153050

Lose pro Seite


Philostratus, Flavius
Eikones. Venedig, Lucantonio Giunta, Juni 1535. - Schöner griechischer Giuntadruck
Los 767

Schätzung
450€ (US$ 469)

Details

Los merken

Philostratus, Flavius. Eikones. Tou autou Heroika. Tou autou Bioi sophiston. Philostratou Neoterou Eikones. Kallistratou Ekphraseis (graece). Imagines. Eiusdem heroica. Eiusdem vitae sophistarum. Imagines iunioris Philostrati. Descriptiones Callistrati. 368 (recte: 338) num., 7 nn. Bl. Mit Holzschnitt-Druckermarke am Schluss. 17 x 11 cm. Späterer marmorierter Pappband. Venedig, Lucantonio Giunta, Juni 1535.
Edit 16 CNCE 29522. Schweiger 230. – Schöner griechischer Giuntadruck. Sammelausgabe der Schriften des Sophisten Flavius Philostratos (um 165/170-zwischen 244 und 249), darunter "Über Heroen", "Lebensbeschreibungen der Sophisten" und die "Bildbeschreibungen". – Titel etwas fleckig und feuchtrandig sowie mit altem Bibliotheksstempel. Insgesamt gering fleckig, stellenwesie mit verblasstem Wasserrand, Vorsätze erneuert. - Selten.

Lot 768, Auction  125, Pighius, Stephanus Winandus, Hercules prodicius. Antwerpen, C. Plantin, 1587. - Erste Ausgabe

Pighius, Stephanus Winandus
Hercules prodicius. Antwerpen, C. Plantin, 1587. - Erste Ausgabe
Los 768

Schätzung
2.000€ (US$ 2,083)

Details

Los merken

Pighius, Stephanus Winandus. Hercules prodicius, seu principis iuventutis vita et peregrinatio. 628 S., 26 Bl. (l. w.). Mit blattgroßem Textkupfer von Pieter van der Borcht auf dem Titel verso, gefalteter Kupfertafel und Textholzschnitt. 16 x 10 cm. Flexibler Pergamentband d. Z. (etwas fleckig und berieben, mit hs. RTitel; ohne Schließbänder). Antwerpen, Christoph Plantin, 1587.
Adams P 1198. – Seltene erste Ausgabe der Beschreibung der Pilger- und Kavaliersreise, die den Humanisten Steven Winand Pigge (1520-1604) als Prinzenerzieher gemeinsam mit dessen Schutzbefohlenen Karl Friedrich von Jülich-Kleve-Berg, dem Erbprinz der Herzogtümer Jülich, Kleve und Berg, 1574 nach Wien an den Kaiserhof und in der Folge nach Rom führte, wo der junge Erbprinz im Alter von 19 Jahren an den Blattern starb. Pigges literarisches Denkmal für den Prinzen enthält eine Fülle von Schilderungen der Sehenswürdigkeiten Italiens und avancierte für rund 100 Jahre zum Klassiker der Italienführer für die Grand Tour. – Titel mit Stempelrasur, das Blatt mit dem Textholzschnitt alt annotiert. Etwas gebräunt und stock- oder braunfleckig, insgesamt wohlerhalten.

Plutarch
Ethica. Basel, Thomas Guarinus, 1573. - Schöne Humanistenausgabe der Moralia, hier in der Übersetzung des Hermann Cruser
Los 769

Schätzung
300€ (US$ 313)

Details

Los merken

Plutarch. Ethica, sive Moralia, Opera quae extant, omnia: Interprete Hermanno Cruserio. Accesserunt rerum & verborum fidelissimi Indices. 5 Bl., 839 S., 24 Bl. (Register). Mit 2 (wiederholten) Holzschnitt-Druckermarken. 34 x 21 cm. Blindgeprägter Schweinslederband d. Z. (fleckig, Bezug am Unterrand des Rückdeckels etwas lädiert, Bezug auf dem Vorderdeckel durch Feuchtigkeit an den Rändern gelöst; ohne die beiden Schließen). Basel, Thomas Guarinus, 1573.
VD16 P 3683. – Schöne Humanistenausgabe der Moralia, hier in der Übersetzung des Hermann Cruser, eines Arztes aus Campen in den Niederlanden (vgl. Jöcher I, 2232). – Anfangs und am Schluss etwas feuchtrandig. Titel etwas lädiert und mit Quetschfalten, im unteren Rand mit verblasstem Besitzeintrag.

Plutarch
Guter Sitten einundzwenzig Bücher. Straßburg, Hans Schott, 1535
Los 770

Schätzung
1.200€ (US$ 1,250)

Details

Los merken

Plutarch. Guter Sitten einundzwenzig Bücher. Durch M. Herr der Artzney unnd Freyer Künsten lyebhaber newlich verteutscht. 4 nn. Bl., CCXCVI S., 3 nn., 1 w. Bl. Mit breiter architektonischer Holzschnitt-Titelbordüre, mehreren figürlichen Holzschnitt-Initialen und mehreren Zierleisten in Holzschnitt. 31,8 x 20 cm. Leder d. Z. (mehrere große Fehlstellen, leicht geworfen, stark lädiert) über 5 Bünden mit reicher Blindprägung auf den Deckeln sowie 3 (von 4; brüchig) Bindebändern. Straßburg, Hans Schott, 1535.
VD16 P 3686. Ritter Cat. 1729. Muller II, 95, 218. Schweiger I, 265. Nicht bei Adams und STC. – Erste Ausgabe der "Moralia" in der Übersetzung durch den Straßburger Arzt und Schriftsteller Michael Herr (ges. um 1550). – Der obere Teil des Titelblatts, knapp über der Holzschnitt-Bordüre herausgeschnitten, stark feuchtandig, mehrere hs. Notizen, Bindung gebrochen, Exlibris sowie hs. Besitzvermerk im Innentitel.

Lot 771, Auction  125, Porcacchi, Tommaso, Lettere di XIII huomini illustri. Venedig, G. de’Cavalli, 1565. - Erweiterte Auflage

Porcacchi, Tommaso
Lettere di XIII huomini illustri. Venedig, G. de’Cavalli, 1565. - Erweiterte Auflage
Los 771

Schätzung
220€ (US$ 229)

Details

Los merken

Porcacchi, Tommaso. (Hrsg.). Lettere di XIII huomini illustri. 8 Bl., 959 S. Mit Holzschnitt-Druckermarke auf dem Titel. 15 x 10,5 cm. Flexibles Pergament d. Z. (stärker verfärbt, kleinere Einrisse und Wurmlöcher; ohne die 4 Bindebänder) mit hs. RTitel. Venedig, Giorgio de’Cavalli, 1565.
EDIT16 CNCE 24035. STC 376. Adams L 567. Haym 154, 4. Gamba 1465. – Sechste, durch den Autor und Kartographen Tommaso Porcacchi (1530-1576) erweiterte Auflage. Die Sammlung bedeutender italienischer Gelehrter und Schriftsteller erschien erstmals 1554. – Wenig fleckig und gebräunt, Titelblatt mit hs. Besitzvermerk. Innenspiegel und letztes Blatt mit kleinem Wurmfraß. Gutes Exemplar.

Lot 772, Auction  125, Ringhieri, Innocenio, Cento Givochi. Bologna, Anselmo Giaccarelli, 1551. - Erste Ausgabe dieser seltenen Sammlung von höfischen Gesellschaftsspielen der Renaissancezeit

Ringhieri, Innocenio
Cento Givochi. Bologna, Anselmo Giaccarelli, 1551. - Erste Ausgabe dieser seltenen Sammlung von höfischen Gesellschaftsspielen der Renaissancezeit
Los 772

Schätzung
1.200€ (US$ 1,250)

Details

Los merken

Ringhieri, Innocenio. Cento Givochi Liberali, et d'ingenio. Nouellamente da M. Innocentio Ringhieri Gentilhuomo Bolognese ritrouati, & in dieci Libri descritti... 4 Bl., 162 num. Bl., 1 Bl. Mit Druckermarke in Holzschnitt. 21,5 x 15 cm. Flexibles Pergament d. Z. (stärker fleckig) mit 4 Bindebändern. Bologna, Anselmo Giaccarelli, 1551.
Brunet IV, 2168. STC 556. Graesse VI, 104. Adams R 564. Von der Linde II, 331. Rosenthal, Bibl. magica, 7285. – Erste Ausgabe dieser seltenen Sammlung von höfischen Gesellschaftsspielen der Renaissancezeit, darunter: Giuoco della Fortuna, dell Amante & del amato, dell Isole, dele Città, del Corpo humano, de Mettalli etc. Das Werk ist der Katharina von Medici gewidmet. – Feuchtigkeitsspur am Rand, anfangs mit größerem Braunfleck. Titel mit hs. Vermerkungen, sonst ordentliches Exemplar.

Lot 773, Auction  125, Rivander, Zachariam, Lutherus redivivus, eine newe Comoedi 1593. - Wohl einzige Ausgabe

Rivander, Zachariam
Lutherus redivivus, eine newe Comoedi 1593. - Wohl einzige Ausgabe
Los 773

Schätzung
400€ (US$ 417)

Details

Los merken

Rivander, Zachariam. Lutherus redivivus, eine newe Comoedia von der langen und ergerlichen Disputation bey der Lehre vom Abendmahl derer so man Lutherisch und Calvinisch so wol der andern die man Philippisch und Flacianisch heist. 110 nn. Bl. 18 x 14,5 cm. Pergament d. Z. (etwas berieben, fleckig und geworfen) mit Monogramm auf dem VDeckel "N D". O. Ort und Dr. 1593.
VD16 B 43. – Wohl einzige Ausgabe des Werkes von dem "Pfarrherren und Superattendenten zu Bischoffswerda" (Titel) Zachariam Rivander (1554-1594). – Papierbedingt gebräunt, etwas braunfleckig und mit wenigen leichten Feuchträndern. Innenstege an wenigen Stellen leicht geöffnet.

Rüxner, Georg
Anfang, ursprung und herkomen des Thurniers inn Teutscher nation. Simmern, H. Rodler, 1532 - Zweite Ausgabe des zuerst 1530 ebenda erschienen berühmten Turnierbuchs
Los 774

Schätzung
2.000€ (US$ 2,083)

Details

Los merken

(Rüxner, Georg). Anfang, ursprung und herkomen des Thurniers inn Teutscher nation. CCXIII (recte: 214) num., 3 (statt 4) nn. Bl. Mit 2 ganzseitigen Wappenholzschnitten, 40 szenischen Textholzschnitten, doppelblattgroßem Textholzschnitt, über 240 Wappenholzschnitten und Holzschnitt-Druckermarke am Schluss. 33, x 23 cm. Moderner Pergamentband. Simmern, Hieronymus Rodler, 3. August 1532.
VD16 R 3542. STC 760. Vgl. Lipperheide Tb 10. Adams II, 877. – Zweite Ausgabe des zuerst 1530 ebenda erschienen berühmten Turnierbuchs, das sowohl kulturgeschichtlich als auch kostümkundlich bedeutend und eine wichtige Quelle für Ritterwesen und Heraldik ist. Beschrieben werden 36 Turniere in den Jahren 938 bis 1487, abgehalten in verschiedenen Städten Deutschlands und der Schweiz mit Nennung aller daran beteiligten Personen. Neben dem Verlauf der Kämpfe enthält das Werk auch Schilderungen zur Preisverleihung und den abschließenden Festen sowie zur Helm- und Pferdebeschau. – Es fehlt das Schlussblatt, die dort gedruckte große Druckermarke mit dem Kolophon ist aber vorhanden und als Ausschnitt auf ein modernes Blatt am Schluss montiert. Titel und erstes Textblatt mit etwas größerem angestücktem Blattabschnitt im unteren Rand bzw. der unteren rechte Ecke. Anfangs etwas stärker fleckig und mit schmalem Feuchtigkeitsrand. Insgesamt etwas finger- oder braunfleckig, einige Lagen leicht feuchtrandig, hinteres Innegelenk angeplatzt, einige Lagen mit etwas stärkerem Feuchtigkeitsrand. Mit zahlreichen Namensunterstreichungen.

Sachs, Michael
Geheimnis und bedeutung des Ehelichen Traw Ringes
Los 775

Schätzung
450€ (US$ 469)

Details

Los merken

Sachs, Michael. Arcana annuli pronubi. Das ist: Geheimnis und bedeutung des Ehelichen Traw Ringes. 1 Bl., 328 S., 10 Bl. Mit 21 (teils wiederholenden) Textholzschnitten. 16 x 9,5 cm. Blindegeprägter Halbschweinslederband d. Z. (monogrammiert "S. C. B.", datiert "1594"; etwas fleckig und berieben, hs. RSchild, ohne die 4 Bindebänder) unter Verwendung eines hs. Pergament-Fragments d. Z. Leipzig, (Michael Lantzenberger), 1594.
VD16 S 693. Nicht bei Adams und im STC. – Dritte vermehrte Auflage, die erste Ausgabe ist 1589 erschienen. Der deutsche Theologe Michael Sachs (1542-1618) kämpfte gegen die Gegenreformation und veröffentlichte über 70 Schriften. – Vorderes Innengelenk brüchig. Titel und einige Blatt mit zeitgenössischen hs. Einträgen. Die ersten Blatt mit kleinem Wasserrand, durchgehend leicht fleckig. Gutes Exemplar.

Lot 776, Auction  125, Sammelband  und Hutten, Ulrich von, Duo volumina epistolarum obscurorum virorum. Frankfurt, David Zöpfel, 1557.

Sammelband und Hutten, Ulrich von
Duo volumina epistolarum obscurorum virorum. Frankfurt, David Zöpfel, 1557.
Los 776

Schätzung
380€ (US$ 396)

Details

Los merken

Sammelband mit Dunkelmännerbriefen. Lateinische Drucke. 12 x 7,5 cm. Halbleder mit goldgeprägtem RSchild. (Frankfurt, David Zöpfel), 1557.
Vorhanden sind:

I. Ulrich von Hutten
und Crotus Rubeanus. Duo volumina epistolarum obscurorum virorum ad D. M. Ortuinum Gratiu, attico lepore referta, denuo excusa & à mendis repurgata. - Benzing 248. VD16 E 1727.- Lateinische Ausgabe der geläufigen satirischen Dichtung.

II. Helius Eobanus Hessus. De generibus ebriosorum et ebrietate vitanda. 252 Bl; 116 Bl. Mit 2 Holzschnitt-Titelbordüren. - VD16 E 1501.

III. Joannes Hohenstratus. Conciliabulum theologistarum adversus Germaniae et bonarum literarum studiosos Coloniae celebratum XVI Kalend. Maij, postquam I. Hohenstratus deictus est ab officio Inquisitoris. 22 Bl. – Vorderes Innengelenk etwas aufgeplatzt, letzte Lage im Rand leicht wasserfleckig, insgesamt dennoch sauberes und hübsches Exemplar.

Lot 777, Auction  125, Sander, Nicholas, De Lutheranorum dissidiis circa iustificationem libri sex. Köln, Heinrich Falckenburg, 1594

Sander, Nicholas
De Lutheranorum dissidiis circa iustificationem libri sex. Köln, Heinrich Falckenburg, 1594
Los 777

Schätzung
240€ (US$ 250)

Details

Los merken

Sander, Nicholas. De Lutheranorum dissidiis circa iustificationem libri sex. 12 Bl., 683 (recte: 684) S., 6 Bl. (l. w.). 15 x 9,5 cm, Kalbsleder d. Z. (berieben, mit kleineren Schab- und Wurmspuren) mit goldgeprägtem Wappensupralibros. Köln, Heinrich Falckenburg, 1594.
VD16 S 1603. – Dritte Ausgabe der zuerst 1585 erschienenen reformationskritischen Schrift des englischen katholischen Theologen und Polemikers Nicholas Sanders (1530-1581). – Stellenweise schwach braunfleckig, Titel mit ausradiertem Eintrag, das Papier dort dünn und löchrig. Das Wappensupralbros mit der Kreuzigungsszene und dem umlaufenden Spruchband aus den Psalmen (Kapitel 72, Vers 26): "Deus cordis mei, et pars mea Deus in æternum" ("Meines Herzens Gott und mein Anteil ist Gott in Ewigkeit").

Sandeus, Felinus
Repertorium rerum, etverborum memorabilium, in locupletissimos. Venedig, G. Bindonum, 1574 (sic: 1575)
Los 778

Schätzung
250€ (US$ 260)

Details

Los merken

Sandeus, Felinus. Repertorium rerum, etverborum memorabilium, in locupletissimos. Commentarois, ad quinque libros deretalium. Teil 2 (von 2). 696 Sp. Mit großer Holzschnitt-Druckermarke auf dem Titel. 37,5 x 24 cm. Pappband unter Verwendung eines griechischen Drucks des 16. Jahrhunderts (leicht berieben). Venedig, (Gasparem Bindonum), 1574 (sic: 1575).
EDIT16 CNCE 23679. – Frühe Ausgabe des Repertorium zu dem "Commentariorum" von dem italienischen Kirchenjuristen und Bischof Felinus Sandeus (1444-1503). – Etwas gebräunt, fleckig und wenig wurmlöchrig. Gut erhalten.

Schäufelein, Hans und Pinder, Ulrich
Speculum passionis domini nostri Ihesu christi. Daraus 17 Holzschnitte. Nürnberg wohl 1507 - Prachtvolle Drucke
Los 779

Schätzung
3.000€ (US$ 3,125)

Details

Los merken

Schäufelein, Hans. - (Pinder, Ulrich. Speculum passionis domini nostri Ihesu christi.). Daraus 17 ganzseitige Holzschnitte, um den schwarzen Rand beschnitten und punktmontiert in Album. Jeweils ca. 24 x 16 cm. 35 (18 w.) Bl. 33,7 x 22,3 cm. Kalbsleder des 19. Jahrhunderts (VDeckelgelenk gebrochen, etwas bestoßen) mit goldgeprägtem RSchild und reicher Rücken- sowie Deckelvergoldung. (Nürnberg, Ulrich Pinder, 30. August 1507).
VD 16 P 2807. Dodgson I, 505, 5, 1. Muther 897. Oldenbourg, Schäufelein L 4, Nr. 167ff. Fairfax Murray II, 537, 333 (mit teils irrigen Zuschreibungen). Fünf Jahrhunderte Buchillustration, Meisterwerke aus der Bibl. Otto Schäfer (Ausstellungskat. des German. Nationalmuseums Nürnberg 1961) 60, 27ff. – Siebzehn der insgesamt 29 ganzseitigen Holzschnitte Hans Schäufeleins (1480-1540), die er für die erste Ausgabe Ulrich Pinders (gest. 1519) Andachtsbuch Speculum passionis fertigte, welches "nur mit Dürers 1498 erschienenen Apokalypse vergleichbar" (Meister um Dürer) ist. Der Arzt Ulrich Pinder errichtete um 1505 in seinem Nürnberger Haus mit Hilfe seines späteren Schwiegersohnes (1512) Friedrich Peypus eine Privatdruckerei. Nach dem Beschlossen Gart des Rosenkranz Mariä (1505) war das Speculum passionis sein zweites Andachtsbuch. Es fordert den Leser zur erbaulichen Teilnahme am Leidensweg Christi auf, die Darstellungen Schäufeleins behandeln die Stationen der Passion vom Einzug Christi in Jerusalem bis zur Herabkunft des Hl. Geistes. – Erstes weißes Blatt lose. Die Holzschnitte knapp beschnitten, wenige mit kleinem hinterlegtem Einriss. Vereinzelte unscheinbare Wurmlöchlein. Etwas braunfleckig, die weißen Blätter mit Abklatsch. Vorderes Innengelenk gebrochen und unfachmännisch hinterlegt. Hinterer fl. Vorsatz gestempelt. Schön erhalten.

Lot 780, Auction  125, Scherer, Georg, Aller Schrifften, Bücher unnd Tractätlein Ander Theil. Bruck, Druckerei des Prämonstratenserstifts, 1600

Scherer, Georg
Aller Schrifften, Bücher unnd Tractätlein Ander Theil. Bruck, Druckerei des Prämonstratenserstifts, 1600
Los 780

Schätzung
300€ (US$ 313)

Details

Los merken

Scherer, Georg. (Aller Schrifften, Bücher unnd Tractätlein) Ander Theil, begreifft neben einem außführlichen und der zeit hochnützlichen Catechismo ein und sibentzig Predigen von unterschidlichen materien, wie hernach gesteltes Register außweiset deren zwar etlichen hievor, die meisten aber noch niemals in Truck kommen. 17 nn., 546 num., 10 nn. Bl. Titel in Rot und Schwarz. Mit breiter figürlicher Holzschnitt-Titelbordüre. 32 x 20 cm. Blindgeprägter Schweinslederband d. Z. (etwas fleckig und berieben; der VDeckel mit den Eignerinitialen "ICD" sowie dem Bindejahr "1602") mit 2 intakten Messingschließen. Bruck, Druckerei des Prämonstratenserstifts, 1600.
VD16 S 2678. De Backer-Sommervogel VII, 761, 38. – Band II der ersten Ausgabe der gesammelten Schriften des streitbaren Wiener Jesuitenpaters Georg Scherer (1540-1605). – Wohlerhaltenes Exemplar.

Lot 781, Auction  125, Schildo, Eustachius, Spielteufel

Schildo, Eustachius
Spielteufel
Los 781

Schätzung
750€ (US$ 781)

Details

Los merken

(Schildo, Eustachius). Spielteufel. Ein Gemein Ausschreiben, von der Spieler Brüderschafft und Orden, sampt jren Stifftern, guten Wercken und Ablas. Mit einer kurtzen angehengter Erklerunge, nützlich und lustig zu lesen. 51 Bl. Titel in Schwarz und Rot. 14,5 x 9 cm. Neuerer Pappband (berieben) mit goldgeprägtem RSchild. Oberursel, Nicolaus Heinrich d. Ä., 1561.
VD16 S 2855. – Vierter Druck des zuerst 1557 in Frankfurt an der Oder bei Johann Eichhorn erschienenen Spielteufel des Kirchhainer lutherischen Kantors Eustachius Schilde. "Dieser mehrfach aufgelegte Prosatractat, der 1569 in das Theatrum diabolorum aufgenommen wurde, gehört durchaus in den Rahmen der damaligen Teufellitteratur hinein: in breiter Predigt, deren Sprache deutlichen Einfluß Luther's zeigt, wird ausgeführt, wie der Spielteufel eine ganze Legion anderer Teufel, sogar den Mordteufel, im Gefolge habe, wie der Spieler alle zehn heiligen Gebote durch sein Laster übertrete, wie schon die vier Farben der Karten den Verständigen warnen müßten. Origineller klingt die Einleitung: die Schrift beginnt mit einem Ausschreiben der Spitzbuben, Dopler und aller Spielbrüder, in dem sie im Namen ihres Abgotts, des Spielteufels, zum Eintritt in ihre Brüderschaft einladen, ihre guten Werke und ihres Gottes Ablaß rühmen, alles natürlich ironisch" (ADB XXXI, 209). – Etwas braunfleckig, sonst wohlerhalten.

[*]: Regelbesteuert gemäß Auktionsbedingungen. [^]: Ausgleich von Einfuhr-Umsatzsteuer.

* Alle Angaben inkl. 25% Regelaufgeld ohne MwSt. und ohne Gewähr – Irrtum vorbehalten.


Galerie Bassenge
Erdener Str. 5A
14193 Berlin

Öffnungszeiten:
Montag bis Donnerstag, 10–18 Uhr,
Freitag, 10–16 Uhr

Telefon: +49 30 8938029-0
Fax: +49 30 8918025
E-Mail: info (at) bassenge.com

Impressum
Datenschutzerklärung
© 2024 Galerie Gerda Bassenge


Galerie Bassenge
Erdener Str. 5A
14193 Berlin

Öffnungszeiten:
Montag bis Donnerstag, 10–18 Uhr,
Freitag, 10–16 Uhr

Telefon: +49 30 8938029-0
Fax: +49 30 8918025
E-Mail: info (at) bassenge.com

Impressum
Datenschutzerklärung
© 2022 Galerie Gerda Bassenge