche Ausgabe
Los 1240

Schätzung
300€ (US$ 345)

Details

Los merken

Leonardo da Vinci. Tractat von der Mahlerey. Aus dem Italiänischen und Frantzösischen in das Teutsche übersetzet; auch mit beygefügtem Leben des Auctoris zum Druck befördert von J. G. Böhm. Zweyte Auflage. 11 Bl., 200 S., 5 Bl. Mit gestochenem Frontispiz, 28 teils gefalteten Kupfertafeln und zahlreichen Textholzschnitten. 23 x 18 cm. Marmorierter Lederband d. Z. (etwas berieben, mit schwachen Schabspuren) mit dezenter RVergoldung und goldgeprägtem RSchild. Nürnberg, Andreas Bieling für Christoph Weigel, 1747.
Ebert 23623. Schlosser 144. Graesse VI/II, 328. Verga 8. Ornamentstichsammlung 4616. Thieme-Becker XV, 203 – Zweite deutsche Ausgabe des häufig übersetzten theoretischen Hauptwerks Leonardo da Vincis (1452-1519), die erste deutsche Ausgabe erschien 1724. Unter Neuordnung der Kapitel übertragen aus der 1651 erschienenen ersten italienischen und ersten französischen Ausgabe. – Etwas gebräunt und braunfleckig, sonst wohlerhalten. Die Kupfer auf blattgroße Falze montiert.

Lot 1241, Auction  128, Lepautre, Jean, Sammlung von 55 Kupfertafeln und 8 Lithographien

Lepautre, Jean
Sammlung von 55 Kupfertafeln und 8 Lithographien
Los 1241

Schätzung
900€ (US$ 1,034)

Details

Los merken

Lepautre, Jean. Sammlung von 55 Kupfertafeln und 8 Lithographien. 26 x 17,5 cm. Halbleder d. Z. (stark lädiert, mit größeren Fehlstellen und Einrissen an den Kapitalen) goldgeprägter RTitel. Paris, Pierre Mariette, Mondhare und Le Blond, 1659.
Privat zusammengestellte Sammlung verschiedener Kupferstiche und Lithographien des französischen Künstlers Jean Lepautre (1618-1682) aus verschiedenen Offizinen. Dargestellt sind Embleme, dekorative Friese, prunkvolle Gefäße und Trophäen sowie zahlreicher Wanddekor. – Vorderes Innengelenk offen, Blätter teils lose, fleckig, teils knapp beschnitten und montiert auf Papier, knickspurig, mit wenigen Einrissen und kleinen Fehlstellen.

Lot 1242, Auction  128, Linse, Eduard, Aus meiner Praxis. Sammlung ausgeführter Bauten

Linse, Eduard
Aus meiner Praxis. Sammlung ausgeführter Bauten
Los 1242

Schätzung
300€ (US$ 345)

Details

Los merken

Linse, Eduard. Aus meiner Praxis. Sammlung ausgeführter Bauten. Band I (alles Erschienene). Ein Wohnhaus in Aachen. 2 Bl. Mit 76 (recte 67) Tafeln (9 chromolithographierte von M. Seeger, die übrigen Lichtdrucke von M. Rommel, beide in Stuttgart). 44 x 33 cm. OHalbleder mit Rückenvergoldung und Schwarzprägung (Rücken verfärbt, Rückendeckel mit einigen kleinen Kratzern). Aachen, Selbstverlag, (1892).
Brand-Evers 1641. Savelsberg, Aachener Gelehrte, CCCLVII. MNE I, 430. – Einzige Ausgabe. Eduard Linse (1848-1902) studierte an der TH in Aachen und baute u.a. das Burtscheider Kurhaus (1889) sowie den hier vorgestellten Privatpalast für die Familie Cassalette (1892). Heute hat hier das Suermondt-Ludwig-Museum seinen Sitz. Linse gilt als der wichtigste Vertreter der historistischen Architektur in Aachen. Die Tafeln nach Zeichnungen und Photographien zeigen vor allem die üppige Inneneinrichtung, außerdem die Fassade, Grundrisse sowie Details. Tafel 59ff. sind jeweils als chromolithographierte Doppeltafel gezählt und stellen die prachtvollen Deckenplafonds im Stil der Neorenaissance dar. Am Bau waren u.a. die folgenden Künstler oder Firmen beteiligt: Wilhelm Albermann (1835-1913; Bildhauerarbeiten Fassade), A. Fischer (Bildhauerarbeiten innen), Paul Stotz (1850-1897; Bronzearbeiten), Johann Matthäus Keuffel (geb. 1841; Deckengemälde), Eduard Puls (Kunstschmiedearbeiten), F. W. Rottmann (Gobelins u. Möbel), P. Kessel (Marmorarbeiten). – Innen sehr gut erhaltenes Exemplar.

Lot 1243, Auction  128, Longhi, Giuseppe, Die Kupferstecherei oder die Kunst in Kupfer zu stechen und zu äzen

Longhi, Giuseppe
Die Kupferstecherei oder die Kunst in Kupfer zu stechen und zu äzen
Los 1243

Schätzung
300€ (US$ 345)

Details

Los merken

Longhi, Giuseppe. Die Kupferstecherei oder die Kunst in Kupfer zu stechen und zu äzen. Aus dem Italienischen übersetzt von C(arl) Barth. 2 Teile in 1 Band. 4 Bl., 368 S.; VI S., 1 Bl., 187 S., 2 Bl. Mit 2 gefalteten Kupfertafeln. 17,5 x 10,5 cm. Marmorierter Halblederband d. Z. (etwas berieben und leicht bestoßen, Gelenke und Rücken stärker beschabt) mit Rvergoldung und goldgeprägtem RSchild. Hildburghausen und Meiningen, Kesselring, 1837.
Erste deutsche Ausgabe der zuerst 1830 in Mailand unter dem Titel La Calcografia erschienenen Theorie der Kupferstecherei. Behandelt getrennt voneinander den theoretischen und praktischen Teil. Die beiden Kupfer zeigen verschiedene Grabstichel. – Vorsätze etwas leimschattig, sonst sauber und frisch. - Selten.

Lot 1244, Auction  128, Mala Gallina, Malum Ovum, Das ist: Wie die Alten sungen, so zwitzern die Jungen. Im zweyten Centi-Folio hundert Ausbündiger Närrinnen.

Mala Gallina, Malum Ovum
Das ist: Wie die Alten sungen, so zwitzern die Jungen. Im zweyten Centi-Folio hundert Ausbündiger Närrinnen.
Los 1244

Schätzung
400€ (US$ 460)

Details

Los merken

Mala Gallina, Malum Ovum. Das ist: Wie die Alten sungen, so zwitzern die Jungen. Im zweyten Centi-Folio hundert Ausbündiger Närrinnen. 4 Bl., 452 S., 2 Bl. (Register). Mit Kupfertitel und 95 (von 100) Kupfertafeln. 19,5 x 15,7 cm. Leder d. Z. (stärker berieben, beschabt und etwas bestoßen, Kapitale abgeschürft, Gelenke brüchig). Wien, Andreas Heyinger für Christoph Weigel, 1713.
Erste Auflage der Zusammenstellung närrischer Gepflogenheiten von Frauen, die in "hundert schönen Kupffern moralisch vorgestellt" werden. Jede der Tafeln wird von einem kurzen, sechszeiligen Gedicht zum jeweiligen Laster erläutert. Von vielen fälschlicherweise dem Beststellerautor seiner Zeit Abraham a Sancta Clara (1644-1709) zugeschrieben, bleibt der Verfasser dieses Werkes anonym.
Benannt werden die verschiedensten Eigenschaften, die eine Frau nicht haben solle. Neben Lastern wie unfreundlich, arglistig und "undanckbar", fallen hierunter auch betrogene, sorglose, verliebte, unwillige, singende, freie, reisende oder "super kluge" Närrinnen. Ebenso wenig wie hunde- oder katzenbegeistert, sollte eine Frau zu kleider-, kinder- oder sprachbegeistert sein. Wo eine "Magd-plagende", ebenso wie eine "Mann-plagende" Frau unerwünscht ist, zählt auch eine "musicierende" oder gar "tanzende Närrin" zu den unpopulären Damen, die es nicht zu ehelichen gilt. Zu den Tugenden zählt es nicht zu krank, fürwitzig und belehrt zu sein, eigentlich nicht zu irgendwas.
Ist eine Frau zu hartnäckig, schwärmt der Ehemann seinen "Sauff-Brüder(n)" im Wirtshaus vom "Regenbogen im Gesicht" seiner Gattin vor - "welches ein Zeichen des Friedens" (S. 170). – Es fehlen 5 Kupfertafeln, nach dem Titel sind allerdings weitere 4 Tafeln zusammen mit einem Textbogen aus den "Centifolium Stultorum In Quarto. Oder Hundert Ausbündige Narren" (S. 185-200) zusätzlich eingebunden, darunter "Hauß-Narr", "Der Jungfrau Narr", "Jubelen-Narr", "Kriegs-Narr", Kupfertitel konturbeschnitten und aufgezogen, Titel hinterlegt,

Merian, Matthaeus
Todten-Tanz, wie derselbe
Los 1245

Schätzung
1.200€ (US$ 1,379)

Details

Los merken

Merian, Matthaeus. Todten-Tanz, wie derselbe in der löbl. u. Welt-berühmten Stadt Basel, als ein Spiegel menschlicher Beschaffenheit künstlich gemahlet und zu sehen ist ... 98 S. Mit gestochenen Titel und 43 Textkupfern von A. Chovin nach Math. Merian. 22,5 x 16,5 cm. Pappband d. Z. (berieben, bestoßen, Kapitale mit Fehlstellen) mit hs. RSchild. Basel, Birmann u. Söhne, o. J. (1830).
Massmann-Taepper, 78, 13. Oppermann, Kat. 414, 1130 – Letzte Ausgabe von Merians Totentanz mit den von J. A. Chovin aufgestochenen Platten. "Sehr seltene Ausgabe, die ein überaus interessantes und kulturhistorisch wertvolles Vorwort besitzt. Die Merian'schen und Chovin'schen Totentanz-Folgen mit ihren verschiedenen Ausgaben sind von zwei Standpunkten aus als sehr interessant zu bezeichnen: vom rein bibliographisch-graphischen und vom kulturhistorischen. Bibliographisch-graphisch kann es sicher als Unikum gelten, dass eine Folge von über 40 Kupferplatten im Laufe zweier Jahrhunderte (1621-1830) immer wieder gebraucht wird mit den jeweiligen Verbesserungen, der Geschmacksrichtung der Zeit und der technischen Vervollkommnung der Graphik entsprechend. Wir können hier eigentlich von 4 Plattenzuständen sprechen, von denen die drei letzten in dieser Sammlung vertreten sind: I. Der Originalzustand, gestochen in Basel von Johann Jacob Merian, ca. 1620. II. Die Revidierung der Platten durch Matthäus Merian in Frankfurt, ca. 1649. III. Die Chovin'sche Verbesserung und Verfeinerung des Stiches, wiederum in Basel, ca. 1743. IV. Der Endzustand, von unbekannter Hand (Birmann?) für den Birmann'schen Verlag wurde 1830 hergestellt.
Kulturhistorisch gewertet, sind die Vorworte der verschiedenen Ausgaben jeweils die beste Illustration, wie sich der Mensch und seine Zeit mit der Idee des Todes und deren bildlicher Darstellung auseinandersetzte. Im Holbein'schen Totentanz, der entgültigen klassischen Formulierung, erreichte sie den Höhepunkt; unmittelbare Nachklänge herrschten noch am Anfang des 17. Jahrhunderts, wo die Auseinandersetzung mit der Todesidee einem inneren Drang entsprach, und der christliche Leser täglich seine Nichtigkeit vor Augen sieht. ‚... Ist er doch ein schändlich Koth, weil er noch lebte: und wann der Artzt schon lange daran flickt, so geht's doch endlich also, heut König, morgen todt: Und wann der Mensch tot ist, so fressen ihn die Schlangen und Würmer'. Aus der Bibel zitiert von Matth. Merian, 1649. Und 200 Jahre später, im Vorwort der Birmann'schen Ausgabe 1830: ‚... Nur ein barbarisches Zeitalter, in welchem die Wahrheiten des Evangeliums durch Aberglauben entstellt waren, durfte den Tod unter der scheusslichen Gestalt abbilden, in der wir ihn auf diesen Gemälden erblicken. Die Alten, welche überhaupt sehr selten Skelette malten, weil solche Gerippe nicht zu Gegenständen für die schönen Künste taugen, haben nie daran gedacht, die abstrakte Idee des Todes auf eine so widerliche Art zu versinnlichen'. Dem Zeitalter der Klassik, der Menschen Goethe und Winkelmann, konnte eine Ausgabe solch alter Totentanz-Folgen nur noch ein rein äusserliches, kunst- und kulturhistorisches Interesse entgegenbringen, innere Erbauung war ausgeschlossen, und tatsächlich wollter der Verleger nur ‚... ein Denkmal wieder die Erinnerung bringen, welches den Geist des Mittelalters auf eine so sprechende Weise bezeichnet.' Birmann, 1830" (Oppermann). Mit französischen und deutschen Text. – Etwas braun- und fingerfleckig, vereinzelt mit Einrissen sonst gutes Exemplar. Mit teils sehr gratigen Kupfern.

Lot 1246, Auction  128, Meulen, Adam Frans van der, Le Roy dans sa calleche ... La reine allant à Fontainebleau

Meulen, Adam Frans van der
Le Roy dans sa calleche ... La reine allant à Fontainebleau
Los 1246

Schätzung
500€ (US$ 575)

Details

Los merken

Meulen, Adam Frans van der. Le Roy dans sa calleche accompagné des Dames dans le bois de vincennes. La reine allant à Fontainebleau accompagnée de ses gardes. 2 Kupferstiche von A. F. Baudouins nach A. F. van der Meulen. 53 x 80,5 cm. Unter Glas in goldgeprägter Holzleiste. Paris, Manufactures Royales des Gobelins, um 1690.
Die beiden Stiche sind nach Gemälden des flämischen Künstlers Adam Frans van der Meulen (1632-1690) und zeigen den König und die Königin auf Ihren Ausflügen. – Papierbedingt gebräunt, mit Mittelfalz, stockfleckig und ein Blatt mit kleinem hinterlegtem Einriss. Nicht ausgerahmt, Versand nur ohne Rahmen.

Lot 1247, Auction  128, Miglianico, Paolo da, Plan du Saint-Sépulcre

Miglianico, Paolo da
Plan du Saint-Sépulcre
Los 1247

Schätzung
750€ (US$ 862)

Details

Los merken

Miglianico, Paolo da. Plan du Saint-Sépulcre. Kupferstich. 60 x 66,5 cm (Plattenrand). Paris 1715.
Grundriss der Saint-Sépulcre von Paolo da Miglianico mit sieben Darstellungen des Kreuzweges am oberen Rand, verschiedenen Heiligen Figuren innerhalb des Gebäudes, einem Wappen und einer größeren Insetkarte mit dem Heiligen Franziskus von Assisi – Leicht knickspurig und stockfleckig sowie mit kleinen Einrissen.

Lot 1248, Auction  128, Milizia, Francesco, Del teatro

Milizia, Francesco
Del teatro
Los 1248

Schätzung
600€ (US$ 690)

Details

Los merken

Milizia, Francesco. Del teatro. VIII, 100 S. Mit gestochener Titelvignette und 6 gefalteten gesochenen Tafeln (1 signiert M. Sebastian Giampiccoli). 26,5 x 19 cm. Geheftet mit altem Umschlag aus kräftigem weißem Papier (Einband angestaubt, oberes Kapital eingerissen). Venedig, Presso G. Pasquali, 1773.
Fowler 196. Cicognara 764. Kat. Ornamentstichslg. Berlin 2793. Nicht bei RIBA. – Zweite Ausgabe des interessanten Werkes zum Theaterbau, nur zwei Jahre nach der sofort konfiszierten ersten Ausgabe vom Dezember 1771 erschienen. "Der einflußreichste italienische Architekturtheoretiker am Ende des 18. Jahrhunderts" (Kruft) F. Milizia (1725-1798) gibt eine Einführung in die Geschichte des Theaters inklusive Dekorationen sowie Beschreibung antiker und moderner Theaterbauten. Von besonderem Interesse sind die S. 86-92, die die "Idea d'un Teatro Nuovo" nach Entwurf des Architekten Vincenzo Ferrarese enthalten. Dieser (geb. 1741 u. 1777 in London nachweisbar) war Architekt in Dienste des Königs von Neapel-Sizilien (vgl. Ferdinando Fuga 1699-1999 (Neapel, 2001) S. 153-160 mit Abb.). Sein Entwurf folgt antiken Vorbildern und sieht ein von einer Kuppel überwölbtes Amphitheater vor (dazu auch die 6 Tafeln). – Minimal fleckig, gering angestaubt, eselsohrig. Name des Verfassers auf dem Titel handschriftlich ergänzt. Spiegel mit Besitzvermerk.

Lot 1249, Auction  128, Montfaucon, Bernard de, L'antiquité expliquée

Montfaucon, Bernard de
L'antiquité expliquée
Los 1249

Schätzung
3.500€ (US$ 4,023)

Details

Los merken

Montfaucon, Bernard de. L'antiquité expliquée, et représentée en figures. 10 Bände und 5 Supplemente, zusammen 15 Bände. Titel in Rot und Schwarz. Mit 10 gestochenen Titelvignetten, zahlreichen gestochenen Textvignetten und 1127 (statt 1397) zumeist doppelblattgroßen Kupfertafeln. 39,5 x 25 cm. Leder d. Z. (berieben, Kapitale bestoßen, teils mit Schabspuren) mit RVergoldung und 2 goldgeprägten RSchildern. Paris, Florentine Delaulne, 1719-1724.
Cioranescu 47006. Cohen/R. 731. Graesse IV, 590. Brunet III, 1861f. Lipperheide Ba 6. – Erste Ausgabe des monumentalen Illustrationswerks, eine Quelle ersten Ranges zur Geschichte der Archäologie und des Sammlungswesens vor dem Hintergrund der "Querelle des anciens et modernes". Auf den Tafeln ist die ganze Antike, ihre Götterwelt, Kultpraxis, Kriegstechnik, Architektur, Kunsthandwerk etc. dargestellt. Die Supplementebände sind nur einmal aufgelegt worden. – Es fehlen das gestochene Frontispiz und das Portrait. Etwas fleckig, Titel mehrfach gestempelt, stellenweise mit Wurmgängen, einige Tafeln lose.

Lot 1250, Auction  128, Müller-Kaempff, Paul, Ahrenshoop. Sommertage am Ostseestrande

Müller-Kaempff, Paul
Ahrenshoop. Sommertage am Ostseestrande
Los 1250

Schätzung
150€ (US$ 172)

Details

Los merken

Müller-Kaempff, P(aul). Ahrenshoop. Sommertage am Ostseestrande (Deckeltitel). Mit 10 Tafeln nach Federzeichnungen von Paul Müller-Kaempff. 18,5 x 25,5 cm. Lose Blatt in illustrierter OHalbleinenmappe (stärkere Gebrauchsspuren). (Berlin-Schöneberg 1897).
Seltene Reproduktionsfolge mit malerischen Ansichten aus der Künstlerkolonie auf dem Darß. – Rechte obere Ecke durch Feuchtigkeit etwas gewellt und schwach rötlich verfärbt. Über den KVK lediglich ein Eintrag im Verbundkatalog Hessen, jedoch ohne Standortnachweis.

Lot 1251, Auction  128, Palladio, Andrea, The first book of Architecture

Palladio, Andrea
The first book of Architecture
Los 1251

Schätzung
300€ (US$ 345)

Details

Los merken

Palladio, Andrea. The first book of Architecture. The twelfth Edition corrected and enlarged. 2 Bl., 206 S., 1 Bl. Mit gestochenem Titel, 71 teils gefalteten Kupfertafeln und mehreren Textholzschnitten. Titel in Schwarz und Rot. 19 x 14,5 cm. Modernes Leder (berieben, bestoßen, oberes Kapitel mit größerer Fehlstelle) mit goldgeprägtem RTitel unter Verwendung der ursprünglichen Lederdeckel. London, A. Bettesworth, 1733.
Englische Ausgabe des bekannten Architektur-Werkes vom römischen Architekt Andrea Palladio (1508-1580). – Vorsätze erneuert und stärker papierbedingt gebräunt. Insgesamt etwas gebräunt, leimschattig, finger- und braunfleckig, vereinzelt mit Fehlstellen sowie leicht knickspurig.

Percier, Charles
Description des ceremonies
Los 1252

Schätzung
3.000€ (US$ 3,448)

Details

Los merken

Die Krönung Napoleons in einem Prachtexemplar
Percier, Charles, und Pierre Fontaine. Déscription des cérémonies et des fêtes qui ont eu lieu pour le couronnement de leurs Majestés Napoléon, empereur des Français et roi d'Italie et Josephine, son auguste épouse. 2 Bl., 24 S., 2 Bl. Mit großer gestochener Kopf- und Schlussvignette und 12 Kupfertafeln. 62 x 46 cm. Halbleder d. Z. (Rücken und Ecken erneuert, etwas berieben) mit großem goldgeprägten Lederdeckelschild. Paris, Leblanc, 1807.
Vinet 532. – Prachtdruck zur Kaiserkröung Napoleons am 2. Dezember 1804 in der Kathedrale Notre-Dame zu Paris, beschrieben und gestochen in Umrisskupfern von den Künstlers Charles Percier (1764-1838) und Pierre François Leonard Fontaine (1762-1853). Die Tafeln zeigen Grundriss und Ansichten der für die Festlichkeiten höchst aufwändig geschmückten Nôtre-Dame mit Innen- und Außenansichten, dem Fest des Volkes, den Krönungsfeierlichkeiten etc. – Innengelenke neu verstärkt. Etwas braunfleckig und mit kleinen Einrisse, durchgehend wohlerhalten. Gestochenes Wappenexlibris "Holland House".

Lot 1253, Auction  128, Picart, Bernard, Neueröffneter Musen-Tempel

Picart, Bernard
Neueröffneter Musen-Tempel
Los 1253

Schätzung
1.000€ (US$ 1,149)

Details

Los merken

Picart, Bernard. Neueröffneter Musen-Tempel, welcher das allermerkwürdigste aus den Fabeln der Alten vorstellet; mit deutlichen Erklärungen und Anmerkungen, zu rechtem Verstande der Fabeln und ihrem Zusammenhange mit der Historie erläutert. Nebst einer Vorrede Herrn Christoph Gottlieb Stockmanns. 8 Bl., 165 S., 1 Bl. Mit Kupfertitel (in Pag.), gestochener Titelvignette und 60 Kupfertafeln nach Bernard Picard. 48 x 31,5 cm. Marmoriertes Halbleder um 1865 (etwas beschabt und bestoßen, Kapital minimal eingerissen, wenige Kratzer) mit rotem goldgeprägten RSchild, breiten Lederecken und marmorierten Deckelbezügen. Amsterdam und Leipzig, Arkstee und Merkus, 1754.
VD18 10437568. Faber du Faur 1857. Fromm 13522. Bilderwelten 4 (mit Abb.). Ebert 22411. Graesse VI, 2, 49. Vgl. Cohen-Ricci 531f. – Prachtvolle erste deutsche Ausgabe des berühmten Werkes, die französische Originalausgabe erschien 1733. Picarts großes Tafelwerk zu Erzählungen der griechischen Mythologie mit dem von einer zweiten Platte gedruckten, prächtigen und reich ornamentierten Rahmen. Der Musentempel enthält mythologische Erzählungen und Fabeln insbesondere aus Ovids Metamorphosen, die mit Kommentaren und Deutungen versehen sind, darunter die auf de Marolles zurückgehende Darstellungen klassischer Stellen der antiken Mythologie in
reichen, dramatisch bewegten Landschaften oder Götter- und Heldenfiguren wie Pandora, Prometheus, Phaeton, Daphne, Orpheus, Salamacis, Ikarus, Narcissus, Arion etc., außerdem einige Sternbildallegorien. – Teilweise leichte Feuchtigkeitsflecken im unteren Randbereich, Innengelenke verstärkt. Einband mit leicht beriebenen Ecken und leicht abgenutztem oberen Rücken, sonst sehr schönes Exemplar.

Lot 1254, Auction  128, Pigage, Nicolas de, La Galerie Electorale de Dusseldorff

Pigage, Nicolas de
La Galerie Electorale de Dusseldorff
Los 1254

Schätzung
600€ (US$ 690)

Details

Los merken

Pigage, Nicolas de. La Galerie Electorale de Dusseldorff ou Catalogue raisonné et figuré de ses tableaux. Text- und Tafelband. Mit 8 gestochenen Titelvignetten und 30 Kupfertafeln. 31,5 x 39,5 cm. Flexible Interimspappbände d. Z. (berieben und beschabt). Basel, Christian von Mechel, 1778.
Lonchamp 2322. Cicognara 3394. Ornamentstichsammlung Berlin 3973. Thieme-Becker XXIV, 324. Wüthrich, Mechel 133ff. – Erste Ausgabe des Prachtwerks zu der berühmten Kunstsammlung der Gemäldegalerie Düsseldorf. Der von Nicolas de Pigage zusammengestellte Katalog der Sammlung zeigt Hauptwerke der flämischen und holländischen Schule. "Dieses Prachtbilderbuch erwarb dem Künstler den Titel eines kurpfälzischen Hofkupferstechers" (Nagler VIII, 532, 3). Die 365 Gemälde, die sich heute in der Alten Pinakothek in München befinden, sind in ihrer damaligen Anordnung an den Saalwänden dargestellt. "Auf jeder der 26 Hauptplatten ist jeweils die ganze oder der Teil einer Wand eines Galeriesaals mit sämtlichen an ihr aufgehängten Gemälden abgebildet" (Wüthrich). – Teils etwas fingerfleckig, stellenweise gebäunt, einige Tafeln mit Feuchtigkeitsrand. Die Seidenhemdchen aus schönem dünnem Büttenpapier mit Wasserzeichen. Unbeschnittenes, teils unaufgeschnittenes Exemplar auf festem Vélin aus der Gräflichen Hofbibliothek Erbach, mit entsprechenden Stempeln.

Lot 1255, Auction  128, Piganiol de la Force, Jean Aymar, Nouvelle description des chateaux et parcs de Versailles et de Marly

Piganiol de la Force, Jean Aymar
Nouvelle description des chateaux et parcs de Versailles et de Marly
Los 1255

Schätzung
150€ (US$ 172)

Details

Los merken

Piganiol de la Force, Jean Aymar. Nouvelle description des chateaux et parcs de Versailles et de Marly. 2 Bände. 2 Bl., XVI, 1 Bl., 328 S.; 3 Bl., 381 S., 3 Bl. Mit 16 gefalteten Kupfertafeln. 16,5 x 9 cm. Marmoriertes Leder d. Z. (leicht berieben und wenigen Fehlstellen) mit goldgeprägtem RSchild und RVergoldung. Paris, Aumont, 1764.
Vgl. Cioranescu, 18e si`cle 50079ff. Cohen-Ricci801. Ornamentenstichkatalog 2485. – Spätere Ausgabe. Die erste Ausgabe erschien im Jahre 1701. – Leicht gewellt, vereinzelt minimal fleckig und mit wenigen kleinen Randläsuren. In dekorativen Einbänden.

Lot 1256, Auction  128, Pinelli, Bartolomeo, Interno di camera, detto volgarmente Botteghino

Pinelli, Bartolomeo
Interno di camera, detto volgarmente Botteghino
Los 1256

Schätzung
100€ (US$ 115)

Details

Los merken

Pinelli, Bartolomeo. Interno di camera, detto volgarmente Botteghino ove si gioca per la Lotteria. Kolorierter Kupferstich. 32 x 43 cm (Plattenrand). Um 1900.
Dargestellt ist eine Szene in einer "Lotteria" mit zahlreichen Personen jeden Alters und Geschlechts sowie ein schlafender Hund. Bartolomeo Pinelli (1781-1835) war ein italienischer Kupferstecher des Neoklassizismus. – Gerollt, knickspurig, stockfleckig und mit kleinen Einrissen.

Lot 1257, Auction  128, Piranesi, Giovanni Battista, Rom. 6 Radierungen nach Piranesi

Piranesi, Giovanni Battista
Rom. 6 Radierungen nach Piranesi
Los 1257

Schätzung
800€ (US$ 920)

Details

Los merken

Piranesi, Giovanni Battista. Rom. 6 Radierungen nach Piranesi. 42,5 x 68cm. Unter Glas in Holzprofilleiste. Rom um 1751 (Nachdruck wohl 19. Jahrhundert).
Dekorative Drucke mit den bekannten Romansichten von Giovanni Battista Piranesis (1720-1778). Dargestellt sind sechs bedeutende Bauten und Plätze Roms nach dem Künstler Giovanni Battista Piranesi (1720 -1778). Vorhanden sind: "Veduta interna della Basilica d. S. Giovanni Laterano", "Veduta sul Monte Quirinale del Palazzo dell' Eccellentissima Casa Barberini, Architectura del Cav. Bernino", "Veduta delle due Chiese, l'una detta della Madonna di Loreto ...", "Veduta della Facciata di dietro della Basilica di S. Maria Maggiore", "Veduta della Facciata di dietro della Basilica di S. Giovanni Laterano". – Papierbedingt gebräunt, teils lichtrandig und mit wenigen Fehlstellen. Nicht ausgerahmt, Versand nur ohne Rahmen.

Lot 1258, Auction  128, Piranesi, Giovanni Battista, Rom. 6 Radierungen nach Piranesi

Piranesi, Giovanni Battista
Rom. 6 Radierungen nach Piranesi
Los 1258

Schätzung
2.000€ (US$ 2,299)

Details

Los merken

Piranesi, Giovanni Battista. Veduten von Rom und Paestum. 6 Radierungen. Ca. 40 x 60cm. Unter Passepartout (3) bzw. mit Passepartout unter Glas in teilvergoldeter Holzprofilleiste 83 x 63 cm (3). Rom um 1751-1778.
Rom, Colonna Traiana. "Colonna Traiana". Wilton-Ely 150. - Kleiner, blasser Bräunungs-Lichtrand, kaum fleckig, sehr schönes Blatt in kontrastreichem, gratigen Druck. Nicht ausgerahmt. - Rom, Santa Croce. "Veduta della Facciata della Basilica di S. Croce in Gerusalemme". - Wilton-Ely 173. Hind 11. - Um den Rand beschnitten, stärkere Gebrauchsspuren, Risse, Abschabungen, Brüche, Fehlstellen an Ecken, jedoch kaum Darstellungsverlust, hinterlegt). - Rom, Santa Maria Maggiore. "Veduta della Basilica di S.ta Maria Maggiore con le due Fabbriche laterali di detta Basilica". Wilton-Ely 140. - Unschöner Mittelfalz, Ränder etwas gebräunt und angestaubt, sonst guter Druck auf starkem Papier. - Rom, San Pietro. "Veduta interna della Basilica di S. Pietro in Vaticano". Vgl. Wilton-Ely 137. - Wohl späterer Druck, etwas gebräunt, fleckig, mit Randein- und Ausrissen, nicht ausgerahmt. - Rom, Kapiol. "Veduta del Romano Campidoglio con Scalinata che va alla Chiesa d'Araceli". Wilton-Ely 147. - Vereinzelt stärker stock- und braunfleckig sowie leicht angeschmutzt, Mittelknick gebräunt, nicht ausgerahmt. - Paestum, Basilica. "Vue interieure du College supposé des Anfictions". - Wilton-Ely 724. - Teils retuschierter Mittelfalz, wenige Randeinrisse, über den Plattenrand beschnitten und vollständig hinterlegt, bemerkenswert schöner, kontrastreicher, starker Druck. – Papierbedingt gebräunt, teils lichtrandig und mit wenigen Fehlstellen. Nicht ausgerahmt, Versand nur ohne Rahmen.

Lot 1259, Auction  128, Poleni, Giovanni, Exercitationes Vitruvianae

Poleni, Giovanni
Exercitationes Vitruvianae
Los 1259

Schätzung
900€ (US$ 1,034)

Details

Los merken

Poleni, Giovanni. Exercitationes Vitruvianae. (Mit Texten von B. Baldus, C. Ptolemaeus, J. Buteo, J. L. Ziegler, B. Cavalerius, Athanasius Kircher, J. P. Salviatus, N. Goldmann u. J. B. Bertanus). 3 Teile in 1 Band. 2 Bl., 360 S. Mit 3 gestochenen Kopfvignetten, 4 gestochenen Bildinitialen und 1 ganzseitigen gestochenen Illustration von A. Visenti sowie 65 teils ganzseitigen Textholzschnitten. 31 x 22 cm. Pergament d. Zeit mit goldgeprägtem RTitel (angestaubt, Rückdeckel braunfleckig). Padua, J. Manfré für Pitteri in Venedig, 1739-1741.
Ebhardt 78. Fowler 250. Millard IV,104. – Erste Ausgabe einer Sammlung von Kommentaren zum Vitruv. "Hauptteil des Werkes mit Verzeichnis und kritische Würdigung der Vitruv-Ausgaben von 1486 bis 1728, am Schluß Besprechung der Vitruvhandschriften. Ausgezeichnete gelehrte Kritik, zuverlässig. Abbildungen älterer Ausgaben genau nachgebildet. ... Druck und Buchschmuck hervorragend" (Ebhardt). Der Marchese Giovanni Poleni (1683-1761) war Professor der Philosophie, Astronomie und Mathematik in Padua und Wasserbaumeister der Republik Venedig. Unter den von ihm herausgegebenen und kommentierten Vitruviana befinden sich Abhandlungen von Baldus über die scamilli impares (ungleichen Bänkchen) bei Vitruv, von Kircher über die Akustik in römischen Theatern, von Goldmann über die voluta ionica etc. – Breitrandig. Im Kopfsteg mit bräunlicher, zum Ende hin stärker werdender Feuchtigkeitsspur. Eine Hälfte vom vorderen fliegenden Vorsatz abgetrennt.

Lot 1260, Auction  128, Primaticcio, Francesco und Betou, Alexandre, Galerie des peintures qui sont dans la Salle

Primaticcio, Francesco und Betou, Alexandre
Galerie des peintures qui sont dans la Salle
Los 1260

Schätzung
400€ (US$ 460)

Details

Los merken

Primaticcio, Francesco. - Betou, Alexandre. Galerie des peintures qui sont dans la Salle du Bal à Fontainebleau, peinte par St. Martin de Bologne, commencés sous le Règne de François premier et achevées sous celui de Henry Second. Kupfertitel. Doppelblattgroßer Kupfertitel und 13 (von 14) doppelblattgroßen Kupfertafeln von Alexandre Betou nach Francesco Primaticcio. 28,6 x 22 cm. Sprenkelmarmoriertes Pergament über (etwas geworfenen) Pappdeckeln (Rückdeckelbezug aufgesprungen und mit kleinen Fehlstellen) über fünf Bünden mit dreiseitigem Rotschnitt. (Paris, Betou), um 1640.
Ornamentstichsammlung 4003. Guilmard 54, 70. Robert-Dumesnil VIII.228.2-7. – Erste Ausgabe der Kupfertafeln des Alexandre Betou (1504-1570) von den Fresken der Deckengemälde des italienische Renaissance-Meisters Francesco Primaticcio (1504-1570), die dieser für den Ballsaal (die "Salle du Bal") im Schloss Fontainebleau entworfen hat. Die Ausgestaltung dieses Saales erfolgte im 16. Jahrhundert für König Heinrich II., der Primaticcio mit Entwürfen beauftragt hatte, die Niccolò dell’Abbate ausgeführte. Sie zeigen detailreiche, mythologische Szenen. Die meisterhaften Stiche von Alexandre Betou sind insofern bedeutend, da sie die ursprüngliche Pracht der heute zum Teil veränderten oder restaurierten Dekorationen dokumentieren. – Es fehlt Tafel 2, sonst komplett und bemerkenswert wohlerhalten. Kaum fleckig. Vorsatz mit Einträgen in Tinte und Bleistift, demnach das Exemplar aus der Bibliothek des niederländischen Kunsthistorikers Victor de Stuers (1843-1916) stammt.

Lot 1261, Auction  128, Republiken des Alterthums, Die, Eine historische Untersuchung

Republiken des Alterthums, Die
Eine historische Untersuchung
Los 1261

Schätzung
150€ (US$ 172)

Details

Los merken

Die Republiken des Alterthums. Eine historische Untersuchung: Ob sie glücklicher als die heutigen Staaten waren? XVI, 399 S. 19 x 11,5 cm. Interims-Pappband d. Z. (etwas stärker fleckig und berieben, VDeckel mit schwungvoller Ziffernsignatur). Leipzig, Georg Fleischer d. J. (Kolophon: Dessau, Johann Christoph Fritzsche), 1798.
VD18 11591919. Nicht bei Holzmann-Bohatta. – Einzige Ausgabe der anonym erschienenen altertumskundlichen Abhandlung. Mit Kapiteln über: Griechenland, Barbarei der Griechen, Griechische Philosophie, Der Zustand des neuen Europa, Unsere Vorzüge und Fortschritte zum allgemeinen Wohle. – Etwas fleckig, Titel stärker betroffen und zudem gestempelt, Vorsätze mit hs. Einträgen. Unbeschnittenes Exemplar.

Lot 1262, Auction  128, Riess, Carl, Grabmonumente

Riess, Carl
Grabmonumente
Los 1262

Schätzung
500€ (US$ 575)

Details

Los merken

Riess, Carl. Grabmonumente. Eine Sammlung von Grabsteinen, Stelen, Grabkreuzen, Obelisken etc. in verschiedenenen Stilarten. 1 Bl. und 40 Tafeln in Heliogravür. 49 x 34 cm. Halbleder d. Z. (beschabt und mit Feuchtigkeitsrändern). Stuttgart, Konrad Wittwer, (um 1890).
Vgl. ADB XXVIII, 583. – Seltene bautechnische Monographie zum Thema, entworfen und gezeichnet von dem Stuttgarter Carl Riess (1831-1886), der als Professor an der dortigen Königlichen Baugewerkschule wirkte. – Titel im Rand etwas angeschmutzt, Tafeln im Rand etwas gebräunt. Ehemaliges Bibliotheksexemplar und entsprechenden montierten Schildchen auf dem Vorsatz. Mit leichtem Tabakgeruch. Über den KVK kein Nachweis in einer deutschen Bibliothek.

Lot 1263, Auction  128, Pinelli, Bartolomeo, Raccolta di no. 100 soggetti li più rimarchevoli dell' istoria greca

Pinelli, Bartolomeo
Raccolta di no. 100 soggetti li più rimarchevoli dell' istoria greca
Los 1263

Schätzung
240€ (US$ 276)

Details

Los merken

Pinelli, Bartolomeo. Raccolta di No. 100 soggetti li più rimarchevoli dell' istoria greca. 83 S. Mit 100 nummerierten Kupfertafeln von Da Fulvia Bertocchi. 23 x 30,5 cm. Halbleder d. Z. (berieben und bestoßen, Außengelenke angeplatzt) mit goldgeprägtem RTitel (oxidiert). Rom, Vincenzo Poggioli, 1821.
Graesse V, 299. – Erste Ausgabe. Folge von dramatischen, griechisch antiken Szenen der "Histoire Grece", welche von der Entstehung der Griechen handelt. Dargestellt sind Menschen und Göttern im Krieg, bei Intrigen, Verkündungen und Weissagungen, Triumphzügen, Gemächerszenen, Festen und vieles mehr. Mit italienischem und französischem Text. – Titel mit Faltspuren. Stock- und braunfleckig, leicht gewellt und teils mit größerem Feuchtrand (Darstellungen kaum betroffen).

Lot 1264, Auction  128, Romberg, Johann Andreas, Kunstreisen.

Romberg, Johann Andreas
Kunstreisen.
Los 1264

Schätzung
300€ (US$ 345)

Details

Los merken

(Romberg, Johann Andreas, und Friedrich Johann Lorenz Meyer). Kunstreisen. Kunstreise durch Hamburg. Kunstreise durch das neue Schulgebäude zu Hamburg. Erste [bis] Vierte Station. 4 Hefte (alles Erschienene) in 1 Band. 24; 47; 71; 16 S. Ca 18 x 10,5 cm. Halbleinen d. Z. (leicht gebräunt, etwas angestaubt). Altona, Eduard Ludwig Fränkel, 1837.
AKL Schröder 3272, 15 (Romberg; kein Hinweis bei Meyer). Holzmann-Bohatta II, 12707 (Romberg). Steinbrink 1837, Nr. 19 (nur 1-3). ADB 29, 115 (Romberg). Vgl. Riedel: Meyer (erwähnt diese Schrift allerdings nicht). – In vier Heften erschienener Architektur-Überblick und Kritik Rombergs über öffentliche Hamburger Bauten. Vorhanden sind: I. Ankunft daselbst. Blick ins Kloster. - II. Baukunst und Ameisenhaufen. - III. Verwaltung. Gymnasium. Schulanstalten auf dem Domplatz. - IV. Kunstreise durch das neue Schulgebäude in Hamburg. Die Hefte eins bis drei von J. A. Romberg (1806-1868), Heft vier aller Wahrscheinlichkeit nach von dem Hamburger Domherrn F. J. L. Meyer (1760-1844). Der seinerzeit in Hamburg als Architekt tätige Romberg tritt hier als Architekturkritiker hervor. Besonders wichtig ist dabei Heft zwei, das sich der Ausschreibung zum Neubau der Börse widmet: "Ein Blick in das Bauwesen Hamburg's hat mich zu der Ueberzeugung geführt, daß, so lange dasselbe keine bedeutende Reform erfährt, Hamburg auf jedes Bauwerk, das den Anforderungen der Kunst genüget, verzichten müsse" (S. 3). In Heft drei widmet er sich den Neubauten des Gymnasiums und der Bibliothek auf dem Domplatz. Eine starke Kritik dieses im Rundbogenstil erbauten Gebäudes findet sich bei Meyer: "Hamburg hat so lange geblüht, ohne der Kunst nachzulaufen, daß es sogar ein schlimmes Zeichen sein würde, wenn diese Neuerungslust bei uns Fuß faßte. Hätte man der Jugend ein Gebäude hingestellt, das durch die äußere Form sie anregte, und in ihnen den Sinn für Formen überhaupt weckte, so würde das nur ein Kunstgriff sein, sie zur Sinnlichkeit anzuleiten ... Schwer müssen die Formen eines Hamburger Schulgebäudes sein, dies ist der Ausdruck unsers ganzen innern Lebens." (S. 6) (vgl. dazu: Hannmann: C. L. Wimmel S. 90f., der nur F. J. L. Meyer im Register erwähnt und den "Fr. Meyer" des Titels also als den Domherren ansieht). – Stockfleckig. Mit der Vierten Station sehr selten.

Romeyn de Hooghe
Renversement de la morale chrêtienne,
Los 1265

Schätzung
2.200€ (US$ 2,529)

Details

Los merken

Renversement de la morale chrêtienne, par les desordres du Monachisme. 2 Teile in 1 Band. 2 Bl., 19, 104; 7 S. Mit doppelblattgroßer Falttafeln in Radierung von Romeyn de Hooghe und 50 Kupfertafeln in Schabkunstmanier von J. Gole nach Cornelis Dusart. 19,5 x 15 cm. Schwarzes Halbleder um 1800 (gering beschabt, kaum berieben) über 5 Zierbünde mit goldgeprägtem RSchild und Filetenvergoldung, sprenkelmarmoriertem Schnitt. (Amsterdam) "Hollande, chez les Marchands Libraires & Imagers" o. J. (1685-1689).
Cohen-de Ricci 870. Gay-Lemonnyer III, 1004. Hollstein VII (Gole), 376-400. Landwehr, Romeyn de Hooghe, 169, 77. – Erste Ausgabe dieser scharfen Satire auf den Klerus, soweit er an der Aufhebung des Edikts von Nantes beteiligt war, auf Mönchs- und Nonnentum, deren Lasterhaftigkeit und Falschheit.
Das prächtige, zweifach gefaltete Frontispiz von dem meisterhaften Radierer Romeyn de Hooghe (1645-1708) zeigt den von den Pharisäern in den Schraubstock gebundenen Christus, der ausgequetscht wird, um die Reichtümer der Erde an die Armen, die Geizigen, den Papst (die Münzen rinnen in die Tiara) etc. zu geben "Ma mort n'a plus de fruict, car le Clerge Romain, / Ne s'en sert aujourdhuy que pour son avarice".
Wie ein Emblembuch zeigen die grandiosen Tafeln jeweils ein Brustbild im Rund, darunter französische Verse auf die Abgründe der Menschlichkeit. Unter den zynisch karikierenden Abbildungen befinden sich die Portraits von "Le Roy du Carneval" oder den Repräsentanten der Orden wie "Le Père François" (Franziskanermönch), "Le Père Dominique" (Dominikanermönch), "Le Père Antoine" (der Kröten speit), "Le Père Ignace" oder "Le Pere Xavier" (als Persiflage auf den Jesuitenorden), "Le Frère Robinet". Auch Luther mit seiner Kappe und einer üppigen Frau erscheint. – Tafeln teils leicht gebräunt, minimal braunfleckig, sonst kaum fleckig, nahezu durchgehend in prächtigem, sehr frischen Zustand, selten schönes Exemplar. – Beiligt: Theodor Schott. Die Aufhebung des Ediktes von Nantes im Oktober 1685. Halle 1885. - Unbeschnittenes Exemplar in moderner Broschur.

Lot 1266, Auction  128, Rosinus, Johannes, Antiquitatum Romanarum

Rosinus, Johannes
Antiquitatum Romanarum
Los 1266

Schätzung
300€ (US$ 345)

Details

Los merken

Rosinus, Johannes. Antiquitatum Romanarum corpus absolutissimum. Cum notis Thomae Dempsteri. Accurante Cornelio Schrevelio. 4 Bl., 934 S., 15 Bl. (Index). Mit Kupfertitel (in Pag.), 7 (2 gefalteten) Kupfertafeln und mehrfach gefaltetem Kupferstichplan. 23,5 x 19 cm. Pergamentband d. Z. (Rückdeckel lichtrandig). Amsterdam, Johan Blaeu, 1685.
ADB XXIX, 238. Vgl. Graesse VI/1, 166. – Späterer Amsterdamer Druck in der bekannten, von dem schottischen Philologen Thomas Dempster (1579-1625) besorgten Textgestalt, hier in einer von Cornelius Schrevelius (1608-1661) verbesserten und neu herausgegebenen Ausgabe. Das Hauptwerk des Eisenacher Theologen und langjährigen Dompredigers in Naumburg Johannes Rosinus (1551-1626; eigentlich Johannes Roßfeld) über die römischen Altertümer erschien zuerst mit Holzschnitten illustriert 1583 in Basel und wurde später mit Zusätzen von Dempster nachgedruckt, zuletzt in Amsterdam 1743. Die am meisten verbreitete Ausgabe ist die letzte zu Rosinus Lebzeiten erschienene (Leiden 1609). Behandelt u. a. die Topographie der Stadt, Sakral- und Altertümer, Spiele, Rechts- und Kriegswesen etc. Die Tafeln zeigen verschiedene Münzen und Medaillen, die beiden Falttafeln Gladiatorenkämpfe, der Faltplan die Stadt Rom. Rosinus besaß eine umfangreiche Bibliothek, die nach seinem Tod wegen ausstehender Verbindlichkeiten von seinen Gläubigern veräußert wurde. Restbestände wurden später von vagabundierenden Soldaten vernichtet (vgl. ADB). – Innenspiegel mit gestochenem Wappenexlibris. Der Faltplan mit etwas tieferem geschlossenem Randeinriss. Wohlerhaltenes Exemplar.

Lot 1267, Auction  128, Salver, Johann, Imperialis cathedralis ecclesia Bambergensis in iconibus episcoporum suorum S. R. J. principum

Salver, Johann
Imperialis cathedralis ecclesia Bambergensis in iconibus episcoporum suorum S. R. J. principum
Los 1267

Schätzung
280€ (US$ 322)

Details

Los merken

Salver, Johann. Imperialis cathedralis ecclesia Bambergensis in iconibus episcoporum suorum S. R. J. principum. 15 S. Mit Kupfertitel, gestochenem Frontispiz, Widmungsblatt, Textvignette und 25 Kupfertafeln. 30 x 18 cm. Halbpergament des spätem 18. Jahrhunderts (Kanten bestoßen, Deckel etwas berieben) mit hs. RTitel. Würzburg 1717.
Vgl. Pfeiffer 4610; Thieme-B. XXIX, 360. – Porträtsammlung der Bamberger Bischöfe, Fürstbischöfe und Würdenträger des Heiligen Römischen Reiches. – Vorsatzblatt mit altem Sepia-Signatureintrag.

Lot 1268, Auction  128, Salver, Johann Octavian, Proben des hohen Teutschen Reichs Adels

Salver, Johann Octavian
Proben des hohen Teutschen Reichs Adels
Los 1268

Schätzung
450€ (US$ 517)

Details

Los merken

Salver, Johann Octavian. Proben des hohen Teutschen Reichs Adels oder Sammlungen alter Denkmäler, Grabsteinen, Wappen, Inn- und Urschriften. 12 Bl., 777 S. Mit gestochenem Frontispiz, Titel und Widmung, 29 Kupfertafeln und 1 Stammtafel sowie 240 gestochene Textkupfer und Vignetten. 34 x 20,5 cm. Leder d. Z. (beschabt und unteres Kapital mit kleinen Fehlstellen) mit golgeprägtem RSchild und RVerzierung. Würzburg, Selbstverlag, 1775.
Pfeiffer 51544. Lipperheide Rc 27. Graesse VI, 1, 252. Pfister 2026. VD18 14545624. – Erste Ausgabe. Sammlung aller Wappen, Inschriften und Grabmäler, die sich auf die Fürstbischöfe von Würzburg und die Mitglieder ihres Domkapitels beziehen. Seite 751 mit einem vorgedruckten "Gezeugniß" mit papiergedecktem Siegel und Manu propria des kaiserlich-würzburgischen Notars Johann Philipp VIll. – Innenspiegel und Vorsatz mit Exlibris und Besitzvermerken, Frontispiz gestempelt. Teils leicht gebräunt, sonst wohlerhaltenes Exemplar.

Lot 1269, Auction  128, Schenk, Peter, Chineese en Vremden Nasie

Schenk, Peter
Chineese en Vremden Nasie
Los 1269

Schätzung
500€ (US$ 575)

Details

Los merken

Schenk, Peter. Chineese en Vremden Nasie. Mit gestochenem Titel und 16 (von 19) Radierungen auf Papier montiert. 19,5 x 15 cm (Blatt). Amsterdam um 1760.
Sehr seltenes Heft mit Darstellungen verschiedener chinesischer Berufe und Stände von Peter Schenck der Jüngere (1693-1775). – Ohne Einband und es fehlen die Tafeln 18-20. Etwas gewellt und mit Randläsuren, Radierungen knapp beschnitten.

[*]: Regelbesteuert gemäß Auktionsbedingungen. [^]: Ausgleich von Einfuhr-Umsatzsteuer.

* Alle Angaben inkl. 25% Regelaufgeld ohne MwSt. und ohne Gewähr – Irrtum vorbehalten.


Galerie Bassenge
Erdener Str. 5A
14193 Berlin

Öffnungszeiten:
Montag bis Donnerstag, 10–18 Uhr,
Freitag, 10–16 Uhr

Telefon: +49 30 8938029-0
Fax: +49 30 8918025
E-Mail: info (at) bassenge.com

Impressum
Datenschutzerklärung
© 2026 Galerie Gerda Bassenge


Galerie Bassenge
Erdener Str. 5A
14193 Berlin

Öffnungszeiten:
Montag bis Donnerstag, 10–18 Uhr,
Freitag, 10–16 Uhr

Telefon: +49 30 8938029-0
Fax: +49 30 8918025
E-Mail: info (at) bassenge.com

Impressum
Datenschutzerklärung
© 2026 Galerie Gerda Bassenge