Los 2381
Meissner, Alfred von
(1822-1885)Gedicht und Brief, mit Beilagen. 1865
Schätzung
450€ (US$ 517)
Abgabe von Vorgeboten möglich
Aus dem Katalog
Autographensammlung Hermann Kiewy
Auktionsdatum 7.10.2026

Aus dem Katalog
Wertvolle Bücher, Dekorative Graphik und Autographen
Auktionsdatum 6. – 8. Oktober 2026


Meissner, Alfred von, deutsch-böhmischer Schriftsteller, dem Jungen Deutschland nahestehend, in Paris mit Heine befreundet, starb durch Selbstmord (1822-1885). Eigh. Gedichtmanuskript m. U. "Alfred Meissner". 1 S. Gr. 8vo. O. O. (wohl um 1865).
"An x x x". 6 Strophen zu je 4 Zeilen: "Ich hab dich immer nur gesehen / Von einem Schleier überwallt, / Der wie ein Duft mit leisem Wehen / Umspielte deine Huldgestalt. - Ob er der Anmuth vollen Schimmer / Verhüllte, dennoch liebt ich ihn / Den Schleier, der ein Bild mir immer / Jungfräulichkeit, von dir erschien! ... Und mit Gedanken, wonnig-tödtend, / Denk' ich: wie wird einst jener sein / Wenn du den Schleier holderröthend / Senkst, Mädchen, vor der Seele dein!" - Oben rechts der Namenszug "Rudolf Glaser" überstempelt "A. Meissner"; unten links das Datum "19. Januar" gestrichen. Rudolf Glaser war der Herausgeber der Zeitschrift "Ost und West". Vielleicht ist das Gedicht in dieser Zeitschrift erschienen. - Dabei: Derselbe. Eigh. Brief m. U. "Meissner". 3 S. Doppelbl. Gr. 8vo. Prag 19.II.1865. - An seinen (nicht genannten) Verleger Janke in Berlin, ausführlich über den Plan einer Fortsetzung seines bei Janke 1862-1864 erschienenen Romans "Schwarzgelb". Zeigt sich hoch erfreut über den neuen Vertragsabschluß mit dem Verleger. "... Ich fürchtete nämlich, Sie bestünden auf 2 Bänden, ich hingegen sah, daß ich in zwei Bänden keinen ausgewachsenen künstlerischen Organismus geben könne, kein Buch, das im Verhältniss zur ersten Abtheilung stünde. - Die 2. Partie wird so gestaltet sein, daß sie auch für sich allein gehalten, einen interessanten, in sich geschlossenen Roman gibt, doch wird der Leser moralisch verpflichtet werden, die erste Abtheilung kennen zu lernen (besser gesgt zu kaufen). Auf dem Titelblatt wird stehn (den Titel weiss ich noch nicht) 'im Anschlusse an Schw.[arzgelb]'. Ich werde das Beste liefern, was ich irgend liefern kann. Plan u. Idee zum Ganzen, wie sie mir jetzt vorliegen, scheinen mir sehr gut. Ich werde mit Lust an die Arbeit gehen, in der Hoffnung, daß auch dadurch die erste Abtheilung wieder flott wird. Der theure Preis schadete dem Buch unmäßig. Dem muß noch, so lange es noch Zeit, abgeholfen werden ...". - Ferner über den Versand von Exemplaren seines in demselben Jahr bei Janke erschienenen Romans "Lemberger und Sohn" an verschiedene österreichische Zeitschriften. Zum Schluß bemerkt Meissner: "... Stünden meine Finanzen besser, käme ich nach Berlin; wie es ist, hoffe ich Sie in Prag wiederzusehen ... Nun heißt es: frisch an die Arbeit. 'Hand in Hand mit Ihnen fordere ich das Jahrhundert in die Schranken! ...". - Die Fortsetzung von "Schwarzgelb" erschien 1867 bei Janke unter dem Titel "Babel" in vier Bänden. - Ferner beiliegend 3 gedruckte Porträts des Dichters.
Galerie Bassenge
Erdener Str. 5A
14193 Berlin
Öffnungszeiten:
Montag bis Donnerstag, 10–18 Uhr,
Freitag, 10–16 Uhr
Telefon: +49 30 8938029-0
Fax: +49 30 8918025
E-Mail: info (at) bassenge.com
Impressum
Datenschutzerklärung
© 2026 Galerie Gerda Bassenge
Galerie Bassenge
Erdener Str. 5A
14193 Berlin
Öffnungszeiten:
Montag bis Donnerstag, 10–18 Uhr,
Freitag, 10–16 Uhr
Telefon: +49 30 8938029-0
Fax: +49 30 8918025
E-Mail: info (at) bassenge.com
Impressum
Datenschutzerklärung
© 2026 Galerie Gerda Bassenge