Los 6304

Schnorr von Carolsfeld, Veit Hanns
(1764 Schneeberg -1841 Leipzig)Unterricht in der Zeichenkunst

Ergebnis (inkl. Aufgeld) *
1.476€ (US$ 1,716)

Los 6304 - Schnorr von Carolsfeld, Veit Hanns - Unterricht in der Zeichenkunst - 0 - thumbLos 6304 - Schnorr von Carolsfeld, Veit Hanns - Unterricht in der Zeichenkunst - 1 - thumbLos 6304 - Schnorr von Carolsfeld, Veit Hanns - Unterricht in der Zeichenkunst - 2 - thumbExtragroße Abbildungen

Aus dem Katalog
Auf Papier gezeichnet – In Kupfer gestochen
Auktionsdatum 2.12.2021

Lot 6304, Auction  118, Schnorr von Carolsfeld, Veit Hanns, Unterricht in der Zeichenkunst

mit Julius Schnorr von Carolsfeld (1794-1872), Eduard Schnorr von Carolsfeld (1790-1819) sowie wohl Friedrich Christian Gottlieb Geyser (1772-1846).
Unterricht in der Zeichenkunst als ein Gegenstand der feineren Erziehung zur Bildung des Geschmacks für die höheren Stände. Nebst Darstellungen der besten Muster alter und neuer Zeit.
62 Radierungen auf Whatman-Velin nach Zeichnungen von Veit Hanns Schnorr von Carolsfeld, gebunden in marmoriertem HLeder d. Z. (leicht beschabt, Ecken bestoßen, oberes Kapital mit Fehlstelle). Quer-4to. Leipzig, G. J. Göschen, 1810. Stephan Seeliger: Julius Schnorr von Carolsfeld. Druckgraphik und Zeichnungen, Dresden 2005, vgl. Kat. 4.

Julius Schnorr von Carolsfelds Vater Veit Hanns beendete zunächst sein Studium der Rechtswissenschaften, ehe er der Neigung für die schönen Künste nachgab und sich 1790 in Leipzig niederließ. Die Jahre bis zur Ernennung zum Akademiedirektor 1816 bewältigte er nicht ohne Entbehrungen als freischaffender Künstler und seit 1802 als Unterlehrer an der Akademie. Seine didaktischen Ambitionen bewies er 1810 mit dem zweibändigen Lehrwerk „Unterricht in der Zeichenkunst“. Das Werk richtete sich ausdrücklich an kunstliebhabende Dilettanten, insbesondere Frauen, und fügt sich in den breiteren Kosmos beliebter Lehrbücher für Autodidakten ein. Der Schwerpunkt liegt dabei auf dem Figurenstudium - eine kunsthistorische Einordnung steht jedoch noch aus.
Wie aus einem Brief hervorgeht, hatte Veit Hanns Text und Illustrationen bereits 1807 weitgehend vollendet, nur das Herstellen der Radierungen zog sich wohl aufgrund finanzieller Engpässe hin. Unterstützung bei der Umsetzung des Projekts holte er sich daher - wie die Signaturen auf einigen Tafeln verraten - in der eigenen Familie. Sechs Illustrationen radierte sein später ungleich berühmterer und damals gerade einmal 14-jähriger Sohn Julius, zu dessen frühesten Radierversuchen die Blätter gehören (Taf. 24, 26, 37, 47, 50 und 51). Ein Blatt führte der 10-jährige Eduard Schnorr von Carolsfeld aus (Taf. 61), zwei dagegen signiert ein gewisser "Geysser" (Taf. 23, 25), bei dem es sich um Friedrich Christian Gottlieb Geyer handeln könnte.
Der vollständige Tafelband in ausgezeichneten bis ganz ausgezeichneten Drucken, meist mit schmalem Rand um die Plattenkante, einige Blätter oben bzw. unten in diese geschnitten, unten vereinzelt mit Schöpfrand. Die äußersten Ränder nur minimal verbräunt, einige Blätter vereinzelt schwach fleckig und mit unerheblichen kleinen Bestoßungen, minimal vergilbt, weitere Alters- und Gebrauchsspuren, sonst in tadellosem Zustand. Rarissimum, wir konnten kein weiteres Exemplar auf dem Kunstmarkt nachweisen, eine Ausgabe findet sich in der Sächsischen Landes- und Universitätsbibliothek Dresden (Mscr.Dresd.App.2799,3).
Beigegeben von Veit Hanns Schnorr von Carolsfeld der dazugehörige Textband "Unterricht in der Zeichenkunst [...]" (Leipzig, G. J. Göschen, 1810).

Provenienz: Sotheby's, München, Auktion am 18. März 1987, Los 1501.

Literatur: Stephan Seeliger, Hinrich Sieveking, Norbert Suhr: Julius Schnorr von Carolsfeld. Zeichnungen, Ausst.Kat. Mainz (Landesmuseum); München (Bayerische Vereinsbank), München und New York 1994, S. 22, Abb. 1.

Wir bitten darum, Zustandsberichte zu den Losen zu erfragen, da der Erhaltungszustand nur in Ausnahmefällen im Katalog angegeben ist.

* Alle Angaben inkl. 23% Regelaufgeld ohne MwSt. und ohne Gewähr – Irrtum vorbehalten.


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