Anthropophyteia
Jahrbücher für folkloristische Erhebungen, 10 Bände. Leipzig 1904-1913
Los 423
Schätzung
300€ (US$ 313)
Anthropophyteia. Jahrbücher für folkloristische Erhebungen und Forschungen zur Entwicklungsgeschichte der geschlechtlichen Moral. Herausgegeben von Friedrich S. Krauss. Bände I-X in 10 Bänden (alles). 26,5 x 18 cm. 8 Rote HLeinenbände d. Z., 2 schwarze Leinenbände d. Z. (teils berieben und mit geringen Gebrauchsspuren). Leipzig 1904-1913.
Hayn-Got. I, 92 und IX, 12. Stern-Szana 63. P. Englisch S. 304. Bilder-Lex. II 595. – Komplette Reihe der als nummerierter Privatdruck nur für Subskribenten erschienenen umfassendsten Sammlung zur ethnologischen Sexualforschung. "Der erste Band kaum mehr aufzutreiben, II und III äußerst selten, V, VI und IX wurden größtenteils konfisziert." (Stern-Szana). – Teils papierbedingt etwas gebräunt und fleckig; teils mit Unterstreichungen; Gebrauchsspuren.
Calvi, François de
Histoire Generale Des Larrons. Frankfurt, Herman von Sand, 1697. - Frühe deutsche Ausgabe des "Gauner und Beutelschneider" Werkes
Los 424
Schätzung
300€ (US$ 313)
Calvi, François de. Histoire generale des Larrons. Das ist Beutelschneider oder warhaffte Beschreibung der Diebs-Historien ... Auß dem frantzösischen in die Hoch-Teutsche Sprach übersetzt. 9 Bl., 633 S. Mit gestochenem Frontispiz und Holzschnitt-Schlussvignette. 13 x 7,5 cm. Pergament d. Z. (stärker lädiert, mit größeren Fehlstellen). Frankfurt, Herman von Sand, 1697.
VD17 14:697794G. Vgl. Goldsmiths 1812, Gay-Lemonnyer II, 564 und Huelke-Etzler 355. – Frühe deutsche Ausgabe des "Gauner und Beutelschneider" Werkes von François de Calvi. Die erste Ausgabe erschien auf Französisch. "C'est le livre le plus complet sur la matièr. Il contient le récit de soixante-dix assassinats, vols et escroqueries" (Gay-Lemonnyer). – Papierbedingt gebräunt, teils mit größeren Randläsuren (mit kleinem Textverlust), etwas fingerfleckig sowie mit hs. Notizen auf den Vorsätzen.
Frost, Wenzel und Kotátko, Wenzel
Der Mensch im Symbole. Prag, G. Haase, 1846
Los 425
Schätzung
200€ (US$ 208)
Frost, Wenzel und Wenzel Kotátko. Der Mensch im Symbole. Ein Spiegel für Jeden, dem daran liegt, Mensch zu sein. 4 Bl., 180 S. Mit 23 Abb. auf 16 Kupfertafeln. 21,5 x 13 cm. HLeinenband d. Z. mit goldgepr. RTitel und Goldschnitt. Prag, G. Haase, 1846.
GV 42, 360. – Einzige Ausgabe dieses seltsamen (und seltenen) Werkes, das sich der Beobachtung von Taubstummen widmet. Die Verfasser unterhielten das Privat-Institut für Taubstumme in Prag und verfolgen in der vorliegenden Schrift ein ähnliches Ziel, wie es Diderot in seinem "Lettre dur les sourds et muets" (1751) im Hinblick auf die "natürliche" Sprache des Menschen hatte: Nämlich vor allem aus der Gebärdensprache des Taubstummen auf das wahre Wesen des Menschen zu schließen. Die Tafeln zeigen teils mimische und gestische Bewegungen, teils Figuren emblematischen Charakters (mit goldgehöhten Punkten in der Darstellung). – Teils leicht stockfleckig, insgesamt wohlerhalten.
Maschenbauer, Joh. Andreas Erdmann
Der wohlversuchte Referendarius. Augsburg, Selbstverlag, 1750
Los 426
Schätzung
150€ (US$ 156)
Maschenbauer, Joh. Andreas Erdmann. Der aus dem Reiche der Wissenschafften wohlversuchte Referendarius, oder auserlesene Sammlungen von allerhand vermischten Schrifften und Versuchen aus der Naturlehre, Arzeneiwissenschafft, natürlichen Theologie und Rechtsgelehrsamkeit, Politic, Haushaltungskunst (etc.). Teil I und II (von 12) in 1 Band. 6 Bl., 342 S.; 2 Bl., 344 S., 6 Bl. Mit 2 gestochenen Frontispizen, 13 (1 gefaltet) Kupfertafeln, 4 (1 doppelblattgroß) Textkupfer, 8 Holzschnitten und geometrischen Holzschnitt-Darstellungen. 20 x 15 cm. Leder. d. Z. (Rücken kaum rissig). Augsburg, Selbstverlag, 1750.
Hayn-Gotendorf IV, 430. – Eine Art Enzyklopädie mit verschiedensten Beiträgen zu Vampiren, Geistern und Gespenstern, Holzmangel, Spinnen, Ampeln und weiterem. Die Abbildungen zeigen Öfen, Fische, Meeresungeheuer, eine Hexe, Fabelwesen, etc. – Leicht stockfleckig, fl. Vorsatz und Titel mit hs. Eintrag. Titel gestempelt. Sonst gut erhalten.
Neumann, H. L.
Amor's und Hymen's Paradies. Berlin, Isidor Rocca, 1849. - Nicht bei Hayn-Gotendorf
Los 427
Schätzung
150€ (US$ 156)
Neumann, H. L. Amor's und Hymen's Paradies oder Mysterien der Liebe und Ehe. Ein ärztlicher Rathgeber in der ganzen Spähre des Geschlechtsmenschen für Liebende, Eheleute, Schwangere, Gebärende und Wöchnerinnen. Nebst einer Anweisung gesunde, geistreiche und schöne Kinder zu zeugen und männliche Impotenz, weibliche Unfruchtbarkeit und Neigung zu Fehlgeburten zu heben. Dritte Auflage. IV, 89 S. Mit lithographischem Frontispiz. 17,5 x 11,5 cm. OBroschur (etwas fleckig und lädiert). Berlin, Isidor Rocca, 1849.
Nicht bei Hayn-Gotendorf. – Seltener Ratgeber für allerlei Liebesdinge. – Etwas fleckig und mit Randknicken, anfangs mit etwas kräftigerem Braunfleck in der unteren rechten Ecke.
Schmidt, Johann Peter
Fastel-Abends-Sammlungen. Rostock, M. Warningck, 1742
Los 428
Schätzung
180€ (US$ 188)
Schmidt, Johann Peter. Fastel-Abends-Sammlungen, oder, Geschichtsmäßige Untersuchung der Fastel-Abends-Gebräuche in Mecklenburg. 6 Bl., 180 S. 19 x 16 cm. Pappband des 19. Jhr. (berieben und Rücken etwas lichtrandig) mit goldgeprägtem RSchild. Rostock, Martin Warningck, 1742.
Umfangreiches Werk zu den "Fasteln-Abends-Gebräuchen" in Mecklenburg von dem Juristen und Rektor der Universität Rostock Johann Peter Schmidt (1708-1790). Unter anderem werden die gängigen Gerichte zum Abend sowie verschiedene "Landübliche Sprich- und Scheltwörter", "abergläubige Meinungen", "Weisen und Gewohnheiten" aufgeführt. – Etwas braun- und fingerfleckig, durchgehend feuchtrandig- bzw. fleckig sowie Titel und letztes Blatt verstärkt.
Siede, Johann Christian
Handbuch für die äußere Bildung. Berlin, Karl Matzdorff, 1791
Los 429
Schätzung
150€ (US$ 156)
Siede, J(ohann) C(hristian). Handbuch für die äußere Bildung oder Regeln des Anstands, des Reizes, der Grazie und der feinen und guten Lebensart. Nebst einem Anhange, welcher diätetische Regeln und Schönheitsmittel enthält. VII, 152 S. Mit gestochener Titelvignette. 16 x 9,5 cm. Leder d. Z. (etwas bestoßen, mit schwachen Kratzspuren) mit ornamentaler RVergoldung, goldgeprägtem RSchild und Deckelfilete. Berlin, Karl Matzdorff, 1791. - Erste Ausgabe. - Etwas braunfleckig.
Vergil, Polydore
De inventoribus rerum libri VIII. Amsterdam, Daniel Elzevir, 1671
Los 430
Schätzung
180€ (US$ 188)
Vergil, Polydore. De inventoribus rerum libri VIII et de prodigiis libri III. cum indicibus locupletissimis. 19 Bl., 511 S.; 3 Bl., 100 S., 47 Bl. (d. l. w.). Mit Kupfertitel. 13 x 7,5 cm. Moderner Maroquinband. Amsterdam, Daniel Elzevir, 1671.
Willems 1464. – Erste Elzevir-Ausgabe seiner - neben der Anglica historia - zweiten Hauptschrift über die Geschichte der Erfindungen. Der Humanist Vergilius Polydorus aus Urbino (um 1470-1555) war päpstlicher Kammermeister in Rom. Nachdem ihn der Papst nach England geschickt hatte, machte ihn Heinrich VIII. zum Archidiakon der Kirchen zu Wells. De rerum inventoribus erschien erstmals 1499 zunächst als dreibändiges Werk in Venedig und dann ergänzt um fünf weitere Bände 1521 in Basel bei Froben. Mit seinem Werk begründete Vergil das neue Interesse der Renaissance an der Figur des Erfinders. "So umfassen die ersten drei Bände des Werks solche Innovationen wie Alphabete, Gesetze und Regierungsformen, Obstanbau, Obelisken und warme Bäder, geordnet nach Sachgebieten" (Wikipedia). Mit Beiträgen aus allen Gebieten der Wissenschaften und der Kultur, u. a. über Architektur, Astrologie, Astronomie, Magie, Medizin, über Jagd, Feste, Bibliotheken usw. – Im Rand etwas gebräunt, sonst wohlerhalten.
Waring, Robert
Amoris effigies sive quid sit Amor efflagitanti responsum. London, Daniel, 1657
Los 431
Schätzung
300€ (US$ 313)
(Waring, Robert). Amoris effigies sive quid sit Amor efflagitanti responsum. 138 S., 3 Bl. Mit Kupfertitel (in Pag.). 11,5 x 6 cm. Leder d. Z. (etwas feuchtrandig). London, Daniel, o. J. (1657).
DNB II, 2002. Pollard-R. W 860. NUC NW 0079042 (dat. "1657"). Vgl. Lowndes 2843. – Erste Ausgabe, des seinerzeit oft aufgelegten und ins Englische übersetzten Werkes. Enthält Untersuchungen über den Amorkult, vor allem aus antiken Quellen gezogen. – Leicht gebräunt, wenig fleckig. Exlibris.
zehenmal Ubelgerathene, Die
und einmal wohlgetroffene Heyrath eines Mannes [und:] Die siebenmal ubelgerathene und einmal sehr wohlausgeschlagene Ehe eines Weibes. Leipzig, Martini, 1735
Los 432
Schätzung
600€ (US$ 625)
Die zehenmal Ubelgerathene und einmal wohlgetroffene Heyrath eines Mannes. Mit vielen nöthigen, lustigen und nützlichen Anmerckungen vorgestellet von ihm selbst [und:] Die siebenmal ubelgerathene und einmal sehr wohlausgeschlagene Ehe eines Weibes. Sehr curiös und lesenswürdig beschrieben von ihr selbst. 8 Bl., 480 S.; 8 Bl., 399 S. Titel in Rot und Schwarz. 16,5 x 10 cm. Pergamentband d. Z. (gering geworfen, etwas fleckig) mit hs. RTitel (etwas verblasst). Leipzig, Martini, 1735.
VD18 10851577. Vgl. Hayn-Gotendorf III, 261. - VD18 10152229. Hayn-Gotendorf II,106. – "...Gleichwohl giebt es unter den menschlichen Handlungen sehr wenige, da eine grössere Ungewißheit eines guten Erfolgs, als bey dieser verspüret wird; indem sich die meisten, auf beiden Seiten und auf allerhand Art, betrogen finden, unerachtet sie vorher die alleranmuthigsten Träume von ihrem bevorstehenden Ehe-Glück gehabt hatten. Man kan also daß Heyrathen nicht unfüglich mit einer Lotterie ... in Vergleichung ziehen: Denn wie man da, zur Zeit der Einlegung seines Geldes, unmöglich wissen kan, ob man ein gutes, mittelmäßiges, schlechtes oder gar nichts bringendes Looß erhalten werde..." (Vorrede). – Papierbedingt etwas gebräunt, geringfügig stockfleckig, wohlerhalten.
[*]: Regelbesteuert gemäß Auktionsbedingungen. [^]: Ausgleich von Einfuhr-Umsatzsteuer.
* Alle Angaben inkl. 25% Regelaufgeld ohne MwSt. und ohne Gewähr – Irrtum vorbehalten.
Galerie Bassenge
Erdener Str. 5A
14193 Berlin
Öffnungszeiten:
Montag bis Donnerstag, 10–18 Uhr,
Freitag, 10–16 Uhr
Telefon: +49 30 8938029-0
Fax: +49 30 8918025
E-Mail: info (at) bassenge.com
Impressum
Datenschutzerklärung
© 2024 Galerie Gerda Bassenge
Galerie Bassenge
Erdener Str. 5A
14193 Berlin
Öffnungszeiten:
Montag bis Donnerstag, 10–18 Uhr,
Freitag, 10–16 Uhr
Telefon: +49 30 8938029-0
Fax: +49 30 8918025
E-Mail: info (at) bassenge.com
Impressum
Datenschutzerklärung
© 2022 Galerie Gerda Bassenge