Babbage, Charles. Ueber Maschinen- und Fabrikenwesen. Aus dem Englsichen übersetzt von G. Friedenberg. Mit einer Vorrede von K. F. Klöden. 1 Bl., LII, 462 S. Mit Porträt. 16,5 x 10 cm. Pappband d. Z. (berieben und bestoßen). Berlin, Stuhr, 1833.
Humpert 4302. Engelmann, Bibl. mech.-techn.20. Vgl. Kress C 3013 u. Goldsmith 27346 (Orig.-Ausg. 1832). – Seltene erste deutsche Ausgabe des Hauptwerkes des ungemein vielseitigen englischen Mathematikers, Konstrukteurs und Gesellschaftstheoretikers, der mit seinen Arbeiten auch die moderne Computertechnologie vorausdachte. Babbage (1791-1871) vermachte - seiner streng wissenschaftsgläubigen Haltung entsprechend - sein Gehirn der Forschung. Laut Wikipedia ist es heute in einem Glas neben dem Nachbau seiner Maschinen im Science Museum in London zu besichtigen. – Gebräunt und teils braunfleckig; vorderes Innengelenk gebrochen.
Banks, John
Abhandlung über die Mühlenwerke in vier Theilen
Los 322
Schätzung
500€ (US$ 575)
Banks, John. Abhandlung über die Mühlenwerke in vier Theilen. Aus dem Englischen übersetzt von Christian Gottlieb Zimmermann. XXXVI, 308 S. (recte 304; S. 193-196 übersprungen). Mit 3 gefalt. gest. Tafeln (1 sign. L. Hoppe). 20 x 12 cm. Moderner Halbpergamentband im Stil d. Z. (sehr gut erhalten). Berlin, C. Quien, 1800.
Engelmann 22. Kat. Der Reale Nutz (Berlin 2001) Nr. VIII, 4e (mit Abb.). Vgl. Skempton 57 (Originalausgabe). – Einzige deutsche Ausgabe von "A treatise on mills" (London 1795). 1: Von der Kreisbewegung. 2: Von der vortheilhaftesten Wirkung bewegter Körper, Wasser-Dampfmaschinen etc. 3: Von der Geschwindigkeit des ausfließenden Wassers. 4: Von den Versuchen mit Wasserrädern etc. John Banks (1740-1805) gehörte im 18. Jahrhundert zu einer Reihe unabhängiger, englischer Dozenten, "who offered courses and specialized knowledge on mechanical physics and machinery to many manufacturers, engineers and mechanics, who stood at the forefront of England's industrial transformation and was himself one of the main intellectual exponents of this process" (Soares p. 18). His "second book, 'A treatise on mills, in four parts', was a very specialized book with a profoundly mechanical, mathematical and experimental approach, mainly targeting professionals with vast knowledge on this field ... It contained a large number of problems and experiments about various aspects related to factories, machines and engines" (Soares p. 24). Die deutsche Übersetzung stammt von dem Mathematiker Chr. G. Zimmermann (1766-1841), einem Bekannten von Kant, der seit 1795 am Friedrich-Werderschen Gymnasium in Berlin tätig war (vgl. ADB 45, S. 251). VD18 11436514. Soares: John Banks: an independent and itinerant lecturer ... (http://dx.doi.org/10.23925/1980-7651.2017v19;p.18-33). – Äußere Ecken meist durchgehend mit leichtem Wasserrand. Teils gebräunt.
Bertholon de St. Lazare, Pierre
De l'électricité des météores
Los 323
Schätzung
1.000€ (US$ 1,149)
Bertholon de St. Lazare, (Pierre). De l'électricité des météores. Ouvrage dans lequel on traité de l'Eléctricité Naturelle en général, & des Météores en particulier; contenant l'exposition & l'explication des principaux phénomenes qui ont rapport à la Météorologie Electrique, d'après l'observation & l'expérience; avec figures. 2 Bände. XXVIII, 446 (recte 436) S.; 2 Bl., 391, 1 Bl. Mit 6 gefalteten, gestochenen Tafeln von L. Le Grand. 19 x 11,5 cm. Gefleckte Kalblederbände d. Z. (leicht berieben und etwasbestoßen) mit goldgeprägtem RSchild, reicher RVergoldung und goldgeprägten Stehkanten. Lyon, Bernuset, 1787.
Ronalds S. 54. Mottelay S. 258f. Poggendorff I, Sp. 167f. – Erste Ausgabe. Bertholon (1741-1800) war Mitglied des Ordens der Lazaristen und vor allem in Lyon und Montpellier tätig. Für diese Region kommt ihm bei der Erforschung der Elektrizität eine vergleichbare Bedeutung zu, wie sie Abbé Nollet in Paris ausübte. "Three principle works brought him fame 'De l'électricité des météores' is a study of all atmospheric manifestations, as well as of volcanoes and earthquakes; Bertholon proposed to overcome the latter by sinking metals shafts into the ground. Influenced by his friend Benjamin Franklin, he supplied southern France with lightning rods." (DSB II, S. 83). Der erste Band behandelt Gewitter, Erdbeben und Vulkane. Der zweite Band handelt über atmosphärische Lichterscheinungen, Wolken, Nebel, Regen, Wasserhosen, Wind sowie Werkzeuge zur Elektrizitätsmessung etc. Die Tafeln mit Darstellung eines Nordlichtes, eines Vulkanausbruchs, von Eiskristallen, Windhosen und physikalischen Geräten. – Einige Stockflecken. Insgesamt sehr schönes und dekorativ gebundenes Exemplar der seltenen Originalausgabe.
Beyse, A(ugust) W(ilhelm). Beschreibung des Eisenbahnbaues auf Pfählen nach dem Schnellbausystem in America, dessen Bauzeit und Kosten im Vergleich mit der bis jetzt in Europa befolgten Bauweise sehr geringe sind. 2 Bl., 20 S. Mit 1 gefalteten lithographischen Tafel von H. Straub, Karlsruhe. 26 x 21 cm. Halbleinen d. Z. (leicht bestoßen, etwas gebräunt am oberen Rand und VDeckel mit stärkerer Knickspur) mit Bibliotheksschild. Karlsruhe, C. Macklot, 1842.
Engelmann S. 39. Haskell 1880. Neuner S. 398. Hoeltzel S. 53. Ottley 422, 2040, 2526 und 2528. – Sehr wahrscheinlich eine deutsche Bearbeitung von Joseph Cowdins "Description and testimonials of the patent locomotive steam double pile driving and railway grading machine, together with statistics giving the square miles of territory and the population of each state in Europe and America..." (London 1842). "Der Oberst Cowdin scheint zuerst den Dampf zum Rammen benutzt zu haben. Mit seiner 'Bruder Jonathan' genannten Dampframme, die zuerst bei Eisenbahnbauten in Amerika verwendet wurde, können zwei Pfähle zu gleicher Zeit eingeschlagen werden. Das Rammgestell besteht aus zwei gewöhnlichen größeren Kunstrammen, die auf einem Schienengleis beweglich sind." (Darmstaedter S. 421). – Titel mit 2 alten Bibl.-Stempeln, hinterer Spiegel mit Abgabestempel. Papierbedingt gebräunt und stockfleckig.
Bregeaut, Rémy-Louis
Vollständiges Handbuch für Lithographen
Los 325
Schätzung
750€ (US$ 862)
Bregeaut, R(émy)-L(ouis). Vollständiges Handbuch für Lithographen. Nebst praktischer Anweisung bei verschiedenen Manieren in der Steindruckerei etc. für Steinbereiter, Steinzeichner, Steindrucker und Liebhaber dieser Kunst. Aus dem Französischen. Zweite vermehrte Ausgabe. 160 S. (ab S. 156 Anzeige). Mit 19 Abbildungen auf 6 gefalteten lithographischen Tafeln. 15 x 9 cm. Modernes Halbleder (Deckel leicht berieben) mit goldgeprägtem RSchild unter Verwendung der Deckel d. Z. Ulm, J. Ebner, 1829.
Engelmann S. 50. Kampmann S. 11. Vgl. Bigmore-Wyman I, 80 (nur spätere franz. Auflagen). Bibl. des Börsenvereins I, 70. Winkler Nr. 171. – Einzige deutsche Ausgabe nach der zweiten Auflage des "Manuel théorique et pratique du dessinateur et de l'imprimeur lithographe" (Paris 1827). Die erste französische Ausgabe war 1827 mit nur 144 Seiten erschienen, die zweite Ausgabe wurde wesentlich erweitert. Die Illustrationen zeigen Geräte für die Herstellung der lithographischen Farben und Kreide, Zubehör des Druckers sowie vier verschiedene Pressen, darunter eine zum Satinieren. Der Verleger Johann Friedrich Ebner (1748-1825) hat 1810 die vom "Pionier der Lithographie" (B. Fischer), Gottlob Heinrich Rapp, 1807 in Stuttgart gegründete Steindruckerei übernommen und ließ sie von seinem Sohn Karl Ebner (1779-1852) betreiben. – Vorsätze leimschattig, Innen am Gelenk durchweg mit unterschiedlich großen Wurmgängen (teilweise restauriert). Selten.
Buchanan, Robertson. An essay on the teeth of wheels, comprehending principles, and their application in practice, to millwork and other machinery. 2 Bl., II S., (V)-IX, Seite 11-184. Mit zahlreichen Holzschnitten im Text und 2 (1 gestochenen) gefalteten Tabellen. 20 x 12,5 cm. Blauer Pappband d. Z. (berieben und bestoßen) mit goldgeprägtem RSchild. London, William Savage, 1808.
Goldsmiths'-Kress 19625. Vgl. Matschoss S. 34 u. Poggendorff I, Sp. 327. – Der Band enthält den Erstdruck des ersten Essays aus Buchanans dreibändigem, wichtigen Hauptwerk "Practical Essays on Millworks and other Machinery" (London 1814; zweite Ausgabe überarbeitet von Thomas Tredgold 1823; dritte überarbeitet von George Rennie 1841). Er enthält die folgenden Kapitel: 1. Of the Principles of the Configuration of the Teeth of Wheels. 2. Of the Application of the Principles of the Configuration of the Teeth of Wheels. 3. Supplementary Observations. Es folgen Appendix A: "A Practical Inquiry respecting the Strength and Durability of Teeth of Wheels used in Millwork" u. Appendix No. II: "On the Use of Charts, and some further Explanations ..." (dieser fehlt in vielen Exemplaren u. auch im von Google u.a. digitalisierten Exemplaren, die nur 164 S. abbilden). R. Buchanan (1770-1816) war als "civil engineer" in Glasgow tätig und hatte sich vor allem auf den Bau von Wassermühlen konzentriert. Peter Nicholson (1765-1844) "was one of the leading intellects behind nineteenth-century building technology. He used his great ability as a mathematician to simplify many old formulae used by architectural draughtsmen as well as to devise new ones." (Colvin: Architects 3rd ed. S. 705). – Bibliotheks-Vermerke auf Vorsatz. Titel mit Stempel der "K. Oberbergamtsbibliothek, Halle". Einige Lagen stärker gebräunt, vereinzelt mit kleinen Einrissen und leicht gewellt, sonst gutes Exemplar.
Buerbaum, Joseph. Die elektro-magnetische Telegraphie mit besonderer Berücksichtigung der ausgeführten Telegraphen-Systeme. XI, 192 S. Mit 9 (8 gefalteten) lithographischen Tafeln. 22 x 14 cm. Neuer Pappband mit montiertem OVorderumschlag. Berlin, Th. Chr. Fr. Enslin, 1851.
Ronalds Libr. 88. – Einzige Ausgabe. Seite zwölf bis dreiundsechzig mit der Theorie der Elektrizität, ab Seite vierundsechzig die Beschreibungen zahlreicher elektro-magnetischer Apparate, darunter Blitzableiter, Zeiger-Telegraphen (u. a. von Charles Wheatstone, Samuel Morse, Gustav Ephraim Kramer und Emil Stöhrer), Wecker-Glocke, Schreib- und Magnet-Telegraphen sowie der "Zeiger-Telegraph nebst Wecker von Siemens und Halske", wohl eine Fortentwicklung des 1846 von W. von Siemens entwickelten Zeigertelegraphen mit Selbstunterbrechung (vgl. Darmstaedter S. 494). Der Verfasser war Oberlehrer in Dorsten, später dann auch in Paderborn und Coesfeld (Raßmann I, S. 52). Die Tafeln mit interessanten Detaildarstellungen. – Gering stockfleckig. Ränder leicht gebräunt. Unbeschnitten.
Bühler, Georg Christian Wilhelm
Der laufende Schwamm in den Gebäuden
Los 328
Schätzung
100€ (US$ 115)
Bühler, Georg C. W. von. Der laufende Schwamm in den Gebäuden, seine Entstehung, seine Vertilgung und die sichersten Mittel, sein Hervorbrechen zu verhindern. VIII, 228 S., 1 Bl. 19 x 12 cm. Halbleinend. Z. (berieben, bestoßen und oberes Kapitel mit kleinem Einriss). Stuttgart, E. Schweizerbart, 1845.
Engelmann, Suppl. S. 16. Malberg S. 100. – Einzige Ausgabe. G. C. W. von Bühler (1797-1859) war als Ulmer Kreisbaurat einer der ersten, der eine Trassenplanung für eine Eisenbahn von Stuttgart nach Ulm vorlegte. Als er sich mit seinem Projekt jedoch nicht durchsetzen konnte, widmete er sich als Oberbaurat im Innenministerium anderen Fragen. In vorliegendem Werk beruft er sich auf seine 25jährige Erfahrung in Fragen der Schwammbildung, die er unter botanischen wie auch technischen Aspekten behandelt. Abschließend geht er auf Untersuchungen anderer Schriftsteller ein, darunter J. J. Salberg, D. G. Huth, H. L. Manger, D. Gilly, W. G. Bleichrodt u. M. H. G. Tölken. – Etwas finger- und braunfleckig.
Cancrin, Franz Ludwig
Beschreibung der vorzüglichsten Bergwerke in Hessen, in dem Waldekkischen, an dem Haarz (!), in dem Mansfeldischen, in Chursachsen, und in dem Saalfeldischen
Los 329
Schätzung
1.500€ (US$ 1,724)
Cancrin, Franz Ludwig. Beschreibung der vorzüglichsten Bergwerke in Hessen, in dem Waldekkischen, an dem Haarz (!), in dem Mansfeldischen, in Chursachsen, und in dem Saalfeldischen. 8 Bl., 429 S., (1 S. Verbesserungen), 1 weißes Bl. Mit gestochener Titelvignette und 11 gefalteten gestochenen Tafeln von H. Cöntgen, Mainz, und J. C. Back. 23,5 x 18,5 cm. Halbleder d. Zt. (Beschabt, Ecken etwas bestoßen) mit RSchild und -vergoldung sowie Marmorpapiervorsätzen. Frankfurt am Main, Andreäische Buchhandlung, 1767.
Reichardt I, 23f. Koch 91 und 85. - Vgl. ADB III, 741, NDB III, 118f. und DSB III, 41f. – Einzige Ausgabe des zweiten Werkes des bekannten Berg- und Hüttenmannes Cancrin. Es ist das Ergebnis einer Reise, die Cancrin nach Abschluss seiner bergmännischen Ausbildung und seines Jurastudiums 1762 unternommen hatte. Er beschreibt insgesamt achtzehn Bergwerke, darunter die Silber- und Kupferwerke in Frankenberg, Rammelsberg, Zellerfeld, Freiberg, Annaberg und Saalfeld, die Schieferwerke bei Godelsheim, Thalitter, Riegelsdorf, Sangerhausen und in der Grafschaft Mansfeld, die Eisenbergwerke bei Hohenkirchen, Homberg und Schmalkalden sowie die Steinkohlenbergwerke bei Germerode am Weisener und bei Wettin. Die Tafeln mit 76 instruktiven technischen Detaildarstellungen u.a. der Förderanlagen. Cancrin (1738-1816), der später in Russland als Leiter der Saline von Staraja bei Nowgorod tätig gewesen ist, gilt als einer der profiliertesten Hüttenmänner und Bergbaufachleute des ausgehenden 18. Jahrhunderts. – Nur vereinzelt leicht stockfleckig. 4 Ecken alt ergänzt.
Cornish's Guide and Companion
to the London and Birmingham Railway
Los 330
Schätzung
300€ (US$ 345)
Cornish's Guide and Companion to the London and Birmingham Railway, containing an account of all the towns on or near the line ... the company's charges for conveyance; time of starting each train. V (recte IV), Seite (3)-18, 65-72, (5)-90, 2 Bl. Mit 1 mehrfach gefalteten gestochene Karte mit 3 Ansichten und gefaltetem Fahrplan. 14 x 9 cm. Leinen mit goldgeprägtem DTitel. (Rücken verblasst, der empfindliche Einband mit nur geringen Gebrauchsspuren). London, S. Cornish, 1839.
Haskell 1268 und 1269. Ottley 6467 und 6452. – Sammelband mit Beschreibungen, Fahrplänen und weiteren Informationen zu drei frühen englischen Eisenbahnlinien, erschienen noch im Jahrzent der Eröffnung der ersten Strecke von Liverpool nach Manchester 1830. Die nicht kolorierte Karte der Strecke London-Birmingham mit Darstellung eines Zuges sowie der beiden Endbahnhöfe. Die zweite Karte mit dem Plan der Grand Junction Railway und ebenfalls der Darstellung eines Zuges. Interessant sind auch die umfangreichen Anzeigenteile. – Hinterer Spiegel mit Besitzvermerk "June 4 1939 / Pt. Stanley". Durchweg leicht gebräunt, vereinzelt etwas stockfleckig. 1 Karte etwas knittrig u. wie auch der Stadtplan mit größerem Einriss. – Beigebunden: Cornish's Guide and Companion to the Grand Junction and the Liverpool and Manchester Railways, containing also the stranger's guide to Liverpool and Manchester, and an account of Birmingham ... the company's charges from one station to another ... time of departure and arrival of each train. Third Edition, Enlarged and considerably Emproved. (V)-VIII, (5)-10, 15-60, 25-140 (recte 104), (141)-216 S. Mit 1 mehrfach gefalteten kolorierten gestochenen Karte mit 2 Darstellungen und 1 mehrfach gefalteten gestochenen Plan von Liverpool. Ebda. 1839.
Dublessy, Joseph
Le guide indispensable du voyageur sur les chemins de fer de la Belgique
Los 332
Schätzung
200€ (US$ 230)
Duplessy, J(oseph). Le guide indispensable du voyageur sur les chemins de fer de la Belgique. 2 Bl., 264 S. Mit 1 gefalteten grenzkolorierter lithographischen Karte, 5 gefalteten lithographischen Stadtplänen und 1 gefaltete Tabelle. 17,5 x 11,5 cm. Gelber OUmschlag (mit leichten Gebrauchsspuren). Brüssel, E. Landoy, 1840 (überklebt: 1841).
Haskell 1504 (nur 220 S., ohne Standort; vgl. auch 2215 die Ausgabe von 1843 mit 278 S.) Vgl. Hoeltzel 61. Goldsmiths'-Kress 34327.8 (Ausgabe 1845). Röll I, 434. – Titelauflage der wohl ersten Ausgabe dieses Reiseführers auf den belgischen Eisenbahnen (Umschlag mit gedrucktem Hinweis: "Nouvelle Édition. 2 Francs." u. Jahr 1841). Seite 10-36 enthalten allgemeine Hinweise zu den belgischen Bahnen, Seite 37-44 mit einem Verzeichnis der Abfahrtszeiten gültig ab 21. November 1840 (1 eingefaltetes Blatt mit "Changement d'heures" gültig ab 21. Februar 1841) angeklebt). Seite 49 bis 63 enthalten ein umfangreiches Preisverzeichnis für Waren- sowie Personentransport in 3 Klassen. Anschließend der Touristen-"Guide", der immer wieder mit eisenbahnspezifischen Angaben zu den einzelnen Strecken angereichert wird. Das Eisenbahnnetz Belgiens, am 5. Mai mit der Strecke Brüssel-Mecheln eröffnet, umfasste im Mai 1840 gut 320 km. Mit Plänen von Brüssel, Antwerpen, Gent, Brügge und Lüttich. J. Duplessy (1780-1860) hat noch weitere "Guides" für französische Strecken verfasst. Enthält Abfahrtszeiten von Brüssel u.a. Orten. Ein absolut frühes Beispiel für einen "Minifahrplan" für die Brieftasche. – Stempel und Exlibris von "Dr. Lahnstein, Stuttgart". Etwas stockfleckig, eselsohrig und gelockert. Ohne das separat gelieferte "Album pittoresque" (mit 12 Ansichten). – Dabei: Départs des convois du chemin de fer à dater du 1er juillet 1841. Période d'été. Courtrai, Impr. Jaspin Frères et Soeurs, (1841). 1 gefaltetes Blatt auf rosa Papier. 12 x 6 cm.
Duhamel du Monceau, Henri-Louis
Du Transport, de la Conservation et de la Force des Bois
Los 333
Schätzung
400€ (US$ 460)
Duhamel du Monceau, (Henri-Louis). Du Transport, de la Conservation et de la Force des Bois. XXXII, 556 S. Mit gestochener Kopfvignette von B. L. Prevost und 27 gefalteten gestochenen Tafeln. 23 x 18,5 cm. Halbleder d. Z. mit RSchild (etwas berieben und bestoßen. Rückengelenk mit kleiner Wurmspur und angeplatzt). Paris, L. F. Delatour, 1767.
Poggendorff I, 618. – Einzige Ausgabe. Umfassendes Werk über alle Aspekte der Behandlung des Holzes nach dem Schlagen: Transport, Lagerung und (künstliche) Trocknung. Kapitel 4 über die Verwendung des Holzes im Schiffsbau, Kapitel 5 über Stärke und Festigkeit von ganzen sowie zusammengefügten Balken. Dieses Kapitel enthält auch Angaben zu den Versuchen, die Jean-François Charpentier de Cossigny (1690-1778) auf der Isle de France (Mauritius) gemacht hatte. Die Tafeln geben in detaillierter Darstellung Methoden zu Transport, Lagerung, Trocknung und Verarbeitung des Holzes. - Duhamel du Monceau (1700-1782) begann seine wissenschaftliche Karriere mit chemischen Untersuchungen. "But other interests, primarily botany and agronomy, occupied most of his remaining working life. One of these interests was in the cultivation and use of timber... and in 1732 he was appointed 'inspecteur général de la marine', with the understanding that his duties would include supervising the timber to be used in the French navy. His experiences in this position led to several studies published in the 1740's on the structural properties of wood and on management of tree stands..." (DSB IV, S. 223f). Bei vorliegendem Werk handelt es sich um eine späte Frucht dieser Arbeiten. – Leicht wellig, Oberkante deshalb vereinzelt etwas angestaubt.
Eckhardt, Antoine Georges
Beschouwende vergelijking tusschen de watermolens met hellende en met staande schepraders
Los 334
Schätzung
500€ (US$ 575)
(Eckhardt, Antoine Georges). Beschouwende vergelijking tusschen de watermolens met hellende en met staande schepraders... Tweede Druk, vermeerderd met verscheidene belangrijke Stukken en Bijlagen.143 S. Mit 3 (1 bez. A(ntoni) Zurcher) gefalteten gestochenen Tafeln gedruckt in hellbraun. 21,5 x 12,8 cm. Pappband d. Z. (bestoßen und beschabt) mit geprägtem rotem Glanzpapierbezug, goldgeprägtem RTitel und Marmorpapiervorsätzen. Den Haag, J. Allart, 1816.
Bierens de Haan 1296 (Anm.). Nieuw Nederl. Biogr. Woordenboek VI, S. – Zweite Ausgabe, gegenüber der ersten Ausgabe, die 1778 im Quarto-Format (IV, 34 S.) erschienen war, vor allem im Anhang erweitert. Eckhardt (ca. 1740-1812) war seinerzeit ein bekannter Wasserbauingenieur, der in diesem Werk eine seiner Erfindungen, ein schräg liegendes Wasserrad vorstellt. Mit diesem wurde Wasser aus Kanälen nach oben "gepumpt", um das Trockenlegen des Landes zu unterstützen. Der Text enthält vergleichende Untersuchungen mit "normalen" Wasserrädern. Unter den Beilagen finden sich Auszüge aus Memoranden über Eckhardts Erfindung u. a. von dem bedeutenden Wasserbauingenieur C. Brunings (Brünings), den Mathematikern B. J. Douwes u. H. Aeneae. In die vorliegende Ausgabe aufgenommen wurden Beiträge von M. van Marum, J. N. S. Allamand, J. Rennie u. C. Brunings jun., die erst nach 1778 geschrieben worden sind. F. J. Eckhardt war der Bruder von G. A. Eckhardt. Die Abb. sind von Antoni Zurcher (um 1754/55-1837) neu gestochen und gegenüber der ersten Ausgabe in Details verändert. – Vorsatz mit Namenseintrag A. G. Eckhardt.
Eiselen, Johann Christoph
Handbuch oder ausführliche theoretisch-praktische Anleitung zur nähern Kenntniß des Torfwesens und Vorbereitung der Torfmoore, Behuf der nutzbarsten Anlage und Betrieb einzelner Torfgräbereyen
Los 335
Schätzung
300€ (US$ 345)
Eiselen, Johann Christoph. Handbuch oder ausführliche theoretisch-praktische Anleitung zur nähern Kenntniß des Torfwesens und Vorbereitung der Torfmoore, Behuf der nutzbarsten Anlage und Betrieb einzelner Torfgräbereyen. 2 Bände. I; 2 Bl., X S., 1 Bl. Verbesserungen, 444 S. II; 1 Bl., XIII S., 350 S. (die S. 321, 323 und 325 als gefaltete Tabellen). Mit 11 mehrfach gefalteten gestochenen Tafeln (2 von C. L. Barensprung und 1 von P. H. nach Eiselen) und 1 gefaltete Tabelle in Bd. I. 19 x 11,5 cm. Pappbände d. Zt. (Ecken bestoßen, Rücken verfärbt, Deckel etwas wasserfleckig) mit handschriftlichem RSchild. Berlin, W. Vieweg, 1802 und 1811.
Goldsmiths'-Kress 18443.4 (nur Bd. 1). Güntz II, 261 (nur Bd. 1). Engelmann: Bibl. oec. 70. Kat. Der reale Nutz (Berlin 2001) V, 11, a (mit ganzseitiger Abb.). – Bd. I als "zweite, sehr vervollständigte Ausgabe". Bd. II in erster Ausgabe und mit separatem Titel: "Belehrung über die Mittel und Geschirre, zum Wirtschaftlichsten, unter allen Umständen zulässigen Transport des Torfes aus den Mooren bis zum festen Wege...". Das umfassendste Werk zum Torfwesen aus der ersten Hälfte des 19. Jahrhunderts in der maßgeblichen Ausgabe, die in Bd. I um 7 Bogen, 1 Kupfer und ein ausführliches Register vermehrt worden ist. Bd. I über Moorarten, die notwendigen Geräte und Arbeiter, das Torfgraben, das Trocknen des Torfes, die Herstellung von Preß- und Streichtorf, den Nutzen des Torfbaues im Allgemeinen und für Preussen im Besonderen sowie über die Urbarmachung durch den Buchweizenanbau. Die Tafeln mit Grundrissen der Torffelder, mit Darstellungen von Werkzeugen, Hohlhaufen und Grund- und Aufrissen eines Torfmagazins. Von großem Interesse sind in Bd. II vor allem Abt. 3 und 4 über auf Schienen fahrende (Pferde)-Wagen zum Torftransport (S. 91-285 und Taf. 3 und 4 mit Abb. von zwei Wagen sowie des Schienensystems inkl. einer Drehscheibe). Der preussische Bergrat Eiselen (1752-1816) "hat sich um die Gewinnung des Torfs und dessen Verwendung zu technischen Zwecken vielfache Verdienste erworben. Seine bezüglichen Schriften fanden als lehrreiche und werthvolle Anleitungen allgemeine Anerkennung. Sie bildeten lange Zeit die besten litterarischen Leistungen auf diesem Gebiete." (ADB V, S, 763). – Gering stockfleckig. Einige Tafeln mit leichten Randbeschädigungen. Titel mit altem schwer lesbarem Bibl.-Stempel und -vermerk (Behörde oder Amt in Immenstadt). 1 Vorsatz mit kleinem Eintrag mit Kugelschreiber.
Exner, Wilhelm Franz
Beiträge zur Geschichte der Gewerbe und Erfindungen Oesterreichs von der Mitte des XVIII. Jahrhunderts bis zur Gegenwart
Los 336
Schätzung
400€ (US$ 460)
Exner, Wilhelm Franz (Redakteur). Beiträge zur Geschichte der Gewerbe und Erfindungen Oesterreichs von der Mitte des XVIII. Jahrhunderts bis zur Gegenwart. 2 Bände. 1; 5 Bl., 558 S., 1 Bl. 2; 4 Bl., 279 S. Mit Holzstich-Vignetten zu Beginn der Kapitel. 22,5 x 14 cm. Grüne OLederbände (Rücken gebräunt, gering berieben), mit reicher RVergoldung, doppelter goldgeprägter Filete auf beiden Deckeln, ornamentale Eckstücke in den Mittelfeldern sowie Blindprägung auf Rücken, Deckeln und Innenkanten mit dreiseitiger Goldschnitt. Wien, W. Braumüller, 1873.
ÖBL I, 276. NDB 4, 703. – Erschienen zur Weltausstellung in Wien 1873. Erster Band: Rohproduction und Industrie. Zweiter Band: Ingenieur-Wesen, Wissenschaftliche und musikalische Instrumente, Unterricht. Mit Beiträgen verschiedener Fachleute u.a. über Bergbau, Landwirtschaft, Chemische Industrie, Papierindustrie, Graphische Industrie sowie Holzindustrie (von Exner, der ein ausgewiesener Fachmann für dieses Thema gewesen ist). Exner (1840-1931) war Professor für mechanische Technologie, wurde 1879 Direktor des Gewerbemuseums in Wien und gilt als einer der wichtigsten Technikhistoriker seiner Zeit. Exemplar einer besseren Ausgabe in Ganzleder, gebunden von der Wiener Bucvhbinderei von Michael Schlöps. – Text gebräunt.
Eytelwein, Johann Albert
Beschreibung der Erbauung und Einrichtung einer vereinigten Brauerei und Branntweinbrennerei auf dem Lande
Los 337
Schätzung
400€ (US$ 460)
Eytelwein, J(ohann) A(lbert). Beschreibung der Erbauung und Einrichtung einer vereinigten Brauerei und Branntweinbrennerei auf dem Lande. 68 S. Mit 4 gefalteten gestochenen Tafeln von L. Serrurier und S. Halle. 23 x 19 cm. Pappband d. Zt. (Rücken verblasst und mit Bibl.-Schild) mit RSchild. Berlin, F. T. la Garde, 1802.
Engelmann 94. Schoellhorn 282. Vgl. Matschoss 69. ADB VI, 462ff. NDB IV, 714 und DSB IV, S. 501f. – Einzige Ausgabe. Nach einer kurzen Einführung in den Arbeitsablauf einer Brauerei widmet sich Eytelwein dem eigentlich Bauvorgang und erläutert ausführlich die beigefügten Illustrationen (S. 14-31). Anschließend geht er auf die Größenverhältnisse von Räumen und Braugefäßen ein (S. 32-43). Abschnitt 4 über die zu veranschlagenden Kosten. Die Tafeln mit Grundriss, Ansichten, Schnitten sowie Details. – Beschabt und bestoßen. Gelockert und vor allem im Bund etwas stockfleckig.
Fairlie, Robert Francis
Die richtige Praxis der Schmalspurbahnen
Los 338
Schätzung
200€ (US$ 230)
Fairlie, Robert Francis. Die richtige Praxis der Schmalspurbahnen. Nach dem englischen Werke "The Battle of the Gauges Renewed" und mit einem Anhange vermehrt. Ins Deutsche übertragen von A. Brunner. 5 Bl., 120 S. Mit 1 gefalteten Holzschnitt-Tafel, 1 doppelblattgroße lithographische Tafel und 3 gefalteten lithographischen Tabellen. 22 x 15 cm. Bibl.-Halbleinen d. Zt. (Rücken verblasst und mit Bibl.-Schild). Zürich, Schabelitz (Caesar Schmidt), 1873.
Matschoss 72. Preuß-Preuß: Lex. Eisenbahn 124ff. Sichler 75. – Einzige autorisierte deutsche Ausgabe. Robert Fairlie (1831-1885) entwickelte eine der ersten Doppeldampflokomotiven, die 1865 in Dienst gestellt worden ist. Ihre besonderen Vorzüge lagen in der guten Verwendbarkeit, scharfe und geneigte Krümmungen zu befahren. In den letzten Jahrzehnten des 19. Jahrhunderts wurden Lokomotiven nach seinem Prinzip vor allem in Chile, Mexico und Russland erfolgreich eingesetzt. Im Gegensatz zur englischen Ausgabe werden in der deutschen Ausgabe nur "allgemein vergleichbare Thatsachen und Erfahrungen" abgehandelt. Andererseits wurden in einem Anhang u.a. Fairlies Bemerkungen über M. M. von Webers Schrift "Die Praxis des Baues und Betriebes der Secundärbahnen" beigegeben. - Ottley 3668 (Anm.) – Etwas stockfleckig, mehrfach gestempelt.
Festschrift zum hundertjährigen Jubiläum der Königl. Sächs. Bergakademie zu Freiberg am 30. Juni 1866. Mit farbig lithogr. Titel, 1 Bl., 336 S. Titelbl. 26 x 18 cm. Illustr. OHalbleinen (bestoßen). Dresden, C. C. Meinhold, (1866).
Einzige Ausgabe. Enthält die folgenden Aufsätze: Anonym: Die Geschichte und jetzigen Verhältnisse der Bergakademie; Karl Johann A. Th. Scheerer: Das bergmännische Studium; Ueber die chemische Constitution der Plutonite; Bernhard von Cotta: Die Steingruppe im Hofe der Bergakademie; Karl August Junge: Ueber den Unterricht in der praktischen Markscheidekunst; Hieronymus Theodor Richter: Das Löthrohr und seine Anwendung bei chemischen, mineralogischen und docimatischen Untersuchungen; Carl Gottlieb Gottschalk: Verzeichnis Derer, welche seit Eröffnung der Bergakademie bis zum Schluss des ersten Säculum's auf ihr studirt haben; Friedrich Constantin von Beust: Das Freiberger Berg- und Hüttenwesen vor 100 Jahren und jetzt. – Gelenke innen geklebt, außen restauriert. Leicht gebräunt, einige Blatt im Gelenk nicht fachmännisch geklebt. – Beiliegend: Gedruckte Einladung zur Jubiläumsfeier sowie gedruckte Mitteilung über die Überreichung der Festschrift (beide mit hs. Ergänzungen) für Richard Frhr. von Friesen (1808-1884), seinerzeit Mitglied der Landeskommission. Ein Blatt mit eigenhändiger Notiz.
Feyrer, Alois v.
Der Locomotivbau in den Vereinigten Staaten von Nordamerika
Los 340
Schätzung
150€ (US$ 172)
Feyrer, Alois von. Der Locomotivbau in den Vereinigten Staaten von Nordamerika. VI S., 1 Bl., 112 S. Mit 1 gefalteten Tabelle, 8 gefalteten fotolithografierten Tafeln und 34 Abb. im Text. 23,5 x 15 cm. Halbleinen d. Zt. (Beschabt und etwas bestoßen). Wien, Faesy & Frick, 1877.
Neuner 481. Metzeltin, Bahn, 1225. – Bericht über die Weltausstellung in Philadelphia 1876. Hrsg. von der Oesterreichischen Commission... XVI. Heft. Einzige Ausgabe. Der erste Abschnitt enthält grundlegende Kapitel zu Kessel, Gestell, Maschine u. Tender, im zweiten Abschnitt werden die ausgestellten Lokomotiven sowie einige nicht ausgestellte beschrieben. Mit Detaildarstellungen sowie Längs- und Querschnitten. Vorsatz und Titel mit handschriftl. Besitzvermerk "Helmholtz", d.i. der bekannte Lokomotivkonstrukteur Richard von Helmholtz (1852-1934). – S. 112 unten mit Stempel "R. v. Helmholtz-Stiftung". Tafeln mit einigen Bildzuordnungen in Bleistift, sehr wahrscheinlich auch von Helmholtz, Vorsatz und Titel mit Namenszug "Helmholtz". Leicht gebräunt, etwas finger- und stockfleckig. Tabelle mit kleinem Einriss.
Flachat, Stéphane. L'Industrie. Exposition de 1834. 160 S. Mit gestochenem Titel und 38 Kupferafeln. 27,5 x 18,5 cm. Marmoriertes Halbleder d. Zt. (Rücken beschabt, Kanten bestoßen) mit goldgeprägtem RTitel und reicher RVergoldung. Paris, (L. Tenré und H. Dupuy), 1834.
Carpenter 13. Goldsmiths'-Kress 28505.16. – Dieser Band ist als früher Ausstellungskatalog besonders deshalb interessant, da er einer der ersten reich illustrierten ist. Die ersten drei Tafeln zeigen die Ausstellungsgebäude, die übrigen technische "Wunderwerke" der Zeit (Jacquart-Maschine, Eisenbahn Manchester - Liverpool, Hängebrücke, Tunnel unter der Themse, Dampfomnibus) sowie Exponate: Vasen, Kamineinfassungen, Porzellan, Gläser, Biedermeier-Möbel, Maschinen sowie Tapisserien. Der Beschreibung der Exponate ist eine ausführliche Einleitung vorangestellt. Den Abschluss bildet eine Liste der Preisträger. Es gibt auch andere Ausgaben mit einer vierseitige Titelei. – Erstes weißes Vorblatt entfernt, vorderes Innengelenk offen. Ränder leicht gebräunt.
Fleuret
L'art de composer des pierres factices aussi dures que le caillou
Los 342
Schätzung
1.000€ (US$ 1,149)
Fleuret. L'art de composer des pierres factices aussi dures que le caillou, et Recherches sur la manière de bâtir des Anciens, sur la préparation, l'emploi et les causes du durcissement de leurs mortiers. 1 Bl., 298 S., 1 w. Bl. Mit 32 (28 doppelblattgroßen, 4 gefalteten, 2 von Adam nach Fleuret) Kupfertafeln. 28 x 21,5 cm. Marmoriertes grünes Halbleder d. Zt. (Ecken mit größeren Fehlstellen, Deckelbezug teils unvollständig) mit goldgeprägtem RTitel und RVergoldung. Paris, Magimel, 1807.
Vgl. Karmarsch 491. Nicht bei Poggendorff, Monglond u.a. – Einzige Ausgabe des Werkes über die Herstellung und Verwendung von Zement und Beton. Fleuret (ca. 1755-1817; "ancien Professeur d'Architecture de l'École royale militaire de Paris") beruft sich außer auf Vitruv vor allem auf die "Recherches sur la préparation que les Romains donnaient à la chaux" (Paris 1777) von Polycarpe de La Faye. Dieser hatte als einer der ersten eine ausgiebige Beschreibung antiker Bautechniken sowie der Herstellung künstlicher Steine und der Verwendung des Zementes geliefert. Fleuret berichtet aber auch über seine eigenen Arbeiten bei der Herstellung künstlicher Steine, die er um 1800 in seiner eigenen Fabrik in Pont-à-Mousson durchgeführt hat. Er geht auf die Materialien (Kalk, Sand, Wasser) ein und beschreibt die notwendigen Einrichtungen einer Fabrik. Ab Kapitel 13 beschreibt er Mauerverbände, Straßen u. andere Arbeiten der Römer, ab Kapitel 20 seine eigenen Verfahren zur Herstellung künstlicher Wasserröhren einschließlich der verwendeten Geräte und Maschinen sowie die Konstruktion und Verlegung der Wasserleitungen (inklusive Überquerung eines kleinen Flusses). Abschließend über Bassins, Cisternen, Pumpen sowie farbige Mosaike aus Kunststeinen. "As a whole the work forms an interesting episode in the history of building construction" (Elton cat. 6, 211). – Vereinzelt gering stockfleckig. Eine Tafel knapp beschnitten (Verlust des Rahmens).
Fölsch, August
Erinnerungen aus dem Leben eines Technikers
Los 343
Schätzung
200€ (US$ 230)
Fölsch, Aug(ust). Erinnerungen aus dem Leben eines Technikers. Fragmente seinen Freunden gewidmet. Mit Bildnis des Verfassers. Als Manuskript gedruckt. 235 S. Mit montierter OFotografie als Frontispiz. 22 x 13,5 cm. OLeinen (leicht bestoßen). Hamburg, O. Meissner, 1889.
Schröder 1051. Neuner 569 und 1327. – Einzige Ausgabe. Fölsch (1824- nach 1889) ist nach seinen beruflichen Anfängen in Hamburg lange in Frankreich und Wien als Techniker tätig gewesen. Schwerpunkte seiner Arbeit waren Wasserversorgung und Eisenbahnbau. Er war beim Bau der Lyon-Avignon-Bahn, der Kaiserin Elisabeth-Bahn, der Vorarlberger Bahn und der Nördlichen Pacific-Bahn tätig. Die Befassung mit der Wasserversorgung Hamburgs und Wien führte ihn auf die Beschäftigung mit Theaterbränden. Der vorliegende Band enthält deshalb auch ein Verzeichnis von 936 Theaterbränden. – Etwas verzogen. Leicht gebräunt. Frontispiz mit zwei kleinen Einrissen.
Friedrich Georg August Prinz von Hessen
Neueste Erfindung zur bequemen und zweckmäßigen Feldequipage
Los 344
Schätzung
300€ (US$ 345)
(Friedrich Georg August Prinz von Hessen). Neueste Erfindung zur bequemen und zweckmäßigen Feldequipage für Officiere auch zum Theil für Reiseliebhaber eingerichtet. XVI, 119 S. Mit 10 gefalteten Kupfertafeln auf blauem Papier nach Zeichnungen des Verfassers und 2 gefalteten Holzschnitt-Tabellen. 17,5 x 10 cm. Neuer marmorierter Pappband im Stil d. Z. mit goldgeprägtem RSchild. O. O. u. Dr. 1794.
VD18 11478578. Holzmann-Bohatta VII, 3247 (dat. wohl falsch auf 1792). Vgl. Hess. Biographien, I, 493. – Einzige Ausgabe. In seiner Vorrede bezieht sich Prinz Friedrich auch auf die Schrift "Was ist jedem Officier während eines Feldzugs zu wissen nöthig?" (verfaßt von Heinrich Medicus, Karlsruhe 1788; vgl. Holzm./Boh. IV, 11778). Im übrigen beschreibt er die nötige Ausrüstung eines Offiziers, darunter Zelt, Klappbett, -tisch und -stuhl, Feld-Nachtstuhl (ebenfalls klappbar), Zeltofen, Kaffee- und "Bouteillen-Kasten", Feldküchenkasten, transportables Schreibkabinett, Packkarren sowie zahlreiche weitere kleinere und auf Reisen sowie im Feldzug nützliche Gegenstände des täglichen Bedarfs. Die Kupfer mit detailgetreuen Darstellungen dieser Dinge. Friedrich Prinz von Hessen (1759-1808) war Sohn des Landgrafen Georg Wilhelm undNeueste Erfindung zur bequemen und zweckmäßigen Feldequipage für Officiere auch zum Theil für Reiseliebhaber eingerichtet Schwager des Landgrafen Ludwig X., seit 1806 Großherzog Ludwig I. Seit 1767 war Prinz Friedrich in Hessen, Hannover und Frankreich als Offizier tätig, versuchte sich aber auch als Schriftsteller von Theaterstücken. – Tafeln in den Gelenken teilweise etwas eingerissen, Tafel 1 etwas knittrig und angeschmutzt.
Furttenbach, Joseph
Büchsenmeisterey-Schul, Darinnen die New angehende Büchsenmeister und Feurwercker
Los 345
Schätzung
900€ (US$ 1,034)
Furttenbach, Joseph. Büchsenmeisterey-Schul, Darinnen die New angehende Büchsenmeister und Feurwercker, nicht weniger die Zeugwartten, in den Fundamenten und rechten Grund der Büchsenmeisterey, auch allerhand Feurwercken (...) underwisen, und gelehrt werden. 7 Bl., 151 S. Mit gefalt. Frontispiz, 1 Porträtkupfer und 44 (8 doppelblattgr.) teils gefalt. Kupfertafeln. 31 x 20 cm. Halbleder d. Z. (stärkere Gebrachsspuren, Gelenke aufgeplatzt, oberes Kapital mit Fehlstelle, Ecken bestoßen) mit goldgeprägtem RTitel und dezenter RVergoldung. Augsburg, Schultes, 1643.
VD 17, 23:230397Z. Lotz S. 129. Honeyman Coll. 1388. Cockle 692. Bibl. Dt. Museum Libri Rari 109. Graesse II 647 (nur 43 Kupfer). Jähns II 998 und 1001. Philip F 130, 3. Vgl. Berliner Ornamentstichkat. 3294 und Lipperheide 3294. – Zweite erweiterte Ausgabe der unter dem Titel "Halinitro Pyrobolia" erschienenen Schrift. Für die Geschichte der damaligen Kriegstechnik wichtiges Werk. Wie bei den meisten Feuerwerksbüchern dieser Zeit werden die sogenannten "Lustfeuerwercke" und die dem Militär dienlichen Feuerwerke in einem Buch behandelt. – Vorderes fliegendes Vorsatzblatt ausgerissen. Durchgehend mal stärker, mal schwächer ausgeprägter Feuchtigkeitsfleck in der unteren rechten Ecke, von dem auch zahlreiche Tafeln betroffen sind. Wenig stockfleckig. Die ersten drei Blätter, darunter der gestochenen Kupfertitel, mit Einriss am unteren Rand
Garnier, F. Über die Anwendung des Bergbohrers, zur Aufsuchung von Brunnquellen und über die Art der Anlage der Brunnen in der Grafschaft Artois. Eine gekrönte Preisschrift. Aus dem Französischen übersetzt, und mit Zusätzen über die Bohrversuche auf Quellen, in den Gegenden von London und Wien, von Jos. Waldauf von Waldenstein. X, 180 S. Mit 20 mehrfach gefalteten lithographischen Tafeln. 20,5 x 13 cm. Halbleder d. Z. (Rückenschild etwas abgeplatzt, Rückendeckel mit etwas Wurmfraß) mit goldgeprägtem RSchild und RVergoldung. Wien, C. F. Beck, 1824.
Reichardt I, 41. Fromm 10336. – Erste deutsche Ausgabe. Die Tafeln zeigen größtenteils Werkzeuge und Geräte zum Brunnenbohren. Die "Zusätze" u. a. mit einer "Theorie der Quellen" und Ausführungen über das "Basin von Wien". – Vorsätze mit Leimschatten und Besitzvermerk.
Gaudard, Jules. Croquis de ponts métalliques. 2 Bl., 158 S., 1 leeres Bl. Mit 55 lithogr. Tafeln auf 28 Blatt. 30,5 x 23,8 cm. Neuerer Halbleinen. Paris, Béranger, (1901).
Sichler 87. e-HLS (Version 11/02/2005). – Einzige Ausgabe. J. Gaudard (1833-1917) war zwischen 1855 und 1865 als Eisenbahningenieur in der Schweiz und in Spanien tätig. Er baute u.a. die Eisenbahnbrücken über die Zihl in Yverdon und über die Rhone bei Saint-Maurice. Anschließend war er bis 1901 Prof. für Konstruktion in Lausanne. Vorliegendes Werk behandelt in seinen zwei Hauptteilen internationale Brücken aus Schmiedeeisen sowie ihre Montage. Die Tafeln mit über 500 Darstellungen, darunter vielen Konstruktionsdetails. Mit 4seitigem Register der behandelten Brücken. – Innengelenk offen zw.S.10-11..Text minimal gebräunt.
Gewerbe- und Kunst-Ausstellung. Düsseldorf 1880. 12 auf kräftigen Karton montierte OFotografien. 16,5 x 11cm. Lose in gold- u. schwarzgeprägter OLeinenmappe 8 (angeschmutzt). Photographische Anstalt von G. Overbeck (W. Otto), Düsseldorf, Schadow-Strasse 42. Düsseldorf, 1880.
Die Fotos zeigen den Stand von Haniel & Lueg, die Aussenanlagen und Gebäude (8), Innenansichten der Maschinenbauausstellung (2) sowie eine große Kanone. Kartons verso mit Hinweisen zur Photographischen Anstalt, die seinerzeit von Wilhelm Otto geführt worden ist (vgl. Düsseldorfer Adressbuch d. Zt.). – Fotos teils stärker verblasst.
Ginet, Nicolas
Traité et Tarif Général du Toisé des Bois de Charpente
Los 349
Schätzung
150€ (US$ 172)
Ginet, Nicolas. Traité et Tarif Général du Toisé des Bois de Charpente, Quarrés et Mi-Plats, en Grume, Cylindriques, à Pans, Courbes, & à Sections coniques; calcue suivant les Us Coútumes de Paris, & sur les longueurs effectives. 190 S., 1 Bl. Mit gestochenem Frontispiz, 2 Textkupfern, 12 gefalteten, gestochenen Tafeln und gefaltete Tabelle. 19,5 x 12 cm. Kalbsleder d. Z. (stärker bestoßen, vorderes Rückengelenk geöffnet) goldgeprägtem RSchild und RVergoldung. Paris, Prault u.a., 1760.
Einzige Ausgabe. Der Verfasser war "Arpenteur à la Maîtrise des Eaux & Forêts au Département de Paris" u. schreibt in 3 Kapiteln über Qualität, Alter u. Schnitt des Holzes, die unterschiedlichen Formate u. Maße sowie die Verwendung des Zimmerholzes beim Bau von Häusern, Kirchen, Mühlen, Brücken u. Weinpressen. Hierzu auch die Tafeln Mühlen (4), Brücken und Weinpressen (je 1). Das Frontispiz zeigt den Widmungsträger, den Forstwirt L.-François Duvaucel bei den Vermessungsarbeiten für eine neue Waldanlage im Jahr 1751, darunter Darstellungen von Handwerkern beim Bearbeiten von Holzbalken. Die abschließenden 190 S. mit den Tarifen. – Titel mit Namenszug "Halie", Spiegel mit zeitgenössischem Exlibris "Livre de la Bibliotheque de M. Halie". Stärker bestoßen, Gelenke geplatzt. Vorderer Vorsatz lose. Leicht gebräunt, 1 kleiner Wurmgang.
Gordon, Alexander
Historische und practische Abhandlung über Fortbewegung ohne Thierkraft
Los 350
Schätzung
800€ (US$ 920)
Gordon, Alexander. Historische und practische Abhandlung über Fortbewegung ohne Thierkraft, mittelst Dampfwagen auf gewöhnlichen Landstraßen. VI, 1 Bl., 324 S. Mit 15 (statt 14, laut Titel) ausfaltbaren Kupfertafeln und 1 gefalteten Tabelle zu S. 280. 20,5 x 12 cm. Pappband d. Zt. (beschabt und etwas bestoßen). Weimar, Landes-Industrie-Comptoir, 1833.
Neuner 326. Engelmann 123. Hoeltzel 66. Haskell 178. Ottley 305. – Einzige deutsche Ausgabe von "An Historical and practical treatise upon elemental locomotion ...", London und Edinburgh, 1832. Alexander Gordon (1802-1868) war Manager der Gaswerke in London und konstruierte später vor allem in den britischen Kolonien Leuchtfeuer und -türme, darunter das Morant Point Lighthouse an der Ostspitze von Jamaica, das erste gusseiserne Leuchtfeuer der westlichen Hemisphäre. In vorliegendem Werk behandelt er die Dampfmaschine im Allgemeinen und im Speziellen die Dampfkutschen sowie die Wege, auf welchen sie fahren können. Neben technischen Details auch mit schönen Aussenansichten von zwei Dampfkutschen. Die nicht nummerierte Tafel zeigt Details von Gurneys Dampfwagen. Selten im Handel erhältlich. – Titel verso mit "ungültig" überstempeltem Stempel, von dem nur noch zwei überkreuzte Hämmer zu erkennen sind. Leicht stockfleckig.
Grubb, Thomas
Correspondence concerning the Great Melbourne Telescope
Los 351
Schätzung
200€ (US$ 230)
Grubb, Thomas. Correspondence concerning the Great Melbourne Telescope. In three parts 1852-1870. Printed, for private circulation only, by order of the Council of the Royal Society. V S., 1 Bl., 45, 3 S.; 40 S.; 1 Bl., 59 S. Mit 6 (3 gefalteten, 2 lithographischen) Tafeln und einigen Textillustrationen. 21 x 13 cm. OHalbleinen (Einband beschabt und mit kleinen Fehlstellen im Bezug). London, Taylor and Francis, 1871.
Das "Great Melbourne Telescope" ist 1869 errichtet worden und war seinerzeit das zweitgrößte Teleskop der Welt und das größte der südlichen Hemisphäre. "Grubb's greatest achievement was his construction, at Charlemonts Bridge Works, of a forty-eight-inch equatorial cassegrainin reflector for Melbourne, Australia. This telescope, complete in 1867, was hailed as a triumph of engineering and optical skill. Intended for photography, it had several novel features, among them counterpoises to reduce the pressure of the polar axis on the bearings. But once on side, the instrument required almost constant adjustment and the mirrors of the speculum metal (through no fault of Grubb's) soon became tarnished. These defects and others temporarily destroyed confidence in this type of telescope and unfortunately delayed its development for some thirty years." (DSB 5, p. 562). Unter den Korrespondenten finden sich neben Grubb (1800-1878) auch James Nasmyth, Sir John Herschel und Sir Edward Sabine. Innendeckel mit Schild "Presented to The Observatory of Breslau by the Royal Society". – Einige kleine Wasserränder. Titel leicht gebräunt, mit schwacher Signatur und Stempelrasur.
[*]: Regelbesteuert gemäß Auktionsbedingungen. [^]: Ausgleich von Einfuhr-Umsatzsteuer.
* Alle Angaben inkl. 25% Regelaufgeld ohne MwSt. und ohne Gewähr – Irrtum vorbehalten.
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