153050

Lose pro Seite


Lot 180, Auction  128, Chur-Fürstliche Brandenburgische, und andere derselben einverleibte Ordnungen

Chur-Fürstliche Brandenburgische
und andere derselben einverleibte Ordnungen
Los 180

Schätzung
150€ (US$ 172)

Details

Los merken

Chur-Fürstliche Brandenburgische im Hertzogthume Magdeburg publicirte Policey- und andere derselben einverleibte Ordnungen. Anno 1688. 4 Bl., 664 S., 4 Bl. 19 x 15 cm. Halbleder d. Z. (beschabt und bestoßen, Rücken erneuert) in Pappschuber. Halle, Witwe Christoph Salfeld, 1704. - Etwas gebräunt und braunfleckig, mit einigen alten Unterstreichungen. Innengelenke verstärkt.

Lot 181, Auction  128, Garde-Schützen-Bataillon Fotoalbum, Album mit 24 Silbergelatineabzügen

Garde-Schützen-Bataillon Fotoalbum
Album mit 24 Silbergelatineabzügen
Los 181

Schätzung
200€ (US$ 230)

Details

Los merken

Garde-Schützen-Bataillon, Lichterfelde bei Berlin. Album mit 24 Orig.-Photographien in Silbergelatineabzügen. Zwischen 12 x 5,5 cm bzw. 15,5 x 21 cm. Fest in Passepartoutalbum einmontiert. 29,5 x 37 cm. Grünes OLeinen (leicht berieben, Rücken teils gelöst und fleckig) mit goldgeprägtem VDeckeltitel und goldgeprägter VDeckel-Vignette. "Gross-Lichterfelde West" (bei Berlin), Carl Scherz, 1907-1909.
Für die Geschichte des preußischen Militärs und des Berliner Gardeschützenregiments historisch bedeutsame, bis dato unpublizierte Serie von Photographien. "Dem Gardeschützen Max Pöschk zum Andenken an seine Dienstzeit bei der 4. Comp. des Garde-Schützen-Bataillons gewidmet von seinen Kameraden" (Blatt 1). Die inszenierten Aufnahmen zeigen das alltägliche Leben, zu dem die militärische Übung auf dem sicheren Kasernenareal ebenso wie im unwegsamen Gelände, das Paradestehen und auch die richtige Handhabung der Schusswaffen gehören. Des Weiteren werden Ausflüge und das gesellige Beisammensein gezeigt, Unternehmungen, die das Gemeinschaftsgefühl der Gruppe stärken. Auf dem ersten Blatt erscheint Max Pöschk selbst, auf den folgenden Seiten seine Vorgesetzten sowie letztlich das heute noch im Gardeschützenweg im Bezirk Steglitz existierende Kasernengebäude. – Stellenweise leicht stockfleckig, teils im Rand gering ausgeblichen, meist sehr sauber und wohlerhalten.

Lot 182, Auction  128, Godet, Jean, Verkaufsplakat für Orden und Orden-Arrangements

Godet, Jean
Verkaufsplakat für Orden und Orden-Arrangements
Los 182

Schätzung
90€ (US$ 103)

Details

Los merken

Godet, Jean. Verkaufsplakat für Orden und Orden-Arrangements. 53 x 72 cm. Mehrfach gefalteter Foliobogen mit ca. 65 Darstellungen verschiedener Orden. Berlin, Paul Schahl, um 1900.
Seltenes Verkaufsplakat des traditionsreichen, bereits 1761 gegründeten Berliner Juweliergeschäfts, das 1828 vom preußischen Königshaus das Patent als Hofjuwelier erhielt und ab ca. 1850 unter der Firmierung Jean Godet & Sohn als "Gold-, Silber- und Eisenguss-Waaren-Fabrik" auch Orden und Ehrenzeichen herstellte und verkaufte. Im Jahr 1861 wurde Jean Godet zum Hofllieferanten für Kaiser Wilhelm I. ernannt. Mittig mit der Firmierung "Grösstes und zuverlässiges Special Fabrikations-Geschäft in Orden und Orden-Arrangements des In- und Auslandes". – Etwas fleckig und mehrfach gefalzt. Mit schwachen Knickspuren und kleinen Falzrissen.

Lot 183, Auction  128, Kugler, Franz, Geschichte Friedrich des Großen

Kugler, Franz
Geschichte Friedrich des Großen
Los 183

Schätzung
120€ (US$ 138)

Details

Los merken

Kugler, Franz. Geschichte Friedrich des Großen. VIII, VIII, 625 S. Mit Holzschnitt-Titel, Holzschnitt-Frontispiz und 400 Textholzschnitten nach Adolph von Menzel. 25 x 16,5 cm. Halbleder d. Z. (etwas berieben, beschabt und bestoßen, Rücken ausgeblichen) mit ornamentaler RVergoldung und goldgeprägtem RTitel. Leipzig, J. J. Weber, 1840.
Bock 428-815. Henning 77. – Zweiter Druck der ersten Ausgabe, ohne die im ersten Druck aus demselben Jahr noch vorhandenen und danach unterdrückten Holzschnitte vom Dresdener Maskenball (S. 44-45). "Das Werk machte Menzel mit einem Schlage berühmt" (Rümann S. 322) und gilt als das "bedeutendste illustrierte Werk des 19. Jahrhunderts" (Neufforge S. 420). – Leicht stockfleckig.

Lot 184, Auction  128, Friedrich Wilhelm von Hohenzollern, Landt-tags Recess. Deutsche Handschrift auf Pepier

Friedrich Wilhelm von Hohenzollern
Landt-tags Recess. Deutsche Handschrift auf Pepier
Los 184

Schätzung
800€ (US$ 920)

Details

Los merken

Friedrich Wilhelm von Hohenzollern, der "Große Kurfürst". Landt-tags Recess vom 26 Julii Anno 1653. Deutsche Handschrift auf Papier. 132 Bl. (Bl. 35-131 hs. num. 1-99 mit Fehlern). Format 33 x 21 cm. Lädierter Pappband d. Z. (Gelenke brüchig, Kanten und Ecken versehrt, Fehlstellen) mit verblasstem Marmorpapierbezug (teils abgerissen). Abschrift Anfang 18. Jahrhundert, datiert Potsdam und Berlin 1630-1707.
Der Brandenburger Landtagsrezess vom 26. Juli 1653 ist eines der bedeutendsten Verfassungs- und Rechtsdokumente in der Geschichte Brandenburg-Preußens. Er wurde von Kurfürst Friedrich Wilhelm (dem "Großen Kurfürsten") und den brandenburgischen Landständen beschlossen. Dieses historische Abkommen markiert den entscheidenden Wendepunkt vom ständischen Staat zum Absolutismus und legte das Fundament für den Aufstieg Preußens zur europäischen Großmacht, hatten die Stände dem Kurfürsten doch die nicht unerhebliche Steuersumme von 530.000 Talern gegen die Bestätigung ihrer Privilegien zugesichert. Mit dieser über fünf Jahre zahlbaren Summe konnte Friedrich Wilhelm eines der stärksten Heere des Kontinents aufbauen und seinen Nachfolger einen machtvollen Apparat hinterlassen, der letztlich den Weg bis zur Kaiserkrönung Wilhelms I. im Jahr 1871 ermöglichte.

Vorliegt hier eine Aktenkopie mit hs. Notarssiegeln und der Kopie der Unterschriften des Großen Kurfürsten, sowie weiterer bezüglicher Akten, die bis ins 19. Jahrhundert datieren. Zunächst enthält die umfangreiche Handschrift den vollständigen Landtagsrezess, das offizielle Abschlussdokument des brandenburgischen Landtages. Er stellt die schriftliche Vereinbarung bzw. den Vertrag zwischen dem Landesherrn, dem großen Kurfürsten Friedrich Wilhelm, und den Landständen, also den Vertreter von Adel, Kirche und Städten) dar, fängt an mit "Wir Friderich Willhelm von Gottesgnaden Marggraff zu Brandenburg des Heil. Römischen Reichs ErtzCämmerer [...]" und endet mit "Gegeben in Unser Residentz Colln an der Spree am 26ten Julij Im Jahre Christi 1653. Friedrich Wilhelm L.S. [locus sigilli]" (Fol 1-33). Es folgen Abschriften weiterer Beschlüsse des Landtags, zusammengefasst unter dem Titel "Protocollum de Anno 1706" (Fol. 34-132). Enthalten sind Hunderte von bedeutenden Protokollen von Beschlüssen, die die Geschichte Brandenburgs bestimmen sollten. Der letzte Eintrag datiert "Vom 9. Julij anno 1707".

Lose beiliegen weitere hs. Urkundenabschriften der Preußischen Könige Friedrich Wilhelm II. (1744-1797), ein Jahr vor seinem Tode datiert am "10 Octbr 1796" und von Friedrich Wilhelm III. (1770-1840), datiert "Berlin d. 5. März 1807". – Bindung gelockert, Gelenke offen, wenige Blätter lose, etwas fleckig und mit Gebrauchsspuren, insgesamt aber bemerkenswert wohlerhalten und augenscheinlich vollständig.

Lot 185, Auction  128, Lehmann, Gottfried Arnold, Ein Tag in Berlin

Lehmann, Gottfried Arnold
Ein Tag in Berlin
Los 185

Schätzung
400€ (US$ 460)

Details

Los merken

Lehmann, Gottfried Arnold. Ein Tag in Berlin. Spielebogen, bestehend aus 51 gestochenen Ansichten, montiert auf Karton. 49 x 62,5 cm. Berlin, Carl Friedrich Amelang, 1820.
Kiewitz 727. Berndt, Märkische Ansichten, 228. – 1820 wurde bei Carl Friedrich Amelang in Berlin ein Würfelspiel mit dem Titel "Ein Tag in Berlin" veröffentlicht. Nach der Natur fertige hierfür der Kupferstecher und Lithograf Gottfried Arnold Lehmann (1766-1819) 51 Ansichten, die bedeutende historische Gebäude der Stadt Berlin zeigen. Der als Würfelspiel konzipierte Stich beginnt mit der Nummer eins am Königlischen Schloss und führt über fünfzig Felder zum Brandenburger Tor. Ursprünglich war noch ein Heft mit Erklärungen der historischen Gebäude sowie der Spielregeln beigefügt.
Die einzelnen Stationen zeigen die folgenden Gebäude bzw. Statuen: 1) Königliches Schloss, 2) Königs-Palais, 3) Stechbahn, 4) Hotel de Brandenbourg, 5) Königliche Bank, 6) Cadetten-Haus, 7) Waisenhaus, 8) Lotterie-Directorium, 9) Friedrich-Wilhelm-Gymnasium, 10) Königliche Sternwarte, 11) Königliche Ritterakademie, 12) Berlinisches Rathaus, 13) Adress oder Leihhaus, 14) Königliche Gold und Silber Manufactur, 15) Königliches Academie-Gebäude, 16) Königliches Schauspielhaus, 17) Königliche Bibliothek, 18) Lange Brücke, 19) Börsenhaus, 20) Universitätsgebäude, 21) Eckhaus an der Breitenstraße, 22) Katholische Kirche, 23) Monbijou, 24) Königliches Arbeitshaus, 25) Königliches Münzgebäude, 26) Hauptfeuerwache, 27) General von Seidlitz, 28) Große Freimaurer-Loge, 29) Hotel de Russie, 30) Königliches Posthaus, 31) Charité-Gebäude, 32) Königliche Porzellan-Manufactur, 33) Artillerie-Caserne, 34) Finanz-Ministerium, 35) Feldmarschall von Schwerin, 36) Kommandantur, 37) Polizei-Präsidium, 38) General von Winterfeld, 39) Neuer Packhof, 40) General-Feldmarschall von Keith, 41) Landschaftshaus, 42) Gens d'Armes-Markt, 43) Parochial-Kirche, 44) Königliches Kammergericht, 45) General von Zieten, 46) Königliches Opernhaus, 47) Fürst Leopold von Anhalt-Dessau, 48) Dom, 49) Königliches Zeughaus, 50) Marien-Kirche, 51) Brandenburger Thor.
Bereits im Jahre 1815 fertigte Lehmann den Kupferstich "Ein Tag in Potsdam", ebenfalls mit 51 Ansichten an. – Mit schwachen Braunflecken. Ecken des Trägerkartons bestoßen. Die einzelnen Ansichten knapp am Plattenrand beschnitten und in jüngster Zeit auf Karton montiert. Sehr selten.

Lot 186, Auction  128, Osborn, Max, Berlins Aufstieg zur Weltstadt

Osborn, Max
Berlins Aufstieg zur Weltstadt
Los 186

Schätzung
200€ (US$ 230)

Details

Los merken

Osborn, Max. Berlins Aufstieg zur Welstadt. 380 S. mit zahlreichen Abbildungen. 30 x 21,5 cm. Brauner OHalbleder (berieben) mit goldgeprägtem RTitel. Berlin, Reimar Hobbing, 1929.
Berlin-Bibl. S. 86. – Erste Ausgabe. Mit Beiträgen von Max Osborn, A. Donath und F. M. Feldhaus zur industriellen und kulturellen Entwicklung der Reichshauptstadt. Mit interessantem Bildmaterial und Register. Zum Anlass des 50 Jährigen Bestehens des Vereins für Berliner Kaufleute unf Industrieller. Max Osborn (1870-1946), ein bekannter Kunst- und Architekturkritiker, unterteilt die Entwicklung Berlins inhaltlich in drei Abschnitte: Wirtschaft und Handeltätigkeiten, Architektur und Stadtplanung und Kultur und Gesellschaft. Spannendes Werk zur Geschichte Berlins. – Papierbdingt gebräunt. Vorsatz mit handschriftlichem Besitzvermerk. Sonst gutes Exemplar.

Lot 187, Auction  128, Per aspera ad astra, Blätter zur Erinnerung an die Siegesthaten der Preußischen Armee im Jahre 1866

Per aspera ad astra
Blätter zur Erinnerung an die Siegesthaten der Preußischen Armee im Jahre 1866
Los 187

Schätzung
400€ (US$ 460)

Details

Los merken

Per aspera ad astra. Blätter zur Erinnerung an die Siegesthaten der Preußischen Armee im Jahre 1866, gezeichnet von F. Kaiser, L. Burger, H. Lüders & C. Koch. 1 Textbl. Mit lithographischem Titelbl. und 24 lithographischen Tafeln mit Tonplatte. 39 x 51 cm. Halbleder d. Z. (Kapitale und Ecken bestoßen und beschabt) mit Kaliko-Deckelbezügen und goldgeprägtem Deckeltitel sowie Blindprägung. Berlin, W. Loeillot, (1867).
Lipperheide Qdb 62 und Thieme-Becker V, 247; XIX, 445; XXI, 69 und XXIII, 448 (mit meist ausführlichen Würdigungen der Künstler und Zeichner). – Mit prachtvollen Schlachtendarstellungen der Künstler Friedrich Kaiser, Ludwig Burger, Hermann Lüders und Carl Koch. Die getönten Tafeln zeigen Reiterporträts, u. a. von König Wilhelm, Moltke, Prinz Friedrich Carl, General von Steinmetz und Schlachtenszenen bei Nachod, Wisokow, Trautenau, Königrätz und bei Kulm, Flucht der österreichischen Artillerie, Tischnowitz, Kampf am Herstaller Thore in Aschaffenburg, Beschießung der Festung Marienberg in Würzburg usw. – Innen etwas gebräunt und meist nur im weißen Rand blass braunfleckig fleckig, selten stärker. Eine Tafel mit hinterlegtem Einriss, etwas Odor humidus.

Lot 188, Auction  128, Potsdam, Plan von der Insel Potsdam und deren Stadt Gebiet

Potsdam
Plan von der Insel Potsdam und deren Stadt Gebiet
Los 188

Schätzung
150€ (US$ 172)

Details

Los merken

Potsdam. - Plan von der Insel Potsdam und deren Stadt Gebiet. Kupferstichkarte. 42,5 x 43 cm (Plattenrand). 1798.
Sehr hübsche und detaillierte Karte zu Potsdam mit figurativem Titel und Kompassrose. – Knapp beschnitten. Mit mehreren Falzen und mit geknickten Ecken.

Lot 189, Auction  128, Schinkel, Karl Friedrich, Konvolut von 20 Ansichten und Plänen zu Berlin

Schinkel, Karl Friedrich
Konvolut von 20 Ansichten und Plänen zu Berlin
Los 189

Schätzung
750€ (US$ 862)

Details

Los merken

Schinkel, Karl Friedrich. Konvolut von 20 Ansichten und Plänen zu Berlin. 41,5 x 51,5 cm (Plattenrand) bis 36,5 x 46 cm (Darstellung). Teilweise mit Passepartout. Verschiedenen Orte und Verlage, 1812-1860.
Vorhanden sind: I. Die siegreichen Vertheidiger des Vaterlands in den Jahren 1813-1814-1815 ehrt dankbar König und Vaterland. Chromolithographie. 65,5 x 43 cm (Darstellung). Berlin, Meyer und Ohmann, um 1860. - II. Kirche auf dem Wedding bei Berlin. Kirche auf dem Gesundbrunnen bei Berlin. Umrissradierung. Um 1812. - III. Situationsplan aller durch den Bau des neuen Museums herbeigeführten Veränderungen in der Stadt, und Details der inneren Säulenordnung. Umrissradierung aus "Sammlung Architektonischer Entwürfe". Berlin, Ernst & Horn, 1819. - IV. Situationsplan aller durch den Bau des neuen Museums herbeigeführten Veränderungen in der Stadt und Details der Inneren Säulenordnung. Umrissradierung aus "Sammlung Architektonischer Entwürfe". Berlin, Ernst & Horn, 1819. - V. Entwurf für einen Palast des Prinzen Wilhelm Königl. Hoheit am Opernplatz. Kolorierte Umrissradierung aus "Sammlung Architektonischer Entwürfe". Berlin, Ernst & Horn, 1819. - VI. Das Schloesschen Tegel. Kolorierte Umrissradierung aus "Sammlung Architektonischer Entwürfe". Berlin, Ernst & Horn, 1819. - VII. Neue Schlossbrücke in Berlin. Radierung. Um 1815. - VIII. Perspectivische Ansicht des neuen Schauspielhauses zu Berlin. Umrissradierung aus "Sammlung Architektonischer Entwürfe". Berlin, Ernst & Horn, 1819. - IX. Ansicht des Leipziger Thores vom Leipziger Platz gesehen. Umrissradierung aus "Sammlung Architektonischer Entwürfe". Berlin, Ernst & Horn, 1819. - X. Situationsplan und Ansicht der neuen Packhofs-Anlage zu Berlin. Umrissradierung aus "Sammlung Architektonischer Entwürfe". Berlin, Ernst & Horn, 1819. - XI. Perspectivische Ansicht der Seitenfacade des neuen Schauspielhauses. Kolorierte Umrissradierung aus "Sammlung Architektonischer Entwürfe". Berlin, Ernst & Horn, 1819. - XII. Perspectivische Ansicht aus dem Zuschauerraum auf die Scene, mit der Vorstellung der beim Einweihungs-Prolog aufgestellten Decoration ... Umrissradierung aus "Sammlung Architektonischer Entwürfe". Berlin, Ernst & Horn, 1819. - XIII. Perspectivische Ansicht von der Galerie der Haupt-Treppe des Museums durch den Porticus auf den Porticus auf den Lustgarten und seine Umgebungen. Umrissradierung aus "Sammlung Architektonischer Entwürfe". Berlin, Ernst & Horn, 1819. - XIV. Perspectivische Ansicht des neuen Wacht-Gebäudes in Berlin. Umrissradierung. Darmstadt, J. C. Susemihl, 1820. - XV. Perspectivische Ansicht der neuen Packhofs-Gebäude von der Brücke am Mehlhaus. Umrissradierung aus "Sammlung Architektonischer Entwürfe". Berlin, Ernst & Horn, 1819. - XVI. Perspectivische Ansicht des Gebaeudes der Allgemeinen Bauschule in Berlin. Umrissradierung aus "Sammlung Architektonischer Entwürfe". Berlin, Ernst & Horn, 1819. - XVII. Perspectivische Ansicht des Aeusseren der Kirche auf dem Wederschen Markt in Berlin. Umrissradierung aus "Sammlung Architektonischer Entwürfe". Berlin, Ernst & Horn, 1819. - XVIII. Perspectivische Ansicht des Leipziger Thores von der Aeusseren Seite. Umrissradierung aus "Sammlung Architektonischer Entwürfe". Berlin, Ernst & Horn, 1819. - XIX. Perspectivische Ansicht des neuen Museums in Berlin vom Standpunkte zwischen dem Zeughaus und der neuen Schlossbrücke. Umrissradierung aus "Sammlung Architektonischer Entwürfe". Berlin, Ernst & Horn, 1819. - XX. Perspectivische Ansicht des Gebäudes der neuen Bauschule in Berlin. Umrissradierung aus "Sammlung Architektonischer Entwürfe". Berlin, Ernst & Horn, 1819. – Meist papierbedingt gebräunt, knapp beschnitten, etwas braunfleckig, mit Randläsuren und mit kleineren bis größeren Gebrauchsspuren.

Lot 190, Auction  128, Schlesien,  Accise-Tarif für das souveraine Herzogthum Schlesien und die Grafschaft Glatz

Schlesien
Accise-Tarif für das souveraine Herzogthum Schlesien und die Grafschaft Glatz
Los 190

Schätzung
600€ (US$ 690)

Details

Los merken

Schlesien. - Accise-Tarif für das souveraine Herzogthum Schlesien und die Grafschaft Glatz. 285 (recte 273) S. 34 x 22 cm. Halbleder d. Z. (gering beschabt und bestoßen), Schließbänder entferntmit blauem Bezugspapier. Berlin, Königlichen Geheimen Oberhofbuchdruckern, 1788.
Nicht bei Goldsmiths'- Kress und Stammhammer: Finanzwissenschaft. – Die vorliegende Ausgabe des Accise-Tarifs ersetzt die Accise-Extracte von 1756 und den provisorischen Tarif von 1766 und arbeitet alle seither erlassenen Verordnungen und Verfügungen ein. Somit entstand erstmals ein "möglichst vollständiger" Accise-Tarif für Schlesien und die Grafschaft Glatz, der wesentlich umfangreicher als z. B. der 1769 für Berlin erlassene Tarif ist. Die Liste gliedert sich in die Spalten: "Benennung der verschiedenen Waaren und Produkte", "Anschlag des Werths der Waaren behufs der Handlungs-Accise" sowie die "Accise-Sätze" (nach Rthl., sgl., d'). Diese werden wiederum nach "zur Consumption" und "zur Handlung" differenziert, wobei die Sätze "zur Handlung" wesentlich günstiger liegen und teilweise auch auf anderen Berechnungsgrundlagen beruhen. Diese Bevorzugung der (Breslauer) Kaufmannschaft geht auf ein besonderes Reglement vom 30. März 1746 zurück. Bemerkenswert sind u.a. die z. T. mehrere Seiten umfassenden Einträge zu den Stichworten Brodt, Eisen, Fische, Flores, Getreyde, Herba, Leinwand, Nachschuß-Accise, Radix, Semen (Samen), Vieh, Wein u. Zucker, wobei dies einerseits auf eine Vielzahl von z. B. Florae zurückgehen, andererseits durch ausführliche Differenzierungen der Waren (Brodt, Leinwand) hervorgerufen werden kann. "Alle fremde jüdische Bücher und Schriften sind einzuführen verboten", alle anderen "gedruckte Schriften und Bücher" "passiren frey". "Spielzeug für Kinder", sobald es aus Sachsen kommen sollte, ist hingegen wiederum verboten... Ab S. 267 folgen "Erläuterungen", ein Anhang u.a. über Gartensteuer, Vieh-Steuer, "Consumtions-Accise" (1. bis 4. Classe) und Angaben über die anzuwendenden Maße. Abschließend zwei Seiten "Errata" (die handschriftlich eingetragen worden sind) sowie vier Seiten "Nachtrag" (datiert 16. XII. 1788). – S. 93/94 und 183-192 in der Paginierung übersprungen. Auf dem Durchschuss einige Nachträge bis in den Februar 1789. Vereinzelt gering stockfleckig, einige Seiten mit Abklatsch. Titel mit kleinem, alt hinterlegtem Ausschnitt.

Lot 191, Auction  128, Schmettau, Samuel Graf von, Plan de la ville de Berlin

Schmettau, Samuel Graf von
Plan de la ville de Berlin
Los 191

Schätzung
750€ (US$ 862)

Details

Los merken

Schmettau, Samuel Graf von. Plan de la ville de Berlin. Kolorierter Kupferstichplan. 51,5 x 72,5 cm. Mit Passepartout unter Glas in vergoldeter Holzleiste gerahmt. 76 x 94,5 cm. Berlin und Amsterdam, Neaulm, 1757.
Schmettaus gestochener Stadtplan im Maßstab von 1:8.800 erschien erstmals 1748 und wurde auf vier Blätter gedruckt. Der hier vorliegende Plan wurde auf nur ein Blatt reduziert. Neben dem Titel findet sich der Maßstab sowie eine "Explication" der acht Teilstädte. Rechts und links neben dem Plan erscheint ein detailliertes Verzeichnis von Straßen und Gebäuden. – Papierbedingt gebräunt, mit Mittelfalz. Gutes Exemplar. Nicht ausgerahmt, Versand nur ohne Rahmen.

Lot 192, Auction  128, Zur Westen, Walter von, Berlins graphische Gelegenheitskunst

Zur Westen, Walter von
Berlins graphische Gelegenheitskunst
Los 192

Schätzung
300€ (US$ 345)

Details

Los merken

Zur Westen, Walter von. Berlins graphische Gelegenheitskunst. 2 Bände I; 2 leere Bl., 7 Bl., 199 S., 1 Bl. Druckvermerk. II; 2 leere Bl., 5 Bl., 183 S., 1 Bl. Druckvermerk. Mit 113 meist montierten und farbigen Tafeln sowie 314 meist montierten Abbildungen im Text. Buchschmuck in Rot u. Schwarz. 30,5 x 22,5 cm. OLeder (Rücken etwas verfärbt, leichte Kratzspuren, Kanten gering berieben) mit goldgeprägtem Rücken und Deckeln. Berlin, O. von Holten, 1912.
Nr. 78 von 350 nummerierten Exemplaren. Band I: Berliner Exlibris, Besuchskarten, Privatanzeigen, Glückwunschkarten, Notentitel, Reklamekunst in Vergangenheit und Gegenwart. Band II: Berliner Festkarten in Vergangenheit und Gegenwart. Zusätzliches und nachträgliches Register. Ein umfangreiches Kompendium Berliner Kunst vor allem im 19. Jahrhundert, in dem Gelegenheitsarbeiten von D. Chodowiecki, Th. Hosemann, A. Menzel, M. Klinger, F. von Bayros, J. Klinger, M. Liebermann, M. Slevogt, Fidus u.a. vorgestellt werden. Es erschien auch eine Halbpergament und eine Leinenausgabe. Auf kräftigem Bütten. Bd. I mit 50, Bd. II mit 61 (zusätzlich Tafeln 3 und 37 b). – Provenienz: Exlibris Dr. G. Kreyenberg, sehr wahrscheinlich der Hamburger Mediziner u. Exlibrisliebhaber Gerhard Kreyenberg (1899-1996) oder dessen Vater oder Onkel (?), der Verlagsbuchhändler Georg Kreyenberg. Teilweise leicht gebräunt u. gering stockfleckig. Bd. 2 mit Anstreichungen mit Bleistift.

Lot 201, Auction  128, Alpino, Prospero, De medicina Aegyptiorum

Alpino, Prospero
De medicina Aegyptiorum
Los 201

Schätzung
1.000€ (US$ 1,149)

Details

Los merken

MEDIZIN
Alpino, Prospero. De medicina Aegyptiorum libri quatuor. 11 Bl., 150 num. Bl., 25 Bl.; 1 Bl., 39 num. Bl., 1 Bl. Mit 6 (2 ganzseitigen) Text-Holzschnitten. Titel in Rot und Schwarz. 23 x 16 cm. Leder d. 18. Jhr. (berieben und bestoßen, Kapitale mit kleinen Einrissen) unter Verwendung der ursprünglichen Deckeln und mit goldgeprägtem RTitel. Paris, Nicola Reelichuysen, 1645.
Vgl. Adams A 802. Mortimer 16, Garrison-M. 6468. Durling 178. Mueller 5. Norman 39. – Frühe Ausgabe. Die erste Ausgabe erschien im Jahre 1591 in der Offizin F. de Franceschi. "First important work on the history of Egyptian medicine" (GM). "One of the earliest European studies of non-Western mdicine. Alpini's work dealt primarily with contemporary (i.e. Turkish) practices observed during a three-year sojourn in Egypt ... Alpini also mentioned coffee for the first time in this work" (Norman). – Vorsätze erneuert und mit Exlibris "D.A.H. Moses M.C.". Vorderes Innengelenk offen Papierbedingt gebräunt, Titel auf Japan aufgezogen, stockfleckig und mit Randläsuren.

Lot 202, Auction  128, Aurelianus, Caelius, De Morbis acutis

Aurelianus, Caelius
De Morbis acutis
Los 202

Schätzung
180€ (US$ 207)

Details

Los merken

Aurelianus, Caelius. De morbis acutis & chronicis libri VIII. J. C. Amman recensuit. Editio nova. 32 S., 728 S. Titel in Rot und Schwarz. 19 x 15,5 cm. Leder d. Z. (beschabt, bestoßen mit kleinen Wurmlöchern und oberes Kapitel mit Einrissen) mit goldgeprägtem RSchild und RVergoldung. Amsterdam, Wetsten, 1755.
Blake 24. Wellcome II, 71. Choulant 209. – Enthält Bücher über akute und über chronische Krankheiten, hier mit den Kommentaren des Th. van Almelooven (ab S. 601) und einem Lexikon Caelianum. Enthält auch Abhandlungen über Zahnmedizin. – Vereinzelt leicht stockfleckig, knickspurig sowie gewellt.

Lot 203, Auction  128, Bierkowski, Ludwig Joseph von, Anatomisch-chirurgische Abbildungen nebst Darstellungen ud Beschreibungen

Bierkowski, Ludwig Joseph von
Anatomisch-chirurgische Abbildungen nebst Darstellungen ud Beschreibungen
Los 203

Schätzung
500€ (US$ 575)

Details

Los merken

Bierkowski, Ludwig Joseph von. Anatomisch-chirurgische Abbildungen nebst Darstellungen und Beschreibungen (nur Tafelband). Mit 55 (50 koloriert) lithographischen Tafeln. 51 x 40 cm. Halbleder d. Z. (lädiert, Vorderdeckel gelöst). Berlin, Friedrich August Herbig, 1827.
Hirsch-Hübotter I, 530. Waller 1045. Goldschmid 125. Callisen II, 238. Engelmann 65. Hirschberg 563. – Vorzusgausgabe "Ite Ausgabe ... auf Schweitzer-Velinpapier und mit ausgeführter Illumination der Muskeln, Gefässe, Eingeweide, Häute etc." (Titel). Die Tafeln zeigen Eingriffe an den oberen und unteren Extremitäten, am Kopf und aus der Viszeralchirurgie. "Die Abbildungen, größtenteils original, sind fast alle vom Verfasser gezeichnet, ja einige von ihm selbst lithographiert" (Callisen).
Ludwig Joseph von Bierkowski (1801-1860) wurde 1831 Professor für Chirurgie an der medizinischen Fakultät in Krakau und publizierte zahlreiche Schriften in polnischer Sprache. Dieser Bildband war Bestandteil des kurz nach seinem Studium in Deutschland veröffentlichten zweiten Werkes als junger Mediziner, das er noch vor seiner Promotion 1829 veröffentlichte. – Ohne die beiden Textbände. Teils mit größeren Braun- oder Wasserflecken.

Lot 204, Auction  128, Bourgery, Jean Marc, Traité complet de l'anatomie de l'homme

Bourgery, Jean Marc
Traité complet de l'anatomie de l'homme
Los 204

Schätzung
1.000€ (US$ 1,149)

Details

Los merken

Bourgery, Jean Marc. Traité complet de l'anatomie de l'homme comprenant la médecin opératoire. Avec planches lithographiées d'après nature par N. H. Jacob. Teile I-II und VI (von 8). Mit 3 lithographischen Titeln und 252 lithographierten Tafeln. 44,5 x 33,5 cm. Rote Halbchagrinlederbände d. Z. (Kanten und Gelenke beschabt) mit RVergoldung und RTiteln. Paris, Delaunay, 1831-1839.
Eimas 1569. Wellcome II, 214. Waller 1372. Goldschmid 160 (nur Band VI und VII). – Erste Ausgabe des berühmten anatomisch-chirurgischen Prachtwerkes. Die Lithographien meist mit mehreren Abbildungen und erklärendem Textblatt zeigen mit großer Genauigkeit die Anatomie des Menschen sowie zahlreiche Operationsmethoden und chirurgische Instrumente. Das Monumentalwerk erschien über einen Zeitraum von 20 Jahren in Lieferungen.
Ab 1830 war Bourgery zusammen mit dem Zeichner und Illustrator Nicolas Henri Jacob mit der Planung seines Hauptwerkes Traité complet de l'anatomie de l'homme beschäftigt. Bis zur Vollendung dieses opus magnum vergingen fast 20 Jahre gemeinsamer Arbeit. Er verfasste seit 1840 wissenschaftliche Abhandlungen (häufig mit Lithografien versehen), die von der Akademie der Wissenschaften in Paris veröffentlicht wurden. Darüber hinaus wirkte er auch bei der Produktion anatomischer Modelle aus Papierstuck oder Pappmaché mit, für das Anatomiemuseum von Félix Thibert. Bourgery beschränkte sich bei diesem ambitionierten Projekt nicht auf die bloße Zusammenstellung von bereits existierendem Material. Er stützte seine Befunde durch Obduktionen und stellte selbst anatomische Originalpräparate her. Er beschäftigte sich mit Aspekten der Morphologie, die bisher vernachlässigt worden waren, entwickelte zahlreiche neue Methoden und Forschungsansätze, die er systematisch und detailliert beschrieb. Bourgery war bemüht, stets auf aktuellem Wissensstand zu sein.
So gelangen ihm zahlreiche Erstbeobachtungen, vor allem auf den Gebieten Anatomie des Nervensystems, Embryologie und Organogenese. Metaphysisch sah er sich als Reisender auf der Suche nach einer universalen Struktur, deren Geheimnis er durch beharrliches Studium der Königsdisziplin Anatomie zu lüften hoffte - weit mehr als nur eine enzyklopädische Sammlung morphologischer Befunde. Bourgery forschte außeruniversitär und wurde gelegentlich von bekannten Wissenschaftlern unterstützt. Er starb 1849 an der Cholera und erlebte die Vollendung seines opus magnum nicht mehr.
"Eines der bemerkenswertesten Werke in der gesamten Geschichte der Anatomie, jedenfalls das außergewöhnlichste des 19. Jahrhunderts ... der Preis für ein Schwarz-Weiß-Exemplar betrug 800 Francs, eine beträchtliche Summe ... " (J. M. Le Minor & H. Sick in der vorzüglichen und ausführl. Einleitung zu dem neu erschienenen Teil-Faksimile des Taschen-Verlages, das wir dem Käufer des Originals gratis beigeben). "Das bekannte, anatomisch-chirurgische Prachtwerk" (Hirsch). - "Paule Dumaître in his 'Histoire de la medecine et du livre medical' (Paris 1978) commented that Bourgery's work 'est consideré aujourd'hui sans conteste comme le plus bel ouvrage français d'anatomie publié au XIXe siècle' (S. 334). "It is without question one of the most beautifully illustrated anatomical and surgical treatises ever published in any language" (Eimas). – Etwas stock- und fingerfleckig, vereinzelt mit kleinen Gebrauchsspuren sonst gutes Exemplar.

Lot 205, Auction  128, Bruyères, Hippolyte, La phrénologie

Bruyères, Hippolyte
La phrénologie
Los 205

Schätzung
240€ (US$ 276)

Details

Los merken

Bruyères, Hippolyte. La phrénologie, le geste et la physionomie. 2 Bl., 516 S., 2 Bl. Mit 90 Stahlstich-Tafeln nach Bruyères. 26 x 17 cm. HLeder d. Z. (etwas berieben, bestoßen und Rücken mit kleiner Fehlstelle) mit goldgeprägtem RTitel. Paris, Aubert, 1847.
Wellcome II 259. Brivois 67. Vicaire I 957. – Erste Ausgabe. Seltenes Illustrationswerk zur physiognomisch-phrenologischen Charaktertypologie; mit ausdrucksvollen Darstellungen etwa von Spielern, Künstlern und anderen musisch Veranlagten. – Stockfleckig, sonst wohlerhalten.

Lot 206, Auction  128, Charcot, Jean Martin, Poliklinische Vorträge

Charcot, Jean Martin
Poliklinische Vorträge
Los 206

Schätzung
300€ (US$ 345)

Details

Los merken

Charcot, Jean Martin. Poliklinische Vorträge. Übersetzt von Sigm. Freud. 2 Bände. XII, 480 S.; VIII, 483 S. Mit 224 Holzschnitten. 24,5 x 16,5 cm. HLeder d. Z. (etwas berieben und bestoßen, Kapitale mit kleinen Einrissen). Leipzig und Wien, Franz Deuticke, 1894-1895.
Meyer-Palmedo und Fichtner 1892-94a. – Erste deutsche Ausgabe. Mit einem "Vorwort des Übersetzers" und zusätzlichen Fußnoten von Sigm. Freud im Erstdruck. Freuds Begeisterung für die Arbeit Charcots führte zu der kuriosen Situation, daß die deutschsprachige Ausgabe vor der französischen Originalausgabe erschien. – Mit verstärkten Vorsätzen, papierbedingt gebräunt und mit Unterstreichungen im Text. – Dabei: I. Theodor Meynert. Gehirn und Gesittung. Vortrag in der Versammlung der Naturforscher und Ärzte in Cöln. 42 S. 21,5 x 14 cm. Späteres Halbleinen (leicht berieben und lichtrandig) mit hs. RSchild (etwas lädiert). Wien, Wilhelm Braumüller, 1889. - II. H. Liepmann. Ueber Störungen des Handelns bei Gehirnkranken. 161 S. 20,5 x 13,5 cm. Halbleinen d. Z. (berieben, bestoßen und Rücken lichtrandig) mit goldgeprägtem RSchild und montiertem DTitel. Berlin, S. Karger, 1905.

Lot 207, Auction  128, Descartes, René, Tractatus de homine et de formatione foetus

Descartes, René
Tractatus de homine et de formatione foetus
Los 207

Schätzung
300€ (US$ 345)

Details

Los merken

Descartes, René. Tractatus de homine et de formatione foetus. Quorum prior notis perpetuis L. de la Forge illustratur. 39 nn. Bl., 239 S. 21 x 16,5 cm. Mit zahlreichen teils blattgroßen Textholzschnitten. Moderne Broschur mit RSchild. Frankfurt, Friderich Knoch, 1692.
VD 17, 23:278232Q und 23:278236V. Guibert 207, (11) & 171, (22). Vgl. Garrison-Morton 574 & 4965 (zu den Erstausgaben). – Erste in Deutschland gedruckte Ausgaben, Teile der Opera Philosophica. "Descartes considered the human body a material machine, directed by a rational soul located in the pineal body. This book was the first attempt to cover the whole field of animal physiology. The work is really a physiological appendix to his Discourse on method, 1637 [...]. Descartes believed the soul to be a definite entity, giving rise to thoughts, feelings, and acts of volition. He was one of the first o regard the brain as an organ integrating the functions of mind and body" (Garrison-Morrison). – Leicht knickspurig und mit kleinen Gebrauchsspuren, sonst sehr gutes Exemplar.

Lot 208, Auction  128, Duport, Gaspard, Über die Kennzeichen der unverletzten Jungfrauschaft

Duport, Gaspard
Über die Kennzeichen der unverletzten Jungfrauschaft
Los 208

Schätzung
180€ (US$ 207)

Details

Los merken

Duport, Gaspard. Über die Kennzeichen der unverletzten Jungfrauschaft. Nach den Erfahrungen der verschiedensten Völker und Zeiten dargestellt und aus dem heutigen Standpunkte der Anatomie und Physiologie beurtheilt. 5. Ausgabe. 128 S. 16,5 x 10 cm. Moderne Broschur (im Block gelöst). Nordhausen, Ernst Friedrich Fürst, 1841.
Fünfte Ausgabe. Fehlerhafte und sexistische Theorie über die weibliche Jungfräulichkeit. Der Wert einer Frau wurde mittels ihrer "Reinheit" bestimmt, wozu Männer sich auf vermeintlich wissenschaftliche Theorien und Kennzeichen beriefen, jedoch letztendlich nur mittels Willkür und Sympathie entschieden. – Papierbedingt gebräunt, mit Fehlstellen und Randläsuren, etwas stockfleckig, mit Feuchträndern und teils im Block gelöst. Sehr selten.

Lot 209, Auction  128, Ebermaier, Johann Erdwin Christoph, De nimia pelvis muliebris

Ebermaier, Johann Erdwin Christoph
De nimia pelvis muliebris
Los 209

Schätzung
150€ (US$ 172)

Details

Los merken

Ebermaier, Johann Erdwin Christoph. De nimia pelvis muliebris amplitudine eiusque in graviditatem et partum influxu dissertatio. 72 S., 2 Bl. 16,5 x 10 cm. Broschur d. Z. (etwas lädiert). Göttingen, Henning Grape, 1797.
Seltener Druck der gynäkologischen Hochschulschrift, mit welcher der aus Melle stammende Mediziner und Botaniker Johann Erdwin Christoph Ebermaier (1769-1825) 1797 an der Universität Göttingen bei Johann Friedrich Gmelin zum Dr. med. promoviert wurde. Ebermaier war dann als praktischer Arzt in Rheda und Osnabrück tätig und veröffentlichte zahlreiche Schriften. "Ebermaier hatte sich eine sehr umfassende Bildung angeeignet, die ihn befähigte, auf den verschiedensten Gebieten der Medicin litterarisch thätig zu sein; der Pharmacie bewahrte er stets ein besonderes Interesse. Außer einigen diesen Gegenstand behandelnden Schriften hat er Lehr- und Handbücher über Geburtshülfe, Receptirkunst und Chirurgie veröffentlicht, die seiner Zeit sehr beliebt gewesen sind und Theile der von ihm in Gemeinschaft mit Consbruch herausgegebenen allgemeinen medicinischen Encyklopädie bilden" (ADB V, 578). – Titel mitgelöschtem Besitzeintrag.

Lot 210, Auction  128, Fischer, Johann Martin, Darstellung des Knochenbaues von dem menschlichen Körper

Fischer, Johann Martin
Darstellung des Knochenbaues von dem menschlichen Körper
Los 210

Schätzung
180€ (US$ 207)

Details

Los merken

Fischer, Johann Martin. Darstellung des Knochenbaues von dem menschlichen Körper mit der Angabe der Verhältnisse desselben. 8 Bl. Mit 10 Kupfertafeln. 40 x 24,5 cm. Späteres Halbleder (etwas berieben und bestoßen, Rücken mit kleinen Fehlstellen) mit goldgeprägtem RSchild. Wien, Andreas Gassler, 1806.
Poch-Kalous 98. – Erste Ausgabe. Mit medizinisch-wissenschaftlichen Darstellung des menschlichen Skeletts. – Innengelenk bei Tafel A offen, insgesamt etwas braun- und fingerfleckig sonst gutes Exemplar. Mit teils sehr gratigen Tafeln.

Lot 211, Auction  128, Freud, Sigmund, Konvolut von 3 Werken

Freud, Sigmund
Konvolut von 3 Werken
Los 211

Schätzung
300€ (US$ 345)

Details

Los merken

Freud, Sigmund. Konvolut von 3 Werken. 13 x 19 cm bis 24 x 16 cm. (1) OLeinen (berieben, stockfleckig und Kapitale mit Einrissen) mit Rück- und DTitel; (2) OPappband (stark lädiert) mit DTitel. Verschiedene Verlage, 1915-1931.
I. Drei Abhandlungen zur Sexualtheorie. Dritte, vermehrte Auflage. Leipzig und Wien, Franz Deuticke, 1915. - II. Jenseits des Lustprinzips. Dritte, durchgesehene Auflage. 5.-9. Tausend. Wien, Internationaler Psychoanalytischer Verlag, 1923. - III. Das unbehagen in der Kultur. 2. verbesserte Auflage. 13.-27. Tausend. Wien, Internationaler Psychoanalytischer Verlag, 1931. – Mit hs. Notizen und unterstreichungen, teilweise in der Bindung gelockert, stockfleckig und mit Randläsuren.

Lot 212, Auction  128, Freud, Sigmund, Zur Psychopathologie des Alltagslebens

Freud, Sigmund
Zur Psychopathologie des Alltagslebens
Los 212

Schätzung
150€ (US$ 172)

Details

Los merken

Freud, Sigmund. Zur Psychopathologie des Alltagslebens. Vierte, vermehrte Auflage. 198 S., 1 Bl. 22,5 x 15 cm. Halbleder d. Z. (berieben). Berlin, Karger, 1912.
Vgl. Printing and the mind of man 389. – "Zweifellos Freuds größtes Einzelwerk. Es enthält alle Grundzüge der psychoanalytischen Theorie und Praxis" (Carter-Muir 697). – Gut erhalten. Mit dem Besitzvermerk von Max Eitingon (18981-1943), Freund und Kollege Sigmund Freuds, auf dem Titelblatt, datiert 1912.

Lot 213, Auction  128, Gabelkover, Oswald, Artzneybuch

Gabelkover, Oswald
Artzneybuch
Los 213

Schätzung
180€ (US$ 207)

Details

Los merken

Gabelkover, Oswald. Artzneybuch. Darinnen ... Vast für alle, des Menschlichen Leibs, Anligen unnd Gebrechen, außerlesene und bewehrte Artzneyen, gemeinem Vatterland Teutscher Nation zu gutem, auß vilen Hohen und Nidesn Stands Personen geschribenen Artzneybüchern zusammen getragen. 5 Teile in einem Band. Titel in Schwarz und Rot. 19 x 14,5 cm. Pappband des 19. Jhr. (berieben und bestoßen). Tübingen, Georg Gruppenbach, 1599.
VD16 G 22. Nicht im Adams. – Frühe Ausgabe. Dieses Werk des württembergischen Leibarztes Oswald Gabelkover (1539-1616) erschien erstmals 1589. – Innengelenke offen. Papierbedingt gebräunt, stock- und feuchtfleckig, mit Randläsuren und größeren Einrissen sowie mit Wurmgängen. Mit 13 hs. beschrifteten Blättern vor- und nachgebunden, sowie 19 weißen Blättern.

Lot 214, Auction  128, Graefe, Carl Ferdinand von, Repertorium augenärztlicher Heilformeln

Graefe, Carl Ferdinand von
Repertorium augenärztlicher Heilformeln
Los 214

Schätzung
200€ (US$ 230)

Details

Los merken

Graefe, Carl (Ferdinand von). Repertorium augenärztlicher Heilformeln. 5 Bl., 236 S. Mit gestochhenem Frontispiz und gefalteter lithographischer Tafel. 19 x 11cm. Marmorierter Pappband d. Zt. (Ecken gering bestoßen) mit rotem RSchild. Berlin, Realschulbuchhandlung, 1817.
Nicht bei Wellcome. – Erste Ausgabe. "Erst Carl Graefe erkannte, dass in keinem Teil der Heilkunde der Werth geprüfter Formeln so hoch, als in der Ophthalmologie, geachtet werden muss... bei A. Hirsch nicht einmal erwähnt; und doch ist es das erste Buch seiner Art in der Welt-Literatur" (Hirschberg § 486 II). C. F. von Graefe (1787-1840) wurde 1810 an die neugegründete Universität in Berlin berufen, "seine eigentliche Schaffenskraft entfaltete er in der Augenheilkunde und in der operativen Chirurgie" (Hirsch-Hübotter II, 818). Die Falttafel ist eine Inkunabel der Lithographie aus Berlin und zeigt einen Apparat, den Graefe zu "Gas- und ätherischen Dampfbädern" der Augen benutzte. August Wilhelm Andreae (1794-1867) beteiligte sich nach seinem Studium in Berlin an den Kriegen gegen Napoleon und ging später nach Wien, um "unter Beer und Jäger Augenheilkunde zu studiren. Nach Vollendung seiner Studien liess er sich im Jahre 1817 als Arzt in Magdeburg nieder, wo er an der damals noch bestehenden chirurgischen Lehranstalt (wohl deren Stempel) Vorträge über allgemeine Pathologie und Therapie und mit besonderem Erfolg über Augenheilkunde hielt." (Hirsch-Hübotter I, 134f.). – Spiegel mit Besitzvermerk "A. Andreae", Titel mit Stempel, sehr wahrscheinlich einer Magdeburger medizinischen Bibliothek. Ränder leicht gebräunt, vereinzelt etwas fleckig. Einzelne hs. Notiz am Rand.

Lot 215, Auction  128, Hartmann, Johann, Tractatus Physico-Medicus, de Opio

Hartmann, Johann
Tractatus Physico-Medicus, de Opio
Los 215

Schätzung
600€ (US$ 690)

Details

Los merken

Hartmann, Johann. Tractatus Physico-Medicus, de Opio. 3 Bl., 173 S., 14 Bl. 15 x 9,5 cm. Moderne Broschur (berieben, bestoßen und knickspurig). Wittenberg, Clement Berger, 1635.
VD17 39:115728W. – Erste Ausgabe. – Papierbedingt gebräunt, mit Randläsuren und stockfleckig. Titel mit Besitzvermerken, verso dem Titel ein gestochenes Exlibris "Ex Bilbiotheca Christoph Iactrew M. D.".

Lot 216, Auction  128, Heister, Lorenz, Chirurgie

Heister, Lorenz
Chirurgie
Los 216

Schätzung
300€ (US$ 345)

Details

Los merken

Heister, Lorenz. Chirurgie, In welcher alles, was zur Wund-Artzney gehöret, Nach der neuesten und besten Art, gründlich abgehandelt ... werden. 7 Bl., 1078 S., 12 Bl. Mit gestochenem Porträt und 38 meist gefalteten Kupfertafeln. 20,5 x 16,5 cm. Halbleder d. Z. (beschabt, bestoßen Gelenke teils offen und Kapitale mit größeren Einrissen) mit RSchild. Frankfurt und Augsburg, Wolffs, 1779.
Blake 203. Vgl. Engelmann 238, Lesky 292, Waller 4236. – Lorenz Heister (1683 - 1758), ein renommierter Professor in Altdorf und Helmstedt, gilt als der Begründer der wissenschaftlichen Chirurgie in Deutschland. Sein berühmtes chirurgisches Hauptwerk fasst alles Wissenswerte zusammen, was bis zu diesem Zeitpunkt an bleibenden Erkenntnissen gewonnen wurde und hat maßgeblich zur Weiterentwicklung der Wissenschaft beigetragen. Besonders bemerkenswert sind die detaillierten Abbildungen von chirurgischen Instrumenten und Apparaturen wie der Gliedersäge, dem Hirnbohrer etc. und einigen Anwendungsbeispielen. – Vorsätze leicht leimschattig, mit montierten Besitzschildchen auf dem Titel. Etwas knickspurig und stockfleckig sowie Innengelenk zwischen dem dritten und vierten Blatt offen.

Lot 217, Auction  128, Heister, Lorenz, Chirurgie, In welcher alles

Heister, Lorenz
Chirurgie, In welcher alles
Los 217

Schätzung
600€ (US$ 690)

Details

Los merken

Heister, Lorenz. Chirurgie, In welcher alles, Was zur Wund-Artzney gehöret ... gründlich abgehandelt, und in 38 Kupfertafeln die neu-erfundene und dienlichste Instrumente, Nebst den bequemsten Handgriffen der Chirurgischen Operationen und Bandagen deutlich vorgestellet werden. Neue viel vermehrte und verbesserte Auflage. 6 Bl., 1078 S., 12 Bl. Mit gestoch. Porträt und 38 gefalteten Kupfertafeln. 21,5 x 17 cm. Marmorierter Lederband d. Z. (etwas beschabt mit Kratzern und kleinen Fehlstellen an den Kapitalen) mit goldgeprägtem RSchild und reicher RVergoldung. Nürnberg, Johann Adam Stein und Gabriel Nicolaus Raspe, 1752.
Hirsch-Hübotter III, 141. Vgl. Waller 4265 (nur gekürzte Ausgabe) und Garrison-Morton 5576 (mit der EA von 1718). – Frühere (6. deutsche), noch zu Lebzeiten des Verfassers erschienene Ausgabe. Heister (1683-1758) gilt als der Begründer der wissenschaftlichen Chirurgie in Deutschland. In dem vorliegenden wissenschaftl. Hauptwerk hat er alles, was bis dahin auf diesem Gebiet bekannt war, zusammengefaßt. Die Kupfer sind vor allem wegen der vielen abgebildeten chirurgischen Instrumente und Bandagen medizinhistorisch interessant. – Erstes Blatt mit hs. Besitzvermerken. Teilweise etwas stockfleckig, knickspurig mit kleinen Fehlstellen und kleinen Gebrauchspuren. Insgesamt wohlerhalten.

[*]: Regelbesteuert gemäß Auktionsbedingungen. [^]: Ausgleich von Einfuhr-Umsatzsteuer.

* Alle Angaben inkl. 25% Regelaufgeld ohne MwSt. und ohne Gewähr – Irrtum vorbehalten.


Galerie Bassenge
Erdener Str. 5A
14193 Berlin

Öffnungszeiten:
Montag bis Donnerstag, 10–18 Uhr,
Freitag, 10–16 Uhr

Telefon: +49 30 8938029-0
Fax: +49 30 8918025
E-Mail: info (at) bassenge.com

Impressum
Datenschutzerklärung
© 2026 Galerie Gerda Bassenge


Galerie Bassenge
Erdener Str. 5A
14193 Berlin

Öffnungszeiten:
Montag bis Donnerstag, 10–18 Uhr,
Freitag, 10–16 Uhr

Telefon: +49 30 8938029-0
Fax: +49 30 8918025
E-Mail: info (at) bassenge.com

Impressum
Datenschutzerklärung
© 2026 Galerie Gerda Bassenge