Los 6321

Kupelwieser, Leopold
(1776 Piesting, NÖ - 1862 Wien)Der hl. Stephanus vor dem Hoherat Sanhedrin

Ergebnis (inkl. Aufgeld) *
3.198€ (US$ 3,719)

Los 6321 - Kupelwieser, Leopold - Der hl. Stephanus vor dem Hoherat Sanhedrin - 0 - thumbExtragroße Abbildung

Aus dem Katalog
Auf Papier gezeichnet – In Kupfer gestochen
Auktionsdatum 2.12.2021

Lot 6321, Auction  118, Kupelwieser, Leopold, Der hl. Stephanus vor dem Hoherat Sanhedrin

Der hl. Stephanus vor dem Hoherat Sanhedrin.
Feder in Braun, über Bleistift auf Velin. 44 x 31,5 cm. Verso mit einer falschen Zuschreibung an "Moritz Schwind" sowie bez. "Gilh & Raschn [Gilhofer und Ranschburg] (Vienna), 1922". Wz. Whatman 1825.

Kupelwieser erhielt seine Ausbildung von 1809 bis 1823 an der Wiener Akademie bei Franz Caucig, Johann Baptist Lampi und Joseph Rebell. Im Jahr 1823 lädt ihn der russische Diplomat Alexander Beresin schließlich ein, ihn nach Italien zu begleiten, um für die geplante Publikation seiner Grand Tour die Eindrücke vor Ort zeichnerisch festzuhalten. Die Begegnung mit Werken der italienischen Frührenaissance und der Kontakt zu den Nazarenern beeinflussen Kupelwieser nachhaltig.
Unsere überaus fein und in präzisem Duktus ausgeführte Federzeichnung mit einem Motiv aus dem Leben des hl. Stephanus gibt Zeugnis besonders von der Wirkung Fra Angelicos auf Kupelwieser, der dessen Fresken in der Nikolauskapelle im Vatikan in verschiedenen Zeichnungen studierte und kopierte (vgl. Cornelia Reiter: Wie im wachen Traume: Zeichnungen, Aquarelle, Ölskizzen der deutschen und österreichischen Romantik, Bestandskatalog des Kupferstichkabinetts der Akademie der bildenden Künste Wien, Salzburg/München 2006, S. 109-110 und S. 113 bes. Nr. 253). Vorliegende Zeichnung und die verso irreführenden Zuschreibung an Moritz von Schwind diskutiert Colin J. Bailey in seinem Aufsatz zu dieser Zeichnung in Master Drawings.

Provenienz: Antiquariat Gilhofer und Ranschburg, Wien (Vermerk verso).
Kende Galleries, New York (laut Bailey).
Sammlung Joseph Klein, New York (laut Bailey).
Sotheby's, London, Auktion Continental Drawings and Watercolours am 13. Juni 1974, Los 66 (als Moritz von Schwind).
Englische Privatsammlung.
Antiquariat Christian M. Nebehay, Wien.

Literatur: Rupert Feuchtmüller: Leopold Kupelwieser und die Kunst der österreichischen Spätromantik, Wien 1970, S. 240f (unter den verschollenen Werken).
Colin J. Bailey: "'St. Stephen before the High Council’: A Kupelwieser Drawing wrongly attributed to Moritz von Schwind,” in: Master Drawings, vol. 18, no. 2, 1980, S. 149-202 mit Abb.

Wir bitten darum, Zustandsberichte zu den Losen zu erfragen, da der Erhaltungszustand nur in Ausnahmefällen im Katalog angegeben ist.

* Alle Angaben inkl. 23% Regelaufgeld ohne MwSt. und ohne Gewähr – Irrtum vorbehalten.


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