Los 6056

Catel, Franz Ludwig
(1778 Berlin - 1856 Rom)Zwei Pifferari in einer Mondnacht, im Hintergrund die Silhouette des Petersdoms

Ergebnis
2.460€ (US$ 2,828) *

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Aus dem Katalog
Gemälde Alter und Neuerer Meister mit Portraitminiaturen
Auktionsdatum 10. Juni 2021

Lot 6056, Auction  117, Catel, Franz Ludwig, Zwei Pifferari in einer Mondnacht, im Hintergrund die Silhouette des Petersdoms

Zwei Pifferari in einer Mondnacht, im Hintergrund die Silhouette des Petersdoms.
Öl über Radierung und Aquatinta auf gold grundiertem Velin. 10,1 x 8,7 cm (Plattenränder); 10,9 x 9,6 cm (Blatt). Verso bezeichnet "Fr. L. Catel" sowie von anderer Hand in Bleistift bez. "Leinweber". 1812/22.

Dieses bislang unbekannte Werk ergänzt eine kleine Gruppe von drei Abzügen einer kleinformatigen Radierung Franz Ludwig Catels, die der Künstler eigenhändig überarbeitet hat. Dabei nimmt das vorliegende Exemplar innerhalb der Gruppe eine herausragende Stellung ein, da Catel Öl- und nicht Wasserfarben verwendete und auf dem Papier noch vor dem Druck einen edlen Goldgrund applizierte. Diese raffinierte Bearbeitungsweise bereichert das Bild, das wir vom Schaffen dieses Künstlers haben, um eine neue Facette. Catel beschäftigte sich erstmals 1801-1807 in Berlin mit der Radierkunst, aufgrund des südländischen Charakters des Motivs dürfte das Blatt jedoch erst nach seiner Übersiedelung nach Rom Ende 1811 entstanden sein. Zweifellos setzen zudem die zwei Pifferari, mit Schalmei und Dudelsack musizierend, die Kenntnis der um 1810 in Rom populären Darstellungen in der Art eines Bartolomeo Pinelli voraus.
Laut Andreas Stolzenburg fertigte Catel häufiger kleinformatige, kolorierte Kompositionen als Geschenk für seinen Familien- und Bekanntenkreis an. Dass auch die vorliegende Radierung als Präsent diente, legt ein aquarellierter Abzug im Erinnerungsalbum der Dresdner Familie Baehr nahe, den Bertha Weiss, Verlobte des Dresdner Malers Johann Carl Baehr, 1822 vom Künstler erhalten hatte (abgebildet in Hans Geller: "I Pifferari". Musizierende Hirten in Rom, Leipzig 1954, Taf. 7). Noch 1827 schrieb Bertha an ihren Verlobten: „Die Pifferari kenne ich nur aus Abbildungen [...]. Ich habe ein kleines Bildchen von Catel, wo einige vor einem Madonnenbild stehen.“ Dass der einstweilen unbekannte Empfänger unserer kleinen Preziose einen besonderen Stellenwert für Catel gehabt haben muss, steht außer Frage. Die kolorierte Radierung wird in das in Vorbereitung befindliche Verzeichnis der Werke Franz Ludwig Catels von Dr. Andreas Stolzenburg, Hamburg, aufgenommen.

Wir bitten darum, Zustandsberichte zu den Losen zu erfragen, da der Erhaltungszustand nur in Ausnahmefällen im Katalog angegeben ist.

* Alle Angaben inkl. 23% Regelaufgeld ohne MwSt. und ohne Gewähr – Irrtum vorbehalten.


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