TECHNIK UND VERKEHR
Artès. Quincaillerie et outillage. Verkaufskatalog. 95 S. Mit zahlreichen Illustrationen teilw. in Bronze- und Silberdruck. 36 x 24 cm. OHalbleinen mit Prägung (etwas fleckig). Brüssel, H. Wellens, W. Godenne & Co., o. J. (ca. 1935).
Möglicherweise der erste Katalog der Firma Artès (auf dem Einband: No. 1). Der Schwerpunkt der Tätigkeit lag im Bereich der Innenausstattung von Wohnungen: Kleider-, Hut- und andere Haken, Nägel und Schrauben, Gardinenstangen, Konsolständer, Fenster- und Türriegel, Untersetzer für Möbelbeine, Griffe, Garderoben, Möbelrollen etc. Ab Seite 82 Werkzeuge wie Nadeln, Scheren, Hämmer und Zangen. Groß abgebildet ist ein "Rawlplug Mechanical Hammer", der lt. Webseite von rawlplug.com 1930 erfunden worden und weltweit der erste "hammerdrill" ist. Die ersten vier Seiten mit Fotos der Werkstätten und Geschäftsräume. – Sehr guter Zustand.
Avenida Bolivar
Caracas 31-XII-49. Originale Dokumentation und Faltprospekt.
Los 320
Schätzung
250€ (US$ 287)
Avenida Bolivar Caracas 31-XII-49. Originale Dokumentation und Faltprospekt. 24 Bl. (teils als ausfaltbare Großtafeln) mit Text und zahlreichen, zwei- und mehrtonigen Abbildungen nach Fotografien und Zeichnungen, Plänen, Skizzen etc. 44 x 32 cm. Zusammengelegt. (Caracas, Staatsdruckerei, 1949).
Die seltene, reich illustrierte Originalpublikation "Avenida Bolívar - Caracas - 31-XII-49", die vom Regierungsrat anlässlich der Einweihung der Avenida Bolívar und dem dort geplanten, schon im Bau befindlichen Centro Simón Bolívar veröffentlicht wurde.
Der Bau der Prachtstraße im Bezirk Libertador im westlichen Caracas war am 25. Juli 1945 begonnen und wurde am 31. Dezember 1949 im Rahmen eines größeren Projekts mit Pomp und Prachtumzügen eingeweiht. Markante Bauten sind das Kapitolgebäude und ein Mausoleum für Simón Bolívar, den Unabhängigkeitskämpfer des Landes. – Wenige Knicke, Faltungen und winzige Abreibungen an den Falzen, unwesentlich angestaubt.
Babbage, Charles. Ueber Maschinen- und Fabrikenwesen. Aus dem Englsichen übersetzt von G. Friedenberg. Mit einer Vorrede von K. F. Klöden. 1 Bl., LII, 462 S. Mit Porträt. 16,5 x 10 cm. Pappband d. Z. (berieben und bestoßen). Berlin, Stuhr, 1833.
Humpert 4302. Engelmann, Bibl. mech.-techn.20. Vgl. Kress C 3013 u. Goldsmith 27346 (Orig.-Ausg. 1832). – Seltene erste deutsche Ausgabe des Hauptwerkes des ungemein vielseitigen englischen Mathematikers, Konstrukteurs und Gesellschaftstheoretikers, der mit seinen Arbeiten auch die moderne Computertechnologie vorausdachte. Babbage (1791-1871) vermachte - seiner streng wissenschaftsgläubigen Haltung entsprechend - sein Gehirn der Forschung. Laut Wikipedia ist es heute in einem Glas neben dem Nachbau seiner Maschinen im Science Museum in London zu besichtigen. – Gebräunt und teils braunfleckig; vorderes Innengelenk gebrochen.
Banks, John
Abhandlung über die Mühlenwerke in vier Theilen
Los 322
Schätzung
500€ (US$ 575)
Banks, John. Abhandlung über die Mühlenwerke in vier Theilen. Aus dem Englischen übersetzt von Christian Gottlieb Zimmermann. XXXVI, 308 S. (recte 304; S. 193-196 übersprungen). Mit 3 gefalt. gest. Tafeln (1 sign. L. Hoppe). 20 x 12 cm. Moderner Halbpergamentband im Stil d. Z. (sehr gut erhalten). Berlin, C. Quien, 1800.
Engelmann 22. Kat. Der Reale Nutz (Berlin 2001) Nr. VIII, 4e (mit Abb.). Vgl. Skempton 57 (Originalausgabe). – Einzige deutsche Ausgabe von "A treatise on mills" (London 1795). 1: Von der Kreisbewegung. 2: Von der vortheilhaftesten Wirkung bewegter Körper, Wasser-Dampfmaschinen etc. 3: Von der Geschwindigkeit des ausfließenden Wassers. 4: Von den Versuchen mit Wasserrädern etc. John Banks (1740-1805) gehörte im 18. Jahrhundert zu einer Reihe unabhängiger, englischer Dozenten, "who offered courses and specialized knowledge on mechanical physics and machinery to many manufacturers, engineers and mechanics, who stood at the forefront of England's industrial transformation and was himself one of the main intellectual exponents of this process" (Soares p. 18). His "second book, 'A treatise on mills, in four parts', was a very specialized book with a profoundly mechanical, mathematical and experimental approach, mainly targeting professionals with vast knowledge on this field ... It contained a large number of problems and experiments about various aspects related to factories, machines and engines" (Soares p. 24). Die deutsche Übersetzung stammt von dem Mathematiker Chr. G. Zimmermann (1766-1841), einem Bekannten von Kant, der seit 1795 am Friedrich-Werderschen Gymnasium in Berlin tätig war (vgl. ADB 45, S. 251). VD18 11436514. Soares: John Banks: an independent and itinerant lecturer ... (http://dx.doi.org/10.23925/1980-7651.2017v19;p.18-33). – Äußere Ecken meist durchgehend mit leichtem Wasserrand. Teils gebräunt.
Bertholon de St. Lazare, Pierre
De l'électricité des météores
Los 323
Schätzung
1.000€ (US$ 1,149)
Bertholon de St. Lazare, (Pierre). De l'électricité des météores. Ouvrage dans lequel on traité de l'Eléctricité Naturelle en général, & des Météores en particulier; contenant l'exposition & l'explication des principaux phénomenes qui ont rapport à la Météorologie Electrique, d'après l'observation & l'expérience; avec figures. 2 Bände. XXVIII, 446 (recte 436) S.; 2 Bl., 391, 1 Bl. Mit 6 gefalteten, gestochenen Tafeln von L. Le Grand. 19 x 11,5 cm. Gefleckte Kalblederbände d. Z. (leicht berieben und etwasbestoßen) mit goldgeprägtem RSchild, reicher RVergoldung und goldgeprägten Stehkanten. Lyon, Bernuset, 1787.
Ronalds S. 54. Mottelay S. 258f. Poggendorff I, Sp. 167f. – Erste Ausgabe. Bertholon (1741-1800) war Mitglied des Ordens der Lazaristen und vor allem in Lyon und Montpellier tätig. Für diese Region kommt ihm bei der Erforschung der Elektrizität eine vergleichbare Bedeutung zu, wie sie Abbé Nollet in Paris ausübte. "Three principle works brought him fame 'De l'électricité des météores' is a study of all atmospheric manifestations, as well as of volcanoes and earthquakes; Bertholon proposed to overcome the latter by sinking metals shafts into the ground. Influenced by his friend Benjamin Franklin, he supplied southern France with lightning rods." (DSB II, S. 83). Der erste Band behandelt Gewitter, Erdbeben und Vulkane. Der zweite Band handelt über atmosphärische Lichterscheinungen, Wolken, Nebel, Regen, Wasserhosen, Wind sowie Werkzeuge zur Elektrizitätsmessung etc. Die Tafeln mit Darstellung eines Nordlichtes, eines Vulkanausbruchs, von Eiskristallen, Windhosen und physikalischen Geräten. – Einige Stockflecken. Insgesamt sehr schönes und dekorativ gebundenes Exemplar der seltenen Originalausgabe.
Beyse, A(ugust) W(ilhelm). Beschreibung des Eisenbahnbaues auf Pfählen nach dem Schnellbausystem in America, dessen Bauzeit und Kosten im Vergleich mit der bis jetzt in Europa befolgten Bauweise sehr geringe sind. 2 Bl., 20 S. Mit 1 gefalteten lithographischen Tafel von H. Straub, Karlsruhe. 26 x 21 cm. Halbleinen d. Z. (leicht bestoßen, etwas gebräunt am oberen Rand und VDeckel mit stärkerer Knickspur) mit Bibliotheksschild. Karlsruhe, C. Macklot, 1842.
Engelmann S. 39. Haskell 1880. Neuner S. 398. Hoeltzel S. 53. Ottley 422, 2040, 2526 und 2528. – Sehr wahrscheinlich eine deutsche Bearbeitung von Joseph Cowdins "Description and testimonials of the patent locomotive steam double pile driving and railway grading machine, together with statistics giving the square miles of territory and the population of each state in Europe and America..." (London 1842). "Der Oberst Cowdin scheint zuerst den Dampf zum Rammen benutzt zu haben. Mit seiner 'Bruder Jonathan' genannten Dampframme, die zuerst bei Eisenbahnbauten in Amerika verwendet wurde, können zwei Pfähle zu gleicher Zeit eingeschlagen werden. Das Rammgestell besteht aus zwei gewöhnlichen größeren Kunstrammen, die auf einem Schienengleis beweglich sind." (Darmstaedter S. 421). – Titel mit 2 alten Bibl.-Stempeln, hinterer Spiegel mit Abgabestempel. Papierbedingt gebräunt und stockfleckig.
Bregeaut, Rémy-Louis
Vollständiges Handbuch für Lithographen
Los 325
Schätzung
750€ (US$ 862)
Bregeaut, R(émy)-L(ouis). Vollständiges Handbuch für Lithographen. Nebst praktischer Anweisung bei verschiedenen Manieren in der Steindruckerei etc. für Steinbereiter, Steinzeichner, Steindrucker und Liebhaber dieser Kunst. Aus dem Französischen. Zweite vermehrte Ausgabe. 160 S. (ab S. 156 Anzeige). Mit 19 Abbildungen auf 6 gefalteten lithographischen Tafeln. 15 x 9 cm. Modernes Halbleder (Deckel leicht berieben) mit goldgeprägtem RSchild unter Verwendung der Deckel d. Z. Ulm, J. Ebner, 1829.
Engelmann S. 50. Kampmann S. 11. Vgl. Bigmore-Wyman I, 80 (nur spätere franz. Auflagen). Bibl. des Börsenvereins I, 70. Winkler Nr. 171. – Einzige deutsche Ausgabe nach der zweiten Auflage des "Manuel théorique et pratique du dessinateur et de l'imprimeur lithographe" (Paris 1827). Die erste französische Ausgabe war 1827 mit nur 144 Seiten erschienen, die zweite Ausgabe wurde wesentlich erweitert. Die Illustrationen zeigen Geräte für die Herstellung der lithographischen Farben und Kreide, Zubehör des Druckers sowie vier verschiedene Pressen, darunter eine zum Satinieren. Der Verleger Johann Friedrich Ebner (1748-1825) hat 1810 die vom "Pionier der Lithographie" (B. Fischer), Gottlob Heinrich Rapp, 1807 in Stuttgart gegründete Steindruckerei übernommen und ließ sie von seinem Sohn Karl Ebner (1779-1852) betreiben. – Vorsätze leimschattig, Innen am Gelenk durchweg mit unterschiedlich großen Wurmgängen (teilweise restauriert). Selten.
Buchanan, Robertson. An essay on the teeth of wheels, comprehending principles, and their application in practice, to millwork and other machinery. 2 Bl., II S., (V)-IX, Seite 11-184. Mit zahlreichen Holzschnitten im Text und 2 (1 gestochenen) gefalteten Tabellen. 20 x 12,5 cm. Blauer Pappband d. Z. (berieben und bestoßen) mit goldgeprägtem RSchild. London, William Savage, 1808.
Goldsmiths'-Kress 19625. Vgl. Matschoss S. 34 u. Poggendorff I, Sp. 327. – Der Band enthält den Erstdruck des ersten Essays aus Buchanans dreibändigem, wichtigen Hauptwerk "Practical Essays on Millworks and other Machinery" (London 1814; zweite Ausgabe überarbeitet von Thomas Tredgold 1823; dritte überarbeitet von George Rennie 1841). Er enthält die folgenden Kapitel: 1. Of the Principles of the Configuration of the Teeth of Wheels. 2. Of the Application of the Principles of the Configuration of the Teeth of Wheels. 3. Supplementary Observations. Es folgen Appendix A: "A Practical Inquiry respecting the Strength and Durability of Teeth of Wheels used in Millwork" u. Appendix No. II: "On the Use of Charts, and some further Explanations ..." (dieser fehlt in vielen Exemplaren u. auch im von Google u.a. digitalisierten Exemplaren, die nur 164 S. abbilden). R. Buchanan (1770-1816) war als "civil engineer" in Glasgow tätig und hatte sich vor allem auf den Bau von Wassermühlen konzentriert. Peter Nicholson (1765-1844) "was one of the leading intellects behind nineteenth-century building technology. He used his great ability as a mathematician to simplify many old formulae used by architectural draughtsmen as well as to devise new ones." (Colvin: Architects 3rd ed. S. 705). – Bibliotheks-Vermerke auf Vorsatz. Titel mit Stempel der "K. Oberbergamtsbibliothek, Halle". Einige Lagen stärker gebräunt, vereinzelt mit kleinen Einrissen und leicht gewellt, sonst gutes Exemplar.
Buerbaum, Joseph. Die elektro-magnetische Telegraphie mit besonderer Berücksichtigung der ausgeführten Telegraphen-Systeme. XI, 192 S. Mit 9 (8 gefalteten) lithographischen Tafeln. 22 x 14 cm. Neuer Pappband mit montiertem OVorderumschlag. Berlin, Th. Chr. Fr. Enslin, 1851.
Ronalds Libr. 88. – Einzige Ausgabe. Seite zwölf bis dreiundsechzig mit der Theorie der Elektrizität, ab Seite vierundsechzig die Beschreibungen zahlreicher elektro-magnetischer Apparate, darunter Blitzableiter, Zeiger-Telegraphen (u. a. von Charles Wheatstone, Samuel Morse, Gustav Ephraim Kramer und Emil Stöhrer), Wecker-Glocke, Schreib- und Magnet-Telegraphen sowie der "Zeiger-Telegraph nebst Wecker von Siemens und Halske", wohl eine Fortentwicklung des 1846 von W. von Siemens entwickelten Zeigertelegraphen mit Selbstunterbrechung (vgl. Darmstaedter S. 494). Der Verfasser war Oberlehrer in Dorsten, später dann auch in Paderborn und Coesfeld (Raßmann I, S. 52). Die Tafeln mit interessanten Detaildarstellungen. – Gering stockfleckig. Ränder leicht gebräunt. Unbeschnitten.
Bühler, Georg Christian Wilhelm
Der laufende Schwamm in den Gebäuden
Los 328
Schätzung
100€ (US$ 115)
Bühler, Georg C. W. von. Der laufende Schwamm in den Gebäuden, seine Entstehung, seine Vertilgung und die sichersten Mittel, sein Hervorbrechen zu verhindern. VIII, 228 S., 1 Bl. 19 x 12 cm. Halbleinend. Z. (berieben, bestoßen und oberes Kapitel mit kleinem Einriss). Stuttgart, E. Schweizerbart, 1845.
Engelmann, Suppl. S. 16. Malberg S. 100. – Einzige Ausgabe. G. C. W. von Bühler (1797-1859) war als Ulmer Kreisbaurat einer der ersten, der eine Trassenplanung für eine Eisenbahn von Stuttgart nach Ulm vorlegte. Als er sich mit seinem Projekt jedoch nicht durchsetzen konnte, widmete er sich als Oberbaurat im Innenministerium anderen Fragen. In vorliegendem Werk beruft er sich auf seine 25jährige Erfahrung in Fragen der Schwammbildung, die er unter botanischen wie auch technischen Aspekten behandelt. Abschließend geht er auf Untersuchungen anderer Schriftsteller ein, darunter J. J. Salberg, D. G. Huth, H. L. Manger, D. Gilly, W. G. Bleichrodt u. M. H. G. Tölken. – Etwas finger- und braunfleckig.
Cancrin, Franz Ludwig
Beschreibung der vorzüglichsten Bergwerke in Hessen, in dem Waldekkischen, an dem Haarz (!), in dem Mansfeldischen, in Chursachsen, und in dem Saalfeldischen
Los 329
Schätzung
1.500€ (US$ 1,724)
Cancrin, Franz Ludwig. Beschreibung der vorzüglichsten Bergwerke in Hessen, in dem Waldekkischen, an dem Haarz (!), in dem Mansfeldischen, in Chursachsen, und in dem Saalfeldischen. 8 Bl., 429 S., (1 S. Verbesserungen), 1 weißes Bl. Mit gestochener Titelvignette und 11 gefalteten gestochenen Tafeln von H. Cöntgen, Mainz, und J. C. Back. 23,5 x 18,5 cm. Halbleder d. Zt. (Beschabt, Ecken etwas bestoßen) mit RSchild und -vergoldung sowie Marmorpapiervorsätzen. Frankfurt am Main, Andreäische Buchhandlung, 1767.
Reichardt I, 23f. Koch 91 und 85. - Vgl. ADB III, 741, NDB III, 118f. und DSB III, 41f. – Einzige Ausgabe des zweiten Werkes des bekannten Berg- und Hüttenmannes Cancrin. Es ist das Ergebnis einer Reise, die Cancrin nach Abschluss seiner bergmännischen Ausbildung und seines Jurastudiums 1762 unternommen hatte. Er beschreibt insgesamt achtzehn Bergwerke, darunter die Silber- und Kupferwerke in Frankenberg, Rammelsberg, Zellerfeld, Freiberg, Annaberg und Saalfeld, die Schieferwerke bei Godelsheim, Thalitter, Riegelsdorf, Sangerhausen und in der Grafschaft Mansfeld, die Eisenbergwerke bei Hohenkirchen, Homberg und Schmalkalden sowie die Steinkohlenbergwerke bei Germerode am Weisener und bei Wettin. Die Tafeln mit 76 instruktiven technischen Detaildarstellungen u.a. der Förderanlagen. Cancrin (1738-1816), der später in Russland als Leiter der Saline von Staraja bei Nowgorod tätig gewesen ist, gilt als einer der profiliertesten Hüttenmänner und Bergbaufachleute des ausgehenden 18. Jahrhunderts. – Nur vereinzelt leicht stockfleckig. 4 Ecken alt ergänzt.
Cornish's Guide and Companion
to the London and Birmingham Railway
Los 330
Schätzung
300€ (US$ 345)
Cornish's Guide and Companion to the London and Birmingham Railway, containing an account of all the towns on or near the line ... the company's charges for conveyance; time of starting each train. V (recte IV), Seite (3)-18, 65-72, (5)-90, 2 Bl. Mit 1 mehrfach gefalteten gestochene Karte mit 3 Ansichten und gefaltetem Fahrplan. 14 x 9 cm. Leinen mit goldgeprägtem DTitel. (Rücken verblasst, der empfindliche Einband mit nur geringen Gebrauchsspuren). London, S. Cornish, 1839.
Haskell 1268 und 1269. Ottley 6467 und 6452. – Sammelband mit Beschreibungen, Fahrplänen und weiteren Informationen zu drei frühen englischen Eisenbahnlinien, erschienen noch im Jahrzent der Eröffnung der ersten Strecke von Liverpool nach Manchester 1830. Die nicht kolorierte Karte der Strecke London-Birmingham mit Darstellung eines Zuges sowie der beiden Endbahnhöfe. Die zweite Karte mit dem Plan der Grand Junction Railway und ebenfalls der Darstellung eines Zuges. Interessant sind auch die umfangreichen Anzeigenteile. – Hinterer Spiegel mit Besitzvermerk "June 4 1939 / Pt. Stanley". Durchweg leicht gebräunt, vereinzelt etwas stockfleckig. 1 Karte etwas knittrig u. wie auch der Stadtplan mit größerem Einriss. – Beigebunden: Cornish's Guide and Companion to the Grand Junction and the Liverpool and Manchester Railways, containing also the stranger's guide to Liverpool and Manchester, and an account of Birmingham ... the company's charges from one station to another ... time of departure and arrival of each train. Third Edition, Enlarged and considerably Emproved. (V)-VIII, (5)-10, 15-60, 25-140 (recte 104), (141)-216 S. Mit 1 mehrfach gefalteten kolorierten gestochenen Karte mit 2 Darstellungen und 1 mehrfach gefalteten gestochenen Plan von Liverpool. Ebda. 1839.
Dublessy, Joseph
Le guide indispensable du voyageur sur les chemins de fer de la Belgique
Los 332
Schätzung
200€ (US$ 230)
Duplessy, J(oseph). Le guide indispensable du voyageur sur les chemins de fer de la Belgique. 2 Bl., 264 S. Mit 1 gefalteten grenzkolorierter lithographischen Karte, 5 gefalteten lithographischen Stadtplänen und 1 gefaltete Tabelle. 17,5 x 11,5 cm. Gelber OUmschlag (mit leichten Gebrauchsspuren). Brüssel, E. Landoy, 1840 (überklebt: 1841).
Haskell 1504 (nur 220 S., ohne Standort; vgl. auch 2215 die Ausgabe von 1843 mit 278 S.) Vgl. Hoeltzel 61. Goldsmiths'-Kress 34327.8 (Ausgabe 1845). Röll I, 434. – Titelauflage der wohl ersten Ausgabe dieses Reiseführers auf den belgischen Eisenbahnen (Umschlag mit gedrucktem Hinweis: "Nouvelle Édition. 2 Francs." u. Jahr 1841). Seite 10-36 enthalten allgemeine Hinweise zu den belgischen Bahnen, Seite 37-44 mit einem Verzeichnis der Abfahrtszeiten gültig ab 21. November 1840 (1 eingefaltetes Blatt mit "Changement d'heures" gültig ab 21. Februar 1841) angeklebt). Seite 49 bis 63 enthalten ein umfangreiches Preisverzeichnis für Waren- sowie Personentransport in 3 Klassen. Anschließend der Touristen-"Guide", der immer wieder mit eisenbahnspezifischen Angaben zu den einzelnen Strecken angereichert wird. Das Eisenbahnnetz Belgiens, am 5. Mai mit der Strecke Brüssel-Mecheln eröffnet, umfasste im Mai 1840 gut 320 km. Mit Plänen von Brüssel, Antwerpen, Gent, Brügge und Lüttich. J. Duplessy (1780-1860) hat noch weitere "Guides" für französische Strecken verfasst. Enthält Abfahrtszeiten von Brüssel u.a. Orten. Ein absolut frühes Beispiel für einen "Minifahrplan" für die Brieftasche. – Stempel und Exlibris von "Dr. Lahnstein, Stuttgart". Etwas stockfleckig, eselsohrig und gelockert. Ohne das separat gelieferte "Album pittoresque" (mit 12 Ansichten). – Dabei: Départs des convois du chemin de fer à dater du 1er juillet 1841. Période d'été. Courtrai, Impr. Jaspin Frères et Soeurs, (1841). 1 gefaltetes Blatt auf rosa Papier. 12 x 6 cm.
Duhamel du Monceau, Henri-Louis
Du Transport, de la Conservation et de la Force des Bois
Los 333
Schätzung
400€ (US$ 460)
Duhamel du Monceau, (Henri-Louis). Du Transport, de la Conservation et de la Force des Bois. XXXII, 556 S. Mit gestochener Kopfvignette von B. L. Prevost und 27 gefalteten gestochenen Tafeln. 23 x 18,5 cm. Halbleder d. Z. mit RSchild (etwas berieben und bestoßen. Rückengelenk mit kleiner Wurmspur und angeplatzt). Paris, L. F. Delatour, 1767.
Poggendorff I, 618. – Einzige Ausgabe. Umfassendes Werk über alle Aspekte der Behandlung des Holzes nach dem Schlagen: Transport, Lagerung und (künstliche) Trocknung. Kapitel 4 über die Verwendung des Holzes im Schiffsbau, Kapitel 5 über Stärke und Festigkeit von ganzen sowie zusammengefügten Balken. Dieses Kapitel enthält auch Angaben zu den Versuchen, die Jean-François Charpentier de Cossigny (1690-1778) auf der Isle de France (Mauritius) gemacht hatte. Die Tafeln geben in detaillierter Darstellung Methoden zu Transport, Lagerung, Trocknung und Verarbeitung des Holzes. - Duhamel du Monceau (1700-1782) begann seine wissenschaftliche Karriere mit chemischen Untersuchungen. "But other interests, primarily botany and agronomy, occupied most of his remaining working life. One of these interests was in the cultivation and use of timber... and in 1732 he was appointed 'inspecteur général de la marine', with the understanding that his duties would include supervising the timber to be used in the French navy. His experiences in this position led to several studies published in the 1740's on the structural properties of wood and on management of tree stands..." (DSB IV, S. 223f). Bei vorliegendem Werk handelt es sich um eine späte Frucht dieser Arbeiten. – Leicht wellig, Oberkante deshalb vereinzelt etwas angestaubt.
Eckhardt, Antoine Georges
Beschouwende vergelijking tusschen de watermolens met hellende en met staande schepraders
Los 334
Schätzung
500€ (US$ 575)
(Eckhardt, Antoine Georges). Beschouwende vergelijking tusschen de watermolens met hellende en met staande schepraders... Tweede Druk, vermeerderd met verscheidene belangrijke Stukken en Bijlagen.143 S. Mit 3 (1 bez. A(ntoni) Zurcher) gefalteten gestochenen Tafeln gedruckt in hellbraun. 21,5 x 12,8 cm. Pappband d. Z. (bestoßen und beschabt) mit geprägtem rotem Glanzpapierbezug, goldgeprägtem RTitel und Marmorpapiervorsätzen. Den Haag, J. Allart, 1816.
Bierens de Haan 1296 (Anm.). Nieuw Nederl. Biogr. Woordenboek VI, S. – Zweite Ausgabe, gegenüber der ersten Ausgabe, die 1778 im Quarto-Format (IV, 34 S.) erschienen war, vor allem im Anhang erweitert. Eckhardt (ca. 1740-1812) war seinerzeit ein bekannter Wasserbauingenieur, der in diesem Werk eine seiner Erfindungen, ein schräg liegendes Wasserrad vorstellt. Mit diesem wurde Wasser aus Kanälen nach oben "gepumpt", um das Trockenlegen des Landes zu unterstützen. Der Text enthält vergleichende Untersuchungen mit "normalen" Wasserrädern. Unter den Beilagen finden sich Auszüge aus Memoranden über Eckhardts Erfindung u. a. von dem bedeutenden Wasserbauingenieur C. Brunings (Brünings), den Mathematikern B. J. Douwes u. H. Aeneae. In die vorliegende Ausgabe aufgenommen wurden Beiträge von M. van Marum, J. N. S. Allamand, J. Rennie u. C. Brunings jun., die erst nach 1778 geschrieben worden sind. F. J. Eckhardt war der Bruder von G. A. Eckhardt. Die Abb. sind von Antoni Zurcher (um 1754/55-1837) neu gestochen und gegenüber der ersten Ausgabe in Details verändert. – Vorsatz mit Namenseintrag A. G. Eckhardt.
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