Los 2120

Quintilianus, Marcus Fabius
(35-100)De institutione oratoria

Schätzung
450€ (US$ 517)

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Los 2120 - Quintilianus, Marcus Fabius - De institutione oratoria - 0 - thumb

Aus dem Katalog
Literatur und Buchillustration 17.–19. Jahrhundert
Auktionsdatum 7.10.2026

Aus dem Katalog
Wertvolle Bücher, Dekorative Graphik und Autographen
Auktionsdatum 6. – 8. Oktober 2026

Lot 2120, Auction  128, Quintilianus, Marcus Fabius, De institutione oratoria

Quintilianus, Marcus Fabius. De institutione oratoria libri duodecim. Collatione codicis Gothani et Iensonianae editionis aliorumque librorum ac perpertuo commentario illustrati a Io. Matthia Gesnero. 18 Bl., 640 S., 95 Bl. Titel in Rot und Schwarz. 25 x 20 cm. Pergament d. Z. mit hs. RTitel. Göttingen, Abraham Vandenhoeck, 1738.
Schweiger II, 845. Ebert 18471. – Erste Ausgabe der Edition des Göttinger Philologen und Bibliothekars Johann Matthias Gesner (1691-1761), nach der Gothaer Handschrift und der Jensonschen Ausgaben bearbeitet und ausführlich kommentiert. "A very useful and admirable edition" (Dibdin II, 370). Quintilians Unterweisung in der Redekunst stellt die wichtigste und ausführlichste erhaltene Darstellung der antiken Redekunst dar. Mit dem berühmten Lob des Herausgebers auf Johann Sebastian Bach (S. 61, Anm. 3): "Haec omnia, Fabi, paucissima esse diceres, si videre ab inferis excitato contingeret, Bachium". Hierzu Albert Schweitzer: "Am meisten hat Bach sich wohl über das Denkmal gefreut, das ihm sein ehemaliger Rektor Gesner im Schatten einer lateinsichen Anmerkung zu den Institutiones variae Quintilians, die er anno 1738 herausgab, in Freundschaft und Liebe errichtete. Zu einer Stelle, wo vom Künstler die Rede ist, der sich beim Singen auf der Zither begleitet und mit den Füßen den Takt tritt, bemerkt er: 'Das alles, Fabius, würdest du für geringfügig halten, wenn du von den Toten erstehen und Bach sehen könntest wie er mit beiden Händen und allen Fingern das Klavier spielt, welches die Töne vieler Zittern in sich faßt, oder das Instrument der Instrumente'". Exemplar aus dem Besitz des Leipziger Philologieprofessors und Universitätsdirektors August Wilhelm Ernesti (1733-1801), Neffe des Rektors der Thomasschule Johann August Ernesti (1707-1781), der mit Bach zwischen den Jahren 1736 und 1738 den sogenannten Präfektenstreit austrug. – Etwas gebräunt oder braunfleckig, Titel mit verblasstem Stempel. Wohlerhaltenes Exemplar des breitrandigen Quartdrucks.


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