Los 6320

Riepenhausen, Johannes
(1788 Göttingen - 1860 Rom)Vita di Raffaelle da Urbino

Ergebnis (inkl. Aufgeld) *
246€ (US$ 286)

Los 6320 - Riepenhausen, Johannes - Vita di Raffaelle da Urbino - 0 - thumbExtragroße Abbildung

Aus dem Katalog
Auf Papier gezeichnet – In Kupfer gestochen
Auktionsdatum 2.12.2021

Lot 6320, Auction  118, Riepenhausen, Johannes, Vita di Raffaelle da Urbino

Vita di Raffaelle da Urbino designata ed incisa da G. Riepenhausen in XII. Tavole (Das Leben Raffaels).
12 Radierungen zzgl. Titelblatt mit dem Bildnis Raffaels und 1 Blatt Text, sämtlich gebunden in der OBroschur (angeschmutzt, Ränder lädiert und bestoßen, Rücken teils mit Fehlstellen). Quer-4to. Rom 1833. Mit hs. Widmung im Spiegel "An Fräulein Helena Hausmann / in Hannover / gehorsamst / von / H. B. Loedel". Stephan Seeliger, in: Unter Glas und Rahmen. Druckgraphik der Romantik aus den Beständen des Landesmuseums Mainz und aus Privatbesitz. Mainz 1993, S. 129, Nr. 51b; Brigitte Kuhn-Forte, in: Zwischen Antike, Klassizismus und Romantik, Die Künstlerfamilie Riepenhausen, Mainz 2001, S. 168-173, Nr. V.5.

Der Kult um Raffael, seit seinem frühen Tod 1520 ungebrochen, erreichte zu Beginn des 19. Jahrhunderts neue Höhen. Für Furore sorgte am 14. September 1833 die Auffindung seiner Gebeine nach der Öffnung des Grabes im Pantheon. Diese Welle der Begeisterung wusste der in Göttingen geborene und in Rom lebende Künstler Johannes Riepenhausen für sich zu nutzten. Bereits 1816 hatte er sich gemeinsam mit seinem Bruder Franz in einem Zyklus mit der Kindheit des Urbinaten befasst - ein Novum, bis dahin waren nämlich zwar dessen Werke, Raffael selbst jedoch nie zum Bildgegenstand geworden. Auf dieser Gemeinschaftsarbeit aufbauend entwarf Johannes 1833, zwei Jahre nach dem Tod seines Bruders, vorliegende mythisch aufgeladene Bildfolge, die neue Darstellungen kleineren Formats zeigt und nun wieder, ganz in der Tradition der "Genoveva", in Umrissradierungen angelegt sind. Die Auswahl der Darstellungen folgt Motiven aus Vasaris Künstlerbiographie und somit vor allem auf die Legendentraditionen der literarischen Raffael-Verehrung. - Ganz ausgezeichnete Drucke der ersten Ausgabe mit breitem, unten überwiegend dem vollen Rand um die Darstellungen mit Text, rechts meist mit Plattenkante. Schwach stockfleckig, nur Taf. 4 stärker, die Ränder minimal gebräunt, dort vereinzelte, unerhebliche Bestoßungen, sonst in tadelloser und originaler Erhaltung.

Provenienz: Geschenk des Holzschneiders und Stechers Heinrich Burkhart Lödel (1798-1861) an Helena Hausmann, Hannover (siehe handschriftl. Widmung, womöglich Lödels Trockenstempel auf dem Titelblatt, nicht bei Lugt).

Wir bitten darum, Zustandsberichte zu den Losen zu erfragen, da der Erhaltungszustand nur in Ausnahmefällen im Katalog angegeben ist.

* Alle Angaben inkl. 23% Regelaufgeld ohne MwSt. und ohne Gewähr – Irrtum vorbehalten.


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