Los 6000

Aelst d. Ä., Pieter Coecke van - Werkstatt
(1502 Aelst - 1550 Brüssel)Die Heilige Familie mit einem Engel, der Maria eine Traube reicht

Ergebnis (inkl. Aufgeld) *
39.680€ (US$ 38,902)

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Aus dem Katalog
Gemälde Alter und Neuerer Meister; Skulpturen; Portraitminiaturen
Auktionsdatum 1.12.2022

Lot 6000, Auction  120, Aelst  d. Ä., Pieter Coecke van - Werkstatt, Die Heilige Familie mit einem Engel, der Maria eine Traube reicht

Werkstatt. Die Heilige Familie mit einem Engel, der Maria eine Traube reicht.
Öl auf Holz, parkettiert. 74 x 56,5 cm.

Das vorliegende Gemälde mit der Hl. Familie mit dem Engel greift eines der wichtigen Motive im Werk Pieter Coeckes des Älteren auf. Das der Forschung bereits seit Beginn des 20. Jahrhunderts bekannte Gemälde wurde dabei mehrfach neu im Werk Coeckes eingeordnet. Während Max Friedländer es in sein zwischen 1924 und 1937 erschienenes mehrbändiges Werk zur niederländischen Malerei noch nicht unter dem Künstler aufgenommen hatte, rechnete es Georges Marlier in den 1960er Jahren in seinem Werk La Renaissance Flamande der Hand Pieter Coecke van Aelsts selbst zu. Das RKD (Rijksbureau voor Kunsthistorische Documentatie) verzeichnet das Werk heute wiederum als Werkstattarbeit, die aber, wie seinerzeit üblich, sicher unter der strengen Aufsicht des Meisters entstanden ist. Das Motiv der Heiligen Familie als Trinitas Terrestris mit dem Engel nimmt im Werk des Künstlers und seiner Werkstatt eine besondere Stellung ein und wird verschiedene Male aufgegriffen, jeweils in unterschiedlichen motivischen Kombinationen (Marlier verzeichnet insgesamt 9 eng verwandte Arbeiten "im Weltbestand"). Diese teils als Mittelstück eines Triptychons, teils als Einzelwerke angelegten Gemälde unterscheiden sich jeweils teils deutlich in der Darstellung der einzelnen Elemente: So ist Joseph teils mit oder ohne Bart wiedergegeben und es gibt zahlreiche Unterschiede in der Darstellung der Landschaft und dem Arrangement des sorgsam vor Maria ausgebreiteten Stilllebens mit Stundenbuch, Messer, Kirschen und Birnenstücken. Zu dem vorliegenden Bild vermerkt Marlier: "Im Gegensatz zu den anderen Versionen des Themas weist das Bild nicht die Rundung der oberen Bildseite auf. Die Landschaft ist fast identisch mit Nr. 4, die Figuren erscheinen als etwas verhaltener. Die Pose des Kindes mit dem erhobenen rechten Arm weicht von den anderen Darstellungen etwas ab."

Provenienz: Sammlung der Familie Giel von Glattburg, St. Gallen (verso mit Fragment eines Lacksiegels(wohl) mit deren Wappen verso).
Rudolph Lepke, Berlin, Auktion am 24. Februar 1914, Los 95 (als "Niederländische Schule um 1550").
(Wohl) Sammlung Dr. Julius Weiler, Berlin.
Rudolph Lepke, Berlin, Auktion am 21.-22. März 1933, Los 117, mit Abb. (als "Coecke van Aelst", gemäß handschriftlicher Notiz aus einer Sammlung "Weiler").
Privatsammlung Berlin.
September 2022 gütliche Einigung über die Restitution durch die letzten Eigentümer mit den Erben nach Dr. Julius Weiler.

Literatur: Georges Marlier: La Renaissance Flamande, Pierre Coeck d'Alost, Brüssel 1966, S. 220-222, Nr. 9.

Wir bitten darum, Zustandsberichte zu den Losen zu erfragen, da der Erhaltungszustand nur in Ausnahmefällen im Katalog angegeben ist.

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