Cibo, Gherardo
Fantatsische Landschaft mit kleiner Insel in einer Meerenge.
Los 6500
Schätzung
3.000€ (US$ 3,409)
Fantastische Landschaft mit kleiner Insel in einer Meerenge.
Feder in Braun. 18,9 x 26,3 cm. Oben links bez. "IEON".
Charakteristische Zeichnung der bisher nur wenig erforschten Künstlerpersönlichkeit Gherardo Cibo. Die versierte Zeichnung verbindet sein Interesse für Seestücke mit der zerklüfteten Landschaftsdarstellung der Felsen. Kennzeichnend für Cibo ist eine weiträumige, kulissenartige Staffelung der Landschaft. Kleine Staffagefiguren, oder wie hier eine Reihe verschiedener Galeeren und Schiffe, beleben die Szenerie. Auch in der vorliegenden Arbeit manifestiert sich der prägende Einfluss der flämischen Landschaftsauffassung auf Cibos Zeichenstil; im Frühjahr 1540 ist ein Aufenthalt des Künstlers in Flandern belegt. Wie sehr Cibo dem flämischen Formengut verbunden war, geht auch aus der Tatsache hervor, dass viele seiner Zeichnungen in der Vergangenheit an unterschiedlichste Meister wie Roelant Savery, Mathijs Bril, Paolo Fiammingo und Joachim Patinir zugeschrieben wurden.
Literatur: Arnold Nesselrath: Gherardo Cibo, Ausst.Kat. San Severino Marche 1989, S. 134, Nr. 47 mit Abb.
Umkreis. Die Heimsuchung.
Feder in Braun, braun laviert, auf grünlich präpariertem Papier, aufgezogen. 32 x 50,2 cm.
Das stilistische Idiom dieser Zeichnung spricht für eine gewisse Nähe zu Francesco Salviati. Das 1538 vollendete Fresko der Heimsuchung im Oratorium von San Giovanni Decollato war dessen erster großer Auftrag in Rom. Zu dem Wandbild haben sich keine Vorzeichnungen von der Hand Salviatis erhalten. Ein großformatiges Blatt in den Florentiner Uffizien (Inv. 745 E) mit der bildmäßig ausgeführten Komposition gilt mittlerweile als Kopie; eine Skizze im British Museum (Inv. T,12.27), die 1998 noch Salviati zugeschrieben war (Alessandro Cecchi, in: Francesco Salviati o la Bella Maniera, Ausst. Kat. Rom/Paris 1998, Nr. 12), wird heute als Arbeit Perino del Vagas angesehen (Michael Hirst: "Perino, not Salviati", in: The Burlington Magazine, CXLIV (2002), S. 164-5).
Provenienz: Sammlung William Mayor (gest. 1874), London (Lugt 2799).
Sammlung János Scholz (1903 - 1993), New York (Lugt 2933b).
Verso eine weitere nicht identifizierte Sammlermarke (wohl nicht bei Lugt).
Literatur: A brief Chronological Description of a collection of Original Drawings and Sketches by the most celebrated Masters. [...] Formed by and belonging to the late Mr. Mayor, London 1871 [2. Ausgabe: 1874], Nr. 81 (als "Francesco Salviati").
A brief Chronological Description of a collection of Original Drawings and Sketches by the old Masters. [...] Formed by the late Mr. Mayor, London 1875, Nr. 112 (als "Francesco Salviati").
Florentinisch
16. odr 17. Jh. Halbfigur eines Jünglings im Profil nach links
Los 6502
Schätzung
1.200€ (US$ 1,364)
16. oder 17. Jh. Halbfigur eines Jünglings im Profil nach links.
Bleigriffel, weiß gehöht, auf blauem Papier, aufgezogen. 25,5 x 18,1 cm.
Cignani, Carlo - zugeschrieben
Jüngling mit Brief, von zwei Göttinnen beobachtet und Putti im Hintergrund spielend
Los 6503
Schätzung
2.400€ (US$ 2,727)
zugeschrieben. Jüngling mit Brief, von zwei Göttinnen beobachtet, im Hintergrund spielende Putti.
Feder in Braun, auf Bütten, verso: weitere Figurenstudien in Feder. 20,7 x 29,1 cm.
Provenienz: Sammlung Jonathan Richardson (Lugt 2170).
Sammlung Sir Joshua Reynolds (Lugt 2364).
Sammlung John Charles Robinson (Lugt 1433).
16. Jh. Hl. Anna Selbdritt.
Feder in Braun, braun laviert. 13,7 x 17,2 cm.
Provenienz: Yvonne Tan Bunzl, London, 1984, Kat. Nr. 4 (als "Moretto da Brescia").
Sotheby's, London, Auktion am 4. Juli 2007, Los 24 (als "Moretto da Brescia").
Venezianisch
um 1600. Maria Magdalena, Christus die Füße salbend
Los 6505
Schätzung
450€ (US$ 511)
um 1600. Maria Magdalena, Christus die Füße salbend.
Feder in Braun, grau laviert, teils in Bleistift quadriert. 18,8 x 20 cm.
Italienisch
Ende 16. Jh. Entwurf für ein allegorisches Frontispiz
Los 6506
Schätzung
800€ (US$ 909)
Ende 16. Jh. Entwurf für ein allegorisches Frontispiz mit den Personifikationen des Alten und Neuen Testaments.
Rötel über schwarzer Kreide, Feder und Pinsel in Braun, weiß gehöht, in ein Fensterpassepartout montiert. 11,1 x 15,4 cm.
Oberitalienisch
17. Jh. Entwurf für ein Aufsatzbild mit der Pietà, gehalten von zwei trauernden Putti
Los 6507
Schätzung
750€ (US$ 852)
17. Jh. Entwurf für ein Aufsatzbild mit der Pietà, gehalten von zwei trauernden Putti.
Feder in Braun, braun laviert, hinter ein Passepartout montiert. 33,8 x 26,2 cm (Passepartoutausschnitt).
Provenienz: Antiquariatshandel Verona, 1923 (lt. handschriftlicher Notiz).
Dorotheum, Wien, Auktion 608 am 17. Juni 1975.
17. Jh. Entwurf für einen Kamin.
Schwarze Kreide, grau laviert, Spuren von Pinsel in Rot. 27,5 x 18,1 cm. Verso in Rötel wohl signiert "Luccino [oder Lucano] fecit". Wz. Blume.
1794. Alternativentwürfe für einen Hochaltar.
Feder in Braun, über Graphit, braun und gelb laviert. 48,3 x 33,1 cm. Verschiedentliche Annotationen, u.a. links datiert "die 30. Junii 1794", unterhalb des Altars die Abnahme des Entwurfes durch verschiedene Personen.
Aus der Liste der Unterzeichnenden sticht der Name von Gabriele Buzzi Donelli hervor, wohl ein Marmorbildhauer aus dem lombardischen Örtchen Viggiù, wo der Familienname weit verbreitet war. Viggiù hatte sich dank der Nähe zu Steinbrüchen im 18. und 19. Jahrhundert zu einem blühenden Zentrum für den Entwurf und die Herstellung von Altären entwickelt, die überwiegend in der Lombardei und dem Piemont, aber auch im Tessin ausgeführt wurden. Mit unserem Entwurf vergleichbar ist etwa der Hauptaltar in der Basilica von San Vittore al Corpo in Varese. Ein Gabriele Buzzi Donelli aus Viggiù zeichnete zusammen mit seinem Bruder Giovanni Battista 1796 für den Altar von San Materno in Maccagno bei Varese verantwortlich.
Piola, Domenico
Die hl. Agnes, verwundet und von einem Engel gekrönt.
Los 6510
Schätzung
1.800€ (US$ 2,045)
Die hl. Agnes, verwundet und von einem Engel gekrönt.
Feder in Braun, braun laviert, aufgezogen. 29,2 x 20 cm.
17. Jh. Bekehrung des Paulus.
Feder in Braun, braun laviert und weiß gehöht, montiert. 24,2 x 23,4 cm.
17. Jh. Weite Landschaft mit Bäumen.
Feder in Braun, braun laviert über Spuren von schwarzer Kreide, aufgezogen. 26,6 x 19,1 cm. Verso auf dem Untersatz eine alte Zuschreibung an "Gelée / Claude / dit Le Lorain" sowie mit Feder der Sammlervermerk von De La Gardie "Hyllan X".
Provenienz: Sammlung Gustaf Adolf Sparre (1746-1794), Schweden (Lugt 2719).
Sammlung Graf Jacob Gustaf de la Gardie (1768-1842), Schloss Löberöd, Schweden (Lugt 2722a).
Privatsammlung, Schweden.
Römisch
17. Jh. Die hll. Laurentius und Sebastian auf Wolken, umgeben von Putti
Los 6513
Schätzung
750€ (US$ 852)
17. Jh. Die hll. Laurentius und Sebastian auf Wolken, umgeben von Putti.
Rötelzeichnung. 39 x 28 cm. Wz. Fleur-de-lis im doppelten Kreis mit Buchstaben V.
Provenienz: Sammlung Giancarlo Sestieri, Rom.
Privatsammlung, Rheinland.
Ende 17. Jh. Engelskonzert.
Feder in Braun, über Spuren schwarzer Kreide, braun laviert. 33,4 x 22 cm. Wz. Kartusche und Nebenmarke.
Provenienz: Aus der Sammlung Sigmund Landsinger (Lugt 2358).
Französisch
17. Jh. . Mutter mit Kind im ovalen Bildausschnitt
Los 6515
Schätzung
600€ (US$ 682)
17. Jh. Mutter mit Kind, im ovalen Bildausschnitt.
Feder in Braun, rötlich-hellbraun laviert, alt montiert. 11,1 x 8,8 cm.
17. Jh. Die Verehrung der Hostie.
Rötel, rot laviert. 17,5 x 12,2 cm. Oben alt bezeichnet "di ercole".
um 1600. Das Martyrium des hl. Georg.
Feder in Braun, braun laviert, Spuren von Weißhöhung, auf Karton aufgezogen. 35,3 x 27,8 cm. Unten rechts eine alte Zuschreibung an Tintoretto.
Die Zeichnung ist angelehnt an Paolo Veroneses um 1565 vollendetes Hauptaltarblatt für die Kirche San Giorgio in Braida in Verona. Der Zeichner konzentrierte sich auf die Figurengruppe um den Märtyrer, der Hintergrund und die Heiligen im Himmel sind nur andeutungsweise bzw. ausschnitthaft wiedergegeben.
Provenienz: Sammlung Peter Lely, London (Lugt 2092).
Sammlung Richard Cosway, London (Lugt 628).
Bislang unidentifizierte Sammlung, wohl Frankreich (Lugt 2781).
Römische Soldaten beim Gastmahl.
Feder in Schwarz, braun laviert, weiß gehöht, über Spuren von schwarzer Kreide, auf rötlich grundiertem Papier, verso: Juno und Jupiter auf Wolken. Schwarze Kreide und Rötel, zur Übertragung durchgegriffelt. 29,6 x 44,1 cm.
Marco Marcola erhielt seine Ausbildung in der Werkstatt des Vaters Giovanni Battista. Gerade in der Darstellung antiker Stoffe ist die Hand beider oft schwer zu unterscheiden.
Provenienz: Sammlung Otto Wessner (1851-1921), St. Gallen, verso handschriftlich (Lugt 2562 a).
Unidentifizierter Sammlerstempel "W.I." (nicht bei Lugt).
Karl & Faber, München, Auktion am 5./6. Dezember 1967, Los 245 (als "Marco Marcola").
Karl & Faber, München, Auktion am 19. Mai 2017, Los 96 (als "Giovanni Battista Marcola").
1. Hälfte 17. Jh. Amor und Psyche.
Feder in Braun, verso: Festonierte Kartusche mit religiöser Szene (Fragment). 10,4 x 15,6 cm. Im Passepartout mit einer alten Zuschreibung an Liberi oder Diamantini.
Beigegeben eine Bleistiftzeichnung des 18. Jh.: "Achilles auf Skyros".
16. Jh. Das Urteil des Salomo.
Feder in Braun, blau laviert, gegriffelt und verso gerötelt. D. 17,7 cm.
Schweizerisch oder Süddeutsch
16. Jh. . Schlafender Knabe auf einem Quader liegend
Los 6521
Schätzung
800€ (US$ 909)
16. Jh. Schlafender Knabe auf einem Quader liegend.
Feder in Braun, auf einen alten Sammlerkarton montiert. 8,3 x 10,8 cm. Auf dem Quader monogrammiert "DH [ligiert]", auf dem Untersatz mit Sammlerannotationen, "Dessin n. 36. DH D. Hoey Justin [?]fe." sowie mit einer weiteren alten Inventarnummer "N°1606".
Provenienz: Sammlung Peter Visscher, Basel (Lugt 2115).
Sammlung Jean-Marc du Pan, Genf (Lugt 1440).
1613. Bauernpaar.
Feder in Grau, grau laviert, im Rund. D. 10,2 cm. Oben in der Einfassung datiert "an[n]o 1613" und undeutlich bez. "J[...]".
Provenienz: Aus der Sammlung Valentin J. Mayring, Nürnberg (Vermerk auf Rückdeckel).
um 1600. Allegorie der Hoffnung.
Feder in Schwarz, blau laviert. 14,6 x 11,5 cm.
Provenienz: Wohl Sammlung Sir Josua Reynolds, London (vgl. Lugt 3016a).
um 1600. Die Beerdigung eines Mönches.
Feder in Grau, grau laviert. 24,5 x 17,5 cm.
Provenienz: Aus einer unbekannten Sammlung "G.P." (Lugt 4511).
um 1610. Das jüngste Gericht.
Feder in Grau, grau laviert, alt auf Makulaturpapier (mit Architekturentwurf) aufgezogen. 23,7 x 46,2 cm. Verso eine alte Zuschreibung an Christoph Schwarz, auf dem Rahmenrückkarton eine weitere Zuschreibung an Johann Matthias Kager.
Provenienz: Verso eine alte Sammlerparaphe (nicht bei Lugt).
um 1580/1600. Die Verkündigung.
Feder in Braun, grauer Pinsel, grau und blau laviert, mit Bleigriffel quadriert. 8,8 x 14,7 cm.
Stehende Juno mit Pfau.
Schwarze Kreide, Feder in Braun, braun laviert und weiß gehöht, auf hellbraun aquarelliertem Papier, in Sammlermontierung. 7,3 x 4,5 cm.
Für eine weitere Variante der gleichen Figur vgl. Jaap Bolten: Abraham Bloemaert: the drawings, Leyden 2007, Nr. 566.
Provenienz: Drouot, Paris, Auktion am 29. Oktober 1980, Los 59.
um 1590. Moses nimmt Abschied von Jethro.
Feder in Braun, braun und grau laviert. 16 x 12,8 cm. Oben rechts mit dem Tetragramm, dort sowie verso unleserlich alt bezeichnet.
Merian d. Ä., Matthäus
Simson trägt das Stadttor von Gaza auf den Berg Hebron
Los 6529
Schätzung
2.400€ (US$ 2,727)
Simson trägt das Stadttor von Gaza auf den Berg Hebron.
Feder in Braun, braun laviert, Spuren von Graphit, teils gegriffelt, verso geschwärzt. 11,3 x 14,5 cm. Oben rechts in Bleistift bez. "Merian". Vor 1629.
Vorzeichnung zu der Radierung in den ICONES BIBLICAE, Straßburg, vor 1629, Pars II, S. 37 (fol. E3 recto).
Provenienz: Sammlung Prof. Erik Jayme, Heidelberg (1934-2024).
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