Los 6324

Ruscheweyh, Ferdinand
(1785-1846, Neustrelitz)Ruth und Boas

Ergebnis (inkl. Aufgeld) *
615€ (US$ 715)

Los 6324 - Ruscheweyh, Ferdinand - Ruth und Boas - 0 - thumbExtragroße Abbildung

Aus dem Katalog
Auf Papier gezeichnet – In Kupfer gestochen
Auktionsdatum 2.12.2021

Lot 6324, Auction  118, Ruscheweyh, Ferdinand, Ruth und Boas

Ruth und Boas.
Radierung auf gewalztem China nach Friedrich Overbeck. 23,5 x 31 cm. 1834. Rechts unten der Name Overbecks falsch mit Bleistift korrigiert in "Olivier". Nagler 15 I (von II), Apell 1, Stephan Seeliger, in: Unter Glas und Rahmen. Druckgraphik der Romantik aus den Beständen des Landesmuseums Mainz und aus Privatbesitz. Mainz 1993, S. 108, Nr. 41 (unser Exemplar).

Die Darstellung geht auf eine Zeichnung von Friedrich Overbeck zurück, die sich heute im Museum in Lübeck befindet und aus dem Nachlass der Familie Overbeck stammt. Friedrich hatte 1818 im fernen Lübeck mit der sanftmütigen Liebesgeschichte von Ruth und Boas seinen Eltern vom eigenen Eheglück mit seiner zukünftigen Frau Nina berichten wollen. Vater Overbeck schreibt zurück nach Rom: "...sie ist eingetroffen, unsere Nina-Ruth".
Es ist davon auszugehen, dass die Auflage des Blattes durchaus beträchtlich war. Ruscheweyh konnte sie gut verkaufen, die späteren Abzüge werden jedoch zunehmend matt. Das Monogramm "FO" auf dem Wegstein stiftete indes Verwirrung; nutzte doch sonst Ferdinand Olivier diese Form eines Monogramms. Immer wieder wurde die Vorlage daher Olivier zugesprochen. Um die Verwirrung zu komplettieren, machte der Schriftenstecher zusätzlich einen Fehler und schrieb "Ferd." statt "Friedr." - wie es im zweiten Druckzustand des Kupferstichs korrigiert wurde. So erklärt sich auch die von fremder Hand angebrachte Bleistiftannotation mit "Olivier". Doch aus verschiedenen Briefwechseln zwischen Friedrich Overbeck und Ferdinand Ruscheweyh in den Jahren 1833 und 1835 geht eindeutig hervor, dass Overbeck der Urheber der Vorlage ist.
Brillanter, präziser und atmosphärischer Frühdruck vor der Korrektur des Vornamens von Overbeck, mit feinem Rändchen um die Plattenkante, oben und unten teils auf diese geschnitten. Etwas stockfleckig, geringe Altersspuren, kurzer geschlossener Randeinriss oben rechts, Montierungsreste verso, sonst original und sehr gut erhalten.
Beigegeben ein Abzug der Radierung im II. Druckzustand mit dem korrigierten Namen in "Friedr. Overbeck".

Provenienz: Galerie Bassenge, Berlin, Auktion 58 am 6. Dezember 1991, Los 5958.

Ausstellung: Ausst. Unter Glas und Rahmen, Mainz, Nürnberg und Lübeck 1993-1994.

Wir bitten darum, Zustandsberichte zu den Losen zu erfragen, da der Erhaltungszustand nur in Ausnahmefällen im Katalog angegeben ist.

* Alle Angaben inkl. 23% Regelaufgeld ohne MwSt. und ohne Gewähr – Irrtum vorbehalten.


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