Quintilianus, Marcus Fabius
De institutione oratoria (und:) Declamationes
Los 2119
Schätzung
300€ (US$ 345)
Quintilianus, Marcus Fabius. De institutione oratoria libri duodecim. Cum notis et animadversionibus virorum doctorum, summa cura recogniti et emendati per Petrum Burmannum. [Und:] Derselbe. Declamationes XIX majores, et Calpurnii Flacci declamationes. Curante Petro Burmanno. 2 Teile in 4 Bänden. 34 Bl., 1178 S., 25 Bl.; 2 Bl., 838 S., 67 Bl. Titel in Rot und Schwarz. Mit gestochenem Frontispiz und 2 gestochenen Titelvignetten. 26 x 21,5 cm. Leder d. Z. (etwas berieben, mit modernem, teils lädiertem Papierrückenschild). Leiden, Johannes de Vivie, 1720.
Schweiger II, 844. Ebert 18468. – Erste Ausgabe der umfangreichen barocken Textedition des Leidener Philologen und Bibliothekars Pieter Burman (1668-1741), "nach früheren Ausgaben mit dem vollständigen exegetischen Apparat der früheren Ausleger. Einheitlich gebundenes Exemplar mit den dazugehörigen Declamationes Quintilians, beide Ausgaben wurden auch separat vetrieben. Quintilians Unterweisung in der Redekunst stellt die wichtigste und ausführlichste erhaltene Darstellung der antiken Redekunst dar. – Etwas braunfleckig, Vorsätze stärker leimschattig. Wohlerhaltenes Exemplar aus der Schulbibliothek des Gymnasiums Blankenburg, mit entsprechenden Stempeln und Einträgen. – Beigebunden: Petrus Burmann. Epistola ad Claudianum Capperonnerium de nova ejus M. Fabii Quinctiliani, De institutio oratoria editione. 4 Bl., 102 S., 1 Bl. Leiden, Samuel Luchtmans, 1726.
Quintilianus, Marcus Fabius. De institutione oratoria libri duodecim. Collatione codicis Gothani et Iensonianae editionis aliorumque librorum ac perpertuo commentario illustrati a Io. Matthia Gesnero. 18 Bl., 640 S., 95 Bl. Titel in Rot und Schwarz. 25 x 20 cm. Pergament d. Z. mit hs. RTitel. Göttingen, Abraham Vandenhoeck, 1738.
Schweiger II, 845. Ebert 18471. – Erste Ausgabe der Edition des Göttinger Philologen und Bibliothekars Johann Matthias Gesner (1691-1761), nach der Gothaer Handschrift und der Jensonschen Ausgaben bearbeitet und ausführlich kommentiert. "A very useful and admirable edition" (Dibdin II, 370). Quintilians Unterweisung in der Redekunst stellt die wichtigste und ausführlichste erhaltene Darstellung der antiken Redekunst dar. Mit dem berühmten Lob des Herausgebers auf Johann Sebastian Bach (S. 61, Anm. 3): "Haec omnia, Fabi, paucissima esse diceres, si videre ab inferis excitato contingeret, Bachium". Hierzu Albert Schweitzer: "Am meisten hat Bach sich wohl über das Denkmal gefreut, das ihm sein ehemaliger Rektor Gesner im Schatten einer lateinsichen Anmerkung zu den Institutiones variae Quintilians, die er anno 1738 herausgab, in Freundschaft und Liebe errichtete. Zu einer Stelle, wo vom Künstler die Rede ist, der sich beim Singen auf der Zither begleitet und mit den Füßen den Takt tritt, bemerkt er: 'Das alles, Fabius, würdest du für geringfügig halten, wenn du von den Toten erstehen und Bach sehen könntest wie er mit beiden Händen und allen Fingern das Klavier spielt, welches die Töne vieler Zittern in sich faßt, oder das Instrument der Instrumente'". Exemplar aus dem Besitz des Leipziger Philologieprofessors und Universitätsdirektors August Wilhelm Ernesti (1733-1801), Neffe des Rektors der Thomasschule Johann August Ernesti (1707-1781), der mit Bach zwischen den Jahren 1736 und 1738 den sogenannten Präfektenstreit austrug. – Etwas gebräunt oder braunfleckig, Titel mit verblasstem Stempel. Wohlerhaltenes Exemplar des breitrandigen Quartdrucks.
Rabener, Gottlieb Wilhelm
Briefe, von ihm selbst gesammlet
Los 2121
Schätzung
150€ (US$ 172)
Rabener, Gottlieb Wilhelm. Briefe, von ihm selbst gesammlet und nach seinem Tode, nebst einer Nachricht von seinem Leben und Schriften, herausgegeben von C. F. Weiße. 2 Bl., LXXXVI, 304 S. Mit gestochenem Frontispiz. 20,5 x 12 cm. Schlichter Pappband d. Z. (stärker berieben, beschabt und bestoßen) mit Papierrückenschild. Leipzig, Dyck, 1772.
Goedeke IV/1, 41, 4. Borst 246. – Erste Ausgabe der autobiographischen Aufzeichnungen "Versuch eines Tagebuchs", der "Freundschaftlichen Briefe" und der umfangreichen Biographie des großen satirischen Schriftstellers der Aufklärung durch den anakreontischen Dichter Christian Felix Weiße (1726-1804). Einer von zwei in der Kollation unterschiedlichen Drucken aus dem Jahr der Erstausgabe, hier in einem Exemplar mit der bei Goedeke angegebenen Kollation. Der Satiriker und Steuerrat Gottlieb Wilhelm Rabener (1714-1771) veröffentlichte "nach 1755 mit Rücksicht auf sein hohes Amt und auf die Nähe des Dresdner Hofes keine neuen Satiren mehr" (NDB). Exemplar mit den beiden bei Goedeke nicht genannten Blatt Druckprivilegien, die zwischen Titel und das erste Textblatt gebunden sind. – Etwas braun- und stockfleckig, Vorsatz gestempelt und mit altem blindgeprägtem Wappenstempel.
Rache der Untreue [und:] Der Pantherjäger
Zwei Bänkelgesänge als Einblattdrucke
Los 2122
Schätzung
250€ (US$ 287)
Nicht im KVK
Rache der Untreue, oder die schreckliche Begebenheit von dem spaniolischen Grafen Don Leo Harto, welcher seine Geliebte, ihren Bräutigam, ihren Vater und sich in der Kirche am Traualtar erschossen hat, am 23. Juni 1862. [Und:] Der Pantherjäger aus den letzten Ereignissen der Greuelscenen in Syrien. 4 S. (gefalzter Foliobogen; ohne Einband). Mit 2 Holzschnittvignetten. 30,5 x 23 cm. Landshut, J. F. Rietsch, (um 1865).
Zwei seltene Bänkelgesänge als Einblattdrucke, die hier noch zusammen auf einem gefalzten Foliobogen aus der Landshuter Winkeldruckerei von J. F. Rietsch vorliegen, verfasst im typisch sensationsgeleiteten Duktus des Genres. Am Schluss des ersten Drucks mit zwei sechs- bzw. dreistrophigen Moritaten, in denen die dramatische Handlung besungen wird. – Mit schwachen Randknicken und kleinen Einrissen, des erste Blatt mit unbedeutender Fehlstelle im Falz (ohne Textverlust). Kein bibliothekarischer Standortnachweis der beiden Drucke im KVK.
Rebmann, Andreas Georg Friedrich
Hans Kiek-in die-Welts Reisen in alle vier Welttheile
Los 2123
Schätzung
450€ (US$ 517)
(Rebmann, Andreas Georg Friedrich). Hans Kiek-in die-Welts Reisen in alle vier Welttheile. Zweyte durchgehends verbesserte Auflage. 3 Bl., 342 S. Mit Kupfertitel mit Figurenalphabet und gestochenem Frontispiz. 16 x 9,5 cm. Etwas späterer Halblederband (Gelenke etwas beschabt) mit RVergoldung und goldgeprägtem RSchild. Leipzig und Gera, Wilhelm Heinsius, 1796.
Hayn-Gotendorf III, 543. Vgl. Goedeke V, 547, 6, 4. – Zweite Ausgabe von Rebmanns zuerst 1794 ebenda erschienenen satirisch-komischen, teils autobiographischen Bildungs- und Abenteuerroman. "Dieser Roman enthält nicht nur eine beißende Verspottung der deutschen Zustände und der deutschen Reichsverfassung; er ist zugleich einer der typischen utopischen Romane dieser Epoche, der das von jeder Unterdrückung freie Leben glücklicher Menschen in einer Republik darstellt. Er spiegelt nicht nur die Ereignisse der französischen Revolution, sondern Rebmann läßt in einigen Kapiteln seine Helden als Verteidiger der Jakobinerherrschaft auftreten" (Voegt S. 119). Der Roman wird auch zu den Wertheriaden gezählt, weil der Held - nach einer wahren Begebenheit - in einer Aufführung des Balletts Die Leiden des jungen Werther von der Darstellerin der Lotte geboren wird. – Schwach gebräunt und etwas stockfleckig, Kupfertitel und Frontispiz mit kleinem Feuchtigkeitsrand, Vorsätze etwas leimschattig, fl. vorderer Vorsatz mit teils getilgtem und überschriebenem Besitzstempel.
Robeck, Johann
Exercitatio philosophica de eulogo exagoge
Los 2124
Schätzung
300€ (US$ 345)
Robeck, Johann. Exercitatio philosophica de eulogo exagoge (graece) sive Morte voluntaria philosophorum et bonorum virorum etiam udaeorum et Christianorum. 4 Bl., 52, 320 S., 10 Bl. 20 x 15 cm. Pergament d. Z. (berieben) mit goldgeprägtem RSchild. Rinteln, Enax, 1736.
Brunet IV, 1325. Rost 603. Waller 8016. Jöcher III, 2133. – Erste Ausgabe. "Im 18. Jahrhundert war eines der berühmtesten Bücher über den Selbstmord, auf das sich auch Rousseau in der Heloise bezieht, das des Schweden Johann Robeck De morte voluntaria, eine apologetische Theorie des Selbstmords, die der Verfasser dann auch mit der Praxis gekrönt hat" (Rost). Der Druck erschien posthum, nachdem Robeck sein Manuskript dem Rintelner Philologen Johann Nikolaus Funck (1715-1758) überließ, der es dann zum Druck beförderte. Robeck wählte den Freitod in der Weser. – Stärker gebräunt, Vorsatz mit Exlibris und langem hs. Vermerk. - Selten.
Ruhnken, David. Sammlung von 7 Schriften und Klassikereditionen. Großoktav. Halbleder d. Z. (4) bzw. Pappband d. Z. (3). Verschiedene Orte und Verlage, 1782-1828.
Kleine Sammlung von eigenen Schriften und Klassikereditionen des bedeutenden deutsch-niederländischen Textkritikers und Bibliothekars der Universitätsbibliothek in Leiden David Ruhnken (1723-1798). I. Timaei Sophistae lexicon vocum Platonicarum. Editio nova. Leipzig 1828. - II. Publius Rutilius Lupus. De figuris sententiarum et elocutionis libri duo. Leipzig 1831. - III. Dasselbe. Leiden 1768. - IV. Homer. Hymnus in Cererem. Leiden 1782. - V. Epistolae Davidis Ruhnkenii ad Dan. Wyttenbachium. Altona 1834. - VI. Orationes, dissertationes et epistolae. Braunschweig 1828. - VII. Vitae duumvirorum Tiberii Hemsterhusii et Davidis Ruhnkenii. Leipzig 1822. – Etwas stockfleckig.
Saintine, Xavier-Boniface
Picciola. Aus dem Französischen von Emilie Wille
Los 2126
Schätzung
300€ (US$ 345)
Saintine, X(avier)-Boniface. Picciola. Aus dem Französischen von Emilie Wille. IV, 281 S., 1 Bl. (Anzeigen). 15,5 x 10 cm. Blindgeprägter Leinenband d. Z. (etwas berieben und leicht bestoßen, Rücken ausgeblichen) mit goldgeprägtem RTitel. Berlin, W. Natorff, 1837.
Fromm I, 3571. – Sehr seltene erste deutsche Übersetzung des zuerst im Vorjahr erschienenen französischen Erfolgsromans, dem bekanntesten Werk des überaus produktiven Dramatikers und Romanciers Xavier-Boniface Saintine (1798-1865); weitere deutsche Übertragungen folgten Leipzig 1846, Bremen 1870, Stuttgart 1883 und wieder Leipzig 1885. Erzählt wird die herzzerreißende Geschichte eines politischen Gefangenen, der im Gefängnis seelischen Halt an einer kleinen Blume sucht, die im Gefängnishof zwischen den Pflastersteinen wächst. "Das Ganze ist ein erhabenes Lehrgedicht, in welchem das kindlich-fromme Gemüth über das kalte Wissen, die Demuth über den, auf Gelehrsamkeit sich stützenden Stolz den Sieg davon trägt. Die Liebe zu seiner Blume, zu seiner "Picciola" weckt den lebenssatten Charney aus seiner starren Gleichgültigkeit; sie predigt ihm den Glauben an Gott, an die Menschheit; durch sie findet er in seinem Kerker, was er im wilden Treiben der Welt, in rauschenden Vergnügungen und gelehrten Studien vergebens gesucht hat - Liebe und Freundschaft, und in diesen das lang ersehnte, wahre Glück!" (Vorrede). Von der Übersetzerin Emilie Wille, die u. a. auch Werke der französischen Schriftstellerin Sophie Gay ins Deutsche übertrug, sind keine biographischen Daten bekannt. Das Novitätenblatt am Schluss des auf deutsche Übersetzungen französischer Belletristik spezialisierten Berliner Verlags von W. Natorff am Schluss nennt zwei weitere Übersetzungen Willes. – Titel im unteren Bug gelöst, im oberen weißen Rand mit kleinerem Braunfleck, sonst nur vereinzelte geringe Flecken. Fl. Vorsatz mit alter Geschenkwidmung. Über den KVK nur ein Standortnachweis in deutschen Bibliothen in der ULB Bonn.
(Salmasius, Claudius). Funus linguae Hellenisticae, sive Confutatio exercitationis de Hellenistis et lingua Hellenistica. 390 S., 1 Bl. 15 x 9,5 cm. Marmorierter Pappband des 19. Jahrhunderts (etwas berieben und bestoßen) mit RSchild. Leiden, Jean Maire, 1643.
Breugelmans, 518. Willems 558 (Anmerkung). Graesse VI1, 249. – Im gleichen Jahr wie der Oktavdruck von Elzevier erschienene Duodezausgabe. Seltene sprachwissenschaftliche Schrift des französischen Universalgelehrten Claudius Salmasius (1588-1653), der u. a. als Nachfolger Scaligers an der Universität Leiden wirkte. "Salmasius' last work on the nature of the Greek language of the New Testament before his dispute with Heinsius on the subject was formally settled on the initiative of the Curators of Leiden University. Both Leiden professors agreed on the particular character of the New Testament language, but where Heinsius held it for a dialect of Hellenistic Jews who did not speak Hebrew or Aramaic, Salmasius argued that semiticisms were a result of translating Hebrew or Aramaic into Greek or an effect of the bilinguality of some Jews" (Breugelmans). – Titel mit dezenten Anmerkungen in Tinte. Im oberen Rand schwach gebräunt, sonst wohlerhalten.
Sammelband mit 4 Barockschriften. 17 x 10 cm. Blindgeprägter Kalbslederband d. Z. (berieben) mit reicher ornamentaler RVergoldung. Verschiedene Orte und Verlage, 1718-1742.
I. (Michael Ranfft). Des weltberühmten Fürstens Leopoldi von Anhalt-Dessau, Leben und Thaten, welchem ein Anhang einer kurtzen Beschreibung des gantzen Hoch-Fürstlichen Hauses und gesamten Fürstenthums Anhalt beygefüget ist. 166 S. Titel in Rot und Schwarz. Mit gestochenem Frontispiz (in Pag.). Frankfurt und Leipzig 1742. - Titel mit altem Besitzeintrag, Frontispiz mit kleinen Wurmlöchern.
II. Johann Caspar von Lohenstein. Edler Personen eröffnete Grüffte, das ist: Unterschiedene Leich-Abdanckungen, einigen guten Freunden von Adel gehalten; Zum unvergeßlichen Andencken des Seel. Herrn Autoris dessen Leben am Ende mit beygefüget worden; Der gelehrten Welt aber zu Liebe colligiret und dem Druck übergeben von Christoph Pfeiffer. 12 Bl., 103 S. Titel in Rot und Schwarz. Breslau, Johann Georg Bleßing, 1718. - VD18 10927468.
III. Wilhelm Ernst Tentzel. Historischer Bericht vom Anfang und ersten Fortgang der Reformation Lutheri, zur Erläuterung des Hn. v. Seckendorff Historie des Lutherthums, mit grossem Fleiß erstattet, und nunmehro in diesem andern Evangelischen Jubel-Jahr mitgetheilet von Ernst Salomon Cyprian. Der dritte Druck. 39 Bl., 531 S., 21 Bl. Titel in Rot und Schwarz. Mit gestochenem Frontispiz. Leipzig, Johann Ludwig Gleditsch und Moritz Georg Weidmann, 1718. - VD18 90986830. - Titel und ein Blatt der Vorstücke mit rötlichem Farbwischer.
IV. H(einrich) F(itzner). Gespräch zwischen einem flüchtigen Vater aus Rom und einem Clerico, worinnen die in der Offenbahrung Johannis beschrieben Gesichter gründlich erkläret, und der Zustand der Kirchen Neues Testaments deutlich gezeiget, auch mit Schrifft-Stellen gründlich bewiesen wird; Absonderlich, daß von anno 1715. bis 1748 die Babylonische Hure müsse ausgerottet werden. 3 Teile. Frankfurt und Leipzig, o. Dr., 1735. - Seltener unfirmierter Druck, über den KVK ist lediglich die undatierte Ausgabe mit dem Druckort "Philadelphia" nachweisbar bzw. eine Ausgabe Frankurt 1732. - Jeder der enthaltenen Drucke etwas braun- oder fingerfleckig, fl. Vorsatz mit Besitzeinträgen und teils getilgtem und überschriebenem Stempel. Dekorativer Barockeinband.
Sappho. Fragmenta et Elogia, quotquot in auctoribus antiquis Graecis et Latinis reperiuntur, cum virorum doctorum notis integris, cura et studio Johann Christoph Wolf. Qui vitam Sapphonis & indices adiecti. 5 Bl., XXXII, 253 S., 13 Bl. Titel in Rot und Schwarz. Mit gestochenem Frontispiz. 24,5 x 20 cm. Leder d. Z. (stärker berieben und bestoßen, Rückenbezug mit Fehlstellen, VDeckel gelöst) mit RVergoldung und (lädiertem) goldgeprägtem RSchild. Hamburg, Abraham Vandenhoeck, 1733.
VD18 11598522. Schweiger I, 285. Brunet V, 1472. Hoffmann III, 346. Dibdin II, 401. – Seltener erster Separatdruck, mithin die Editio princeps der überlieferten Carmina Sapphos mit griechisch-lateinischem Paralleltext, zuvor waren Abdrucke ihrer Gedichte lediglich in anderen Sammlungen und gemeinsam mit Schriften antiker Lyriker wie Anakreon und Alkäus erschienen. Mit umfangreichen Zitaten aus antiken Quellen und Kommentaren sowie Anmerkungen des Herausgebers Johann Christoph Wolf (1683-1739), Professor am Akademischen Gymnasium in Hamburg und Bibliothekar der dortigen Stadtbibliothek. Schöner Quartdruck mit dem Portrait der Dichterin als Frontispiz, umgeben von antiken Münzen mit Darstellungen ihres Konterfeis. – Stellenweise schwach gebräunt und nur vereinzelte geringe Flecken, vorderes Innengelenk unfachmännisch mit Leinenstreifen verstärkt.
Scaliger, Julius Caesar
De causis linguae Latinae libri tredecim
Los 2130
Schätzung
150€ (US$ 172)
Scaliger, Julius Caesar. De causis linguae Latinae libri tredecim. 16 Bl. (l. w.), 451 (recte: 455) S. Mit Holzschnitt-Druckermarke. 17 x 10,5 cm. Pergament d. Z. O. O. (wohl Heidelberg oder Leiden), Bibliopolio Commeliano, 1623.
VD17 23:270095F. – Unfirmierte spätere Ausgabe der zuerst 1540 in Lyon erschienenen sprachwissenschaftlichen Abhandlung über das Lateinische, verfasst von dem italienischen Humanisten, Dichter und Naturforscher Julius Caesar Scaliger (1484-1558). – Im Satzspiegel etwas gebräunt. Titel mit verblasstem Braunfleck, sonst wohlerhalten. Exemplar einer historischen Schulbibliothek mit entsprechendem Stempel und Besitzeintrag auf dem Titel.
Schiller, Friedrich. Wilhelm Tell. Schauspiel. Zum Neujahrsgeschenk auf 1805. 2 Bl., 241 S., 1 Bl. 13,5 x 9,5 cm. Strukturgeprägter Pappband d. Z. (bestoßen, Gelenke beschabt). Tübingen, Johann Georg Cotta, 1804.
Goedeke V, 230, 12. Marcuse 253. Fischer, Cotta, 457. – Erste Ausgabe, hier in einem Exemplar ohne die Kupfer und noch mit dem später korrigierten Paginierungsfehler (Seite "711" statt 171). Mit dem von Goedeke und Marcuse nicht genannten Anzeigenblatt am Schluss. – Etwas stockfleckig und mit einigen Unterstreichungen in Bleistift, Titel im Bug mit Abklatsch, fl. Vorsatz mit alter Geschenkwidmung.
(Schmidt, Johann Georg). Die gestriegelte Rockenphilosophie, oder Aufrichtige Untersuchung derer von vielen superklugen Weibern hochgehaltenen Aberglauben. Fünfte und vom neuen übersehene Auflage. 5 Bl., 1019 S. 17,5 x 10,5 cm. Späterer Pappband (berieben und bestoßen). Chemnitz, Stößel, 1759.
Goedeke III, 241, 26, 1g. Ackermann I, 672. Hayn-Gotendorf VI, 506. Vgl. Faber du Faur 1564. Jantz 2238. – "Dieses interessante Curiosum behandelt in satyrisch-aufklärender Weise alle möglichen Erscheinungsformen des Aberglaubens, besonders der alten Weiber ... Letzte und vollständigste Ausgabe" (H.-G.). Die erste Ausgabe erschien 1705. "An important sourcebook for popular practices of the period" (Faber du Faur). – Es fehlt das gestochene Frontispiz. Etwas gebräunt, Titel mit altem Besitzvermerk.
Nicht im KVK
Schmidt-Häßler, Walter. Ein Schatten. Roman. 25 Doppelblatt (Nrn 100-134; komplett). 23,5 x 16 cm. Dresden, Neueste Nachrichten, 1900.
Nicht bei Kosch. – Einzige Ausgabe. Als lose "Unterhaltungs-Beilage" in 25 Fortsetzungen mit jeweils vier Druckseiten erschienener seichter Zeitungsroman der Dresdner Tageszeitung "Neueste Nachrichten", deren Erscheinungszeitraum von September 1893 bis März 1903 nachgewiesen ist. Der aus Leipzig stammende und u. a. als Schauspieler und Filmregisseur tätige Verfasser Walter Schmidt-Häßler (1864-1923) veröffentlichte weitere Unterhaltungsschriften, die in damals beliebten Reihen wie "Romane der eleganten Welt" und "Grüne Romane" erschienen. – Papierbedingt etwas gebräunt und mit geringen Randläsuren. Kein Nachweis über den KVK.
[*]: Regelbesteuert gemäß Auktionsbedingungen. [^]: Ausgleich von Einfuhr-Umsatzsteuer.
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