Abenteurer auf der Eisenbahn, Der
Ein Blatt für angenehme Unterhaltung. Leipzig, F. Andrä, 1849-1850. - Drei Quartalsjahrgänge
Los 1501
Schätzung
600€ (US$ 625)
Nicht im KVK
Der Abenteurer auf der Eisenbahn. Ein Blatt für angenehme Unterhaltung. Herausgegeben von N. Büchner. Jahrgänge 1849 bis 1850, zusammen 39 Hefte. 104 S.; 104 S. Mit zahlreichen Kopfvignetten in Holzschnitt. 25,5 x 20 cm. Halbleder d. Z. (stark berieben und mit Schabspuren, Ecken bestoßen). Leipzig, Friedrich Andrä, (1849-1850).
Estermann 6.249 ("Nicht nachgewiesen."). Nicht bei Diesch und Kirchner. – Drei Quartalsjahrgänge des überaus seltenenen belletristischen Eisenbahnjournals. Vorhanden sind aus dem Jahrgang 1849 die Nummern I-XIII (26. September bis 19. Dezember; Quartal IV) sowie aus dem Jahrgang 1850 die Nummern I-XIII (1. Januar bis 20. März; Quartal I) und XIV (bzw. I)-XIII (27. März bis 19. Juni; Quartal II). Jedes Titelblatt mit kleiner Holzschnittvignette mit einer Lokomotive und Waggons auf einer Brücke vor einer Bergkulisse und jeweils mit der dazugehörigen satirischen Beilage Der Stadtbarbier. Der Redakteuer Büchner zeichnet auch verantwortlich für die in etwa zeitgleich erschienene Zeitschrift mit dem Titel Europäische Eisenbahn. Ein Blatt für die ganze Welt, die zwischen den Jahren 1839 und 1849 erschien (vgl. Diesch 2249a). – Stock- oder braunfleckig, vereinzelte kleine Randeinrisse oder schmale Wasserränder, Vorsätze mit Bleistiftgekritzel. Kein bibliothekarischer Standortnachweis über den KVK. Unter den wichtigen Zeitschriftenbibliographen verweist lediglich Estermann auf Kaysers Vollständiges Bücherlexikon (11/3), wo als einzig greifbare bibliographische Referenz der Jahrgang 1850 genannt ist. Ein Exemplar der naturgemäß viel gelesenen und anschließend häufig makulierten Leipziger Wochenzeitschrift für Bahnreisende hat sich in keiner Bibliothek erhalten.
Arndt, Ernst Moritz
Mährchen und Jugenderinnerungen. Berlin, Reimer, 1818-1843. - Erste Ausgabe
Los 1502
Schätzung
200€ (US$ 208)
Arndt, Ernst Moritz. Mährchen und Jugenderinnerungen. 2 Teile. VIII, 479; XII, 372 S. Mit 6 getönten Radierungen auf 3 Tafeln von Wilhelm Hensel und 6 Tafeln in Holzstich von Theodor Hosemann. 17 x 10,5 cm. Illustr. OPappband (Ecken und Kanten bestoßen, leicht berieben) mit RSchild sowie späterer Papierumschlag (gebräunt, Randläsuren, kleine Eckknicke) mit hs. RTitel. Berlin, Reimer, 1818-1843.
Goedeke VII, 828, 76. Meisner 84. Bang 126-127. Hobrecker 82. Loh 361, 2. – Erste Ausgabe. Die Aquatinta-Radierungen von Hensel sind die ersten Clair-Obscur-Darstellungen auf dem Gebiet der Märchenillustration. – Zweiter Band durchgängig stark stockfleckig und in einem unaufgeschnittenem Exemplar. Im ersten Band sind vor allem die Vorsatzblätter leicht stockfleckig; das erste unbedruckte Blatt trägt eine montierte Darstellung von Wilhelm Hensel als Pseudofrontispiz, insgesamt jedoch in sehr guter Erhaltung.
Arnecke, Johann Heinrich
Fahrten eines alten Bremer Seemanns zu Wasser und Land. Bremen, Serlbstverlag, 1867
Los 1503
Schätzung
150€ (US$ 156)
Arnecke, J(ohann) H(einrich). Fahrten eines alten Bremer Seemanns zu Wasser und Land. 4 Bl., 37 S. Mit lithographischem Portrait. 17,5 x 11 cm. OBroschur (etwas fleckig, oberes Kapital leicht eingerissen, mit montiertem Papierschildchen). Bremen, Selbstverlag, 1867.
Erste Ausgabe der maritimen Erinnerungen, die einzige Veröffentlichung des biographisch nicht nachweisbaren Bremer "See- und Kahnschiffers" Johann Heinrich Arnicke (geb. 1807). Bei den Bremern seinerzeit offenbar so beliebt, dass bereits im Folgejahr eine zweite Auflage erschien. Stellenweise auf Plattdeutsch. – Über den KVK lediglich ein Standortnachweis in Bremen.
Arnim, Ludwig Achim von
Der Wintergarten. Novellen. Berlin, Realschulbuchhandlung, 1809
Los 1504
Schätzung
150€ (US$ 156)
Arnim, Ludwig Achim von. Der Wintergarten. Novellen. XVI, 488 S. 18 x 11 cm. Pappband d. Z. (etwas berieben und beschabt, Ecken und Kapitale bestoßen, VDeckel mit oxidiertem Wappensupralibros). Berlin, Realschulbuchhandlung, 1809.
Goedeke VI, 74, 22. – Erste Ausgabe der Sammlung von Erzählungen, die gemäß einer zeitgenössischen Rezension "eigentlich nur für die Ausserordentlichen, Hochbegeisterten gemacht (sind), die da wo gewöhnlich Sterbliche nur Dunst und Nebel sehen, überirdisch - verklärtes Licht erblicken." – Titel gestempelt. Anfangs und am Schluss etwas fleckig, mehrere Blatt mit großem verblassten Wasserrand. Innenspiegel mit gestochenem Wappenexlibris.
Bahrdt, Karl Friedrich
Geschichte seines Lebens. Wenner, 1790 bzw. Braunschweig, F. Vieweg, 1791. - Erste Ausgabe
Los 1505
Schätzung
300€ (US$ 313)
Bahrdt, Karl Friedrich. Geschichte seines Lebens, seiner Meinungen und Schicksale. Von ihm selbst geschrieben. 4 Bände. Mit gestochenem Frontispiz und 3 gestochenen Titelvignetten von Heinrich Lips. 16 x 9,5 cm. Halbleder d. Z. (schwach berieben; Band IV im Rückendekor minimal abweichend gebunden) mit floraler RVergoldung und je 2 goldgeprägten RSchildern. Frankfurt, Varrentrapp und Wenner, 1790 (Band I) bzw. Berlin (d. i. Braunschweig), Friedrich Vieweg, 1791.
Goedeke IV/1, 828, 93a. Jacob-Majewski 408. Hayn-Gotendorf IX, 34. Meyer 385 und 390. Kippenberg I, 2018. Klaiber S. 72. Westphal 108. Beyer-Fröhlich 110 und 178. Borst 612. – Erste Ausgabe der bedeutenden Autobiographie des umstrittenen Außenseiters (1741-1792), die er während seines Gefängnisaufenthalts in Magdeburg verfasste: "Wir begleiten den unsteten Abenteurer auf seiner wechselvollen Lebensreise vom väterlichen Leipzig aus in verschiedene Gegenden Deutschlands, nach der Schweiz, Holland und England, und wir werden dabei in die verschiedenen Lebens- und Berufskreise eingeführt. Eine fast verwirrende Fülle von Persönlichkeiten tritt uns entgegen ... Wir lernen die Universität Erfurt kennen, wie sie war, als Wieland an ihr wirkte, Gießen zu der Zeit, als Goethe es besuchte. Einen besonders hohen Quellenwert hat Bahrdts Werk für die Erziehungs- und Schulverhältnisse jener Tage. Da wird uns das Hauslehrerelend in Leipzig vorgeführt, wir weilen mit dem jungen Bahrdt in der Landesschule Pforta und wir reisen mit ihm nach Dessau zu Basedow" (Hasselberg). "Bahrdts Jugendgeschichte ist bewußt psychologisch dargestellt, mit allen Mitteln der damaligen Seelenkunde analytisch erklärt, und dies nicht schlecht ... Sehr gelungen ist das Buch seiner Kindheit, das man, wenn auch in gebührendem Abstand, nach Moritzens 'Anton Reiser' nennen kann ... Die Lebensgeschichte zeigt, wie dieser Schalk Tendenzen und Maximen, aus der rationalistischen Lebensanschauung gewonnen, verwertet, und trotz reicher Anlagen an mangelndem sittlichen Halt scheitert" (Beyer-Fröhlich). – Titel von Band II gestempelt, der Vorsatz dort alt erneuert. Stellenweise leicht fleckig. Dekorativ gebundenes Exemplar.
Barclay, John
Argenide. Ein historisch-politischer Roman. Berlin, J. F. Unger, 1794. - Erste Ausgabe
Los 1506
Schätzung
300€ (US$ 313)
Barclay, John. Argenide. Ein historisch-politischer Roman. Aus dem Lateinischen neu übersetzt vom Verfasser der grauen Mappe. 2 Bände. XXXVI, 588 S.; VIII, 720 S. 17 x 10 cm. Marmorierte Kalbslederbände d. Z. (berieben) mit reicher RVergoldung, goldgeprägtem RSchild, Deckelfilete und Goldschnitt. Berlin, Johann Friedrich Unger, 1794.
VD18 10604901-001. – Erste Ausgabe der Prosaübersetzung durch den Pfarrer Johann Christian Ludwig Haken (1767-1835). Das Hauptwerk des schottischen Dichters John Barclay (1582-1621) stellt eine politische Allegorie in Romanform dar und behandelt die religiösen Auseinandersetzungen im Frankreich des 16. Jahrhunderts; der Erstdruck erschien 1621, in Barclays Todesjahr, in Paris. Es folgten zahlreiche Auflagen und Übersetzungen; die erste deutsche Übertragung fertigte Martin Opitz 1626. – Nur vereinzelte schwache Stockflecken. Schönes Exemplar auf feinem Vélin im dekorativen Lederband.
Benkowitz, Karl Friedrich
Natalis oder die Schreckensscene auf dem St. Gotthard. Leipzig, H. Gräff, 1801
Los 1507
Schätzung
150€ (US$ 156)
(Benkowitz, Karl Friedrich). Natalis oder die Schreckensscene auf dem St. Gotthard. Eine Geschichte zur Verherzigung aller, denen Gewalt auf Erden verliehen ist. 4 Bl., 346 S., 2 w. Bl. 16 x 9,5 cm. Halbleder d. Z. mit 2 goldgeprägten RSchildern und RVergoldung. Leipzig, Heinrich Gräff, 1801.
Vgl. Goedeke V, 491, 13 (erste Ausgabe). Holzmann-Bohatta III, 6533. – Zweite Auflage, ein Jahr nach der ersten Ausgabe erschienen. – Die ersten und letzten Blatt leicht leimschattig, ansonsten wenig fleckig. Gutes und dekorativ gebundenes Exemplar. Selten im Handel.
Benkowitz, Karl Friedrich
Der Zauberer von Angelion in Elis. Wien und Prag, F. Haas, 1798
Los 1508
Schätzung
180€ (US$ 188)
Benkowitz, Karl Friedrich. Der Zauberer von Angelion in Elis. Eine Geschichte seltsamen Inhalts. 175 S. Mit Kupfertitel mit Vignette und gestochenem Frontispiz. 15,5 x 9,5 cm. Leder d. Z. (etwas berieben, Ecken schwach bestoßen) mit floraler RVergoldung und goldgeprägtem RSchild. Wien und Prag, Franz Haas, 1798.
VD18 11868155. Vgl. Goedeke V, 491, 9, 4. – Gekürzter Wiener Nachdruck aus dem Jahr der zweibändigen Berliner Erstausgabe von Friedrich Maurer. Der aus Ülzen stammende Theologe und spätere Glogauer Kammersekretär Karl Friedrich Benkowitz (1764-1807) starb tragisch, nachdem er sich am 19. März 1807 aus dem Fenster stürzte. – Wohlerhalten.
Bibliothek der Romane
Sammlung von 14 Teilen in 7 Bänden. Berlin, C. F. Himburg bzw. Riga, Hartknoch, 1779-1793
Los 1509
Schätzung
300€ (US$ 313)
Bibliothek der Romane. Sammlung von 14 Teilen in 7 Bänden. Mit 14 gestochenen Frontispices und 14 gestochenen Titelvignetten. 16 x 10 cm. Halbleder d. Z. (etwas fleckig, berieben und bestoßen) mit floraler RVergoldung und je 2 goldgeprägten Schildern. Berlin, Christian Friedrich Himburg bzw. Riga, Hartknoch, 1779-1793.
VD18 90293215. – Die Teile III und IV sowie IX bis XX der umfangreichen Reihe, die von 1778 bis 1794 in insgesamt 21 Bänden erschien. Herausgeber war der Gothaer Bibliothekar und Theaterdirektor Heinrich August Ottokar Reichard (1751-1828). "Die Romane waren die ersten Bücher der meisten Völker. Sie enthalten die treuesten Schilderungen unsrer Zeiten, unsrer Gebräuche, unsrer Fehler und Tugenden" (Vorrede aus Band I). Die Bände gliedern sich jeweils in die fünf Abteilungen Ritterromane, Volksromane, deutsche Romane, ausländische Romane sowie "Episoden und kleine Geschichten". – Wohlerhalten.
Bielfeld, Jakob Friedrich
Freundschaftliche Briefe. Danzig und Leipzig, Daniel L. Wedel, 1765. - Erste deutsche Ausgabe der Briefesammlung von Jakob Friedrich Bielfeld
Los 1510
Schätzung
250€ (US$ 260)
Bielfeld, (Jakob Friedrich). Freundschaftliche Briefe nebst einigen andern. Aus dem Französischen. 2 Bände. 3 Bl., 450 (recte: 488) S.; 470 S., 5 Bl. (l. w.). Mit 2 wiederholten gestochenen Titelvignetten. 16,5 x 10 cm. Kalbsleder d. Z. (schwach fleckig und berieben) mit reicher floraler RVergoldung und je 2 farbigen goldgeprägten RSchildern. Danzig und Leipzig, Daniel Ludwig Wedel, 1765.
ADB II, 624. – Erste deutsche Ausgabe der Briefsammlung des Altenburger Freimaurers und politischen Schriftstellers Jakob Friedrich Bielfeld (1717-1770); der Erstdruck seiner auf Französisch verfassten Briefe erschien 1763 unter dem Titel Lettres familières et autres. Reichhaltige Quelle mit lebendigen Einblicken in seine Lebensgeschichte und die Verhältnisse an den europäischen Höfen, insbesondere des preußischen. – Vorderes Innengelenk von Band II leicht angeplatzt. Wohlerhaltenes und dekorativ gebundenes Exemplar mit leuchtender Rückenvergoldung.
Bodmer, Johann Jakob
Critische Betrachtungen über die Poetischen Gemählde der Dichter. Zürich, Conrad Orell, 1741. - Erste Ausgabe
Los 1511
Schätzung
400€ (US$ 417)
Bodmer, Johann Ja(k)ob. Critische Betrachtungen über die Poetischen Gemählde der Dichter. Mit einer Vorrede von J. J. Breitinger. 8 Bl., 640 S. 18 x 10,5 cm. Pergament d. Z. (etwas berieben) mit goldgeprägtem RTitel. Zürich, Conrad Orell, 1741.
Goedeke IV/1, 10, 13. – Erste Ausgabe der einflussreichen kritischen Schrift in der Bodmer (1698-1783) sich gegen Gottsched (1700-1766) richtet. – Vorsatz mit kleinem hs. Besitzvermerk. Kaum fleckiges, schön erhaltenes Exemplar.
Böttiger, Karl August
Entwickelung des Ifflandischen Spiels in vierzehn Darstellungen. Leipzig, G. J. Göschen, 1796. - Erste Ausgabe
Los 1512
Schätzung
150€ (US$ 156)
(Böttiger, Karl August). Entwickelung des Ifflandischen Spiels in vierzehn Darstellungen auf dem weimarischen Hoftheater im Aprillmonath (!) 1796. XVI, 407 S. 17 x 10,5 cm. Moderner Pergamentband im Stil d. Z. (Deckel schwach geworfen) mit hs. RTitel. Leipzig, Georg Joachim Göschen, 1796.
Goedeke IV/1, 678, 2. – Erste Ausgabe. Beschreibt Iffland in vierzehn verschiedenen Rollen, vielfach in eigenen Stücken, u. a. auch als Franz Moor in Schillers Räubern bzw. Egmont in Goethes gleichnamigem Schauspiel. Karl August Böttiger (1760-1835), der gelehrte klassische Philologe, Archäologe und Berater Goethes, versucht, in dieser seiner ersten selbständigen Veröffentlichung "einem so schnell vorübergehenden, nur in der veränderlichsten Mannigfaltigkeit und in der stets wechselnden Aufeinanderfolge gegründeten Kunstwerke ein dauerhafteres Andenken" zu stiften (S. VI/VII), wie ja auch "Franzosen und Engländer ihre großen Schauspieler in einzelnen sehr interessanten Situationen abgebildet und vervielfältigt" haben. August Wilhelm Iffland war neben A. v. Kotzebue einer der erfolgreichsten Dramatiker und Schauspieler seiner Zeit. Weimar erlebte unter Goethes Direktion mehr als 350 Aufführungen von über 30 Stücken Ifflands. Auf vier Gastspielreisen trat Iffland auch selbst in Weimar auf. So gab er im Frühjahr 1796 vierzehn Vorstellungen, die Böttiger aufmerksam verfolgt hat. – Etwas gebräunt und stockfleckig, Titel mit hs. ergänzter Zeichnung einer Theatermaske.
Die Brauthut. Nach dem Englischen. 2 Bl., 291 S. 16,5 x 9,5 cm. Halbleder d. Z. (gering berieben, Ecken leicht bestoßen) mit Papierrückenschild. Braunschweig, Wiesike, 1821.
Wohl die einzige deutsche Ausgabe der anonymen freien Bearbeitung nach dem englischen Original, der einzige Hinweis auf den Verfasser sind dessen Initialen J. W. F. am Schluss der Vorrede. Sehr seltener Briefroman, dessen galante Handlung in der südenglischen Stadt Bath spielt. – Etwas fleckig. Über den KVK nur ein Standortnachweis in Göttingen.
Brentano, Clemens
Der Goldfaden. Heidelberg, Mohr und Zimmer, 1809
Los 1514
Schätzung
300€ (US$ 313)
Brentano, Clemens. Der Goldfaden eine schöne alte Geschichte, wieder herausgegeben. 1 Bl., 371 S., 1 Bl. (Errata). Mit 25 Textkupfern von Ludwig Emil Grimm. 20 x 12 cm. Umschlag d. Z. (lädiert) mit RSchild in mordernem Schuber. Heidelberg, Mohr und Zimmer, 1809.
Goedeke VI, 60, 17. Mallon 33. Borst 1086. Rümann 133. – Erste Ausgabe von Brentanos Bearbeitung des gleichnamigen Romans von Jörg Wickram (Straßburg 1557). Brentano plante den Goldfaden als ersten Band für eine Reihe mit dem Hauptitel Sammlung deutscher Volksromane nach den ältesten Ausgaben. Ludwig Emil Grimm ahmte in seinen Illustrationen die Holzschnitt-Technik des 16. Jahrhunderts nach, so dass seine Kupferstiche bei Mallon als "Holzschnittvignetten" geführt werden. – Unbeschnitten. Schnitt gebräunt, innen etwas stockfleckig. Ordentliches Exemplar.
Brentano, Clemens
Viktoria und ihre Geschwister. Berlin, F. Maurer, 1817. - Erste Ausgabe
Los 1515
Schätzung
150€ (US$ 156)
Brentano, Clemens. Viktoria und ihre Geschwister, mit fliegenden Fahnen und brennender Lunte. Ein klingendes Spiel. XVI, 223 S. Mit gestochenem Aquatinta-Titel und 3 gefalteten Musikbeilagen. 17,5 x 11 cm. Neuerer marmorierter Halblederband mit dezenter RVergoldung und goldgeprägtem RSchild. Berlin, Friedrich Maurer, 1817.
Goedeke VI, 61, 31. Mallon 66. Rümann 136. – Erste Ausgabe. Brentanos patriotisches Festpiel über die Leipziger Völkerschlacht war schon 1813 fertiggestellt und für eine Aufführung auf dem Theater an der Wien vorgesehen. Brentano berichtete im Dezember 1813 Ludwig Achim von Arnim von der Ablehnung des Intendanten Graf Pálffy (oder Unterdrückung durch die Zensur?), so dass es erst 1817 in Berlin zum Druck kam. Den radierten Titel hat Brentano selbst entworfen. – Feuchtrandiges und etwas angestaubtes Exemplar, unaufgeschnitten, die Notenblätter mit Knickspuren.
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