Fides. Kupferstich. 8,3 x 6,5 cm. 1528. B. 131, Hollstein 131, Mielke (New Hollstein) 131.
Prachtvoller, herrlich klarer und markanter Druck mit teils sehr feinem Rändchen um die Plattenkante, partiell an diese geschnitten. In der oberen linken Eckenspitze winzige Bestoßung, unmerkliche Ausbesserungen, Alters- und Gebrauchsspuren, marginale Klebespuren verso, sonst in sehr schöner Erhaltung. Aus der Sammlung Luciana Simonetti (Lugt 3616).
Judith mit dem Haupt des Holofernes. Kupferstich. 6,4 x 3,9 cm. B. 1, Winzinger 158, Mielke (New Hollstein) e.1.
Ganz ausgezeichneter Druck mit feinem Rändchen um die Plattenkante. Minimal nur altersspurig, verso Montierungsreste, sonst sehr gut. Aus der Sammlung Katrin und Ulrich Schulz sowie mit einer unbekannten Sammlermarke (jeweils nicht bei Lugt).
Die Auferstehung Christi. Holzschnitt. 22,7 x 17,9 cm. 1512. B. 47, Mielke (New Hollstein) w.49. Wz. undeutlich.
Ausgezeichneter Druck mit feinem Rändchen um die Einfassungslinie. Das Papier schwach gebräunt, horizontale Mittelfalte verso, diese rechts mit winziger Ausbesserung, die Einfassung punktuell ergänzt, ein geschlossenes Löchlein mit Retuschen unten rechts in den Strahlen der Laterne, unmerkliche Federeinzeichnungen in der Ecke oben links, weitere Gebrauchsspuren, sonst in schöner Erhaltung.
und Georg Mack d. Ä. (tätig um 1556-1601 in Nürnberg). Rudolphus II. Kupferstich mit reichem zeitgenössischen Kolorit und Goldhöhung. 18,6 x 13,2 cm. (1583). Unten mittig in Gold monogrammiert und datiert "GM 1589". Andresen 15.36, Becker 83.65, Seelig (New Hollstein) 201.66 (2324).
Der Kupferstich ist Teil der umfangreich bebilderten "Icones Ducum Bavariae" von 1583. Georg Mack d. Ä. stammte aus einer Familie von Buchmalern, Briefmalern und Verlegern in Nürnberg. Ein Teil des Familienunternehmens bestand darin, Drucke zu bemalen und zu vergolden; Macks raffinierte Arbeiten waren zu dieser Zeit hochgeschätzt. Es gibt Hinweise darauf, dass der Druckgraphiker Jost Amman und der Buchmaler Georg Mack eine geschäftliche Vereinbarung trafen; vorliegende Darstellung aus der genannten Serie ist eines der wenigen erhaltenen Beispiele für ihre Zusammenarbeit. Dargestellt sind Rudolf II. (1306-1353), Herzog von Bayern und Pfalzgraf bei Rhein, und seine zweite Frau Margarete von Sizilien (1331-1377), Tochter von Friedrich II. von Sizilien und Eleonore von Anjou. - Ganz ausgezeichneter Druck dieses seltenen Blattes mit einer aufwendigen und detaillierten Handkolorierung von Georg Mack, das Kolorit überwiegend frisch erhalten. Alters- und Gebrauchsspuren, die Ränder teils bestoßen, ausgebesserte Randschäden, unten links sowie im oberen Bereich geschlossene Einrisse, verschiedentlich berieben, weitere Erhaltungsmängel, der Gesamteindruck gleichwohl gut.
Angolo, Giovanni Battista d'
Das Grabmal eines Bischofs
Los 5004
Schätzung
1.200€ (US$ 1,364)
Das Grabmal eines Bischofs. Radierung. 35,1 x 25 cm. B. XVI, S. 184, 13, Meyers Allgem. Künstler-Lexikon 21.
Battista del Moros druckgraphisches Werk ist stilistisch sehr uneinheitlich und vielfältig, was eine genaue Eingrenzung seines Œuvres wesentlich erschwert. Gleichwohl ergibt sich eine gewisse Chronologie aus der Tatsache, dass die frühen Arbeiten meist in einer schematischen, zuweilen etwas trocken wirkenden Grabsticheltechnik ausgeführt sind, während der Künstler sich im Spätwerk vorwiegend der Radierung zuwandte. Es sind spontan und leicht behandelte Blätter, die einen typisch venezianischen Sinn für atmosphärische Wirkung besitzen. Die Komposition der seltenen Radierung wurde in der Vergangenheit mit Parmigianino in Verbindung gebracht, jedoch gilt diese Annahme keineswegs als gesichert. Die Gestalt des lässig ruhenden Bischofs, der das Gewicht seines Körpers auf dem linken Ellbogen abstützt, ist sehr flüssig und weich behandelt und ähnelt keineswegs einer aus Stein gehauenen Figur, eine Beobachtung, die sich ebenso für die beiden trauernden Cherubine, die ihn flankieren, machen lässt. Ausgezeichneter, toniger Druck mit feinem Rändchen um die Plattenkante. Geringfügige Altersspuren, leicht angestaubt, sonst gutes Exemplar. Aus der Sammlung Franz Jozef von Enzenberg (Lugt 845).
Angolo, Giovanni Battista d'
Weite Landschaft mit der Geschichte von Diana und Acteon
Los 5005
Schätzung
3.000€ (US$ 3,409)
zugeschrieben. Weite Landschaft mit der Geschichte von Diana und Aktaion. Radierung. 18,2 x 26,8 cm. Um 1561-1575. Kat. Le Beau Style. Gravures Maniéristes de la Collection Georg Baselitz, hrsg. v. Nathalie Strasser et al., Genf 2002, Nr. 222, 95. Wz. Pilger im Kreis.
Ehemals Angelo Falconetto zugeschrieben. In Rom gibt es eine Radierung mit dem Monogramm Giovanni Battistas, die in ihrer Landschaftsauffassung und dem Duktus unserem Blatt vergleichbar ist, sodass auch unser Blatt Angelo del Moro zugeschrieben wurde (vgl. Dillon 1980, S. 264 XI, 12). Prachtvoller, herrlich markanter Druck mit gleichmäßig feinem Rändchen um die teils gratig zeichnende Plattenkante. Zarte geglättete Mittelfalte, dort oben geschlossener Randeinriss mit dezenter Ausbesserung, unten weiterer geschlossener Randeinriss, unbedeutend fleckig, unten rechts im weißen Rändchen kurze Quetschspur, Spuren einer vertikalen Knickspur nahe des Turms oben links, entlang der äußeren Ränder auf ein Untersatzpapier mit Wasserzeichen "Stadttor" montiert, sonst sehr schön und original erhalten.
Die sieben Pferde. Holzschnitt. 21 x 32,5 cm. 1534. B. 56, Hollstein 238. Wz. Armbrust.
Ausgezeichneter, gleichmäßiger, wenngleich etwas später Abzug mit einigen Wurmlöchern und Ausbrüchen, mit schmalem Rand um die Einfassung. Geringfügig angestaubt, schwache vertikale Mittelfalte sowie geglättete Knickspur verso, dünne Stellen, teils mit winzigen Löchlein, weitere Alters- und Handhabungsspuren, sonst gut.
Die Jungfrau im Fenster. Kupferstich. 10,5 x 8,4 cm. Um 1528-30. B. 8, Pauli 9, Hollstein 9, Röver-Kann (New Hollstein) 8.
Ganz ausgezeichneter, gleichmäßiger Druck auf die Darstellung geschnitten, die Einfassung partiell sichtbar. Leicht angestaubt und fleckig, vor allem verso, vier kleine, teils ausgebesserte Bereibungen, zwei auf dem Fußboden, im Kleidszipfel unten und am rechten Knie, dort mit unmerklich feiner Federretusche, minimale Alters- und Gebrauchsspuren, kleine Montierungsreste verso, sonst in sehr schöner Erhaltung. Von großer Seltenheit. Aus den Sammlungen Ludwig Maximilian Baron von Biegeleben (Lugt 385) und Paul Davidsohn (Lugt 654, dessen Versteigerung bei C. G. Boerner, Leipzig, 3.- 8. Mai 1920, Los 371).
Mutter mit Kind und einem Totenkopf. Kupferstich. 4,2 x 6,1 cm. Um 1528-30. B. 5, Pauli 6, Hollstein 6, Röver-Kann (New Hollstein) 38.
Ganz ausgezeichneter, toniger Druck meist mit der sichtbaren Plattenkante, oben rechts und unten mit deutlicher Facettenschwärze, links sowie oben links knapp auf die Darstellung geschnitten. Nur kleine Montierungs- und Klebereste verso, geglättete Mittelfalte, links im Fensterausschnitt beriebene und ausgebesserte Stelle, sonst sehr schönes Exemplar. Aus der Sammlung Ludwig Maximilian Baron von Biegeleben (Lugt 385).
Der Geizige in seinem Unglück. Kupferstich. 7,9 x 5,1 cm. B. 38, Pauli 41, Hollstein 41 IV (von V), Röver-Kann (New Hollstein) 42 IV.
Prachtvoller, klarer Druck meist an die Darstellung geschnitten, unten Spuren eines Rändchens. Unbedeutende Altersspuren, umlaufend sehr sorgsam angerändert, vereinzelt sehr versierte und feine Federretuschen in der äußersten Darstellung und unauffällig ausgebesserte Randläsuren, weitere meist punktuelle Ausbesserungen, kleine Montierungsreste in allen vier Ecken, im Gesamteindruck sehr schön. Selten.
Adam und Eva. Kupferstich nach Barthel Beham. 8,2 x 5,5 cm. 1543. B. 6, Pauli 7, Hollstein 7 V, Röver-Kann (New Hollstein) 7 IV (von V).
Vor den Vertikalen um Eva. Ausgezeichneter Druck an die Darstellung geschnitten. Angestaubt und fleckig, möglicherweise auch ölhaltig, verschiedene, meist ausgebesserte Läsuren und Fehlstellen, in diesen Stellen teils mit kleinen Federretuschen, so etwa im Schädel des Todes, auf der Brust Adams und in der Figur Evas, oder im Monogramm oben links, berieben, hinterfasert, Spuren von weißer Farbe vor allem mittig, der Gesamteindruck gleichwohl gut.
Judith stehend mit ihrer Dienerin und dem Haupt des Holofernes. Kupferstich. 10,9 x 6,7 cm. B. 10, Pauli 11, Hollstein 11, Röver-Kann (New Hollstein) 14.
Ganz ausgezeichneter Druck, nur rechts partiell minimal auslassend, oben und unten auf die Darstellung geschnitten, an den Seiten mit der Plattenkante. Nur schwache Gebrauchsspuren, die Sammlerstempel teils schwach durchscheinend, kleine Montierungsreste verso, sonst sehr schönes Exemplar. Aus den Sammlungen Giuseppe Storck (Lugt 2318), Dr. Karl Max Osthof (Lugt 4810, das vorliegende Blatt wird im Lugt-Eintrag erwähnt) und Hugo Ahne (Lugt 4813) sowie Katrin und Ulrich Schulz (nicht bei Lugt).
Der hl. Hieronymus. Kupferstich. 8,5 x 6,1 cm. 1520. B. 60, Pauli 64, Hollstein 64, Röver-Kann (New Hollstein) 65.
Ganz ausgezeichneter, toniger und in den Schatten markanter Druck bis auf die Plattenkante beschnitten, oben minimal knapp. Minimale Gebrauchsspuren, Montierungsreste und -spuren verso, sonst schön. Aus der Sammlung Ernst Ruge (Lugt 2158a).
Die Frau mit der Harfe. Eisenradierung. 3,9 x 3,3 cm. B. 205, Pauli 208, Hollstein 208 (jeweils dieses Exemplar erwähnt), Röver-Kann (New Hollstein) 143 (dieses Exemplar erwähnt).
Das seltene Blatt in einem von Pauli erwähnten Frühdruck vor den Rostflecken mit illustrer Provenienz. Ausgezeichneter Druck mit winzigem Rändchen um die mit Plattenschmutz druckende Facette. Minimale Gebrauchsspuren, aufgezogen, sonst in tadelloser Erhaltung. Provenienz: Sammlung Graf Yorck von Wartenburg (Lugt 2669), Gutekunst & Klipstein, Bern, Auktion am 26. November 1948, Los 118, Sammlung Gordon Novell-Usticke, dessen Auktion Christie's, London, Hans Sebald Beham. The Collection of Prints Formed by Gordon Nowell-Usticke, am 28. Juni 1978, Los 108. Beigegeben von demselben der Kupferstich "Die beiden Spielleute und das Mädchen" (B. 191, ebenfalls aus der Sammlung Novell-Usticke, Auktion Christie's 1978, Los 95 sowie erwähnt in NH 192).
Vase mit zwei Genien und zwei Delfinen. Kupferstich. 5,1 x 3,2 cm. B. 243, Pauli 252, Hollstein 252, Röver-Kann (New Hollstein) 247.
Ganz ausgezeichneter, klarer Druck mit schmalem Rändchen um die teils distinkt und gratig zeichnende Plattenkante. Kleine Montierungsreste verso, schwach berieben, schwache geglättete Diagonalspur verso sowie kleine Bleistiftannotationen ebenda, sonst vollkommen und sehr schön erhalten. Beigegeben von demselben der Kupferstich "Kapitell und Basis einer Säule, IV" (NH 257, I von II). Aus der Sammlung Katrin und Ulrich Schulz (nicht bei Lugt).
Die Hl. Familie unter dem Zelt. Holzschnitt. 12,6 x 8,5 cm. B. 121, Pauli 890, Hollstein 890, Röver-Kann (New Hollstein) 333.
Ausgezeichneter, gleichmäßiger Druck mit feinem Rändchen. Vorzüglich erhalten. Aus der Sammlung Ambroise Firmin-Didot (Lugt 119).
Bella, Stefano della
Drei Radierungen aus dem Ouevre Stefano della Bellas
Los 5017
Schätzung
800€ (US$ 909)
Landschaft mit Herde; Landschaft mit Satyrn; Zwei Adler. 3 Radierungen in Rot, je auf Wechselscheinen der Depositeria di S.A.R. des Großherzogtums. Je ca. 16 x 30,6 cm (Blattgröße). Toskana, um 1776. De Vesme/Massari 718, 719, 722.
Um die Verbreitung von Papiergeld in der Toskana zu fördern, erließ Großherzog Pietro Leopoldo 1776 eine Verordnung, um die Bevölkerung dazu zu bewegen, Silbermünzen in Banknoten der Depositeria di S.A.R. umzutauschen. Um die Fälschung der Banknoten zu erschweren und sie attraktiver zu machen, ließ der Großherzog auf der Rückseite einige Stiche namhafter Künstler wie Antonio Tempesta, Stefano della Bella, Jacques Callot und Theodor Verkruysle abdrucken, deren Kupferplatten in den Sammlungen der Medici aufbewahrt wurden. Ausgezeichnete Drucke mit schmalem bzw. feinem Rändchen, partiell mit Schöpfrand. Leicht angestaubt und nur vereinzelt fleckig, teils unbedeutende Randläsuren sowie kleine Knickspuren, im Gesamteindruck gleichmäßig schön erhalten.
Bellange, Jacques
Madonna mit Kind an der Wiege (La Vierge et l'enfant Jésus debout sur son berceau)
Los 5018
Schätzung
6.000€ (US$ 6,818)
Madonna mit Kind an der Wiege (La Vierge et l'enfant Jésus débout sur son berceau). Radierung. 14,7 x 21,8 cm. Robert-Dumesnil 5, Walch 7 II (von IV), Worthen/Reed 6, Griffiths/Hartley 6 II.
Vor der später ergänzten Verlegeradresse von Le Blond unten rechts. Ganz ausgezeichneter, gegensatzreicher Frühdruck mit zahlreichen feinen Wischkritzeln, die besonders in den hellen Partien wirksam sind, mit schmalem Rändchen ringsum, die Ecken der Plattenkante noch spitz. Leicht fleckig, vereinzelte unauffällige Quetschfältchen, kleiner geschlossener Einriss im dunklen Vorhang am rechten Rand, alt auf ein Untersatzpapier montiert, sonst in hervorragender und unberührt schöner Erhaltung. Walsh nennt von dem II. Zustand lediglich vier Exemplare in Privatbesitz. Sehr selten.
Die Kuhtränke. Radierung. 27,8 x 37,4 cm. 1680. B. 1, Dutuit 1, Hollstein 1 III (von V). Wz. Traube.
Die eindrucksvolle, großformatige Radierung aus dem Jahre 1680 gilt als das Hauptblatt des graphischen Schaffens Berchems und gehört dem Spätwerk an. Im Gegensatz zu den Radierungen der Frühzeit, die von einem filigranen, atmosphärischen Radierduktus gekennzeichnet sind, dominieren hier starke Helldunkelkontraste und schwungvolle, kalligraphische Umrisse. Die alltägliche, pastorale Szene erhält eine monumentale Grandeur. Vor den späteren Abzügen mit der Adresse von Leon Schenck. Prachtvoller, gegensatzreicher Druck mit gleichmäßigem Rändchen. Minimale Altersspuren, sonst vorzüglich erhalten.
Berendrecht, Johannes Pietersz.
Bildnis Hendrick Goltzius
Los 5020
Schätzung
900€ (US$ 1,023)
Bildnis des Hendrick Goltzius im Oval, in einer reichen allegorischen Umrahmung. Radierung und Grabstichel nach Jacob Matham. 20,1 x 17,4 cm. "Johannes P. Berendrecht excudit". 1617. Leesberg (New Hollstein, Goltzius) 750a.
Dieses nur in wenigen Exemplaren von Johannes Pietersz. Berendrecht verlegte Bildnis des Hendrick Goltzius steht in engem Zusammenhang mit dem ebenfalls 1617 erschienenen Kupferstichporträt von der Hand Jacob Mathams (B. 22). Dieses, weitaus größer, diente zweifellos als Prototyp, da auf unserem Blatt Goltzius im Gegensinn zu der Urfassung Mathams dargestellt ist. Im Unterschied zu der genannten Version wurde das Bildnis mit einer neuen allegorischen Umrahmung versehen. Beide Blätter entstanden im Todesjahr von Goltzius und hatten zweifellos eine kommemorative Funktion. Ganz ausgezeichneter, gleichmäßiger Druck mit teils sehr feinem Rändchen um die Einfassungslinie, oben links knapp, links partiell mit der Plattenkante. Winziges Braunfleckchen auf der Schulter von Goltzius, rechts oben kleine Fehlstelle im Rand, verso geglättete Mittelfalte, schwach stockfleckig, sonst sehr gut erhalten. Aus der Sammlungen John Chaloner Smith (Lugt 2295bis), dem bedeutenden Sammler und Verfasser zu Britischen Schabkunst-Portraits, sowie Vicenç Furio (Lugt 6264).
Die Geburt mit Engeln. Radierung. 39,3 x 28 cm. B. 7, TIB 47 (Part 1, Commentary) .007 VI (von VIII).
Ausgezeichneter, gegensatzreicher Druck mit feinem Rändchen, rechts und unten auf die Plattenkante beschnitten. Vor der Nummer und vor der Löschung der Schrift. Minimale Altersspuren, sonst sehr gut erhalten.
Die zwölf Monate. 12 (von 13) Kupferstiche nach Abraham Bloemaert. Je ca. 12,9 x 16,6 cm. Hollstein 249-261 II. Wz. Sieben Provinzen, Nebenmarke Buchstaben VA.
Die bis auf das Titelblatt komplette Serie in ganz ausgezeichneten, gegensatzreichen Drucken mit zartem Plattenton und Rändchen um die gut sichtbaren Plattenkanten, nur Juli und August knapp innerhalb geschnitten. Minimal angestaubt, lediglich vereinzelte Gebrauchsspuren, Juli mit geschlossenem Löchlein rechts, sonst in vorzüglicher und einheitlicher Erhaltung.
Bockstorffer, Christoffel
Kaiser Karl V. und Ferdinand I.
Los 5023
Schätzung
600€ (US$ 682)
Die Kaiser Karl V. und Ferdinand I. Kupferstich. 19,7 x 27,6 cm. B. 3, Nagler 3, Hollstein 5 II. Wz. Fünfzackige Schellenkappe.
Prachtvoller, markanter Druck mit schmalem Rand um die Plattenkante. Leichte vertikale Mittelfalte sowie zarte Quetschspuren, minimal stockfleckig, in den oberen Ecken auf ein Untersatzpapier montiert, sonst tadellos schön und original erhalten. Aus der Sammlung Henri Vever (Lugt 2491bis).
Bol, Hans - nach
Die zwölf Monate mit den Tierkreiszeichen
Los 5024
Schätzung
2.400€ (US$ 2,727)
nach. Die zwölf Monate mit den Tierkreiszeichen: Landschaften mit Szenen aus dem Leben Christi. 12 (von 13) Kupferstiche von Adriaen Collaert. Je ca. 15,3 x 20,8 cm. 1585. Hollstein (Bol) 94-108, Hollstein (Collaert) 511-522, Diels/Leesberg (New Hollstein, Collaert Dynasty ) 226-237. Wz. Gotisches P mit Nebenmarke: Anhänger "4W".
Die beinahe vollständige Folge - lediglich das Titelblatt fehlt - in ausgezeichneten bis ganz ausgezeichneten, präzisen und zarttonigen Drucken mit ungewöhnlich breitem Rand um die Plattenkante. Unauffällig geglättete Mittelfalte, schwache Trockenfältchen sowie einzelne Knickspuren, vorwiegend im weißen Rand teils etwas fleckig, meist fingerfleckig ebenda, im unteren weißen Rand sämtlich mit kleinen Bleistiftannotationen, weitere geringe Gebrauchsspuren, sonst insbesondere die Darstellungen in sehr schöner und unberührter Erhaltung. Selten.
Boldrini, Nicolò
Der hl. Franciscus empfängt die Stigmata
Los 5025
Schätzung
800€ (US$ 909)
Der hl. Franziskus empfängt die Stigmata. Holzschnitt nach Tizian. 29,1 x 43,2 cm. Passavant VI, S. 235, 59, Oberhuber 173, Dreyer 18, Muraro/Rosand 30.
Schon zu Lebzeiten Tizians durch Vasari, und auch Ridolfi, als Arbeit des venezianischen Meisters anerkannt, ist inzwischen eine Zuschreibung an Nicolò Boldrini plausibel. Dreyer vergleicht ihn besonders mit dem hl. Hieronymus in der Wildnis (Dreyer 19). Ganz ausgezeichneter, kräftiger Druck mit der Einfassung. Geglättete vertikale Mittelfalte, diese teils gesprungen und hinterlegt, partiell mit dezenten Federretuschen, links weitere vertikale, sowie verso geglättete horizontale Faltspur, kleines Wurmlöchlein ausgebessert und mit Federretuschen, rechts zwei kleine Blaufleckchen, insgesamt leicht fleckig und angestaubt, sonst im Gesamteindruck schön.
Boldrini, Nicolò
Die mystische Vermählung der hl. Katharina.
Los 5026
Schätzung
750€ (US$ 852)
Die mystische Vermählung der hl. Katharina. Holzschnitt nach Tizian. 32,7 x 45,6 cm. Passavant VI, S. 235, 61, Muraro/Rosand 47 I (von III).
Die Darstellung folgt in freier Anlehnung einem Lünetten-Gemälde Tizians in der venezianischen Kirche SS. Giovanni e Paolo, das schon im 17. Jh. stark beschädigt war und heute verloren ist. Vor der Inschrift. Ausgezeichneter, nur stellenweise etwas ungleichmäßiger Druck mit der Einfassungslinie. Geglättete vertikale Mittelfalte, am unteren Rand zarte Quetschfältchen vom Druck, unauffälliger, sehr sorgsam ausgebesserter Riss rechts vom Rücken bzw. durch den Rücken Josephs, ein winziges Risschen im unteren Rand, weitere kleine punktuell ausgebesserte Stellen, wie rechts neben der Hüfte der am linken Rand Knienden, oben rechts schwache Federnummerierung, sonst schön erhalten.
Bolognesisch
1. H. 17. Jh. Die Engel erscheinen dem hl. Joseph
Los 5027
Schätzung
900€ (US$ 1,023)
1. Hälfte 17. Jh. Die Engel erscheinen dem hl. Joseph. Radierung. 17 x 27,3 cm. Corrado Ricci: Antonio Allegri da Correggio. His life, his friends, and his time, New York 1896, S. 239-240. Wz. Initialen im Kreis.
Diese Arbeit eines unbekannten Bologneser Stechers existiert in einem weiteren Exemplar in der Biblioteca Palatina di Parma, wo es im Ortalli-Album mit den Blättern nach Antonio Allegri da Correggio eingeklebt ist (Inv. 3027). Ricci zieht stilistische Parallelen zu einem weiteren Stich im Album mit der Darstellung des liegenden Hieronymus (Inv. 3110), bezweifelt aber, dass die Blätter tatsächlich nach Correggio gearbeitet seien. Er ordnet sie vorsichtig als frühe Arbeiten Giovanni Lanfrancos ein. Ausgezeichneter Druck mit feinem Rändchen um die teils gratige Plattenkante. Vereinzelt fleckig, geglättete Mittelfalte, zu den Rändern hin schwach gebräunt, an der oberen linken Kante ein brauner Fleck mit kleinem Ausbruch, das Papier leicht gewölbt, Leimspuren verso, ebenda Montierungsrückstände, weitere Gebrauchsspuren, sonst in guter Erhaltung. Rarissimum.
Beweinung. Kupferstich nach Raffael. 33,7 x 24,5 cm. B. XV, S. 126, 60, Massari 225, TIB .060 S1 (von S2).
Vor der Nummer und den Heiligenscheinen. Ganz ausgezeichneter, warmtoniger Druck mit sehr feinem Rändchen um die Einfassungslinie, die Plattenkante unten sowie rechts sichtbar. Minimal angestaubt und leicht altersspurig, in der Signatur wohl kleine Ausbesserung, der Künstlername recto wie auch verso mit zarter Feder ergänzt, schwache geglättete horizontale Mittelfalte, unten rechts winzige Federnummerierung, kleine Montierungsreste verso, sonst sehr schön erhalten. Selten.
nach. Der Genius der Künste. Kupferstich. 22 x 17,3 cm. Wohl unbeschrieben.
Qualitätvolle Arbeit eines anonymen italienischen Kupferstechers des 17. Jahrhunderts nach einer Invention des emilianischen Malers Carlo Bononi. Auf kunstvolle Weise sind die unterschiedlichen Attribute der Künste, Musik und Wissenschaften zu einer visuell wirksamen Komposition miteinander verknüpft. Ausgezeichneter, gleichmäßiger Druck mit Rand. Minimale Gebrauchsspuren, sonst sehr gut erhalten.
Die vier Elemente. 4 Radierungen. Je ca. 14,9 x 11,2 cm. Blum 940-943, Duplessis 1090-1093, Lothe 285-288.
Die vollständige Folge der "Vier Elemente" in ausgezeichneten, zeitgenössischen Abzügen mit Rand. Stellenweise minimal stockfleckig und geringfügig gebräunt, die Ränder teils minimal bestoßen, sonst sehr gut erhalten.
[*]: Regelbesteuert gemäß Auktionsbedingungen. [^]: Ausgleich von Einfuhr-Umsatzsteuer.
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