Los 1264

Romberg, Johann Andreas
(1806-1868)Kunstreisen.

Schätzung
300€ (US$ 345)

Abgabe von Vorgeboten möglich

Los 1264 - Romberg, Johann Andreas - Kunstreisen.  - 0 - thumb

Aus dem Katalog
Alte Drucke, Theologie, Orientalia
Auktionsdatum 6.10.2026

Aus dem Katalog
Wertvolle Bücher, Dekorative Graphik und Autographen
Auktionsdatum 6. – 8. Oktober 2026

Lot 1264, Auction  128, Romberg, Johann Andreas, Kunstreisen.

(Romberg, Johann Andreas, und Friedrich Johann Lorenz Meyer). Kunstreisen. Kunstreise durch Hamburg. Kunstreise durch das neue Schulgebäude zu Hamburg. Erste [bis] Vierte Station. 4 Hefte (alles Erschienene) in 1 Band. 24; 47; 71; 16 S. Ca 18 x 10,5 cm. Halbleinen d. Z. (leicht gebräunt, etwas angestaubt). Altona, Eduard Ludwig Fränkel, 1837.
AKL Schröder 3272, 15 (Romberg; kein Hinweis bei Meyer). Holzmann-Bohatta II, 12707 (Romberg). Steinbrink 1837, Nr. 19 (nur 1-3). ADB 29, 115 (Romberg). Vgl. Riedel: Meyer (erwähnt diese Schrift allerdings nicht). – In vier Heften erschienener Architektur-Überblick und Kritik Rombergs über öffentliche Hamburger Bauten. Vorhanden sind: I. Ankunft daselbst. Blick ins Kloster. - II. Baukunst und Ameisenhaufen. - III. Verwaltung. Gymnasium. Schulanstalten auf dem Domplatz. - IV. Kunstreise durch das neue Schulgebäude in Hamburg. Die Hefte eins bis drei von J. A. Romberg (1806-1868), Heft vier aller Wahrscheinlichkeit nach von dem Hamburger Domherrn F. J. L. Meyer (1760-1844). Der seinerzeit in Hamburg als Architekt tätige Romberg tritt hier als Architekturkritiker hervor. Besonders wichtig ist dabei Heft zwei, das sich der Ausschreibung zum Neubau der Börse widmet: "Ein Blick in das Bauwesen Hamburg's hat mich zu der Ueberzeugung geführt, daß, so lange dasselbe keine bedeutende Reform erfährt, Hamburg auf jedes Bauwerk, das den Anforderungen der Kunst genüget, verzichten müsse" (S. 3). In Heft drei widmet er sich den Neubauten des Gymnasiums und der Bibliothek auf dem Domplatz. Eine starke Kritik dieses im Rundbogenstil erbauten Gebäudes findet sich bei Meyer: "Hamburg hat so lange geblüht, ohne der Kunst nachzulaufen, daß es sogar ein schlimmes Zeichen sein würde, wenn diese Neuerungslust bei uns Fuß faßte. Hätte man der Jugend ein Gebäude hingestellt, das durch die äußere Form sie anregte, und in ihnen den Sinn für Formen überhaupt weckte, so würde das nur ein Kunstgriff sein, sie zur Sinnlichkeit anzuleiten ... Schwer müssen die Formen eines Hamburger Schulgebäudes sein, dies ist der Ausdruck unsers ganzen innern Lebens." (S. 6) (vgl. dazu: Hannmann: C. L. Wimmel S. 90f., der nur F. J. L. Meyer im Register erwähnt und den "Fr. Meyer" des Titels also als den Domherren ansieht). – Stockfleckig. Mit der Vierten Station sehr selten.


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