Los 8049

Beneš, Vlastimil
Can-Can-Tänzerinnen ("Kankénové Tanecnice"), oder: Husarenbräute

Zuschlag
15.500€ (US$ 17,816)

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Aus dem Katalog
Moderne Kunst Teil I
Auktionsdatum 28.11.2020

Lot 8049, Auction  116, Beneš, Vlastimil, Can-Can-Tänzerinnen ("Kankénové Tanecnice"), oder: Husarenbräute

Can-Can-Tänzerinnen ("Kankénové Tanecnice"), oder: Husarenbräute
Öl auf Leinwand. 1971.
91 x 90 cm.
Unten rechts mit Pinsel in Gelb signiert "Benes" und datiert sowie verso auf dem Keilrahmen betitelt und dort mit den Ateliernummern "AB 12" und "24071".

Museales Hauptwerk des tschechischen Künstlers, zugleich ein seltenes Motiv: Bekannt wurde Beneš mit seinen Landschaften, Vorstadt- und Industriemotiven, während figürliche Darstellungen des Künstlers viel seltener sind.
Anknüpfend an den sozialen Realismus und an die Poetik der konstruktivistischen Avantgarde, entwickelte sich Beneš' Malerei hin zu einem geometrisierenden poetischen Realismus; aus dieser Sicht malte er seine Industrielandschaften, oft lokalisiert in der Prager Peripherie, in einem reduzierten Flächenstil. Ein ausgeprägtes technologisches Interesse führte Beneš zu Malrezepturen aus dem späten Mittelalter (Theodorik) und besonders aus der Renaissance, nach denen er in zeitaufwendigen Malverfahren seine Bilder schuf (vgl. Saur Bd. 9, S. 40). Hier dokumentieren verso auf dem Keilrahmen handschriftliche Notizen des Künstlers genau die Entstehungszeit des Gemäldes: Exakt 17 Arbeitstage zwischen Dezember 1969 und November 1971 vermerkt Beneš dort.
Der Münchner Schriftsteller und Dramatiker Herbert Asmodi, Beneš-Sammler und -Freund, erwarb das Gemälde direkt im Atelier des Künstlers in Prag. Käufer und Künstler stritten sich danach zeitlebens um den richtigen Titel für das Bild; Beneš favorisierte die "Tänzerinnen".

Provenienz: Atelier des Künstlers
Herbert Asmodi, München
Privatbesitz Berlin
Galerie Bassenge, Auktion 91, 31.5.2008
Europäische Privatsammlung

Ausstellung: Richard Bradley Atelier, Billingford, Norfolk, mit dessen Klebeetikett verso auf dem Keilrahmen, dort typographisch bezeichnet und betitelt

Wir bitten darum, Zustandsberichte zu den Losen zu erfragen, da der Erhaltungszustand nur in Ausnahmefällen im Katalog angegeben ist.

* Alle Angaben inkl. 23% Regelaufgeld ohne MwSt. und ohne Gewähr – Irrtum vorbehalten.


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