Los 1047

Visiones von Altenstadt
Visiones was sich mit dem Schulmaister zu Altenstatt. Deutsche Handschrift auf Papier. Altenstadt, Oberpfalz, 1620-1631

Schätzung
1.200€ (US$ 1,250)

Abgabe von Vorgeboten möglich

Los 1047 - Visiones von Altenstadt - Visiones was sich mit dem Schulmaister zu Altenstatt. Deutsche Handschrift auf Papier. Altenstadt, Oberpfalz, 1620-1631 - 0 - thumb

Lot 1047, Auction  125, Visiones von Altenstadt, Visiones was sich mit dem Schulmaister zu Altenstatt. Deutsche Handschrift auf Papier. Altenstadt, Oberpfalz, 1620-1631

Das Gloria der Himmelschöre in der Vision
des Schulmeisters zu Altenstadt

Altenstadt an der Waldnaab. - "Visiones was sich mit dem Schulmaister zu Altenstatt ein dorff bey Rosenstrauß in der Sultzbachischen Pfältz zugetragen". Deutsche Handschrift auf Papier. 38 nn. Bl. 20-22 Zeilen. Schrift: Deutsche Kurrent. Format: 19 x 15,6 cm. Mit gelegentlichen kalligraphischen Auszeichnungen. Pappband um 1900 mit Marmorpapierbezug (kaum berieben). Altenstadt, Oberpfalz, 1620-1631.
Die göttlich-mystischen Visionen des Schulmeisters von Altenstadt, einem im Barock der böhmischen Krone gehörigen, reichsunmittelbaren Städtchen, dem in zahlreichen Visionen Engel begegnet sind und der göttliche Chöre singen hörte. Die Handschrift teilt sich in 28 römisch nummerierte Kapitel I-XXVIII, beginnend mit einem "Schreiben an Hertzog Augustum Pfalzgrafen zu Sultzbach, zue Prag am Kays. Hoff damals sich findend", über einen Zeitraum "von Octobre Anno 1627 biß uf Xbris Anno 1628" und dann durch einen späterer hs. Zusatz ergänzt "In 1629, 1630 vnd 1631". Gezeichnet ist das Eingangsschreiben von "Michael Bohemb P.es Superintendens. Mattheus Dollfuß gericht schreiber daselbst", dann folgen die sauber dokumentierten Visionen "I Visio", "II Visio", "III Visio" etc., jeweils mit Angabe des exakten Datums, wann sich die Erscheinungen zugetragen haben "Den 8. Januarij [1620] Als ich zur morgens frue das gebett geläutet, hat es wieder bey dem Altar angefangen singen, Allein Gott in der Höh sei Ehr, so hertzlich schön daß es keines Menschen möglich ist zu singen, und wie ich zum Glockenthurm aufgehe [...]".

Der Bericht der Visionen endet mit einem kleinen Schlussvermerk einer anderen Hand auf Seite 28verso "Diese obstehendt visiones sind diesen Inhalt gleich zu Nürnberg", dann folgen noch weitere acht lose Blätter mit weiteren Texten verschiedener Hände, sowie zwei weiße Blätter (möglicherweise fragmentarisch).

Einige kalligraphische Überschriften lauten "Folgen weitere Gesicht unnd erscheinungen von welcher der Schulmaister die Ersten zwo verschwigen und was ihm darauf begegnet", "Nachfolgende Erscheinung ist ihme Pscherer Schuelmaister zue Altenstetten den 5 Martij begegnet, und nicht befehlen zu offenbahren bis auf den 16. May des 1628. Jahres", "Des gemelten Lorentzen Pscherers ferner geschicht am Himmel so ihme begegnet alß er sich hinweg von Rosenstrauß auf den Niernberger grund und boden begeben", "Geschicht und offenbahrung so mir Evangelischen vertribenen gewesenen Schuelmaister zu Altenstadt Lorentzen pscherer abermals begegnet Anno 1620 wie hernach folgt" etc.

Eine Version des Textes ist 1629 im Druck nachweisbar (19VD17 23:250916D), ganz offensichtlich handelt sich es jedoch in der hier vorliegenden Handschrift nicht um eine Abschrift des Gedruckten, sondern vielmehr um eine weitere, bis dato wohl unbekannte (und selbst von Gerhard Eis nicht veröffentlichte!) weitere Version, die textlich vom Druck stark abweicht und auch durch weitere Zeiträume über zwei Jahre bis 1631 fortgeführt wurde. Der Titel des Drucks lautet "Genus sive Visionis Altenstadianae: Warhaffter volkommener Bericht, Was An(n)o 1627. und 28. zur Altenstadt, bey Wahnstrans in der Jungen Pfaltz, Hertzogen Augusto, Pfaltzgraffen bey Rhein zu Saltzbach angehörig, sich mit einem Evangelischen Schulmeister ... Namens Lorentz Pscherer, begeben und zugetragen; Wie ihm in seinem Beruff beim Gebethlauten ... Knäblein oder Engelein erschienen, Was sie mit ihm geredet, und ... zu offenbahren befohlen". – Provenienz: Sammlung Prof. Dr. Gerhard Eis, Heidelberg, Hs. 204 mit dessen Stempel und Signatur auf dem vorderen Innendeckel sowie Vermerk hinten auf dem fliegenden Vorsatz: "Gekauft bei Jacques Rosenthal (= Hans Koch) in Eching, 7. I. 1972. GEis"


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