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Lot 2107, Auction  128, Ovidius Naso, Publius, Opera omnia

Ovidius Naso, Publius
Opera omnia
Los 2107

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300€ (US$ 345)

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Ovidius Naso, Publius. Opera omnia. IV. voluminibus comprehensa; cum integris Jacobi Micylli, Herculis Ciofani, et Danielis Heinsii notis, et Nicolai Heinsii curis sedundis. Cura et studio Petri Burmanni. 4 Bände. Titel in Schwarz und Rot. Mit 3 gestochenen Frontispices. 25 x 18,5 cm. Leder d. Z. (3; etwas stärker berieben, beschabt und bestoßen, Kapitale teils unfachmännisch mit Lederstreifen überklebt) bzw. moderner Lederband (1) unter Verwendung der alten RSchilder. Amsterdam, Janssonius-Waesberghe, 1727.
Schweiger II, 631. Ebert 15372. Dibdin II, 268. – Reich kommentierte und durch mehrere Register erschlossene Werkausgabe, bearbeitet von dem Philologen Pieter Burman (1668-1741), Universitätsprofessor in Utrecht und Leiden. "Schöne und bis jetzt vollständigste Ausgabe. Sie wird selten" (Ebert). "Notwithstanding a few imperfections, this beautiful and erudit performance may be considered as the 'editio longe praestantissima' of Ovid. Its various readings, sagacious citicisms, and judicious selection of the most valuable parts of ancient editions, render it a work almost indispensable to those students who wish to enter minutely into the beauties and illustrations of the poet" (Dibdin). – Etwas stockfleckiges Exemplar einer historischen Schulbibliothek mit entsprechenden Stempeln, Signaturen und Exlibrisschildern. Band III auch mit größerem Feuchtigkeitsrand.

Lot 2108, Auction  128, Ovidius Naso, Publius, Opera quae supersunt

Ovidius Naso, Publius
Opera quae supersunt
Los 2108

Schätzung
150€ (US$ 172)

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Ovidius Naso, Publius. Opera quae supersunt, ad exemplar Nicolai Heinsii et Petri Burmanni castigate, praemissa est Io. Georgii Walchii diatribe critica de Latinitate poetica. 3 Teile in 1 Band. Titel in Rot und Schwarz. Mit gestochenem Frontispiz. 13,5 x 7,5 cm. Schweinsleder d. Z. (gering fleckig) mit hs. RSchild. Leipzig, Weidmann, 1739.
Schweiger 632. – Taschenausgabe der seinerzeit beliebten Edition der beiden niederländischen Philologen Pieter Burman d. Ä. (1668-171) und Nikolaes Heinsius d. Ä. (1620-1681). – Titel verso mit tektiertem Stempel, fl. Vorsatz mit modernem Exlibris. Schwach braunfleckiges, insgesamt wohlerhaltenes Exemplar des handlichen Duodezdrucks.

Lot 2109, Auction  128, Persius Flaccus, Aulus, Sechs Satiren übersetzt von Johann Adolph Nasser

Persius Flaccus, Aulus
Sechs Satiren übersetzt von Johann Adolph Nasser
Los 2109

Schätzung
150€ (US$ 172)

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Persius Flaccus, Aulus. Sechs Satiren übersetzt von Johann Adolph Nasser. 118 S. 16 x 10 cm. Marmorierter Pappband d. Z. (berieben und beschabt), Kiel, Neue akademische Buchhandlung, 1807.
Einziger Druck der Übersetzung durch den Kieler Philologen Johann Adolph Nasser (1753-1828). – Schwache Braunflecken, Widmungsblatt verso gestempelt ("Grosherzogliche Bibliothek Neustrelitz").

Lot 2110, Auction  128, Petronius, Arbiter, La Satyre

Petronius, Arbiter
La Satyre
Los 2110

Schätzung
220€ (US$ 253)

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Petronius (Arbiter). La satyre, traduite en Francois avec le texte Latin, suivant le nouveau manuscrit trouvé à Bellegrade en 1688. Ouvrage complet, contenant les galanteries et les Débauches de l'Empereur Neron avec des remarques curieuses (par F. Nodot). 2 Bände. 32 Bl., 473 S.; 4 Bl., 549 S. Mit wiederholtem gestochenem Frontispiz und 9 (davon 2 gefaltet) Kupfertafeln. 15,5 x 8,5 cm. Rote Maroquinbände d. Z. (minimal berieben) auf 5 unechten Bünden mit reicher RVergoldung, dreifachen vergoldeten Deckelfileten, zweifachen Stehkantenfileten, Innenkantenfileten und Goldschnitt. Köln, Marteau (d. i. Amsterdam), 1694.
Weller, Druckorte II, 55. Schweiger II, 724. Ebert 16515. – Mit lateinisch-französischem Paralleltext. Mit den von Nodot angeblich aufgefundenen Fragmenten, die erstmals 1691 publiziert, aber bald als Fälschung enttarnt wurden. Die Kupfer, die Ebert als Nachstiche der Illustrationen von J. V. Aveele bezeichnet, sind teils signiert von Johann Caspar Morf, einem Kupferstecher aus Zürich, der um 1680 bis 1695 tätig war (vgl. Nagler X, 536). – Leicht gebräunt. Sehr schönes, dekorativ gebundenes Exemplar.

Lot 2111, Auction  128, Phaedrus, Fabularum Aesopiarum libri quinque

Phaedrus
Fabularum Aesopiarum libri quinque
Los 2111

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200€ (US$ 230)

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Phaedrus. Fabularum Aesopiarum libri quinque. Cum novo commentario Petri Burmanni. 26 Bl., 263 S., 24 Bl., 93 S. Titel in Rot und Schwarz. Mit gestochenem Frontispiz. 25 x 20 cm. Halbleder d. Z. (Deckelbezüge mit Schabspuren). Leiden, Samuel Luchtmans, 1727.
Schweiger 737. Landwehr, Fable Books 234. Graesse V, 253. Brunet IV, 588: "Edition fort estimee". – Erster Druck der "wertvolle(n) Ausgabe mit einem neuen, sehr ausführlichen Commentare von Burmann, in welchem er besonders die alte Lesart gegen Bentley's und Hare's Aenderungen zu schützen sucht" (Schweiger). "Diese sehr geschätzte Ausgabe enthält einen eignen und ganz neuen Commentar Burmann`s, der zunächst gegen Bentley`s Neuerungen gerichtet ist. Auch die vorgesetzte kritische Vorrede gegen Bentley ist von grossem Werth" (Ebert 16597). Im Anhang mit der berühmten Epistola critica von Francis Hare (1671-1740), in der er zahlreiche Fehler der Phaedrus-Ausgabe von Bentley aufdeckt. Exemplar der großzügigeren Quartausgabe (siehe Schweiger). – Es fehlt das gefaltete Portraitkupfer von Burmann. Mal mehr, mal weniger gebräunt und braunfleckig, Titel mit unfachmännisch hinterlegtem Blattausschnitt im Seitenrand.

Lot 2112, Auction  128, Phaedrus, Fabularum Aesopiarum libri V.

Phaedrus
Fabularum Aesopiarum libri V.
Los 2112

Schätzung
180€ (US$ 207)

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Phaedrus. Fabularum Aesopiarum libri V. Recte tandem captui puerorum accommodati, Oder: Deutliche und nach dem Begriff der Jugend endlich recht eingerichtete Erklärung der Aesopischen Fabeln, worinnen die Constructiones gewiesen, die lateinische Phrases mit teutschen Redens-Arten erläutert, und die Sachen selbst mit zulänglichen Notis erkläret werden; Nebst einem Teutschen und Lateinischen Register durch Emanuelem Sincerum. 5 Bl., 247 S., 28 Bl. Titel in Rot und Schwarz. Mit gestochenem Frontispiz. 16,5 x 10,5 cm. Pergament d. Z. (leicht fleckig und berieben, mit hs. RTitel). Augsburg, Mertz und Mayer, 1728.
Vgl. VD18 12838756 (zweite Auflage 1729). – Seltene erste, im VD 18 noch nicht erfasste Ausgabe des im 18. Jahrhundert überaus beliebten und noch zahlreiche Male aufgelegten Schulbuchs, herausgegeben und mit umfangreichen Kommentaren versehen durch den Diakon an der Kirche St. Ulrich in Augsburg, Esaias Schneider (1684-1731; Pseudonym: Emanuel Sincerus). – Etwas braunfleckig. Innenspiegel gestempelt und mit dem montierten Wappenexlibris des österreichischen Bibliophilen Heinrich von Gudenus (1839-1915), ferner mit einem weiteren modernen Exlibris sowie Tintensignaturen.

Lot 2113, Auction  128, Phaedrus, Liberti fabularum Aesopiarum

Phaedrus
Liberti fabularum Aesopiarum
Los 2113

Schätzung
240€ (US$ 276)

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Phaedrus. Liberti fabularum Aesopiarum libri V. Notis illustravit in usum serenissimi principis Nassauii David Hoogstratanus. 15 Bl., 160 S., 42 Bl. Titel in Rot und Schwarz. Mit Kupfertitel von P. Boutats nach J. Goerée, gestochener Titelvignette, 18 Kupfertafeln, 9 gestochenen Initialen und 37 gestochenen Textvignetten von Jan van Vianen. 25 x 19 cm. Pergament d. Z. (etwas stärker fleckig und berieben). Amsterdam, François Halma, 1701.
Sander 1543. Ebert 16589. Graesse V, 252. Dibdin II, 280. Bodemann 94.1. Landwehr 247. – Erste Ausgabe. "Prachtausgabe von 94 Phaedrus-Fabeln und als Anhang fünf Fabelbearbeitungen des Polyhistors Marquard Gude (1635-1689). Der von seinem Herausgeber, dem Rotterdamer Schriftsteller David Fransz van Hoogstraten (1658-1724) äusserst kostbar gestaltete Band ist dem nassauischen Prinzen Johann Wilhelm Friso (1687-1711) gewidmet" (Katalog Fabula docet 42). Die schönen Kupfertafeln von Jan van Vianen (1660-1703) mit je sechs Darstellungen in Medaillonform zu den einzelnen Fabeln. – Es fehlt das Faltkupfer mit dem Portrait des Widmungsempfängers Johann Wilhelm Friso. Stärker fleckiges Exemplar, vor allem im Rand. Einige Lagen auch leicht ausgebunden. Der Kupfertitel im unteren Bug gelöst sowie mit geschlossenem Randeinriss.

Lot 2114, Auction  128, Photios I., Lexicon e duobus apographis

Photios I.
Lexicon e duobus apographis
Los 2114

Schätzung
240€ (US$ 276)

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Photios I. Lexicon e duobus apographis edidit Godofredus Hermannus. Accedit Io. Albertii. Index suppletus et auctus. 5 Bl., Sp. 7-518. 25 x 20,5 cm. Halbleder d. Z. (etwas berieben). Leipzig, Siegfried Lebrecht Crusius, 1808.
Erster Druck des von Gottfried Hermann (1772-1848) herausgegebeben griechischen Lexikons des byzantinischen Gelehrten, Theologen und Dichters Photios I. (810-983), der als Patriarch von Konstantinopel wirkte und in der orthodoxen Kirche als Heiliger verehrt wird. Wichtiges Nachschlagewerk zur Entschlüsselung antiker griechischer Autoren und der Bibel. "Einer der klügsten, gelehrtesten und erfahrensten Männer seiner Zeit" (Jöcher II, Sp. 562). – Titel zweifach gestempelt. Etwas leimschattig, sonst wohlerhalten.

Lot 2115, Auction  128, Picinelli, Filippo, Mundus symbolicus

Picinelli, Filippo
Mundus symbolicus
Los 2115

Schätzung
450€ (US$ 517)

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Picinelli, Filippo. Mundus symbolicus, in emblematum universitate formatus, explicatus, et tam sacris, quam profanis eruditionibus ac sententi is illustratus. Editio in Germania prodiens quarta. 2 Teile in 1 Band. 25 Bl., 740 S.; 2 Bl., 268 S., 103 Bl. (Index). Titel in Rot und Schwarz. Mit gestochenem Frontispiz, gestochener Titelvignette und 34 emblematischen Textkupfern. 36 x 21,5 cm. Leder d. Z. (berieben und beschabt, Ecken bestoßen, Kapitale lädiert) mit RVergoldung und goldgeprägtem RSchild. Köln, Erben Thomas von Cöllen und Joseph Huisch, 1729.
Vgl. Landwehr V, 480ff. Praz 456. – Kölner Druck des zuerst 1653 in Mailand erschienenen prächtigen Emblemwerks, offenbar die letzte Ausgabe. Unter den schönen Kupfern sind Ansichten der Augustinerklöster Heiligkreuz und St. Georg in Augsburg, Diessen am Ammersee, St. Michael in Ulm und Wettenhausen. – Etwas braunfleckig, sonst wohlerhalten. Zweispaltiger Druck.

Lot 2116, Auction  128, Plinius Caecilius Secundus, Gaius, Briefe, nebst dem Leben desselben

Plinius Caecilius Secundus, Gaius
Briefe, nebst dem Leben desselben
Los 2116

Schätzung
150€ (US$ 172)

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Plinius Caecilius Secundus, Gaius. Briefe, nebst dem Leben desselben uebersetzt und mit Anmerkungen begleitet von Ernst August Schmid. 6 Bl., 468 S. 17 x 10,5 cm. Pappband d. Z. (etwas stärker fleckig und berieben, Gelenke beschabt). Dessau und Leipzig, Buchhandlung der Gelehrten, 1782.
Seltene Auswahlausgabe der Epistolae des Plinius Secundus durch den Weimarer Bibliothekar Ernst August Schmid (1746-1809), erschienen in dem berühmten, im Jahr 1781 gegründeten Selbstverlagsunternehmen der Buchhandlung der Gelehrten, das sich zum Ziel gesetzt hatte, Autoren direkt am Verkauf ihrer Bücher zu beteiligen und so die Usancen des Distributionsbuchhandels im späten 18. Jahrhundert unterwanderte. Im Jahr 1789 erschien dann bei Johann Christian Hermann in Frankfurt die von Schmid herausgegeben zweibändige Gesamtausgabe der Briefe. – Widmungsblatt mehrfach alt gestempelt, sonst wohlerhalten.

Pomey, Franciscus
Pantheum mythicum, seu Fabulosa deorum historia
Los 2117

Schätzung
180€ (US$ 207)

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Pomey, Franciscus. Pantheum mythicum, seu Fabulosa deorum historia. Editio decima. 8 Bl., 298 S., 7 Bl. Titel in Rot und Schwarz. Mit Kupfertitel (in Pag.) und 27 Kupfertafeln. 15 x 10 cm. Pergament d. Z. (etwas berieben) mit ornamentaler RVergoldung, floralen Deckelbordüren mit Eckfleurons sowie goldgeprägten Deckelvignetten mit Darstellung eines Einhorns sowie 4 Seidenschließbändern. Amsterdam, Schouten bzw. Utrecht, J. J. a Poolsus, 1777.
De Backer-Sommervogel VI, 976. Vgl. Graesse V, 398. – Amsterdamer Ausgabe der zuerst 1659 in Lyon erschienenen Einleitung in die Göttergeschichte der Griechen und Römer, die in zahlreichen Auflagen auch als Schulbuch vertreiben wurde, verfasst von dem Jesuitenpater und Lexikographen François-Antoine Pomey (1618-1673). Die Kupfer zeigen die Hauptgötter der Antike mit ihren wichtigsten Attributen. – Gering fingerfleckig. Exemplar mit einer dekorativen Einhorndarstellung auf beiden Deckeln.

Lot 2118, Auction  128, Pückler-Muskau, Hermann von, Südöstlicher Bildersaal. Stuttgart, Hallberger, 1840-1841

Pückler-Muskau, Hermann von
Südöstlicher Bildersaal. Stuttgart, Hallberger, 1840-1841
Los 2118

Schätzung
250€ (US$ 287)

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(Pückler-Muskau, Hermann von). Südöstlicher Bildersaal. 3 Bände. Mit 12 (statt 15; 4 koloriert) lithographischen Tafeln. 19 x 12 cm. Marmorierter Halblederband d. Z. mit RVergoldung und goldgeprägtem RTitel. Stuttgart, Hallberger, 1840-1841.
Goedeke XIV 719, 451. – Erste Ausgabe der Beschreibung seiner Griechenlandreise im Jahr 1836. "Pückler hat mächtig dazu beigetragen, das Genre, worin er glänzt, in der Lesewelt einzubürgern - das Genre nämlich der Reisebilder und Reisenovellen nach Heines Vorgang und Manier" (ADB XXVI, 694). Die Tafeln u. a. mit einer Karte von Ithaka, Ansichten von Malta, Kloster Megaspileon, der Küste von Kurbes u. a. – Etwas fleckig, Vorsatz mit alter Ziffernsignatur. Schönes und dekorativ gebundenes Exemplar.

Lot 2119, Auction  128, Quintilianus, Marcus Fabius, De institutione oratoria (und:) Declamationes

Quintilianus, Marcus Fabius
De institutione oratoria (und:) Declamationes
Los 2119

Schätzung
300€ (US$ 345)

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Quintilianus, Marcus Fabius. De institutione oratoria libri duodecim. Cum notis et animadversionibus virorum doctorum, summa cura recogniti et emendati per Petrum Burmannum. [Und:] Derselbe. Declamationes XIX majores, et Calpurnii Flacci declamationes. Curante Petro Burmanno. 2 Teile in 4 Bänden. 34 Bl., 1178 S., 25 Bl.; 2 Bl., 838 S., 67 Bl. Titel in Rot und Schwarz. Mit gestochenem Frontispiz und 2 gestochenen Titelvignetten. 26 x 21,5 cm. Leder d. Z. (etwas berieben, mit modernem, teils lädiertem Papierrückenschild). Leiden, Johannes de Vivie, 1720.
Schweiger II, 844. Ebert 18468. – Erste Ausgabe der umfangreichen barocken Textedition des Leidener Philologen und Bibliothekars Pieter Burman (1668-1741), "nach früheren Ausgaben mit dem vollständigen exegetischen Apparat der früheren Ausleger. Einheitlich gebundenes Exemplar mit den dazugehörigen Declamationes Quintilians, beide Ausgaben wurden auch separat vetrieben. Quintilians Unterweisung in der Redekunst stellt die wichtigste und ausführlichste erhaltene Darstellung der antiken Redekunst dar. – Etwas braunfleckig, Vorsätze stärker leimschattig. Wohlerhaltenes Exemplar aus der Schulbibliothek des Gymnasiums Blankenburg, mit entsprechenden Stempeln und Einträgen. – Beigebunden: Petrus Burmann. Epistola ad Claudianum Capperonnerium de nova ejus M. Fabii Quinctiliani, De institutio oratoria editione. 4 Bl., 102 S., 1 Bl. Leiden, Samuel Luchtmans, 1726.

Lot 2120, Auction  128, Quintilianus, Marcus Fabius, De institutione oratoria

Quintilianus, Marcus Fabius
De institutione oratoria
Los 2120

Schätzung
450€ (US$ 517)

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Quintilianus, Marcus Fabius. De institutione oratoria libri duodecim. Collatione codicis Gothani et Iensonianae editionis aliorumque librorum ac perpertuo commentario illustrati a Io. Matthia Gesnero. 18 Bl., 640 S., 95 Bl. Titel in Rot und Schwarz. 25 x 20 cm. Pergament d. Z. mit hs. RTitel. Göttingen, Abraham Vandenhoeck, 1738.
Schweiger II, 845. Ebert 18471. – Erste Ausgabe der Edition des Göttinger Philologen und Bibliothekars Johann Matthias Gesner (1691-1761), nach der Gothaer Handschrift und der Jensonschen Ausgaben bearbeitet und ausführlich kommentiert. "A very useful and admirable edition" (Dibdin II, 370). Quintilians Unterweisung in der Redekunst stellt die wichtigste und ausführlichste erhaltene Darstellung der antiken Redekunst dar. Mit dem berühmten Lob des Herausgebers auf Johann Sebastian Bach (S. 61, Anm. 3): "Haec omnia, Fabi, paucissima esse diceres, si videre ab inferis excitato contingeret, Bachium". Hierzu Albert Schweitzer: "Am meisten hat Bach sich wohl über das Denkmal gefreut, das ihm sein ehemaliger Rektor Gesner im Schatten einer lateinsichen Anmerkung zu den Institutiones variae Quintilians, die er anno 1738 herausgab, in Freundschaft und Liebe errichtete. Zu einer Stelle, wo vom Künstler die Rede ist, der sich beim Singen auf der Zither begleitet und mit den Füßen den Takt tritt, bemerkt er: 'Das alles, Fabius, würdest du für geringfügig halten, wenn du von den Toten erstehen und Bach sehen könntest wie er mit beiden Händen und allen Fingern das Klavier spielt, welches die Töne vieler Zittern in sich faßt, oder das Instrument der Instrumente'". Exemplar aus dem Besitz des Leipziger Philologieprofessors und Universitätsdirektors August Wilhelm Ernesti (1733-1801), Neffe des Rektors der Thomasschule Johann August Ernesti (1707-1781), der mit Bach zwischen den Jahren 1736 und 1738 den sogenannten Präfektenstreit austrug. – Etwas gebräunt oder braunfleckig, Titel mit verblasstem Stempel. Wohlerhaltenes Exemplar des breitrandigen Quartdrucks.

Lot 2121, Auction  128, Rabener, Gottlieb Wilhelm, Briefe, von ihm selbst gesammlet

Rabener, Gottlieb Wilhelm
Briefe, von ihm selbst gesammlet
Los 2121

Schätzung
150€ (US$ 172)

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Rabener, Gottlieb Wilhelm. Briefe, von ihm selbst gesammlet und nach seinem Tode, nebst einer Nachricht von seinem Leben und Schriften, herausgegeben von C. F. Weiße. 2 Bl., LXXXVI, 304 S. Mit gestochenem Frontispiz. 20,5 x 12 cm. Schlichter Pappband d. Z. (stärker berieben, beschabt und bestoßen) mit Papierrückenschild. Leipzig, Dyck, 1772.
Goedeke IV/1, 41, 4. Borst 246. – Erste Ausgabe der autobiographischen Aufzeichnungen "Versuch eines Tagebuchs", der "Freundschaftlichen Briefe" und der umfangreichen Biographie des großen satirischen Schriftstellers der Aufklärung durch den anakreontischen Dichter Christian Felix Weiße (1726-1804). Einer von zwei in der Kollation unterschiedlichen Drucken aus dem Jahr der Erstausgabe, hier in einem Exemplar mit der bei Goedeke angegebenen Kollation. Der Satiriker und Steuerrat Gottlieb Wilhelm Rabener (1714-1771) veröffentlichte "nach 1755 mit Rücksicht auf sein hohes Amt und auf die Nähe des Dresdner Hofes keine neuen Satiren mehr" (NDB). Exemplar mit den beiden bei Goedeke nicht genannten Blatt Druckprivilegien, die zwischen Titel und das erste Textblatt gebunden sind. – Etwas braun- und stockfleckig, Vorsatz gestempelt und mit altem blindgeprägtem Wappenstempel.

Rache der Untreue [und:] Der Pantherjäger
Zwei Bänkelgesänge als Einblattdrucke
Los 2122

Schätzung
250€ (US$ 287)

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Nicht im KVK
Rache der Untreue, oder die schreckliche Begebenheit von dem spaniolischen Grafen Don Leo Harto, welcher seine Geliebte, ihren Bräutigam, ihren Vater und sich in der Kirche am Traualtar erschossen hat, am 23. Juni 1862. [Und:] Der Pantherjäger aus den letzten Ereignissen der Greuelscenen in Syrien. 4 S. (gefalzter Foliobogen; ohne Einband). Mit 2 Holzschnittvignetten. 30,5 x 23 cm. Landshut, J. F. Rietsch, (um 1865).
Zwei seltene Bänkelgesänge als Einblattdrucke, die hier noch zusammen auf einem gefalzten Foliobogen aus der Landshuter Winkeldruckerei von J. F. Rietsch vorliegen, verfasst im typisch sensationsgeleiteten Duktus des Genres. Am Schluss des ersten Drucks mit zwei sechs- bzw. dreistrophigen Moritaten, in denen die dramatische Handlung besungen wird. – Mit schwachen Randknicken und kleinen Einrissen, des erste Blatt mit unbedeutender Fehlstelle im Falz (ohne Textverlust). Kein bibliothekarischer Standortnachweis der beiden Drucke im KVK.

Rebmann, Andreas Georg Friedrich
Hans Kiek-in die-Welts Reisen in alle vier Welttheile
Los 2123

Schätzung
450€ (US$ 517)

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(Rebmann, Andreas Georg Friedrich). Hans Kiek-in die-Welts Reisen in alle vier Welttheile. Zweyte durchgehends verbesserte Auflage. 3 Bl., 342 S. Mit Kupfertitel mit Figurenalphabet und gestochenem Frontispiz. 16 x 9,5 cm. Etwas späterer Halblederband (Gelenke etwas beschabt) mit RVergoldung und goldgeprägtem RSchild. Leipzig und Gera, Wilhelm Heinsius, 1796.
Hayn-Gotendorf III, 543. Vgl. Goedeke V, 547, 6, 4. – Zweite Ausgabe von Rebmanns zuerst 1794 ebenda erschienenen satirisch-komischen, teils autobiographischen Bildungs- und Abenteuerroman. "Dieser Roman enthält nicht nur eine beißende Verspottung der deutschen Zustände und der deutschen Reichsverfassung; er ist zugleich einer der typischen utopischen Romane dieser Epoche, der das von jeder Unterdrückung freie Leben glücklicher Menschen in einer Republik darstellt. Er spiegelt nicht nur die Ereignisse der französischen Revolution, sondern Rebmann läßt in einigen Kapiteln seine Helden als Verteidiger der Jakobinerherrschaft auftreten" (Voegt S. 119). Der Roman wird auch zu den Wertheriaden gezählt, weil der Held - nach einer wahren Begebenheit - in einer Aufführung des Balletts Die Leiden des jungen Werther von der Darstellerin der Lotte geboren wird. – Schwach gebräunt und etwas stockfleckig, Kupfertitel und Frontispiz mit kleinem Feuchtigkeitsrand, Vorsätze etwas leimschattig, fl. vorderer Vorsatz mit teils getilgtem und überschriebenem Besitzstempel.

Lot 2124, Auction  128, Robeck, Johann, Exercitatio philosophica de eulogo exagoge

Robeck, Johann
Exercitatio philosophica de eulogo exagoge
Los 2124

Schätzung
300€ (US$ 345)

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Robeck, Johann. Exercitatio philosophica de eulogo exagoge (graece) sive Morte voluntaria philosophorum et bonorum virorum etiam udaeorum et Christianorum. 4 Bl., 52, 320 S., 10 Bl. 20 x 15 cm. Pergament d. Z. (berieben) mit goldgeprägtem RSchild. Rinteln, Enax, 1736.
Brunet IV, 1325. Rost 603. Waller 8016. Jöcher III, 2133. – Erste Ausgabe. "Im 18. Jahrhundert war eines der berühmtesten Bücher über den Selbstmord, auf das sich auch Rousseau in der Heloise bezieht, das des Schweden Johann Robeck De morte voluntaria, eine apologetische Theorie des Selbstmords, die der Verfasser dann auch mit der Praxis gekrönt hat" (Rost). Der Druck erschien posthum, nachdem Robeck sein Manuskript dem Rintelner Philologen Johann Nikolaus Funck (1715-1758) überließ, der es dann zum Druck beförderte. Robeck wählte den Freitod in der Weser. – Stärker gebräunt, Vorsatz mit Exlibris und langem hs. Vermerk. - Selten.

Lot 2125, Auction  128, Ruhnken, David, Sammlung von 7 Werken

Ruhnken, David
Sammlung von 7 Werken
Los 2125

Schätzung
200€ (US$ 230)

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Ruhnken, David. Sammlung von 7 Schriften und Klassikereditionen. Großoktav. Halbleder d. Z. (4) bzw. Pappband d. Z. (3). Verschiedene Orte und Verlage, 1782-1828.
Kleine Sammlung von eigenen Schriften und Klassikereditionen des bedeutenden deutsch-niederländischen Textkritikers und Bibliothekars der Universitätsbibliothek in Leiden David Ruhnken (1723-1798). I. Timaei Sophistae lexicon vocum Platonicarum. Editio nova. Leipzig 1828. - II. Publius Rutilius Lupus. De figuris sententiarum et elocutionis libri duo. Leipzig 1831. - III. Dasselbe. Leiden 1768. - IV. Homer. Hymnus in Cererem. Leiden 1782. - V. Epistolae Davidis Ruhnkenii ad Dan. Wyttenbachium. Altona 1834. - VI. Orationes, dissertationes et epistolae. Braunschweig 1828. - VII. Vitae duumvirorum Tiberii Hemsterhusii et Davidis Ruhnkenii. Leipzig 1822. – Etwas stockfleckig.

Lot 2126, Auction  128, Saintine, Xavier-Boniface, Picciola. Aus dem Französischen von Emilie Wille

Saintine, Xavier-Boniface
Picciola. Aus dem Französischen von Emilie Wille
Los 2126

Schätzung
300€ (US$ 345)

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Saintine, X(avier)-Boniface. Picciola. Aus dem Französischen von Emilie Wille. IV, 281 S., 1 Bl. (Anzeigen). 15,5 x 10 cm. Blindgeprägter Leinenband d. Z. (etwas berieben und leicht bestoßen, Rücken ausgeblichen) mit goldgeprägtem RTitel. Berlin, W. Natorff, 1837.
Fromm I, 3571. – Sehr seltene erste deutsche Übersetzung des zuerst im Vorjahr erschienenen französischen Erfolgsromans, dem bekanntesten Werk des überaus produktiven Dramatikers und Romanciers Xavier-Boniface Saintine (1798-1865); weitere deutsche Übertragungen folgten Leipzig 1846, Bremen 1870, Stuttgart 1883 und wieder Leipzig 1885. Erzählt wird die herzzerreißende Geschichte eines politischen Gefangenen, der im Gefängnis seelischen Halt an einer kleinen Blume sucht, die im Gefängnishof zwischen den Pflastersteinen wächst. "Das Ganze ist ein erhabenes Lehrgedicht, in welchem das kindlich-fromme Gemüth über das kalte Wissen, die Demuth über den, auf Gelehrsamkeit sich stützenden Stolz den Sieg davon trägt. Die Liebe zu seiner Blume, zu seiner "Picciola" weckt den lebenssatten Charney aus seiner starren Gleichgültigkeit; sie predigt ihm den Glauben an Gott, an die Menschheit; durch sie findet er in seinem Kerker, was er im wilden Treiben der Welt, in rauschenden Vergnügungen und gelehrten Studien vergebens gesucht hat - Liebe und Freundschaft, und in diesen das lang ersehnte, wahre Glück!" (Vorrede). Von der Übersetzerin Emilie Wille, die u. a. auch Werke der französischen Schriftstellerin Sophie Gay ins Deutsche übertrug, sind keine biographischen Daten bekannt. Das Novitätenblatt am Schluss des auf deutsche Übersetzungen französischer Belletristik spezialisierten Berliner Verlags von W. Natorff am Schluss nennt zwei weitere Übersetzungen Willes. – Titel im unteren Bug gelöst, im oberen weißen Rand mit kleinerem Braunfleck, sonst nur vereinzelte geringe Flecken. Fl. Vorsatz mit alter Geschenkwidmung. Über den KVK nur ein Standortnachweis in deutschen Bibliothen in der ULB Bonn.

Lot 2127, Auction  128, Salmasius, Claudius, Funus linguae Hellenisticae

Salmasius, Claudius
Funus linguae Hellenisticae
Los 2127

Schätzung
150€ (US$ 172)

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(Salmasius, Claudius). Funus linguae Hellenisticae, sive Confutatio exercitationis de Hellenistis et lingua Hellenistica. 390 S., 1 Bl. 15 x 9,5 cm. Marmorierter Pappband des 19. Jahrhunderts (etwas berieben und bestoßen) mit RSchild. Leiden, Jean Maire, 1643.
Breugelmans, 518. Willems 558 (Anmerkung). Graesse VI1, 249. – Im gleichen Jahr wie der Oktavdruck von Elzevier erschienene Duodezausgabe. Seltene sprachwissenschaftliche Schrift des französischen Universalgelehrten Claudius Salmasius (1588-1653), der u. a. als Nachfolger Scaligers an der Universität Leiden wirkte. "Salmasius' last work on the nature of the Greek language of the New Testament before his dispute with Heinsius on the subject was formally settled on the initiative of the Curators of Leiden University. Both Leiden professors agreed on the particular character of the New Testament language, but where Heinsius held it for a dialect of Hellenistic Jews who did not speak Hebrew or Aramaic, Salmasius argued that semiticisms were a result of translating Hebrew or Aramaic into Greek or an effect of the bilinguality of some Jews" (Breugelmans). – Titel mit dezenten Anmerkungen in Tinte. Im oberen Rand schwach gebräunt, sonst wohlerhalten.

Lot 2128, Auction  128, Sammelband, mit 4 Barockschriften

Sammelband
mit 4 Barockschriften
Los 2128

Schätzung
450€ (US$ 517)

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Sammelband mit 4 Barockschriften. 17 x 10 cm. Blindgeprägter Kalbslederband d. Z. (berieben) mit reicher ornamentaler RVergoldung. Verschiedene Orte und Verlage, 1718-1742.
I. (Michael Ranfft). Des weltberühmten Fürstens Leopoldi von Anhalt-Dessau, Leben und Thaten, welchem ein Anhang einer kurtzen Beschreibung des gantzen Hoch-Fürstlichen Hauses und gesamten Fürstenthums Anhalt beygefüget ist. 166 S. Titel in Rot und Schwarz. Mit gestochenem Frontispiz (in Pag.). Frankfurt und Leipzig 1742. - Titel mit altem Besitzeintrag, Frontispiz mit kleinen Wurmlöchern.
II. Johann Caspar von Lohenstein. Edler Personen eröffnete Grüffte, das ist: Unterschiedene Leich-Abdanckungen, einigen guten Freunden von Adel gehalten; Zum unvergeßlichen Andencken des Seel. Herrn Autoris dessen Leben am Ende mit beygefüget worden; Der gelehrten Welt aber zu Liebe colligiret und dem Druck übergeben von Christoph Pfeiffer. 12 Bl., 103 S. Titel in Rot und Schwarz. Breslau, Johann Georg Bleßing, 1718. - VD18 10927468.
III. Wilhelm Ernst Tentzel. Historischer Bericht vom Anfang und ersten Fortgang der Reformation Lutheri, zur Erläuterung des Hn. v. Seckendorff Historie des Lutherthums, mit grossem Fleiß erstattet, und nunmehro in diesem andern Evangelischen Jubel-Jahr mitgetheilet von Ernst Salomon Cyprian. Der dritte Druck. 39 Bl., 531 S., 21 Bl. Titel in Rot und Schwarz. Mit gestochenem Frontispiz. Leipzig, Johann Ludwig Gleditsch und Moritz Georg Weidmann, 1718. - VD18 90986830. - Titel und ein Blatt der Vorstücke mit rötlichem Farbwischer.
IV. H(einrich) F(itzner). Gespräch zwischen einem flüchtigen Vater aus Rom und einem Clerico, worinnen die in der Offenbahrung Johannis beschrieben Gesichter gründlich erkläret, und der Zustand der Kirchen Neues Testaments deutlich gezeiget, auch mit Schrifft-Stellen gründlich bewiesen wird; Absonderlich, daß von anno 1715. bis 1748 die Babylonische Hure müsse ausgerottet werden. 3 Teile. Frankfurt und Leipzig, o. Dr., 1735. - Seltener unfirmierter Druck, über den KVK ist lediglich die undatierte Ausgabe mit dem Druckort "Philadelphia" nachweisbar bzw. eine Ausgabe Frankurt 1732. - Jeder der enthaltenen Drucke etwas braun- oder fingerfleckig, fl. Vorsatz mit Besitzeinträgen und teils getilgtem und überschriebenem Stempel. Dekorativer Barockeinband.

Lot 2129, Auction  128, Sappho, Fragmenta et Elogia

Sappho
Fragmenta et Elogia
Los 2129

Schätzung
750€ (US$ 862)

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Sappho. Fragmenta et Elogia, quotquot in auctoribus antiquis Graecis et Latinis reperiuntur, cum virorum doctorum notis integris, cura et studio Johann Christoph Wolf. Qui vitam Sapphonis & indices adiecti. 5 Bl., XXXII, 253 S., 13 Bl. Titel in Rot und Schwarz. Mit gestochenem Frontispiz. 24,5 x 20 cm. Leder d. Z. (stärker berieben und bestoßen, Rückenbezug mit Fehlstellen, VDeckel gelöst) mit RVergoldung und (lädiertem) goldgeprägtem RSchild. Hamburg, Abraham Vandenhoeck, 1733.
VD18 11598522. Schweiger I, 285. Brunet V, 1472. Hoffmann III, 346. Dibdin II, 401. – Seltener erster Separatdruck, mithin die Editio princeps der überlieferten Carmina Sapphos mit griechisch-lateinischem Paralleltext, zuvor waren Abdrucke ihrer Gedichte lediglich in anderen Sammlungen und gemeinsam mit Schriften antiker Lyriker wie Anakreon und Alkäus erschienen. Mit umfangreichen Zitaten aus antiken Quellen und Kommentaren sowie Anmerkungen des Herausgebers Johann Christoph Wolf (1683-1739), Professor am Akademischen Gymnasium in Hamburg und Bibliothekar der dortigen Stadtbibliothek. Schöner Quartdruck mit dem Portrait der Dichterin als Frontispiz, umgeben von antiken Münzen mit Darstellungen ihres Konterfeis. – Stellenweise schwach gebräunt und nur vereinzelte geringe Flecken, vorderes Innengelenk unfachmännisch mit Leinenstreifen verstärkt.

Lot 2130, Auction  128, Scaliger, Julius Caesar, De causis linguae Latinae libri tredecim

Scaliger, Julius Caesar
De causis linguae Latinae libri tredecim
Los 2130

Schätzung
150€ (US$ 172)

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Scaliger, Julius Caesar. De causis linguae Latinae libri tredecim. 16 Bl. (l. w.), 451 (recte: 455) S. Mit Holzschnitt-Druckermarke. 17 x 10,5 cm. Pergament d. Z. O. O. (wohl Heidelberg oder Leiden), Bibliopolio Commeliano, 1623.
VD17 23:270095F. – Unfirmierte spätere Ausgabe der zuerst 1540 in Lyon erschienenen sprachwissenschaftlichen Abhandlung über das Lateinische, verfasst von dem italienischen Humanisten, Dichter und Naturforscher Julius Caesar Scaliger (1484-1558). – Im Satzspiegel etwas gebräunt. Titel mit verblasstem Braunfleck, sonst wohlerhalten. Exemplar einer historischen Schulbibliothek mit entsprechendem Stempel und Besitzeintrag auf dem Titel.

Lot 2131, Auction  128, Schiller, Friedrich, Wilhelm Tell

Schiller, Friedrich
Wilhelm Tell
Los 2131

Schätzung
150€ (US$ 172)

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Schiller, Friedrich. Wilhelm Tell. Schauspiel. Zum Neujahrsgeschenk auf 1805. 2 Bl., 241 S., 1 Bl. 13,5 x 9,5 cm. Strukturgeprägter Pappband d. Z. (bestoßen, Gelenke beschabt). Tübingen, Johann Georg Cotta, 1804.
Goedeke V, 230, 12. Marcuse 253. Fischer, Cotta, 457. – Erste Ausgabe, hier in einem Exemplar ohne die Kupfer und noch mit dem später korrigierten Paginierungsfehler (Seite "711" statt 171). Mit dem von Goedeke und Marcuse nicht genannten Anzeigenblatt am Schluss. – Etwas stockfleckig und mit einigen Unterstreichungen in Bleistift, Titel im Bug mit Abklatsch, fl. Vorsatz mit alter Geschenkwidmung.

Lot 2132, Auction  128, Schmidt, Johann Georg, Die gestriegelte Rockenphilosophie

Schmidt, Johann Georg
Die gestriegelte Rockenphilosophie
Los 2132

Schätzung
180€ (US$ 207)

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(Schmidt, Johann Georg). Die gestriegelte Rockenphilosophie, oder Aufrichtige Untersuchung derer von vielen superklugen Weibern hochgehaltenen Aberglauben. Fünfte und vom neuen übersehene Auflage. 5 Bl., 1019 S. 17,5 x 10,5 cm. Späterer Pappband (berieben und bestoßen). Chemnitz, Stößel, 1759.
Goedeke III, 241, 26, 1g. Ackermann I, 672. Hayn-Gotendorf VI, 506. Vgl. Faber du Faur 1564. Jantz 2238. – "Dieses interessante Curiosum behandelt in satyrisch-aufklärender Weise alle möglichen Erscheinungsformen des Aberglaubens, besonders der alten Weiber ... Letzte und vollständigste Ausgabe" (H.-G.). Die erste Ausgabe erschien 1705. "An important sourcebook for popular practices of the period" (Faber du Faur). – Es fehlt das gestochene Frontispiz. Etwas gebräunt, Titel mit altem Besitzvermerk.

Lot 2133, Auction  128, Schmidt-Häßler, Walter, Ein Schatten

Schmidt-Häßler, Walter
Ein Schatten
Los 2133

Schätzung
200€ (US$ 230)

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Nicht im KVK
Schmidt-Häßler, Walter. Ein Schatten. Roman. 25 Doppelblatt (Nrn 100-134; komplett). 23,5 x 16 cm. Dresden, Neueste Nachrichten, 1900.
Nicht bei Kosch. – Einzige Ausgabe. Als lose "Unterhaltungs-Beilage" in 25 Fortsetzungen mit jeweils vier Druckseiten erschienener seichter Zeitungsroman der Dresdner Tageszeitung "Neueste Nachrichten", deren Erscheinungszeitraum von September 1893 bis März 1903 nachgewiesen ist. Der aus Leipzig stammende und u. a. als Schauspieler und Filmregisseur tätige Verfasser Walter Schmidt-Häßler (1864-1923) veröffentlichte weitere Unterhaltungsschriften, die in damals beliebten Reihen wie "Romane der eleganten Welt" und "Grüne Romane" erschienen. – Papierbedingt etwas gebräunt und mit geringen Randläsuren. Kein Nachweis über den KVK.

Lot 2134, Auction  128, Seneca, Lucius Annaeus, Opera, quae exstant omnia: a Iusto Lipsio emendata

Seneca, Lucius Annaeus
Opera, quae exstant omnia: a Iusto Lipsio emendata
Los 2134

Schätzung
300€ (US$ 345)

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Seneca, Lucius Annaeus. Opera, quae exstant omnia: a Iusto Lipsio emendata, et scholijs illustrata. 2 Bl., XXXVI, 796, 53 (recte: 52) S., 2 Bl. Mit Kupfertitel, 2 gestochenen Portraits (davon 1 blattgroß) und Holzschnitt-Druckermarke am Schluss. 35,5 x 23 cm. Pergament d. Z. (etwas fleckig und berieben) mit RSchild. Antwerpen, Plantin-Moretus, 1605.
Schweiger 909. Vgl. Ebert 20853. – "Erste Ausgabe des Lipsius und die einzige, welche von ihm selbst besorgt wurde" (Schweiger). – Es fehlt das gestochene Frontispiz mit dem Portrait von Lipsius. Titel mehrfach gestempelt und mit hinterlegtem Braunfleck (dort mit kleinen Fehlstellen), mittig im Bug auch mit Blatteinschnitt. Vortitel ebenfalls gestempelt. Insgesamt schwach gebräunt, am Schluss mit verblasstem Feuchtigkeitsrand.

Lot 2135, Auction  128, Seneca, Lucius Annaeus, Opera, quae extant, integris Justi Lipsii, J. Fred. Gronovii

Seneca, Lucius Annaeus
Opera, quae extant, integris Justi Lipsii, J. Fred. Gronovii
Los 2135

Schätzung
240€ (US$ 276)

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Seneca, Lucius Annaeus. Opera, quae extant, integris Justi Lipsii, J. Fred. Gronovii, & selectis variorum commentariis illustrata. 3 Bände. Mit 3 Holzschnitt-Druckermarken und 3 Textkupfern. 18 x 11 cm. Marmorierte Halblederbände d. Z. (berieben und bestoßen, 1 oberes Kapital etwas eingerissen, 1 Rücken mit Mittelknickfalte) mit RVergoldung und je 2 goldgeprägten RSchildern. Amsterdam, Daniel Elzevier, 1672-1673.
Willems 1477. Schweiger 913, – Neudruck der zweiten von Lipsius und Gronovius besorgten Augabe von 1658. "Ce Sénèque, qui fait partie de la collection des variorum, est très estimé, et on le recherche d'autant plus qu'il n'a jamais été réimprimée" (Willems). Der Band III enthält als Anhang (316 S.) Johannis Schultingii in eundem notae & emendationes im Erstdruck. – Es fehlen die beiden gestochenen Titel und das gestochene Frontispiz. Etwas fleckig, mit einigen Unterstreichungen, Titel mit kleinerem Feuchtigkeitsfleck.

Lot 2136, Auction  128, Seneca, Lucius Annaeus, Tragoediae, ad doctorum virorum emendationes recognitae

Seneca, Lucius Annaeus
Tragoediae, ad doctorum virorum emendationes recognitae
Los 2136

Schätzung
150€ (US$ 172)

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Seneca, Lucius Annaeus. Tragoediae, ad doctorum virorum emendationes recognitae. 391 S. 12,5 x 7,5 cm. Späterer Pappband (berieben und beschabt, Einband vom Block gelöst). Köln, Anton Hierat, 1615.
VD17 12:626682C. – Kölner Taschenausgabe. – Etwas gebräunt, mit einigen Unterstreichungen.

[*]: Regelbesteuert gemäß Auktionsbedingungen. [^]: Ausgleich von Einfuhr-Umsatzsteuer.

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