Los 1005

Kölner Stundenbuch
Horae Beatae Mariae Virgini.sLateinisches Handschrift in Rot und Braunschwarz auf Pergament

Zuschlag
8.000€ (US$ 9,195)

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Aus dem Katalog
Sonderkatalog „Apokalypse“
Auktionsdatum 13.4.2021

Lot 1005, Auction  117, Kölner Stundenbuch, Horae Beatae Mariae Virgini.sLateinisches Handschrift in Rot und Braunschwarz auf Pergament

Horae Beatae Mariae Virginis. Lateinische Handschrift in Rot und Braunschwarz auf Pergament. 229 (statt 238?) Bl. 16 (Kalendarium) bzw. 18 (Text) Zeilen. Schriftraum: 18,5 x 7 bzw. 8,6 x 5 cm. Format: 12,8 x 9,4 cm. Mit Initialen in Rot und Blau und 5 großen 6-zeiligen Blattgoldinitialen auf blau-rotem Grund oder mit reicher Federwerk- und Fleuronné-Zier. Leder des 16. Jahrhunderts (mit Bezugsfehlstellen, stärker beschabt und bestoßen, Gelenke brüchig und teils überklebt, Rücken knickspurig) über Holzdeckeln (VDeckel gebrochen, Leder hier offen) mit 2 intakten ziselierten Messingschließen. Köln 1477.
Oberrheinisches Stundenbuch auf Pergament mit dem Ferialoffizium für den Gebrauch von Köln. Mit hübschen großen Goldinitialen geziert, leider allerdings seiner sämtlichen Miniaturen beraubt.

Das Livre d'heures fängt auf Fol. 1 mit einer Kalenderrose mit zwei Buchstabenregistern an: "Primera annos domini a loco et numero super posito saliret. Mcccclxxvij ..." Darüber auch in Rot die Jahreszahl "Mcccclxxvij", die auf die Datierung des Stundenbuchs schließen lässt. Es folgt das Kalendarium mit den Jahrestagen der Heiligen Fol. 2-13. Die Hervorhebung der Lokalheiligen Gereon, Pantaleon, Severin und Ursula im Kalendarium verweisen auf den Kölner Ursprung der Handschrift.
Dann setzt der Text an Fol. 14: "Dominicis diebus ad matutinas ... Adoremus dominum, Qui fecit nos. In primo nocturno. Beatus vir qui non abijt in consilio impiorum et in via peccatorum non stetit in cathedra derisorum non sedit". Mit einer großen 6-zeiligen Blattgoldinitiale "B" auf nachtblauem, sehr fein koloriertem Grund, die Binnenfüllung besteht aus einer aufwendigen Pflanze vor rotem Grund, mit gelben Blätter, blauer Blüte und leuchtend rotem Kelch sowie die Kolumne links begleitendem Federwerk. Die folgenden Initialen sind ebenfalls sehr dekorativ, wenn auch etwas einfacher gehalten: in schimmerndem Blattgold auf zweifarbigem Federwerk.

Die Lagenbeschreibung ergab, dass von wahrscheinlich 238 Blättern in 30 Lagen zu jeweils 6-10 Folii neun Blätter fehlen, die herausgenommen wurden (Falze teils vorhanden). Der Position im Stundenbuch, aber auch der Anzahl nach, handelt es sich sicher um einst im Buch befindliche Miniaturen:
18 26 (-6) 38 48 58 (-2) 68 78 88 98 108 118 128 168 148 158 168 178 188 198 208 218 (-2) 228 2310-(3+9) 2410 258 (-6) 268 278 288 296 306 (-3-6). Es fehlen nach dieser Lagendefinition die neun Blätter: 26 72 212 233 239 256 304 305 306. Vorhanden sind damit 229 von mutmaßlich 238 Blättern der 30 unterschiedlich umfangreichen Lagen. – Das Manuskript ist auf vielfach löchrigem Pergament, mit Knorpelausschnitten oder kürzeren Rändern, also für die Zeit weitgehend preiswerterem Material hergestellt, so dass zahlreiche Risse schon zeitgenössisch genäht worden sind (Fäden fehlen meist). Hier und da etwas finger- und braunfleckig, meist aber sauber und sehr ordentlich geschrieben.

* Alle Angaben inkl. 23% Regelaufgeld ohne MwSt. und ohne Gewähr – Irrtum vorbehalten.


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