Caesar, Gaius Julius
Rerum ab se gestarum commentarii. Ad codicum vetustissimorum fidem summa diligentia castigati. Lyon, Sebastianus Gryphius, 1546. - Erste Ausgabe
Los 722
Schätzung
1.000€ (US$ 1,042)
Caesar, Gaius Julius. Rerum ab se gestarum commentarii. Ad codicum vetustissimorum fidem summa diligentia castigati. 695 S., 60 Bl. Mit Holzschnittvignette auf dem Titel, 5 Textholzschnitten und 1 (von 2) gefaltete Holzschnittkarte. 11,5 x 7 cm. Blindgeprägtes Leder d. Z. (berieben, bestoßen und mit mehreren Fehlstellen). Lyon, Sebastianus Gryphius, 1546.
STC 89. Vgl. Adams 39 (Ausgabe 1547). – Erste Ausgabe der Werke des Gaius Julius Caesar (100-44 v. Chr.) aus der Offizin des Sebastianus Gryphius (1492-1556). – Die ersten sieben Blätter und die Holzschnittkarte gelockert. Titel mit ausgeschnittenem Besitzvermerk und einem hs. Besitzvermerk d. Z. Etwas stock- und feuchtfleckig, knickspurig und circa die letzten 15 Blätter des Index am Innensteg verklebt bzw. vereinzelt mit kleinen Fehlstellen (kleiner Textverlust). Selten im Handel.
Campana, Cesare
Compendio historico delle guerre ultimamente successe fra Christiani & Turchi. Venedig, Altobello Salicato und Giacomo Vincenti, 1597. - Erste Ausgabe
Los 723
Schätzung
750€ (US$ 781)
Campana, Cesare. Compendio historico delle guerre ultimamente successe tra Christiani & Turchi, & tra Turchi & Persiani. 4 nn., 65 num. Bl. Mit Holzschnitt-Druckermarke auf dem Titel und mit einer gefalteten Kupferstichkarte. 21 x 14 cm. Halbleder des 19. Jahrhunderts (berieben und bestoßen, etwas lichtrandig und mit kleinen Einrissen am unteren Kapital) mit goldgeprägtem RTitel und RVergoldung. Venedig, Altobello Salicato und Giacomo Vincenti, 1597.
STC 141. IA 130.731. Ballagi 995. Göllner 2288. Apponyi 610. Nicht in Ghani oder Blackmer. – Erste Ausgabe. Das Werk behandelt die Türkisch-Persischen Kriege in den Jahren 1578 bis 1590 sowie die Kämpfe zwischen Kaiser Rudolf und den Türken, den Türken und Siebenbürgen, Michael von Moldawien und Siebenbürgen und Siebenbürgen und dem Kaiser zwischen den Jahren 1592 und 1597. – Titel stock- und feuchtfleckig, insgesamt mit leichtem Feuchtrand am Kopfsteg, teils etwas braunfleckig, die letzten zehn Blatt mit hinterlegter oberer Ecke sowie teilweise mit Wurmgängen (kein Textverlust).
Castiglione, Baldassare
Il cortegiano. Lyon, Gulielmo Rouillio, 1550
Los 724
Schätzung
500€ (US$ 521)
Castiglione, Baldassare. Il cortegiano. Di nuouo rincontrato con l’originale sscritto di mano de l’auttore. 12 x 7,5 cm. Mit Titelholzschnitt-Druckermarke. 8 Bl., 467 S., 6 Bl. Modernes Halbleder mit goldgeprägtem RTitel. Lyon, Gulielmo Rouillio, 1550.
EDIT16 CNCE 10077. Adams C 934. IA VII, 133.599. Vgl. Carter-Muir 59. STC, French books 94 (Auflage von 1553). – Frühe Ausgabe des "Cortegiano", das Hauptwerk von Baldassare Castiglione (1478-1529). Die erste Ausgabe erschien 1528. – Titelblatt und erstes Blatt mit hinterlegtem Auriss (ohne Textverlust). Gelegentliche Unterstreichungen und Wasserränder. Etwas gebräunt. Gutes Exemplar.
Castiglione, Baldassare
Le parfait courtisan. Paris, N. Bonfons, 1585. - Erster Pariser Bonfons-Druck
Los 725
Schätzung
450€ (US$ 469)
Castiglione, Baldassare. Le parfait courtisan. Es deux langues, respondans par deux colomnes, l’une à l’autre, pour ceux qui veulent avoir l’intelligence de l’une d’icelles. De la traduction de Gabriel Chapuis Tourangeau. 16 Bl., 678 S., 15 Bl.Mit Holzschnitt-Druckermarke. 16,5 x 9,5 cm. Etwas späterer Lederband (berieben) mit goldgeprägtem RTitel und gekrönter Initiale "G". Paris, Nicolas Bonfons, 1585.
STC 94. Brunet I, 1630. Graesse II 66. Vgl. PMM 59 (Erstausgabe). – Erster Pariser Bonfons-Druck des zuerst 1528 erschienenen "Cortegiano" Baldassare Castigliones (1478-1529), die Übertragung in Französische besorgte der Geschichtsschreiber Gabriel Chappuys (um 1546-1613). Baldassare Castiglione (1478-1529), erzogen am mailändischen Hof Ludovico Sforzas, begab sich in den Dienst des Markgrafen von Mantua, Francesco Gonzaga, und ab 1504 des Herzogs von Urbino, Guidobaldo da Montefeltre. Urbino war damals "the most brilliant court in Italy which counted among ist members Bembo, Cardinal Bibbiena, Giuliano de’ Medici and many other eminent men" (PMM).
Diese Persönlichkeiten ließ Castiglione in seinem zwischen 1508 und 1516 entstandenen Traktat an vier aufeinanderfolgenden Abenden darüber diskutieren, was den vollkommenen Hofmann, die ideale Hofdame und ihr Verhältnis zum Fürsten auszeichnet. Bereits 1537 war eine erste französische Übersetzung erschienen; die vorliegende von Gabriel Chappuys erstmals 1580. Sie hält sich eng an das italienische Original, eine Qualität, die wohl auch bei der hier vorliegenden französisch-italienischen Parallelausgabe von 1585 mitspielte: Mit ihr konnte der französische "courtisan" zugleich seine Sprachkenntnisse des Italienischen perfektionieren, ein praktischer Zusatznutzen. – Titel im Bug etwas lädiert und mit dezentem hs. Eintrag in der oberen linken Ecke. Insgesamt nur schwach gebräunt.
Cicero, Marcus Tullius
Epistolarum volumen primum, quod est librorum XVI. Straßburg, Josias Rihel, 1575
Los 726
Schätzung
350€ (US$ 365)
Cicero, Marcus Tullius. Epistolarum volumen primum, quod est librorum XVI. Cum praefatione Ioan. Sturmij, ad Erasmum Argentoratensium Episcopum delectum. Additus est etiam Index copiosus scholia Pauli Manutij. 8 Bl., 267 fol. Bl. 64 Bl. (Register). Mit Holzschnitt-Druckermarke auf dem Titel. 16,5 x 11 cm. Flexibler Pergamentband d. Z. (VDeckel geworfen, leicht gebräunt, gering fleckig). Straßburg, Josias Rihel, 1575.
VD16 C 2969. Ritter IV, 1355. Nicht bei Adams. – Dieser in sich abgeschlossene Teil der 16 Bücher der "Epistolae familiares" umfasst Briefe an Politiker, persönliche Bekannte, Freunde und Familienmitglieder, teils ergänzt durch die Briefe der Adressaten an Cicero. Der Zeitraum reicht von 62 v. Chr. bis zum 28. Juli 43 v. Chr. – Mit wenigen Sepia-Unterstreichungen von alter Hand. Die ersten 3 Blätter mit kleinem Tintenfleck oben rechts im Rand. Fliegender Vorsatz mit Sepiamarginalie. Hinterer Innenspiegel mit größerem unschönen Tintenfleck, sonst sehr schönes Exemplar.
Cicero, Marcus Tullius
Le epistole famigliari. Venedig, A. Manutius, 1548. - Zweite Aldus-Ausgabe
Los 727
Schätzung
200€ (US$ 208)
Cicero, Marcus Tullius. Le epistole famigliari, tradotto secondo i veri sensi dell'auttore, & con figure proprie della lingua volgare. Ristampate di nuovo, & con molto studio ricorrette. 305 fol. Bl. Mit Druckermarke auf dem Titel. 14 x 10 cm. Pergament des 17. Jahrhunderts (Rückdeckel mit kl. Wurmlöchern, Kapitale bestoßen, etwas fleckig) sowie mit Gelbschnitt. Venedig, Aldus Manutius, 1548.
Renouard I, 318 ff. Adams C 1982. Schweiger II, 1, 245. – Zweite Aldus-Ausgabe, übersetzt von Guido Loglio. – Ohne das letzte Blatt mit der wiederholten Druckermarke. Die vorderen weißen Vorsatzblätter mit stärkeren Randläsuren. Titelblatt mit ausgestrichenen Sepiamarginalien von alter Hand. Blatt 295 am unteren Rand mit Ausschnitt (ohne Textverlust).
Contarino, Luigi
Il vago, e dilettevole giardino. Vicenza, Libraro & Greco, 1586. - Erste Ausgabe
Los 728
Schätzung
450€ (US$ 469)
Contarino, Luigi. Il vago, e dilettevole giardino ove si leggono. 6 Bl., 504 S., 1 28; 12, 124 num., 1 Bl. Mit Holzschnitt-Druckermarke auf dem Titel. 19,5 x 12 cm. Halbpergament des 20. Jahrhunderts (berieben und bestoßen) mit goldgeprägtem RSchild. Vicenza, Libraro & Greco, 1586.
Graesse II, 255. Weder bei Adams noch bei BM. – Seltene erste Ausgabe. Oft aufgelegtes und übersetztes Werk über das Scheitern großer Männer wie zum Beispiel die Namen und Werke der Zehn Sibyllen, die Amazonen, Erfindungen, Künste, berühmte Frauen etc. – Papierbedingt gebräunt, die ersten vier Blätter mit teils hinterlegten Fehlstellen (kleiner Textverlust). Stock-, finger- und feuchtfleckig, mit Wurmgängen und vereinzelt mit hs. Randnotizen. Titel mit durchgestrichenem hs. Besitzvermerk und unleserlichem Besitzstempel. Verso dem Titel mit ganzseitigen hs. Notizen.
Curio, Valentino
Dictionarium Graecum. Basel, Selbstverlag, 1522. - Die zweite, erweiterte Ausgabe
Los 729
Schätzung
1.200€ (US$ 1,250)
(Curio, Valentino. Quae hocce libro contenta. lexicon graecum iam secundum plus trium millium dictionum auctario locupletatum). 174 num., 71 (von 72) nn. Bl. Mit ganzseitiger Holzschnitt-Bordüre auf dem Titel und mehreren Holzschnitt-Initialen im Text. 31 x 21 cm. Holzdeckelband d. Z. (2 kleinere Fehlstellen) mit blindgeprägtem Schweinslederrücken (fleckig, Abrieb, wenig wurmstichig) und 2 (1 lose beiligend) Messingschließen. Basel, (Selbstverlag, 1522).
VD16 C 6453 (fehlerhafte Kollation). STC 367. Vgl. Benzing, Buchdrucker, 32. Nicht bei Adams. – Die zweite, erweiterte Ausgabe des 1519 erschienen und erstmalig in Basel gedruckten griechischen Wörterbuchs. Valentin Curio (1500-1532), gebürtig in Hagenau, zog 1519 nach Basel und kam in die Werkstatt Andreas Cratanders (1485-1540), nach 1521 bis zu seinem Tod druckte er selbständig. Gerne verwendete er Holzschnitte nach Hans Holbein d. J. als Buchschmuck. Diesem Exemplar wurde der Titel der Erstausgabe eingebunden mit dem Holzschnitt nach dessen Bruder, Ambrosius Holbein, von Hans Franck (d. i. Hans Lützelburger; um 1495-1526) geschnitzt (Hieronymus Buchillustrationen II, 299. Hieronymus, Griechischer Geist, 22). Der eigentliche Holzschnitt für die Ausgabe von 1522 stammt ebenso von Franck. – Mit dem Titel von 1519 (dadurch Hinterlegungen auf Blatt aii), ohne das letzte Blatt. Mehrere Besitzeinträge in den Innenspiegeln, zahlreiche Marginalien, braun- stock- und fingerfleckig, etwas knickspurig. Der Druckvermerk stark lädiert und mit hinterlegtem Einriss, dieser sowie die Innenspiegel mit Wurmspuren. Ordentliches Exemplar.
Diogenes Laertius
De vitis, dogmatis & apophtegmatis. Genf, Henricus Stephanus (d. i. Henri Estienne), 1570
Los 730
Schätzung
750€ (US$ 781)
Diogenes Laertius. De vitis, dogmatis & apophtegmatis libri X. 2 Teile in 1 Bd. 8, 494 S., 1 w. Bl.; 40, 432 S. Mit Holzschnitt-Druckermarke auf dem Titel. 17,5 x 10 cm. Blindgeprägtes Schweinsleder d. Z. (etwas berieben und fleckig; ohne die 2 Schließen) mit zwei blindgeprägten figürlichen Darstellungen auf den Deckeln (Verkündigung des Herrn und Taufe Jesu). (Genf), Henricus Stephanus (d. i. Henri Estienne), 1570.
IA 153.836. Adams D 482. Renouard 134, 6. Schreiber 178. – Erste bei Henri Estienne (1531-1598) gedruckte Ausgabe. "Estienne’s very important edition, in which appear for the first time many passages discoverd in manuscripts by Estienne. It is quite unusual to find complete copies with both parts" (Schreiber). – Exlibris. Fliegender Vorsatz mit mehreren Besitzvermerken. Durchgehende Wasserränder und Wurmloch, die letzten Lagen mit ein paar mehr. Gelegentliche Flecken, ingesamt ordentliches und dekorativ gebundenes Exemplar.
Drudo, Hilarius
Equitits franci et adolescentalae mulieris Italae practica artis amandi. Oberursel, Cornelius Sutor, 1600. - Erste Ausgabe
Los 731
Schätzung
450€ (US$ 469)
Drudo, Hilarius. Equitits franci et adolescentalae mulieris Italae practica artis amandi, insigni et iucundissima historia ostensa. 495 S., 2 Bl. Mit Holzschnitt-Druckermarke am Schluss. 12,5 x 7 cm. Pergament d. Z. (ohne Schließbänder) mit hs. RTitel. Oberursel, Cornelius Sutor, 1600.
VD16 D 2806. Brunet II, 840. Hayn, Bibl. erotica et curiosa Monacensis 211. Willems 1665 note. Vgl. Benzing 347. – Erste Ausgabe des seltenen Erotikums. "Recueil piquant .. qui comprend les opuscules suivants: l'Historia de Eurialo et Lucretia du pape Aeneas Sylvius; les Declamationes de Ph. Béroalde; l'Oratio de matrimonio literati (d'Alb. Fréd. Melleman, médicin) et quelques autres pièces du même genre. Hilarius Drudo est évidemment un pseudonyme; comme le remarque l'abbé Mercier de St.-Léger, 'Drudo, en italien signif. en latin amata, amasia, en francais amie, maîtresse'" (Willems). Seltener Druck aus der einzigen Offizin, die im 16. Jahrhundert im hessischen Oberusrel tätig war. Gegründet wurde sie 1557 von Nikolaus Henricus, dessen Nachfolger war ab 1597 Cornelius Sutor, zum Erliegen kam die Presse schließlich unter Sutors Nachfolger Wendelin Junghen im Jahr 1623 (vgl. Benzing). – Etwas gebräunt und braunfleckig, Titel und erstes Blatt mit teils geschlossenem Wurmgang.
Blindgeprägter Schweinslederband
aus der Privatbibliothek des Mainzer Kurfürsten Wolfgang X. von Dalberg. Deutschland 1599
Los 732
Schätzung
1.800€ (US$ 1,875)
Einbände. - Blindgeprägter Schweinslederband aus dem Besitz des Mainzer Kurfürsten Wolfgang X. von Dalberg. 26,5 x 18,5 cm. Deutschland 1599.
Prächtiger Schweinslederband aus der Bibliothek von Wolfgang X. von Dalberg (1537-1601), der von 1582 bis 1601 Erzbischof und Kurfürst von Mainz war und somit Erzkanzler des Heiligen Römischen Reiches. Mit dem vierteiligen erzbischöflichen Wappensupralibros auf dem Vorderdeckel sowie der Umschrift "Wolfgangus Dei Gratia Archiepiscopus Moguntinus Princeps Elector Anno Dni 1599", ferner mit dem geprägten Titel "Agenda" sowie dem Bindejahr "1599". – Etwas fleckig und berieben, es fehlt eine der beiden Messingschließen. Insgesamt wohlerhalten. - Inhalt: Agenda Ecclesiae Moguntinensis. 16 Bl., 323 S. Druck in Schwarz und Rot, teils auch als Notendruck. Mit großem bischöflichen Wappenholzschnitt auf dem Titel verso und nahezu blattgroßem Textholzschnitt. Mainz, Balthasar Lippius, 1599. - Innenspiegel mit zeitgenössischem Besitzeintrag in roter Tinte des Mainzer Weißfrauenklosters.
Brauner französischer Maroquineinband
der ersten Hälfte des 17. Jahrhunderts. Lyon, G. Rouillé, 1581
Los 733
Schätzung
450€ (US$ 469)
Einbände. - Brauner französischer Maroquineinband, der ersten Hälfte des 17. Jahrhunderts. 12,5 x 8,5 cm. Mit Vergoldung auf Rücken und Deckeln sowie dreiseitigem Goldschnitt. In 4 von 5 Rückenfeldern ein doppeltes ligiertes griechisches "Phi", auf den Deckeln innerhalb von 2 aus je 2 Fileten gebildeten Umrahmungen und 2 sich doppelt kreuzende und zu einem Kranz sich fügende Zweige. - Digestorum, seu Pandectarum pars tertia. 651 S. Mit Druckermarke auf dem Titel. Lyon, G. Rouillé, 1581.
Guigard II, 224 – Schöner und wohlerhaltener Einband, "... faisaient frapper les plats des volumes de deux Phi, en ayant soin de les entrelacer ... afin de ne pas les confondre avec ceux que leur aviat donnés le poète Philippe Desportes" (Guigard). Als einstiger Besitzer kommt Nicolas Fouquet, Vicomte de Melun et de Vaux (Olivier 1398, Fig. 4) in Betracht. Monogramm und Kranz könnten auf Fouquet und seine erste Frau Marie Fourché (de Quéhillac) deuten; wahrscheinlicher bedeutet das doppelte Phi auf dem Rücken aber die spätere Prägung der Pariser Jesuiten, denen Fouquet eine größere Summe zur Erweiterung ihrer Bibliothek ausgesetzt hatte und die ihre davon angeschafften Bücher mit diesem Doppelmonogramm versahen (vgl. dazu Olivier a. a. O. und Guigard II, 224). – Papierbedingt gebräunt und leicht braunfleckig. Dekoratives Exemplar mit Exlibris E. Récamier.
Erasmus von Rotterdam, Desiderius
Adagiorum chiliades. Basel, Froben und Episcopus, 1551. - Erstmals mit einem vierten Index herausgegeben
Los 734
Schätzung
1.000€ (US$ 1,042)
Erasmus von Rotterdam, Desiderius. Adagiorum chiliades ... quator cum dimidia ex postrema autoris recognitione. 48 nn. Bl., 1067 (von 1071) S. Mit 2 Holzschnitt-Druckermarken. 33,5 x 22 cm. Blindgeprägtes Schweinsleder d. Z. (stärker berieben) über Holzdeckeln mit goldgeprägtem RSchild und 2 Schließen. Basel, Froben und Episcopus, 1551.
VD16 E 1947. Bezzel 88. Van der Haeghen I, 5. – Die berühmte Sprichwörtersammlung wurde seit 1539 bei Froben und Episcopus kollationsgleich gedruckt. Die vorliegende Ausgabe enthält jedoch erstmals einen wertvollen vierten Index mit den Quellen der über 4000 Sprichwörter. – Blätter y2 und y5 fehlen, stattdessen versehentlich Blätter y3-4 doppelt eingebunden. Titel mit hs. Anmerkungen und 2 größeren hinterlegten Fehlstellen. Minimal wurmlöchrig. Schönes Exemplar.
Fregoso, Battista
Exemplorum hoc est dictorum factorumque memorabilium ex certae fidei. Basel, Heinrich Petri, 1567. - Erste Basler Ausgabe
Los 735
Schätzung
300€ (US$ 313)
(Fregoso, Battista, latinisiert:) Baptista Campofulgosus. Exemplorum hoc est dictorum factorumque memorabilium ex certae fidei veteribus & recentioribus historiam probatis autoribus. 87, 1 w. Bl., 1365 S., 1 Bl. Mit 8 Holzschnitt-Initialen und Holzschnitt-Druckermarke auf dem Titel und letztem Blatt. 15,5 x 9,5 cm. Pergament d. Z. (wenige kleine Fehlstellen am Rücken, etwas berieben, hs. Bibliotheksschild) mit hs. RTitel und Nummerierung sowie Goldschnitt. Basel, Heinrich Petri, (1567).
VD16 F 2525. Adams F 1149. – Erste Basler Ausgabe. Battista Fregoso (1452-1504) war von 1478-1483 Doge von Venedig, wurde aber von seinem Onkel abgesetzt und musste nach Frankreich ins Exil fliehen. Die meisten seiner Werke sind posthum erschienen. – Vorderes Innengelenk brüchig, einige Blätter gebräunt und etwas fleckig. Titel mit hs. Vermerk und kleinem Einriss. Ordentliches Exemplar. Selten.
Fridolin, Stephan
Der Geistlich May unnd Geistliche Hörpst. Dillingen, Johann Mayer, 1581
Los 736
Schätzung
300€ (US$ 313)
(Fridolin, Stephan). Der Geistlich May unnd Geistliche Hörpst. Außgelegt auff das außwendig und inwendig bitter Leyden unsers allerliebsten Herren und Seligmachers Iesu Christi. Zway alte, schöne, außerlößne Büchlein. Mit sonderm Fleiß widerumb ernewert, und in Truck verfertigt. 2 Bl., 317 (recte: 307) S.; 1 Bl., (S. 318; recte: 308)-418 (recte: 408). Titel in Schwarz und Rot. 15,5 x 9 cm. Blindgeprägter Schweinslederband (etwas fleckig und berieben) mit Jesuitenmedaillon auf beiden Deckeln und 2 intakten Messingschließen. Dillingen, Johann Mayer, 1581.
VD16 F 2793. – Dillinger Druck des Erbauungsbuch für den christlichen Laien, zusammengefasst aus den Predigten des Franziskanerpaters Stephan Fridolin (um 1430-1498). – Titel mit kleineren Randläsuren und Wurmspur in der unteren rechten Ecke, am Schluss mit kleinem Loch im Seitenrand. Insgesamt etwas braunfleckig oder gebräunt.
[*]: Regelbesteuert gemäß Auktionsbedingungen. [^]: Ausgleich von Einfuhr-Umsatzsteuer.
* Alle Angaben inkl. 25% Regelaufgeld ohne MwSt. und ohne Gewähr – Irrtum vorbehalten.
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