Los 190

Schlesien
Accise-Tarif für das souveraine Herzogthum Schlesien und die Grafschaft Glatz

Schätzung
600€ (US$ 690)

Abgabe von Vorgeboten möglich

Los 190 - Schlesien -  Accise-Tarif für das souveraine Herzogthum Schlesien und die Grafschaft Glatz - 0 - thumb

Aus dem Katalog
Geschichte, Geographie und Reisen
Auktionsdatum 6.10.2026

Aus dem Katalog
Wertvolle Bücher, Dekorative Graphik und Autographen
Auktionsdatum 6. – 8. Oktober 2026

Lot 190, Auction  128, Schlesien,  Accise-Tarif für das souveraine Herzogthum Schlesien und die Grafschaft Glatz

Schlesien. - Accise-Tarif für das souveraine Herzogthum Schlesien und die Grafschaft Glatz. 285 (recte 273) S. 34 x 22 cm. Halbleder d. Z. (gering beschabt und bestoßen), Schließbänder entferntmit blauem Bezugspapier. Berlin, Königlichen Geheimen Oberhofbuchdruckern, 1788.
Nicht bei Goldsmiths'- Kress und Stammhammer: Finanzwissenschaft. – Die vorliegende Ausgabe des Accise-Tarifs ersetzt die Accise-Extracte von 1756 und den provisorischen Tarif von 1766 und arbeitet alle seither erlassenen Verordnungen und Verfügungen ein. Somit entstand erstmals ein "möglichst vollständiger" Accise-Tarif für Schlesien und die Grafschaft Glatz, der wesentlich umfangreicher als z. B. der 1769 für Berlin erlassene Tarif ist. Die Liste gliedert sich in die Spalten: "Benennung der verschiedenen Waaren und Produkte", "Anschlag des Werths der Waaren behufs der Handlungs-Accise" sowie die "Accise-Sätze" (nach Rthl., sgl., d'). Diese werden wiederum nach "zur Consumption" und "zur Handlung" differenziert, wobei die Sätze "zur Handlung" wesentlich günstiger liegen und teilweise auch auf anderen Berechnungsgrundlagen beruhen. Diese Bevorzugung der (Breslauer) Kaufmannschaft geht auf ein besonderes Reglement vom 30. März 1746 zurück. Bemerkenswert sind u.a. die z. T. mehrere Seiten umfassenden Einträge zu den Stichworten Brodt, Eisen, Fische, Flores, Getreyde, Herba, Leinwand, Nachschuß-Accise, Radix, Semen (Samen), Vieh, Wein u. Zucker, wobei dies einerseits auf eine Vielzahl von z. B. Florae zurückgehen, andererseits durch ausführliche Differenzierungen der Waren (Brodt, Leinwand) hervorgerufen werden kann. "Alle fremde jüdische Bücher und Schriften sind einzuführen verboten", alle anderen "gedruckte Schriften und Bücher" "passiren frey". "Spielzeug für Kinder", sobald es aus Sachsen kommen sollte, ist hingegen wiederum verboten... Ab S. 267 folgen "Erläuterungen", ein Anhang u.a. über Gartensteuer, Vieh-Steuer, "Consumtions-Accise" (1. bis 4. Classe) und Angaben über die anzuwendenden Maße. Abschließend zwei Seiten "Errata" (die handschriftlich eingetragen worden sind) sowie vier Seiten "Nachtrag" (datiert 16. XII. 1788). – S. 93/94 und 183-192 in der Paginierung übersprungen. Auf dem Durchschuss einige Nachträge bis in den Februar 1789. Vereinzelt gering stockfleckig, einige Seiten mit Abklatsch. Titel mit kleinem, alt hinterlegtem Ausschnitt.


Galerie Bassenge
Erdener Str. 5A
14193 Berlin

Öffnungszeiten:
Montag bis Donnerstag, 10–18 Uhr,
Freitag, 10–16 Uhr

Telefon: +49 30 8938029-0
Fax: +49 30 8918025
E-Mail: info (at) bassenge.com

Impressum
Datenschutzerklärung
© 2026 Galerie Gerda Bassenge


Galerie Bassenge
Erdener Str. 5A
14193 Berlin

Öffnungszeiten:
Montag bis Donnerstag, 10–18 Uhr,
Freitag, 10–16 Uhr

Telefon: +49 30 8938029-0
Fax: +49 30 8918025
E-Mail: info (at) bassenge.com

Impressum
Datenschutzerklärung
© 2026 Galerie Gerda Bassenge