153050

Lose pro Seite


Lot 2501, Auction  127, Alexis, Willibald, Brief an Carl von Holtei. 1855

Alexis, Willibald
Brief an Carl von Holtei. 1855
Los 2501

Schätzung
200€ (US$ 227)

Details

Los merken

Alexis, Willibald (d. i. Wilhelm Haering), Berliner Schriftsteller und Publizist, erfolgreicher früher Vertreter des realistischen Romans (1798-1871). Eigh. Brief m. U. "W. Haering". 2 S., eng beschrieben. Gr. 8vo. Berlin 4.V.1855.
An den ihm befreundeten Schauspieler, Bühnenautor und Vortragskünstler Carl von Holtei. Bedankt sich für die Zusendung eines Manuskripts von Holtei, das er zum Abdruck befördern werde. "... Sie hat mir recht gefallen, wird aufgenommen u. wahrscheinlich bald abgedruckt werden. Nur bitte ich zu bemerken, dass ich nur Redacteur bin u. mit dem Honorarpunkt nichts zu thun habe; da einige Dich, wenn Du es nicht schon hast, mit Herrn Barthel. - Hoffentlich wirst Du per 1856 nicht in übler Gesellschaft erscheinen ...". Geht dann ausführlich auf eigene Arbeit ein und nennt mancherlei Schwierigkeiten. "... Hätte ich, als ich anfing, gewußt, wohin Preußen einst kommen würde, hätte ich wohl auch einen andern Weg eingeschlagen ...". Behandelt schließlich noch familiäre Nachrichten.

Lot 2502, Auction  127, Archenholtz, Johann Wilhelm von, Brief an den Verleger Camesina in Wien. 1799

Archenholtz, Johann Wilhelm von
Brief an den Verleger Camesina in Wien. 1799
Los 2502

Schätzung
180€ (US$ 205)

Details

Los merken

Archenholtz, Johann Wilhelm von, preuß. Offizier, Historiker, Schriftsteller und Publizist (1743-1812). Brief m. U. "Ihr ergebenster v. Archenholtz". 21/2 S. Doppelblatt mit Adresse. 4to. Hamburg 15.VIII.1799.
An den Buchhändler Joseph Albert Camesina in Wien, dem er diverse Restbestände seiner Zeitschriften und Reihenwerke mit 50 % Rabatt anbietet. "... Da mein Journal Minerva als das größte Magazin der wichtigsten Schriften und Dokumente zur Geschichte der Revolutions-Epoche anerkannt ist, und also auch noch nach Jahren gelesen werden wird, so glaube ich eine respectable Handlung wie die Ihrige auf diesen Umstand aufmerksam machen zu müssen; da die meisten Jahrgänge dieses Werks jezt noch leicht zu ergänzen sind, und manchen Subscribenten damit gedient wäre, wenn es mit nicht grossen Kosten geschehn könte. Diese zu erleichtern ist meine Absicht. Ich trage Ihnen daher die Jahrgänge 1794, 1795, 1796 und auch 1797 ... mit 50 % Rabat an, Fr: Leipzig, wobey der Zahlungs-Termin nach der Ostermesse 1800, oder auch noch später bestimmt werden kann ...". Bietet dann weitere Restauflagen an: die Brittischen Annalen, die Miscellen zur Geschichte des Tages und Select Pieces in Prose and Verse, "das leztere zum Gebrauch derjenigen, die Englisch lernen ... Im Fall Sie ein compl. Exempl: der Minerva für einen Bücherfreund verlangen, oder auch für Ihre eigne Handlung, die doch wohl ein Ex: eines solchen Werks aufs Lager haben solte, so würden wir uns um den Preis wohl verstehen. - Dieser Brief bleibt übrigens unter uns ...". - Ausrisse mit geringem Buchstabenverlust durch das Öffnen der Versiegelung.

Lot 2503, Auction  127, Assing, Ludmilla, Brief an eine Dame wegen Varnhagens Nachlass. 1859

Assing, Ludmilla
Brief an eine Dame wegen Varnhagens Nachlass. 1859
Los 2503

Schätzung
250€ (US$ 284)

Details

Los merken

Assing, Ludmilla, Schriftstellerin, Biographin, Übersetzerin, Herausgeberin, Journalistin und Künstlerin, Nichte Karl August Varnhagens, Herausgeberin seines und anderer Personen Nachlässe (1821-1880). Eigh. Brief m. U. "Ludmilla Assing". 1 S. Blaues Papier mit weißen Einsprengseln. 8vo. Berlin 20.IV.1859.
An eine Dame, die um bestimmte Briefe unter Varnhagens Papieren gebeten hatte. "... Es freut mich sehr, sie jetzt gefunden zu haben, und ich beeile mich, sie Ihnen zu übersenden. Möchte doch eine geeignete Feder eine Lebensskizze von Doctor Frank entwerfen und dadurch das Andenken an einen so ausgezeichneten und eigenthümlichen Mann in unserer Literatur erhalten bleiben! - Ich sage Ihnen nichts von der traurigen Zeit, die ich durchlebt habe. Für ein so glückliches Zusammenleben, wie es mir eine Reihe von Jahren zu Theil geworden, giebt es keinen Ersatz, und die Erinnerung ist das Beste was übrig bleibt ...". - Ludmillas Oheim Karl August Varnhagen von Ense war am 10. Oktober 1858 verstorben.

Lot 2504, Auction  127, Beaumarchais, Pierre Augustin Caron de, Brief an einen Redakteur. 1780

Beaumarchais, Pierre Augustin Caron de
Brief an einen Redakteur. 1780
Los 2504

Schätzung
800€ (US$ 909)

Details

Los merken

Beaumarchais, Pierre Augustin Caron de, franz. Schriftsteller, Autor des "Barbier de Seville" und "Le Mariage de Figaro" (1732-1799). Eigh. Brief m. U. "Caron de Beaumarchais". 1 S. 4to. (Paris) 13.I.1780.
Wohl an einen Redakteur. Beaumarchais schreibt im Auftrag des Londoner Publizisten Samuel Swinton, Herausgeber des "Courrier de l'Europe" (erschienen von 1776 bis 1792). Swinton als Beaumarchais' Freund "désire obtenir votre avis par Ecrit sur un mémoire à consulter qu'il aura l'honneur de vous presenter et Il pense que si je joins mon instance à la Sienne Il obtiendra plutôt de vous cette consultation qui le presse un peu ...". Er, Beaumarchais, freue sich, auf diese Weise den Kontakt zu dem Adressaten erneuern zu können. - Am unteren Rand knapp beschnitten; 1 kleiner Einriss.

Lot 2505, Auction  127, Béranger, Pierre-Jean de, Brief an Mad. Roland in Paris. Um 1850

Béranger, Pierre-Jean de
Brief an Mad. Roland in Paris. Um 1850
Los 2505

Schätzung
150€ (US$ 170)

Details

Los merken

Béranger, Pierre-Jean, franz. Lyriker und Chansondichter (1780-1857). Eigh. Brief m. U. "Béranger". 1 S. Doppelblatt mit Adresse und vorphilatelistischen Stempeln. 8vo. O. O. (wohl um 1850).
An eine Madame Roland in Paris, der er in einer "affaire" behilflich sein soll. "... Dans les affaires, il faut être précis. Si je n'etais toujours retenu à la chambre j'aurais été causer de cela avec vous. Ayez donc la complaisance de me donner quelques détails bien claires ... s'il m'est possible de vous être utile, je le ferai avec empressement. Mais à dire vrai, il me semble que vous avez plus appuis qu'il n'enfaut pour soulever ce brin de paille ...".

Lot 2506, Auction  127, Biester, Johann Erich, 2 Schreiben über Buchhandel an Daniel Fr. Parthey. 1813-1814

Biester, Johann Erich
2 Schreiben über Buchhandel an Daniel Fr. Parthey. 1813-1814
Los 2506

Schätzung
250€ (US$ 284)

Details

Los merken

Biester, Johann Erich, Berliner Popularphilosoph, mit Kant befreundet, Bibliothekar, Schriftsteller und Publizist, neben Nicolai und Gedike Hauptvertreter der Berliner Spätaufklärung, Mitherausgeber der "Berlinischen Monatsschrift" und der "Berlinischen Blätter", Direktor der Königlichen Bibliothek in Berlin (1749-1816). 2 Schreiben m. U. "Biester". Zus. 2 S. Kl. 4to. (Berlin) 9.IV.1813 und 4.VI.1814.
An die von Daniel Friedrich Parthey geleitete Nicolaische Buchhandlung, wegen Problemen bei der Abrechnung von Bücherkäufen. "Mein Departement ist sehr förmlich, und darum muß ich Sie noch einmal beschweren. Von den 2 Büchern, die ich aus Halberstadt erhielt, war eines für mich selbst, das andere für die Bibliothek verschrieben. Bei meiner Rechnung über das letztere wird nun verlangt: Daß Sie darauf bemerken mögen, daß Ihnen die 4 (Taler) 6 (Groschen) durch mich bezahlet sind ..." [9.IV.1813]. - Auf eine Mahnung Partheys antwortet Biester: "Ich bitte Ihre eigenhändige Berechnung der zensirten Bücher, nebst dem Betrage der (mir damals geschickten) Gebühren nachzusehen, vom 23 Mai, welche ich quitirt zurückgesandt habe; darunter hatten Sie Selbst bemerkt, daß ich nächstens das Exemplar vom Phädon erhalten solle, welches itzt noch nicht erfolgen könne mit den andern Büchern, und seitdem nicht erfolgt ist. Daß ich nunmehr zwei Exemplare der neuen Ausgabe des Phädon richtig erhalten habe, wird hiedurch bescheinigt ..." [4.VI.1814]. - Die Neuausgabe von Moses Mendelssohns "Phädon oder Über die Unsterblichkeit der Seele" war 1814 im Verlag Nicolai erschienen.

Lot 2507, Auction  127, Billinger, Richard, Briefgedicht zu Silvester 1959

Billinger, Richard
Briefgedicht zu Silvester 1959
Los 2507

Schätzung
120€ (US$ 136)

Details

Los merken

Billinger, Richard, österr. Schriftsteller, erfolgreicher Dramatiker (1890-1965). Eigh. Briefgedicht m. U. "Richard". 1 S. Gr. 4to. (Linz ?) Dez. 1959.
Briefgedicht mit Grüßen und Wünschen am Rand. "Zum Neuen Jahre!" 8 Zeilen: "Die Schranken offen frei zur Fahrt! / Sei uns die Zeit von Gott geoffenbart! / Ich schreib' es Dir als Neujahrsgruß. / Mach mit dem alten Jahre Schluß / und was sich drin begeben! / Wir leben ... Wir leben ... / Übers Auf, übers Ab / wächst Rasen, wächsts Grab." Am Rand noch Weihnachtsgrüße und Hoffnung auf baldiges Wiedersehen. - Gering tintenfleckig.

Lot 2508, Auction  127, Chesterfield, Philipp. D. Stanhope Earl of, Brief an Sir Thomas Robinson. Mit Beigabe Lady Stanhope. 1757

Chesterfield, Philipp. D. Stanhope Earl of
Brief an Sir Thomas Robinson. Mit Beigabe Lady Stanhope. 1757
Los 2508

Schätzung
250€ (US$ 284)

Details

Los merken

Chesterfield, Philip D. Stanhope, 4. Earl of, engl. Staatsmann und Schriftsteller, Freund von Pope, Swift und Voltaire (1694-1773). Eigh. Brief m. Namenszug "Lord Chesterfield" am Kopf. 1/4 S. Mit Adresse. 4to. O. O. "Monday Morning" (7.II.1757).
An den Diplomaten und Politiker Sir Thomas Robinson, den späteren Baron Grantham, wegen der Verschiebung einer Einladung. "Lord Chesterfield makes his compliments ... and desires that the appointment with Mr. Wilton may be put off till Thursday morning. He having been very much out of order these two days, and being not yet well enough to venture out today ...". - Eine untere Ecke abgeschnitten. - Dabei: Lady Anne Thistlethwayte Stanhope (1759-1798). Eigh. Brief m. U. "A. Chesterfield". 1 S. O. O. 1798. - Aus ihrem Todesjahr an eine königliche Hoheit, deren Loge im Drury Lane Theatre sie gern benutzen möchte. "... Should your Royal Highness not have disposed of your Box at Drury Lane on Thursday Evening, I shall think myself particularly obliged if you will allow me to make use of it ...".

Lot 2509, Auction  127, Dahn, Felix, Signiertes Manuskript eines Festspiels zu Ehren Moltkes. 1890

Dahn, Felix
Signiertes Manuskript eines Festspiels zu Ehren Moltkes. 1890
Los 2509

Schätzung
600€ (US$ 682)

Details

Los merken

Dahn, Felix, Rechtshistoriker, Erzähler und Dramatiker, leidenschaftlicher Erforscher der germanischen Frühgeschichte, Professor in Würzburg, Königsberg und Breslau (1834-1912). Eigh. Manuskript mit Namenszug "Felix Dahn" beim Titel. 24 lose Bl., davon 25 S. beschrieben. Quer-gr. 8vo. O. O. (1890).
"Festspiel zur Feier des neunzigsten Geburtstags des Feldmarschalls Grafen Hellmuth Moltke." Vollständiges Roh-Manuskript eines dreiteiligen Festspiels, dessen Hauptfiguren Hermann der Cherusker, Kaiser Friedrich Barbarossa, Friedrich der Große und Feldmarschall Blücher sind. Mit zahlreichen Änderungen, Streichungen und Verbesserungen, meist von Hand des Autors. Schwärzliche Fingerspuren lassen darauf schließen, dass dieses Manuskript auch als Druckvorlage diente.

Lot 2510, Auction  127, Dahn, Felix, Signiertes Porträtfoto mit 4 Beilagen. 1875-1905

Dahn, Felix
Signiertes Porträtfoto mit 4 Beilagen. 1875-1905
Los 2510

Schätzung
200€ (US$ 227)

Details

Los merken

Dahn, Felix (1834-1912). Porträtfoto-Postkarte mit eigh. Text und Unterschrift "Felix Dahn" unter dem Bild. 14 x 9 cm. (Breslau 31.XII.1905).
"Ja, er ist es. Felix Dahn". Erfüllung eines Autogramm-Wunsches für eine Verehrerin in Purkersdorf bei Wien. Unter dem Foto (Orig.-Abzug) befinden sich, sehr klein gedruckt, 3 Sentenzen des Autors: "Das höchste Gut des Mannes ist sein Volk. Das höchste Gut des Volkes ist sein Staat. Und seine Seele lebt in seiner Sprache." - Leichte Knick- und andere Gebrauchsspuren. - Beiliegend ein eigh. Albumblatt mit dem fast immer verwendeten Spruch Dahns: "Das höchste Gut des Mannes ist sein Volk. Felix Dahn". - Der von der Literaturgeschichte meist unterschätzte Verfasser von "Ein Kampf um Rom" starb nicht in Wroclaw, wie es bei Wikipedia heißt, sondern in Breslau. Von den zahllosen Werken des unglaublich fleißigen Gelehrten gehören seine rund 3000 Seiten umfassenden Memoiren zu den lesenswertesten. - 3 weitere Beilagen: Friedrich Spielhagen, Schriftsteller, erfolgreicher Romancier, Publizist und Literaturtheoretiker (1829-1911). 3 eigh. Briefe m. U. "Friedrich Spielhagen". Zus. 31/2 S. Gr. 8vo. Berlin und Frankfurt a. M. 1875-1890. - An verschiedene Adressaten, über die Aufführung von zwei seiner Stücke sowie ein Treffen wegen eines literarischen Projekts.

Lot 2511, Auction  127, Dehmel, Richard, Brief und Postkarte an eine Verehrerin. Mit 2 Beilagen. 1906-1911

Dehmel, Richard
Brief und Postkarte an eine Verehrerin. Mit 2 Beilagen. 1906-1911
Los 2511

Schätzung
200€ (US$ 227)

Details

Los merken

Dehmel, Richard, Dichter, von großem Einfluß auf die Lyrik seiner Zeit (1863-1920). Eigh. Brief m. U. „Dehmel". 3 S. Doppelbl. 8vo. (Hamburg-Blankenese) 11.X.1911.
An eine Verehrerin in Hamburg. "... Entschuldigen Sie, daß ich Ihnen erst heute den 'Michel' für Ihre Moskauer Freunde schicke; ich hatte kein Exemplar mehr hier, musste mir erst eins schicken lassen. Im Buchhandel erscheint die Dichtung übrigens erst am Tag der Première; ich bitte Sie deshalb, Herrn Kowalsky zu schreiben, er möchte den fraglichen Aufsatz keinesfalls vor dem 12.-15. November deutschen Datums veröffentlichen. Es würde doch einen wenig angemessenen Eindruck machen, wenn gerade dies Buch in einer russischen Zeitschrift früher besprochen würde als in Deutschland. Vielleicht wird es Herrn Kowalsky auch interessieren, daß nächstens eine russische Übersetzung meiner 'Gesammelten Werke' von Lydia Lepaschkin zu erscheinen beginnt ...". - Dehmels Komödie "Michel Michael", die 1911 bei S. Fischer erschien, wurde am 11. Nov. im Hamburger Deutschen Schauspielhaus uraufgeführt. - In der Postkarte teilt Dehmel mit, dass er soeben aus Bingen zurückgekehrt sei, wo er den 70. Geburtstag seines Schwiegervaters gefeiert habe. Die Karte an seine Frau konnte noch nicht beantwortet werden, weil "Frau Iri" gleich nach Schwalbach weitergereist sei. "... nun müssen Sie vorkäufig mit mir Einsiedler vorliebnehmen." [22.V.1906]. - Beiliegend ein eigenhändiger Briefumschlag Dehmels, gerichtet an den Wiener Schriftsteller und Burgtheaterdirektor Anton Wildgans, sowie eine Orig.-Photographie (10,8 x 16 cm), die laut rückseitigem Vermerk Richard Dehmel als Leutnant im Schützengraben bei Autrêches im Januar/Februar 1915 zeigt, wie er Eintragungen in ein Notizbuch schreibt. - Zus. 4 Teile.

Lot 2512, Auction  127, Dumas (fils), Alexandre, 10 Briefe, meist an Madame oder Monsieur Laroche. Ca. 1875

Dumas (fils), Alexandre
10 Briefe, meist an Madame oder Monsieur Laroche. Ca. 1875
Los 2512

Schätzung
800€ (US$ 909)

Details

Los merken

Dumas (fils), Alexandre, franz. Erzähler und Dramatiker, Verfasser der "Dame aux Camélias", Mitglied der Académie Française und der Ehrenlegion (1824-1895). 10 eigh. Briefe bzw. Briefkarten m. U. "A. Dumas". Zus. 21 S. Verschied. Formate. O. O. (wohl ca. 1875).
Meist an Madame bzw. Monsieur Laroche gerichtet, in verschiedenen Angelegenheiten und Verabredungen, z. B. die Vermittlung von Autographen für die Sammlung ihrer Tochter. - Manche Abweichungen in der Handschrift könnten darauf hindeuten, dass bei einigen Briefen nur die Unterschrift von Dumas' Hand stammt und es nicht ganz auszuschließen ist, dass hier der übrige Text vom Sekretär geschrieben wurde.

Lot 2513, Auction  127, Förster, Paul, 9 Briefe und eine Karte an Rosa von Gerold. 1884-1905

Förster, Paul
9 Briefe und eine Karte an Rosa von Gerold. 1884-1905
Los 2513

Schätzung
450€ (US$ 511)

Details

Los merken

Förster, Paul, antisemitischer Publizist und Politiker im Deutschen Kaiserreich und Vorsitzender des "Internationalen Vereins zur Bekämpfung der wissenschaftlichen Thierfolter - Verein gegen die Vivisektion" (1844-1925). 9 eigh. Briefe und 1 Postkarte m. U. Zus. 32 S., teils Doppelblätter. Meist gr. 8vo. Berlin-Friedenau und Wien 1884-1905.
Großenteils umfangreiche Schreiben an die Salonnière Rosa von Gerold (1829-1907) in Wien, teils persönlicher, teils fachlicher Natur. Ein Kondolenzschreiben zum Tod ihres Gatten (des bekannten Verlegers) aus dem Jahr 1884 schließt Förster mit den Worten: "… in der Hoffnung aber, daß es Ihnen gelinge, mit dem eigenen Reichtum an geistiger Kraft über die Schwere des Verlustes hinwegzukommen, verbleibe ich in vorzüglicher Hochachtung - Ihr ganz ergebener ...". Zwei Briefe auf Papier mit gedrucktem Briefkopf des "Internationalen Vereins zur Bekämpfung der wissenschaftlichen Thierfolter (Deutsche Hauptstelle des Weltbundes gegen die Vivisektion)", Dresden, Cranachstraße 18, beziehen sich auf von der Adressatin übersandte Bücher, zu denen Förster Anmerkungen übermittelt. Er bietet an, im Gegenzug eigene Schriften zur Durchsicht zu übersenden - "eine Gegengabe, die ich Ihnen darbieten könnte". In einem weiteren Schreiben (Friedenau, 9. I. 1905) sendet er Neujahrsgrüße, in denen er Zeilen aus Schillers Ode an die Freude ("Freude, schöner Götterfunken") aufgreift und über den Heiligen Geist "Spiritus Sanctus" und den "Spiritus vini" reflektiert, ferner beruft er sich auf eine geistige "Waffenbrüderschaft". – Mit üblichen Faltspuren und vereinzelten Einrissen.

Lot 2514, Auction  127, Gaudy, Franz von, Signiertes Gedichtmanuskript

Gaudy, Franz von
Signiertes Gedichtmanuskript
Los 2514

Schätzung
300€ (US$ 341)

Details

Los merken

Gaudy, Franz Frhr von, preuß. Offizier, Dichter und Novellist, befreundet mit Chamisso und vielen anderen Schriftstellern (1800-1840). Eigh. Gedichtmanuskript m. U. "Franz Freiherr Gaudy". 5 S. auf 2 Bl. 12mo. 10,3 x 8,5 cm. O. O. (wohl um 1837).
"Sarmatische Monologe". 16 Strophen zu je 4 Zeilen. Scherzgedicht, in dem der Autor am Fenster vergeblich auf die angebetete Dame wartet, so dass ihm der "Versucher" zum Trost ein Viertel frisch eingetroffenen Ungarweins empfiehlt. "An dem Fenster sitzt der Dichter, / saugend an der Pfeifenspitze ...". Am Schluß heißt es: "... Aber nein! ich meide glücklich / Des Versuchers list'ge Schlingen; / Und zum Lohn der Tugend laß ich - / Eine ganze Flasche bringen."

Lot 2515, Auction  127, Genlis, Félicité Comtesse de, 4 interessante Briefe, teils  über Theater. 1811

Genlis, Félicité Comtesse de
4 interessante Briefe, teils über Theater. 1811
Los 2515

Schätzung
250€ (US$ 284)

Details

Los merken

Genlis, Félicité Comtesse de, franz. Schriftstellerin von enormer Produktivität, katholisch geprägte Gegnerin Voltaires und der Madame de Stael (1746-1830). 4 Briefe m. U. "Ctesse de Genlis", davon 3 eigenhändig, 1 diktiert. Zus. 4 S. Jeweils Doppelblätter. 4to und 8vo. (Paris) 15.II. und 6.VIII.1811 bzw. o. J.
Interessante Briefe, vorwiegend in Theater-Angelegenheiten: I. In der dritten Person an die Schauspielerin Jeanne Devienne (eigentlich Thévenin, 1763-1841) mit der Bitte um Zusendung von 2 Exemplaren der Comédie-Ballet "La Princesse d'Elide" von Molière. "... Mme de Genlis ne s'excuse point de cette importunité, elle sait que l'amitié fait prendre à mademoiselle de vienne un vif intérêt à cette charmante pièce qui a le plus grand succès et qui le mérite si bien. Mme de Genlis est charmée de saisir cette occasion d'exprimer à Mademoiselle de vienne le plaisir qu'elle a eu si souvent à la voir, à l'admirer; elle n'a point vu de jeu plus rempli de grace et d'un naturel plus parfait, et elle doit à son beau talent le plus agréable souvenir ...". - Jeanne Devienne, die gefeierte Darstellerin von hübschen, gewitzten Kammerzofen etc., gehörte seit 1785 der Comédie Française an. - Gering fleckig. - II. Eigh. Brief m. U. "ctesse de genlis". 2 S. Doppelblatt mit Goldschnitt. 8vo. (Paris) "ce Samédi 13" o. J. - An einen Herrn, den sie eindringlich bittet, sich für ihren Bruder zu verwenden, dem anscheinend Bestrafung droht. "... cette grace dans les circonstances présentes, est bien intéressante pour la fortune de mon frère, d'ailleur il est fait pour y prétendre par sa naissance, et sa conduite depuis deux ans, dont Mr. de Ramsault rendra les témoignages les plus satisfoirant à tous les égards. on ne peut lui reprocher que quelques légères étourderies, avant ce tems, que sa grande jeunesse devoit rendre excusable ...". - III. Brief m. U. "D. Ctesse de Genlis". 1 S. Doppelblatt. 4to. (Paris) o. J. - Wohl an einen Redakteur, bei dem sie sich für einen von ihr protégierten jungen Künstler einsetzt. "... M. Gerono ... va donner au théâtre d'Elèves, situé à la Barrière Rochechouart, une petite pièce intitulée La petite Gouvernante, dont il a fait les paroles et la Musique. Je connois les paroles qui me paroissent fort agréable, Mr. [Jean-François] Lesueur en a entendu la Musique qu'il trouve charmante. Je prend à M. Gerono le plus vif intérêt et je serois bien reconnoissante, ... si vous aviez la bonté d'annoncer toute de suite, en trois lignes, cette petite production avec un mot bienveillant ...". - Entschuldigt sich in einem Nachsatz dafür, dass sie wegen Krankheit nicht eigenhändig schreiben könne. - Ein Streifen vom unteren Rand unregelmäßig abgerissen. - IV. Eigh. Brief m. U. "D. Genlis". 1/2 S. Doppelblatt mit Adresse. 4to. O. O. 6.VIII.1811. - An Jeanne Louise Henriette Campan (1752-1822), Erzieherin und Schriftstellerin, ehemals Kammerfrau der Königin Marie Antoinette, später berühmte Pädagogin, Vorsteherin der kaiserlichen Erziehungsanstalt in Ecouen. Bedankt sich für die Zusendung von Jeanne Campans neuestem Buch "Lettres de deux jeunes amies" (Paris 1811). "Recevez Madame tous mes remercimens de l'ouvrage aussi agréable qu'utile que vous avez bien voulu m'envoyer, je l'ai lu avec le plus grand plaisir. Mon suffrage n'a nulle importance, mais il est dumoins parfaitement sincère et je n'ai jamais eu à me reprocher la fausseté si commune de réserver les louanges pour l'auteur et les critiques pour les conversations ... vos lettres Madame sont charmantes, tout m'en plait et entr'autres toute ce que vous dites d'excellent et de parfait sur les correspondans particulières des jeunes personnes, et le détail plein d'intérêt de la visite de l'Empereur ...".

Lot 2516, Auction  127, Goethe, Johann Wolfgang von, Signierte Visitenkarte mit einer Einladung. 1828

Goethe, Johann Wolfgang von
Signierte Visitenkarte mit einer Einladung. 1828
Los 2516

Schätzung
2.000€ (US$ 2,273)

Details

Los merken

Goethe, Johann Wolfgang von, Dichter und Staatsmann (1749-1832). Visitenkarte mit eigh. Signatur "Goethe" und Datum. Rosa Karton mit Blumenschmuck in Blindprägung. 5,3 x 8,5 cm. (Weimar), 21.III.1828.
Von Sekretärshand sehr zierlich geschriebene Einladung: "Herr L. Dir. Rath Toepfer wird auf Morgen, Sonnab. d. 22. März zum Mittagsmahle freundlichst eingeladen." Darunter vom Gastgeber geschrieben: "1828. Goethe". - Der Jurist Martin Christian Victor Toepfer war Landesdirektionsrat in Weimar. - Minimal fleckig; rückseitig geringfügige Spuren ehemaliger Montage. - Sehr hübsches Beispiel für den Weimarer Stil der Goethezeit.

Lot 2517, Auction  127, Grimm, Friedrich Melchior, Brief aus Gotha an den Ästhetiker J. H. G. Heusinger. 1797

Grimm, Friedrich Melchior
Brief aus Gotha an den Ästhetiker J. H. G. Heusinger. 1797
Los 2517

Schätzung
350€ (US$ 398)

Details

Los merken

Grimm, Friedrich Melchior Baron von, Schriftsteller, Journalist, Theater- und Musikkritiker sowie Diplomat in Paris (1723-1807). Eigh. Brief m. U. "le Bon de Grimm". In franz. Sprache. 11/2 S. Doppelblatt mit Trauerrand. 4to. Gotha 8.IV.1797.
An den Pädagogen und Philosophen Johann Heinrich Gottlieb Heusinger (1766-1837), der die Verspätung von Grimms Antwort verzeihen möge, denn er kenne Grimm ja bereits seit 23 Jahren. Er habe Heusingers Brief an Alexander Kourakin, Vizekanzler des Russischen Reiches, geschickt; der Brief enthielt den Wunsch Heusingers, eine Professur an der Universität Mitau zu erhalten. Er, Grimm, werde sich bald wieder an seinen Posten in Hamburg begeben. - Heusinger veröffentlichte in diesem Jahr ein zweibändiges "Handbuch der Ästhetik", das in Gotha erschien. - Grimm wurde vor allem berühmt als Herausgeber der
"Correspondence littéraire philosophique et critique", die 38 Jahre erschien und eine Literatur-, kultur- und zeitgeschichtliche Quelle ersten Ranges darstellt. Als hervorragender Opernkenner spielte Grimm in Paris auch eine wichtige musikhistorische Rolle.

Lot 2518, Auction  127, Gutzkow, Karl, 4 Briefe an  einen Schauspieler. 1863-1874.

Gutzkow, Karl
4 Briefe an einen Schauspieler. 1863-1874.
Los 2518

Schätzung
550€ (US$ 625)

Details

Los merken

Über Stadt- und Burgtheater in Wien
Gutzkow, Karl, bedeutender liberaler Schriftsteller, Dramatiker, Kritiker und Publizist, dem Jungen Deutschland nahestehend, Förderer Georg Büchners (1811-1878). 4 eigh. Briefe m. U. "Gutzkow". Zus. 11 S. Gr. 8vo. Weimar, Kesselstadt, Berlin und Wieblingen 1863-1874.
Zumindest drei der Briefe an einen hochrangigen Wiener Schauspieler. Zunächst über Abdruck eines Artikels, dann über die Tantièmen- und Spielplanpolitik des Wiener Stadttheaters unter Heinrich Laube, die vom Adressaten angegriffen wurde. Gutzkow geht ausführlich darauf ein und beklagt die Missachtung seiner Dramen und Lustspiele. "... Da ich mir in meiner ländlichen Zurückgezogenheit die Neue Fr.[eie] Pr.[esse] halte, so bin ich mit allen Vorgängen am Stadttheater vertraut, lese aber, durch Erfahrung belehrt, Manches zwischen den Zeilen. Was? kann ich nicht sagen. Denn ich will nicht gegen Laube polemisiren. In den letzten Monaten seiner Direktion hat er sich meiner mit Wärme erinnert ... Daß ich die Gunst (d. h. die Existenzmittel) am Burgtheater durch meinen Contrakt mit dem Stadttheater verscherzte! Anderthalb Jahre ignorirte mich Dingelstedt. Erst jetzt hat er mich bei Probegastspielen einmal wieder angesetzt. Warum gieng Laube nicht an Zopf u. Schwert, selbst 'Werner oder Herz u. Welt', eine immer gefüllte Burgtheatervorstellung, könnte versucht werden. Am Burgtheater werden Stücke von Mosenthal, Weilen, Bauernfeld conservirt, die längst an den übrigen deutschen Bühnen nicht mehr existieren. Bei gutem Willen könnte nach Ella Rose oft manches Andre dort wiederholt werden, womit Sie sich freilich nicht beschweren mögen. Die ganze dramatische Periode von meinem Wullenweber an bis ich es müde wurde, ward mir durch Küstner u. die Birchpfeiffer [sic], durch Laube u. die Censur ruinirt. Ewige Ablehnung u. die Birchpfeifferei aus jedem neuen Roman - wer wollte da noch mitmachen? Ihr geniales Darsellungstalent ist meinem La Roquette zugute gekommen. Schade, eine Figur wie Wallmuth im Ottfried (aber neuste Ausgabe bei Costenoble!) wäre so recht geeignet für einen Darsteller, der nicht wie La Roche alles ins leere Possenhafte hinüberzieht, sondern in der Komik noch einen Kern zu bewahren versteht, einen quasi ernsten Charakter. Schade, daß sich kein entschlossener fester Wille je an meine 'Komödie der Besserungen' gewagt hat ...".

Lot 2519, Auction  127, Halbe, Max, 2 Briefe an die Wiener "Moderne Rundschau". 1890-1891

Halbe, Max
2 Briefe an die Wiener "Moderne Rundschau". 1890-1891
Los 2519

Schätzung
150€ (US$ 170)

Details

Los merken

Halbe, Max, Schriftsteller, anfangs dem Naturalismus, später der Neuromantik nahestehend, verkehrte in München mit vielen Schriftstellern und Künstlern (1865-1944). 2 eigh. Briefe m. U. "Max Halbe". Zus. 5 S. 8vo und gr. 8vo. Berlin 30.X.1890 bzw. Friedenau bei Berlin 6.X.1891.
Wohl beide Briefe an die Redaktion der Wiener Zeitschrift "Moderne Rundschau", der er Beiträge verschiedener Art anbietet und später das Honorar für einen gedruckten Beitrag anmahnt. "... Anbei gestatte ich mir, Ihnen zwei lyrische Producte, das eine im Hymnenstil, das andre ein lyrisches Intermezzo, zu übersenden ... Zugleich möchte ich Sie anfragen, ob Ihnen vielleicht mal ein Berliner Theaterbrief von mir erwünscht wäre. Für letzteren könnte ich freilich auf Honorar nicht verzichten. Die Zeiten sind zu schlecht. Na, aber abgesehen davon, wenn Sie also in dieser Richtung noch nicht versehen sind, aber, gesetzt Sie seien es, auch mal einen Andern zu Worte kommen lassen wollen, so stände ich Ihnen gern zur Verfügung. Bei drei 'freien' und 14 unfreien Bühnen ist der Stoff schier unerschöpflich. Ich könnte Ihnen stattdessen vielleicht auch mit dramatischer Kritik oder dem Ähnlichen aufwarten ..." [1890] - Im Oktober 1891 muß Halbe die Zahlung des Honorars für seinen im August erschienenen Beitrag "Weltstadtstimmungen" anmahnen. "... Ich thue dies um so zuversichtlicher, als ich unmöglich voraussetzen kann, daß 'die einzige östreichische Revue großen Stils', wie sich die 'Moderne Rundschau' mit Recht bezeichnen kann, geneigt sein sollte, sich ihren Honorarverpflichtungen zu entziehen." Erinnert an den hohen Anspruch und die Seriosität des Auftretens der Zeitschrift und fährt fort: "... Zum Ueberfluß endlich erinnere ich mich, bei einem Sommerbesuche in Hamburg von Herrn Baron von Liliencron [d. i. Detlef von Liliencron] als bestimmt u. ihm selbst brieflich versichert vernommen zu haben, daß die 'Mod. Rundschau' einen Honorarsatz von 8 Mk. pro Seite in Anrechnung bringt. Ich darf wohl anehmen, daß dies der 'übliche Honorarsatz' ist ..." [1891]. - Offenbar befand sich die 1890 unter dem Titel "Moderne Dichtung" gegründete Halbmonatsschrift in finanziellen Schwierigkeiten, denn 1892 stellte sie ihr Erscheinen ein.

Lot 2520, Auction  127, Henckell, Karl, 3 Briefe an den Schriftsteller Alfons Petzold. 1914-1918

Henckell, Karl
3 Briefe an den Schriftsteller Alfons Petzold. 1914-1918
Los 2520

Schätzung
250€ (US$ 284)

Details

Los merken

Henckell, Karl, Schriftsteller, den sozialistischen und naturalistischen Bewegungen nahestehend, lebte zunächst in der Schweiz, ab 1902 in Berlin, ab 1908 in München (1864-1929). 3 eigh. Briefe m. U. "Karl Henckell". Zus. 7 S. Gr. u. kl. 4to. München 1914-1918.
Schwärmerische Briefe an den österr. Schriftsteller Alfons Petzold, der Henckell 1914 in einem Artikel gelobt hatte. Henckell antwortet beglückt. "... Sie haben mir einfach eine menschlich-künstlerische Offenbarung, ein persönliches Bekenntnis geschenkt, das mir auf einmal wie ein lebendiges Licht in die Seele fiel und all mein Sehnen und Dichten vom Anfang bis heute liebend verklarte und vor mir selbst wundersam erhöhte. Wie man es sich wohl träumt in tiefen Wunschmomenten als Blüte letzten Lebensverlangens, das haben Sie mir gegeben - es ergriff mich so, daß sich mir die Thränen mit Gewalt hervorpressten, und ich sagte zu meiner Frau, das sei nun doch der schönste Lohn meines ganzen Dichtens und Wollens ..." [6.V.1914]. Die folgenden Briefe beschäftigen sich ausführlich mit zwei Gedichtbänden von Alfons Petzold, die Henckell begeisterten Betrachtungen unterzieht, auch vor dem Hintergrund des Weltkriegs.

Lot 2521, Auction  127, Hesse, Hermann, Signiertes eigenhändiges Gedicht. 1901

Hesse, Hermann
Signiertes eigenhändiges Gedicht. 1901
Los 2521

Schätzung
450€ (US$ 511)

Details

Los merken

Hesse, Hermann, Dichter, Nobelpreisträger (1877-1962). Eigh. Gedichtmanuskript m. U. "Hermann Hesse". 1 S. Auf Karton (11,5 x 9 cm). O. O. (wohl circa 1901).
Das 1901 entstandene Gedicht "Pilger", hier ohne Titel, wohl eine frühe Niederschrift. Zwei Strophen zu je 4 Zeilen: "Und weiter gehn die Tage / Sie werden schnelle alt; / Vielleicht kommt schon der letzte bald, / Indeß ich steh u. frage. - Sie sind mit mir gegangen / Wie Brüder Hand in Hand / Sie trieb und mich von Land zu Land / Dasselbe Heimverlangen."

Lot 2522, Auction  127, Hesse, Hermann, 3 Autographen. 1941

Hesse, Hermann
3 Autographen. 1941
Los 2522

Schätzung
450€ (US$ 511)

Details

Los merken

Hesse, Hermann (1877-1962). 3 Autographen. Circa 1941.
I. Masch. Brief m. U. "H. Hesse". 11/3 S. Doppelblatt mit Holzschnitt im Briefkopf nach einem Aquarell des Autors. Gr. 8vo. O. O. (wohl um 1941). - An einen Herrn Joseph Delz, der vergeblich nach Hesses Gedicht "Im Nebel" gesucht hatte. "... Wenn ich nicht ein kranker alter Mann wäre, der ohnehin mit seiner Arbeit nicht fertig wird, so würde ich Ihnen einen langen Brief schreiben, denn Ihr lieber Brief hat mich gefreut und interessiert ...". Er könne ihm aber zu dem Gedicht verhelfen: "... es war leicht zu finden. Es steht in dem Büchlein, das ich Ihnen als ein kleines Geschenk beilege. Statt Worte zu machen, will ich Ihnen noch ein andres Gedicht aufschreiben, es ist noch ziemlich neu und ist mehr als dreißig Jahre später als das Nebelgedicht entstanden ...". - II. Dieses Gedicht-Typoskript mit eigh. Unterschrift "Gruss von H. Hesse". 1 S. Auf der Rückseite eines Briefbogens des Hotels "Verenahof-Ochsen" in Baden bei Zürich. Kl. 4to. O. O. (wohl um 1941). - "Flötenspiel". 3 Strophen zu je 4 Zeilen. - Das Gedicht entstand 1940. - III. Eigh. Widmung "Herrn Jos. Delz mit Grüssen von H. Hesse". Auf dem Vorsatz des Insel-Bändchens "Vom Baum des Lebens. Ausgewählte Gedichte." 41.-50. Tsd. Leipzig, Insel-Bücherei Nr. 454, (wohl um 1940).

Lot 2523, Auction  127, Hitzig, Julius Eduard, Brief mit 3 Beigaben an A. M. Schlesinger. 1821

Hitzig, Julius Eduard
Brief mit 3 Beigaben an A. M. Schlesinger. 1821
Los 2523

Schätzung
300€ (US$ 341)

Details

Los merken

Hoffmann-Umkreis. - Hitzig, Julius Eduard, Berliner Jurist, Kriminalist, Verleger und Schriftsteller aus jüdischer Familie, schrieb E. T. A. Hoffmanns Biographie und verkehrte mit vielen Autoren der Romantik (1780-1849). Eigh. Brief m. U. "Hitzig". 1 S. 4to. Berlin 9.II.1821.
An den (nicht genannten) Musik- und Belletristik-Verleger A. M. Schlesinger, mit dem Angebot eines Manuskripts. "Das Publikum hat sich seit einiger Zeit in seiner Vorliebe für Darstellung ernster Wahrheiten im Gewand des Romans entschieden. Was, aus diesem Gesichtspunkte, der Verfaßer von Wege und Führung, Strauß in den Glokkentönen, Jakobs in Rosaliens Nachlaß und Frauenspiegel u.s.w. mit theologischen Ansichten versuchte, ist von dem Verfaßer des Manuskripts, von den, in beikommendem Pakete, Proben vom Anfang, aus der Mitte und des Endes befindlich, weit pädagogischer ausgeführt worden. Ich habe es wegen unsrer alten freundschaftlichen Verbindung, Herrn Reimer angeboten, da der Verfaßer es mir übersandt, um in Berlin einen Verleger zu suchen. Wie er (Herr Reimer) sich darüber geäußert, bitte ich Ew. Wohlg. aus der Anlage zu sehen. Jetzt frage ich bei Ihnen an, ob Sie es vielleicht drukken wollen. Über die Bedingungen werden Sie sich leicht verständigen ...". Nennt noch einen anderen interessierten Verleger und weist auf seine (Hitzigs) neue Adresse hin: "Ich wohne jetzt Friedrichsstraße No 242 nahe am Hallischen Thor". - Beigegeben je 1 Autograph der Schriftsteller Wilhelm Häring (Willibald Alexis), K. G. Th. Winkler (Theodor Hell) und Franz Horn.

Lot 2524, Auction  127, Holtei, Carl von, 9 Briefe und 1 Gedichtmanuskript. 1823-1873

Holtei, Carl von
9 Briefe und 1 Gedichtmanuskript. 1823-1873
Los 2524

Schätzung
350€ (US$ 398)

Details

Los merken

Holtei, Carl von, aus Breslau stammender Dichter, Erzähler, Bühnenautor, Schauspieler, Regisseur, Rezitator und Theaterleiter (1798-1880). Sammlung von 9 eigh. Briefen und 1 eigh. Gedichtmanuskript. Zus. 17 S. Gr. 4to und gr. 8vo. 1823-1873.
An verschiedene Adressaten (Bühnenleute, Generalin von Zilinska, Baron von Humbracht, den Theaterkritiker Max Kurnik u. a.) über diverse Themen, vor allem Beiträge für Zeitschriften und Theateraufführungen, oft in launigem Tonfall. Die Verse sind ein Gelegenheitsgedicht für ein Pärchen "Bernhard und Luise". - 3 Briefe gebräunt.

Lot 2525, Auction  127, Kipling, Rudyard, Signierte Tombola-Karte des Vereins Berliner Journalisten. 1909

Kipling, Rudyard
Signierte Tombola-Karte des Vereins Berliner Journalisten. 1909
Los 2525

Schätzung
200€ (US$ 227)

Details

Los merken

Kipling Rudyard, britischer Schriftsteller und Lyriker, Nobelpreisträger (1865-1936). Eigh. Signatur "Rudyard Kipling". Auf einer bedruckten Karte des Vereins Berliner Journalisten. 10 x 16 cm. (Berlin) 4.XII.1909.
Wahrscheinlich Gabe zu einer Tombola für das "Winterfest des Vereins Berliner Journalisten zum Besten seiner Unterstützungskassen am 4. Dezember 1909" (Aufdruck). Bei solchen Gelegenheiten wurden häufig Autogramme berühmter Persönlichkeiten verlost.

Lot 2526, Auction  127, Kopisch, August, Signiertes Gedichtmanuskript "Das Politisieren". 1833

Kopisch, August
Signiertes Gedichtmanuskript "Das Politisieren". 1833
Los 2526

Schätzung
350€ (US$ 398)

Details

Los merken

Kopisch, August, Lyriker, Novellist, Dramatiker, Übersetzer und Maler, lebte in Rom, Neapel, Berlin und Potsdam, entdeckte 1826 die Blaue Grotte an der Insel Capri (1799-1853). Eigh. Gedichtmanuskript m. U. "Aug. Kopisch". 1 S. 4to. O. O. (wohl um 1833).
"Das Politisieren". 12 Zeilen: "Politisieret immerzu und wer es trifft der schreie: Pasch! / Das übertolle Kunterbunt, mir wirbelt es fürwahr zu rasch! / Es wendet wie die Erde sich: bald wird es Tag, bald wieder Nacht! / Begonnen wird unendlich viel, viel weniger zu Stand gebracht ...". - Das Gedicht erschien zuerst in Chamissos "Deutschem Musenalmanach für das Jahr 1834". - Unser Exemplar, vielleicht die erste Reinschrift (mit 3 Korrekturen), scheint ebenfalls zum Druck bestimmt gewesen zu sein: am oberen Rand mit roter Tinte der Hinweis (vielleicht von Chamissos Hand?) "Darf nicht mehr als 1 Seite einnehmen".

Lot 2527, Auction  127, Raabe, Wilhelm, Brief als Geburtstagsgeschenk. 1905

Raabe, Wilhelm
Brief als Geburtstagsgeschenk. 1905
Los 2527

Schätzung
150€ (US$ 170)

Details

Los merken

Raabe, Wilhelm, der bedeutende Erzähler des Realismus (1831-1910). Eigh. Brief m. U. " Wilh Raabe". 1 S. Doppelblatt. 8vo. Braunschweig 12.IV.1905.
An einen Herrn Weil, der seiner Frau ein Autogramm Wilhelm Raabes zum Geburtstag schenken möchte. "... Mit Vergnügen erfülle ich Ihren Wunsch, auch meinen Gruß für den Geburtstagstisch Ihrer Frau Gemahlin zu erhalten. Möge ihr das neue Lebensjahr nur Erfreuliches bringen! ...".

Lot 2528, Auction  127, Rilke, Rainer Maria, Brief an seinen Verleger Bonz mit der Bitte um Vorschuss. 1898

Rilke, Rainer Maria
Brief an seinen Verleger Bonz mit der Bitte um Vorschuss. 1898
Los 2528

Schätzung
2.000€ (US$ 2,273)

Details

Los merken

Rilke, Rainer Maria, Dichter und Übersetzer (1875-1926). Eigh. Brief m. U. "Rainer Maria Rilke". 1 S. Doppelblatt. Gr. 8vo. Schmargendorf bei Berlin, Villa Waldfrieden, 14.IX.1898.
An seinen Verleger Alfred Bonz in Stuttgart, dem er für die Mitteilung dankt, dass seine "Zwei Prager Geschichten" im Frühjahr 1899 erscheinen werden. Zugleich bittet der 23jährige Dichter wegen akuten Geldmangels um Vorschuss. "... Durch das unerklärliche Ausbleiben von zwei Zeitschriftenhonoraren bin ich plötzlich so arg in Verlegenheit gerathen, daß ich mich mit meinem Vertrauen an Ihre Liebenswürdigkeit wenden muß. Wollen Sie mir bis in die ersten Tage des October 30 M.- vorstrecken? Ich erwarte Ihre gütige Antwort bald, denn ich bin, wie gesagt, ganz auf dem Trockenen, was doppelt störend ist, da ich in der neuen größeren Arbeit stehe ...". - "R. bezieht ein Zimmer in der Villa Waldfrieden, Berlin-Schmargendorf, Hundekehlestr. 11 ... R. hilft bei täglichen Hausarbeiten, hackt Holz, macht barfuß weite Wald- und Wiesenwege. R. raucht nicht und meidet Alkohol, hat eine Vorliebe für Tee später auch Kaffee" (Schnack, Rilke-Chronik, wo dieser frühe Brief nicht erwähnt wird).

Lot 2529, Auction  127, Roth, Eugen, Geschmücktes Gedicht an seine Frau + Beigabe. 1971

Roth, Eugen
Geschmücktes Gedicht an seine Frau + Beigabe. 1971
Los 2529

Schätzung
250€ (US$ 284)

Details

Los merken

Roth, Eugen, Münchener Erzähler, Lyriker und Kunstsammler, berühmt für seine heiter-philosophisch pointierten "Ein Mensch"-Verse (1895-1976). Eigh. Gedichtmanuskript m. U. "Eugen". 1 S., geschrieben auf einem Original-Biedermeier-Blatt mit einem schönen Farbstich. Gr. 4to. (München) 15.XI.1971.
"Liebe Mammi! Ein Mensch schrieb' gern Dir ein Gedicht, / Jedoch, er weiss, Du magst das nicht. / Auch fünfundsechzig rote Rosen, / Die würden sicher Dich erbosen, / Von hundert vorgeschlagnen Gaben, / Da wolltest Du nicht eine haben ...". 12 Zeilen. Als namhafter Kunstsammler benutzt Roth hier ein reizvoll durch einen Farbstich geschmücktes Blatt aus der Zeit um 1820, das über einer blauen pflanzlichen Schmuckbordüre in einem Oval mehrfarbig Gartengeräte, Rosen und eine Sanduhr zeigt, umgeben von dem Text "Die Zeit entflieht. Doch meine Liebe nicht." - Beiliegend ein gut erhaltener Geldschein im Wert einer Rentenmark, von Eugen Roth eigenhändig beschriftet: "Erste Löhnung im zweiten Weltkrieg! Eugen Roth". - Zwei sehr ungewöhnliche und hübsche Dokumente aus dem Leben des Dichters.

Lot 2530, Auction  127, Sade, Donation Alphonse Marquis de, Brief an einen Herrn über eine "Affaire". Wohl vor 1800

Sade, Donation Alphonse Marquis de
Brief an einen Herrn über eine "Affaire". Wohl vor 1800
Los 2530

Schätzung
2.800€ (US$ 3,182)

Details

Los merken

Sade, Donatien Alphonse Marquis de, Namensgeber des "Sadismus", franz. Schriftsteller und Philosoph, berüchtigt für seine gewaltpornographischen Romane und persönlichen Verhaltungsweisen, verbrachte große Teile seines Lebens in Gefängnissen und Irrenanstalten (1740-1814). Eigh. Brief m. U. "Sade". 1 S. auf bläulichem Papier. 4to. O. O. (wohl vor 1800).
An einen Herrn, dem er zwei Papiere sendet und hierzu, in einiger Erregung, wie es scheint, die Umstände einer "Affaire" erörtert.

[*]: Regelbesteuert gemäß Auktionsbedingungen. [^]: Ausgleich von Einfuhr-Umsatzsteuer.

* Alle Angaben inkl. 25% Regelaufgeld ohne MwSt. und ohne Gewähr – Irrtum vorbehalten.


Galerie Bassenge
Erdener Str. 5A
14193 Berlin

Öffnungszeiten:
Montag bis Donnerstag, 10–18 Uhr,
Freitag, 10–16 Uhr

Telefon: +49 30 8938029-0
Fax: +49 30 8918025
E-Mail: info (at) bassenge.com

Impressum
Datenschutzerklärung
© 2024 Galerie Gerda Bassenge


Galerie Bassenge
Erdener Str. 5A
14193 Berlin

Öffnungszeiten:
Montag bis Donnerstag, 10–18 Uhr,
Freitag, 10–16 Uhr

Telefon: +49 30 8938029-0
Fax: +49 30 8918025
E-Mail: info (at) bassenge.com

Impressum
Datenschutzerklärung
© 2022 Galerie Gerda Bassenge