Grüson, Johann Philipp
Vollständige Anleitung zur niedern, höhern und angewandten Mathematik
Los 261
Schätzung
150€ (US$ 172)
Grüson, Johann Philipp. Vollständige Anleitung zur niedern, höhern und angewandten Mathematik, in so fern solche sowohl dem Officier überhaupt, als auch dem Ingenieur, Artilleristen und Seemann unentbehrlich ist. 2 Bände. VII, 398 S., 11 Bl.; X, 654 S., 14 Bl. Mit 16 Kupfertafeln. 20,5 x 11,5 cm. Halbleder d. Z. (Deckel stärker berieben, Kanten leicht beschabt, Ecken etwas bestoßen) mit dezenter RVergoldung und goldgeprägtem rotem RSchild. Berlin, F. T. Lagarde, 1799-1800.
Poggendorff I, 963f. – Erste Ausgabe. Johann Philipp Grüson (1768-1857) war Professor für Mathematik in Berlin. Behandelt in Teil die Arithemtik und in Teil II "Longimetrie, Planimetrie, Stereometrie, ebene und sphärische Trigonometrie, Verwandlung und Theilung von Figuren, Feldmesen und Nivelliren, Berechnung der Gewölber, der Pontons, des Schiffraums und der Fässer" (Untertitel). – Stellenweise etwas fleckig, fl. Vorsatz mit altem Besitzeintrag. Dekorative Halblederbände.
Gütle, Johann Conrad
Die elegante Chemie oder Anweisung zur Bereitung derer zur Toilette gehörigen Parfüms
Los 262
Schätzung
400€ (US$ 460)
Handbuch der Parfümherstellung
Gütle, Johann Conrad. Die elegante Chemie oder Anweisung zur Bereitung derer zur Toilette gehörigen Parfüms, als: Verschiedene Arten auserlesener Schmink- und Abwischwasser und besonderer Hautreinigungsmittel, ingleichen Regeln zur Erhaltung der Schönheit und Gesundheit des Körpers. XXVIII, 2 Bl., 334 S., 1 Bl. 17,5 x 10,5 cm. Halbleinen 20. Jahrhundert (mit winzigen Gebrauchsspuren) mit Hs. RSchild. Ulm, J. Ebner, 1818.
Vgl. Kett Bd. 96, 177-228. Engelmann 130. Poggendorff I, 973. – Erste Ausgabe (eine zweite unveränderte Auflage erschien 1836). Ein im Vorwort angekündigter zweiter Band der "Eleganten Chemie" erschien 1821 mit dem Titel "Neueste Vorschriften für Destillateur, Brandtweinbrenner und Parfumerie-Fabrikanten" ebenfalls bei Ebner. Beide Bände gehören zu den selteneren Schriften des in Nürnberg tätigen Mechanicus, der vor allem durch seine Elektrisiermaschinen bekannt geworden ist. Gütle (1747-1827) beruft sich bei seinen Rezepturen u.a. auf die bekannten Chemiker Hermbstädt und Trommsdorff, hat jedoch auch eigene Herstellungsverfahren entwickelt und in Nürnberg einen schwunghaften (Versand-)Handel mit seinen Produkten betrieben. – Etwas stockfleckig, teilweise knapp beschnitten. Titel und letztes Blatt angeschmutzt.
Hagen, Karl Gottfried. Grundriß der Experimentalchemie. Zum Gebrauch bey dem Vortrage derselben. XVI, 389 S., 7 Bll. Mit gestochener Titelvignette und 2 (1 von C. Darchow) gestochenen, gefalteten Tabellen und 2 gefalteten Holzschnitttabellen. 19,5 x 11,5 cm. Marmoriertes Halbleder d. Z. (gering berieben, Ecken etwas bestoßen, Deckel mit kleinen Wurmspuren) mit 2 farbigen RSchildern und RVergoldung und Buntpapiervorsätzen. Königsberg und Leipzig, G. L. Hartung, 1786.
VD18 11406437. Poggendorff I, 992. Schelenz 564. Ferguson I, 358. NDB VII, 473. Hein-Schwarz I, 241. – Erste Ausgabe. "Bereits zu Lebzeiten als 'Schutzpatron der deutschen Pharmazie' (Martius) verehrt, hat Hagen die Emanzipation der Apothekerkunst zu einer selbständigen, naturwissenschaftlichen Disziplin in der Tat entscheidend gefördert: Einmal durch seine 53jährige Lehrtätigkeit ... Zum anderen durch seine insbesondere methodisch richtungweisenden Werke, wovon namentlich zwei über ein halbes Jahrhundert lang größten Einfluß ausgeübt haben: Sein in acht Auflagen verbreitetes und in mehrere Sprachen übersetztes 'Lehrbuch der Apothekerkunst'... ferner sein ebenfalls mehrfach erschienener 'Grundriß der Experimentalchemie', den Kant - zu dessen Tafelrunde H. gehörte - als 'ein logisches Meisterstück' bezeichnet hat" (Hein-Schwarz I, 240). – Eine Ecke mit leichtem Wasserrand, vereinzelt gering stockfleckig. Insgesamt ein schönes Exemplar.
Harsdörffer, Georg Philipp
Delitiæ philosophicæ et mathematicæ.Dritter Theil
Los 264
Schätzung
200€ (US$ 230)
Harsdörffer, Georg Philipp. Delitiæ philosophicæ et mathematicæ. Der Philosophischen und Mathematischen Erquickstunden. Dritter Theil. Teil III (von 3). 7 (von 8) Bl., 659 S., 18 Bl. Mit gestochenem Frontispiz, Holzschnitt-Druckermarke auf dem Titel, 2 (von 3) gestochenen Tafeln und zahlreichen, teils halbseitigen Textholzschnitten. Pergament d. Z. (stark fleckig, angestaubt und berieben). Nürnberg, Joh. Andreas Endter, 1653.
VD17 39:118097K. – Erste Ausgabe des dritten Teils. Georg P. Harsdörffer (1607-1658) befasst sich in seinem Werk mit allerlei Fragen zur Sternenkunde, Baukunst, Luft- und Wasserkunst, aber auch zur Tugendlehre. – Es fehlt eine Kupfertafel und das erste weiße Blatt. Papierbedingt gebräunt, etwas braun- und fingerfleckig, an manchen Stellen etwas feuchtrandig und mit wenigen Knickspuren.
Hellmann, Gustav (Hrsg.). Neudrucke von Schriften und Karten über Meteorologie und Erdmagnetismus. 4 Bände. Mit zahlreichen faksimilierten Tafeln und Textabbildungen. 23,5 x 19,5 cm. OHalbleinen (etwas berieben, Rücken lichtrandig) mit goldgeprägtem RTitel. Leipzig, W. Engelmann, 1896-1904.
Vorhanden sind: I. No. 5 Bauern-Praktik. II. No. 12 Wetterprognosen und Wetterberichte. III. No. 13. Meteorologische Beobachtungen. IV. No. 15 Denkmäler Mittelalterlicher Meteorologie. – Vorsätze mit Bibliotheksschild und Titel mit Bibliotheksstempel "Bibliothek der k. k. deutsch. techn. Hochschule Brünn". Innenglenke verstärkt. Teilweise papierbedingt gebräunt, und leicht stockfleckig.
Hoffmann, Georg Franz
Plantarum umbelliferarum genera eorumque characteres naturales secundum numerum
Los 266
Schätzung
800€ (US$ 920)
Hoffmann, Georg Franz. Plantarum umbelliferarum genera eorumque characteres naturales secundum numerum. Vol. I. P. I, II (alles Erschienene). 2 Bl., XXXIV S., 1 Bl. (Conspectus familiae), 222 S., 20 S. (Syllabus), 4 S. (Prospectus), 34 S., 1 Bl. (Erörterungen über Schirmpflanzen). Mit gest. Titel mit teilkolorierter Vignette und 5 gefalteten gest. Tafeln. 21 x 13 cm. Halblederband d. Zt. mit goldgeprägtem RTitel und geprägtem Bezugspapier (Ecken etwas bestoßen, Rückenschild gering berieben). Moskau, Typis N. S. Vsevolozskianis, 1816.
Pritzel 4140. Nissen 894. Junk: Rara II, 235. Vgl. Frahm-Eggers 200f. Stafleu-Cowan 2895 (hiernach variieren die einzelnen Exemplare; so gibt es welche mit zusätzlich 4 S. deutschem Vorwort und/oder Zwischentitel und gest. Titel zu Teil 2 (nach S. 94); es gibt aber auch Exemplare ohne den auch separat erschienenen Syllabus und/oder die Erörterungen). – Gegenüber der ersten Ausgabe von 1814 erweitert. G. F. Hoffmann (1760-1826) war seit 1792 Professor und Direktor des botanischen Gartens in Göttingen und ging 1804 in derselben Funktion nach Moskau. Der "berühmte Botaniker... hat sich große Verdienste um den botanischen Garten in Moskau erworben" (Hirsch-Hübotter III, S. 261; jedoch falsche Lebensdaten). "Ein Werk über die Gattungen der Doldengewächse war der wichtigste Ertrag seiner Jahre in Moskau." (Arndt: Göttinger Gelehrte I, S. 70). In vorliegendem Werk beschreibt er u.a. Cicuta, Pimpinella, Selinum, Tragium, Caucus, Turgenia, Pastinaca, Zosima, Coriandrum, Angelica, Archangelica, Rumia, Aegopodium, Myrrhis, Wylia und Bifora. Die "Erörterungen über Schirmpflanzen" sind eine Erwiderung Hoffmanns auf die Rezension der ersten Ausgabe in der Leipziger Literatur-Zeitung Nr. 285 von 1815. Die Tafeln mit zwei Übersichtstabellen sowie Gesamtdarstellungen mit zahlr. Details von Wylia radians, Krubera leptophylla sowie Zosima orientalis. – Exlibris Gust. Ch. Hauser, Bibl.-Stempel W. Hauser. Gutes, nur vereinzelt etwas fleckiges Exemplar.
Lowitz, Georg Moritz. Le Monde éclipsé ou représentation géographique de l'éclipse de la Terre ou du Soleil qui arrivera le 25 juillet 1748. Kolorierte Kupferstichkarte. 48 x 56 cm (Plattenrand). Nürnberg, Erben Homann, 1747.
Die Karte von dem deutschen Astronomen und Geographen Georg Moritz Lowitz (1722-1774) zeigt die Sonnenfinsternis vom 25. Juli 1748. Der Stich zeigt vier Erdhalbkugeln, die anhand der vom Schweizer Astronomen Leonhard Euler erstellten Sonnen- und Mondtabellen erstellt wurden. Diese Tabellen ermöglichten es Euler, den Verlauf der Sonnenfinsternis genau vorherzusagen. Entsprechend seinen Berechnungen durchquerte der Totalitätsstreifen (oder Schattenkorridor) Schottland, Norddeutschland, Berlin und Rumänien und erstreckte sich bis in die Türkei. Die vier Halbkugeln zeigen den Verlauf der Sonnenfinsternis mit den Schattenzonen. Der Titel ist auf Deutsch und Französisch verfasst. – Mit Mittelfalz, mit kleinen Flecken und Wurmlöchern.
Mayer, Tobias
Vorstellung der in der Nacht zwischen den 8. u. 9. Aug. 1748
Los 268
Schätzung
300€ (US$ 345)
Mayer, Tobias. Vorstellung der in der Nacht zwischen den 8. u. 9. Aug. 1748 vorfallenden partialen Mond-Finsternis nach den gesetzen einer wahren Projection verzeichnet und mit einer beygedruckten Schrift. Kolorierte Kupferstichkarte. 48,5 x 57 cm. Nürnberg, Erben Homann, 1748.
Hübsche Karte, die die partielle Mondfinsternis in der Nacht vom 8. auf den 9. August 1748 darstellt. Tobias Mayer (1723-1762) war ein deutscher Kartographe, Astronom und Mathematiker. Die Karte zeigt den Mond mit den Schattenbereichen sowie eine Erdhalbkugel, auf der die Länder eingezeichnet sind, in denen die Mondfinsternis teilweise oder vollständig zu sehen sein wird. Links neben der Mondscheibe sind die wichtigsten Phasen der Finsternis detailliert dargestellt. Mit zwei Titelkartuschen, die jeweils den deutschen und den französischen Titel zeigen. – Mit Mittelfalz, leicht fleckig und mit kleinen Wurmlöchern.
Michelsen, Johann Andreas Christian
Briefe über die ersten Anfangsgründe der Buchstabenrechnung und Algebra
Los 269
Schätzung
200€ (US$ 230)
Michelsen, Johann Andreas Christian. Briefe über die ersten Anfangsgründe der Buchstabenrechnung und Algebra. XXXVI, 3 Bl. Inhalt, 598 S., 1 Bl. (Druckfehler). 18 x 10,5 cm. Brauner Pappband d. Zt. mit RSchild (Etwas berieben und bestoßen). Berlin, S. F. Hesse, 1789.
Vgl. Poggendorff II, 147. ADB XXI, 698. – Titelauflage der Ausgabe von 1786, die auch 1789 unter dem Titel "Anleitung zur Buchstabenrechnung und Algebra" nachweisbar ist. Michelsen (1749-1797) war Prof. der Mathematik u. Physik am vereinigten Berliner Gymnasium "Zum Grauen Kloster" u. behandelt in 29 Briefen die mathematischen Zeichen, Vergleichung der Rechtecke, Betrachtung der Quotienten, Potenzen, Brüche, Gleichungen, Wurzelziehen etc. – Nachlass des Notarius Rose, Geschenk der Kammerfrau Henriette Rose (Exlibris); Grossherzogl. Bibliothek Neustrelitz (Stempel verso Titel); Tholé (?; Namenseintrag auf Titel). Oberkante mit leichten Wasserspuren, ca. 15 Blatt braun verfärbt.
Micraelius, Johannes
Lexicon philosophicum terminorum philosophis usitatorum
Los 270
Schätzung
900€ (US$ 1,034)
Micraelius, Johannes. Lexicon philosophicum terminorum philosophis usitatorum ... Editio secunda ab ipso authore correcta & aucta, cum novis novorum terminorum & vocabulorum indicibus. 2 Bl., 1409 Spalten, 63 Bl. Mit Holzschnitt-Druckermarke auf dem Titel, gestochenem Frontispiz und 18 Kupfertafeln. Titel in Schwarz und Rot. 19,5 x 15,5 cm. Späteres Pergament (beriebebn, fleckig undbestoßen) mit hs. RTitel. Stettin, J. Höpfner, 1661.
VD17 23:246728N. – Das Werk von Johannes Micraelius (1597-1658), Lexikograph der Philosophie und Theologie in Greifswald und Stettin, gilt als sein Hauptwerk. Die Tafeln zeigen geometrische Formen sowie Sternen- und Planetenkonstellationen. – Innengelenke teils geöffnet. Papierbedingt leicht gebräunt, stockfleckig und knickspurig. – Beigebunden: Gisbert Isendoorn. Cursus logicus systematicus et agonisticus. 4 Bl., 410 S., 7 Bl. Mit Holzschnitt-Druckermarke auf dem Titel. Harderwijk, Johan Tollius, 1654. - Sehr selten im Handel.
Paulsen, Bartholomäus Hans Christian Ernst
Handbuch der Ornithologie
Los 271
Schätzung
300€ (US$ 345)
(Paulsen, Bartholomäus Hans Christian Ernst). Handbuch der Ornithologie, besonders zum Gebrauch für Sammler...Erster Theil. Das System und die Gattungen (alles Erschienene). VI, 200 S. Mit 4 gest. Tafeln von G. Hoffmann. 16 x 12 cm. Marmorierter Halblederband d. Zt. mit Romantiker-Rückenvergoldung und Buntpapiervorsätzen (Kanten beschabt, Ecken etwas bestoßen, 1 mit kleiner Beschädigung). Kopenhagen, C. A. Reitzel, 1846.
Schlenker 264. – Einzige deutsche Ausgabe (auf Dänisch bereits 1843 erschienen). Paulsen (1789-1846) war eigentlich Offizier, doch hat er sich auch intensiv mit Fragen der Ornithologie befasst. Der Teil II sollte "eine kurze Beschreibung der bei uns vorkommenden Arten, mehr als Anleitung zur specielleren Kenntniß der Vögel" enthalten. – Titel mit Besitzvermerk "E. Rostrup 1846.", möglicherweise der bekannte dänische Biologe u. Botaniker Frederik Emil Georg Rostrup (1831 - 1907), allerdings müsste er das Buch dann schon mit 15 Jahren erworben haben. Durchschossenes Exemplar mit zahlreichen Annotationen auch im Text, wohl von Rostrup stammend. Leicht gebräunt. Vorblatt mit Eckabschnitt.
Roederer, Johann Georg
Elementa artis obstetriciae in usum praelectionum academicarum
Los 272
Schätzung
250€ (US$ 287)
Roederer, Johann Georg. Elementa artis obstetriciae in usum praelectionum academicarum. Aucta et emendata. 9 Bl., 364 S., 8 Bl. Mit gestochenem Porträt und gestochener Titelvignette. 18 x 11,5 cm. Halbleder d. Zeit mit RSchild, RVergoldung und oxydierter Goldprägung "Kgl. Medicinal-Collegium" am Fuß (etwas berieben, Vorsätze leimschattig). Göttingen, Vandenhoeck, 1759.
Hirsch-Hübotter IV, 846. Waller I, 8067. Blake 385. – Zweite Ausgabe des 1753 erstmals erschienenen Lehrwerkes, das "in ausgezeichneter Darstellungweise, in klarer und doch gedrängter ... Sprache ... in einer wohlgeordneten Reihenfolge die Grundsätze der Geburtshülfe" lehrt (Siebold II, 439). Es gilt als "das erste von einem Deutschen verfasste Lehrbuch der Geburtshilfe, welches den Anforderungen der Wissenschaft entspricht", wobei ihm seine ausgezeichneten anatomischen Kenntnisse zu Hilfe kamen. Er hob damit "die deutsche Geburtshülfe aus dem Zustand eines verachteten Gewerbes ... zu einer edlen Wissenschaft und Kunst" (Hirsch-Hübotter). – Etwas stockfleckig.
Schlyper, Servatius
Neu-eröfnete vollständige, wohlgezierte Rechen-Stube, Das ist: wohlgegründetes, höchstnützliches Rechenbuch
Los 273
Schätzung
200€ (US$ 230)
Schlyper, Servatius. Neu-eröfnete vollständige, wohlgezierte Rechen-Stube, Das ist: wohlgegründetes, höchstnützliches Rechenbuch, Mit viel schönen Reguln und Exempeln, auf die allerkürzeste Art, nach dem jetzigen Kaufhandel und neuesten Wechsel-Styl solchergestalt eingerichtet. 8 Bl., 240 S. 17 x 10 cm. Lederband d. Zt. (Einband beschabt und etwas verkratzt). Mülheim am Rhein, J. A. Schöttler Erben, 1782.
VD18 10695095. – Die erste Ausgabe dieses seltenen Rechenbuches war 1734 erschienen. Schlyper "durchbricht auf jeden Fall den üblichen Aufbau eines Rechenbuches. Eine Anleitung zum Gebrauch der vier Grundrechenarten und Aufgaben dazu mit ihren Lösungen sucht man bei ihm vergeblich ... Das Buch von Schlyper war ein Erfolg. Es erlebt bis zum Ende des 18. Jahrhunderts mindestens zehn Auflagen. Dies war sicher nicht allein der Nachfrage für den Schulunterricht geschuldet ... Zu Beginn findet man auf über 40 Seiten Aufgaben, die mit der 'Regula de Tri' zu lösen sind ... Es folgen dann die vor allem für Kaufleute nützlichen Tara-, Wechsel- und Zinsrechnungen ... Der Erfolg, den das Rechenbuch von Schlyper im Bergischen offenkundig hatte, liegt vor allem wohl daran, dass er seine Rechenbeispiele aus der Praxis nahm und sie in der bergischen Region festmachte. So finden sich in großer Zahl Rechnungen, die den Kaufleuten in seiner Heimatstadt Elberfeld, die ein Zentrum der Garn- und Tuchproduktion war, nützlich sein konnten." (Wesoly: Rechenunterricht und Rechenbücher im Herzogtum Berg. In: Romerike Berge, Jg. 64, Heft 3, S. 16-25, hier S. 20). Der Remscheider Lehrer Daniel Schürmann (1752-1838) publizierte 1793 eine "Beylage zu Schlypers Rechenstube" bevor es vergessen wurde. Schlyper war lt. Titel Sing-, Schreib- und Rechenmeister in Elberfeld. – Spiegel und Rückseite des Titels mit Eintragungen einer Familie Welp (Friedrich Wilhelm Welp 1783) bis ca. 1813. Fingerfleckig, Ränder gebräunt, einige Wurmspuren und Eselsohren. 1 Bl. mit kleinem Loch, 1 Bl. mit Eckabriss (geringer Textverlust auf einer Seite).
Schubert, Gotthilf Heinrich. Die Urwelt und die Fixsterne. Eine Zugabe zu den Ansichten von der Nachtseite der Naturwissenschaft. VIII, 415 S., (1 S. Druckfehler). 20,5 x 11,5 cm. Marmorierter Pappband d. Zt. (Kanten etwas berieben) mit handschriftlichem RSchild. Dresden, Arnold, 1822.
Goedeke V, 14, 32, 4. Poggendorff II, 852. Hirsch-Hübotter V, S. 148. – Erste Ausgabe. Die "Ansichten" gelten als eines der naturphilosophischen Hauptwerke der Romantik und haben vor allem die Brüder Schlegel, Kleist und E. T. A. Hoffmann stark beeinflusst. Die "Zugabe" bezeichnet Schubert (1780-1860) als "im Grunde genommen nur die weitere Entwicklung und wissenschaftliche Begründung dessen, was ich in der neuen Auflage meiner Ansichten von der Nachtseite der Naturwissenschaft, am Anfang der 5ten Vorlesung bereits angedeutet hatte." Exemplar der Fürstl. Hofbibliothek Donaueschingen. – Gering stockfleckig.
Schwenger, August Wilhelm. Mémoires sur les aveugles, sur la vue et la vision; suivis de la description d`un telegraphe tres simple. 5 Bl., 207 S. Mit gestochenem Frontispiz, 2 Kupfertafeln und Holzschnittillustration. 19,5 x 12,5 cm. Moderner Halbleinenband mit goldgeprägtem RTitel. Paris, König, Didot und Fuchs bzw. Amsterdam, Guérin, 1800.
Erste Ausgabe der Abhandlung über die Themen Blindheit und Sehkraft des aus dem westfälischen Rheda stammenden August Wilhem Schwenger (1773-1801). Behandelt neben seinen eigenen Studien auch die Forschungsergebnisse von Bew, Blacklock, Blumenbach, Bougies, Bouguer, Chappe, Cheselden, Daviel, Hauy, Janin, Laval, Lichtenberg u. a. – Etwas braunfleckig.
Stark, Augustin
Beschreibung der meteorologischen Instrumente
Los 276
Schätzung
350€ (US$ 402)
Stark, Augustin. Beschreibung der meteorologischen Instrumente nebst einer Anleitung zum Gebrauche derselben bey Beobachtungen, als nothwendiger Beytrag zur Erläuterung der meteorologischen Jahrbücher. 4 Bl., 79 S. Mit 5 (1 gefalteten) Kupfertafeln von Hutter nach C. G. Höschel. 29 x 22,5 cm. Typographischer OUmschlag (gebräunt, eselsohrig, Rücken geplatzt). Augsburg, "Gedruckt auf Kosten des Verfasser mit Brinhausser'schen Schriften", 1815.
ADB XXXV, 487f. Hellmann 476. – "Im Jahre 1813 fieng er seine meteorischen, meteorologischen und astronomischen Beobachtungen mit der bisher noch nie erschienenen Vollständigkeit an ... diese Beobachtungen führte Herr Bode in seinem astronomischen Jahrbuche auf 1818. S. 280. an ... und empfahl zugleich rühmlich sein meteorologisches Jahrbuch von 1813, als auch seine herausgegebene Beschreibung der meteorologischen Instrumente ..." (Felder: Gelehrtenlex. der kath. Geistlichkeit II, 367f). Canonicus Stark (1771-1839) leitete die Augsburger Sternwarte, die mit den bekanntermaßen guten Instrumenten von Brander und Höschel ausgestattet gewesen ist. Er beschreibt u.a. Barometer, Thermometer, Hygrometer, Manometer. – 2 Tafeln am rechten Rand beschnitten (kein Bildverlust). Verso Titel mit gekröntem Monogramm-Stempel "FA" im Oval. – Beigegeben: Derselbe. Meteorologisches Jahrbuch von 1829[-1833]. 5 Hefte. Je 3 Bl. und 56 bis 61 S. Typographische OUmschläge. Ebenda 1832-1836. - Das Jahrbuch erschien für die Jahre 1810 bis 1834. - Mit Gebrauchsspuren. Alle Hefte mit Bibliotheksstempeln und vermerken der Städtischen Bücherei Ballenstedt.
Wolff, Christian
Der Anfangs-Gründe aller Mathematischen Wissenschaften
Los 277
Schätzung
120€ (US$ 138)
Wolff, Christian. Der Anfangs-Gründe aller Mathematischen Wissenschaften. Die andere Auflage, hin und wieder verbessert und vermehret. 16 x 10,5 cm. Pergamentband d. Z. (leicht geworfen und fleckig, Rücken gebräunt) mit hs. RTitel. Halle, Renger, 1716.
Jordan 4113. Vgl. Cantor III, 271. Poggendorff II, 1355. – Reich illustrierte Ausgabe gehört zu den wichtigsten mathematischen Kompendien seiner Zeit und erlebte noch in der ersten Hälfte des 18. Jahrhunderts zahlreiche weitere Auflagen. Der Autor, der Universalgelehrte Christian von Wolff (1679-1754), zählt zu den wichtigsten Vertretern des Naturrechts. In dem vorliegenden Band behandelt er ein breites Spektrum mathematisch-technischer Disziplinen, darunter Rechenkunst, Trigonometrie und Baukunst ebenso wie Artillerie, Fortifikation, Mechanik, Hydrostatik, Aerometrie und Hydraulik, deren Inhalte durch zahlreiche Kupfertafeln anschaulich erläutert werden. – Vorsatz mit montiertem Exlibris. Titel gestempelt. Papier altersbedingt gebräunt und leicht stockfleckig.
Allessandri, Innocente
Animali quadrupedi, 4 Bände, Venedig 1771.
Los 278
Schätzung
38.000€ (US$ 43,678)
PFLANZEN- UND TIERBÜCHER
Prachtexemplar auf Levantepapier in zeitgenösischen Einbänden
Allessandri, Innocente, und Pietro Scattaglia. Animali quadrupedi tolti dal naturale dissegnati incisi e miniati co i lor veri colori. 4 Bände. Mit 4 kolorierten Kupfertiteln, 4 großen gestochenen Kopfvignetten, Holzschnitt-Initialen und Buchschmuck sowie Widmungsblatt mit gestochener Wappen-Vignette und 201 kolorierten Kupfertafeln. 49 x 34 cm. Hellbraunes Halbkalbsleder d. Z. (minimal berieben, etwas bestoßen) mit breiten Pergamentecken und Deckelbezügen aus zweifach farbigem Kattunpapier (nur wenige Fehlstellen, Läsuren oder Beschabungen). Venedig, (Carlo Palese), 1771-1775.
Nissen, ZBI, 79. Thieme-Becker I, 254 (unter Alessandri) und XXIX, 534 (unter Scattaglia). Ceresoli 44. Wood 183. Brunet II, 1639. Graesse I, 68. – Erste und einzige Ausgabe der "Animali quadrupedi", des monumentalen zoologischen Prachtwerks, das als eines der schönsten, seltensten und wertvollsten naturwissenschaftlichen Illustrationswerke des 18. Jahrhunderts gilt. Die wissenschaftlich fundierten Begleitbeschreibungen ("Descrizioni degli animali") stammen von dem Zoologen und Naturforscher Lodovico Leschi, der Druck wurde Carlo Pelese in dessen venezianischer Offizin anvertraut. Das Werk richtete sich an ein gebildetes, elegantes Publikum des venezianischen Spätrokoko und der Aufklärung, es wurde in monatlichen Lieferungen ausgegeben, so dass vollständige Exemplare äußerst rar zu finden sind.
Die künstlerisch überragenden, außergewöhnlich schönen 201 Tafeln müssen den Vergleich mit den französischen und englischen Naturgeschichten des 18. Jahrhunderts keineswegs scheuen, übertreffen viele von diesen oft um Längen. So hebt auch Claus Nissen die virtuose Stecherkunst, die malerische Einbettung der Tiere in Landschaften und die atemberaubende Qualität der gouachierten Tafeln hervor des Künstlerduos Innocente Alessandri (um 1742-1792) und Pietro Scattaglia (1739-1810) lobend hervor (vgl. Nissen II, 127).
Einige wenige Exemplare der Auflage wurden bedeutenden Subskribenten zugeeignet, in denen dann ein eigens von derselben Offizin gedrucktes und mit einem individuellen Wappenkupfer versehenen Widmungsblatt eingelegt wurde. Vorliegt hier das Exemplar für den "Panie Kochanku" genannten, bedeutenden Fürsten Karol Stanislaw Radziwill (1734-1790), den polnisch-litauischen Adligen und Woiwoden von Wilna und Starost-Verwalter von Lemberg. Radziwill war nicht nur einer der mächtigsten, sondern auch wohlhabendsten Großgrundbesitzer Europas in der zweiten Hälfte des 18. Jahrhunderts. So zeigt das Wappenschild drei miteinander verbundene schwarze Jagdhörner, deren dünnere Enden in der Mitte aneinanderstoßen und ein Dreieck oder einen laufenden Stern bilden: "A Sua Altezza Carlo Stanislao Radzwill, Duca di Nieswitz e d’Olika, Conte die Kletsch ec. Palatino di Wilna, Cavaliere degli Ordini dell’Aquila Bianca, di Sant’ Andrea e di Sant’Uberto, ec. ec.", gezeichnet "Innocente Alessandri e Pietro Scattaglia". – Das lose beiliegende Widmungsblatt mit wenigen Randlasuren, etwas geknickt und leicht angestaubt, sonst kaum irgendwelche ernstzunehmenden oder auffallenden Gebrauchsspuren wie blasse Feuchtränder oder Fleckchen. Text gedruckt auf meist blütenweisen schweren Bütten, die Tafeln auf noch wertvollerem, geglättetem Büttenpapier einer der bedeutendsten norditalienischen Mühlen der Fratelli Venturini. Diese schufen die hochwertigsten Meisterpapiere für Künstler und luxuriöse Kunstdrucke und betrieben dafür mehrere erfolgreiche Papiermühlen in Toscolano am Gardasee, das damals zur Republik Venedig (der Terraferma) gehörte. Das für die Tafeln der "Aminali quadupedi" geschaffene Papier zeigt zwei Wasserzeichen im Wechsel: zwei Sterne mit Monogramm "FV" (Fratelli Venturini) bzw. drei Halbmonde (Tre mezzolune) mit der Versalschrift "SOL IMPERIAL". Es gehört damit zu den kostbarsten der sogenannten "Levantepapiere".
Die Darstellungen der Säugetiere in ihrem natürlichen Habitat, in Wäldern, auf Wiesen und Steppen, in Haus und Hof, vor oder in Seen und Flüssen ist meist sehr genau beobachtet, wenn sich ein die "Pantera femmina" (der weibliche Panther) lauernd sprungbereit macht, der "Gatto tigrato americano" (die amerikanische Wildkatze) den Fels hinabsteigt, die "Jena" (Hyäne) auf Beute lauert, sich die "Scimie rosse del Senegal" um reifes Obst streiten, der "Cane d'armi" (Vorsteherhund) anschlägt oder der "Cane da corsa" (Jagdhund) springend über die Landschrift flieht. Nicht zuletzt ist das zeitgenössische Kolorit hervorzuheben, das ebenso sorgfältig wie exakt und in sehr nuancierten Farben aufgetragen und vielfach durch Eiweiß fixiert wurde, wodurch die dargestellten Tiere eine schimmernde, lebendige Oberfläche bekommen. Vorsätze mit ovalem Sammerstempel der "Ornithologischen Bibliothek Erich Horstkötter, Dinklage".
Besler, Basilius. Hortus Eystettensis. Corona Imperialis Polyanthos (Kaiserkrone). Kolorierter Kupferstich. 49,6 x 38,6 cm (Plattenrand). Eichstätt und Nürnberg 1613-1623.
Die "Kaiserkrone", ursprünglich aus Vorderasien stammend und seit dem späten 16. Jahrhundert auch in Mitteleuropa beheimatet, ist ein Blatt aus dem berühmten „Hortus Eystettensis“, in dem Basilius Besler gewissermaßen die Schönheit der Schöpfung in Gestalt von Pflanzen feiert.
Ganz ausgezeichneter Druck mit reichem Kolorit, mit schmalem Rand um die Plattenkante. Geringe Gebrauchsspuren, unten hinterlegter horizontaler Einriss nahe der Plattenkante, recto jedoch kaum wahrnehmbar, minimale Randläsuren, verso umlaufend braunes Klebeband, sonst sehr gut erhalten. – Papierbedingt gebräunt, etwas stock- und fingerfleckig, Stege verstärkt. Sehr dekorativ.
Besler, Basilius. Hortus Eystettensis. Calceolus Mariae, Iris Portugalica, Iris Pannonica variegata und Chamaeiris, Chamaeiris caerulea vis lacco colori, Chamaeriris flore candido, Chamaeiris flavo & purpurascente flore. 2 kolorierte Kupferstiche. 50 x 40 cm (Plattenrand). Eichstätt und Nürnberg 1613-1623.
Dargestellt sind die Pflanzen Iris, Chamaeiris und Gelber Frauenschuh. – Minimal fleckig, mit leichten Randläsuren sonst gute Exemplare. Dekorativ.
Unbeschnittenes Exemplar mit allen Umschlägen
Borckhausen, Moritz Balthasar, et al. (Hrsg.). Teutsche Ornithologie oder Naturgeschichte aller Vögel Teutschlands in naturgetreuen Abbildungen und Beschreibungen. Hefte I-XXI (von 22) in 2 Bänden. Mit 126 großen kolorierten Kupfertafeln. 48 x 35 cm. Modernes Kalbsleder (kaum berieben) mit allen auf blauen Bütten gedruckten OLieferungsumschlägen. Darmstadt, Johann Christoph Ferdinand Mefarth, 1800-1811.
Nissen, IVB, 907. Anker 52. – Erste Ausgabe eines der schönsten deutschen Vogelbücher. Das großangelegte, opulent ausgestattete Werk, das Johann Conrad Susemihl (1767-1846) gemeinsam mit seinem Bruder Johann Theodor und später mit seinen Kindern Eduard und Emilie in Darmstadt mit Hilfe eines Kreises begeisterter Naturfreunde schuf. Von Merck nach Darmstadt geholt, studierte Susemihl zunächst in Weimar und Dresden und "begann nach seiner Rückkehr 1795, also fast gleichzeitig mit Johann Friedrich Naumann, mit der Arbeit an dem Werk, das mit seinen hervorragenden Kupferstichen ein Gegenstück zu den Planches enluminées des Levaillant bilden sollte.
"Das ornithologische Material dazu lieferten Darmstädter Naturforscher und Jäger, die sich um den bekannten Forstbotaniker und Entomologen Moritz Balthasar Borckhausen (1760-1806) scharten. Doch war Susemihl selbst ein eifriger Jäger, der seine Objekte nicht nur ausgestopft kannte. Davon legen die Tafeln, die in Stich wie Kolorit zu den Spitzenleistungen des späten Kupferstiches gehören, beredtes Zeugnis ab ... Einige Tafeln wurden auch farbig gedruckt, jedoch selten in mehr als zwei Farben" (Nissen S. 53 ).
Die Herausgeber hatten die Lieferung von 4 Heften jährlich geplant, das Unternehmen kam jedoch in der Zeit der Napoleonischen Kriege ins Stocken, und die Teile erschienen in immer größeren Abständen. Nachdem der 21. Teil 1811 publiziert war, schien die Herausgabe eingestellt, es erschien jedoch mit großem Abstand, sechs Jahre später, im Jarhe 1817 noch ein letztes Heft, das hier, wie in fast allen anderen Exemplaren auch, fehlt. Ebenso wenig ist hier
das sehr seltene und genauso später erschienene Titelblatt und das Subskribentenverzeichnis.
Große Bedeutung kommt allerdings den im vorliegenden Exemplar eingebundenen Original-Umschlägen zu, auf denen sich außer der Aufzählung der in der entsprechenden Lieferung erhaltenen Tafeln häufig Informationen über den Fortgang der Publikation, Herausgeberwechsel, etc. befinden. In Heft XIV finden sich neben den deutschen Textblättern auch drei Blätter mit
französischem Text, ein Versuch der Herausgeber, für eine weitere Verbreitung des Werkes
zu sorgen, der aber rasch wieder aufgegeben wurde. – Einige wenige Tafeln sind leicht stockfleckig, insgesamt jedoch sehr schönes Exemplar in bemerkenswert feinem Kolorit, die Darstellung fast durchgehend sehr frisch und sauber. Text und Tafeln des vorliegenden Exemplares sind breitrandig und unbeschnitten (Heft XXI etwas kleiner im Format), die in Heft XIII als Nachtrag ohne Text erschienenen fünf Tafeln sind an die ihnen zugedachten Plätze in den Heften II, III und IV gebunden.
Brodtmann, Karl Joseph
Naturhistorische Bilder-Gallerie
Los 282
Schätzung
1.000€ (US$ 1,149)
Brodtmann, Karl Joseph. Naturhistorische Bilder-Gallerie aus dem Thierreiche.1 Bl. 36 S., 6 S., 4 S. Mit 71 (von 144) lithographische Tafeln. 44,5 x 35 cm. Pappband d. Z. (bestoßen und Rücken stärker lädiert) mit goldgeprägtem RSchild. (Lindau, Brodtmann 1816).
Winkler (Frühzeit. d. dt. Lith.) 105, 1-7. Nicht bei Nissen. Vgl., Brun I, 208. – Umfangreiche Folge der großformatigen prächtigen Tierdarstellungen. Die schön ausgeführten Tafeln nach Zeichnungen von Brodtmann, meist mit mehreren Darstellungen, darunter Affen, Bären, Hunde, Löwen, Tiger, Pferde (5 teils mit Reiter), Elefanten, Nashörner, Robben, Wale, Krokodile, Papageien etc. – Mehrere Blätter lose, etwas stock- und fingerfleckig, teils mit Randläsuren und knickspurig.
Brodtmann, Karl Joseph
Sieben kolorierte lithographische Tafeln
Los 283
Schätzung
300€ (US$ 345)
Brodtmann, Karl Joseph. 7 lose kolorierte lithographische Tafeln aus "Naturhistorische Bilder-Gallerie aus dem Thierreiche". 35 x 43,5 cm. Lindau, Brodtmann, 1816.
Enthält: 1. Der weissbauchige Klammeraffe Ateles Belzebuth N. 1; 2. Der weissstirnige Maki N. 2; 3. Der Sayou Simia Apella N. 5; 4. Der Surinamische Laternträger N. 9.; 5. Die Hausmaus Mus musculus N. 9; 6. Der asiatische Elefant, N. 51; 7. Der asiatische Elefant (Foemina) N. 52. – Papierbedingt gebräunt, vereinzelt stockfleckig sonst gut erhalten. Dekorativ und mit hübschem, kräftigen Kolorit.
Buffon, Georges Louis Leclerc Comte de
Histoire naturelle des oiseaux
Los 284
Schätzung
500€ (US$ 575)
Buffon, Georges Louis Leclerc. Histoire naturelle des oiseaux. 18 Bände. Mit 261 (von 262) Kupfertafeln. 16,5 x 9 cm. Leder d. Z. (stark lädiert, Rückengelenke brüchig, mit mehreren Fehlstellen, berieben und bestoßen) mit goldgeprägtem RSchild und Rückenvergoldung. Paris, L'Imprimerie Royale, 1770-85.
Nissen, ZBI, 673. Anker 75. Ronsil 413. Zimmer 104. – Erste Oktavausgabe. "One of the early and important landmarks in the history of ornithology. It is based on the nine volumes of 'Oiseaux' in Buffon's 'Histoire Naturelle Générale' first edition, with some changes in the text" (Zimmer). "Das umfangreichste und wissenschaftlich bedeutsamste Unternehmen ornithologischer Ikonographie, das im 18. Jahrhundert in Angriff genommen worden ist" (Nissen). – Eine Kupfertafel fehlt. Vorsätze teilweise leimschattig, gebräunt, stock- und braunfleckig sowie vereinzelte Blätter lose.
Charton, Jacques
Collection de plantes étrangères en fleurs
Los 285
Schätzung
3.000€ (US$ 3,448)
Charton, Jacques. Collection de plantes étrangères en fleurs, fruits, corail et coquillages. Mit gestochenem Titel und 30 (von 60) kolorierten Kupferstichen. 43 x 30 cm. Broschur d. Z. (stark lädiert, vom Block gelöst, mit zahlreichen Fehlstellen) mit montiertem Buntpapier. Paris, Mondhard et Jean, 1784.
Die filigran kolorierten und teils fantastischen Tafeln von Jacques Charton zeigen Pflanzen und Blumen teils mit Tieren und Menschen. Dargestellt sind zum Beispiel "Plante Maritime", "Plante du Perou", "Acorus verus", "Plantes des Indes", "Plantes des isles de Mascaregne", "Ipecacuanha", "Plantes de l'Amerique", "Colloquinte et Champignon du Levant", "Ananas des Indes Orientales", "Plante de Cardamome et le Soldat", "Fruit de Cayenne" etc. – Papierbedingt leicht gebräunt, mit Randläsuren, Einrissen und knickspurig, teils mit hinterlegten Rändern sowie kleineren Fehlstellen. In kräftigen Farben kolorierte und dekorative Graphiken. Sehr selten.
Decker, Johann Mathias
Naturgeschichte aus den besten Schriftstellern mit Merianischen Kupfern
Los 286
Schätzung
500€ (US$ 575)
(Decker, Johann Mathias). Naturgeschichte aus den besten Schriftstellern mit Merianischen (und neuen) Kupfern. Vierfüßige Tiere, Abschnitt 1-6 (komplett). Mit 84 gest. Taf. v. Matth. Merian d. J. u. Casp. Merian. 34,5 x 22 cm. Halbleder mit vergoldeter RVerzierung (leicht berieben, RVerzierung etwas beschädigt). Heilbronn, Eckebrecht 1772-1774.
Nissen 1059. – Die Abteilung der vierfüßigen Tiere mit der vollständigen Reihe der schönen Merian'schen Stiche von ca. 1650, darunter Haus- und Wildtiere, Meerestiere, Eidechsen. – Nur wenig stockfleckig. Zwischen den Seiten 54 und 55 eine Seite entfernt. Tafel: XLIII, XLVII, L und LII mit Ausrissen, teils Bildverluste.
Esper, Eugen Johann Christoph
Der europäischen Schmetterlinge zweyter Theil
Los 287
Schätzung
450€ (US$ 517)
Esper, Eugen Johann Christoph. Der europäischen Schmetterlinge zweyter Theil. Teil II (von 5). 1 Bl., 234 S. Mit 33 kolorierten Kupfertafeln. 24,5 x 19 cm. Leder d. Z. (Rücken restauriert unter Verwendung des Ursprünglichen, beschabt, bestoßen und mit kleinen Fehlstellen) mit goldgeprägtem RSchild und RVergoldung. (Erlangen, Walther, 1779).
Nissen 1316 und 1317 sowie II, 150. Horn-Schenkling 6085 und 6088. – Eugen Johann Christoph Esper (1742-1810) war ein deutscher Entomologe, Botaniker, Pathologe und Mineraloge. Das vorliegende Werk gehört zu einem seiner bekanntesten Werke "Die Schmetterlinge in Abbildungen nach der Natur mit Beschreibungen" welchen erstmal in den Jahren 1777-1839 erschien. Die Tafeln zeigen bis zu vier verschiedene Schmetterlinge, teilweise mit ihren Raupen und Puppen. Einge Tafeln sind zusätzlich mit Pflanzendarstellungen illustriert, um so die Metamorphose und das Habitat der Schmetterlinge anzudeuten. – Vortitel auf Japan aufgezogen, Titel fehlt zum größten Teil. Etwas stock- und fingerfleckig sowie knickspurig.
Franz, Wolfgang
Historia animalium, in qua plerorumque animalium praecipuae proprietatis ad usum eikonologikon (graece) breviter accommodantur
Los 288
Schätzung
200€ (US$ 230)
Franz, Wolfgang. Historia animalium, in qua plerorumque animalium praecipuae proprietatis ad usum eikonologikon (graece) breviter accommodantur. Abt. 1-2 (von 5). Grundwerk und Fortsetzung. 3 Teile in 1 Band. 17 Bl., 444 S.; 12 Bl., S. 445-812; S. 813-1836. Mit gestochenem Porträt. 20,5 x 16 cm. Pergament d. Zeit (etwas fleckig). Frankfurt u. Leipzig, G. Lesche, 1712.
Letzte und umfangreichste Ausgabe. Enthält im ersten Teil die zuerst 1612 erschienene biblische Zoologie des Wittenberger Theologen Wolfgang Franz (1564-1628); eine Anleitung, wie man das Leben der Tiere in der Predigt in bildkräftiger Weise verwenden kann. "Das Buch, obwohl es keine selbständige tiergeschichtliche Forschung enthält, ist doch dadurch von Interesse, dass es die zu seiner Zeit auf diesem Gebiete herrschenden Auffassungen zusammenfassend darlegt" (ADB). Das Werk behandelt in 5 Abschnitten Vierfüßer, Vögel, Fische, Kriechtiere und Insekten. Die von J. Cyprianus verfaßte Fortsetzung schließt sich genau an diese Gliederung an. Es liegen hier jedoch nur die beiden ersten Abteilungen über die Vierfüßer und Vögel vor. Allein die Abteilung Vögel nimmt dabei mit über 1000 Seiten den größten Raum ein. – Etwas gebräunt und durchgehend etwas wasserrandig, im Kopfsteg teils etwas sporfleckig. Titel verso mit Stempel der Herzoglichen Bibliothek Sachsen-Meiningen.
Fries, L.
Synonima, gerechte Namen und Auszlegung aller Wörter so man inn der Artznei allen Kreutern, Wurtzlen, Bluomen Samen, Gesteinen, Saefften...
Los 289
Schätzung
700€ (US$ 805)
Fries, L. Synonima, gerechte Namen und Auszlegung aller Wörter so man inn der Artznei allen Kreutern, Wurtzlen, Bluomen Samen, Gesteinen, Saefften, und andern dingen, in Hebraischer, Griechischer, Arabischer, Lateinischer, und mancherley Teutschen sprachen Zuoschreibt ... Jetzt von newem ... getruckt und corrigiert. 60 num. Bl. Mit Holzschnitt-Titelbordüre und 2 größeren Text-Holzschnitten (diese ankoloriert). 29,5 x 20 cm. Ohne Einband, fadengeheftet. (Strassburg, Bartholomäus Grüninger, 1535).
VD16 F2881. Muller 391, 4. Pritzel 3121. Waller 11511. Vgl. Garrison-Morton 6790 (Ausgabe von 1519). – "Seltenes und wichtiges Quellenwerk für deutsche Pflanzennamen" (Pritzel). Enthält ferner Mineralogisches. – Die letzten beiden Blätter fehlen und sind lose als Faksimiles ersetzt. Papierbedingt gebräunt und etwas stockfleckig, gelegentlich mit Wasserrand und Randläsuren.
Gersaint, Edmé-François
Catalogue raisonné de coquilles, et autres curiosités naturelles
Los 290
Schätzung
700€ (US$ 805)
Gersaint, (Edmé-François). Catalogue raisonné de coquilles, et autres curiosités naturelles. VI (recte VIII), 167 S., 3 Bl., 1 l. w. Bl. Mit gestochenem Titel von Cl. Duflos nach Boucher. 18 x 10,5 cm. Moderner Pappband im Stil d. Z. Paris, Flauhault et Prault Fils, 1736.
Schuh, no. 1 (mit Abb. und ausf. Literaturangaben). Dance, Nr. 128 u. S. 39. – Einzige Ausgabe. - E.-F. Gersaint (1694-1750) gilt als "one of the best known art dealers of the eighteenth century" (Schuh) und legt hier seinen ersten Katalog vor. Auf S. 62 bis 137 beschreibt er teilweise mit ausführlichen Annotationen 450 Muscheln. Er hatte sie in den frühen 30er Jahren auf einer ausgedehnten Reise nach Holland erworben und bietet sie hier zum Kauf an. Auf S. 139 bis 160 folgt ein "Catalogue de differents reptiles, Insectes, & autres animaux" (132 Positionen). Angereichert hat er seinen Katalog mit einer Einführung in die Conchologie, einer Liste der wichtigsten Naturalienkabinette in Frankreich u. Holland sowie einer annotierten Bibliographie der wichtigsten Werke zum Thema. – Unbeschnitten. Zwei Blatt mit kleinem Einschnitt. Vereinzelt leicht braunfleckig.
[*]: Regelbesteuert gemäß Auktionsbedingungen. [^]: Ausgleich von Einfuhr-Umsatzsteuer.
* Alle Angaben inkl. 25% Regelaufgeld ohne MwSt. und ohne Gewähr – Irrtum vorbehalten.
Galerie Bassenge
Erdener Str. 5A
14193 Berlin
Öffnungszeiten:
Montag bis Donnerstag, 10–18 Uhr,
Freitag, 10–16 Uhr
Telefon: +49 30 8938029-0
Fax: +49 30 8918025
E-Mail: info (at) bassenge.com
Impressum
Datenschutzerklärung
© 2026 Galerie Gerda Bassenge
Galerie Bassenge
Erdener Str. 5A
14193 Berlin
Öffnungszeiten:
Montag bis Donnerstag, 10–18 Uhr,
Freitag, 10–16 Uhr
Telefon: +49 30 8938029-0
Fax: +49 30 8918025
E-Mail: info (at) bassenge.com
Impressum
Datenschutzerklärung
© 2026 Galerie Gerda Bassenge