Los 506

Horae Beatae Mariae Virginis
Lateinische Handschrift auf Pergament.

Zuschlag
9.500€ (US$ 10,920)

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Aus dem Katalog
Wertvolle Bücher
Auktionsdatum 13.4.2021

Lot 506, Auction  117, Horae Beatae Mariae Virginis, Lateinische Handschrift auf Pergament.

Horae Beatae Mariae Virginis. Lateinische Handschrift auf Pergament. 128 Bl. 14 Zeilen gotica textualis. Schriftraum: 7,8 x 5,2 cm. Format: 15,2 x 10,8 cm. Text in Schwarz und Rot. Mit 5 vierteiligen Dornblattranken-Bordüre mit 3-zeiligen Goldinitialen, Hunderten von 1-2-zeiligen Zierinitialien und Zeilenfüllern in Blattgold auf blauem und rotem Grund mit weißer Federzeichnung sowie 7 ganzseitigen Miniaturen in Gold und Farben. Pergament des 19. Jahrhunderts (Deckel stärker geworfen, Gelenke schwach, Riss im Rücken, stärker fleckig und abgegriffen) über 4 Bünden mit dreiteiliger punzierter Messingschließe. Südfrankreich (?) um 1440.
Hübsches französisches Stundenbuch auf Pergament mit vollständigem Kalendarium und den Mariengebeten sowie sieben Miniaturen in Gold und Farben. Die im Kalendarium verehrten Heiligen lassen eine Lokalisierung des Stundenbuchs in die südfranzösischen Provinz als sinnvoll erscheinen: So wird am 9. Januar der Heilige Policarp, am 14. Sankt Batavius verner die Heiligen Lomer (auch Laumer, Laudomarus, Launomar oder Launomaro, gest. 593), Saint Lupien, Saint Gabin (Gabinus) oder Saint Aubin Südfrankreich verehrt, die meist im Midi des Hexagons. Am 12. Februar findet sich ein Eintrag für die Heilige Eulalia von Barcelona, am 14. Mai "Saint Aquilone".

Das Buch gliedert sich, wie folgt. Die ersten Seiten mit Beiträgen verschiedener Hände:

1r Trinitas-Rundschema im Sinne der Transsubstantiationslehre. Hübscher Trinitätskompass in Federzeichnung in Blau, Rot und Schwarz. Im äußeren Perimeter „Pater - Filius - Spiritus Sanctus“ in Rot, dazwischen jeweils „non est“ für die Wesenseigenheiten (Nicht-Substanzen), die alle in der Mitte als Hypostasen, verknüpft mit „est“ auf das Wort „Deus“ im blauen Dreieck zulaufen.
1v Christus-Rundschema mit „Virgo Maria“ als „mater“, „Johannes Baptista“ als „Prodeus“ und „Joseph“, die alle auf den Mitteltondo zulaufen „Xpist[us] J[es]u[s]“.
3r Johannes-Evangelium-Anfang. „Initium sancti evangelij secundum Johannem …“ und „Secundum lucam. In illo tempore…“ (4r).
5r Athanasisches Glaubensbekenntnis: Quicumque vult salvus esse ante omnia opus est, ut teneat catholicam fidem…“ 8r-v weiß.
10r-21v Kalendarium in Rot und Schwarz mit Liste der Heiligen und 12 großen Doppelgoldinitialen zum Monatsbeginn.
24r Stundengebete, beginnend mit „Domine labia mea aperies“ bis Fol. 128r „Qui vivis et regnas deus per xsm dn in infin. Amen“ (= „per Christum dominum in infinitum“). Das letzte Blatt in späterer Ergänzung, auch scheinen einige Blätter herausgenommen zu sein. Gegenüber unserer Zählung von 128 Blatt findet sich unten im Bug eine ältere weitere Zählung, die auf 142 Blätter kommt. Ferner weisen auch Falze auf möglicherweise entnommene Textblätter oder Miniaturen hin.
Die Miniaturen:
24r Heimsuchung Mariae
76v Verkündigung Mariae
80v Kreuzigung Christi
84r Trinitatis, Pfingstwunder
100v Thronende Muttergottes
106v Auferstandener Christus mit Wundmalen zwischen Maria und Johannes
110r Drei Mönche mit Lesepult
Die Miniaturmalereien sind meist auf kostbar ausgestattetem ornamentalem Grund mit blau-rot-goldenem Schachbrettmuster oder azurblauem oder purpurnem Brokatteppichmuster gemalt, was ebenfalls eine südfranzösische Provenienz nahelegt. Dafür könnte auch die von der üblichen Norm abweichende Ikonographie sprechen, die nicht nur mit der Mönchsdarstellung, sondern auch der recht ungewöhnlichen Darstellung der Stigmata-Präsentation Christi in einem eher südlichen Entstehungsraum weisen mag. – Einige Pergamentblätter später zwischengebunden, teils wohl auch fehlende Blätter, im Bug teilweise mit Falzen verstärkt, teils etwas stärker gebräunt, fingerfleckig und gegen Anfang wasserfleckig, insgesamt etwas unfrisch. Initialen und Buchschmuck teils etwas abgerieben und beschabt, die Miniaturen auch gelegentlich etwas verwischt und in der Oberfläche berieben sowie mit Farbabplatzungen. Insgesamt aber reizvolles, hübsch illuminiertes, individuelles Stundenbuch aus der Blüte des mittelalterlichen Herbstes.

* Alle Angaben inkl. 23% Regelaufgeld ohne MwSt. und ohne Gewähr – Irrtum vorbehalten.


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